Beiträge von LaChela

    Danke, Gotti!
    Gestern hatte ich mal wieder ein sehr guttuendes Gespräch mit der Freundin, der ich erzählt habe, dass mein Vater Alkoholiker ist. Bei ihr fühle ich mich verstanden und das tut unendlich gut. War gestern im Kino und danach noch einen Cocktail (alkoholfrei, musste noch Auto fahren) trinken. Ein sehr schöner Abend also.
    Ja, du hast recht, es gibt wahrscheinlich keine Heile-Welt-Familien, aber immerhin besser funktionierende als meine. Und doch bin ich neidisch.
    Manchmal wünschte ich mir, dass meine Eltern ein bisschen mehr für mich da wären. Mir zuhören, mir zur Seite stehen und mich unterstützen (nicht finanziell, meine ich jetzt, denn das tun sie). Würde mich gerne von ihnen verstanden fühlen und nicht immer in ihren diejenige sein, die "doch eh nur übertreibt".
    Leider ist das nicht so - und eigentlich bin ich ja schon daran gewöhnt, also sollte es normal für mich sein.
    Aber wenn ich von anderen dann höre, wie es bei ihnen ist, und dass sie ja mit ihren Eltern "über alles" reden können, macht mich das traurig und es versetzt mir einen Stich.
    Eigentlich bin ich erwachsen, aber im Moment fühlt es sich noch nicht so sehr danach an. Oder zumindest habe ich mir erwachsen sein nicht so vorgestellt.

    Und dann ist das noch das Problem mit meiner Cousine. Habe hier schonmal berichtet, dass sie Drogen nimmt. Ich weiß jetzt, dass bei ihr im Haus auch verkauft wird und habe sie angezeigt. Wusste mir nicht anders zu helfen, nur weiter zusehen, wie alle anderen wollte ich nicht.
    Habe vorher versucht meine Eltern zu mobilisieren, habe ihnen gesagt, dass wir doch was tun müssen, aber sie wollten keinen "Familienkrieg" heraufbeschwören und meinten zu mir, dass ich nie wieder glücklich werden würde, wenn ich sie anzeige. Den Familienkrieg gibt es sowieso schon, darüber brauche ich mir keine Gedanken zu machen. Der Gedanke mit dem Ganzen allein dazustehen ist da schon schlimmer. Jetzt will noch ein Bekannter Anzeige erstatten, ihm wurde vom Vater meiner Cousine wiederum mit einer Anzeige wegen Verleumdung gedroht. Bisher habe ich nur eine anonyme Anzeige erstattet, die zwar nicht viel bringt, aber namentlich konnte ich mich da echt nicht melden.
    Ich weiß langsam echt nicht mehr weiter. Es gibt so viele Dinge, die mich im Moment belasten und ich stehe damit ganz allein da. Das ist nicht gut. :cry:

    Und dann ist mir heute mal wieder aufgefallen, wie viele Suchtstrukturen es in meiner Familie gibt. Bin heute Mittag meinem Cousin begegnet, der schon ziemlich angetrunken war, meinen Onkel habe ich besucht und er hatte ebenfalls eine "Fahne" (und das um 12:00 mittags, obwohl er noch Auto gefahren ist). Mein anderer Cousin ist adipös (heißt das so? Meine fettsüchtig), mehrere Onkel und Tanten sind Alkoholiker, meine Oma ist Alkohol- und Medikamentenabhängig.
    Ich möchte nicht abhängig werden. Ich werde mich mit aller Kraft dagegen wehren und dafür kämpfen gesund zu bleiben. So ein Sche** "Leben" will ich nicht!!!

