Beiträge von Maleny

    Dein Vorschlag find ich für Betroffene echt gut. Denn es fällt wirklich schwer, sich die Situationen wieder abzurufen.

    Viele lenken sich dann zwar lieber ab und haben so ihren Weg gefunden loszulassen, aber mir hilft es auch immer noch in schwachen Momenten an die Zeiten zu denken, wo es einem sehr schlecht in der Partnerschaft ging - und dann wird mir auch wieder bewusst, dass ich mich richtig entschieden habe.

    Liebe sonne,

    du hast ja schon einige gute Tipps bekommen, die ich so gerne mitunterschreiben kann.

    Meine Worte an dich, sind: Setz dich selbst nicht so unter Druck.
    Je mehr du denkst, dass du doch endlich mal emotional weg kommen musst, desto weniger klappt das.

    Ich sage mir immer: Was lange geworden ist, kann nicht auf die Schnelle wieder gut sein.

    Wenn ich ein Tief habe und Leere verspüre, dann gestehe ich es mir zu, nehme als solches an und versuche dann aber schon mich langsam wieder gut zu fühlen - indem ich mir wie hier schon gesagt wurde, mir vor Augen halte, wie das Leben noch mit dem Ex zusammen war. Dann weiss ich, dass ich richtig entschieden habe, mich zu trennen.
    Nehme mir dann Kleinigkeiten vor, was mir gut tut. Und da gibt es wirklich sehr viele Dinge, von denen man innerhalb der Alk/Co-Beziehung schon geträumt hat.

    Auch kleine Schritte sind Schritte in die richtige Richtung.

    Ich wünsche dir gutes Durchhaltevermögen. Alles Gute!

    Liebe Zeter,

    ich denke es hilft dir selbst, diese Briefe zu schreiben. Du musst diese aber nicht unbedingt übergeben. Was würde es bringen?

    Schreibe ruhig alles auf, was du ihm sagen möchtest. Das ist auch eine Art der Verarbeitung. Ich habe das auch oft gemacht und danach die Briefe verbrannt. Die Asche hat der Wind weggetragen und ich habe mir mit diesem Ritual gesagt, dass sich diese Worte und die damit verbundenen Gedanken genauso, wie die Asche, verziehen sollen.

    Wünsche dir viel Kraft!

    Liebe Verzweifelte,

    ein liebes Willkommen im Forum!

    Zitat von Verzweifelte

    ich wünschte, er könnte das verstehen und würde spüren, wie sehr ich darunter leide.

    Er kann gar nicht spüren und fühlen wie es dir geht - denn dazu ist er viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt und so wie er selbst da reingeraten ist und auch selbst darin verweilt, muss er auch selbst wieder da rauskommen.


    Zitat von Verzweifelte

    Er macht mittlerweile sogar Witzchen darüber, ob ich gerade meine Tasche packe um ihn zu verlassen, wenn ich meine Sachen für's Fitness-Studio packe. Er nimmt das nicht ernst

    Er nimmt das nicht ernst, weil du ......

    Zitat von Verzweifelte


    Ich habe schon zweimal angefangen meine Tasche zu packen, bin aber beide Male wieder eingeknickt weil er mir leid tat


    Dass du hin und hergerissen bist, kann ich sehr gut nachvollziehen. Aber du reagierst auf keinen Fall über. Denn es belastet dich den ganzen Tag. Dir gehts schlecht, wenn er getrunken hat.
    So ging es mir auch. Ich hatte irgendwann keine Lust mehr, dass es mir wegen ihm und seiner Trinkerei schlecht geht. Nachdem ich begriffen habe, dass ich meinem Ex nicht helfen kann, hab ich angefangen mir Gedanken über MEIN Leben zu machen und was mich glücklich machen würde und habe mich Schritt für Schritt auf den Weg gemacht. Mein Ex hat diese Schritte mitbekommen, aber nicht aufgehört zu trinken.
    Heute sind wir getrennt und ich wohne in meiner eigenen Wohnung.

    Sei geduldig mit dir und höre in dich hinein. Was willst du vom Leben?
    Erinnere dich dabei aber, dass es nicht funktioniert, wenn du sagst: Ich will, dass er nicht mehr trinkt. Leider, so hart das klingt.

    Wünsch Dir was!

