Beiträge von hoppegarten

    Ja, die Bezeichnung "lächerlich" trifft es.

    Wenn du, Preha, so von deiner Meinung überzeugt bist, dann verstehe ich nicht, weshalb du hier unter Profilneurose leidest, was dieser Thread deutlich vermittelt.

    Sinnlos, nicht für dich sprechend und fragwürdig.

    Du scheinst so über den Dingen zu stehen und bist doch so überzeugt.
    Weshalb rechtfertigst du dich dann permanent?

    Alles Gute, auch beim Einkauf des Alkohols für deinen Mann.

    @ Poster

    Keine Sorge, ich mache mir keine Sorgen um deine Beziehung. Wenn mich das interessieren würde, dann würde ich irgendeine Seifenopfer im TV sehen.

    Es ging mir nur grundsätzlich um die Frage, weshalb man Alkohol konsumiert, obwohl der Lebenspartner, die Liebe, der wichtigste Mensch im Leben Alkoholiker ist.

    Das lese/höre vereinzelt mal hier und da und ich verstehe es nicht.

    Ich persönlich würde mir, obwohl viel harmloser, auch keinen Schokokuchen im Beisein meiner Freundin reinziehen, wenn sie Diabetikerin wäre.
    Und ich würde es nicht mit dem Gefühl machen, dass ich dazu verpflichtet bin, weil mir meine Freundin etwas aufdrängen würde, sondern mit dem Gefühl, dass ich meine Freundin liebe und sie nicht belasten will.

    Mehr nicht.

    Hallo,

    Helmut Schmidt raucht auch munter weiter und ist noch relativ fit.
    Das sind aber alles krasse Ausnahmen. Bei vielen Menschen bleibt es nicht bei einem Getränk am Abend, vor allem wenn es jeden Tag konsumiert wird. Deswegen sollte es auch nicht zur Regel werden. Ist einmal die Verknüpfung im Kopf, dass alles besser, schöner und einfacher mit ein Paar Drinks klappt, dann kann es schnell nach hinten losgehen.
    Zumal es nicht normal ist. Der Großteil der Gesellschaft trinkt nicht täglich, ansonsten hätten wir in Deutschland wohl auch viel mehr Probleme.

    Als Alkoholiker neigt man schnell dazu, Trinkmengen zu verharmlosen, was wahrscheinlich noch mit der eigenen nassen Zeit zusammenhängt, in der man sich immer verharmlosende Ausreden zurecht gelegt hat.
    Ein paar Bier am Abend, ist doch alles kein Problem. Es ist auch kein Problem, bis man schmerzvoll erkennt, dass man voll in der Sucht ist.

    Alkoholkonsum gehört so extrem zu unserer gesellschaftlichen Realität, dass mir regelrecht übel wird.
    Aber Kiffer, Kokser und Junkies sind alle natürlich ganz schlimm.

    Ich sehe keinen Unterschied zur trinkenden Gesellschaft, nur zwischen Legalität und Illegalität.

    Man kann sich als trockener Alkoholiker wirklich nicht vor bestimmten Reizen wehren (Werbung, Alkis am Supermarkt, in der Straba etc.), aber man muss nicht aktiv die Nähe dieser Reize suchen.

    Gruß

    Zitat von Christian W.

    - Und ich bezeichne den Umgang mit meinen Bekannten/ Freunden nicht als "Alk- Umfeld",egal wo wir uns aufhalten. Das sind keine Alkoholiker.

    - Aber das habe ich schon öfter mitbekommen;
    Für wirklich militante Abstinenzler ( damit meine ich nicht Dich, nur so allgemein )ist jemand schon ein Alkoholiker wenn er jeden Abend ein Glas Wein trinkt.
    Das ist natürlich Quatsch und da sollte man auch mal die Kirche im Dorf lassen.

    - Ok, wenn du den Durchblick hast und für jeden deiner Freunde die Hand ins Feuer legen kannst, dann ist das gut.

