Beiträge von hoppegarten

    Zitat von preha


    Als Erstes hatte ich ja schon in meinen Thread geschrieben, dass ich nichts dagegen habe, wenn mein Mann mal ein Bier oder ein Glas Wein zum Essen trinkt.

    Hallo,

    das war ja schon öfter von dir zu lesen.
    Ich frage mich in diesem Zusammenhang, was ich von meiner Partnerin halten würde, die mit dem Wissen, dass ich Alkoholiker bin, weiterhin vor mir trinken würde.

    Auch wenn ich 1000 Mal betone, dass es mir nichts ausmacht und sogar voll des Glaubens darüber bin, dann würde ich trotzdem eine Sensibilität meiner Partnerin dahingehend erwarten, auf mich Rücksicht zu nehmen.

    Die minimalste Form der Rücksicht gegenüber einem trockenen Alkoholiker in einer Beziehung ist für mich das Nicht-Trinken des Partners.

    Für mich eine vollkommen logische Handlung.

    Als Beispiel, das natürlich nur dem Verständnis dient, ist das Rauchen zu nennen.
    Wenn man Partnerin aufhören möchte zu rauchen, weil ihr beispielweise der Arzt mitgeteilt hat, dass sie bereits Lungenschatten aufweist, würde ich dann genüsslich neben meiner Partnerin rauchen, weil diese mir versichert, dass es sie nicht stört?

    Nein. Denn das wäre für mich Egoismus in extremster Form.

    Aber Rücksicht und Prinzipien einer Partnerschaft scheinen unterschiedlichen Ansprüchen zu unterliegen.

    Grüße

    Zitat von Eric

    und ich wüsste auch nicht, was ich sonst unbedingt auf einem Weihnachtsmarkt zu suchen hätte. :)

    Geht mir genau so.
    Welcher Sinn besteht darin, als trockener Alkoholiker auf einen Weihnachtsmarkt zu gehen, auf dem es primär ums Saufen geht, mit Worten der Weihnachtsmarkt-Fans um "das Trinken eines leckeren Glühweins"?
    Der Besuch eines Weihnachtsmarktes wäre für mich ebenso sinnfrei wie der Besuch des Münchner Oktoberfestes ...

    Und die Begründung, die man oft hört "aber meine Kinder und meine Frau sollen ja auf diese tolle Sache nicht verzichten, daher gehe ich mit", nun ja, wenn man ehrlich ist, ist auch das vollkommen sinnfrei.

    Grüße

    Zitat von brad


    und immer wenn ich mich eigentlich gut fühle kommen diese Gedanken - und dann "darf" ich mich eigentlich ja nicht gut fühlen, weil ich (vielleicht) irgendetwas im Suff angestellt habe...

    Hallo,

    doch, du darfst dich gut fühlen, weil du den Müll erkennst, den du im Suff von dir gegeben hast. Dies ist schon ein großer Schritt.

    Schau dir doch die ganzen Suffis in unserer Gesellschaft mal an, die im reifen Alter immer noch fröhlich saufen, aber nach eigener Aussage natürlich kein Alkoholproblem, geschweige denn eine Krankheit haben.

    Du hast es aber bereits jetzt erkannt und vor allem bereust du deine Taten.
    Nutze diese Reue aber nicht, um dich runterziehen zu lassen, sondern nutze sie als Antriebsfeder, als Kraft dahingehend, niemals mehr in deinem Leben erneut auf dieser Ebene zu landen.

    Sollten demzufolge wieder Erinnerungen an deine Suff-Taten autauchen, dann sag dir: "Ok, das war nicht gut und gerade aus diesem Grund wird das auch niemals mehr passieren."

    Viele Alkis werden rückfällig, das habe ich jedenfalls oft gehört und auch mir ging es so, indem sie aus Scham wieder beginnen zu saufen.
    Sie denken über ihr Verhalten im Suff nach, schämen sich deswegen bis aufs Blut, halten diese Scham nicht aus und saufen deswegen wieder, um dann im Suff wieder schwachsinnigen Müll von sich zu geben oder Schlimmeres zu zun.
    Ein Teufelskreis.

    Grüße

    Zitat von savina

    Denn von: "ich lebe trocken" bin ich noch weit entfernt. Viel zu sehr ist alles noch darauf ausgerichtet, Situationen zu meiden, die eine Gefahr sein könnten, mich zu beobachten, wann sich der Alk-Wunsch meldet, etc.