    Puhh, das war ganzschön viel.
    Wünsche euch ein schönes Wochenende!
    LaChela

    Huhu Lion =)

    Es ist schön, dass deine Mutter nicht mehr getrunken hat! Und ich hoffe wirklich wirklich, dass das mit der Therapie klappt.
    Sorry, wenn das jetzt pessimistisch klingt, aber ich wurde einfach schon zu oft von meinem Vater enttäuscht. Ich denke, dass wenn deine Mutter erstmal den Schock überwunden hat, sie wieder anfängt. Bitte mach dir nicht so große Hoffnungen, hinterher wirst du wieder enttäuscht. Für mich ist jedes Mal eine Welt zusammengebrochen. Mein Vater hat dieses Jahr schon einen stationären Entzug gestartet, jedoch nicht durchgehalten. Er stand vor der Tür und meinte nur: Ich bin kein Alkoholiker, die Alkoholiker sind ganz anders als ich. Die sind abhängig, aber ich zum Glück nicht.
    Ja klar, und warum trinkt er dann so viel? Vor allem heimlich? Warum verharmlost er alles immer? Genau, weil er einfach kein Problem haben WILL. Der Arzt hat ihm schon gesagt, dass nicht mehr viel zu einer Leberzirrhose (oder wie das auch heißt) fehlt. Aber wie gesagt, mein Vater jat kein Problem.

    Vielleicht klappt es bei deiner Mutter ja auch, aber das wichtigste ist, dass DU aus dem Teufelskreis rauskommst. Das sollte deine Priorität sein. Alles andere kann nur deine Mutter entscheiden.
    Versuche doch mal was schönes zu unternehmen, dich abzulenken und versuche wieder deine Bedürfnisse wahrzunehmen und nicht dein ganzes Denken und handeln um deine Mutter kreisen zu lassen.
    Für mich war es ein hartes Stück "Arbeit" meinen Vater links liegen zu lassen und ihm seine Verantwortung für sich selbst zurückzugeben. Ganz kann ich es immer noch nicht. Aber immerhin ist meine Laune nicht mehr von seinem Promillestand abhängig.

    Liebe Grüße und ich hoffe, dass du dich dieses Wochenende ein bisschen erholen kannst!
    LaChela

    Hallo Linde =)

    Das was du schreibst klingt einleuchtend, aber ich weiß leider nicht genau, was mcih so sehr "anspannt". Kann es der Druck vor dem Abi sein? Falscher Ehrgeiz vielleicht? Mir kommt es so vor, als könnte ich den Stress gar nicht abstellen, als würde er ewig weitergehen, ich sehe kein Land. Und die Zeit, in der ich mich entspannen sollte, also in den Ferien, macht mir Angst.

    Leider kann ich Weihnachten nichts mit Freunden machen. Die haben alle ihre heile-Welt-Familie, in der sich alle immer ganz besonders auf diesen Tag freuen und an dem sich niemand streitet und alle glücklich sind. Und sowieso ist Weihnachten immer ganz toll -.-
    Ich gebe es offen zu: Ja, ich bin eifersüchtig, nein richtig neidisch, zu gerne würde ich Weihnachten auch so verbringen.
    Sooo schlimm wird es schon nicht rede ich mir immer wieder ein. Bisher habe ich es auch immer überstanden und manchmal war es wirklich schön. Früher, als ich noch Kind war, war er manchmal sogar noch zur Bescherung fast nüchtern. In den letzten Jahren hatte er schon eine oder mehrere Flaschen Wein intus. Und dann wird glückliche Familie gespielt, wie sehr mich das anko***!!!

    Liebe Grüße,
    LaChela

    Hey Lion =)

    Kann gut verstehen, dass du nach dem Sonntag nicht in der Lage warst die LK-Klausur zu schreiben...

    Hab noch eine Frage an dich. Warum hat sich deine Mutter für eine ambulante Therapie entschieden? Hast du sie dazu überredet? Bei ihr wäre doch sicher eine stationäre Therapie viel sinnvoller. Benutzt sie die Therapie vielleicht nur so als Deckmantel, um dir zu demonstrieren, dass sie es besser machen will? Irgendwie kommt es mir so vor...

