Danke,
vor allem wg. den Tipps zu den Entspannungstechniken.
Muss mich da allerdings wirklich reinhängen und brauche dazu, glaube ich, auch eine gute Anleitung.
So, jetzt mein erster Zitierversuch:
Zitat
kopfarbeit verbrennt zucker, viel zucker, evtl hilft es dir ja schon schokolade und süßes obst zu essen. auf jeden fall solltest du darauf achten das du ne weile mehr zucker zu dir nimmst.
Das war eine ausgesprochen wichtige und interessante Info:
Ich habe vor meinem Entzug, schon als Kind, praktisch keinen Süßkram gegessen. Bei Geburtstagskuchen habe ich fast immer abgelehnt, ich mochte einfach nichts Süßes.
Nach der Entgiftung hatte ich ungewöhnlichen Appetit auf Süßes und habe zunächst fast jeden Tag ein Eis gegessen. Nun nimm ich die Blutdrucktabletten nicht aus Spaß, sondern hab natürlich alle Risikofaktoren (ehem. Alk, Nikotin und Übergewicht). Und nun kommt meine liebe Gattin ins Spiel, die ständig versucht, aus mir einen Hungerhaken zu machen. Sie hat mitgekriegt, dass ich sogar einmal Schokolade gegessen habe (früher absolut undenkbar, habe ich immer liegen gelassen). Nun habe ich erstmal wieder schweren Herzens (unbeabsichtigter Wortwitz) mit dem Eis aufgehört. Die beste Lösung wäre wahrscheinlich Sport + Süßes, hiervon rät mir der Arzt aber wg. der hohen Druckwerte ab. Weiß noch nicht, wie ich jetzt weitermachen soll, setzte immer noch Hoffnung in eine Medi-Umstellung.
Es ist jetzt kurz nach 14.00 Uhr und ich bin zuhause (offiziell bei einem Außentermin). Krieg tatsächlich nichts gebacken.
Zitat
Jo, das sind Eingangsbeiträge, wie ich sie liebe.
Ich habe noch nicht einmal "muh" oder "mäh" gesagt und darf mich schon belehren lassen, was ich gefälligst nicht zu antworten habe.
Jo, das sind Leute, wie ich sie liebe. Zwei einfache Bitten als Belehrung auffassen. Ich wurde nunmal
1. durch andere Beiträge dieses Forums
2. in der Entgiftungsstation
3. bei der Sozialarbeiterin der Klinik
4. bei der Ärztin der Klinik
5. in der SHG (zum Glück nicht einstimmig)
6. in der Suchtberatung (zum Glück von einer Minderheit)
teilweise mit missionarischem Eifer darauf hingewiesen, wie superwichtig es doch ist, sich zu outen und zwar ganz besonders am Arbeitsplatz.
Die hierzu vorgebrachten Argumente waren vielfältig und nachvollziehbar, passten aber nie in meine spezielle Situation.
Und ausnahmeslos alle, die ich danach fragen konnte, arbeiten entweder
1. im öffentlichen Dienst oder vergleichbaren Einrichtungen
2. in einem sehr großen (wirklich SEHR großen) Unternehmen
3. bei Zuarbeitern dieses sehr großen Unternehmens oder
4. garnicht.
Also, bitte auch mal verstehen, dass es auch fürs Outen, insbesondere den Zeitpunkt, kein Universalrezept gibt. Und vor lauter Stolz über das eigene Outen nicht vergessen, dass andere vielleicht garnicht die Möglichkeit haben, dies ohne extreme Nachteile zu tun.
Espoir, wahrscheinlich steh ich gerade irgendwie auf dem Schlauch, aber was ist "zhig" ?
Zum Schluss noch von mir:
In 2 Stunden gehts zu meiner ersten Therapiestunde, bin mal gespannt.
Morgen ist wieder SHG, auf die ich mich inzwischen richtig freue und die ich nicht mehr missen möchte. Ich glaube, die brauche ich auch.
LG
spiegel