Beiträge von Bruce

    Hallo Atze!

    Jetzt hast Du am Samstag aus einer Stresssituation heraus 2 Bier getrunken, obwohl Du den Entschluss gefasst hattest, mit dem Trinken ganz aufzuhören.

    Diese jetzt einfach so aus deiner Geschichte zu streichen, halte ich für einen Riesenfehler. Es geht hier nicht darum, sich selbst zu geisseln, sondern es geht darum, auf sich acht zu geben, und die eigenen Taten und Gedanken ernst zu nehmen.

    Für mich wäre das keine Frage des Verzeihens. Das halte ich für völlig unwichtig. Nach der Logik könnte man sich beim nächsten Mal ja auch wieder einfach nur Verzeihen. Die wichtigere Frage wäre, wie geht es jetzt weiter, und welche Veränderungen kann ich umsetzen, um zufrieden trocken leben zu können.

    Gruß, Bruce

    Hallo Volkmar,

    Mit enormen Saufdruck habe ich auch keine Erfahrung, aber es kam schon ab und zu mal vor, dass aufgrund meiner Stimmungsschwankungen die Möglichkeit, mich innerlich wieder ruhig zu stellen, zumindest für einen Moment wieder verlockend erschien.

    Es gibt aber einfach diesen Kampf für mich nicht mehr, und in mir ist die Einsicht schon lange fest verankert, dass dieser Weg für mich nicht mehr in Frage kommt. Ich lasse in diesen Momenten die Gefühle so sein wie sie sind, denn ein Blick auf die vergangene trocken gelebte Zeit gibt mir die Zuversicht, dass dies die Richtung ist, die ich weiter gehen werde, weil sie besser ist, und weil ich sie gehen möchte.

    In Kurzform: Es geht vorbei. Halt Dir immer die zufrieden gelebte trockene Zeit vor Augen.

    Gruß, Bruce

    Hallo schnuffig,

    Da wink ich mal erfreut zurück und lege da noch ein virtuelles sowie auch reales "Daumen hoch!" drauf. Deine Methode gefällt mir sehr.

    "Das glaub ich nicht, da bin ich mir sicher," sagst Du noch in den Worten, die Du an mich gerichtet hattest. War das ein Verschreiber oder habe ich da nur was nicht verstanden?

    Wie dem auch sei, ich freue mich aufrichtig über deine gute Laune, und deine kommenden Taten.

    Gruß, Bruce

    Hallo schnuffig!

    Na, das nenne ich doch mal Ausgeglichenheit. Sicherlich wird der Schmetterling heute von einer ähnlichen Erfahrung berichten können.

    Ein Leben im Kampf gegen den Alkohol stelle ich mir schrecklich vor. Ein Leben ohne Kampf ist schon von Prinzip aus viel ruhiger, und seeliger.

    Ein Leben, halt.

    Schönen Gruß, Bruce

    Hallo,

    Ich bin sicher, das ist jetzt eine ganz schlechte Idee von mir, aber ich muss diesmal einfach noch mal nachhaken. Ich bitte schon mal im voraus um Verzeihung :)

    Ich fand von Anfang an die Frage zu suggestiv, deswegen interessierte ich mich auch dafür, wo sie herkam, und war mit meiner ersten Antwort ja dann auch gleich auf dem Holzweg.

    Zitat

    So verstehe ich sie nicht ganz, sie liest sich für mich ein wenig so wie "Mögt ihr lieber Beiträge, die Sinn machen, oder Beiträge, die keinen Sinn machen?"

    Hat dazu niemand eine Meinung?

    Friedliche Grüße, Bruce

    Hallo,

    Es liest sich für mich bei einigen Beiträgen so, als ob man als Befürworter der klaren Worte gleichzeitig eine abwertende Haltung gegenüber jeglicher Schreibweisen annimmt, die anders sind als die eigene. Anders kann ich diese „ohne mich“ Haltung nicht auslegen. Genau dies habe ich selbst immer versucht zu vermeiden, auch wenn’s manchmal schwer fällt.

