Beiträge von Billy170

    Hallo, Ihr Lieben!!


    Heute mal schnell ein kurzes Update von mir...!
    Melanie, ich wollte mich doch noch für Deinen Tipp bedanken!! Habe es genaus so gemacht und mir überlegt, was ich im Falle eines Spontanbesuches tun werde! Da musste ich doch schon ein bisschen überlegen.
    Also wenn er vor mir stehen würde und getrunken hätte, würde es mir gar nicht schwer fallen, "angemessen" zu reagieren und ihn ohne Diskussion wieder weg zu schicken! Wenn er nüchtern erscheinen würde, würde mir das schwer fallen, aber ich würde mich genau so entscheiden!! :?
    Aber bisher ist wirklich Ruhe und ich hoffe, dass das auch so bleibt.

    Ich bin sehr froh, dass mir dieser Abstand so gut tut..das ich statt dessen meinen eigenen Weg gehe.
    Es passiert manchmal, dass ich mich bei bestimmten Situationen gerade zu erleichtert bin, wenn ich feststelle, dass ich mir keine Gedanken darüber machen muss, was mich wohl zuhause erwartet.
    Aber es wird noch eine Weile dauern, bis diese Gedanke nicht mehr da sind. Bis ich nämlich gemerkt habe, dass es "normaler" ist, dass man sich keine Gedanken machen muss und dies als selbstverständlich hinnehme. :roll:

    Im Moment geht es mir sehr gut, auch wenn ich wegen einiger anderer Dinge ziemlich im (positiven!!) Stress bin.

    Herzliche Grüße an alle Leser und einen schönen sonnigen Tag für Euch


    Billy :D

    Hi Paddy und alle anderen!

    Wenn man einen Menschen liebt, dann akzeptiert man ihn so, wie er ist. Mit Stärken und Schwächen. Eine liebevolle Beziehung führt dazu, dass beide Partner aneinander wachsen, einander respektieren, durchaus auch kritisieren.

    Mit einem alkoholabhängigen Partner kann ich keine liebevolle Beziehung führen! Das wurde mir irgendwann klar. Allerdings sehr lange bevor ich den Schritt der endgültigen Trennung vollzogen habe.

    Tja, was hat mich gehalten...am Ende war es keine Liebe mehr, das kann ich definitiv sagen!
    Ich wusste nicht, wie ich vorgehen sollte...was mache ich mit der Wohnung, den Möbeln.
    Dann hat mich nur die Angst davor abgehalten, die Beziehung zu beenden.
    Angst davor, dass er nicht alleine zurecht kommt, dass er die Wohnung verlieren wird, dass er sich vlt. etwas antun würde.
    Ich habe mich in der Verantwortung gesehen und mir ist sehr spät klar geworden, dass ich für ihn keine Verantwortung habe.

    Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich oft gefragt, was wäre, wenn er wirklich nichts mehr trinken würde. Ob ich dann bei ihm bleiben würde.
    Ich musste mir eingestehen, dass das nicht der Fall sein würde. Meine Liebe ist irgendwann erloschen.

    Das was mich gehalten hat, waren Ausreden, die ich mir selbst gesucht habe, um meine Leben nicht nachhaltig ändern zu müssen.

    Ein bisschen konfus, das alles, oder???

    Trotzdem herzliche Grüße

    Billy
    :D

    Hallo an alle! :D

    Habe nun beschlossen, meine "Strategie" zu ändern...Telefogespräche werden angenommen und dann ohne großartige Diskussionen wieder beendet.
    Kann mir nicht vorstellen, dass er dann nicht bald aufgibt.

    Dann bleibt mir nur noch die Befürchtung, dass er eines Tages wirklich vor meiner Tür steht...aber das bleibt mir hoffentlich erspart!! :(

    Mal sehen, wie das weitergeht!

    Liebe Grüße an Euch alle!!

    Billy :)

    Hi Melanie!