    Viele liebe Grüße
    LaChela
    (die jetzte endlich alle Klausuren für dieses jahr hinter sich hat :D )

    Lavandula: Ich versuche ja immer auf meinen Körper zu achten, aber es gelingt mir in Stressphasen einfach nicht...Hast du da vielleicht einen Tip für mich? Ich denke mir immer z. B. "Iss langsam", aber dann bleibe ich trotzdem hektisch und voller Anspannung. Wackel in letzter Zeit auch immer mit einem Fuß, wen ich sitze oder tippe mit einem Stift auf den Tisch. ich glaube, dass das alles Anzeichen von Nervosität sind. Ach ja, mein Auge zuckt auch noch immer, total nervig...

    Liebe Grüße
    LaChela

    Hallo :D

    Heute war es ganz ähnlich wie gestern, hatte zwar nicht ganz soviel Stress, aber hab ihn mir dann doch selber noch irgendwie geschaffen :roll: .
    Müsste jetzt auch noch eigentlich Hausaufgaben machen, aber ich fühle mich totmüüüüüüüüüde...
    Hoffentlich schaffe ich es heute mal ein bisschen eher zu schlafen. In letzter Zeit habe ich wirklich Schlafstörungen, das hatte ich in dieser Form noch nie. Ich lieger abends mindestens eineinhalb Stunden im Bett, wälze mich von einer Seite auf die andere, aber schlafe nicht ein. Und dann wache ich morgens, meist nach einem Alptraum völlig gerädert auf. Frage mich woher das kommt. Eigentlich will ich einfach nur Ruhe haben, aber es ist einfach keine Ruhe in Sicht. Das Wochenende muss ich arbeiten und dann kommt schon die nächste Woche... Und vor den Ferien habe ich ein bisschen Angst. Weihnachten ist mein Vater meist unausstehlich, denn dann bekommt er immer noch Probleme mit seiner Familie, trinkt mehr und will bemitleidet werden. Hoffentlich ruiniert er nicht wiedermal Heiligabend :cry: .
    Dafür hasse ich ihn dann wirklich :evil:
    Liebe Grüße
    LaChela

    Hab mal wieder länger nicht hier geschrieben. Das liegt zum Einen daran, dass ich sehr biel Stress um die Ohren habe (gehe zusätzlich zur Schule noch ca. 10 Stunden pro Woche arbeiten) aber zum anderen auch deshalb weil es mir in den letzten Tagen recht gut ging :D .
    Ich bin ein Arbeitstier, vielleicht ein workaholic? Wenn ich arbeite geht es mir gut. Aber ist das nicht auch gefährlich? Ich merke, dass ich nicht so sehr auf meinen Körper achte, wenn ich Stress habe. Dann esse ich halt nichts, merke das Magenknurren nichtmal. Ich schlafe auch recht schlecht, kann nie einschlafen und habe oft Alpträume. Manchmal denke ich, dass Arbeit auch nur eine Flucht für mich ist.
    Ich glaube, dass ich viele Gefühle durch arbeiten unterdrücke, nicht nur Hunger, sondern auch Traurigkeit. Hatte heute neun Stunden Schule, habe eine Stunde Hausaufgaben gemacht und war dann noch drei Stunden Nachhilfe geben. Das war anstrengend!! Jetzt fühle ich mich gerädert und will nur noch schlafen.

    Kann man ein Burn out Syndrom bekommen, obwohl man Spaß an seiner Arbeit hat? Mhh, das stimmt mich gerade ein bisschen nachdenklich.
    Liebe Grüße
    LaChela

    Hey Lion =)

    wie geht es dir heute? Ich habe mich gerade echt gefragt, wie du bei so viel Stress mit deiner Ma überhaupt die Schule schaffen kannst :shock: ! Der psychische Druck muss echt ungeheuer groß sein,dass wieder etwas passieren könnte, wenn deine Mutter sich schon mehrmals umbringen wollte.
    Ich bewundere deine Stärke, wirklich.

    Ich lasse Dir einfach mal liebe Grüße da =)
    LaChela

    PS: Setz deinen Entschluss in die Tat um, geh zu deinem Vater, damit du endlich, wenn auch nur vorübergehend aus diesem Schlamassel rauskommst. Du kannst den Teufelskreis durchbrechen, du musst nur anfangen. Wenn du einmal angefangen hast, ergibt sich Vieles von selber, und das meiste fällt dir etwas leichter! (Ich spreche da aus Erfahrung :wink: ) Aller Anfang ist schwer, aber denk auch daran, dass du "danach" wieder ein richtiges LEBEN haben könntest!

