Beiträge von LaChela

    Hallo Matthias=)
    ich glaube, ich verschiebe das Projekt SHG noch ein paar Monate, weil ich bald ins Ausland gehe und danach dann in eine andere Stadt (500km von hier) ziehe. Also in eine ganz andere Ecke Deutschlands. Dort werde ich dann mir mehr Energie suchen :wink: .

    Ich war heute nochmal am Friedhof. Es ist so merkwürdig, dass sie unter dem Berg Blumen liegen soll, das begreife ich erst langsam...Ich versuche die Trauer zuzulassen, weil ich weiß, dass es nur alles schlimmer macht, wenn man sie "aufschiebt" (hab ich bei meiner Oma gemacht...). Ich habe das Grab heute gezeichnet, aber so, dass man erst wenn man genau hinsieht, bemerkt, dass es sich um ein Grab handelt. Auf den ersten Blick wirkt es wie ein großer Berg frischer duftender Frühlingsblumen. Es sieht fröhlich aus und genauso wollte ich es haben :) .
    Langsam realisiere ich auch, dass ich nie wieder Unterricht haben werde. Das Gefühl ist ebenso komisch, aber es lässt sich aushalten :wink: .
    Für die Zukunft bin ich jedenfalls sehr optimistsch, vor allem, da ich ja jetzt schon ein Zimmer in einer netten WG gefunden habe.
    Mir ist mal aufgefallen, dass ich viel weniger über meinen Vater schreibe. Aber ich muss sagen, dass das ganze nach und nach auch weniger Platz in meinem Kopf bekommt. Es sind immer mal wieder Tage, da kommt es hoch, da bin ich deprimiert und alles erscheint sinnlos, ABER ich habe nicht mehr diesen ständigen Knoten im Bauch :)
    Manchmal bin ich wütend und manchmal habe ich auch Hass, aber diese Gefühle sind nicht mehr meine ständigen Begleiter. Auch die Angst ist weniger geworden.
    Auch bin ich manchmal stolz auf mich, weil mein Abi gut wird, weil ich ins Ausland gehen werde, weil ich weiß, was ich mit meinem Leben anfangen will und konkrete Pläne habe. Noch dazu kommt die Freude auf die Zukunft. Fast alle meine Freunde haben im Moment Zukunftsängste und können nicht verstehen, warum ich auf und abhüpfe und mich freue wie ein Honigkuchenpferd :roll::D Ich versteh's ja selbst nicht, aber da das Gefühl nunmal da ist, kann ich mich ja darüber freuen. ich freue mich also über die Freude :wink::D
    Das sind so Widersprüchlichkeiten im Moment. Einerseits die Freude, andererseits die Trauer. Und das fast gleichzeitig :roll: aber irgendwie schwächt die Freude auch wieder die Trauer ab, ich weiß, dass es für mich weitergehen wird.
    Liebe Grüße
    LaChela

    Puuuuuuhhhh... der Tag ist überstanden. Das war nicht leicht heute Morgen, habe noch nie eine so schreckliche Beerdigung miterlebt :cry: . Ich wollte eigentlich gar nicht so viel weinen, weil ich dachte, was dann erst die Familie meiner Bekannten tun soll. Aber dann liefen die Tränen einfach und ich konnte nicht aufhören. Selbst dem Pfarrer ging das Ganze ziemlich nahe. Ich glaube, ich werde sie vermissen :cry: . Ich weiß, dass es Quatsch ist, aber trotzdem habe ich mich heute mehrmals gefragt, ob man es nicht hätte verhindern können. Der Gedanke drängt sich einfach auf.
    Der schlimmste Moment ist immer der, wenn der Sarg in das Grab herabgelassen wird. Dann ist es so entgültig. Klar, das ist es vorher auch schon, aber wenn der Sarg erstmal da unten ist, dann ist Enstation. Dann passiert nichts mehr, dann muss man sich entgültig trennen. Das tut weh. Habe ständig ihr Gesicht vor Augen, ihr Lachen. Und immer wieder der Gedanke: Das kann, das DARF doch nicht wahr sein.

