Hallo Cora,
Mir ist bei Dir wiederholt aufgefallen, dass Du das Ganze immer von der anderen Richtung angehst, nämlich: Ich kann den Leuten um mich herum das Trinken nicht verbieten, nur weil ich gerade da bin.
Risikominimierung heisst allerdings in erster Linie, diese Situationen von vornherein zu vermeiden. Sich nach einem Umfeld im Leben umschauen, wo gar nicht erst um einen herum getrunken wird. Deine Position ist natürlich das allseits beliebte „das geht aber nicht“.
Ich habe mir nie Gedanken dadrüber gemacht, ob ich das Recht habe, so oder so zu denken. Ob man im Recht ist oder nicht ist nämlich letztlich völlig unerheblich, wenn am Ende das Leben, so wie man es gelebt hat, einen wieder zum Trinken geführt hat.
Bitte bedenke auch, dass in diesem Thread mit Stolz von dem ersten Kneipengang nach ein paar Wochen ohne berichtet wurde. Das ist in der Regel der sicherste Weg, sich den nächsten Rückfall vorzubereiten, und hat auch herzlich wenig mit irgendwelchen Hausversammlungen zu tun, ganz gleich, ob Du da nun einen Unterschied machen kannst oder nicht.
Schöne Grüße, und ich hoffe Dir geht’s schon wieder etwas besser.
Bruce