    Ich bin der Meinung, dass man niemandem hinter die Stirn schauen kann.
    Schon dann, wenn 1 Glas Wein täglich zu einer vermeintlichen Entspannung führt, die ohne das Glas Wein nicht aufkommen würde, ist von Alkoholmissbrauch zu sprechen.
    Schon dann, wenn man nicht mehr locker in Gesellschaft sein kann, ohne ein Bierchen getrunken zu haben, ist von Alkoholmissbrauch zu sprechen.

    Es ist auch kein Quatsch, dass Menschen, die jeden Tag ein Glas Wein oder ein Glas Bier trinken, keine Alkoholiker sein können.

    Viel mehr ist es Quatsch, dass nur der Penner von der Parkbank, der sich jeden Tag eine Flasche Korn reinzimmert, Alkoholiker ist.
    Deiner Terminologie nach "Hardcore-Alkoholiker."

    Aber letztendlich ist es sprichwörtlich dein Bier.
    Einige müssen erst auf die Schn... fallen, bevor sie es verstehen.

    Was ich dir natürlich nicht wünsche.

    Besten Gruß

    Zitat von Poster

    Ähm...ich wollt nur nochmal an meine Fragen von gestern erinnern,die
    Etwas in der Eigendynamik der Diskussion untergegangen sind.

    Ergänzen möchte ich noch, dass ich seit 38 Jahren glūcklich verheiratet
    Bin und meine Frau ab und zu mal ein Gläschen Sekt trinkt.

    Was du sollst, wird dir hier niemand sagen können.
    Viele User hier geben aber wertvolle Hinweise, was vernünftig wäre.

    Auf jeden Fall scheinst du Angst bzw. Respekt zu haben, dein Leben mal wirklich zu hinterfragen.

    Jetzt denkst du eventuell: Lass den 28-Jährigen mal quatschen, der hat eh keine Ahnung vom Leben.
    Allerdings muss ich auch ganz klar sagen, dass ich manchmal das Gefühl habe, eine vernünftigere Einstellung zu haben als so mancher 50-jährige trockene und sowieso nasse Alkoholiker.
    Damit meine ich nicht dich.

    Ich würde jedenfalls im Beisein meiner Partnerin nicht das tun, was meine Partnerin unter Umständen töten würde, wenn sie es machen würde.
    Also kann ich nicht nachvollziehen, weshalb man im Beisein seines alkoholkranken Partners Alkohol konsumiert.
    Und wie schon gesagt wurde: Wenn es ohne Alkohol auch beim Partner nicht mehr geht, dann scheint auch dort ein Problem, wenn auch noch keine Sucht vorzuliegen.

    Gruß

    Zitat von silberkralle

    glück auf

    doch ich - seit ich erkannt hab das die alternative s verrecken is fällts mir sehr leicht trocken zu bleiben

    Das kann ich verstehen und gehört auch zu der Überzeugung, die man braucht und der man eben auch alle störenden Dinge unterordnen sollte.

    Viele Kurzeittrockene (so ging es mir auch in den ersten Monaten) sehen das aber noch nicht, sondern sehen eher die Verluste im Vordergrund:

    - die guten Freunde verprellen
    - nicht mehr am sozialen Leben teilnehmen
    - gute Feiern verpassen

    eben das Leben versäumen.
    Was machte ich. Mir einreden, dass ich dass schon alles schaffe. Ich kann doch auf Partys gehen und eben einfach nichts trinken. Es stört mich doch nicht, wenn mein guter Kumpel neben mir 7 Halbe kippt.

    Klar, kann ich nicht für alle sprechen. Aber die Erfahrungen von Langzeittrockenen, auf die ich sehr höre, vermitteln auch, dass Kompromisse vielleicht einige Zeit gut gehen, aber zwangsläufig zu einem Rückfall führen, weil ein süchtiger Mensch psychisch nicht in der Lage ist, auf Dauer in von Alkohol geprägten sozialen Kreisen zu bestehen.

    Erst wenn der Gedanke verinnerlicht ist, dass Leben nur ohne Alkohol möglich ist und das Leben mit Alkohol mit dem Tod einhergehen kann (der körperliche Tod oder "nur" der geistige Tod), darüber hinaus sehr viele Dinge einfach nur Illusionen sind, die man sich selbst in die Tasche lügt, dann wird es leichter und irgendwann zur Selbstverständlichkeit, den Alkohol vollkommen aus dem Leben zu entfernen.