    Hey Chrissi =)

    Mit frei meinte ich auch eher, dass sie trotz allem ja immer noch die theoretische Möglichkeit hat aufzuhören mit dem Trinken. Und damit ist sie auch dafür verantwortlich, wenn sie weitertrinkt,denn es ist ihre Entscheidung nichts zu ändern. Hoffe du verstehst jetzt, was ich meine (Ich drück mich heute ein bisschen kompliziert aus :roll: )
    Du kannst sie nur unterstützen, wenn sie sich endlich dazu entschließt Unterstützung anzunehmen, und das bedeutet mit dem Trinken aufzuhören.

    Ich find's toll, dass wir den gleichen Traum haben :) . Ich würde auch wahnsinnig gerne drei Fächer unterrichten, im Moment kann ich mich noch nicht entscheiden mit welchen ich anfangen will. Bei mir stehen zur Auswahl: Philosophie, Spanisch, Französisch und Musik. Bei Musik ist da das "kleine" Hindernis der Aufnahmeprüfung... Welche Instrumente spielst du denn?
    Ich möchte, wenn ich dann mal irgendwann fertig bin auch eine Fortbildung als Drogenberatungslehrerin machen. Ich denke, wenn man selbst aus einer suchtkranken Familie kommt, kann man die Probleme anderer viel besser verstehen. Irgendwann werde ich auch mal so viel Distanz von zu Hause haben, dass ich bestimmt ganz anders über alles denken kann. Zumindest wünsche ich mir das.

    Liebe Grüße
    LaChela

    Hey Chrissie =)

    Hab dir schon in nem anderen Thread geschrieben, antworte dir hier jetzt auch nochmal.
    Ich kann deine Angst vor Weihnachten, bzw. deine Traurigkeit gut nachvollziehen. Bei mir ist es nicht ganz so, denn nur mein Vater ist Alkoholiker. Trotzdem ist es in der Weihnachtszeit meist am schlimmsten. Es gibt so viele Anlässe, an denen getrunken wird und in den letzten Jahren bin ich immer wieder eingeschritten, wenn mein Vater sich mal wieder danebenbenahm. Ich erinner mich an ein Heiligabend, an dem er betrunken war. Meine Mama, mein Bruder und ich wollten einfach mal friedlich beieinander sitzen, aber er hat das ganze komplett zerstört. Saß da uns hat gesoffen, eine Flasche Wein, dann die nächste. Irgendwann lag er dann auf dem Boden und hat irgendwas gefaselt, wie arm er ist und wie wenig wir uns um ihn kümmern. Frohe Weihnachten!
    Oder einmal habe ich ihn von einer Weihnachtsfeier abgeholt. Da war er stockbesoffen. Hat dann zu Hause alles vollgeko***.
    Dieses Jahr im März hat mein Onkel seinen Geburtstag gefeiert. Mein Vater hatte schon relativ getrunken, da kam meine Tante und hat ihm irgendnen Schnaps angeboten. Ich wusste, dass wenn er die jetzt auch noch trinkt zu Hause wieder alles vollko***. Ich bin dermaßen in Panik geraten, dass ich keine Luft mehr bekam und nichts mehr gesehen habe. Mein Onkel musste sogar mit mir zum Arzt fahren. Toller Tag, wirklich.

    Irgendwann habe ich dann angefangen hier mitzulesen, erst selten dann öfter und dann habe ich mich hier angemeldet. Das war eine enorme Überwindung für mich, aber es hilft hier zu schreiben!
    Habe hier wirklich gelernt, dass ich trotz allem ein eigenes Leben haben kann. Du hast in dem anderen Thread geschrieben, dass dein Freund gerne mit dir Silvester feiern würde. Wieso machst du das dann nicht? Genießt einfach den Abend/die Nacht? Überleg mal, deine Mutter betrinkt sich doch wahrscheinlich sowieso, egal ob du daneben sitzt oder nicht. Du kannst also daran nichts ändern, aber du kannst wenigstens versuchen das beste für Dich daraus zu machen.
    Wie sieht es denn in der Familie deines Freundes aus? Hättest du nicht vielleicht die Möglichkeit einen Weihnachtstag bei ihm zu verbringen?
    Liebe Grüße
    LaChela