    Danke fürs freuen :D:D:D

    Ja...diese Sache mit dem Vertrauen!!
    Es ist schwierig, einem Menschen wieder zu vertrauen. Oder auch das Gefühl zu haben: Auf diesen Menschen kann ich mich verlassen!

    Ich muss daran arbeiten, dass ich nicht mehr alles selbst regeln MUSS! Das ich Verantwortung abgeben kann. Das ich mir nicht mehr über alles Gedanken machen muss...weil ich eben nun einen Menschen kenne, der "selbstorganisiert" ist. (Eine bessere Beschreibung ist mir da jetzt nicht eingefallen!)

    Das wird schon werden...hab Geduld...und halte die Augen auf :mrgreen::mrgreen:

    Herzliche Grüße

    Billy

    Hi Melanie :D

    Jetzt möchte ich mich doch auch mal in Deinem Thread zu Wort melden...!

    Deine Gefühle kann ich gut nachvollziehen...nachdem ich mich vor fast einem Jahr (boa, so lange ist das schon her) getrennt habe, schwankte meine Gefühlswelt zwischen "erst mal meine Ruhe haben" und "schnell eine neue Partnerschaft"...aber so richtig vorstellen konnte ich mir das nicht, weil ich nicht glaubte, dass es überhaupt einen Kerl gibt, der
    1. mich nett finden könnte
    2. auf den ich mich einlassen kann
    3. der meinen "Ansprüchen" genügt :mrgreen:
    4. mir das Gefühl von Sicherheit gibt und dem ich vertrauen kann

    Und nun...hab ich ihn gefunden...obwohl ich nicht wirklich gesucht habe!
    Ich hätte es nie für möglich gehalten, aber es funktioniert, auch im "reiferen Alter" 8) (bin 40) einen neuen Partner zu finden!

    Glaubs mir, irgendwann wirst Du auch in dieser Beziehung "angekommen" sein!

    Herzliche hormongesteuerte Grüße

    Billy :D

    Hi!

    Zitat

    Mich kümmert das heute nicht mehr und ich kann ihn begegnen ohne negative oder positive Gefühle zu hegen. Normal , man sieht sich, redet übers Wetter über banales was die Kinder angeht und geht wieder ohne Stress gehabt zu haben.Wir sitzen zusammen und trinken Kaffe und jeder hat sein eigenes Leben. Merk ich das er mir Fragen stellt die ihn nichts angehen, er also Grenzen überschreitet mache ich ihm das ruhig aber deutlich freundlich deutlich, indem ich ihn darauf hinweise das es ihn nichts angeht.Grenzen setzen.

    Ooooh ja, das ist genau meine Wunschvorstellung.
    Wir haben zwar keine Verpflichtungen mehr miteinander (Kinder, gemeinsame Schulden o.ä.), aber so ein ungezwungenes Verhalten wäre genau das, wo ich mit klar kommen könnte.
    Ich für mich kann sagen, dass das möglich wäre, mir ist übrigens auch klar, dass wir beide einen Teil Schuld am Scheitern der Beziehung haben. Allerdings weiss ich auch, dass mein Ex sich nach wie vor mit mir eine feste Beziehung vorstellen kann!! No no never!!!
    Und so lange er das nicht kapiert (und das habe ich ihm wirklich mehrmals gesagt, ehrlich!! :!: ), so lange werde ich jedem Kontakt aus dem Weg gehen.