    So, ich möchte hier in meinem Thread auch mal wieder was hinterlassen :D

    Letztes Jahr erfolgte nach über 10 Jahren die Trennung von meinem nassen Partner und ich wohne nunmehr seit einem Monat in meiner eigenen Wohnung und fühle mich sehr sehr wohl. Habs geschafft!!!!

    Genieße ruhige Abende mit einem Tässchen Tee und meinen beiden Katzen vor dem Fernseher, schlafe wie ein Murmeltier durch und stehe morgens entspannt auf. Danach schmiede ich immer Pläne, was ich am Tag (nebst meinem Job) noch alles erledigen und unternehmen möchte.
    Aber auch das Alleine sein genieße ich in vollen Zügen. Denn ich hatte mir das schon so lange gewünscht.

    Es ist so eine Wohltat keinen Druck dabei zu haben, was einen wohl erwartet wenn man heimkommt. Und zudem ist es eine Wohltat GERNE nach Haus zu kommen. Und weiterhin ist es eine Wohltat eine gesundes Verhältnis zum Thema >Gebraucht werden< zu haben......denn im Moment fühle ich mich lediglich dafür gebraucht um Dosen für meine Katzen zu öffnen :wink:

    Zitat von SAD

    ich habe es schon so oft probiert..bin einfach zu schwach

    Liebe SAD, frag dich bitte mal, warum du so schwach bist.
    ER macht dich zu dem was du jetzt bist.

    Ich lese oft (und das war bei mir auch so), dass viele sagen, sie haben nicht die Kraft zu gehen und fühlen sich so schwach.

    Da stellt sich dann immer die Frage: Warum hat man dann noch die Kraft beim trinkenden Partner zu bleiben? Denn genau da gehen die Kräfte verloren.

    Wenn man das Ziel vor Augen hat und gehen will - dann lass dir nicht die allerletzten Kräfte rauben und steck diese in deinen eigenen Weg.

    Was verlierst du denn an ihm SAD?
    Überleg dir mal was du gewinnen kannst, wenn du ohne ihn deinen Weg gehst.

    Ich wünsch dir was.

    Zitat von Mijou77

    Da hast Du recht, es ist nur so schwer, jemanden anders quasi damit zu schaden

    Liebe Mijou, ist es denn leichter dir selber zu schaden?
    Warum nimmst du Rücksicht darauf, ob du ihm schadest?
    Was hat er dir denn alles angetan?

    Ich wünsche dir alles erdenklich Gute und viel Kraft!
    Wenn du Kraft hattest bei ihm zu bleiben, dann hast du auch Kraft einen Neuanfang zu starten.

    Zitat von niko823

    icvh habe im moment nicht die kraft, wieder alles von neu zu machen----

    ....aber hast du die Kraft so zu leben wie es jetzt ist? Mit welchen Aussichten?
    Denkst du so wie es jetzt ist und in Zukunft sein wird, wirst du an Kraft gewinnen? Oder wird die Kraft weiter schwinden?


    Ich wünsche dir in diesem Sinne viel Kraft liebe Niko.

    Hallo Dobby,

    ja in deiner Situation spielt das Herz mit dem Verstand ein nicht sehr schönes "Spiel".

    Du hast ihr versprochen immer für sie da zu sein. Aber wie soll denn das aussehen? Ihr zusehen, wie sie immer weiter absumpft?
    Sie hat deine Nähe und das da sein ja während ihrer Kneipentour auch nicht gerade gewollt. Aber eben, weil sie ihrer Sucht nachgehen musste/wollte und da ohne Hilfe nicht alleine rauskommt. Und diese Hilfe bekommt sie nun dort wo sie ist. Zumindest ist es ein Anfang - was sie daraus macht liegt dann allein in ihrer Hand.

    Du kannst zur Ruhe kommen, indem du dir sagst, dass es nun an der Zeit war und du ihr nicht helfen konntest. Ob es noch deine Freundin ist oder nicht - darüber würde ich jetzt nicht nachdenken. Das wirst du sehen.

    Viel Kraft und Durchhaltevermögen und mach was schönes, was dir gut tut.

    Wie soll seine Arbeit an sich aussehen? Kontrollierter trinken?