    Und dazu gehören meiner Meinung auch Menschen, die ihre Zeit nicht mit mir verbringen können, ohne zu trinken.

    Können sie das nicht, dann entferne ich sie eben aus meinem Leben. So einfach ist das.


    Gruß

    Zitat von Christian W.


    - Das ganze Leben komplett umzukrempeln fällt mir auch extrem schwer, dafür lebe ich mein Leben einfach zu gern und der Weg der für den einen gut und richtig ist muss nicht unbedingt für den anderen auch richtig sein.

    - Klar ist aber auch das Leute wie wir immer doppelt so viel aufpassen müssen als andere. Wir haben eben nicht die Mauer um uns herum aus Verhaltensregeln hinter denen wir Schutz suchen könnten.

    - Es sagt ja auch niemand, dass dauerhaftes Trockensein locker zu machen sei und nicht extrem schwer sei.
    Viele trockene Alkoholiker leben sehr gern und wollen sehr gern trocken weiterleben. Gerade deswegen ist das "Umkrempeln" des Lebens so wichtig.

    - Sehe ich nicht so. Trockene Alkoholiker können sehr viel Kraft aus bestimmten Verhaltensregeln ziehen, die für sie den wichtigsten Schutz ausmachen. Beachtet man diese Verhaltensweisen, können sie einem sogar das Gefühl der Stärke und Überlegenheit geben.

    Beispielsweise nicht in Kneipen, zu Feiern zu gehen, wo man früher gesoffen hat. Und nicht mit "Freunden" zu verkehren, die ihre Zeit nicht mit einem verbringen können, ohne zu saufen.
    Was soll ich mit Freunden, die anscheinend nur unter Alkoholeinfluss an meinem Leben teilnehmen können?
    Sind das Freunde?

    Dann ist auch kein doppeltes Aufpassen notwendig, sondern nur die feste Überzeugung ist relevant, dass Alkohol nicht mehr in das eigene Leben gehört, was wiederum mit einer gewissen Radikalität verbunden ist.

    Gruß

    Zitat von Christian W.

    Aber warum soll man nicht auch mal etwas Neues versuchen?
    Hätte nie ein Mensch auch mal was Neues probiert, würden wir wohl immer noch auf Bäumen leben.

    Komischer, sehr komischer Vergleich.

    So wie auch der Alkoholismus als Krankheit nicht neu ist, sind auch die Mittel hin zu einem dauerhaften Trockensein nicht neu.
    Es gibt hunderte von individuellen Wegen, aber nur wenige von Langzeittrockenen, der Medizin und der Psychologie empfohlene und bewährte Wege.

    Was ist nun logischer?
    Den doch so guten individuellen Weg zu verfolgen (der ist ja auch einfacher), oder den sichereren Weg?

    Aussagen wie oben zu sehen kommen erstaunlicherweise immer nur von Kurzzeittrockenen, nie von Langzeittrockenen.
    Dieses Phänomen sollte einen trockenen Alkoholiker doch ein wenig zum Nachdenken anregen.

    Noch etwas: Es ist ja ehrenwert, wenn du deinen Freunden ein Gläschen Bier oder ein Schnäpschen gönnst, aber allein schon durch diese Aussage zeigst du, dass das Trinken von Alkohol in deinem Kopf mit einem Wohlgefühl, einer Entspannung verknüpft ist, die du dir nun leider nicht mehr vergönnen kannst.

    Ich sehe bei Leuten, die jede Woche und auf jeder Feier saufen keine "Entspannung", sondern eine definitive Anormalität und keine Normalität.
    Oftmals sind es auch Alkis, die es lediglich verleugnen.
    Dies ist nicht normal und es ist auch nicht unbedingt weitsichtig, weiterhin mit Freunden in bekannten Kneipen zu verkehren, in denen man früher selbst nass unterwegs war.


    Gruß

    Zitat von Sonnenblümchen


    Wie ist es, wenn sich die Umwelt plötzlich verändert, sprich, wenn sich Freunde/Lebenspartner usw. abwenden, wenn niemand oder nur wenige noch da sind? Was löst es aus?

