Beiträge von ossi2

    Ein Hallo und herzliches Willkommen hier!

    Dieses Gefühl, oder diesen Eindrück, den Mann nicht wieder zu erkenne, in den man sich verliebt hat, kenne ich genau, mache ich auch gerade schmerzlich durch. Inzwischen trenne ich das aber für mich. Ich sage, den Mann den ich kennen und lieben gelernt habe, habe ich verloren. Der Mann, den ich jetzt sehe, der ist mir völlig fremd.

    Was mir bei deiner Schilderung aufgefallen ist...

    Mein Mann ist auch gerade für zwei Wochen weg - zur Entgiftung in einer Klinik!
    Kann es nicht vielleich sein, dass er rückfällig geworden ist. Diese Wutausbrüche, diese Gereiztheit, diese Schwarzmalerei habe ich bei meinem Mann auch erlebt, obwohl ich ihn als Mister Charme kennen gelernt habe.

    Ist nur so eine Idee...

    Wünsche dir eine gute Nacht!
    ossi2

    Genau Speedy, so ist es!

    An seinem Verhalten kann man arbeiten. Dazu muss man wissen, warum man in dieser oder jener Situation so handelt und nicht anders kann.

    Das hast du erkannt... Und ich inzwischen auch, dafür bin ich meinen Kolleginnen und Freunden dankbar, dass sie so offen zu mir sind. Ich weiß, dass es ihnen schon schwer fiel.

    Ich wollte eigentlich nur sagen, dass diese meine, ich sage mal "Schwäche", mir in diesem Moment sogar hilft, so konsequent mich von dem zu befreien, das mir schadet. Verstehst du?

    LG ossi2

    Hallo Rosita!

    So eine Umarmung, ist sie auch nur virtuell, tut mir natürlich sehr gut, wie bestimmt jedem anderen hier. Wenn du möchtest kannst du dich gern „zurück geknuddelt“ fühlen. :)

    Ich habe es bisher noch nicht geschrieben…

    Mein Vater ist auch Alkoholiker, seit 14 Tagen trocken.
    Meine Mutter hat meinen Vater nicht verlassen, stand ihm die ganze Zeit bei. Sie hat alles getan, damit niemand bemerkt, dass mein Vater trinkt. Auch ich habe es erst nicht gewusst.

    Mein Vater hat irgendwann, von einem Tag auf den anderen (die Gründe kenne ich, sind aber erst einmal unwichtig) sich entschlossen, sich zu Tode zu trinken. Er schüttete literweise Alkohol in sich hinein, aß nichts, war nur damit beschäftigt, sowie er wieder einigermaßen laufen konnte, sich neuen Sprit zu besorgen. Diese Exzesse (es passierte zweimal) dauerten „nur“ wenige Wochen, waren aber sehr extrem. Nach einiger Zeit hat er dann doch seinen Lebenswillen wieder gefunden und ist allein in eine Klinik zum Entgiften gegangen. Er hat nie eine Therapie gemacht. Er sagt heute, er hatte Todesangst, die er bis heute nicht vergessen hat und die ihm bis heute hilft, Abstand vom Alkohol zu halten.

    Die Alkohol-Geschichte meines Vaters ist so ganz anders, als die meines Mannes. Mir ist nun klar, dass meine Eltern mich und meine Verhalten durch ihre eigene Geschichte gar nicht verstehen können.

    Heute war ich zum Mittagessen bei ihnen. Ich hatte solchen Schiss vor weiteren Diskussionen. Aber nix… es war entspannt und schön.
    Ich weiß, dass meine Eltern inzwischen mit meiner Schwägerin, die sich mit dem Thema auskennt und mir gleich nach dem erneuten Zusammenbruch meines Mannes riet, ihn „fallen zu lassen“, gesprochen haben. Vielleicht können sie mich jetzt etwas besser verstehen.

    LG ossi2

    Hallo Micha,
    sag mal, hast du auch "nur" eine (nein zwei) Entgiftungen gemacht? Keine weitere Therapie?
    Sorry, dass ich frage, hast du bestimmt schon geschrieben. :oops:

    LG ossi2

    ... ich möchte ja eigentlich meinen Namen schreiben, traue mich aber nicht. Mein Mann und viele andere in meinem Umfeld kennen sich auch gut aus im Internet. Ich möchte irgendwie nicht, dass man mich hier findet. Vielleicht bin ich einfach noch nicht so weit, offen damit umzugehen. :?

    Hallo Speedy,

    ich möchte noch etwas zu deiner Aussage:
    "Co-Abhängigkeit ist ein Verhalten, welches schon sehr früh in der Kindheit angelegt ist und an Verhaltensauffälligkeiten kann man arbeiten."
    schreiben...

