Beiträge von LaChela

    Danke, lavandula!
    Ich muss gerade einfach weinen, weil du recht hast und weil es mir trotz allem immer noch schwerfällt zu akzeptieren. Das ständige Ignorieren und "mein Lebene leben" ist so anstrengend. Klar, es gibt Tage, an denen ich (irgendwie) glücklich bin, so wie letzte Woche zum Beispiel. Aber dann wird mir bewusst, dass das Ignorieren nur eine kurzfristige Hilfe ist. Die aufgestauten Gefühle sind trotzdem noch wie Knoten in mir drin. Ich ignoriere, verdränge, weil es anders nicht geht. Weil es mich sonst noch mehr fertig machen würde. Aber das kann nicht die Lösung des Problems sein!! Ich habe das Gefühl, dass ich aufräumen muss, in mir drin herrscht Chaos. Ich bin zwiegespalten. Einerseits ist er mein Vater, der früher sogar mal für mich da war und andererseits ist der Alki, den ich über alles verabscheue. Dieser Widerspruch ist unerträglich.
    Eine Stunde bevor ich mich hier im Forum registriert habe, habe ich ihm die halbleere Flasche Wodka vor die Nase gehalten und gefragt, ob er abhängig sei. "Quatsch, ich doch nicht!", hat er mir geantwortet und dabei gelacht. Damals wollte ich ihm noch helfen, bis dann hier die Erkenntnis kam, dass ich es nicht kann. Und trotzdem

    Zitat

    Vom Alkoholiker ist kaum noch etwas Menschliches übrig geblieben. Er ist einfach nur noch da und reagiert auf den Schaden, den er angerichtet hat. Solange er weiter trinkt, weigert er sich, ins Handeln zu kommen. Ist passiv. Jammert.
    Ist ja auch das Bequemste, da die Familie mitspielt.


    sowas zu lesen tut immer noch weh. Wo ist der Mensch hin? In die Bierflasche gefallen oder was? Sch***.
    Ich will so stark sein und bin eigentlich so unendlich schwach. Es gibt Momente, in denen fühle ich mich stark und plötzlich sacke ich wieder in mich zusammen.... Ich merke, dass ich mich manchmal selbst verachte und weiß, dass das keine Lösung ist. Trotzdem ist das so. Ich finde mich selbst feige, verachtenswert.
    Und dann gibt es Tage an denen mag ich mich. Ich sehe in den Spiegel und mag mich. So einfach. Das verstehe ich nicht. Und es ist auch anstrengend, weil ich mich immer wieder damit beschäftige, mir immer wieder die Frage stelle "Ist es möglich mich zu mögen? Geht das überhaupt? Bedeute ich anderen etwas?"
    Ich weiß nicht ob ihr das nachvollziehen könnt, aber auf jeden Fall, war es gut das mal zu schreiben!
    Liebe Grüße
    LaChela

    Hallo zusammen =)

    Die letzte Woche war schön und auch "doof"!
    Ich stand in der Ausstellung vor meinem eigenen Bild. Das Gefühl war schon unglaublich. Leider ist es ein bisschen unglücklich platziert, aber ich kann ja auch nicht zuuu viel erwarten. Allein die Tatsache, dass es ausgestellt wird ist schon eine RIESEN Ehre!!

    Und jetzt warum sie "doof" war. Mein Vater trinkt und trinkt und trinkt. Mal macht es mich völlig fertig und mal kann ich es ganz gut ignorieren. Was mich aber immer stört ist die fehlende Anerkennung und das nicht vorhandene Interesse. Als die Ausstellung eröffnet wurde, habe ich ihm gesagt, dass ich dorthin fahre. Hier mal der Dialog:
    "Wie? Wieso fährste denn DA hin?"
    "Na weil da doch mein Bild ausgestellt wird"
    "Wie dein Bild? Wieso wird denn 'nen Foto von dir ausgestellt?"
    "Kein Foto- das Bild, das ich gemalt habe..."
    "Du malst?!"
    Dann hab ich die Tür zugeknallt.