    Hallo,

    meiner Erfahrung nach fallen im trockenen Zustand viele Masken.

    Ich lasse die Leute ziehen, wenn sie wollen, verkaufe mich aber nicht unter Wert und stehe hinter meiner Entscheidung.

    Ist aber einfacher gesagt als getan.
    Einige Menschen sind so extrem von anderen Menschen abhängig, dass sie nicht auf eigenen Beinen stehen können und beim Gedanken, eventuell mal allein zu sein, sofort verzweifeln.

    Daher ist deine Frage wohl auch sehr vom jeweiligen Charakter abhängig.

    Wenn sich "Freunde" und "Lebenspartner" abwenden sollten, weil man trocken werden möchte, dann sind es ganz klar keine Freunde und dann ist es ganz klar der falsche Lebenspartner.

    Trocken zu sein, ist der einzige Weg für einen alkoholkranken Menschen,
    zu leben und zu genesen.
    Menschen, die einem nahe stehen, sollten das verstehen.

    Menschen, denen es egal ist, dass ich mich weiterhin psychisch und physisch zerstöre, indem sie mich weiterhin zum Trinken auffordern, sind für mich gestorben.
    Hart, aber konsequent.
    Mein Leben ist mir wichtiger.

    Jeder Mensch, dem man wirklich wichtig ist, sollte die Entscheidung, trocken zu werden und sein Leben entsprechend umzustellen, unterstützen und sich in keinem Fall abwenden.
    Schnell weiß man dann, wer sich nur als "Freund" bezeichnet und wer wirklicher Freund ist.

    Gruß

    Zitat von preha

    - gibt die meinen Weg "versuchen" zu verstehen.

    - das man mich nicht verbal bevormunden muß und das in einem Ton, den noch nicht einmal Lehrer mir gegenüber angeschlagen haben..

    - Sorry, ja! Ich bin empfindlich und das von Geburt an..

    - Administratoren und Moderatoren sollten VERSUCHEN auch mal die Mentalitäten der User besser kennzulernen.

    - diesen Weg sollte kein User versuchen zu verstehen, weil er schlecht ist. Es ist dein Weg, bleib dabei, aber versuche diesen doch bitte nicht, permanent anderen Usern aufzuschwatzen.

    - Ich sehe nirgends einen bevormundenen Tonfall, lediglich sachliche Direktheit, mit der du nicht klarzukommen scheinst.

    - Administratoren sollten dafür sorgen, dass die Leitlinie des Forums eingehalten wird. Dein individueller Weg hat nichts mit der Leitlinie zu tun.

    Mir vergeht mittlerweile schon du Lust, zu lesen, weil deine Statements in jedem zweiten Thread auftauchen.

    Du gibts Ratschläge, aber missachtest so gut wie alle Ansichten und bewährten Mechanismen.

    Darüber hinaus bist du nicht trocken.

    Das ist alles ein wenig albern.

    Gruß

    Zitat von silberkralle

    das hast du geschrieben^ - mir gehts nur um das gewicht "profis" <> "alte hasen" ich hab von meinen alten hasen was anderes gelernt als vom für mich zuständigen profi
    warum schreibst du eigentlich so heufig über theorien + nur selten über deine eigenen erfahrungenß

    Das sehe ich auch so. Die sinnvollsten Infos und Hinweise erhält man von Langzeittrockenen.
    Individuelle Wege sind bei diesen aber selten zu finden. Klar, manche weichen ein wenig ab und finden den für sich besten Weg.

    Bestimmte Dinge (wie Alk im Haus oder in der Wohnung) habe ich bisher aber noch nie von einem Langzeittrockenen gehört.
    Und beispielsweise diese Empfehlung, den Suchtstoff nicht im privaten und engen Lebensumfeld zu haben, spricht auch für einen logischen psychologischen Mechanismus, bezogen auf alle Süchte.
    Den Suchtstoff aus seinen Gedanken zu entfernen beginnt - vor allem in der Anfangszeit - mit einem Entfernen des Suchtstoffs aus der Realität.