    Ich hatte eine weniger schöne Kindheit. Als ich drei Jahre alt war, trennten sich meine Eltern, ich ging mit meinem Vater. Der heiratete bis ich groß war noch drei Mal. Aus seiner zweiten Ehe habe ich eine Schwester und aus seiner dritten Ehe habe ich einen Bruder und eine Schwester. Meine gesamte Kindheit war geprägt durch Beziehungsverluste. Drei Frauen wollten mir eine Mutter sein, für einige Jahre. Ich bekam drei Geschwister und verlor sie nacheinander wieder. Was ich nie spüren konnte, war die Wärme eines Mutterherzens. All meine engsten Verbündeten waren nur für kurze Zeit für mich da. Irgendwann wurden sie mir wieder genommen, was ich einfach so aushalten musste.
    Nachdem die Probleme mit meinem älteren Sohn immer größer wurden, begannen wir eine Familientherapie. Dabei habe ich erkennen müssen, dass ich unfähig bin, eine innige Mutter-Sohn-Beziehung aufzubauen. Was Mutterliebe ist, habe ich nie kennen gelernt. Wie solle ich sie weitergeben?
    An dieser Erkenntnis bin ich fast zugrunde gegangen, ich fiel in eine tiefe Depression. In meiner eigenen Therapie fielen dann Begriffe wie: "beziehungsgestört" und "bindungsunfähig"!
    Ja, was soll ich sagen, ich habe schwer an mir gearbeitet. Mein Sohn ist heute 28 und wir haben inzwischen ein tolles Verhältnis. In meinem Beruf (Ich bin Erzieherin!) bekam ich alle Unterstützung, um gesund zu werden. Dies ist alles inzwischen fast 20 Jahre her und ich hab´s eigentlich vergessen. Bis vor kurzem, als mir meine jetzigen Kolleginnen vorsichtig beigebracht haben, dass ich die alten Verhaltensweisen zeige. Sie vermissen meine Herzlichkeit, Wärme, Nähe. Da habe ich erkannt, wie sehr ich schon wieder mauere.
    Was ich eigentlich sagen wollte, mir fällt das "Loslassen" überhaupt nicht schwer. Ich weiß, klingt extrem hart. Das wird mir heute auch immer wieder gesagt, ich bin "hart" oder "kalt" in meiner Reaktion auf die Trinkerei meines Mannes. Ich habe es so gelernt. Mauern und abgrenzen und nicht drauf einlassen, bevor man mir wehtut.
    Sorry...

    Danke ihr Lieben! Danke für euren Zuspruch!

    Ja, ich hoffe, ich habe ein gesundes Selbstbewusstsein. Im Sinne von: Ich bin mir selbst bewusst. Ich habe in meinem Leben schon so oft die Erfahrung gemacht, dass in schwierigen Situationen, wenn´s an´s Eingemachte geht, nur ich selbst mir helfen kann. Ich musste schon in der Kindheit auf mich selbst aufpassen, damit ich nicht untergehe. Niemals in meinem Leben habe ich die Verantwortung für mein Leben in andere Hände gegeben, habe nie mich selbst vergessen. Das ist für ein Kind sehr anstrengend, aber ich war allein, ich musste für mich kämpfen. Ich bin eine Kämpferin! Und ich werde mich nicht vergessen. Nur ich allein weiß, was mir gut tut und was mir schadet. So sehe ich das jedenfalls. Und ich habe es so lernen müssen.

    Ok, die "Endgültigkeit" meiner Entscheidung muss ich bestimmt auch nochmal überdenken. Hier zu Hause reden alle davon, dass ich mich scheiden lassen möchte. Dabei sage ich immer wieder, dass ich mich von ihm trennen möchte, nicht mehr mit ihm unter einem Dach leben kann. Das ist meine momentane Empfindung. Ehrlich gesagt, glaube ich auch nicht daran, dass er es in nächster Zeit schafft. Alles, was ich von ihm höre, spricht dagegen. Aber auch wenn ich momentan gar keine Hoffnung habe, dass wir noch einmal zusammen finden werden, so denke ich noch nicht an Scheidung. Aber ich weiß ja nicht, was in einem oder fünf Jahren so passiert ist. Es liegt an ihm. Aber ich habe inzwischen schon gehört, dass er sich schon nach einem guten Familienanwalt umhört. :?

    Heute war mein Sohn wieder bei mir. Wir haben uns noch einmal lange über das Thema Suchtkrankheit unterhalten. Er war sehr interessiert, hat viel nachgefragt und sagte dann, dass er mich jetzt verstehen würde.