    Mit meinen Freunden habe ich eine Karte für die Eltern gebastelt, die echt schön geworden ist und nicht so eine 0 8 15 wie aus dem Laden. Ich hoffe, es heitert sie ein ganz klein wenig auf. Es war gar nicht leicht, die richtigen Worte zu finden, denn was sagt man den Angehörigen einer Person, die den Tod gewählt hat? Die Eltern müssen sich doch total verantwortlich fühlen, vielleicht schuldig... Ich glaube nicht, dass irgendwer seinem eigenen Kind einen Selbstmord zutraut. Würde man diesen nicht mit allen Mitteln verhindern wollen?

    Gotti: Ja, da hast du recht. Klar war ich erstmal vorsichtig in der SHG, wusste ja auch nicht wen ich da vor mir hatte und war dementsprechend zuerst misstrauisch. Ich werde nochmal hingehen und kann ich ja dann immer noch entscheiden.

    Linde: Klar, das kann eine Bereicherung sein, aber ich fühlte mich so ein bisschen wie das "Küken". Die anderen waren vom Alter her nicht sooo weit auseinander. Ich schätze mal, dass es so von Ende 20 bis Anfang 40 ging.

    Matthias: Ich habe mir auch so eine Gruppe gewünscht, in die ich reinkomme und in der ich mich wohl fühle. Na ja, vielleicht hatte ich einfach zu hohe Erwartungen...

    Dani: Danke. Der Tag war nicht leicht, aber ich hatte Leute, die mich stützen und die ich stützen konnte. Das tat gut. Wir waren nicht allein.

    Ja, das WG-Zimmer :D . Freue mich immer noch wie ein Honigkuchenpferd. Der Gedanke holt mich aus meinem momentanen Tief. Schließlich muss ich ja dann bald noch Möbel kaufen gehen, das liiiieeebe ich :D . Zum Glück habe ich ein wenig gespart. Und Farbe brauche ich auch. Weiße Wände kann ich nicht leiden. Bei meinen Eltern muss schon alles weiß sein :roll::evil: . Bei mir kommt FARBE an die Wand. Habe mit dem Gedanken gespielt eine Palme an eine Wand zu malen, aber das überlege ich mir nochmal :roll::wink::) . Diese ganzen Pläne halten mich hoch, geben mir Kraft und lassen mich träumen. Ich freue mich auf die Zukunft!!
    Ich sehe mich schon jeden Tag zur Uni fahren mit dem Fahrrad 8):D . Hoffentlich, hoffentlich klappt das alles so, wie ich es mir vorstelle.
    Ich weiß sogar schon, welche Bilder ich mir an die Wand hängen will :) .

    Liebe Grüße
    LaChela

    Hallo Gotti=)

    Es ist zwar kein "schönes" Wochenende mehr geworden, aber trotzdem ein gutes. Heute lag ich in der Sonne, habe ein wenig gelernt und mich sonstwie abgelenkt um nicht an morgen denken zu müssen. Hat auch soweit gut funktioniert und seltsamerweise fühle ich mich jetzt auch gestärkt. Klar, Morgen wird schrecklich, aber irgendwie geht auch dieser Tag vorbei. Bin danach noch mit Freunden zusammen, da können wir uns dann gut gegenseitig Halt geben. Es ist gut zu wissen, dass ich nach der Beerdigung nicht allein bin. Ich kannte sie nicht sooo gut, aber trotzdem geht mir das Ganze schon sehr nahe.
    Ich muss ehrlich gestehen, dass ich das ein oder andere Mal, wenn ich an der Bahn stand auch gedacht habe "Nur ein kleiner Schritt und alles ist vorbei, nur ein klitzekleiner...". NEIN! ich will leben, habe doch so viel geplant. Was würde ich nur den Menschen damit antun, die mich lieben? Selbstmord wäre für mich nie eine Option! Deshalb kann ich das ja auch nur so schwer verstehen, dass es jemand doch tut... :cry:

    Dadurch, dass so viel Schlechtes passiert ist, habe ich ganz verpasst von dem Guten zu erzählen. Habe ab Oktober ein WG-Zimmer in meiner Traumstadt=)=)=) Die Tage hier sind gezählt. Wieder ein großer Schritt in Richtung Selbstständigkeit. Endlich der Abstand,den ich mir so sehr wünsche.