    Auch halte ich es für wichtig, sich selbst über seine Krankheit zu informieren, was in der heutigen Zeit relativ einfach geht.
    Schließlich möchte ich wissen, wie Alkohol rein medizinisch auf mich wirkt, wie das Gift auf meinen Körper und auf meinen Geist rein physisch und psychisch wirkt.
    Ich möchte über meine Krankheit mehr wissen als viele Menschen gern mit "Der säuft eben" oder "Der ist jetzt trocken" zum Ausdruck bringen.
    Zu der Schwammigkeit der Statistiken und den nichts sagenden Theorien kann ich nur sagen, dass süchtige Menschen nicht so individuell sind, wie hier einige gerne zum Ausdruck bringen, um ihren individuellen Weg verteidigen zu können.
    Grundsätzlich wirkt Alkohol auf allen Alkoholiker gleich, auch psychisch sehr sehr ähnlich.
    Und wenn die Rückfallquote, die wissenschaftlich fundiert in immer wieder neu erfolgenden Langzeitstudien nachzulesen ist und sich auf Untersuchungen an "echten" Menschen bezieht, bei Alkoholikern mit individuellen Wegen höher ist als bei Alkoholikern, die bestimmte klare Regeln verfolgen, dann scheiss ich auf individuelle Wege, die auch ich mir am Anfang immer wieder eingeredet habe.

    Der einzige Grund, weshalb ich mich nicht einschränken wollte, meine ganzen guten Party-Freunde nicht verlieren wollte, ich mich stark fühlte, weil mir Alk in der Wohnung nichts ausmachte usw., war, dass ich nicht zu 100% hinter dem Entschluss stand, mit dem Saufen für immer aufhören zu wollen.

    Die meisten individuellen Wege werden meiner Meinung nach von Alkholikern verfolgt, die insgeheim Alternativen suchen, sich mit dem Alkohol zu arrangieren. Ein Alkoholiker, der trocken bleiben will, wird sich aber niemals mit dem Alkohol arrangieren können, es sei denn, er wird rückfällig.

    Zum anderen Punkt:
    Ich habe für mich gemerkt, dass es mir nicht gut tut und dass es mir nichts bringt, über meine Erfahrungen und über mein Leben zu sprechen, jedenfalls in einem Forum, mit Freunden dagegen kann es sehr fördernd sein.
    Und das ist eine individuelle Sache, die auch akzeptiert werden muss.
    Mir bringt das Lesen, also das Aufnehmen von sinnvollen oder sinnfreien Berichten in diesem Forum viel mehr.

    Einige schreiben hier hunderte Seiten voll, haben sich aber (so scheint es) nicht intensiv mit ihrer Krankheit auseinandergesetzt.
    Viel mehr steht der Tagesablauf, das Walken, das Kaffeekränzchen oder sonstwas im Vordergrund, was mich nun mal in keiner Weise interessiert.
    Dennoch muss auch das akzeptiert werden.

    Bestimmte Aussagen und Ansichten sollten meiner Meinung nach aber nicht akzeptiert und wenigstens mit Kommentaren versehen werden, was die Admins in diesem Forum ja auch sehr gut machen.

    Grüße

    Zitat von silberkralle

    glück auf hoppegarten

    das will ich so^ nich stehnlassen - das^ sin genau die leute welche die berühmt-berüchtigte 98%-rückfallquote produzieren - ich halts (ähnlich wie karsten) lieber mit der erfahrung der "alten hasen" von denen ich immer wieder gerne lerne - meine alten hasen haben ne rückfallquote von weit unter 50% nach 20 jahren < denk mal drüber nach wer glaubwürdiger is

    Das würde ich wiederum nicht so stehenlassen wollen.
    Alkoholismus ist eine Krankheit und wird fachlich fundiert seit Jahrzehnten erforscht. Das einfach so als Quatsch abzutun, ist meiner Meinung nach Quatsch.

    Aber auch ich orientiere mich sehr an den alten Hasen.

    In vielen Fällen deckt sich die Überzeugung und der Umgang der alten Hasen mit ihrer Krankheit aber auch mit den medizinischen und aktuellen Erkenntissen über die Krankheit.