    :evil::evil::evil:

    Er verlangt permanent, dass wir uns um ihn kümmern, ihn bemitleiden, ihm immer wieder sagen, dass er doch ein sooo guter Vater ist... Und wehe, wir tun das nicht. Dann sind wir gleich total egoistisch und fies und sind es nicht wert seine Kinder zu sein.
    Einerseits ist es im sch***egal was wir machen und erreichen, aber andererseits möchte er doch, dass wir bitteschön immer zu Hause rumsitzen und uns um ihn kümmern, weil es ihm ja schlecht geht.
    Er wollte verhindern, dass ich von zu Hause ausziehe. Frage mich nur, warum? Er interessiert sich doch nicht für mich, wenn ich zu Hause bin, dann kann es ihm doch auch egal sein wenn ich weg bin... :twisted::twisted::twisted:

    Hey Sunlight =)

    Also erstmal möchte ich dir sagen, dass dein Problem für mich ganz und gar nicht lächerlich klingt!! Ich bin mit der gleichen Sorge hierher gekommen vor ca. einem halben Jahr und hatte anfangs jedes Mal Angst, wenn ich gesehen habe, dass jemand auf meinen Beitrag geantwortet hatte... Aber niemand ist mir hier unfreundlich begegnet oder hat gesagt, dass ich hier falsch bin :D Also trau dich weiter hier zu schreiben, mir hat es schon sehr geholfen!

    Liebe Grüße
    LaChela

    Hey colibri!

    Jeder hat halt seine eigene Art zu trauern und wenn man dafür eben nicht ans Grab gehen will, ist das doch ok. Habe da die gleiche Auffassung wie du :wink: . Trotzdem setzt meine Familie mich auch immer unter Druck, wenn ich an speziellen Feier- oder Jahrestagen nicht in die Kirche und nicht auf den Friedhof gehe. Seit letztem Jahr ist mir das aber egal :wink: und ich kann ohne schlechtes Gewissen nein sagen...
    Es ist ja außerdem auch so, dass man nur weil es äußerlich nicht sichtbar ist, nicht total unglücklich sein kann...

    Liebe Grüße
    LaChela

    Hallo Colibri=)

    Habe auch so eine "Freundin", aber ich denke, dass wenn man etwas nicht erlebt, nicht dazu in der Lage ist den Anderen richtig zu verstehen. Wahrscheinlich wollte sie dir also nur mit ihren "Mitteln" helfen.
    Mich hat das, aber genauso wie dich auch zuerst aufgeregt :wink: und ich glaube, auch jetzt würde ich wieder ähnlich reagieren.
    Deshalb erzähle ich nur einer Freundin etwas von meinem Vater. Ihr Vater ist nämlich trockener Alkoholiker und so kann sie mich am besten verstehen.

    Deine Gedichte sind echt schön!! Auch wenn sie sehr sehr traurig sind...
    Vor allem das, das du an deinen Vater schreibst, ist toll. Ich würde diese Dinge auch gerne einer Person schicken, die leider viel zu früh gestorben ist- meiner Cousine...

    Liebe Grüße
    LaChela

    Danke für eure Antworten :D .
    Kennt ihr das Gefühl glücklich zu sein ohne zu wissen warum? Ich kenne es erst seit ein paar Tagen, aber ich muss sagen, es ist echt gut :wink: . Es ist einfach so, dass im Moment ziemlich viel "rund" läuft und es deshalb nicht eine "Quelle des Glücks" gibt. Ich freue mich so sehr auf die Zukunft, aber auch das Jetzt ist zum größten Teil schön (außerhalb der Familie).
    Bin nur sehr wehmütig, dass ich meine Freunde bald nicht mehr oft sehe. Das schmerzt schon, nachdem sie mir wirklich oft geholfen haben und jetzt langsam wissen wie ich "ticke".
    Aber trotzdem möchte ich mich an diesen glücklichen Moment immer erinnern können, vor allem dann, wenn es mir nicht so gut gehen wird.

    Liebe Grüße
    LaChela

    hallo zusammen=)

    ich schreibe heute mal alles klein, weil ich lust darauf habe und faul bin :lol: .

    bin gerade nach hause gekommen. mein vater hat heute mal wieder ziemlich viel getrunken und als dann auch noch meine stark alkoholisierte oma eintraf, bin ich geflüchtet. zuerst in mein zimmer, aber das hat nicht gereicht. habe eine freundin angerufen, die sofort gesagt hat, dass ich kommen kann. das hab ich auch sofort getan.
    ich glaube, dass ich das erste mal einen abend genießen konnte, obwohl ich wusste, dass mein vater trinkt. hatte so viel spaß heute abend, habe so viel gelacht. es war schööön=) wieder zu hause, lag er schon schnarchend im bett. zum glück!
    das heute abend war der beweis: ich kann glücklich sein, auch wenn er trinkt und sich kaputt macht! er macht mich nicht mehr mit kaputt!
    das soll jetzt nicht heißen, dass ich glücklich bin, wenn er trinkt, nein! nur hat sein verhalten jetzt keine direkten auswirkungen mehr auf meine gefühlswelt und das ist gut so. so soll es bleiben, auch wenn es wieder tage geben wird, an denen es nicht so ist...