    Hallo,

    auf Situationen zu achten, die eine Gefahr darstellen könnten, trifft auch noch auf trockene Alkoholiker zu, die beispielsweise 8 Jahre trocken sind.

    Sehr viele Langzeittrockene, ich kenne nur derartige, meiden auch nach Jahren Diskotheken, Feiern mit Alk, Dorffeste, Weihnachtsmärkte etc.
    Für sie gehört die saufene Gesellschaft nicht mehr in deren Leben.

    Das heißt, auch wenn man "richtig" trocken ist, wird eine sensible Vorsicht und auch ein Meiden hinsichtlich Gefahrensituationen immer notwendig sein.
    Nicht nur in der Anfangszeit.

    Natürlich gibt es Ausnahmen, meine Erfahrung zeigt mir aber, dass die Ausnahmen meist rückfällig werden, weil sie es irgendwann zu locker nehmen, diejenigen, die permanent vorsichtig sind, dagegen stabil trocken bleiben.

    Gruß

    Zitat von gavris


    Aber gerade in solchen Situationen will ich meine Wodka-Flasche, um abschalten zu können.

    Hallo,

    diese Aussage zeigt mir deutlich auf, dass bei dir noch die Verknüpfung "Alkohol - Entspannung" im Kopf verankert ist.
    Auch wenn du fest davon überzeugt bist, mit dem Saufen aufhören zu wollen, ist das ein Trugschluss, wenn noch Gedanken vorhanden sind wie "Jetzt bräuchte ich aber mal ein paar Bierchen nach diesem scheiss Tag" oder eben "Jetzt ein paar Vodka und es geht wieder besser."

    Andere hier nennen das "nasses Denken".

    Erst wenn diese Verknüpfungen verschwunden sind und man nur noch denkt
    "Mein Gott war das ein scheiss Tag, aber wenn ich jetzt wieder saufen würde, wäre der Tag auch nicht besser, sondern schlimmer und ein Rückschritt.", dann sind die Türen dafür geöffnet, dem Alk wirklich zu entkommen.

    Da du aber erst 7 Tage ohne Alk bist, solltest du dich nicht zu sehr unter Druck setzen, deine Gedanken aber immer wieder auf die miesen Dinge lenken, die der Alkohol verursacht hat.
    Irgendwann hat man sich so darauf trainiert, dass die positiven Verknüpfungen durch die negativen Erinnerungen ersetzt werden und das hilft bei aufkommendem Saufdruck sehr.

    Darüber hinaus auch das körperliche Belastungsgefühl, weshalb ich dir bei Saufdruck intensiven Sport (Ausdauersport oder Krafttraining) empfehlen kann.

    Gruß

    Sorry, das war nicht meine Absicht, dich zu stressen oder persönlich anzugreifen.

    Ich war nur geschockt als ich es gelesen habe und verstehe es nicht, nicht bei Pralinen.
    Ich lese hier viel mit, beteilige mich aber kaum, weil es mir persönlich nicht viel bringt, wie ich gemerkt habe.

    Aber manchmal muss ich dann auch mal was sagen und das war so ein Fall.

    Zumal es für viele neue Leser und Interessierte auch wichtig ist, dass bei diesem Thema nicht gesagt wird: "kein Problem Xenica, das gehört dazu und kann jedem passieren."

    Als trockener Alkoholiker sollte es niemals passieren, in eine Praline mit Alk zu beissen.

    Allerdings soll es ja auch "trockene" Alkoholiker geben, die sowieso nicht auf ihr Essen achten, weil darin ja kein richtiger Alkohol sei ...

    Naja, jeder muss seinen Weg finden.

    Gruß

    Entschuldige, aber trockene Alkoholiker, die sich Pralinen geben, ohne wirklich zu wissen, dass diese ohne Alkohol sind, weisen für mich eine mangelnde Einsicht auf.

    Pralinen vor dem Essen zu prüfen ist für mich das Mindestmaß an Einsicht über die Gefahr einer solchen Aktion.

    Das hat wenig mit Psychologie zu tun.
    Und nun überlasse ich das Feld wieder anderen, die dir gut zureden.