    Wobei „klare Worte“ auch oftmals Ansichtssache sind. Ironischerweise verstehe ich bei vielem in diesem Thread nur noch Bahnhof, aber damit muss ich leben.

    Gruß, Bruce

    Hallo,

    Das ist genau das, was ich damit meinte. Wer soll denn bitteschön darauf antworten, er oder sie unterhält sich lieber so, dass es für möglich wenig Leute verständlich ist?

    Ich verstehe das nicht, und wahrscheinlich habe ich da was verpasst, aber keine Angst, ich werd da jetzt nicht drauf rumreiten :)

    Schönes Wochenende!

    Bruce

    Hallo Tina!

    Gibt es da irgendeinen Kontext, aus dem diese Frage entstanden ist? So verstehe ich sie nicht ganz, sie liest sich für mich ein wenig so wie "Mögt ihr lieber Beiträge, die Sinn machen, oder Beiträge, die keinen Sinn machen?"

    Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass wenn ich gelegentlich etwas kryptisch daher kommen sollte, dies nur aus reinem Selbstschutz geschieht, immerhin sind wir hier immer noch in einem öffentlichem Forum. Mit Motiven wie Spekulationen, Phantasie und Träumerei kann ich mich da allerdings so gar nicht identifizieren, und mit "mögen" hat das eh gar nichts zu tun.

    Gruß, Bruce

    Hi Nathan,

    Herzlich Willkommen, und super, dass Du hier bist!

    Regelmäßiger Austausch und Risikominimierung, bei beidem stimme ich schon mal gerne zu. Freue mich auf mehr!

    Gruß, Bruce

    Hi Red Phönix,

    Zitat

    Vor kurzem hat sich hier ein Bruce angemeldet, der in seinem Text so einiges hat was ich sehr gut erkenne.

    Ich nehme mal an, ich bin damit gemeint, auch wenn ich schon seit 2 Jahren hier schreibe :)

    Das Thema „was tun bei Lustlosigkeit“ interessiert mich aber auch immer sehr, denn das ist schon etwas, wogegen man aktiv etwas unternehmen sollte, so dass das kein Dauerzustand wird.

    Vorher konnte ich mich bei Langeweile immer ganz einfach wegsaufen. Ich erinnere mich sogar daran, dass das oftmals die offizielle Begründung war, für mich selbst. Als ich aufhörte, bot sich mir dann auch ziemlich schnell an, diese viele freie Zeit auf einmal als ein Problem anzusehen, aber ich machte recht früh auch die bewusste Entscheidung, die neu gewonnene Zeit für meine kreativen Projekte zu nutzen, die vorher, wenn überhaupt, nur auf halber Flamme vor sich hin brüteten.

    Ich frag mal einfach, und Du kannst dies auch gerne ignorieren wenn Du sie nicht beantworten möchtest, aber arbeitest Du momentan? Alles, was ich anfangs mit Hobbies, etc. nicht bewirken konnte, ließ sich eine Zeit lang mit der Arbeit ausgleichen, und anfangs arbeitete ich auch einfach etwas mehr, um so mehr zu tun zu haben, und Abends dann geschafft ins Bett zu fallen.

    Mit der Zeit hat sich dann ein neuer Tagesablauf eingependelt, mit neuen Stimmungen, und neuen Highlights. 17 Uhr bedeutet mir schon lange nichts mehr, und ich fühle mich generell meist motivierter, Lustlosigkeit macht sich nur noch in seltenen Fällen bemerkbar, und wenn, dann richtet sie nicht mehr so viel Schaden an wie früher.

    Hafenfeste und ähnliches waren für mich übrigens ausgeschlossen, und heute interessiert mich auch so was überhaupt nicht mehr. Wichtiger war für mich, ein neues Leben mit einem völlig alkoholfreien Umfeld für mich zu gestalten, um mir eine dauerhaft zufriedene Trockenheit zu ermöglichen.

    Gruß, Bruce

    Hallo,

    Im ersten Jahr oder so bin ich von jeglichen Festen fern geblieben, hauptsächlich weil ich mich einfach nur danach richten wollte, was die Langzeit-Trockenen hier im Forum getan hatten.