    liebe und zuversichtliche grüße
    von der alleskleinschreibenden
    lachela

    Hey Pingpong=)

    Willkommen hier im Forum!
    Als ich deinen Beitrag gelesen habe, hat mich das stark an mich selbst bzw. meine Familie erinnert, nur, dass ich noch ein bisschen jünger bin als du. Mache dieses Jahr Abi und mein Plan ist danach so schnell wie möglich von hier "wegzulaufen". Mein Vater ist Alkoholiker und auch das wohl schon ziemlich lange (das ist mir erst vor gar nicht so langer Zeit klargeworden...) und ich würde irgendwann daran kaputtgehen, wenn ich hierbliebe. Ich habe auch einen jüngeren Bruder, den ich allein lasse. Das ist wirklich nicht schön und ich habe kein gutes Gefühl dabei, aber der Plan ist, dass er mich ganz oft besuchen kommt und dann auch mal ein paar freie Tage hat.
    Auch diese" Saufabende", die du beschreibst kommen mir bekannt vor. Du siehst, dass du hier viele treffen wirst, denen es ähnlich geht
    In meiner Familie gibt es auch viele Alkoholiker und Drogenabhängige und wirklich eine Gebrauchsanweisung wie man damit umgehen sollte, hab ich nicht...
    Mir hilft es hier zu schreiben, probier es mal aus, hier sind ziemlich nette Menschen unterwegs :wink: .
    Liebe Grüße
    LaChela

    Hallo zusammen =)

    Wollte euch mitteilen, dass heute ein guter Tag war :D . Das Wetter war super schön, hab in der Schule ein dickes Lob kassiert und hatte kaum Hausaufgaben auf :) . Zwar wurde ich auch total angemeckert (für eine Sache, an der ich nicht beteiligt war, aber nun gut :roll: ). Habe mir die Standpredigt angehört (in Gedanken war ich woanders, aber das sieht man ja zum Glück nicht :lol: ) und bin sofort raus an die frische Luft um die Sonne zu genießen. Mein Vater wird immer seltsamer, aber ich ignoriere ihn weiterhin, weil ich es nicht schaffe anders damit umzugehen. Ja, ich halte ihn immer noch von anderen fern, verstecke ihn, verheimliche alles. Es ist nunmal unangenehm. Ich tue so, als würde er nicht existieren, und eigentlich "existiert" er ja auch nicht mehr so, wie ich ihn kenne. Ich empfinde keinen Schmerz mehr, keine Trauer, nichtmal Wut. Ich weiß nicht, ist das ein Fortschritt oder stumpfe ich ab? Es ist normal geworden ihn so zu sehen. Lediglich manchmal bekomme ich Panik, wenn er mit seinen Saufkollegen unterwegs ist und ich nicht weiß ob und wie er wiederkommt. ..

    Aber nun wieder zu den schöneren Ereignissen :D Nächste Woche wird super!! Ich zeichne und male seit einiger Zeit sehr viel und jetzt werden ein paar meiner Bilder in einer kleinen Ausstellung ausgestellt (schreckliche Wortkombi :roll: ). Freue mich sooooooo :)