    Hallo Chrissie =)

    Ich würde auch niemals behaupten, dass es leicht ist, "einfach so" den Kontakt abzubrechen, aber wenn der Umgang mit deiner Mutter dir das Leben schwer macht, bzw. dir wirklich schadet, ist das manchmal die einzige Möglichkeit. Sonst kannst du auch nie richtig leben und zählst in ein paar Jahren an Silvester DEINE verlorenen Jahre.
    Natürlich ist es verständlich, dass du deine Mutter schützen willst, auch vor deinem Stiefvater. Doch eigentlich sollten sich in unserem Alter unsere Eltern doch noch um UNS kümmern und nicht umgekehrt, oder?
    Das mag jetzt vielleicht hart klingen, aber theoretisch ist deine Mutter ein freier Mensch. Sie könnte aufhören zu trinken und sie könnte sich auch von deinem gewalttätigen Stiefvater trennen. Ich weiß, dass das alles andere als leicht ist, aber es wäre MÖGLICH, wenn sie es nur wollte. Du kannst sie nicht dazu bringen, da hilft es auch nicht, wenn du Silvester mit ihr zu Hause bleibst.
    Worauf hast DU denn Lust an Silvester? Was würdest du gerne tun?

    Welches Lehramt möchtest du studieren? Habe nämlich das gleiche vor. Ich möchte Gymnasiallehrerin werden :D

    Liebe Grüße
    LaChela

    Na dann wünsche ich Dir alles Beste für Donnerstag :) !
    Ich kenne die Angst, ist bei mir ähnlich. Früher habe ich immer versucht herauszufinden wie hoch der Pegel wohl ist, indem ich ihn mir genau angeschaut habe. Heute sitze ich abends in meinem Zimmer, höre Musik und lese.
    Habe ganz lange keine Musik in meinem Zimmer gehört, damit ich höre wenn er sich eine Bierflasche öffnet und weiß wieviel er ungefähr trinkt.
    Zum Glück ist das jetzt vorbei!!
    Warum versteht deine Freundin das denn nicht, bzw. was versteht sie nicht? Deine Angst, oder dass deine Mutter ein ernsthaftes Problem hat? Oder beides? Naja, wenn sie wirklich aus einer "HeileWeltFamilie" kommt, kann ich mir schon denken, dass sie es nicht verstehen kann.
    Aber was mich immer so nervt ist, wenn manche Leute sagen: "Ach, nur weil man abends immer sein Feierabendbierchen braucht ist man doch noch lange kein Alkoholiker." Bei meinem Vater hat es genau so angefangen! Heute ein Bierchen, morgen zwei, übermorgen drei... Es wird einfach viel zu sehr verharmlost! Und keiner versteht dann, warum man solche Angst hat und warum man sich so viele Sorgen macht.

    Ich möchte meinen richtigen Namen nicht verraten, aber ich kann dir sagen, dass ich in NRW wohne :) .

    Ich kann Bio gar nicht!!! Englisch kann ich einfach nur ganz gut, mag es aber auch nicht besonders... (Kann auch am Lehrer liegen, der wirklich nicht so sehr der Typ Mensch ist, mit dem ich mich gut verstehe...

    Habe heute gelernt und bin ganz stolz auf mich, dass ich soviel Disziplin hatte das durchzuziehen :) .