    Zitat

    Da bin ich Hilflos, denn ich habe noch nie erlebt, das ich Bedürfnisse anderen gegenüber aussprechen darf ohne das ich getreten wurde oder verletzt oder abgelehnt

    Das ist seeehr schwer, oder? Geht mir ähnlich. Ich kann zwar von mir nicht behaupten, dass ich abgelehnt oder getreten wurde, aber die eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen ist etwas, was Cos und EKAs im Laufe der Zeit auch verlernen bzw. nie gelernt haben.
    Wir haben uns ja immer nur darum gekümmert, dass möglichst alles harmonisch verläuft...keiner was merkt...alles dafür getan, dass der Vater/die Mutter/der Lebenspartner mal nicht so viel säuft und es vielleicht mal ein harmonisches Wochenende wird...!
    Wenn dann noch (wie bei Dir) eine ablehnende Haltung dazukommt, ist es noch schwerer, sich zu verinnerlichen, dass man Bedürfnisse und Wünsche haben DARF und aussprechen MUSS.
    Du arbeitest an Dir und lernst mit jedem Tag, dass ist doch fantastisch!!!

    Herzliche Grüße von

    Billy :D:D

    Guten Morgen, Melanie :D

    Zitat

    Ich merkte aber irgenwas in mir das wollte sich auch nur schwer von ihm lösen

    Da kannst Du wirklich Recht haben...ich bin jedoch noch auf der Suche nach dem, was mich emotional manchmal noch so an ihn bindet.
    Ich weis definitiv, dass es keine Liebe oder Hass ist. Für mich ist unsere Beziehung auch abgeschlossen und ich kann sagen, dass ich mir unter gar keinen Umständen mehr vorstellen kann, wieder mit meinem Ex zusammen zu sein!! Definitiv!!!
    Ich bin inzwischen auch so weit, dass ich keinerlei Zweifel mehr habe, dass meine Entscheidung im letzten Jahr die richtige war!

    Aber...jetzt frage ich mich, warum Anrufsversuche von seiner Seite mich dann manchmal so nerven...warum kann ich nicht das Gespräch annehmen und einfach sagen: "Lass mich in Ruhe und rufe mich nicht wieder an!"
    Irgend etwas "Emotionales" muss noch vorhanden sein...ich glaub, dass ist einfach nur mein Wunsch, sich nach einer beendeten Beziehung noch in die Augen schauen zu können. Völlig ohne Emotionen. Aber das ist von seiner Seite aus (noch) nicht möglich, und ich möchte dann lieber gar keinen Kontakt.


    Fällt es Dir auch so schwer, Deine Bedürfnisse manchmal klar auszusprechen? Ich ertappe mich oft dabei, dass ich von meiner Umwelt manchmal Dinge erwarte, die ich eigentlich für selbstverständlich halte. Ich habe sie jedoch nicht klar angesprochen und wundere mich dann, warum meine Erwartungen nicht erfüllt werden.
    Dabei würde eine klare Aussage im Vorfeld einige Missverständnisse verhindern.
    Da gehört auch die Anweisung "Ruf nicht wieder an" dazu.
    Da hast Du Recht!!

    Bisher habe ich übrigens noch nicht feststellen können, dass er mich irgendwie "verfolgt", aber darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, ob er dazu in der Lage wäre. Der Mann, in den ich mich vor Jahren verliebt habe, würde das nicht machen, aber heute würde ich die Hand dafür nicht mehr ins Feuer legen!

    Sei lieb gegrüßt von

    Billy :D

    Hi Melanie,

    also die neue Nummer wird er über Feunde und Familie nicht erfahren...für diese Menschen würde ich meine Hand ins Feuer legen!!
    Aber es gibt natürlich Wege, die sind manchmal unergründbar, da hast Du sicher Recht.

    Ich spreche ja schon gar nicht mehr mit ihm. An der Nummernanzeige erkenne ich ja den Anrufer und gehe dann nicht dran!
    Und das mittlerweile seit 4 Wochen, aber er versuchts immer mal wieder, vorzugsweise am Wochenende.
    Wir waren sooooo lange zusammen und das kann ich doch nicht einfach alles vergessen, wir hatten doch auch schöne Zeiten (=seine Worte!!).
    Mann oh mann, ich kann es nicht mehr hören...das fällt ihm ein paar Jahre zu spät ein!!