    Liebe Grüße
    LaChela

    Hey Hanabi =)
    Habe mir gerade deinen ganzen Beitrag durchgelesen und kann absolut verstehen, was du meinst!
    Wenn du nicht glücklich bist in deinem Job und es sowohl an der Arbeit als auch an den Kollegen liegt, dann ändere was!!!
    Das klingt jetzt vielleicht so, als würde ich denken, dass es total einfach wäre, aber das tue ich nicht. Trotzdem ist es MÖGLICH.
    Dazu kann ich dir erzählen wie es bei mir im Moment aussieht. Habe lange überlegt, ob ich wirklich studieren soll. Dagegen sprechen auf jeden Fall die finanzielle Seite und die damit weitere Abhängigkeit von den Eltern. Dafür spricht für mich aber eindeutig, dass der Lehrer-Beruf mein Wunsch ist und dass ich einfach noch ganz ganz viel lernen möchte. Aus diesem Grund habe ich mich für Letzteres entschieden.
    Gut, die finanzielle Frage war dadurch noch nicht geklärt, aber das habe ich jetzt geschafft :) . Zum Glück gibt es Bafög;-). Bei mir sieht es so aus, dass ich mit ca. 300-350 Euro Bafög im Monat rechnen kann. Hinzu kommen 150 (?) Euro Kindergeld und 100 Euro Unterstützung (Kredit) von meinen Eltern. Das macht also insgesamt 550 Euro. Wenn ich zusätzlich noch ca. 150 Euro durch Jobs verdiene, komme ich auf 700 Euro. Die sollten dann wohl reichen :wink: . Habe mich übrigens schon beim Studentenwerk für ein Wohnheimzimmer beworben. Die kosten meist ca. 200 Euro und sind somit die günstigste Wohnvariante. Natürlich nicht sehr komfortabel, aber es ist ja nur vorübergehend und wenn man erstmal studiert hat, wird man ja auch ganz schnell reich :P:wink: .
    Na ja, was ich dir gerade mit meiner ganzen Rechnung sagen will? Will dir eigentlich nur Mut machen, vielleicht auch den Schritt ins Abenteuer zu wagen. Wenn du es im Moment noch nicht möchtest, dann vielleicht in ein paar Jahren!!
    Ich muss immer an den Spruch denken: Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren!!

    Ich denke nach einem Studium wirst du auch viel interessantere Arbeiten erledigen könne und du kannst "Chef" werden :P .

    Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen, auch wenn mir eigentlich die Lebenserfahrung für solche Ratschläge fehlt :)

    Liebe Grüße
    LaChela

    Wow, Linde, das klingt weise :D !! Ich hoffe, dass du recht hast!!!

    Hallo Dani, mir erscheinen die Sachen, die sie mir gesagt hat jetzt nicht als wertlos, weil ich sie betrunken gesehen habe. Vielleicht hatte ich einfach nur vergessen, dass sie auch nur ein Mensch mit ganz normalen Fehlern ist und ganz normale Probleme hat... Na ja, wie auch immer. Jetzt, mit ein bisschen zeitlichem Abstand fällt es mir leichter darüber nachzudenken.

    Hallo Matthias, darüber reden? Mhh, ich weiß nicht. Sie ist nicht so der Typ Lehrer, mit dem man über sein Privatleben spricht, wenn du verstehst was ich meine...

    Hey lavandula, hab mir tatsächlich vor einer Woche ein schönes Buch gekauft, in das ich meine Gedanken schreibe. Natürlich auch meine Pläne :D

    Heute war ein stressiger Sonntag!! 7 Stunden Hausaufgaben :roll: , aber dafür hatte ich gestern "frei".
    In letzter Zeit freue ich mich auf mein Leben als Studentin :lol: Langsam realisiere ich das Alles. Am Anfang war ich noch sehr sehr traurig, aber mittlerweile kann ich dem Studium sehr viele positive Seiten abgewinnen!! Hoffentlich klappt alles so, wie ich es mir vorstelle!!
    Ich glaube, dass ich echt die einzige aus meiner ganzen Stufe bin, die so genau weiß (zu wissen meint), was sie will. Ich hoffe nur, dass das alles so bleibt und ich mich nicht total irre (in meinem Berufswunsch). Zweifel habe ich noch, aber im Grunde ist es das, was ich immer schon wollte: Lehrerin werden :)
    In meiner Familie bin ich deshalb schon das Monster, das arme kleine Kinder quält. Nett, stimmt's?
    Liebe Grüße
    LaChela

    Mmh, das Erlebnis von gestern verfolgt mich bis heute :roll: , dazu dann noch ein Haufen von neuen Vorwürfen, die ich mir von meinem Vater anhören "durfte" und der Tag war perfekt. Hab nix Produktives zu Stande gebracht...