    Habe auch noch gar nicht von der SHG erzählt, bei der ich Fraitag war. Ich weiß nicht. Einerseits hat es ja nicht dem Klischee entsprochen, so mit Stuhlkreis und jeder stell sich vor und erläutert sein Problem, aber trotzdem habe ich mich nicht so richtig wohl gefühlt. Das lag wohl auch daran, dass ich mit Abstand die Jüngste bin (die "Nächstjüngste" war so geschätzte 28 ) und somit einfach nicht auf einer "Ebene" mit den Anderen war. Vielleicht hab ichs mir ja auch nur eingebildet, möchte auf jeden Fall nochmal hingehen und wenn ich mich dann immer noch nicht wohl fühle evtl. nochmal weiterschauen.
    Wie sind eure Erfahrungen mit SHGs? Braucht es am Anfang vielleicht seine Zeit, bis man sich wohler fühlt?

    Liebe Grüße
    LaChela

    Hey Chris=)

    Willkommen erstmal hier :wink:

    Was genau möchtest du mit einer Konfrontation denn erreichen? Wie wär's, wenn du dich erstmal ein bisschen hier umschaust und in einigen Threads liest? Bestimmt kannst du viele Parallelen zu deiner eigenen Geschichte finden.
    Das klingt zwar hart, aber du kannst für deinen Vater wohl nichts tun, solange er nicht will. Da bringt es auch nichts, ihn damit zu konfrontieren, dass du merkst, dass er trinkt.
    Vielleicht kannst du ihm ja deine Hilfe anbieten, falls er etwas ändern will. Wenn nicht, dann ist das seine Entscheidung und für die bist du nicht verantwortlich.

    Wie geht es dir denn mit der ganzen Sache?

    Liebe Grüße
    LaChela

    Ganz vergessen, sorry.
    Dani?
    dankeschön! Ja, die Erkenntnis ist jetzt wohl da. Sehe immer und immer wieder ihr Bild vor Augen. Es tut weh zu wissen, dass ich es nie mehr sehen werde. Sie war ein Sonnenschein. In ihr drin sah es aber anscheinend ganz anders aus...

    :cry::cry::cry:
    Heute war ein doofer Tag. Zum Glück hatte ich Freunde um mich, mit denen ich zusammen weinen konnte. Haben uns gegenseitig so gut es eben ging, unterstützt. Allein das gemeinsame Weinen tat gut. Meine beste Freundin war ziemlich gut mit ihr befreundet. Sie hat das völlig umgehauen. Montag ist die Beerdigung. Ich weiß nicht, ob ich das schaffen werde...
    Mittwoch muss ich eine Abiklausur schreiben, wie soll das nur gehen?? Alles scheint gerade so sinnlos, obwohl auch viel Schönes passiert ist, dass ich gerade nur nicht so sehen kann :cry:
    Eine Frage bleibt offen:Warum? Warum hat sie das getan?? Warum konnte ihr niemand helfen, warum sah sie denn gar keine Perspektive mehr für sich?
    Niemand kann das mehr beantworten :cry: Wir müssen das so hinnehmen, akeptieren.
    Es ist wie bei meinem Vater. Er bringt sich auch um, nur langsamer. Und wir alle stehen drumherum und müssen zusehen.
    In meiner letzten Schulwoche wurde auch Alkohol in Mengen gesoffen. Frage mich, warum Spaß haben gleichgesetzt mit Alkohol trinken wird. Fast alle haben getrunken. Morgens, vor der Schule. Seh ich das einfach zu eng aufgrund meiner Erfahrungen? Ich brauche zum Spaß haben keinen Alkohol. Wenn andere etwas getrunken haben und ich das mitbekomme, sinkt meine Laune in den Keller. Dann sagen sie mir, dass ich doch auch mal lachen sollte und drücken mir irgendein alkoholisches Getränk in die Hand. Dabei hab ich doch nur schlechte Laune, weil sie nur gute Laune haben können, wenn sie trinken :roll: (Oh jee, versteht ihr, was ich meine? Ganzschönes Wirrwarr...).
    Dieses "Oooh ist die Welt heute aber schön", wenn sie etwas getrunken haben, regt mich auf und macht mich aggressiv.
    Habe heute so eine Traurigkeit in mir. Ein Knoten im Bauch, der nicht weggehen will und schmerzt. Manchmal kann das Leben echt doof sein.
    Liebe Grüße
    LaChela