    Ich meinte mit meinen Aussagen nicht, irgendeiner daher gelaufenen 23-jährigen Psychologin und selbst ernannten Alkoholismus-Expertin voll und ganz zu vertrauen, sondern durchaus auch mal darauf zu achten, was medizinisch und in der Psychologie empfohlen wird.

    Der Rat der alten Hasen ist für mich persönlich auch das wichtigste.

    Die Erfahrungen der alten Hasen decken sich aber in keiner Weise mit den von mir kritisierten Ansichten einiger Foren-Mitglieder.

    Gruß

    Zitat von Pittchen


    Herr Hoppegarten, woher hamse denn die Weisheiten aus Medizin und Wissenschaft ??
    ... und wer urteilt darüber, was vernünftig (für wen) ist ... ??

    Ach weißt du, ich beschäftige mich mit dem Alkoholismus.

    Dazu gehört für mich auch das medizinische Verstehen der Krankheit, was mit dem Lesen von modernen und wissenschaftlichen Abhandlungen/Büchern etc. verbunden ist.

    Ob du es nun gerne hörst oder nicht, aber es gibt Gründe, die auf langjährigen Auswertungen und Behandlungsstatistiken beruhen, weshalb bestimmte Verhaltensweisen keineswegs empfohlen werden.

    Aber davon lässt du dich nicht beeinflussen, ist ja mittlerweile klar.

    Und dies alles hat nichts mit "keine Freude mehr empfinden" oder "alles so schwer nehmen" zu tun. Dies interpretierst du nur in bestimmte Ansichten.
    Die Alkoholkrankheit nehme ich ernst und schwer, andere Dinge des Lebens nicht.

    Auch jeder soll seinen individuellen Weg verfolgen, wenn er es möchte, aber vorsichtig sein, derartige Wege an Alkoholiker weiter zu geben, die sich noch nicht so viele Gedanken gemacht haben, diese Weisheiten aufschnappen und dann ebenso fährlassig mit der Krankheit umgehen wie du es machst.
    Für die meisten dürfte dieser Weg nämlich nicht sinnvoll sein, sondern eher der von Psychologen und Medizinern empfohlene Weg.

    Gruß

    Zitat von preha

    Buanas tardes Rose!
    ICH bin für mich verantwortlich...Da gebe ich Dir 100%tig RECHT!

    Lasst doch die Menschen leben, wie sie wollen.. der Eine schafft es, der Andere versucht es...und 1ner von 50 schafft es tatsächlich..

    Ich verstehe auch nicht so ganz, was du eigentlich anstrebst.

    Es ist doch vollkommen klar, dass bei deinen/euren Posts immer wieder darauf hingewiesen werden muss, dass es gefährlich ist, in dieser Form mit der Alkoholkrankheit umzugehen.

    Eventuell nicht für dich, was mir aber auch vollkommen egal ist, weil du stur deinen für dich sinnvollen Weg verfolgst und damit eben klar kommst, oder dir was vorlügst und auf die Nase fallen wirst.

    Aber andere Menschen suchen sich hier Hilfe und deine Aussagen sollten diese nicht lesen, wenn, dann immer nur mit den Hinweisen, dass dieser gewählte Weg nicht der von Langzeittrockenen, von der Medizin und von der Wissenschaft empfohlene und vernünftige Weg ist.

    Bringt es dir irgendeine Bestätigung oder ist es dein neuer Zeitvertreib, immer wieder deine Erfahrungen an den Mann zu bringen, die abwegig jeder Vernunft sind, egal ob in Spanien, Deutschland oder in Japan?

    Dann musst du eben immer wieder mit Gegenargumenten rechnen.

    Gruß

    Zitat von Penta

    ich wundere mich hier ziemlich oft über allgemeine Thesen, die immer wieder mal so in den Raum geworfen und als gegeben hingestellt werden, obwohl sie wohl jeder Grundlage entbehren.

    Sicher ist es sinnvoll, seine Sache zu machen, ohne jemandem etwas recht machen zu wollen.
    Nur, wer sagt, dass Nichtalkoholiker die Alk-Krankheit niemals verstehen können?
    Da könnte ich dann ja mal pauschal behaupten, dass Alkoholiker sie verstehen. :?