    Nach dem Vorfall gestern Abend war ich erstmal wie gelähmt. Habe es immer noch nicht verkraftet und so wie ich mich kenne, kann das noch eine Weile dauern.
    Gut, ich glaube, ich rücke jetzt mal mit der Sprache raus, was passiert ist, habt aber bitte Verständnis dafür, dass ich Details auslasse. Aber das muss jetzt raus...
    Ich war gestern bei einer Schulveranstaltung. Die ganze Schule inkl. Lehrern und Eltern (meine nicht!!) war anwesend. Gegen Ende wurde eine Lehrerin nach vorne gerufe, die ich immer schon sehr gemocht habe und vor der ich großen Respekt hatte. Sie war jedoch nicht mehr wirklich in der Lage dazu, weil sie sternhagelvoll war. Von allen wurde dies überspielt und heruntergespielt. Mir war sofort total schlecht!! Manche haben sich über den Vorfall lustig gemacht, aber für mich stand eindeutig fest, dass diese Lehrerin sich in genau diesem Augenblick als Alkoholikerin geoutet hat. Denn: Kann man sich zu einem ungünstigeren Zeitpunkt betrinken? Muss man nicht schon ziemlich weit unten sein, um sich so zu blamieren?
    Das war wie ein Schlag, weil ich ihr das NIE zugetraut hätte!!! Ich glaube, dass nur mir das ganze so nahegegangen ist, alle anderen hatten weiter ihren Spaß...
    Dann bin ich nach Hause, wo mein Vater mit Bierflasche im Arm auf dem Sofa lag. Toll...
    Das nächste mal werde ich versuchen noch etwas für mich zu tun nach so einmen Erlebnis, aber gestern war mir eigentlich nur noch nach verkriechen zumute. Vielleicht fragt ihr euch jetzt, warum mir so ein kleiner Zwischenfall dermaßen an die Substanz geht.
    Tja, so ganz weiß ich das selber nicht. In dem Moment wurde mir ein jahrelang aufgebautes "Idealbild" und auch "Vorbild" zerstört und ich bin geschockt, weil ich die Lehrerin als Mensch auch mag.
    Vielleicht bin ich einfach zu sensibel...
    Habe schon gemerkt, dass meine "Fühler" für Stimmungen aber auch Gefühle meiner Mitmenschen empfinlicher sind als die der Meisten. Wahrscheinlich liegt das am jahrelangen Training :roll:
    Als Kind eines Alkoholikers durchläuft man in gewisser Weise auch eine Schule :roll: Nur ob sie mir später im Leben jemals hilfreich sein wird, ist eine ganz andere Frage.

    Hatte ich schon erwähnt, dass ich zum Studieren in ein ganz anderes Bundesland gehen werde? Weit weit weg von hier. Der Gedanke tut ziemlich gut, ich sehe es als Chance. Mein Bruder macht mir immer noch Sorgen, aber wir werden schon eine Lösung finden.

    So, mal wieder einen Roman verfasst.
    Liebe Grüße
    von der nachtaktiven
    LaChela

    Danke, Sonnenblume!!
    Danke, Gotti!!
    Es tut gut so schöne Worte zu lesen =)

    Gerade heute ist mir wieder aufgefallen, wie sehr meine Vergangenheit mich geprägt hat und vor allem, welche Macht sie über mich hat. Durch einen einzigen Augenblick war der ganze, sonst sehr sehr schöne Abend kaputt.Was Andere mit Humor nehmen können, wirft mich völlig aus der Bahn. Ich kann keine betrunkenen Menschen sehen, die sich in einer Gesellschaft völlig blamieren. Da wird mir schlecht und die ganze Zeit kann es noch so schön gewesen sein, ab diesem Moment fühle ich mich nur noch gelähmt und erschüttert :cry:
    Ich sitze hier und ich kann die Tränen nicht zurückhalten, dazu noch dieses fiese Gefühl in der Magengrube... :cry: Es tut so weh!!!
    Ich denke ein paar Tage lang, dass es mir gut geht, dass ich stark bin und dann so ein Schlag ins Gesicht...
    Ich WILL sowas nicht sehen, am Liebsten würde ich mein Gedächtnis an dieses Erlebnis löschen und doch weiß ich, dass sowas immer wieder passieren kann und ich MUSS irgendwie damit fertigwerden. Nur wie?

    Kennt ihr dieses Gefühl? Was macht ihr in so einer Situation? Was hilft?
    Mir hilft im Moment nur das Schreiben und das Verdrängen...