    Hallo!
    Hab mich mal wieder länger nicht gemeldet, weil viel zu viel passiert ist und ich das Ganze erst einmal begreifen musste. Schön und schrecklich lagen in der letzten Woche so dicht beieinander, dass es unecht wirkt. Es fällt schwer das alles zu verstehen und trotzdem irgendwie weiterzumachen. Das Zentralabi steht kurz bevor und ich fühle mich gar nicht in der Verfassung. Hatte die ganze letzte Woche eine Lernblockade, es ging nichts mehr. Ich habe keine übermäßige Prüfungsangst, aber trotzdem behagt mir der Gedanke gar nicht :?
    Dienstag hatte ich den Termin bei der Beratungsstelle. Es war ok, ich kann, wenn ich es möchte zu einer SHG gehen oder mich auf die Warteliste für eine Therapie setzen lassen. Ich werde ersteres wählen.
    Das Ganze hat mich schon sehr aufgewühlt :cry: . Einerseits kann ich mich mittlerweile an vieles wieder erinnern und egal wie schmerzlich das ist - damit kann ich besser leben als mit der Ungewissheit.
    Heute ist dann das Schrecklichste passiert, was man sich überhaupt vorstellen kann: eine Bekannte hat sich das Leben genommen. Mit Tabletten. Ich glaub, ich stehe unter Schock. Bin jedenfalls gerade ganz betäubt und kann nicht denken. Fühlen tu ich auch nix. Irgendwas sagt mir, dass ich weinen sollte, aber es geht nicht. Wie konnte sie nur? Warum?? Ich war noch nie mit sowas konfrontiert. Das überfordert mich, lässt mich an allem zweifeln :cry:
    Ich würde sie nicht als Freundin bezeichnen, aber ich kannte sie doch recht gut und auch schon seit mehr als zehn Jahren. Das tut mir so leid, vor allem für ihre Familie und ihre jüngeren Geschwister :cry:
    Mir fehlen die Worte dafür=(
    Liebe Grüße
    LaChela

    Hallo Fini=)

    Auch wenn Erwachsene vielleicht meinen, dass ihre Kinder nichts mitkriegen, sie tun es doch!
    Meine Mutter hat sich auch immer für uns (mich und meinen kleinen Bruder) bemüht. Wir durften Vieles, sie ermöglichte uns alles so gut es eben ging. Mit unserem Vater unternahmen wir kaum was, er zeigte seine Zuneigung meistens mit materiellen Dingen. Klar, ab und zu war er dann nur "Papa", der sich auch mal lieb kümmert und den wir ja auch als Kinder geliebt haben.
    ABER so heil unsrere Welt auch erschien, bekamen wir ganz GENAU die Schattenseiten mit. Mit 8 jahren kippte ich einen kompletten Bierkasten ins Klo, es gibt unzählige Nächte, in denen mein Bruder und ich heulend, aneinander gekuschelt im Bett lagen, weil "Papa" mal wieder kotzend über dem Klo hing und "Mama" verzweifelt versuchte am nächsten Tag den Geruch aus der Wohnung zu kriegen.
    Oft ging es mir tagelang schlecht deswegen, war in meinem Zimmer und habe geweint (da war ich so 8 ).
    Ich kann Linde nur zustimmen! Ich wäre froh gewesen, das nicht miterleben zu müssen!
    Liebe Grüße
    LaChela

    Hallo Gotti=)

    Zitat

    und es in deinem Thread ruhig war.