    Heute sehe ich für mich persönlich eine Gefahr darin, den „war alles nicht so schlimm“-Gedanken wieder verfallen zu können, die mich in den Jahren des Rumeierns immer wieder zum Alk zurück geführt hatten. So gehören Feste und ähnliches immer noch zu den Dingen, von denen ich mich fern halte, zum einen aus Desinteresse vor dem Trubel, zum anderen aber auch ein klein wenig aus Respekt, vor dem, was die Gesellschaft gut gelaunter (und gut aussehende?) Menschen in mir bewirken könnten.

    Habe ich kein Vertrauen in mich selbst? Doch, das habe ich. Was meine Trockenheit angeht, sehr viel sogar. Aber ich tue auch weiterhin das, was unter „auf sich aufpassen“ fällt, und überlasse das nur ungern dem Zufall.

    Als „unvermeidbar“ galt sicher die Feier des Chefs Anfang dieses Jahres, aber da war ich auch nicht hin. Ich bin aber immer noch am Leben, und arbeite auch immer noch für ihn, und so ist das nun.

    Gruß, Bruce

    Gratuliere, Schnuffig!

    Ich lese immer gerne bei Dir von deinem Weg, und von deinen Gedanken, und bin immer wieder beeindruckt, wie Du das machst, und wie Du darüber schreibst. Ich freue mich auf weiteren Austausch mit Dir!

    Schönen Gruß, Bruce

    Hi,

    Ich glaube, ich hatte so 2-3 Jahre hier ständig gelesen, bevor ich meinen ersten Satz hier schrieb. Ich wusste ja selber, dass ich ich damals noch rumeierte, aber vor allem das lesen in den älteren Threads des Forums half mir sehr, zu meinem jetztigen Weg zu finden, weil dadurch schon viele der eigenen Fragen beantwortet wurden, und auch die eigenen Fehler aufgezeigt wurden.

    Als ich endlich anfing, hier zu schreiben, war ich schon zum größten Teil mit den Prinzipien des Forums auf einer Wellenlänge. Jetzt schreibe ich hier seit fast 2 Jahren, und sehe es auch als wichtigen Teil meiner Trockenarbeit, gerade weil ich sonst zu keiner realen SHG gehe, oder sonstwen in meinem Leben habe, mit dem ich über meine Sucht sprechen kann.

    Gruß, Bruce

    Ja, das ist wirklich total subtil, Maik ;)


    Hi schnuffig,

    Das Du denen nicht dabei helfen wirst, jemanden gesellschaftlich zu schädigen, wirst Du denke ich schon vermitteln können. Ansonsten sehe ich ganz klar

    B). Für dich.

    LG, Bruce

    Hi schnuffig,

    Das Du wieder angefangen hast, Geschichten zu schreiben, freut mich erst einmal.

    Ich will nur sicher gehen, dass ich das jetzt auch richtig verstehe, Dir ist nicht ganz wohl dabei momentan, weil dich das Ausdenken von Geschichten, und das Niederschreiben derer, zu sehr an die nasse Zeit des Theaters, und die Ergebnisse, und die damit verbundene Anerkennung deiner Arbeiten an sich erinnert? Wenn es tatsächlich so problematisch werden sollte, dass Du beim Schreiben als Ausgleich Wasser trinken musst, dann würd ich’s lassen.

    Aber. Für mich gehören diese beiden Dinge einfach nicht mehr zusammen, und für dich doch auch nicht mehr. Beim Schreiben, und all den anderen Dingen, sind die Erinnerungen an vergangene Trink-Sitzungen lange verblasst, und ich ärgere mich höchstens heute noch drüber, wenn mir wieder einfällt, dass ich auch mal zu diesen törichten „Künstlern“ gehörte, die dachten, beduselt kämen ihnen die besten Ideen.

    Wenn Dir die Assoziationen an ein früheres, nasses Umfeld Sorgen bereiten, dann macht es vielleicht Sinn, sich ein neues zu schaffen, und so mit der Zeit neue Assoziationen an kreative, inspirierende, und vor allem trockene Zeiten wecken zu können.

    Das wird.

    LG, Bruce