    Kopfschüttelnde aber trotzdem herzliche Grüße von

    Billy
    (staatl. gepr. Kummerkasten) 8)8)

    Hallo Matthias und alle anderen...

    ...klar, das ist das kleinere Übel!!
    Aber das ist dann wieder so ein Punkt, weil er Fakten schafft und ich zusehen muss, was ich daraus mache :evil::evil:

    "Ich trinke, weil's mir schmeckt und kann nichts dafür, wenn Du ein Problem damit hast!"...das waren immer seine Worte!
    So wie er gehandelt hat, war immer alles richtig, ich war ja nur die Frau, der man sagen muss, was sie zu tun und zu empfinden hat.

    Sorry, ich glaube ich werde jetzt unsachlich... 8)

    Ich werde am Wochenende zusehen, wie ich das mit der Tel.-Nr. hinbekomme und nicht weiter darüber nachdenken!!!! GANZ BESTIMMT NICHT!!!!

    Herzliche Grüße

    Billy

    Hi Stella!

    Danke für Deine Meinung!!!
    Ja...für meinen Ex ist es bestimmt eine "einfache" Sache, mich anzurufen, wenn es ihm schlecht geht oder wenn er irgend etwas wissen will.
    Das ist etwas, was ich mir dann auch immer und immer wieder vorhalten muss, damit ich nicht schwach" werde und ihm meine Aufmerksamkeit schenke (durch ein Telefonat oder ein Treffen, was er gerne möchte!).

    Mensch...es ist sowas von anstrengend, dass das Beenden einer Beziehung zu einem Alkoholiker so kompliziert ist.
    Sie können (wollen?) nicht akzeptieren, dass es vorbei ist!! Keiner mehr da, der ihnen Aufmerksamkeit schenkt...!

    Ich werde mich mal bei meinem Provider erkundigen, was das Wechseln kostet...und werde mich nicht überhaupt nicht...nicht ein klitzekleines bisschen darüber ärgern, dass ich nun wegen ihm wieder die Rennerei habe...allen Leuten eine neue Nummer mitteilen muss und womöglich auch noch Kosten an der Backe habe!!
    :( Bin echt sauer!!

    Liebe Grüße

    Billy

    Hallo, Ihr Lieben!!

    Zur Zeit bin ich gerade mal wieder ratlos...ich hatte ja schon geschrieben, dass ich immer mal wieder Anrufe von meinem Ex erhalte.
    Zwischenzeitlich bin ich allerdings dazu übergegangen, wirklich nicht mehr ans Telefon zu gehen.
    Es ändert aber nichts daran, dass mich diese Anrufe dann im Nachhinein ärgern und das ich mir Gedanken mache!
    Zurückgerufen habe ich ihn nicht (und habe es auch nicht vor!!) aber ich überlege gerade, ob es Sinn macht, mir eine neue Mobilnummer geben zu lassen...
    Was mich ärgert ist, dass mich diese Versuche der Kontaktaufnahme (obwohl er mir wirklich nichts mehr bedeutet und ich weder Liebe noch Hass für ihn empfinde!) manchmal immer noch so runterziehen.

    Lust, ihn anzurufen und aufzufordern, Anrufe auf meinem Handy zu unterlassen, habe ich nicht...er muss es doch endlich mal kapieren!

    Wie geht Ihr mit solchen Situationen um...?

    Freue mich auf Eure Ratschläge und Antworten :D

    Herzliche Grüße

    Billy

    Hallo Matthias!

    Vielen Dank für die Nachfrage.
    Zuerst mal konnte ich alles dafür tun, mich nicht zu erkälten :D:D
    Es war saukalt!!! Leider!

    Nichts desto trotz war es seeehr erholsam.
    Ich war mit einer guten Freundin weg, die leider sehr weit von mir weg wohnt. Wir machen seit ein paar Jahren einmal im Jahr zusammen Urlaub!
    Wir haben viel geredet, sie kennt meine Situation, sie kennt auch meinen Ex-Partner.
    Es tat mir gut, immer mal auf den Boden der Tatsachen geholt zu werden.