    Manchmal ist mir nicht nach schreiben, manchmal habe ich Angst hier reinzuschauen, keine Ahnung, warum. Deshalb ist es bei mir öfters ein paar Tage lang ruhig...

    Der Bruder meiner Mutter hatte auch einen Schlaganfall, deshalb kann ich ein ganz klein wenig nachempfinden, wie sehr dich das belastet.
    Vorher war er immer auf der Arbeit, kaum einen Tag krank, immer für alle da.
    Dann war mit einem Tag alles vorbei. Er wird nie wieder laufen können, ob er das Sprechen wieder erlernt sei fraglich. meinten die Ärzte. Nach fast zwei Jahren machte er die ersten Schritte, sprechen konnte er zu dieser Zeit wieder einigermaßen (er hat immer noch eine Sprachstörung). Heute ist er immer noch bewegungseingeschränkt, aber er läuft und kann sich (mit viel Mühe zwar) mit anderen unterhalten.
    Vor kurzem hat er meiner Mutter erzählt, dass er glücklich sei. Seit dem Schlaganfall würde er jeden Tag bewusster erleben. Ich bewundere diese Einstellung. Obwohl er so sehr eingeschränkt ist, hat er Freude am Leben. Ich denke jemand, der Freude am Leben hat, aht auch eine Ausstrahlung, die auf andere abfärbt. Was ich dir damit eigentlich nur sagen wollte ist, dass du die Hoffnung nicht aufgeben sollst und dass auch aus "blöden" Situationen etwas gutes entstehen kann. Ich glaube nicht, dass die Ärzte den Kampfgeist des Patienten in ihren Prognosen berücksichtigen, durch den vielleicht noch kleine Wunder passieren können :)
    Ich bin leider sehr ungeduldig, sonst würde ich dir mal eine Portion Geduld rüberschicken :wink: .
    Liebe Grüße
    LaChela

    Hallo ihr Lieben,

    vielen Dank für die guten Wünsche. Habe TATSÄCHLICH angerufen und einen Termin vereinbart. Waren echt nett da und haben keine komischen und neugierigen Fragen gestellt (hatte ich natürlich befürchtet :roll: ). Das ganze wird jetzt so aussehen, dass ich dort zunächst mal ein Gespräch habe und dann an andere Stellen weitergeleitet werde. Das kann eine SHG oder auch eine Therapie sein. Mal sehen, ich bin jetzt schon aufgeregt!

    Zitat

    Das mit dem Umbringen ist doch so, daß er sich gerade selbst umbringt mit Wodka


    Danke, Linde, so habe ich es noch nicht gesehen, aber es ist ja so waaaahr!

    Zitat

    Du kannst dich dem Thema annähern und du kannst dich von dem Thema entfernen und etwas anderes machen, wie es gerade für dich stimmt. Du kannst den Abstand verändern.


    Hmm, manchmal meine ich einfach vor einer Wand zu stehen und es geht nicht weiter, trotzdem will ich, dass es weiter geht. Wahrscheinlich sollte ich genau in diesem Moment lieber etwas anderes machen und Abstand nehmen. Darauf muss ich nur achten :) .
    Wenn die Sonne scheint, erscheint das Leben leichter :) , so wie heute. Bin mit meinem Skizzenblock losgezogen und habe wild drauflos gezeichnet: Landschaften, einzelne Blumen, Vögel, Käfer... Sind ein paar ganz gute Sachen bei rumgekommen und das freut mich immer :D
    Nach dem Frieren in der letzten Woche und am Wochende tut die Wärme gut. Wenn ich in der Sonne sitze und die Augen schließe, denke ich an nichts. Gut, ich nehme nur bewusst diese sanfte Wärme und die Frühlingssgeräusche und Gerüche wahr. Das tut soooo gut! :D
    Es sollte öfter Frühling sein :D .
    Liebe Grüße
    LaChela

