Beiträge von seti

    Hallo IceGirl,

    ich wollte dich nicht weiter beunruhigen, wollte dir nur zeigen, das es auch anderen genauso ergeht und ich habe verblüffende Parallelen bei uns entdeckt. Bei meiner Frau gehe ich mal nicht von einem Nebenbuhler aus, das scheint wohl an der Therapie zu liegen, aber sicher bin ich mir da auch nicht.
    Wir müssen versuchen uns auf uns selbst zu konzentrieren, mir fällt das genauso schwer wie dir, weil wir noch nicht kapiert haben, das wir auch ohne den Partner funktionieren können.
    Wenn ich jetzt wüßte, das meine Frau und ich keine Chance mehr hätten (Sprich: sie liebt mich nicht mehr), wäre das alles wohl leichter für mich. Trotzdem muß ich lernen, das meine Frau ein eigenständiger Mensch ist und ich selbst auch. Die Umsetzung fällt aber sehr schwer.

    LG

    set

    Hallo IceGirl,
    ich kann genau nachfühlen wie es dir geht. Mir geht es zur Zeit genauso.
    Meine Frau ist jetzt 10 Wochen in einer LZT und hat jetzt noch 6 Wochen vor sich. Sie hat sich in dieser Zeit weit von mir entfernt. Sie sagt, sie weiß nicht mehr so recht, was sie für mich noch empfindet und ob die Gefühle noch ausreichen. Nun meldet sie sich seit ca. 2 Wochen gar nicht mehr.
    Ich liebe sie immer noch sehr und komme mit dieser Situation auch nur sehr schlecht zurecht und fühle mich total ausgebrannt und krank.
    Meine Gedanken drehen sich auch immer nur um sie. Bin auch gerade auf der Suche nach einem Therapeuten für mich.
    Hier ist mein Thread dazu:
    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…topic18925.html

    Ich wünsch dir viel Kraft

    LG

    seti

    Hallo Doro,

    mir ist auch völlig egal was die Leute denken. Außerdem sollte man das auch als Krankheit sehen, gegen die man was tut, und keiner sagt etwas wenn man ein Medikament gegen eine Krankheit nimmt, oder? Hab nur keine so große Erfahrung mit Psychologie, komme zwar beruflich aus der Medizin, ist aber bei mir beruflich nur nebensächlich.

    Vielen Dank für deine Antwort.

    seti

    Hallo,

    ich bin letzte Nacht psychisch zusammengebrochen. War heute beim Hausarzt und habe ihm alles erzählt was mich bedrückt. Er hat mich erstmal krankgeschrieben (arbeite selbst in einem medizinischen verantwortungsvollem Beruf) und mir Antidepressiva verordnet. Am Montag habe ich einen weiteren Termin bei ihm um dann über eine Psychotherapie zu reden. Irgendwie ist jetzt alles aus mir ausgebrochen. Hab mich in meinem ganzen Leben noch nie so schlecht gefühlt. Muß mich jetzt aus diesem Loch wieder herausholen. Ich habe gemerkt, ohne Hilfe schaffe ich das nicht mehr.

    LG

    seti

    Hallo,

    ich bin nicht mitschuldig daran, das sie zur Flasche gegriffen hat. Ich hab sie weder dazu gezwungen noch habe ich ihr den Alkohol vor die Nase gesetzt. Ich lebe schon lange bevor ich sie kennen lernte abstinent. Ich habe sie weder physisch noch psychisch misshandelt. Das einzige was man mir vorwerfen kann, sind die blöden Kontrollen. Okay, das wissen die Therapeuten nicht, aber sie und ich wissen das.
    Im Gegensatz zur ihr, kenne ich meine Gefühle aber sehr genau und ich weiß das ich sie liebe.
    Was in dem Partner in bestimmten Dingen vor sich geht, da glaube ich aber schon das es den anderen was angeht. Ansonsten kann man wohl besser als Single leben. Was wäre das denn für eine Ehe, wenn einem vollkommen egal wäre was in dem anderen vor sich geht.
    Ich kümmere mich um mich selbst, deswegen bin ich ja auch unter anderem hier in diesem Forum.
    Niemand ist unfehlbar, ich mit Sicherheit nicht, aber wenn man an eine Partnerschaft glaubt, dann verhält man sich nicht so, sondern versucht doch gemeinsam Lösungen zu finden.

    LG
    seti

    Hallo,

    es hat vor der Therapie nur in Bezug Alkohol gekriselt. Wie ich ja schon am Anfang des Threads sagte, wir hatten immer eine innige Beziehung. Vor der Therapie hat sie mir doch noch gesagt und gezeigt, das sie mich liebt.
    Mir ist das alles einfach unverständlich. Deshalb habe ich ja auch diesen Thread eröffnet um zu erfahren ob dieses Durcheinander der Gefühle bei ihr normal ist.
    Seit einigen Wochen weiß sie ja angeblich nicht so recht was sie noch für mich empfindet und meinte heute am Telefon, das sie überlegt sich auf Zeit von mir zu trennen. Wenn sie jetzt wirklich festgestellt haben sollte, das sie mich nicht mehr liebt, dann sollte sie dazu stehen und mit den Konsequenzen leben.
    Ich liebe sie immer noch und für mich kommt entweder der Versuch zusammen das Leben zu meistern oder eben die Trennung, dann aber endgültig, weil ich diese Situation so nicht mehr aushalte.
    Ich hatte vorhin Besuch von meinem Schwager und seiner Frau. Die beiden kennen die ganze Geschichte und meinen auch das dies nicht zu begreifen ist, meinen aber auch entweder zusammen bleiben und sehen wie es dann wird oder komplette Trennung.
    Mein Schwager (ihr Bruder) meinte, sie hat schon immer Schwierigkeiten mit Entscheidungen gehabt und ich sollte keine Kompromisse mehr eingehen, also keine Trennung auf Zeit. Ich selber sehe das auch so.