    Tut mir leid Zwergi - aber auch ich habe mir oft solche Aussagen angehört und irgendwann war wieder alles wie immer und ich fiel immer tiefer in ein Loch, weil alle meine Hoffnungen begraben wurden.
    Er hat mit der Zeit zig Gründe gefunden, warum er seine Versprechen nicht einhalten konnte und wenn nicht, dann hat er halt heimlich getrunken.

    Es war schon richtig, dass du ihn angsprochen hast, aber wenn dein Freund nicht einsieht, dass er es ohne Hilfe nicht schafft, dann kannst du ihm auch nicht helfen. So hart das klingt liebe Zwergi.

    Mein Ex sagte immer: Was soll ich bei diesen Leuten von der Suchtberatung - ich weiss selbst dass ich ein Problem habe. Das brauchen die mir nicht auch noch sagen.

    Bitte hasse dich und dein Leben nicht. Es liegt in deiner Hand, was du daraus machst. Setz dich nicht unter Druck und mach dir mal ne Liste, was du alles vom Leben möchtest. Schreibe auf, was dir wichtig ist und an was du Freude und Glück empfindest.

    Ich wünsche dir viel Kraft!

    Zitat von julchenazul


    Seid dem ich die Entscheidung getroffen habe, mich scheiden zu lassen, bekomme ich soviel Komplimente, nur weil ich mehr lache. Es ist ein wunderbares Gefühl!

    Schön - weiter so - bewahre dir dieses Gefühl!

    Alles Liebe für dich,
    Maleny

    Lieben Dank für Eure Zeilen!

    Ich denke, dass dieses allgemeine Mitleid bei mir auch noch schrumpfen wird, denn es ist in der Tat so: Er könnte etwas gegen seine Sorgen tun, er ist alt genug. Schon alleine dieses ewige Selbstmitleid und rumjammern....und dann aber auch wieder dieses Verdrängen und einen auf heile Welt machen. Damit kam ich auch nicht mehr klar.

    Sicherlich liegen die Wurzeln des Problems schon in der Kindheit und den Lebensumständen. Er ist einfach geprägt und wenn er anfängt was zu unternehmen, dann ist das auch sicherlich nicht von jetzt auf nachher verarbeitet. Zumal er wirklich mehrere Baustellen hat.

    Beim lesen Eurer Zeilen dachte ich auch, dass es doch viele Parallelen gibt.

    Jedoch denke ich schon, dass es meinem EX in ganz stillen und nüchternen Momenten leid tut, dass er mir gegenüber so ist wie er ist und war. Doch, das denke ich schon. Aber er hatte lange genug Zeit etwas zu verändern und hat es nicht getan.


    Danke, dass ihr Euch mit mir und meinem Neustart freut - das tut gut!
    Ich werde heute noch meinen Muskelkater auskurieren. Ich habe das ganze Wochenende in meiner neuen Wohnung gestrichen. Ich hoffe, ich kann noch vor Weihnachten einziehen!

    Schönen, ruhigen 3. Advent!

    Hallo sorrowful,

    ich habe keine Ultimaten gesetzt, weil ich das einfach nicht konnte. Ich habe mir immer gesagt, wenn mein Gefühl dazu nicht passt, dann kann ich mir auch nichts erzwingen und mir noch so viele Ultimaten setzen, die ich nicht einhalten kann. Denn das hätte mich wahrscheinlich wieder runtergezogen, wenn ich dann mein eigenes Ultimatum nicht eingehalten hätte. Im Kopf wusste ich nach und nach alles was zu tun ist, aber das Gefühl passte nicht. Einmal gab es sogar einen Rückschritt bei mir, aber um auf den letzendlich richtigen Weg zu kommen, war der wohl notwendig.

    Ich würde mir an deiner Stelle schon eine gewisse Zeit nehmen. Du siehst jetzt ja selbst, dass du eine Erkenntnis nach der anderen gewinnst und eine Veränderung statt findet. Ich drücke dir die Daumen und wünsche dir alles Liebe.

    Hab da mal ne Frage an Euch, weil ich darüber hier noch nichts direkt gelesen habe: Ist allgemeines Mitleid gegenüber meinem EX auch eine Art Abhängigkeitsverhalten? Darüber grüble ich noch etwas, ob ich deswegen noch an mir arbeiten muss.