    Hallo Gotti=)
    Nachdem du so oft bei mir geschrieben hast und immer wieder für mich da warst, wollte ich mal bei dir vorbeischauen, Man, du hast wirklich eine turbulente Zeit :shock: . Ich wünsche Dir alles alles Gute und dass du bald mal zur Ruhe kommst. Ich hoffe, mit deinem Schwager geht es weiter bergauf.
    Du wirkst immer sehr stark, da bin ich gar nicht auf die Idee gekommen, dass bei dir im Moment so viel Schlechtes passieren könnte :oops: .
    Also, auch für die nächsten Tage ganz viel Kraft und auch ein paar ruhige Minuten zum durchatmen!
    Liebe Grüße
    LaChela

    Hallo lavandula=)

    Habe gestern auch gemalt! Den "Fluss" in der Nähe von meinem Haus. Mit Öl, irgendwie hat es was von Monet, ist impressionistisch in sehr dunklen Tönen. Die Spiegelung der Bäume im Wasser ist ganz gut geworden. Das freut mich,weil mir Spiegelungen und Lichteffekte immer so schwer fallen :) . Beim Malen vergesse ich alles andere und alles um mich herum. Und danach geht's mir besser, vor allem wenn das Ergebnis stimmt!
    Freut mich für dich, dass du so gute Gespräche führen konntest!
    :)
    Alles Liebe
    LaChela

    Einatmen
    Ersticken
    frei sein
    gefangen
    Wärme
    Frieren
    Sonne
    Schatten
    Leben
    Selbstmord
    Glück
    Traurigkeit
    Liebe
    Hass
    Freundschaft
    Einsamkeit
    Hilfe
    Ignoranz
    Lachen
    Trauern
    Leichtigkeit
    Trägheit
    Gesundheit
    Sucht
    Schutz
    Prügel
    Geborgenheit
    Gefülskälte
    nach vorne schauen
    und lebenlebenleben!

    Mir war gerade danach, keine Ahnung wieso :roll: ...
    Morgen rufe ich bei der Beratungsstelle an. Hab die telefonnummer schon rausgesucht. Ich hoffe, dass die mir da helfen können. Es bringt nichts, ich kann es mir nicht "ausreden". Innerlich bin ich verletzt und das muss jetzt heilen! Alleine schaffe ich das nicht, egal wie lange ich mir das eingeredet habe.
    Ich kann keine Bananen anfassen, ich ekel mich vor männlichen Hunden,. So, jetzt ist es raus. Immerhin weiß ich jetzt woher das kommt :roll: .
    Und er? Er steht mal wieder im Zentrum. Will sich umbringen hat er gesagt. Da habe ich gelacht und gesagt, soll er machen, dann hätten wir unsere Ruhe. Zwei Sekunden später hab ich es bereut, bereue es immer noch.Was, wenn er sich wirklich was antut? Oh Gott, dann bin ich auch schuld. Hätte ich in diesem blöden Moment einfach mal meine Klappe gehalten :evil: . Es war raus, bevor ich nachdenken konnte. Mist. Toll, und die Vorwürfe bringen mich auch nicht weiter.
    Er ist dazu übergegangen vorwiegend hartes Zeugs zu trinken, der Wodka fließt mal eben so zum Durstlöschen... Ist mir doch egal, sagt mein Kopf. Warum fühlt es sich in meinem Bauch dann so komisch an?
    Welches Hormon ist eigentlich dafür verantwortlich, dass wir unsere Eltern lieben (müssen)?? Kann man diese Drüse auch amputieren?
    Chaos beschreibt die Situation so ziemlich genau. Chaos wohin man nur schaut. In meinem Zimmer, in meiner Familie, in mir drin. Ich muss den Anfang des Knäuels finden, um nicht durchzudrehen!