    Gruß

    Hallo,

    sorry, kann ich nicht nachvollziehen.
    Wenn ein trockener Alkoholiker ein Getränk von einem Freund annimmt, zu dem Vertrauen besteht, und dann nach dem ersten Schluck merkt, dass Alkohol enthalten ist, kann ich den Ärger nachvollziehen.

    Wenn ein trocker Alkoholiker aber eine Praline nimmt und sich einverleibt, dann verwundert ist, dass Alk enthalten ist, es vorher nicht defintiv erfragt oder getestet hat, kann ich es nicht nachvollziehen und nenne das nicht "Versehen", sondern sagen wir mal unschlau.

    Für mich ein No Go und ein Zeichen fehlender Einsicht, da man sowas nicht vergessen kann.
    Die Verbindung von Praline mit Alkohol ist an sich schon bei Nicht-Alkoholikern vorhanden ...

    Grüße

    Zitat von HansHa


    Medis als "kleine Helferlein" habe ich immer abgelehnt. Das ist ja wie Pest mit Cholera zu bekämpfen.

    Mal ganz ehrlich.

    Solche Aussagen halte ich für ebenso unwissend und fatal wie Aussagen "Nimm die oder die Medis und du kommst aus der Sucht heraus."

    Wenn du die Thematik Medikation mit deinen Ärzten für dich abgeschlossen hast, ist ja alles in Ordnung, aber bitte vermittele nicht jedem Hilfesuchenden, dass von einem Facharzt bzw. Neurologen verordnete Medikamente nur ein "Fluchtmittel" seien oder den einfachen Weg hin zur Abstinenz darstellen sollen.

    cduck liegt da schon richtig. Solche Aussagen sollten sich nur Menschen herausnehmen, die eine fundierte medizinische Ausbildung im Hintergrund haben, ansonsten ist dies genauso fahrlässig wie eine blinde Empfehlung von irgendwelchen Medikamenten.

    Stelle man sich nur mal vor, dass ein Mensch mit dem Trinken aufhören möchte, obwohl er sich über Jahre hinweg alle möglichen (unter Umständen traumatischen Erfahrungen) aus dem Kopf getrunken hat.
    Stelle man sich vor, dieser begibt sich nicht zu einem Facharzt, weil der ja sowieso nur schlimme Medikamente (die auch abhängig machen) verschreiben würde. Ist ja haufenweise in Foren zu lesen.
    Dann kann das Vorhaben der Abstinenz ganz schnell mit einem Ableben und mit einem absoluten psychischen Zusammenbruch enden.

    Also bitte nicht so vorschnell jeglichen Medikamenten-Konsum verteufeln ...


    zu cduck möchte ich sagen:

    Wichtig sind an sich nur wenige Fragen, die man sich selbst stellen sollte:

    - Kann ich mit dem Alkohol so umgehen, dass er in keiner Weise zu einem Zwang wird, dass er mich in keiner Weise veranlasst, mehr zu trinken, dass er weiterhin eine absolut nebensächliche Rolle im Leben einnimmt, dass er mich psychisch und physisch nicht negativ beeinflusst und dass ich ihn nicht für irgendwelche Dinge missbrauche (Frust abbauen, Mut antrinken etc.).

    Je nachdem wie du dir diese Fragen beantwortest, kannst du deinen weiteren Weg bestreiten und etwas ändern oder eben nicht ändern.

    Ob dich eine wissenschaftliche Abhandlung als "Alkoholiker" definiert, ist doch eher nebensächlich.

    Besten Gruß

    Zitat von Xenica


    Aber ich denke schon, daß Heroinsüchtige andere Probleme haben als Alkoholiker. Da fällt mir die Beschaffungskriminalität ein, die bei Heroinsüchtigen ziemlich normal ist und ein Alkoholiker kann seinen Suchtstoff legal überall kaufen.

    Der Aspekt der von dir genannten Beschaffungskriminalität hat ja primär überhaupt nichts mit der Therapie des Süchtigen zu tun.

    Ich würde die Heroinsucht absolut mit der Alkohol-Sucht gleichwertig einstufen, unabhängig davon, ob die eine Sucht legalisiert ist, die andere dagegen kriminalisiert.

    Und bei Aussagen wie deinen schwingt immer latent mit, dass Heroinsüchtige auf einen vollkommen anderen Niveau seien als Alkoholiker, was nicht in Ordnung ist.
    Darüber hinaus ist eine derartige Ansicht hinsichtlich des Zweckes und des Erfolges einer Therapie nicht unbedingt fördernd.