    Micha : Du schreibst, dass deine Familie dir hilft, seit dem du deine Alkoholkrankheit erkannt und akzeptiert hast. Ich denke genau das ist der entscheidende Punkt. Mein Mann macht immer noch alle anderen dafür verantwortlich, dass er trinkt. Manchmal glaube ich sogar, er sucht nach Argumenten für seine Sucht. Und so lange er nicht erkennt, dass er trinkt, weil er suchtkrank ist, werde ich ihm jegliche Unterstützung verweigern. Wie ich schon geschrieben habe, erwartet man ja von mir, dass ich als seine Frau, ihm bei seiner jetzt begonnenen Therapie helfe. Ich glaube (nein ich weiß) aber, dass er nur eine Chance hat, wenn ich ihm nicht helfe! Ich habe auch den Eindruck, nach dem was mir so erzählt wird, dass es ihm richtig gut geht. Er wird bemitleidet dafür, dass er so eine "eiskalte" Frau hat. Und ja Malinca, er lullt alle mit seinem Charme, den er immer noch hat ein. Alle kennen ihn nur als charmanten, rücksichtsvollen, zuvorkommenden Mann. Keiner kennt ihn so wie ich. Und keiner hat sich in den letzten Jahren so viel Sorgen um einen Rückfall gemacht, wie ich. Die Ängste, die ich ausgestanden habe, kennen sie nicht.

    Schlaft schön!

    Hallo ihr Lieben,
    nun steht wieder ein Wochenende an, wovor ich mich schon ein wenig graule. Nee, nicht weil ich die Einsamkeit fürchte... Ich bin sehr gern allein. Aber am Wochenende ist die Familie so präsent, die Familie, die allesamt kein Verständnis für mich und meine Entscheidungen haben, die immer wieder versuchen mich umzustimmen. Nur mit Vorwürfen argumentieren, das größte Mitleid für ihn bekunden und denen (so ist mein Gefühl) völlig egal ist, wie es mir dabei geht. Nur zum Verständnis, ich rede von seiner Familie (die können nicht anders, weiß ich) sondern auch von meiner! Heute hat mir mein Sohn erzählt, dass eigentlich alle wussten, dass mein Mann erst Dienstag in die Klinik geht. Mein Vater hat mich bewusst nach Hause fahren lassen, obwohl er wusste, dass mein Mann da sein würde. Ich bin doch extra übers Wochenende zu meinen Eltern gegangen, weil er zu Hause war. Mein Vater hat es wohl damit begründet, dass wir ja noch gar nicht miteinander geredet hätten, mein Mann mir ja noch gar nicht erklären konnte, warum er getrunken hat! ??? Deshalb hat er mich zu ihm nach Hause fahren lassen! Ich habe das Gefühl, die haben mich bewusst ins offene Messer laufen lassen. Zu meinem Sohn habe ich gesagt, er solle erst einmal darauf vertrauen, dass seine Mutter die bestmögliche Entscheidung für sich selbst fällen wird. Das hat er verstanden. Am Sonntag bin ich bei meinen Eltern zum Essen eingeladen. Dort werde ich versuchen, das so ähnlich mit meinen Eltern zu klären. Ich habe ja nun schon mehrmals versucht ihnen zu erklären, dass ich meinem Mann nicht helfen kann und warum nicht, und warum ich nicht mehr mit ihm leben kann. Sie meinten im Nachhinein ich lasse nicht mit mir reden. Ich bin bitter enttäuscht, dass sie mir nicht vertrauen, dass ich den richtigen Weg für mich, ihre Tochter (!) finde. Jedenfalls werde ich sie bitten, nicht mehr über dieses Thema zu sprechen, nicht mehr auf mich einzureden. Ich denke, es macht keinen Sinn, es regt nur die Gemüter auf, vermittelt Enttäuschung und Schmerz.
    Wenn sie das nicht schaffen, brauche ich wohl auch eine zeitl. begrenzte Trennung von ihnen. Ich kann das nicht mehr aushalten. Es regt mich innerlich dermaßen auf und zieht mich total runter.
    Na- dann kam auch noch ein Anruf von seiner Schwester: bin ja so enttäuscht - das hätte ich nie von dir gedacht - du musst ihm doch noch eine Chance geben - ich dachte du liebst ihn - jetzt wo er doch was macht! Dann hat sie mich noch ausgelacht, wie ich ihr sagte, dass ich das Haus allein halten wollte. Und dann hat sie auch noch gedroht, wenn ich mich trennen möchte (Alle reden immer davon, ich wolle mich scheiden lassen, ich sage immer wieder, dass ich so weit noch gar nicht denke, dass mir im Moment eine Trennung wichtig ist), dann gibt’s sowieso gleich die Scheidung (seinerseits)!
    Jedenfalls habe ich mir jetzt vorgenommen, mich auf diese Gespräche nicht mehr einzulassen. Es tut mir unsagbar weh, so viel Unverständnis meiner Familie zu erfahren.

    Wünsche euch eine gute Nacht!

    Was ich nochmal schreiben wollte: Ich bin so froh, dass ihr da seid! Jeden Tag lese ich mich durch die verschiedenen Einträge. Es hilft sehr viel, zu merken, dass ich nicht allein bin. Danke euch!