    Liebe Grüße
    LaChela

    Hallo lavandula =)

    Deine Beiträge hier versprühen so viel positive Energie, dass sogar ich was davon abbekommen habe, als ich gerade deinen letzten Beitrag gelesen hab :)
    Es ermutigt mich weiter an mir zu arbeiten, damit ich in ein paar Jahren auch dazu in der Lage sein werde vieles "Schöne" in mein Leben zu holen!!
    Vor ein paar Tagen und Wochen, dachte ich, dass ich es fast geschafft hätte und dann passiert mir sowas "Doofes". Naja, auch das muss ich irgendwie hinnehmen und weiterhin mit Optimismus in die Zukunft schauen. Wenn ich mal wieder vergesse wie das geht, lese ich nochmal hier bei dir :) .

    Ganz liebe Grüße und vielen Dank für deine lieben Beiträge bei mir!
    LaChela

    Es ist doch vorbei, es ändert mein momentanes Leben doch auch nicht. Wieso sollte es mir also deswegen schlecht gehen?
    Die Erinnerungen sind wieder da. Telweise und unvollständig. Aber immerhin weiß ich nun, dass ich nicht spinne. Einige Gefühle habe ich in den letzten Tagen nochmal durchlebt, aber immer wieder distanziere ich mich von dem Erlebten und rede mir ein, dass DAS doch nichts mit mir zutun haben kann. Hat es das denn überhaupt noch? ich war klein, es ist lange her. Gerade habe ich irgendwo im Netz gelesen, dass einige Wissenschaftler davon ausgehen, dass negative Spätfolgen von Missbrauch nur dann entstehen können, wenn es sich um eine sehr schwere Form handelte. Bei mir war es nicht so schlimm. Kann mich daran erinnern, dass ich es sogar angenehm fand... Und physische Gewalt gab es auch nicht.
    Und TROTZDEM hatte ich es bis vor ein paar Tagen "vergessen". Ich glaube, als Kind habe ich die Situationen einfach anders interpretiert, wie sollte ich denn auch wissen, was da passiert??
    Ich weiß noch, wie ertappt ich mich fühlte, als meine Mutter meinen Vater ermahnte, er solle mich nicht am Hals küssen. Das war mir soooo peinlich und ich wollte am liebsten verschwinden, obwohl mir das Gefühl doch gefallen hatte.
    Ich glaube, ich sollt das Ganze einfach vergessen. Bis vor ein paar Tagen habe ich mich nicht erinnert, also warum sollte ich mir jetzt Gedanken darüber machen? Das ändert ja sowieso nichts und passiert ist mir ja auch nicht wirklich was. Warum sollte es mir deshalb so schleht gehen?
    Danke lavandula, wie du ja aus meinen Zeilen ganz gut herauslesen kannst, verschiebe ich das Thema auf später. Im Moment verwirrt es mich nur und ich weiß selbst nicht so recht, was ich mit meiner "Entdeckung" anfangen soll. Erstmal hat es mich völlig aus der Bahn geworfen, aber je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr distanziere ich mich davon...
    Liebe Grüße
    LaChela

    Danke, Linde!
    im Moment ist die Hemmschwelle einfach noch zu groß irgendwo anzurufen oder irgendwo hinzugehen... Was soll ich denn dann sagen? Ich glaube mir ist da was passiert, bin mir aber nicht sehr sicher weil ich mich nicht erinnern kann...???
    In den geschützten Bereich würde iich gerne wechseln, aber im Moment ist jeder cent, den ich verdiene schon verplant. Umzug, Studium etc. warten schon...
    Die Wärme, die du mir geschickt hast, ist angekommen :) . Lege mich jetzt mit einer Wärmflasche ins Bett und igel mich ein. Das tut gut :) . Dann sehe ich einfach, was die nächsten Tage bringen, informiere mich und bestelle mir (doch mal) das Buch. Es zwingt mich ja keiner es zu lesen, wenn es nicht mehr geht, kkann ich ja jeder Zeit aufhören.
    Liebe Grüße und danke nochmal, dass du dir die Zeit nimmst, mir zu schreiben!