    Dann lieber ein Ende mit schrecken als ein schrecken ohne Ende. Ich frage mich natürlich immer noch, was passiert da eigentlich in der Therapie, das jemand sich nicht im klaren sein kann, was er für den Partner noch empfindet!?

    LG

    seti

    Hallo,
    habe vorhin mit meiner Frau telefoniert. Ich hatte nach dem Besuch bei ihr wieder Hoffnung geschöpft, das wir unsere Ehe wieder hinbekommen und wieder vernünftig unser Leben leben könnten.
    Das was sie mir vorhin mitgeteilt hat, bringt mich nun wirklich komplett durcheinander.
    Sie weiß immer noch nicht so recht was sie für mich noch empfindet und hat in der letzten Nacht über ihr ganzes Leben nachgedacht. Sie denkt über eine Trennung auf Zeit nach!!!! Auf Zeit??? Wenn ich darüber jetzt so spontan Nachdenke, dann kommt für mich keine Trennung auf Zeit in Frage, obwohl ich sie noch Liebe.
    Wenn wir uns trennen dann endgültig. Denn dieses Gefühlshickhack will ich einfach nicht mehr.
    Sie sollte dann auch einmal darüber nachdenken was sie ihrer Tochter (meine Stieftochter 15 Jahre alt, hab ich noch gar nicht erwähnt) antut. Selbst mit ihrer Tochter telefoniert sie kaum.
    Was geht nur in ihr vor!? Wo will sie hin? Mit oder ohne Tochter? Wie will sie das finanzieren? Unser Haus ist noch nicht abbezahlt.
    Alles war für mich noch einigermassen zu ertragen, aber nach der Therapie in eine Trennung auf Zeit zu gehen, das werde ich nicht mehr ertragen können. Ich verstehe sie einfach nicht mehr. Wie kann ein Mensch sich nur innerhalb so kurzer Zeit so sehr verändern?

    Der jetzt echt verzweifelte

    seti

    Hallo kwiep,

    ein gemeinsamer Thread wäre sicher was ganz tolles, aber davon sind wir wohl noch weit entfernt.
    Komme gerade von einer Kindergeburtstagsfeier von einer Nichte meiner Frau und sie hat dort einfach sehr gefehlt. Wie ist es nur möglich jemanden so zu vermissen!?
    Ihre Geschwister versuchen wirklich verständnisvoll zu sein aber die verstehen mich nicht. Ich glaube das zu verstehen ist nur für Betroffene wirklich möglich.
    Leider sehe ich auch bei der Schwester meiner Frau gefährliche Parallen bezüglich im Umgang mit Alkohol.

    LG

    seti

    Hallo Gotti, hallo kwiep,

    ihr seit wirklich tolle Leute hier und ich werde eure Ratschläge gerne annehmen.

    Zitat von kwiep

    Was mir an Dir gefällt ist, daß Du (zumindest nicht hier ersichtlich) im Zorn zurückblickst.
    Bei vielen Co (auch bei meiner Ex-Frau) habe ich die Erfahrung gemacht, daß die Gedanken "an nasse Stunden" sehr emotional geprägt waren.

    Ich bin nicht zornig auf meine Frau, weil ich weiß das sie krank ist. Vielleicht auch deshalb, weil die "nassen Stunden" nun ja auch nicht übermässig waren. Aber gequält haben mich diese "nassen Stunden" schon sehr.
    Wenn ich jetzt so zurück denke, kommen mir unsere guten Jahre in den Sinn. Und deswegen vermisse ich sie ja auch.

    LG
    seti

    Hallo Ellii, hallo kwiep,

    sie hat sich gestern noch gemeldet.
    Ja, ist wohl so, ich vermisse sie wirklich sehr.
    Ablenken hilft, allerdings nicht immer. Briefe habe ich in den letzten Wochen auch schon einige (ich glaube vier) geschrieben und auch abgeschickt.
    Denken tu ich schon viel zu viel und dann bin ich ganz froh wenn ich mal nicht an diese Situation oder an sie denken muss.

    Ellii <- Wie alt du bist ist vollkommen unerheblich, das jemand da ist der versteht das ist wichtig :wink:

    LG
    seti

    Hallo,

    @ kaltblut, klar, könnte auch in zwei Jahren soweit sein oder auch nie.
    Ich gebe zu, meine Frau hat mich Anfangs dazu gebracht in diese SHG zu gehen. Mitlerweile gehe ich aber nicht mehr wegen ihr dorthin sondern wegen mir. Vorallem seit sie in der LZT ist.

    @kwiep, das scheint in der Therapie wohl bei fast jedem so zu sein. Allerdings scheint das Interesse an der eigenen Person bei Frauen wohl ausgeprägter zu sein (Erkenntnis aus der SHG).

    LG

    seti

    Hallo kaltblut,

    Zitat von kaltblut

    Warum sollte sie denn die Ehe aufgeben, seid Ihr so damals auseinander gegangen?

    nein, das sind wir nicht. Im Geggenteil, es herrschte bis dahin noch ein sehr inniges Verhältnis. Ca. vor vier Wochen trat dann bei ihr eine starke Veränderung auf und sie konnte danach ihre Gefühle nicht mehr richtig einordnen. Durch Äußerungen ihrerseits (Telefon) hatte ich den Eindruck, sie würde sich trennen wollen. Ich habe am Wochenende gemerkt, dass auch von ihrer Seite noch Zuneigung vorhanden ist. Wir werden wohl erst am Ende der Therapie wirklich wissen wie es mit uns weitergeht.

    Gruß

    seti