Beiträge von frau

    hallo illi!

    ich bin ein absoluter frischling was dieses thema angeht.
    ich kann dir aber gerne schreiben wie es bei uns war.
    nachdem mein mann sein problem für sich angenommen hat haben wir eine frist ausgemacht bis wann er beim arzt war. der hat dann alles weitere in die wege geleitet. das war für uns der richtige weg.
    du kannst dich auch an die suchtberatung wenden. ist sowieso sinnvoll.

    viel kraft und liebe grüße frau

    hallo schorni und alle anderen!

    es haben sich nun ein paar neue aspekte ergeben und ich muß ersteinmal in meinem kämmerlein darüber brüten. ich werte es ersteinmal positiv und bin optimistisch das der entzug erfolgreich sein wird.
    ihr habt recht wenn ihr sagt das ich es auf mich zukommenlassen soll. es gibt soviele dinge die nicht vorhersehbar sind aber in der situation hatte ich tausend gedanken und habe mich im kreis gedreht. ihr habt mir geholfen mich ein bischen zu sortieren. danke dafür!

    ich möchte auch allen angehörigen mut machen nicht den mund zu halten und streitereien nicht aus dem weg zu gehen oder für sich konsequenzen zu ziehen.
    es hört sich ein bischen so an als ob wir übern berg sind aber das sind wir noch lange nicht. der unterschied ist aber das ich nun meinen weg kenne und ihn konsquent gehen werde.
    nach vielen lesen bin ich zu der überzeugung gekommen das ich nicht oder nur minimal co-abhängig bin. das ist eine große erleichterung für mich. ich hoffe das ich mit meiner einschätzung richtig liege.

    noch einmal liebe grüße an alle und ich wünsche das jeder soviel kraft aufbringt wie er braucht. frau

    hallo!

    danke für eure antworten.

    also, mein mann bleibt fast zwei monate in der klinik. es werden wohl viele gruppen/einzellgespräche geführt. ich hoffe das er dort viel aufarbeiten kann. er hatte eine "bescheidene" kindheit mit gewalttätiger mutter und alkoholiker stiefvater. als wir uns kennenlernten war er sehr klar in seiner lebenseinstellung und lebte sehr gesund viel sport usw. vieleicht hat ihn seine kindheit eingeholt als er selber vater wurde. ich weiß es nicht.

    ja! mein leben hat sich durch den alk.schon verändert. eigentlich ist es eher eine innerliche veränderung in mir. ich habe all meine kraft gebraucht um den tag einigermaßen zu überstehen.
    mein mann hat mal bemängelt, das ich nicht so fröhlich bin und mein lachen verloren hätte (wat`n wunder)
    ich hatte einfach keine ruhe wenn er mit den kindern aleine zuhause war was ja zwangsläufig oft der fall war.

    nach außen hin hat der alk. bei mir nicht viel verändert. es ist schon vorgekommen das wir irgentwelche veranstaltungen kurzfristig nicht besucht haben weil er alkoholisiert war und ich so nicht mit ihm wegfahren wollte. teilweise bin ich auch ohne meinen mann mit den kindern zu familienfeiern gegangen. einmal habe ich ein grillen mit freunden bei uns kurzfristig abgesagt. ich hatte es vorher angkündigt das wenn er an dem tag alkoholisiert ist, ich es mit der nennung des grundes absagen werde. das habe ich dann auch gemacht und er war stocksauer.
    er hatte teilweise auch die verantwortung für elternabende usw und er mußte die kleine an bestimmten tagen vom kiga abholen. eigentlich war er für den kompletten haushalt zuständig und für die versorgung unserer tiere. zum schluss hat er die tiere noch auf die reihe bekommen aber alles andere nicht.
    es kann auch sein das ich die situation am beginn noch beschönigt habe.
    ich habe die erfahrung gemacht das freunde/familie
    eher das gefühl hatten das nur ich das problem habe. ich sollte mich mann nicht so anstellen und das ganze doch viel locker sehen und es währe ja nichts dabei usw. soviel dazu.