    Liebe Grüße
    LaChela

    War ein paar Tage nicht im Forum, und schon hab ich deinen Geburtstag verpasst...
    Trotzdem noch ALLES GUTE NACHTRÄGLICH!!
    Ganz viel Gesundheit, Erfolg (auf der neuen Arbeit :) ) und auch ein bisschen Glück, denn das kann schließlich nie schaden!
    Liebe Grüße
    LaChela

    Hallo zusammen =)

    Ich glaube, ich hab mich jetzt sortiert :D . Ich weiß WAS ich studieren will, ich weiß WO ich studieren will, ich weiß, WIE ich mir das Studium finanzieren kann, ich weiß WO in etwa ich wohnen werde, ich weiß WELCHEN Beruf ich später ausüben möchte UND ich weiß, dass ich nach dem Abi einen dreimonatigen Freiwilligendienst am anderen Ende der Welt machen werde, den ich nicht mal selbst finanzieren muss 8) .
    Das ist ein verdammt gutes Gefühl und ich beneide meine Freunde nicht, die noch so gar keinen Plan haben wohin sie nach dem Abi steuern werden. Mir gefällt das Gefühl zu wissen, was ich will und dann mit voller Kraft Richtung Zukunft zu steuern :) .
    Die nächsten Monate werden noch traurig, das ist mir klar. Der Abschied von der Schule wird nicht leicht, gar nicht leicht und doch beginne ich mich langsam auf die Zeit DANACH zu freuen, ohne genau zu wissen, was auf mich zukommt.

    Mein Vater will immer noch nicht realisieren und akzeptieren, dass ich bald nicht mehr da bin. Er macht mir Vorwürfe, beschimpft mich, dann wiederum bettelt er. Dieser Zustand ist schrecklich, er verletzt mich oft mit dem, was er sagt.
    Aber das festigt nur meinen Entschluss.
    Ich werde ans andere Ende Deutschlands ziehen und da endlich Abstand zur kranken Familie haben.
    Andererseits fühle ich mich dann auch "entwurzelt", weil ich nicht weiß wie der Kontakt dann aussehen wird...

    Eine Sache ist nur gut zu wissen: Dass ich immer hier schreiben kann. Das ist eine große Erleichterung für mich!

    Liebe Grüße
    LaChela

    Hallo zusammen =)

    Nachdem es mir in letzter Zeit nicht wirklich gut ging wegen verschiedenen Dingen, die sich einfach verselbstständigt haben (z.B. das Lernen, das fast zur Sucht wurde--> bin zu Beginn der Ferien in ein Loch gefallenn, weil ich einfach nichts zu tun hatte, mit dem ich mich ablenken konnte...), bin ich mal "abgehauen" . Weg von hier, weit weg, neue Dinge sehen, etwas erleben, neue Gesichter...
    Die Bahn hat da so ein tolles Ticket, mit dem man quer durch Deutschland fahren kann zu einem sehr günstigen Preis (hoffentlich ist das jetzt keine Werbung :roll: ). So eins habe ich mir gekauft und los ging's. In verschiedene Bundesländer zu verschiedenen Unis. Muss mir ja mal ansehen, wo es sich so gut studieren lässt :D . Und das habe ich ganz allein gemacht und bin heute Abend wiedergekommen (war vom 2. bis 5. unterwegs) :D .
    Jetzt bin ich doch um einiges schlauer, habe viel gesehen, viele Leute aus verschiedenen Ländern kennen gelernt (danke für deinen Tip mit der Jugendherberge, Lavandula, das war echt gut!!) und einfach meine Gedanken kreisen lassen.
    Ich habe nur das gemacht worauf ich wirklich Lust hatte, ich habe entschieden wann ich etwas mache, wohin ich als nächstes gehe.
    Also alles in allem vier stressfreie Tage, die aber trotzdem ziemlich anstrengend waren :lol: . Es hat gut getan und jetzt geht es mir viel besser, denn mein Kopf ist einigermassen frei.
    Und noch ein Vorteil: Beim Bahn fahren hat man viel Zeit über alles Nachzudenken oder auch einfach nur zu träumen...
    Liebe Grüße
    LaChela

    Hallo Hanabi =)