    Erst als ich hier so langsam kapierte, was Kapitulation bedeutet, ergaben sich für mich Wege aus der Abhängigkeit, die mein Leben lebenswert machen können.

    Sei gegrüßt,

    ich bin der Meinung, dass nicht süchtige Menschen die Gefühle und Gedanken eines süchtigen Menschen nicht verstehen können, ganz richtig.
    Es ist meiner Meinung nach nicht möglich, einem Menschen, der nicht alkoholkrank ist, zu erklären, was Saufdruck ist, was Alkohol-induzierte Despressionen sind und wie schwer es sein kann, einfach nicht mehr zu trinken.
    Es ist vergleichbar mit der Situation, einem von Geburt an blinden Menschen zu erklären, wie sehende Menschen Farben sehen.

    Daraus resultierend entstehen ja immer wieder die Aussagen von Nicht-Alkoholikern wie: "Stell dich mal nicht so an, trink einfach weniger", oder "Jetzt übertreibst du ja, mit einem normalen Kater kommt doch jeder klar", oder "Dann trink doch Bier und keinen Schnaps mehr."

    Die andere Kritik von deiner Seite verweist auf das Wort "Kampf" bzw. "Bekämpfen" und ist wieder eine reine Frage der Formulierung.
    Du liegst damit richtig, dass ein permanentes Kämpfen kontraproduktiv ist, das Annehmen der Krankheit und eine damit einhergehende Kapitulation sind für ein dauerhaftes Trockensein unbedingt nötig.
    Für einige trockene Alkoholiker, auch für mich, ist eine gewisse Kampfdefinition aber zusätzlich hilfreich, ein Kampf dahingegehnd zu verstehen, sich immer wieder erneut zu motivieren und am Ball zu bleiben, sozusagen ein lebenlanger Kampf, eine lebenslange Herausforderung.

    Daher sollte deine Kritik an meinen angeblichen Pauschalaussagen, die deiner Meinung nach jeglicher Grundlage entbehren, wohl etwas anders aufgefasst werden.

    Meiner Meinung nach sind andere Aussagen von ganz speziellen Usern dieses Forums sehr viel gefährlicher, die Alkohol im Haus als problemlos darstellen, Alkohol weiterhin kaufen, Alkohol verschenken, auf dem Weihnachtsmarkt ihren Kakao neben alkoholisierten Glühwein-Genießern zu sich nehmen und die Sucht als nebensächliches Problemchen darstellen, das mal so schnell nebenbei geregelt werden kann.

    Gruß

    Hallo,

    meiner Meinung nach ist es vollkommen egal, was andere Menschen denken.

    Es sei denn die Familie, und wenn diese einen trockenen Alkoholiker mit Missachtung straft, dann ist auch egal, was die Familie denkt, denn eine Familie sollte einen nicht mit Missachtung strafen.
    Richtige Freunde im Übrigen auch nicht.

    Ansonsten hört man bei dir raus, dass du sehr von der Meinung anderer Menschen abhängig zu sein scheinst bzw. dir intensiv Gedanken machst, was andere Menschen denken könnten.
    Wichtig ist doch aber, was du über dich denkst.
    Ob andere Menschen deine Krankheit verstehen, was Nicht-Alkoholiker auch niemals können, kann dir doch am Ar... vorbeigehen, oder?

    Auch schämen solltest du dich nicht, sondern stolz sein, dass du deine Krankheit, im Gegensatz zu vielen anderen nassen Alkis, erkannt hast und diese bekämpfen möchtest.

    Immer wieder ein Schamgefühl aufgrund von Rückfällen zu entwickeln, führt schnell dazu, den nächsten Rückfall zu haben.

    Beste Grüße

    Zitat von Noodles

    Die Vorfreude auf das Trinken fehlt, auch das Gefühl, den Kater überwunden zu haben, wieder neu ins Leben zu starten, das waren für mich echte Highlights.

    Interessant ist hier folgende Frage:

    Was wäre eigentlich, wenn du deinen nächsten Kater nicht mehr überwinden kannst, wenn du also vollkommen abdriftest und nur noch auf Pegel bist?