    Ich habe die Zeit auch dazu genutzt, meine Situation heute mit der vor einem oder zwei Jahren zu vergleichen.
    In einem anderen Thread ist hier gerade die Rede von einer "höheren Macht" (oder Gott oder Buddha oder wer auch immer)...!
    Mit der habe ich mich unterhalten und dafür gedankt, dass ich meinen Weg bisher durchgehalten habe.
    Das ich das alles für mich tun konnte und das es mir heute viel besser geht als vor einem Jahr!

    Ausserdem haben wir Unmengen an leckerem Essen zu uns genommen und haben viel gelacht...! Und das war auch ein äußerst wichtiger Bestandteil dieses Urlaubs!!!

    Herzliche Grüße

    Billy

    Hallo ihr alle!

    Habe lange hier nichts mehr geschrieben!
    Ich habe versucht, diese Zeit sinnvoll zu nutzen und an mir zu arbeiten.
    An meiner Einstellung zu mir selbst vor allem.

    Aber kurz noch ein paar Details, wie es mir persönlich jetzt geht: Ich fühle mich gut, bin kurz davor, den "Renovierungsdauermarathon" zu beenden, der in meiner EIGENEN !!! :D Wohnung herrscht.
    Ich bin glücklich, dass ich mit kleinen Mitteln meine Ideen zumindest teilweise verwirklichen konnte.

    Mein Ex (zwischenzeitlich ganz "unten") lässt es sich nicht nehmen, immer mal wieder telefonisch an mein "Helfersyndrom" zu appellieren.
    Nach zwischenzeitlichen Schwanken und der Hilfe einer Person, die sich mit sowas auskennt, konnte ich aber den "Rückfall" (darf man das so schreiben...?) gerade noch verhindern. Da bin ich sehr froh drüber, denn ich weiss, dass es mir nicht gut gegangen wäre, hätte ich mich wirklich mit ihm getroffen.

    Ich bin gerade dabei, meine Gedanken und meine Handlungsweisen zu beobachten und zu analysieren. Warum ich wann wie reagiere. Das ist seeehr anstrengend und die Erkenntnis, dass ich noch viel an mir arbeiten muss, wächst.
    Aber ich bin froh, dass ich das nicht alleine machen muss.
    Mir fällt es immer sehr schwer, mit dritten (zunächst unbeteiligten) Personen über mich zu sprechen. Aber die Erkenntnis, dass das in meiner Situation sehr sinnvoll sein kann, ist ein erstes Ergebnis meines "Denkprozesses" 8)
    Ich muss lernen, dass ich mir Hilfe holen kann...und dass das nicht schlimm ist.
    Dieser Drang, immer alles alleine hinbekommen zu müssen...das ist was, wo ich schwer dran arbeiten muss. Ich kann ganz schlecht Hilfe annehmen, das bezieht sich jetzt nicht nur auf das Aufarbeiten meiner Alkoholiker-Beziehung. Auch im Beruf oder in der Familie neige ich dazu, immer alles selbst zu managen. Anstatt Aufgaben auch mal abzugeben!

    Als er mich das letzte Mal anrief, habe ich mir danach tagelang Gedanken darüber gemacht, ob mich das jetzt besonders berührt hat.
    Ob ich das Verlangen habe, mich bei ihm zu melden. Wenn nicht, warum nicht...darf er mir egal sein, nach den langen Jahren, die wir gemeinsam verbracht haben?
    Ich überlegte, ob ich mich irgendwie "kümmern" muss.
    Nö, muss ich nicht!!!

    Ich will endlich diese Co-Strukturen in mir aufbrechen!! Immer schön eine nach der anderen!