    Liebe Uschi, dein und mein Hoffen auf eine ruhige Nacht hat sich für mich leider kurz vor Zwei (!) zerschlagen... Ich bekam eine SMS von meinem Mann. Mein erster Gedanke war: Was egoistisch! Ich muss früh aufstehen und arbeiten gehen! Er schrieb, dass er eben (!!!) ein Gespräch gehabt hätte, wobei man ihm gesagt haben soll, dass wir gemeinsam dort in der Klinik beraten werden könnten, wegen unseres Eheproblems! :shock: Was? Eheproblem? Wo holt er das nur wieder her? Und er hat gefragt, ob ich bereit bin, einen gemeinsamen Weg mit ihm weiter zu gehen. Erst wollte ich auf diese SMS eine saftige Antwort schreiben. Diese Idee habe ich aber ganz schnell verworfen. Habe gedacht: Nein! Keine Antwort, schon gar nicht per SMS! Nach dem Handybimmeln konnte ich nicht mehr einschlafen. Hatte auch ein wenig Angst, dass er nun, wo ich ja nicht geantwortet habe, schnell nach Hause kommt. (10 min Autofahrt, sein Auto steht vor der Klinik) Gottseidank kam er nicht. Ich hatte mir dann aber später noch überlegt, morgens in der Klinik anzurufen, von dem Vorfall zu erzählen und anzubieten, dass ich zum klärenden Gespräch in die Klinik komme. Ich dachte, unter therapeutischer Aufsicht wäre vielleicht eine gute Möglichkeit, ihm zu sagen, dass er keine weitere Chance von mir bekommt und meine Entscheidung unwiederruflich ist. Dann merkte ich aber, wie sehr mich nur die Gedanken an diese SMS und meine mögliche Reaktion darauf, aufregten, mir immer unwohler wurde mit diesem Gedanken, dass ich mich dann nach längerem Grübeln dazu entschließen konnte, gar nichts zu tun. Ich habe bisher nicht auf die SMS reagiert, werde es auch nicht tun.
    Ich habe dabei auch an euch hier gedacht. Habe mich gefragt, was würdet ihr zu meiner Reaktion sagen. Und ich war mir sicher, ihr würdet mich darin bestätigen, ihn "hängen" zu lassen, stimmts?
    Bisher habe ich auch noch keine bisschen Reue in seinen Worten oder Taten erkennen können. Und überhaupt keine Einsicht, dass sein Trinken der Auslöser für den ganzen Schlamassel ist. Nun haben wir auch schon Eheprobleme, höre ich zum ersten Mal. Seine Uneinsicht bestätigt mich nur immer wieder darin, dass es mein einzig richtiger Weg ist, mich von ihm zu trennen. Ich habe keine Hoffnung, dass er es schafft und wir eine ?te Chance bekommen.

    Uschi, du fragst wann er aus der Klinik kommt. Also, wenn er durchhält, ist er nach 14 Tagen dort wieder raus, wenn er nicht durchhält wohl eher. Ich denke, dieser Aufenthalt ist nur zum Entgiften, mit therapeutischer Begleitung. Das kann ja noch nicht alles sein. Aber ich denke für ihn schon. Länger wird er nicht seiner Arbeit fern bleiben wollen. Ich werde abwarten...

    Ich wünsche allen ein schönes Wochenende!

    Hallo Uschi, bisher habe ich mit Anwälten eigentlich nicht so gute Erfahrungen gemacht. Die waren meist schneller dabei, Briefe zu verfassen, als es mir Recht war. Und eine saftige Rechnung kam dann noch schneller. Aber gut, wenn du andere Erfahrungen hast, werde ich das mal so probieren, wie du beschrieben hast. Dankeschön dafür! Wahrscheinlich muss ich sicherer diesen Anwälten gegenüber treten. Ich kann ja nachfragen und klar sagen, was ich möchte, oder? Wenn das nicht so klappt, gehe ich eben zu einem anderen.

    Also ich denke, ich stimme einer gemeinsamen Veranlagung für 2009 auf jeden Fall zu. Wenn wir getrennt veranlagt werden würden, müsste er vermutlich ´ne große Summe Steuern nachzahlen, da er die doppelte Haushaltsführung und weite Heimfahrten bisher geltend macht. Außerdem hat er bisher Steuerklasse III, das wäre sicher teuer für ihn. Aber für nächstes Jahr werden die Steuerklassen geändert und dann getrennt berechnet. Ich hoffe, dass er mir da nicht auch noch einen Strich durch die Rechnung macht, aber Malinca hat mir ja schon geschrieben, dass er nichts dagegen machen kann.
    Dann schaue ich morgen mal ins Branchenbuch, suche mir die Anwälte für Familienrecht raus und werde erstmal telefonisch meine Möglichkeiten abfragen.