    Liebe Grüße
    LaChela

    Hallo Kim =)

    Schön, dass du mal "bei mir" vorbeigeschaut hast :D .
    Ich muss sagen, dass ich lange nicht so stark bin wie ich gerne wäre :) , aber vielleicht habe ich schon einen großen Schritt gemacht. Es gibt immer wieder Tage, da plagt mich mein schlechtes Gewissen, weil ich nichts für meinen Vater tue. Dann bekomme ich hier die Bestätigung, dass ich nichts tun kann und mir geht es besser. Ich glaube allein kann man sich nie aus so einer Situation befreien. Habe mich vor ein paar Monaten einer Freundin anvertraut mit der ich jetzt immer wenn es mal wieder unerträglich für mich wird reden kann. Das war eine riiiiiiiiiiesen Überwindung für mich!!! Aber es hat sich gelohnt. Eine Lehrerin hat mir zudem empfohlen mir psychologische Hilfe zu nehmen (sie kennt nicht die ganze Geschichte, weiß nur etwas von schwierigen Familienvehältnissen..) aber bisher konnte ich mich nicht dazu überwinden. Im Moment habe ich das Gefühl es auch ganz gut "so" hinzubekommen. Fühle mich tatsächlich stärker als noch vor ein paar Monaten.
    Ich wünsche Dir, dass es bei Dir auch so wird! Kann auch verstehen, wenn du dich niemandem von deinen Freunden anvetrauen willst, diese Bilderbuchfamilien kenne ich auch!! Wie du es sagst, manchmal ist es am besten mit einer neutralen Person zu sprechen. Die zeigt einem dann die Dinge aus einem ganz anderen Blickwinkel, ganz einfach weil sie eine viel größere Distanz zu unseren Problemen hat.

    Habe übrigens Englisch und Spanisch als LK. Und du? Bist du in der 12 oder in der 13? Oder hast du schon G8 und bist in der 11
    :lol: ?

    Liebe Grüße
    LaChela

    Hallo Linde, hallo lavandula =)

    Zitat

    "Wer will findet Wege, wer nicht will sucht Gründe..."

    Unglaublich, dieser Satz trifft wirklich den Punkt!! Ich hoffe für mich selber, dass ich immer Wege finden werde, denn ich ertappe mich doch des Öfteren dabei nach Gründen zu suchen...
    Nur ein Beispiel: Habe bis vor einem Jahr noch jede Menge Gründe dafür gehabt warum ich nach dem Abi nicht ausziehen kann. Mein Bruder, den ich alllein lasse, meinen Vater, den ich dann nicht mehr kontrollieren kann und natürlich die lieben Finanzen. Dann habe ich mir einen Ruck gegeben und Bewerbungen geschrieben. Habe sogar eine Zusage erhalten - somit wäre die finanzielle Sorge schonmal erledigt gewesen. Also habe ich doch einen Weg gefunden.
    Letztendlich habe ich mich wieder anders entschieden, dem Angebot
    abgesagt (ich konnte mich einfach nicht mit dem Gedanken anfreunden im Finanzamt zu enden...) und mich dazu entschlossen meinen Traum zu verwirklichen: ein Lehramtsstudium. Und jetzt stehe ich wieder vor dem Problem einen Weg zu finden, aber ich bin mir sicher, dass es irgendwie klappen wird (wozu gibt es Bafög??). Dann jobbe ich eben neben dem Studium, irgendwie geht das schon alles.
    Ja, nach langer Zeit bin ich mal wieder optimistisch :D


    Zitat


    Hallo LaChela,

    Deine Beiträge erinnern mich immer an mich in Deinem Altern Smilie

    Oh, ich muss sagen, dass mir das irgendwie schmeichelt :lol: . Du kommst mir immer so mmhh...wie soll ich sagen, so stark, so weise, nein eigentlcih alles nicht die richtigen Ausdrücke, vor. Man könnte sagen, dass du eine Art Vorbildfunktion hast. (Und das, obwohl ich dich nur von deinen Beiträgen hier kenne...Ich hoffe, du verstehst was ich meine...)

