Beiträge von seti

    Hallo,

    ich habe zwar im Moment noch keine therapeutische Hilfe, ich bin aber auch nicht untätig etwas für mich zu tun, und ich warte auch nicht ständig darauf das sie sich bei mir meldet!
    Wie ihr sicher alle erfahren habt, ist die Situation als Co mehr als schwierig. Jeder hat auch einen anderen Weg damit umzugehen. Meine Kontakte zu meiner SHG helfen mir, das reicht natürlich nicht aus, deshalb versuche ich ja auch professionelle Hilfe zu erhalten. Aber in so einer Situation wie in dieser, kann man nicht erwarten klar denken zu können. Hier im Forum besteht natürlich auch leicht die Gefahr falsch verstanden zu werden, man kann dann leider nicht direkt darauf reagieren, weil man sich ja nicht gegenüber sitzt.
    Ich werde versuchen in Ruhe über diese jetzige Situation nachzudenken.

    LG

    seti

    Danke Diandra,

    genauso sehe ich das auch, ich muß längst nicht für alles Verständnis haben und ich sehe diese Therapie wie sie hier in Deutschland oder auch anderswo abläuft, nicht gerade beziehungsfreundlich. Ich habe sie nicht zum Alkohol gebracht, habe aber vieles und das nicht nur als Co sondern auch aus liebe zu ihr erduldet, und das sehe ich immer noch als zwei paar Schuhe an. Das was ich als Co gemacht habe, war nicht richtig, das was sie als Abhängige gemacht hat war nicht richtig. Das was damals in der nassen Phase passiert ist hat dazu geführt, das sie freiwillig diese LZT begonnen hat. Aber ich muß nicht unbedingt alles gut heissen und für richtig finden, was meine Frau daraus macht. Sie ist verwirrt aber ich darf auch in dieser Situation gekränkt sein, das sollte mir schon noch zugestanden sein.

    seti

    Hallo Emilie AllEin,

    glaubst du, du wärest in meiner Situation nicht verwirrt? Glaubst du, das in meiner Situation alles klar erscheint? Ich erwarte hier keine klaren Antworten, aber diese Fragen, die habe ich mir schon selbst gestellt, und sie ist mit Sicherheit genauso verwirrt wie ich. Ich glaube auch nicht das meine Frau einfach so unsere Ehe gefährdet, genauso wenig wie ich das selber auch nicht möchte. Trotzdem ist es sicherlich für jeden verwirrend und auch hart so etwas zu hören, oder??

    LG

    seti

    Hallo kaltblut,

    danke, du hast immer sehr kluge Antworten (mein ich nicht sarkastisch sondern wirklich ehrlich). So versuche ich auch zu denken, aber es fällt mir noch sehr schwer. Ich bin dabei für mich etwas zu tun, aber ihr müsst auch verstehen, das man in so einer Situation doch recht verzweifelt ist.

    LG

    seti

    Hallo,
    danke für die schnellen Antworten. Mein Freund hat auch so ähnlich geantwortet, sagte aber auch, es wäre noch gar nichts verloren, sie wär sich jetzt wahrscheinlich sehr unsicher und bei seiner Frau war das genauso. Sie hatte sich auch in jemand anderen in der Therapie verliebt. Es wäre ihm genauso ergangen, hat aber darauf gehofft, das sie wieder zu ihm zurück findet. Und das ist auch eingetreten. Soetwas, sagte er, ist in einer LZT nicht ungewöhnlich und er kennt einige Leute bei denen das genauso war. Ich werde mir mal alles in Ruhe durch den Kopf gehen lassen und mich weiter um meine eigene Therapie kümmern. Ich werde wahrscheinlich selbst mal eine Kur für mich beantragen. Gehe nächste Woche noch zu einem Psychiater und werde das dort ansprechen.

    LG

    seti

    Hallo,

    sie hat mir gesagt, das sie nicht mit dem Mann zusammen ist und das sie auch immer noch etwas für mich empfindet, sie weiß aber nicht ob diese Gefühle für mich noch ausreichend sind. Tja, ich weiß eben nicht wie ich mich jetzt noch verhalten soll. Ist alles wirr in meinem Kopf.

    seti

    Hallo ihr Lieben,

    tja, das Gespräch ist leider gar nicht gut gelaufen. Sie hat mir eröffnet, daß sie sich in einen anderen Mann dort in der Therapie verliebt hat.
    Sie ist sich aber trotzdem immer noch nicht bewußt, was sie für mich noch empfindet und ob das ausreichend ist. Sie erbittet sich Zeit bis zum Ende der Therapie von mir (also noch ca. 5 Wochen). Was soll ich da denn von halten?
    Sie möchte mich morgen noch mal sprechen, ich habe ihr gesagt, ich weiß noch nicht ob ich zu diesem Gespräch bereit bin.
    Habe bis vorhin noch mit einem Freund aus meiner SHG gesprochen, der hat genau das selbe vor 5 Jahren erlebt und ist bis heute mit seiner trockenen Frau glücklich zusammen. Der hat mir geraten, bevor ich irgendwelche Entscheidungen treffe, in aller Ruhe darüber nachzudenken, da er diese Situation auch mit seiner Frau mitgemacht hat. Beide Frauen sind sich in ihrer Art sehr ähnlich, und er meint, das sich das ganze wohl noch bei meiner Frau ändern würde.
    Was meint ihr? Wie soll ich mich nun verhalten? Ich weiß jetzt einfach nicht mehr weiter, weiß auch nicht ob ich noch die Ehe weiterführen möchte, obwohl ich sie immer noch liebe, sogar jetzt noch!!