    Seit mein Mann dienstag Morgen das Haus verlassen hat, genieße ich in vollen Zügen diese entspannte Ruhe in meinem Zuhause. Die Dinge, die er hier schon verändert hat (Bilder abgehangen, einige Dinge entwendet) kann ich nur müde belächeln. Will sagen, es macht mir nichts aus. Ja, ich denke auch viel über die vergangenen Jahre nach. Es fallen mir ständig irgenwelche Situationen aus unserer Ehe ein, die ich nun in einem ganz anderen Licht sehe, frage mich immer wieder, an welcher Stelle er mich noch belogen und betrogen hat. Vieles nehme ich so im Nachhinein ganz anders wahr. Meine Arbeitskollegin sagte heute zu mir, sie kann das gar nicht begreifen, vor drei Wochen sah sie uns noch als das "Traumpaar", so harmonisch und liebevoll. Ich habe ihr erklärt, wie ich das empfinde. Den Mann vor drei Wochen habe ich unendlich geliebt, dem habe ich vertraut, ich fühlte mich sicher. Der Mann mit dem ich noch verheiratet bin, ist ein völlig fremder Mensch für mich! Den Mann, den ich geheiratet habe, habe ich verloren. Ich hätte ihn gern wieder. Aber ich weiß, dass das nicht möglich ist. Vor diesem Mann, mit dem ich noch in einem Haus lebe, habe ich Angst, weil ich ihn überhaupt nicht kenne.
    Das hat sie gut verstanden, hat mich in den Arm genommen und mir angeboten, dass ich immer zu ihr kommen kann, zum Quatschen und wenn ich Hilfe brauche. Ist eine liebe Freundin!
    Ich bin gespannt, wann er wieder aus der Klinik kommt, mir wird ganz schön mulmig bei dem Gedanken. Aber ich sage mir immer wieder, da musst du durch! Das schaffst du!
    Und dann werde ich versuchen, mit ihm zu reden, wie es nun mit uns weitergehen kann und aus meiner Sicht soll. :roll:

    Liebe Uschi und alle anderen hier, ich wüsche euch eine erholsame Nacht!

    Ach liebe Malinca, vielen Dank für deine lieben Worte!

    Die Lohnsteuerkarten für 2010 liegen hier auch gerade zum Abgeben bereit. Dann bringe ich die erstmal zu unserem Meldeamt und bitte um eine Getrennt-Lebend-Erklärung. Das ist im Rathaus unseres kleinen Dörfchens. Dort sitzt auch mein Arbeitgeber, so wird unsere Trennung offiziell. Danke dir für den Rat!
    Ja, das ist auch einer meiner Gründe, (noch) nicht zum Anwalt gehen zu wollen. Ich würde mit meinem Gehalt gerade so zurecht kommen, zusätzliche Ausgaben (wie für einen Anwalt) muss ich irgendwo anders abzwacken. :? Aber mein Bauch sagt mir auch, dass das meine Situation hier nur verschlimmern würde, wenn ich einen Anwalt einschalten würde. Ich möchte es erst einmal im Ruhigen versuchen.

    Ja Malinca, ich versuche stark zu sein! Ich glaube auch zu wissen, was mir gut tut und was mir schadet. Ich habe in meinem Leben schon einige Nackenschläge einstecken müsse. Habe lernen müssen, für mich selbst zu sorgen und für mich selbst sorgen zu können. Und ich weiß, dass ich nicht in einer Ehe leben kann, die auf ein Lügengerüst aufgebaut ist. Mit diesem (für mich irreparablen) Vertrauensbruch kann ich nicht leben, da bin ich mir 100%ig sicher. Dafür bin ich mir selber viel zu wichtig, als das ich mir das antue. Ich weiß, klingt ganz schön egoistisch. Aber ein wenig Egoismus ist überlebensnotwendig. Bevor sein Lügengerüst zusammenbrach, war ich felsenfest davon überzeugt, dass ich ihn bedingungslos liebe. Ich weiß nicht, ob ich jemals wieder solch eine bedingungslos vertrauende Beziehung zu einem Menschen aufbauen kann.

    Ich wünsche dir und allen anderen hier eine erholsame Nacht!

    Hallo zusammen,
    ich habe eben nachlesen können, dass ich die Steuerklasse ja sogar ändern lassen muss, sonst begehe ich Steuerbetrug. :shock:
    Ich lese immer wieder von der Trennungszeit. Weiß jemand, wie man so eine Trennungszeit offiziell einläutet? Muss ich doch zum Anwalt?

    Vorhin haben mich seine Eltern angerufen. Haben auch gefragt, wie es mir geht. :shock: Auf meine Gegenfrage antworteten beide, es geht ihnen ganz gut! Bin ich eigentlich die einzige, in der Familie, der es schlecht geht? Sie haben mir auch erzählt, dass er in den letzten Tagen öfter bei ihnen war. Er hätte ganz gut ausgesehen und hätte sehr gut gegessen! ??? Der Hammer war, dass sie mich auch noch gefragt haben, ob ich am Wochenende zur Geburtstagsfeier seiner Schwägerin komme!
    Dann fragten sie noch, ob ich etwas von ihm gehört hätte, da er sich seit gestern nicht gemeldet hat. Und sagten noch, sie würden mich informieren, sowie sie etwas heraus bekommen würden. Ich habe nur noch sagen können, dass ich nichts hören möchte von ihm. "Achso."