    Dann wäre das Leben gelaufen und dann trocken zu werden, ist viel viel heftiger als jetzt trocken zu bleiben.

    Du weißt ja nicht, ob es so bleibt, dass du mit viel Mühe den nächsten Kater überwinden kannst und wieder neu ins Leben starten kannst.

    Eventuell kannst du dann überhaupt nicht mehr in dein altes Leben starten.
    Aber jetzt, nüchtern, bist du in diesem Leben und solltest es nicht verzocken, indem du wieder trinkst.

    Gruß

    Zitat von purzelbaum

    dass viele leute aus meinem umfeld die sache schön geredet haben und gesagt haben "ist doch alles gar nicht so schlimm"....

    Diese Spezialisten kenne ich auch.
    Interessant ist aber, dass viele Leute, die es schön reden, meiner Erfahrung nach selbst ein Alkoholproblem haben und es nicht ertragen können, wenn ein alter "Kumpel" von ihnen einen anderen, trockenen, Weg einschlägt.

    Und andere Leute, die es schön reden, haben schlicht und ergreifend keinen Schimmer von der Materie, weil sie nicht nachvollziehen können, was Sucht bedeutet.

    Ich höre mittlerweile nicht mehr auf dieses Geschwafel und weiß, dass nicht die ganzen "Schönredner"mit den Despressionen, mit dem Entzug und mit dem Suff klarkommen müssen, sondern ich und daher zählt auch nur meine Meinung über den Alkohol, nicht die Meinung selbsternannnter Spezialisten, die natürlich immer noch denken, dass ein "richtiger Alkoholiker" ein Mensch ist, der vollgepinkelt auf der Parkbank pennt.

    Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg.

    Beste Grüße

    Zitat von purzelbaum

    die frage, was eigentlich noch passieren muss, habe ich mir schon oft gestellt - das schlimme ist bei mir, dass ich nach einiger zeit die schlimmen phasen immer wieder vergessen habe und mich in den sog des alkohols wieder hineinziehen lassen habe, weil ich gedacht hab "ach geht schon, diesmal passt du einfach besser auf auf dich" !!!

    Hallo,

    ich würde dir raten, dir keine Gedanken darüber zu machen, was noch passieren muss, sondern die von dir dargestellten Ereignisse als deinen Tiefpunkt zu sehen, den du nicht mehr erreichen möchtest und Erfahrungen, die noch intensiver und schlimmer sind, musst du erst recht nicht erreichen.

    Ich kenne das auch. Es ist mir sehr schwer gefallen, meine Gedanken auf die schlimmen Auswirkungen des Alkoholismus zu lenken, also starke Depressionen, den ganzen Tag an den nächsten abendlichen "Schuss" zu denken, nicht mehr richtig auf Menschen eingehen zu können und mich selbst am nächsten Morgen nach dem Saufen zu hassen und mich klein und schwach zu fühlen.

    Viel mehr hatte ich vor Rückfällen immer wieder Gedanken wie:
    "So schlimm war das doch alles nicht", "Komm schon, ein paar Bier und dir geht es wieder besser", "Ach, den harmlosen Kater am nächsten Tag werde ich locker überstehen."

    Lauter Lügen waren das.

    Mittlerweile denke ich oft an eine spezielle, sehr intensive depressive Stimmung, die ich nach einem Saufabend hatte, wenn bei mir Suchtdruck aufkommt, und dieser kommt noch relativ häufig auf.

    Ich denke daran, dass ich mich an einem gewissen Morgen intensiv mit Suizidgedanken beschäftigt habe, Abschiedsbriefe verfasst habe und an sich kein menschliches Wesen mehr war, das für mich noch ein sinnvolles Leben sieht.
    Diese intensiven Gefühle kann ich mir mittlerweile gut ins Gedächtnis rufen und ich bin dann so schockiert und bewegt, dass sich meine Gedanken wieder hin zu anderen Gedanken bewegen.

    Für einen Alkoholiker gibt es keine schönen Wirkungen, die der Alkohol bei "gesunden" Konsumenten auslösen kann, sondern nur schädliche Wirkungen.

    Die positiven Gedanken an ihn sind Lügen, die man sich selbst auftischt.

    Beste Grüße