    Das Lesen im Forum hilft mir dahingehend weiter, weil ich hier so viele Cos sehe (lese), die eine gute Entwicklung hinter sich haben.

    Ist alles ein bisschen konfus heute...aber egal!

    Herzliche Grüße an alle Leser... :D

    Billy

    Hallo, Ihr Lieben...!
    Hallo Ette...!

    Zitat

    Für mich waren immer die Äußerungen Anderer am hilfreichsten, die mich am meisten angepackt haben

    Ein wahrer Satz.

    Ich muss gestehen, Dein Post hat mich irgendwie "gepackt" und ich habe begonnen, mich mal ein bisschen selbst zu beobachten.
    Das eigene Wohlergehen "abhängig" machen von einem anderen Menschen...da ist bei mir schon was dran, habe ich fest gestellt.

    Diesen Gefühl, es ohne den Menschen an meiner Seite nicht aushalten zu können...am liebsten jede Minute des Tages mit ihm zusammen zu sein oder zu wissen, was er gerade tut...!
    Da gibt es wohl einen ganz schmalen Grad zwischen Verliebtheit ( :) ) und dieses "Abhängig-machen"...so wie bei dem Zustand, ein Alkoholiker zu sein oder "gerne mal einen über den Durst trinken".
    Das klingt jetzt sehr platt...ich weiss. Aber ein besserer Vergleich ist mir nicht eingefallen.

    Ich muss einfach lernen, mein eigenes, selbstbestimmtes Leben zu führen.
    Ich darf meinen Partner lieben, ich darf gerne mit ihm zusammen sein...aber für mein Glück bin ich selbst verantwortlich.

    Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr Situationen fallen mir ein, in denen ich mir das Wohlergehen anderer Menschen sehr zu Herzen genommen habe, ohne dabei auf mich selbst zu achten.

    Ich fahre demnächst zwei Wochen in den Urlaub...mit einer lieben Freundin...da werde ich meinen Freund wahnsinnig vermissen...aber ich werde es mir einfach nur gut gehen lassen und die Zeit geniessen...!

    Und ich werde an mir arbeiten müssen...ganz bestimmt!!

    Danke fürs lesen...


    Billy


    :(

    Hallo Ichbinmachtlos!

    Erst mal herzlich willkommen in diesem Forum.

    Ich finde, Du hast schon viele Schritte getan, um Dich aus Deiner Co-Abhängigkeit zu befreien.
    Deine Zweifel und Deine Hoffnung (so lese ich es zumindest...), die Beziehung zu Deinem Mann wieder auf der "trockenen" Ebene weiter führen zu können, kann ich gut nachvollziehen...mir ging es damals ähnlich wie Dir.

    Du fragst

    Zitat

    Bringt es was mal für 2 Wochen abzutauchen?

    Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass es nichts bringt.
    Das ist aber eine Aussage, die auch sehr differenziert zu betrachten ist. Denn es gibt in diesem Forum auch viele Beispiele, in denen der nasse Partner Hilfe angenommen hat und die Partnerschaft weiter bestehen konnte.
    Im nachhinein betrachtet bin ich der Meinung, dass ich den unserer Beziehung keine Chance mehr geben wollte (konnte!). Es waren neben dem Alkoholkonsum auch noch andere Dinge, die einfach nicht mehr gestimmt haben.
    Daher waren die zwei Wochen "Probetrennung" für uns nicht hilfreich.
    Meine Entscheidung zur Beendigung der Partnerschaft war gefallen, aber es hat sich dann noch ein halbes Jahr hingezogen, bis ich wirklich ausgezogen bin.

    Ich wünsche Dir viel Kraft für Deinen Weg.
    Denk an Dich und schau in Dich hinein, wie es dort aussieht...wie Deine Gefühle sind.

    Ich wünsche Dir, dass die Kur bald genehmigt wird...am besten möglichst weit weg, um Abstand zu Deinem Mann und Eurer Situation zu gewinnen.