    Ich habe heute nach langer Zeit wieder mein Haus geputzt und Wäsche gewaschen. Seit der Schock-Nachricht vor 10 Tagen war ich dazu nicht mehr in der Lage. Aber nun kann ich langsam wieder klar denken, möchte um dieses, mein Haus kämpfen!
    Es ist mein Haus! :!:

    Liebe Grüße!
    ossi2

    Danke Gotti! Danke Uschi!

    Ich habe mir auch schon gedacht, dass es gut wäre einen Anwalt einzuschalten. Aber ich habe auch Bedenken, dass er dann auf Konfrontation geht und nur dem Nötigsten zustimmt. Ich habe mir gedacht, ihn um ein Gespräch zu bitten, wenn er aus der Klinik kommt, um mit ihm zu regeln, wie es hier weiter gehen soll.
    Ich erkläre euch mal kurz unsere Situation zum Haus. Wir beide haben vor vier Jahren das Grundstück gekauft, stehen also beide im Grundbuch. Den anschließenden Bau und auch den Preis für das Grundstück haben wir per (gemeinsamen) Darlehen bezahlt, also 100%ige Finanzierung, wir hatten beide kein Geld, hatten beide gerade eine Scheidung hinter uns. Ich habe das Grundstück "besorgt" und nur bekommen, weil ich bei unserer Gemeinde angestellt bin. ;) Das Haus habe ich entworfen und die gesamte Bauzeit selbst begleitet (ohne ihn). Er musste sich hier natürlich hauptwohnsitzlich anmelden (für die Bank). Er hat aber auch eine kleine Wohnung an seinem Arbeitsort. Er ist nur am Wochenende und im Urlaub hier. Die monatliche Rate fürs Haus geht schon seither von meinem Konto runter. Wir haben getrennte Konten! (Hat er auch geschickt eingefädelt, so merke ich nicht, wie viel Geld er für seine Sucht ausgibt. Da kam ich jetzt erst drauf.)
    So, und ich habe nun gerechnet und denke, ich kann die Raten allein weiter zahlen, was ich aber gar nicht müsste. Ich will ihm das aber so anbieten. Nur die Steuerklassen müssen wir tauschen, ich habe jetzt noch die V, so schaffe ich das nicht. Er hat seine Arbeitsstelle und seine Wohnung woanders, ich arbeite und wohne hier - ist doch eigentlich klar. Wie gesagt, wir könnten das ganz einfach regeln, wenn er das so will, aber vielleicht versucht er nun, mir das Leben schwer zu machen. Weil ich ihn ja verlassen habe und ja sowieso Schuld bin, dass er ja so krank ist! ... Keine Sorge, ich weiß, dass das so nicht ist, aber er wird so denken. Und deshalb denke ich, ich versuche erst einmal in Ruhe mit ihm zu reden, bevor ich einen Anwalt aufsuche, was ich ihm aber auch so sagen werde.

    Nochwas... Seit dem ich Montag bei meinen Eltern wieder ausgezogen bin, habe ich nichts mehr von ihnen gehört. Sie merken gar nicht, wie schlecht es mir geht, fragen nicht nach. :cry: Darüber bin ich schwer enttäuscht! Wie es ihm geht, wissen sie bestimmt.

    Wie froh bin ich andererseits, dass ich euch hier gefunden habe! Danke für euren Zuspruch! Der Austausch hier tut mir richtig gut.
    Meine Arbeitskolleginnen darf ich natürlich hier nicht vergessen! Die sind ganz lieb und fürsorglich zu mir. Und verstehen 100%ig meinem Entschluss.

    Liebe Grüße!
    Ossi2

    Ein liebes Hallo zurück!

    Ja Gesche, du hat Recht. Es wäre besser, wenn ich erst einmal ausziehen würde. Habe ich ja auch gemacht, war drei Tage bei meinen Eltern. Aber das hat mir auch gereicht. Meine Eltern haben immer wieder auf mich eingeredet, wie und was hab ich ja schon geschrieben. Sie haben jedenfalls überhaupt kein Verständnis dafür, dass ich nicht mehr kann und will. Haben viel mehr Mitleid mit ihm! Echt schrecklich!
    Erst heute habe ich gelesen, dass man schnell mal sein Wohnrecht verwirken kann, wenn man auszieht. Und ich habe mir ganz fest vorgenommen, mich nicht auch noch von meinem Haus zu trennen. Und dann ist da auch noch mein Hund, der ist ziemlich groß, mit dem kann ich auch nicht mal so schnell irgendwo anders unterkommen. Der litt schon die drei Tage, dass er nicht in seinen Garten konnte.
    Ich habe für mich zwei Dinge entschieden, zum Einen, mich endgültig von meinem Mann zu trennen. Und zum Anderen, will ich um mein Zuhause kämpfen. Das wird für mich ein finanzieller Kraftakt, da ich auf seine Unterstützung verzichten möchte. Das sind meine Vorstellungen, ich weiß ja nicht was noch kommt, was er sich vorstellt und in wie weit er mir das Leben schwer machen wollen wird.

