Hallo Auf dem Weg,
ganz lieben Dank für deine schönen Worte. Das hat mir wirklich gut getan.
Ich bin irgendwie erleichtert, dass es dir auch so ähnlich geht wie mir (nicht böse sein).
Wir schreiben uns ja auch noch Mails oder simsen, und ich denke dann oft, nur ich mache sowas und bin viel zu emotional. Zu sehen, dass es auch anderen so geht, also nicht dieses "aus den Augen, aus dem Sinn", beruhigt mich.
Ich finde gut, dass du weißt, was du willst und was dir gut tut. Ich würde auch nicht mehr mit ihm telefonieren, das ging auch während der Beziehung oft schief. Lieber persönlich miteinander sprechen, da sieht man den anderen, und vor allem seine Körpersprache. Das verrät ja schon viel. Aber er will mich nicht sehen. Das akzeptiere ich, wenn auch noch widerwillig.
Dass du dir zum Geburtstag einen lieben Gruß von ihm wünscht, ohne ihn sehen zu müssen, finde ich gar nicht lächerlich. Man hat Wünsche, stellt sich das in Gedanken dann alles schon vor und wenn es dann eintrifft, macht es einen froh. Das kenne ich gut. Meine Phantasie geht da manchmal ganz schön mit mir durch.
Warum man in einer Beziehung bestimmte Dinge so und nicht anders macht, können andere, finde ich, gar nicht einschätzen. Er hat dich betrogen, aber du wolltest ihn trotzdem nicht verlieren. Das wäre mir genauso gegangen. Es kommt ja immer auf die Intensität der eigenen Gefühle an. Ich hatte mal einen Freund, dem habe ich gesagt, er braucht nicht mehr wiederzukommen. Ich war dann ein paar Tage traurig und das war es dann aber auch. Wenn die Gefühle nicht sooo stark sind, kann man leichter konsequent in seinem Verhalten sein.
Ich ertappe mich auch dabei, wie ich ihn vor mir selbst entschuldige, dabei habe ich auch einiges aushalten müssen. Aber es ist, wie du sagst, man muss erst seine eigene Stärke finden. Ich denke, ich fange gerade erst damit an, aber ich bin optimistischer geworden.
Mein Tag gestern war ok, ich habe mich beschäftigt, war im Regen im Wald unterwegs, aber es war schön. Abends habe ich in meinem Tagebuch gelesen, Einträge, als ich so dreizehn/vierzehn war. Erschreckend. Ich möchte nicht, dass es meinen Kindern so geht wie mir damals.
Ich hoffe, du bist nicht wirklich krank geworden. Wie geht es heute?
Danke für deinen "Drücker", es ist klasse, sich mit dir auszutauschen.
LG Sonnenblume