    Ich meine damit folgendes:
    Mein EX ist vor 10 Jahren von weiters weg zu mir gezogen. Im Grunde war es im nachhinein gesehen auch eine Art weglaufen. Die Bekanntschaft zu mir kam ihm sozusagen nicht unrecht.

    Er hat seinen Bruder, seinen besten Freund wie er sagt, verloren. Er starb sehr jung an einem Unfall. Seine Eltern machten ihm Vorwürfe, dass er nicht auf ihn aufgepasst hat.
    Seine Kindheit ist von Schlägen des Vaters geprägt. Seiner Mutter konnte er nie vertrauen. Sein großer Bruder wurde immer bevorzugt.

    Hier bei mir versuchte er sein Leben aufzubauen. Ich weiss aber auch nicht so recht, warum das bei ihm nie klappte. Meine Familie hat ihn eigentlich nie sturzbetrunken erlebt. Er hatte sich stets hilfsbereit gezeigt und war eher ein Geber als ein Nehmer. Aber dennoch fand er keinen Anklang.

    Er hat hier und da Menschen kennengelernt, die er aber nie als Freunde halten konnte.

    Ich denke mir, seine Gebereigenschaft hat diese Menschen irgendwie überfordert und eingeengt. Ja, wahrscheinlich merkten sie, dass er vielleicht schon krampfhaft nach Anerkennung und Liebe sucht.

    Irgendwie tut mir das leid für ihn. Denn durch unsere Trennung geh ich ihm nun auch verloren. Er hat in der Tat keine Menschen hier um sich herum. Seine Eltern wohnen nun im Ausland und fordern ständig finanzielle Hilfe von ihm.

    Das sind jetzt einfach mal Dinge, die ich abseits von der Alkoholabhängigkeit betrachte.

    Wie auch zum Thema Alkohol, habe ich ihm auch zu diesen Problemen und Sorgen ständig geraten, sich Hilfe zu suchen. Riet ihm, seine Vergangenheit aufzuarbeiten. Hat er auch nicht gemacht. Stattdessen seine Sorgen im Alkohol ertränkt und dabei wie wohl jeder Alkoholabhänige nicht gesehen, dass Probleme auch schwimmen können.

    Ich trennte mich ja, weil ich so einfach nicht mehr leben wollte mit dem Alk und mit dem Co-Verhalten. Ich weiss auch, dass ich ihn nicht mehr zurück haben will - die Liebe ist weg - das Mitleid, dass er alkoholabhängig ist, ist auch weg. Aber das Mitleid, dass er es nicht leicht im Leben hatte, ist irgendwie da. Auch wenn ich ihm dabei nicht helfen kann und das auch gar nicht will - hoffe ich einfach, er schafft es für sich allein!

    Ach und nie war es so leicht bei mir zu bleiben wollt ich noch sagen....

    Die Vorwürfe die ich mir grad anhören muss, dass ich im Gegensatz zu ihm einen schönen Abend gehabt habe sind ja wohl wieder..tja.....no comment...!
    Ich hätte alles und er nix.....

    Wie waren die Abend für mich die letzten zehn Jahre???? Hat er wohl irgendwie "vergessen"....naja, kann ja vorkommen, wenn man sich schon ein paar Zellen weggesoffen hat. Oder klar, er hat das gar nicht so gesehen wie ich...nein...was war denn an den Abenden immer so schlimm????

    Sorry für diese spitze Bemerkung....aber das tut gut es einach raus zu sagen.

    Frohen Nikolausabend ihr Lieben :)

    Der Abend war sooo schön bei mir - habe mit meiner Familie gefeiert. Meine Schwester und ich haben noch heimlich den Nikolaus bestellt. Ach es war sehr nett und fröhlich.

    Tja und dann kommt man nach Hause (in das NOCHzuhause wohlgemerkt) und es stinkt erbärmlich nach Alk und Zigarettenqualm. Ich schliesse die Tür zu diesem Zimmer wo mein Ex drinsitzt und was bekomme ich zu hören? Er wohnt hier schliesslich auch noch und sagt mit deutlichem Ton, dass die Tür offen zu bleiben hat.

    Ich habe rein gar nichts erwidert....bringt nichts, ausser Streit in seinem Zustand. Ich bleibe bei mir und ziehe mich in mein Zimmer zurück und schliesse sie und hoffe die Zeit möge schnell vorüber gehen.