    Es war nicht ganz so schlimm wie erwartet. Habe mich um zwölf entschlossen schlafen zu gehen, was natürlich nicht geklappt hat. Habe dann noch bis zwei gelesen als es dann an der Tür geklopft hat. Stand echt unter Strom, aber habe mich nicht aus dem Bett gerührt. Meine Mutter hat ihm dann aufgemacht und er ist ins Wohnzimmer, wo er auch übernachtet hat. Ein Wunder- er hat sich nicht übergeben! Aber ich hätte mich keinen Zentimeter aus dem bett bewegt, denn ich merke, dass ich zu schwach für solche Sachen bin. Ich kann das nicht ertragen, das geht nicht. Hatte schon mehrmals eine Panikattacke, als ich ihn so gesehen habe, bei der ich keine Luft mehr bekam und nur noch gezittert habe. Ehrlich, das hat sich angefühlt als würde ich ersticken. War danach auch noch beim Notfallarzt.
    DAS wollte ich gestern nicht nochmal erleben!
    Heute bin ich zu einer Freundin geflüchtet. Das war aber auch nur so mittelmäßig, weil ich einfach merke, dass ihre Familie sich so gut versteht und natürlich kam zwangsläufig die Frage nach Weihnachten auf. Habe ihnen dann den oberflächlichsten Mist erzählt à la "Das Essen war ja so lecker" und "Klar, ich habe schöne Geschenke bekommen". Und dann erzählt mir meine Freundin auch noch wie schön es doch war, dass sie Weihnachten alle beisammen saßen, ganz gemütlich am Kamin, neben dem der Weihnachtsbaum steht, bis spät in die Nacht karten gespielt haben.......
    Das ist jedes Mal wie eine Ohrfeige für mich.

    Hallo lavadula =)

    Das ist gut, dass du mich verstehst, denn ich verstehe mich so oft selbst nicht :):roll: .
    OOOh ja, gestern habe ich gemerkt wie anstrengend das Ignorieren ist! Aber es ist im Moment meine einzige Waffe mit dem Ganzen umzugehen. Von Mittwoch bis Freitag bleibe ich bei einer Freundin, das heißt drei "freie" Tage und Zeit zum Luftholen. Die brauche ich im Moment wirklich, denn ich merke, dass ich an einer Grenze angekommen bin. Die letzten Wochen haben mich geschlaucht, vielleicht habe ich den ganze Abistress und den psychischen Druck einfach unterschätzt. Habe mich völlig aufs Lernen gestürzt, weil es Ablenkung war und nicht gemerkt, dass ich eine Pause brauche.
    Ich überlege es mir gerade doch eine Therapie zu machen, aber ich weiß es nicht...
    Im Moment ist es sehr ruhig hier. Genieße die Ruhe einfach mal und lese ein bisschen. Mein Vater liegt auf dem Sofa und ich habe keine Ahnung, ob er trinkt oder was auch immer (ich glaube aber, dass er sogar mal nicht trinkt, habe nämlich noch nicht das vertraute "Zisch" der Bierflasche gehört --> Jaja, ich weiß, dass das eine kranke Angewohnheit ist, aber nach gestern habe ich das Gefühl wieder ganz am Anfang zu sein...)

    Morgen beginnt das Leben wieder. Die Geschäfte öffnen, es sind wieder mehr Leute auf der Straße. Das ist gut so. Und ich muss unbedingt mal was Anderes sehen...

    Hab mal wieder einen Roman geschrieben :roll:
    Liebe Grüße
    LaChela

    Ich kann mich gerade auf nichts konzentrieren, bzw. mich nicht gut ablenken, deshalb schreibe ich nochmal hier. Habe jetzt die letzten drei Stunden gezeichnet und schonmal eine Skizze für ein neues Ölbild entworfen. Es fällt mir so schwer an etwas anderes zu denken. Die Angst lähmt mich. Aber ich will nicht bei meiner Freundin anrufen, will ihr nicht den letzten Weihnachtsabend verderben...
    Vor einer Stunde war er nochmal hier, um Geld zu holen. Konnte kaum noch gerade gehen. Meine Mutter hat ihm dann gesagt, dass sie ihn verlassen will, wenn er weitertrinken geht. (Das ist so das 10000000 Ultimatum, dass sie ihm gestellt hat :roll: ) Er hat natürlich nur gegrinst und ist wieder davongetorkelt.
    Jetzt habe ich Bauchschmerzen vor Angst :cry:
    Ich hasse ihn so sehr dafür!!!!!!! ICH HASSE IHN ICH HASSE IHN ICH HASSE IHN.
    Und ich habe Angst. Ich will und kann ihn nicht so sehen. Meinen Respekt habe ich schon vollständig verloren.
    Und das Schlimmste ist, dass ich mich trotz allem, was er uns antut, sorge.
    Es tut mir weh ihn zu sehen, weil ich ihn doch auch ganz anders, als Mensch kenne. Nur ist von diesem leider nicht mehr viel übrig.
    Ich merke, dass ich ihn am Liebsten immer noch wachrütteln würde, ganz egal was ich in den letzten Wochen gedacht habe.
    Ja, ich hatte die notwendige Distanz, damit es mir besser gehen konnte, aber kaum nähere ich mich ihm wieder an, stürze ich in ein Loch.
    Sobald ich aufhöre ihn zu ignorieren sind da wieder die Gefühle ihn retten zu müssen, ihm vorzuschreiebn nichts zu trinken, weil es besser für ihn ist.
    Soabld ich wieder sehe wieviel er trinkt, verliere ich die Kontrolle über mich, über meine komplette Gefühlswelt, ja sogar über meinen Körper. Es lähmt mich, innerlich wie auch äußerlich. Deshalb schreibe ich hier. Weil das alles hier und jetzt raus muss. Weil ich sonst ersticke an diesem Gefühl.