    Aber diese Nacht wird ruhig... Bestimmt! :)

    Und das wünsche ich auch allen anderen: Eine ruhige Nacht!

    Nun weiß ich, warum er nicht unser Haus verlassen konnte...
    Er sagte ja, er könne nicht zu seinem Bruder, seiner Schwester oder seinen Eltern (die alle in der Nähe wohnen), als ich ihm sagte, dass ich es nicht mehr mit ihm unter einem Dach aushalten könne. ??? Was bin ich immer noch naiv! Da kriegt er keinen Alkohol!!!
    Nachdem ich ja über´s Wochenende mit unserem Hund zu meinen Eltern gezogen bin, und mich eigentlich schon bestraft fühlte, kam ich am montag Nachmittag endlich wieder nach Hause. Hatte mich so sehr gefreut... Doch oh Schock - er war noch da! Hatte er doch gesagt, er ginge Montag in die Klinik! Ich fragte ihn danach, er antwortete er ginge erst morgen, ... und stapelte seelenruhig das Kaminholz weiter, das er kurz vorher liefern lassen hat. ER HAT`S NICHT KAPIERT! Er nimmt mich und meine Worte wohl gar nicht für voll!
    Egal, nun konnte ich auch nicht mehr umdrehen, dachte dass geht schon für eine Nacht. Da ich später noch einmal zur Arbeit musste und erst spät abends wieder kam, begegneten wir uns nicht. Abends verschwand ich ganz schnell in unserem Gästezimmer, mein Bettzeug und den anderen Kram hatte ich ja noch in Sack und Taschen von meinen Eltern. Meinen Hund nahm ich mit in dieses kleine Zimmer, der wollte da gar nicht rein. Er tat mir mal wieder richtig Leid, wird er ja zur Zeit auch ganz schön hin und her geschupst. Der liebt auch sein Zuhause mit dem Garten und so.
    Ich war spät in der Nacht endlich zur Ruhe gekommen, da schreckte ich durch eine mörderisches Poltern, das nicht enden wollte, nur leiser wurde, wieder auf. Ihr könnt euch vorstellen, was für Angst ich bekam. Ich hörte später wie er, anscheinend sturzbetrunken die Treppe herunter polterte. Den ganzen Abend, wie auch jetzt schepperte immer wieder die Terassentür auf und zu. Wie ich jetzt weiß, um in die Garage zu gehen, um nach zu tanken! Bisher hat er mir immer erzählt, er wolle lieber draußen rauchen, wegen des Gestanks und so. Was hat der mich angesponnen!
    Naja, geschlafen habe ich nicht mehr, lag nur noch angespannt in meinem Bett, das Handy in der Hand, die Nummer meiner Eltern zum schnellen Wählen programmiert, und lauschte den Dingen, die da draußen passierten. Sehr früh heute Morgen ist er dann weggefahren, ich denke endlich in die Klinik. Ich habe dann nachgeschaut, was er denn so angestellt hatte. Er muss über meinen Crosstrainer geflogen sein, war eindeutig zu sehen. Dann hat er sämtliche Bilder abgehangen, einige Schränke durchwühlt, Fotos, Grußkarten und anderes Persönliches von meinem Nachtschrank genommen. Ich habe gottseidank nichts gefunden, was er kaputt gemacht hätte. So habe ich ihn noch nie erlebt. Und ich habe Angst, dass er ziemlich schnell wieder aus der Klinik kommt (die Therapie dauert dort nur 14 Tage) und ich weiß nicht, was dann passiert. Ich muss arbeiten – mehrere solcher Nächte schaffe ich nicht. Aber ich will mein Haus auch nicht aufgeben, steckt doch mein ganzes Herzblut drin (habe ich selbst entworfen). Ich möchte hier weiterhin wohnen – ohne ihn! Das Finanzielle kriege ich hin, aber er ignoriert einfach mein Anliegen. Ich möchte nicht schon gleich zum Anwalt gehen, ich denke, damit provoziere ich ihn nur noch mehr. Aber ich möchte auch keinen Tag länger mit ihm hier unter einem Dach verbringen – ich habe Angst vor ihm. Was soll ich nur tun?

    Ja Micha, mein Mann wird wohl ein Pegeltrinker sein. Im Büro scheint ja auch noch nie einer was bemerkt zu haben. Und die Familie hat ihn auch nicht betrunken gesehen. Und ich auch nicht, obwohl ich im Nachhinein festgestelt habe, dass er auch zu Hause getrunken hat. Ich glaube, bei einem Pegeltrinker ist es besonders schwierig die Alkoholkrankheit zu erkennen.
    Schönen Wochenanfang!
    ossi2

    Hallo Doro! Hallo Micha!