    Kein Therapiezentrum, welches mit Alkoholikern nicht umgehen könnte, dürfte in Deutschland Alkoholiker zur Therapie aufnehmen.
    Man kann ja viel kritisieren, aber nicht dies.

    Die Konfrontation mit Süchten, egal welchen Ursprungs, egal auf welche Substanz bezogen, halte ich persönlich für sehr sinnvoll und für erfolgsversprechender als ein sanfter und Hotel-ähnlicher Alkoholentzug in einer angenehmen auf Alkoholiker spezialisierten Einrichtung.

    Dies sehen im Übrigen auch viel Therapeuten und Neurologen so, auch wenn es einige Alkoholiker nicht gerne hören.

    Saufen ist nicht besser als spritzen oder koksen.

    Besten Gruß

    MrHardcore

    Da kommt man von der Arbeit, schaut ins Forum und muss sich derartige unqualifizierte Aussagen antun. Nun gut.
    Lesen gehört nicht zu deiner Stärke, was ok ist, aber meine Aussagen durch dieses Defizit ins Lächerliche ziehen wollen, lehne ich dann doch ab.
    Ich schrieb, dass es bei mir definitiv zu keinem Rückfall und zum keinem erneuten Abdriften in den Suff kommen wird, da ich meinem Leben ein Ende setzten würde, sollte ich wieder saufen.
    Um es zu verdeutlichen:
    Ich würde durch Suizid aktiv aus dem Leben scheiden.
    Demzufolge bestehen für mich nur noch zwei Alternativen, nämlich ein Leben ohne Alkohol oder kein Leben mit Alkohol.
    Und dies radikal konsequent.
    Somit stimmt meine Aussage. Ich werde nie mehr rückfällig, da ich selbsbestimmt tot sein werde, bevor ich rückfällig werde.

    Und nimm dich doch bitte in deiner Wortwahl zurück. Auch der Hinweis auf mein junges Alter und meine kurze Trockenheit sind überflüssig und tendieren eher zur Lächerlichkeit als meine Aussagen, die meinen persönlichen Weg darstellen.
    Nicht alle älteren Menschen sind weise und intelligent. Und keineswegs alle jüngeren Menschen sind naiv und vermessen.

    Du solltest akzeptieren, dass es unterschiedliche Wege gibt und Wege, die du schlicht und ergreifend nicht verstehst, nicht unbedingt lächerlich sein müssen bzw. deiner Definition einer "schnodderigen Arroganz" entsprechen.
    Arrogant sind viel mehr deine Aussagen. Und nun überlassen wir den Thread doch lieber wieder der Erstellerin.

    Beste Grüße

    Hallo zusammen.

    Ich gehe jetzt mal auf eure Argumente ein, weil ich mich ja auch erklären möchte.

    Überheblichkeit und Arroganz gegenüber dem Alkohol sind meine persönliche Antriebsfeder. Diese für mich gesunde Arroganz zeige ich nie offensichtlich, aber meine Gefühle tun mir in dieser Hinsicht gut. Ich werde in meinem Leben nie mehr ein Türchen für den Alkohol öffnen und dazu gehört für mich auch der Kontakt mit nassen Alkoholikern.
    Zu dem Argument, dass diese Einstellung ja vollkommen nach hinten wirken könne, sollte ich rückfällig werden, kann ich ganz klar sagen, dass es nicht dazu kommen wird.

    Dies kann ich so deutlich und "vermessen" sagen, weil ich meinem Leben ein Ende setzen würde, sollte ich wieder zu saufen beginnen und wieder auf dem Weg dorthin wäre, wo ich einmal war.
    Dies habe ich mir nach meinem letzten Rückfall im letzten Jahr geschworen und daher werde ich nicht rückfällig, weil ich an sich noch ein wenig leben möchte.
    So viel dazu.

    Zu dem anderen Argument:
    Ich für mich kann klar sagen, dass ich keinerlei Neid oder Ähnliches verspüre.
    Ich bin nicht neidisch, weil ich in den Gesichtern der nassen Alkis nur Schmerz, Unsicherheit, Traurigkeit und Sucht hinter der Fassade des besoffenen Lachens erkenne. Ich kenne das und Neid ist daher völlig abwegig.