    Es ist so paradox. Einerseits würde ich ihn gerne "retten" (zumindest sagt das meine restliche Liebe, die durchaus noch vorhanden ist), andererseits könnte ich ihn dafür umbringen, was er uns antut.

    Nächstes Jahr bin ich hier raus. Dann habe ich Abstand.
    Am Liebsten würde ich meinen Bruder mitnehmen, ich muss aber noch sehen ob das möglich ist. Er ist dann ja noch nicht volljährig. Mal sehen...

    Oh, ich habe gerade einen zweiten Roman verfasst, hab ich gar nicht gemerkt :roll: , es ist so aus mir "rausgesprudelt"...

    Liebe Grüße
    LaChela
    PS: Vielleicht bin ich in ein paar Stunden wieder hier, wer weiß. Immerhin geht es mir jetzt nach dem Schreiben etwas besser.

    Es ist passiert wovor ich die ganze Zeit Angst hatte. Mein Vater ist meinen seinen Saufkollegen losgezogen :evil: . Er hatte vorher schon vier Flaschen Bier beim Essen getrunken. Jetzt habe ich Angst. Ich will nicht, dass er sturzbeso***n nach Hause kommt und alles vollko*** :cry: ICH HASSE DAS. Ich kann den Geruch nicht ab, da könnte ich daneben kot***!!! Bisher war Weihnachten schon fast gemütlich und jetzt macht er wieder alles kaputt. Hatte schon fast geglaubt, meine Angst wäre unbegründet gewesen, aber nein, mein Gefühl hat mich mal wieder nicht getrogen.
    Ich will es nicht ansehen wie er kaum noch die Treppe hochkommt, wahrscheinlich auf dem Weg schonmal reiert und sich dann ein Bad einlässt, nur damit wir auch noch Angst haben müssen, dass er ersäuft. Manchmal wünschte ich, er würde es. Ich habe so eine Wut im Bauch. Sooooooo riesengroß.
    Und diese fiese Grinsen, das er immer drauf hat, wenn er besof*** ist und seine dummen Sprüche, wir sollten uns mal nicht so anstellen, ist ja nicht halb so wild. Klar, für ihn. Schließlich ist das Haus ja auch geputzt, wenn er wieder aufwacht :evil: .
    Und dann die Sprüche, er gehe mit seinen Freunden ja nur ein "Bierchen" oder aber ein "Weinchen" oder aber auch ein Likörchen trinken, sie wollen Karten spielen und sich unterhalten. Ja klar, ich glaube ja auch an den Weihnachtsmann :twisted:
    Ich übertreibe immer, stelle mich viel zu sehr an, mache aus etwas Kleinem immer etwas Großes, ich weiß. Das sollte ich wirklich mal lassen :twisted:

    Glückwunsch, er hat es mal wieder geschafft, mich aus dem Konzept zu bringen, meine Ignorieren-Taktik überfordert. Ich wollte mich unbeeindruckt zeigen, aber reagiere emotional. Super. Und ihn "freut" es. Er grinst und grinst und grinst. Ich hätte ihn schlagen können. stattdessen habe ich ins Kissen gebissen. Er grinst noch immer. Ich sehe die ganze Zeit nur sein SCH**ß GRINSEN. Das macht mich so wütend und tut mir so weh :cry:
    Und jetzt sitze ich hier und warte, dass er wiederkommt in einem sehr sehr schlimmen Zustand.
    Vielleicht kommt er heute nicht mehr, dann warte ich die ganze Nacht und hoffe, dass er nicht mit einer Alkoholvergiftung irgendwo im Gebüsch liegt und erfriert. SCHE***

    :cry:

    (Sorry, das musste gerade raus, sonst wäre ich geplatzt...Wenn ihr nicht alles versteht macht das nicht, denn ich verstehe es ja selbst nicht :roll: )

    Liebe Grüße
    LaChela