    Herzliche Grüße

    Billy

    Hallo Ette,
    hallo an alle anderen!

    Ich bin mal ein bisschen in mich gegangen und habe über Ettes Worte nachgedacht.

    Ich stimme total mit Dir überein, dass ein jeder für sein Glück selbst verantwortlich ist. Ich darf mein eigenes Wohlergehen nicht von anderen (von wem auch immer!) abhängig machen.
    Ausserdem stimme ich Dir zu, wenn Du sagst dass die Co-Abhängigkeit ein Thema ist, welches sich nicht mit der Trennung des abhängigen Partners "erledigt" hat.
    Durch unsere Co-abhängigkeit habe sich Verhaltensmuster in unser Leben "eingeschlichen", die sich nicht von heute auf morgen wieder löschen lassen.

    Es war für mich aber nicht einfach, meinen alkoholkranken Partner zu verlassen. Und wenn ich nicht an mir selbst gearbeitet hätte, wäre mir das auch gar nicht gelungen.
    Es ist nicht so, dass ein Co generell ein persönliches Problem hat und sich daher zur Kompensation immer abhängige Partner "sucht"...!

    Ich sehe mich lieber mit dem Vorwurf des Beziehungshoppings konfrontiert als mit der Vorstellung der Fortsetzung einer Lebenspartnerschaft mit einem Abhängigen...um dann festzustellen, dass es meine eigene Schuld ist, in dieser Partnerschaft zu leben.
    Wir Cos tragen keine Schuld an der Abhängigkeit unserer Partner.

    Meine Auseinandersetzung mit mir selbst soll dahin führen, wieder Vertrauen zu einem nahe stehenden Menschen aufbauen zu können. Mich fallen lassen zu können. Die Gewissheit haben zu können, auch mal schlecht drauf zu sein und sich nicht dafür entschuldigen zu müssen. Nicht mehr in jeder Situation "funktionieren" müssen.
    Ich möchte mir selbst aber den Vorwurf ersparen, an meiner Situation selbst schuld zu sein. Das tut mir nicht gut, wenn ich mir das einreden würde!

    Herzliche Grüße

    Billy

    Hallo, liebe Ette!

    Danke für Deine Meinung, auch wenn sie Aussagen enthält, die ich vlt. nicht hören wollte...!

    Ich möchte über Deine Worte ein bisschen nachdenken...sei nicht böse, wenn ich nun nicht gleich darauf antworte...!

    Liebe Grüße

    Billy

    Hallo an alle, die meine geschichte lesen :D

    Ich habe mich gestern bei etwas ertappt, was mir gleich wieder zu denken gegeben hat... :roll:

    Ich war bei meinem Freund...wir wollten abends was kochen und waren vorher noch kurz einkaufen.
    Beim Einräumen bin ich dann an die Vorratskammer gegangen, wo sich auch die Getränke befinden.
    Dort gibt es auch eine Box, wo die leeren Flaschen reinkommen...so weit so gut.
    Ich räume also den Kram dort rein und sehe in der Box leere Bierflaschen.
    Sofort denke ich: "Na, hat er die etwa alle getrunken...?" Obwohl ich nicht den geringsten Verdacht habe, dass er zu viel Alkohol konsumieren würde.
    Und wir auch schon abends zussammen zum Essen mal ein Weizen getrunken haben...

    Das mir dieser Gedanke gekommen ist, zeigt mir nur wieder, dass dieses Überwachungsverhalten, was wir Cos an den Tag legen, immer noch in mir drin steckt....
    Das ist ja auch ein Stück Misstrauen dem neuen Partner gegenüber...bzw. ist es für mich auch schwierig, einem Menschen wieder 100% zu vertrauen...!

    Wie geht Euch das so...ertappt ihr Euch auch manchmal bei solchen Gedanken...?

    Nachdenkliche Grüße

    Billy