    Liebe Grüße
    LaChela

    oh, hab gerade erst deinen ganzen Beitrag gelesen.
    Das klingt alles gar nicht gut. Hol dir bitte ganz schnell Hilfe!! Deine Situation scheint wirklich schon jegliche Grenzen überschritten zu haben. Du musst jetzt versuchen diesen Teufelskreis zu durchbrechen, auch wenn das super schwer ist. Bitte versuche es!!! Geh zu einer Beratungststelle, zu einer Freundin, zu einer Person der du vertraust - Du wirst sehen, dass es guttut :wink:
    Ganz liebe Grüße
    LaChela

    PS: Habe auch einen Hund, den ich über alles liebe :P

    Hallo Kim =)

    Ja, hab ich leider, ich glaube sonst wäre ich nicht hier. Mein Vater ist abhängig. Es geht mal bergauf, mal bergab, in letzter Zeit ignoriere ich eher was er tut. Damit geht es mir einfach besser als wenn ich ständig kontrollieren würde wieviel er trinkt, was er trinkt und mit wem. Und vor allem wo er seine Verstecke hat. Das habe ich viele Jahre getan. Mir war gar nicht bewusst, wie sehr ich selber auch abhängig war.
    Mit ganz viel Disziplin habe ich es nun geschafft mich von ihm zu distanzieren. Emotional meine ich, denn ich wohne noch bei meinen Eltern. In den letzten Monaten habe ich sehr stark an mir gearbeitet, nicht mehr kontrolliert und wieder mehr mit Freunden unternommen. Bin ihm immer aus dem Weg gegangen, wenn er getrunken hat. Auch wenn das jetzt egoistisch klingt: Mir geht es so besser. Ich habe eingesehen, dass ich nichts für ihn tun kann, wenn er nicht will.
    Einen abgebrochenen Entzug hat er auch schon hinter sich. Den Abbruch hat er damit begründet, dass er zu der Erkenntnis gekommen waäre, dass er ja gar kein Problem habe, sondern, dass "die Alkoholiker" ja nun wirklich ganz anders ticken würde. Das hat er mir gesagt und gleichzeitig mit der Hand in den Kühlschrank gegriffen, um sich ein "Bierchen" rauszuholen. Denn ein Bier am Tag soll ja gesund sein :roll: (Dass es nicht bei einem Bier bleibt, scheint egal zu sein...)

    Ok, soviel zu meiner Situation, kannst ja mal in meinem Thread vorbeischauen, wenn du Lust hast :wink:

    Danke für die gute Idee, Linde :D
    Jetzt muss mir nur noch etwas Passendes einfallen. Etwas verbrennen möchte ich nicht unbedingt, denn ich sage immer scherzhaft, wenn eine Klausur nicht gut war, dass meine Lehrer sie sofort verbrennen können (ohne dass ich die Note vorher sehe... :wink: ). Deshalb ist das zu negativ für mich...
    Ich glaube, ich schreibe mal so eine E-mail an mich selbst, die mir dann in ein paar Jahren zugesendet wird. Kennt ihr das? Das wird sicherlich interessant, nur muss ich daran denken, meine Adresse nicht zu ändern.
    Vielleicht lache ich in ein paar jahren über meine jetzigen Ängste und Sorgen.

    Ich verstehe mich selbst nicht: Jahrelang denke ich: Nur noch x Jahre, dann habe ich Abi und kann ausziehen.
    Jetzt sind es nur noch 5 Monate und ich werde fast verrückt. Es ist so eine Art Sehnsucht. In der Schule habe ich so viel Hilfe und Unterstützung erfahren, von Lehrern und Freunden. Und jetzt ist das alles vorbei? Alles, wofür ich 13 Jahre lang gelebtz habe, soll nun zu Ende sein?? Im Grunde hat die Schule meinem Leben bisher den Sinn gegeben. Jetzt muss ich diesen irgendwie selber finden oder definieren...