    LG
    seti

    Hallo ihr Lieben,

    meine Frau hat sich heute morgen mal wieder gemeldet wegen einer finanziellen Sache. Sie macht heute einen Ausflug mit ihrer Gruppe und meldet sich heute abend nochmal. Ich hab ganz schön Angst vor diesem Gespräch nach langer Zeit mit ihr. Naja, vielleicht wird es ja gar nicht so schlimm. Mir geht nur so unheimlich viel durch den Kopf und weiß auch gar nicht was ich ihr so alles sagen soll über meinen eigenen Zustand. Es wird sich wohl irgendwie ergeben.

    LG

    seti

    Hallo IceGirl,

    Zitat von IceGirl

    seti : Ich finde es trotz allem klasse, dass Du Dich an die Abmachung hälst. Habt ihr den absolute Funkstille ausgemacht? Hattet ihr ein Paargespräch?

    Wir haben keine direkte Funkstille abgemacht, nur das sie sich bei mir meldet wenn sie es möchte. Ein Paargespräch haben wir bisher nicht gehabt, da sie es bisher nicht wollte und ich sie ja auch nicht dazu zwingen kann, obwohl ich das für dringend erachte.

    LG

    seti

    Hallo IceGirl,

    ich weiß was du meinst. Das Denken kann ich auch nicht abstellen, und das geht schon seit Wochen so. Es wird ein langer und steiniger Weg um das richtige für uns zu tun.
    Bei mir ist es die Frage, warum sie sich nicht mehr bei mir meldet. Wir haben abgemacht, das ich sie nicht anrufe. Das fällt mir schwer aber ich halte mich daran. Dabei hoffe ich immer noch, das sie ihre Gefühle für mich doch noch hat. Komme mir echt blöd vor, aber leider denke ich immer noch so.

    LG

    seti

    Hallo Nicole,

    ich war bei der Diakonie, bei der meiner Frau in Ambulanter Behandlung war, die sagten mir, ich hätte kein Anrecht auf therapeutische Unterstützung. Die Suchtklinik meiner Frau wäre jetzt dann dafür zuständig. Dort kann ich aber nicht immer hinfahren, besonders dann nicht wenn meine Frau das nicht möchte. Bei der Suchtberatungsstelle der hiesigen Kreisstadt war ich noch nicht. Wäre ich denn dort richtig?

    LG

    seti

    Hallo ihr Lieben,

    komme noch nicht so recht voran mit meiner Suche nach einem Therapeuten. Sind alle ziemlich überlaufen, aber ich gebe nicht auf. Was mir im Moment so zu schaffen macht ist meine Arbeitsunfähigkeit. Mein Arzt hat mich für längere Zeit aus dem Verkehr gezogen, er hat damit auch sicherlich recht. Ich tue meinen Pat. zur Zeit nicht gut, bzw. könnte sie sogar gefährden. Nur diese Unfähigkeit mich zu konzentrieren ist echt irre. Anfangs, nach Einnahme der Antidepressiva hatte ich eine gewaltige Unruhe. Das scheint jetzt so langsam abzuklingen. Tja, und meine Frau hat sich seit fast 2 Wochen nicht gemeldet. Das macht mir blöderweise auch ganz schön zu schaffen.

    LG

    seti

    ups, wollte ich noch nicht abschicken, kommt ja noch was:

    Also, genau diese Gedanken gehen mir auch immer wieder durch den Kopf. Nur frage ich mich so langsam, ob ich mich damit nicht kaputt mache. Ich weiß ja bei mir auch noch nicht was wird wenn meine Frau doch noch merkt, das sie mich doch noch immer liebt. Deshalb bin ich ja so verwirrt. Wir sind Menschen die viel zu sehr alles vom Partner abhängig machen, deshalb Co-Abhängig.

    LG

    seti

    Hallo IceGirl,
    Auch meine Frau war 8 Jahre trocken.

    Zitat von IceGirl

    Wenn er einen Rückfall hat? Nun, schon das letzte Mal hatte ich gesagt! dass ich das nicht nochmal mitmache. Und voila - hier bin ich. Allerdings hat er diesmal ja einen Schalter umgelegt und will an seiner Krankheit arbeiten. Sollte er dann irgendwann wieder einen Rückfall haben - nun wenn er weiter trinken will bzw. nicht loskommt von seinem Freund Alk - dann ist es aus - das weiß ich definitiv.
    Ist die Situation aber, dass es ihm mit dem Rückfall nicht gut geht, er weiter trocken bleiben möchte - dann kann ich es nicht sagen. Wahrscheinlich, mmmh ehrlich , ich will ehrlich zu mir selbst sein: also ich denke, da würde ich wieder für ihn da sein.

    Genauso denke ich im Moment ja auch noch. Mein Herz hat auch die Oberhand. Aber was nützt es mir, wenn meine Frau ganz anders denkt.

    Zitat von IceGirl

    also: warum hat mein Freund nicht das Gefühl, dass es schön ist gerade mich getroffen zu haben. Die ihn auf dem Weg begleitet hat und weiter begleiten wird, gesund zu werden?
    (ich flüster das Wort nur: Dankbarkeit)

    Mir fällt da grad noch was ein:
    Ich wollte mich vor der Therapie auch trennen. Jetzt überlege ich natürlich auch, was passiert denn wenn sie wieder einen Rückfall hat? Bin ich in der Lage mich dann auch noch zu trennen? Tut sie mir überhaupt noch gut? Auch wenn sie trocken bleibt? Tue ich ihr eigentlich noch gut?
    Wie sieht das bei dir aus?

    LG
    seti