    LaChela

    Oh mann, jetzt habe ich hier einen ewigen Post verfasst und dann hab ich aus Versehen nicht gespeichert und der PC ist abgeschmiert :? .
    Danke, lavandula für die Kraft, die kann ich im Moment gebrauchen!
    Danke, Linde für die Umarmung und den Buchtipp. Ich weiß nicht, ob ich das Buch lesen kann, weil ich Angst vor dem was es auslösen KÖNNTE, habe.
    Danke, Gotti, wenn es dir auch hilft, fühl dich mal ganz lieb umarmt von mir=).
    Kennt ihr das Gefühl zu frieren, obwohl ihr in der Sonne sitzt? Als ich vorhin in der Sonne saß, habe ich die ganze Zeit gezittert, obwohl ich dick angezogen war. Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass die Kälte aus MIR heraus kommt.
    Ich zittere immer noch und kann einfach nicht aufhören, die Tränen laufen einfach.
    Das schlimmste ist: Ich weiß es nicht! Die Erinnerung scheint nicht zu existieren.Da ist nur ein Fetzen, der immer und immer wieder kommt. Meine Mutter, mit geweiteten Augen ruft sie meinen Vater. Ihr Gesicht ist entsetzt. Ich spüre Scham, keine Angst. Dann hört die Erinnerung auf. Ich weiß nicht, was in diesem Moment GENAU mit mir passiert, sehe nur meine Mutter vor mir.
    Ich MEINE, dass es mehrere Erinnerungen dieser Art gibt, aber es gelingt mir nicht, sie "ans Tageslicht" zu holen. Existieren sie also tatsächlich? War da was? Es macht mich noch verrückt. Ich WILLWILLWILLWILLWILL mich doch erinnern, warum geht es nicht? Für mich lässt das nur einen Schluss zu: Du bildest dir da was ein.
    Habe mich vorhin informiert. Es muss nicht sein, dass ich mir da was einbilde... Diese Ungewissheit ist schrecklich, ich möchte endlich wissen, was passiert ist, ob was passiert ist. Warum erinnere ich mich denn nicht???
    Mit wem kann ich reden?
    Liebe Grüße
    LaChela

    Drei mal einen Anfang geschrieben, dreimal wieder gelöscht. So geht das nicht. Nach gestern erscheint mir das alles sinnlos. Ich schäme mich. So sehr, so unendlich. Manchmal ist es besser sich nicht zu erinnern, aber ich wollte mich doch auch gar nicht bewusst erinnern, es ist einfach passiert. Und jetzt kann ich es nicht mehr vergessen. Mir ist schlecht, ich habe die letzte Nacht nicht viel geschlafen. Immer wieder der Gedanke: Du spinnst, es ist nicht so, wie du meinst. Es kann nicht sein, du fantasierst, hast dir etwas ausgedacht, geträumt... MIR ist das nicht passiert, auf keinen Fall. Und dann sind da doch diese Bruchstücke, Erinnerungen, wie zusammenhanglose Puzzle-Teile, Bilder, Gefühle von Angespanntheit, Abwehr, Angst. Ich war 5.

    Gotti und Linde, ich habe eure Beiträge gelesen und es hat gut getan. Danke, ich bin da gestern in ein riesiges Loch gefallen und ihr habt mich ein wenig aufgefangen.
    Im Moment wünsche ich mir nur jemanden, der mich in den Arm nimmt und festhält und mich heulen lässt.
    Aber ich kann mit niemandem reden, nicht DArüber. So einsam war ich noch nie. Alkoholismus ist eine Sache...
    Liebe Grüße
    LaChela