    Ich lehne Alkohol und alles sowie jeden, der diesen missbraucht vollkommen ab und verspüre lediglich Abneigung.
    Nur durch diese Einstellung bin ich so lange trocken wie noch nie.
    Das ist mein Weg, der für mich gut ist, da ich nicht mehr trinke.

    Beste Grüße

    Hallo,

    ich kenne die von dir dargestellten Denkweisen von mir selbst.
    Ich bin diesbezüglich aber wohl etwas kälter und nicht so emotional gestrickt.

    Dennoch möchte ich dich fragen:
    Weshalb schämst du dich dafür?

    Sieh es doch mal als normalen Schutzreflex.
    Weshalb möchtest du denn Kontakt zu Menschen, die nach einer Lebensansicht leben, die du nicht mehr verfolgen willst?

    Und klar, du warst mal einer von ihnen und wirst im Endeffekt immer einer von ihnen bleiben, nur eben nicht nass, sondern trocken.

    Die Distanz muss sein.
    Und ich denke, dass es ganz normal ist, wenn man sich von einem Stoff, der einen fast fertig gemacht hat, distanziert und ekelt.
    Damit einer geht dann auch eine Distanzierung von den Menschen, die weiterhin saufen.

    Ich sage ganz klar, dass ich mich nicht mehr mit nassen Alkoholikern abgeben werde. Vor allem, weil ich dadurch eine Gefahr für mich selbst sehen würde.

    Beste Grüße

    @ Paul P.

    Dein Vorgehen ist wirklich gut und auch mir hilft dieses Gegenüberstellen der tollen Effekte durch den Alkohol (welche es nicht gibt, jedenfalls nicht für einen Alkoholiker) und der schlechten Effekte sehr.

    Der Suchtdruck lässt einen alles vergessen, betrügt einen und nimmt einen an die Hand in Richtung Suff, Entzug, Zerstörung des Geistes und des Körpers, ja in den absoluten Abgrund.

    Beherrscht man dieses Gegenüberstellen, was duch Aufschreiben, wie Paul sagt, sehr gut geht, ist der Suchtdruck relativ "einfach" und effektiv zu besiegen.
    Und je öfter man es schafft, desto einfach fühlt sich dieser Mechanismus an.

    Grüße

    Hallo Pandabär,

    ich beglückwünsche dich für deine Entscheidung.

    Ich würde das Verhalten und die Einstellung deines Ex-Partners nicht, wie schon genannt, mit Unwissenheit erklären.

    Jeder halbwegs intelligente bzw. sozial intelligente Mensch sollte akzeptieren und verstehen, dass man einem Menschen, der etwas offensichtlich nicht will und der dies auch explizit sagt, nicht eben diese Sache, in diesem Fall Alkohol, aufdrängt.

    In deinem Fall finde ich es noch viel krasser, da dein Partner, der dich lieben sollte, deine Ansprüche und deinen Wunsch als vollkommen irrelevant ansieht und dein Problem sogar ins Lächerliche zieht.

    Für mich hat dies nichts mehr mit Liebe zu tun, denn Liebe basiert auch auf einem Feingefühl gegenüber den Wünschen des Partners.
    In deinem Fall war ja nicht mal Feingefühl nötig, da du ihm vollkommen klar gemacht hast, dass du Alkoholikerin bist und Alkohol nicht mehr in dein Leben gehört.

    Prinzipiell sehe ich nur drei Erklärungen:

    1. Dein Ex-Partner ist selbst Alkoholiker, möchte aber nicht aufhören und fühlt sich durch deine Vorstellungen in seiner eigenen Lügenwelt angegriffen.

    2. Dein Ex-Partner ist emotional so stumpf und flach gestrickt, dass er die gesamte Situation und dein Problem nicht versteht.

    3. Du und deine Wünsche/Gefühle sind ihm vollkommen egal.

    In allen drei Fällen wird eine weitere Beziehung wohl sehr problematisch.
    Denk an dich, hinterfrage genau, was dir gut tut und lass alles, was dir nicht gut tut, hinter dir, auch wenn es schöne Erinnerungen aus der Beziehung gibt.

    Das Verhalten deines Ex ist an sich eindeutig und vollkommen unangebracht.

    Besten Gruß

    Zitat von murmeltier

    "Da ist ein Witzbold unterwegs!"
    Ich lese aus deinen Beitrag nichts ernstgemeintes heraus, da wird Tiramisu zum Dessert gereicht, da lässt du dir Wein nach Hause bringen, da willst du mit deiner Bekannten in eine Cocktailbar! :shock:

    Das denke ich auch noch jetzt.