    ich merke das es mir guttut darüber zu schreiben und meine gedanken in worte zu fassen.

    danke fürs zuhören "zulesen" liebe grüße frau

    hallo schorni!

    vielen dank für deine antwort.
    ja! er ist nun sta. in einer fachklinik für entzugsbehandlungen.

    vieleicht brauche ich einfach den austausch mit menschen die das durchgemacht haben und ich habe auch ein bischen bedenken (angst)
    wie es hinterher sein wird.
    es gibt nicht viele menschen mit denen ich darüber reden kann und wenn dann kommen zum teil ratschläge die von meinem verständniss völlig daneben sind z.b. es könnte ruhig alkohol im haus sein weil wenn er trinken wollte würde er es sowieso tun.

    ich brauche auch immer etwas zeit zum nachdenken deshalb wüßte ich gerne was auf mich zukommt.
    da ich frau bin und keine exfrau werden möchte (wenn es eben geht )möchte ich auch möglichst sachlich rangehen. vieleicht baue ich auf diesem wege auch etwas von meinem frust ab.
    ich möchte auch herausfinden in wie weit ich co-abhängig bin und ich möchte mich nicht länger in einer " negativschleife" befinden.

    liebe grüße frau

    Hallo!
    das Forum ist toll und ich habe großen Respekt vor allen Alkoholikern die den Absprung schaffen und ihr Leben wieder selbst in die Hand nehmen.

    Nun zu meinen vielen Fragen. Ich bin eine Angehörige und mein Mann ist
    seit einer Woche im Entzug bzw in Therapie.
    Es ist sein erster Entzug und ich hoffe natürlich das es auch sein lezter sein wird.
    Wie es dazu gekommen ist kann ich nicht einmal sagen. Es hat uns (oder mich) irgentwann völlig überrollt.
    Klar habe ich gemeckert wenn er mal zuviel getrunken hatte aber bis dahin war alles noch im Rahmen (dachte ich) Es wurde mir vor ca 3 Jahren
    klar das er ein Problem damit hat da fing er an den Alkohol zu verstecken.
    Es folgten immer wieder Streitigkeiten um Alkoholkonsum. Mit seinem Verhalten ging es uns allen schlecht. Er fühlte sich wohl unverstanden und
    ich war fix und fertig. Die größere Tochter bekam von den Streitigkeiten viel mit obwohl wir es in der Situation nicht wahrgenommen haben.
    Es kam zu häufigeren Arbeitsplatzverlust. Wir sind auf zwei Gehälter angewiesen. Aus der Not der Arbeitslosigkeit wurde er Hausmann und ich war viel unterwegs. Das ging natürlich voll in die Hose und ich kroch auf dem Zahnfleisch. Die vergangenen zwei monaten waren die Hölle und endeten in einer Fachklinik. Ich glaube wir hätten es keinen Tag länger ausgehalten.
    Nun mache ich mir etwas Sorgen wie es hinterher aussehen wird. es ist mir klar das das größte Päckchen Arbeit nach der Entlassung auf meinen Mann und auch auf mich zukommt.
    Welche Selbsthilfegruppe ist zu empfehlen?
    Wie gehe ich mit meinem Mann um? d.h. darf ich oder muß ich weiterhin
    "Härte" zeigen?
    Wie kann ich meinem Mann helfen keinen Rückfall zu bekommen? (Wohnung usw Alkoholfrei zu halten ist klar)
    Wie gehe ich richtig mit Stimmungsschwankungen um?

    Ein bischen Sorge macht mir auch der Angehörigentag weil ich nicht weiß
    was mich erwartet.

    Ich weiß das Wunder meist etwas länger dauern aber irgentwie hoffe ich auch das nach dem Entzug alles wieder in Ordnung sein wird (etwas blauäugig?????)

    Vieleicht hat ja jemand von Euch Antworten auf meine Fragen.

    Vielen Dank schon einmal im voraus und viele Grüße an alle. frau