    Liebe Grüße
    LaChela

    Hallo zusammen=)

    Dieses Zitat erinnert mich an etwas:

    Zitat

    ch denke, es ist nicht so leicht, nur durch seine Gedanken, durch das Glauben an das Gute sein Leben selbst auch besser zu gestalten. Da gibt es so viele Faktoren, die es einem manchmal schwer machen

    Habe ich vor ca. einem jahr im Philosophie-Unterricht gehabt: Sartre.
    Er sagt, dass jeder selbst für seine Taten und für das, was man ist verantwortlich ist. Jeder hat die Freiheit, das aus sich zu machen, was man gerne wäre. Wir müssen uns selbst "definieren".
    Die anderen haben darauf keinen Einfluss, es liegt ganz bei uns zu wem wir uns machen.
    Sartre sagt also, dass der Feigling sich selbst zum Feigling macht und der Held sich selbst zum Held. Es gibt keine angeborene Feigheit. Man kann nur zu "faul" sein sich von dieser zu befreien. Genauso wird auch kein Held geboren.
    Er hat sich ganz allein durch seine Taten zum Held gemacht.
    Es liegt also an uns, ob wir ein Held oder ein Feigling sein wollen!

    Ich finde diese Theorie seeeeehr tröstlich, denn sie räumt doch jedem die Möglichkeit ein, sein Leben so zu gestalten, wie man es möchte. Nach Sartre sind die Faktoren, die es einem manchmal schwer machen, also nichts als Vorwände uns aus unserer Situation zu befreien und uns selbts zu "definieren"-als Held oder als Feigling oder als was auch immer.

    Vielleicht könnt ihr dieser Theorie ja auch etwas gutes abgewinnen.
    (Und sollte ich hier Sartre irgendwie missverstanden haben, so bitte ich euch mich zu verbessern. Habe schließlich (noch) nicht Philosophie studiert :wink: )

    Liebe Grüße
    LaChela

    Hallo Kim =)

    Habe gerade festgestellt, dass wir ungefähr gleich alt sind und da wollte ich dir mal schreiben :wink: .
    Ich habe zwar leider keinen tollen Tip für dich, wollte dir aber einfach mal sagen, dass ich es schrecklich finde in welcher Situation du dich gerade befindest. Trotzdem bist du unglaublich stark. Bewundere dich dafür. Ich schicke dir einfach mal ganz viel Kraft!!

    Liebe Grüße
    LaChela

    Hey Lala =)

    Zitat

    wie geht ihr mit eurem kranken elternteil um? sprecht ihr sie oft auf das problem an?

    Das habe ich mich auch sooo oft gefragt. Am Anfang habe ich an die Vernunft meines Vater appelliert, was natürlich nicht geklappt hat.Als ich das realisiert habe, habe ich ihn angeschrien, worüber er gelacht hat und nur meinte, ich sollte mal nicht übertreiben. Dann wollte ich ihn "erpressen", indem ich ihm gesagt hab, dass ich wenn er auch nur noch einmal trinkt, die Schule abbrechen würde.
    Natürlich hat er weitergetrunken (und ich bin dann zum Glück auch weiter zur Schule gegangen :lol: ). Die tagtägliche Konfrontation mit ihm hat mich fast in den Wahnsinn getrieben...
    Irgendwann habe ich mich dann dazu entschlossen, mit Hilfe hier aus dem Forum, wo ich mich immer ausheulen konnte, ihn immer zu ignorieren, wenn er getrunken hat. Bin ihm dann so gut es ging aus dem weg gegangen. Habe seitdem viele Tage und vor allem Abende in meinem Zimmer verbracht. Das war aber immer noch besser als den Sch*** unten mitzubekommen.

    Ich gehe dem Ganzen aus dem Weg. Man kann es als "wegrennen" bezeichnen, aber für mich ist es die einzige Möglichkeit "gesund" zu bleiben und nicht irgendwie depressiv zu werden...

    Lange Rede, kurzer Sinn: Es bringt nichts den Alkoholiker immer auf sein Problem anzusprechen, das schadet dir selber, weil daraus ja meist Streit oder so entsteht. Ich würde deinem Vater vielleicht sagen, dass du ihm zur Seite stehst, sollte er sich für ein trockenes Leben entscheiden. Aber wenn er dies nicht tut, würde ich aus Selbstschutz den Kontakt erstmal gering halten.

    Ich weiß noch nicht, wie es bei mir nächstes Jahr wird, wenn ich ausziehe, wie der Kontakt dann aussehen wird, aber ich denke, dass ich ihm es so oder so ähnlich sagen werde.

    Liebe Grüße
    LaChela