    Inzwischen bin ich mir sicher, dass es die richtige Entscheidung ist, ihn jetzt zu verlassen. Ich danke euch für eure unterstützenden Worte! Leider renne ich hier zu Hause gegen Windmühlen. Ständig muss ich meine Entscheidung rechtfertigen. Alle haben doch so viel Mitleid mit dem armen Mann. Ich schaffe es nicht, ihnen zu erklären, dass man ihm damit nicht hilft. Ich hoffe, ich habe weiterhin die Kraft, mich gegen die ständigen Vorwürfe, ich müsse ihm doch helfen, wir sind doch verheiratet, ich bin so kalt, er braucht mich, das kann ich doch nicht machen... usw. wehren kann. Ich hoffe, ich muss mich nicht auch noch von meiner Familie trennen.
    Die andere Sache ist, dass ich ihm auf seine Frage, ob er noch eine Chance hat, nicht eindeutig geantwortet habe. Da er morgen in die Klinik gehen will, denke ich, er macht das alles nur in der Hoffnung, unsere Ehe damit retten zu können, aber nicht für sich. Einerseits möchte ich, dass er mein eindeutiges Nein! erfährt, bevor er in die Klinik geht. Andererseits weiß ich nicht, wie er dann reagieren würde, angedroht hat er ja schon Einiges. Was meint ihr? Wäre das zu hart?

    Ossi2

    Hallo zusammen… Hallo Uschi,
    ich habe soeben sehr interessiert deine Geschichte hier verfolgt. Und die Beiträge von Micha dazu… Seine Worte haben mir noch einmal bestätigt, dass ich (und auch du) auf dem richtigen Weg bin (bist). Wenn es dich meine Geschichte interessiert, kannst du sie unter „von einem Tag auf den anderen war alles anders“ nachlesen. Ich habe vor zwei Tagen meinen Mann verlassen. Nach fünf Tagen völliger Lähmung, habe ich diesen Entschluss getroffen. Allerdings denke ich, sind bei mir die Vorraussetzungen anders, als bei den meisten Co´s. Mein Mann trinkt seit seiner letzten (dritten) Bauchspeicheldrüsenentzündung nicht mehr – hat er jedenfalls alle denken lassen. Da er ja nun mit der nächsten Bauchspeicheldrüsenentzündung ins Krankenhaus kam, wissen alle: Das stimmt nicht! Er hat, vor allem mich, belogen, betrogen, hintergangen. Und was das schlimmste ist, das nach und nach wieder wachsende Vertrauen ist restlos und endgültig weg. Deshalb war für mich ziemlich schnell klar, dass ich weg von ihm muss. Von einem Tag auf den anderen war alles anders! Ich denke, dieses Schockerlebnis hilft mir ungemein, so klar und konsequent zu sein. In deiner (wie auch in vielen anderen) Situation, glaube ich, lebt immer noch die Hoffnung. Es ist so ein schleichender Prozess, der Partner trinkt immer mehr, zwischendurch gibt´s auch ein paar angenehme Tage… Was ich sagen möchte, die Frage, wann ist´s zu viel, wann ist Schluss, macht einen mürbe, oder? Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Absprung? All diese Fragen brauchte ich mir nicht stellen. Da bin ich froh drüber! Ich habe nur eine Mordswut im Bauch, ich wurde fast zwei Jahre von meinem Mann von vorn bis hinten beschissen, der mir mehrmals am Tag beteuerte, wie sehr er mich liebt. All diese schönen Gefühle, wie Liebe, Zuneigung, Sehnsucht sind bei mir schlagartig weg. Ja, und was ich eigentlich sagen wollte, auch wenn ich sehr schmerzhaft eingebrochen bin, dieses Erlebnis hat mich auf den richtigen Weg gebracht. Solch ein Schockerlebnis fehlt den meisten Betroffenen. Ich will nicht sagen, dass ich euch das wünsche…. Doch! Ich hoffe, ihr versteht, wie ich das meine.
    Ossi2

    … und noch etwas wird mir gerade bewusst:
    Ich bin gestern, als er aus dem Krankenhaus kam, zu meinen Eltern gegangen. Ich habe ihm gesagt, dass ich nicht mit ihm im Moment (auch falsche Formulierung, ich hab das Türchen offen gelassen, ich merk´s schon) unter einem Dach leben kann. Ich hatte gehofft, dass er geht, eigentlich nur wegen meines (großen) Hundes. Zu Hause hat er seinen Platz, wir habe einen Garten, wo er sich häufig aufhält, er ist es gewohnt, raus und rein zu kommen, wie er will. Meine Eltern wohnen in einem kleinen Häuschen ohne Garten. Sie habe auch einen Hund. Ok, es geht, keine Frage. Aber mein Mann hat seine Eltern, seinen Bruder, seine Schwester und seine Wohnung bei seiner Arbeitsstelle. Er sagte nur, dass er da überall nicht hin könne. Jetzt habe ich das Gefühl, er will mich so für meine Entscheidung bestrafen. Ok, kann ich mit leben- ist mir nur so bewusst geworden.

    Ossi2