Danke, lavandula!
Ich muss gerade einfach weinen, weil du recht hast und weil es mir trotz allem immer noch schwerfällt zu akzeptieren. Das ständige Ignorieren und "mein Lebene leben" ist so anstrengend. Klar, es gibt Tage, an denen ich (irgendwie) glücklich bin, so wie letzte Woche zum Beispiel. Aber dann wird mir bewusst, dass das Ignorieren nur eine kurzfristige Hilfe ist. Die aufgestauten Gefühle sind trotzdem noch wie Knoten in mir drin. Ich ignoriere, verdränge, weil es anders nicht geht. Weil es mich sonst noch mehr fertig machen würde. Aber das kann nicht die Lösung des Problems sein!! Ich habe das Gefühl, dass ich aufräumen muss, in mir drin herrscht Chaos. Ich bin zwiegespalten. Einerseits ist er mein Vater, der früher sogar mal für mich da war und andererseits ist der Alki, den ich über alles verabscheue. Dieser Widerspruch ist unerträglich.
Eine Stunde bevor ich mich hier im Forum registriert habe, habe ich ihm die halbleere Flasche Wodka vor die Nase gehalten und gefragt, ob er abhängig sei. "Quatsch, ich doch nicht!", hat er mir geantwortet und dabei gelacht. Damals wollte ich ihm noch helfen, bis dann hier die Erkenntnis kam, dass ich es nicht kann. Und trotzdem
ZitatVom Alkoholiker ist kaum noch etwas Menschliches übrig geblieben. Er ist einfach nur noch da und reagiert auf den Schaden, den er angerichtet hat. Solange er weiter trinkt, weigert er sich, ins Handeln zu kommen. Ist passiv. Jammert.
Ist ja auch das Bequemste, da die Familie mitspielt.
sowas zu lesen tut immer noch weh. Wo ist der Mensch hin? In die Bierflasche gefallen oder was? Sch***.
Ich will so stark sein und bin eigentlich so unendlich schwach. Es gibt Momente, in denen fühle ich mich stark und plötzlich sacke ich wieder in mich zusammen.... Ich merke, dass ich mich manchmal selbst verachte und weiß, dass das keine Lösung ist. Trotzdem ist das so. Ich finde mich selbst feige, verachtenswert.
Und dann gibt es Tage an denen mag ich mich. Ich sehe in den Spiegel und mag mich. So einfach. Das verstehe ich nicht. Und es ist auch anstrengend, weil ich mich immer wieder damit beschäftige, mir immer wieder die Frage stelle "Ist es möglich mich zu mögen? Geht das überhaupt? Bedeute ich anderen etwas?"
Ich weiß nicht ob ihr das nachvollziehen könnt, aber auf jeden Fall, war es gut das mal zu schreiben!
Liebe Grüße
LaChela