    Ich sehe auch keinen Sinn darin, Leute zu "beschäftigen", die sich nicht einmal grundlegend mit ihrem Problem beschäftigt haben.

    Und wer sich Tiramisu gibt, über die Freunde aus dem Sportverein nachdenkt und Angst hat, seiner Flamme klipp und klar von seiner Sucht zu erzählen, hat sich mit seinem Problem keinesfalls grundlegend auseinander gesetzt.

    Sorry, ich wollte mich an sich nicht äußern, aber da du für jede Thematik gleich 5 Threads eröffnest, kann man sich ja kaum wehren.

    Gruß

    Zitat von kossi

    Dann wenn ich mich ins Auto setze, drehe ich die Musik laut auf und fahre los wie ein gestörtr. Da ist es mir egal ob ich von der Straße fliege und sn einen Baum lande, hauptsache es ist vorbei. Gestern war so ein auslösser, ich weis nicht warum aber es macht klick und dann geht es los.Bin wieder gesund zurückgekehrt, weis aber nicht wie lange es noch so geht.

    Und wer weiss, ob du während dieser Aussetzer nicht auch mal einen anderen Menschen verletzt.

    Glaub mir, einen Menschen mit deinem Auto anfahren oder Ähnliches brauchst du momentan ganz sicher überhaupt nicht.

    Ob du gesund zurückkehrst ist sicher wichtig, aber ob du andere Menschen durch dein Verhalten gefährdest, ist noch wichtiger.

    Gruß

    Zitat von morgwai


    Ich hab durch die Sauferei zuletzt nur noch 45 kg gewogen, weil ich kaum noch gegessen habe. Das waren keine wirklichen körperlichen Beschwerden, gesundheitlich war bei mir immer alles topfit (auch GGT). Aber ich merke mittlerweile, dass ich wieder Appetit habe und schon wieder knapp 60 kg wiege (was mich wirklich freut).

    Ich bin ja auch nicht viel älter und prinzipiell ist es so, dass jüngere Alkoholiker nach dem Trockenwerden und während des dauerhaften Trockenseins schneller regenerieren als ältere Alkoholiker.

    Dies ist auf simple biologische Gründe der "Freshness" des gesamten Organismus zurückzuführen.

    Jemand, der sich 30 Jahre lange exzessiv dem Alk hingegeben hat, wird nach dem Trockenwerden sicher nicht mehr so regenerieren (physisch und psychisch) wie jemand, der Ende 20 ist und beispielsweise 5 Jahre exzessiv getrunken hat.
    Pauschal ist dies sicher nicht zu deuten, da es Ausnahmen gibt, aber prinzipiell ist es eben so.

    Ich persönlich habe 25 Kg während meiner Suff-Zeit zugenommen, weil ich nach dem Saufen wie ein Schwein gefressen habe und darüber hinaus kein Sport gemacht habe, geschweige denn mich um gesunde Ernährung gekümmert habe.

    Jetzt habe ich wieder mein persönliches Idealgewicht und etwa 25 Kg abgenommen.
    Das ist eine Veränderung, die mir persönlich sehr viel bringt und mich motiviert, weiterhin so zu leben, wie ich lebe.
    Weitere Veränderungen sind Ruhe, die ich wieder verspüre, ein sicherer Umgang mit Menschen und einfach klare Gedanken, die ich so nicht mehr missen möchte.

    Grüße

    Hallo,

    die Gefahr ist, durch den in der Anfangszeit empfundenen
    Zustand der Euphorie (Gut drauf sein, sich stark und überlegen fühlen) zu sicher zu werden, sich beispielweise einer Situation auszusetzen, die man im Zustand der Euphorie absolut zu meistern glaubt.

    Wenn dann die Gefühle spontan und ohne Vorwarnung von der Euphorie zu starkem Saufdruck wechseln, kann es gefährlich werden.

    Das kann ja durchaus im Restaurant passieren, aber auch auf einer Feier, an sich überall.

    Und das von dir genannte "Gefühl der Freiheit" bleibt wahrscheinlich nicht bestehen, da es zu Phasen der Bedrückung kommen wird.

    Daher ist eine gewisse Warnung schon angebracht.

    Gruß