Hallo, liebe "Foris"
Nachdem die technischen Hindernisse aus dem Weg geräumt sind (nochmals DANKE an Karsten!!!) kann ich nun auch wieder Beiträge schreiben...!
Seit meinem letzten Bericht ist einige Zeit vergangen und ich möchte jetzt einfach mal ein bisschen schreiben, was mich gerade so beschäftigt:
Im Januar werde ich endlich!!! meine eigene Wohnung renovieren und dann hoffentlich bald einziehen können. Zur zeit bin ich noch bei meinen Eltern ... nichts für die Dauer, auch wenn die beiden sehr wichtige Menschen für mich sind!
Es ist für mich eine neue Erfahrung, alles so alleine entscheiden zu können. Nicht, dass mir das schwerfällt, aber es tut gut zu wissen, das ich etwas für mich ganz alleine tue und mir keine Gedanken darüber mache, ob es meinem Partner gefällt.
Mit meinem Ex habe ich noch Kontakt, nicht mehr so häufig wie noch vor vier Wochen...wir waren zusammen auf einem Weihnachtsmarkt, es war o.k. Er ist in der letzten Zeit immer nüchtern, wenn wir telefonieren oder uns sehen...aber das liegt daran, dass er einfach nicht genug Geld hat, in den Massen das Bier zu kaufen, wie er das noch im Sommer getan hat, bevor ich ausgezogen bin.
Die Problematik der Co-Abhängigkeit beschäftigt mich doch sehr...ich ertappe mich dabei, wie ich meine Verhaltensweisen in der Vergangenheit und auch heute versuche zu analysieren.
Ich sollte Euch vielleicht noch erzählen, dass mein Vater ein (seit 15 Jahren) trockener Alkoholiker ist. Meine Kindheit war von seiner Trinkerei ziemlich geprägt. Die Schritte, die ich hätte tun müssen, waren mir als Teenager damals nicht klar. Als ich dann damals meinen Partner kennen lernte, habe ich mich lange nicht getraut, ihm von der Krankheit meines Vaters zu erzählen, es war mir peinlich. Als es sich dann nicht vermeiden ließ, dass mein Freund meinen Vater auch mal in angetrunkenem Zustand erlebt hat, habe ich ihm dann alles erzählt.
Mein Dad hat dann einen Entzug gemacht. Ich habe mich in den letzten Monaten ein paar Mal mit ihm unterhalten, was ihn letztendlich dazu veranlasst hat und ich bin ihm dankbar, dass er so offen mit mir gesprochen hat.
Natürlich denke ich jetzt darüber nach, ob ich so ein gewisses „Männerschema“ habe…
Jedenfalls bin ich stolz darauf, dass ich mich ein bisschen stabilisiert habe. Ich denke noch immer an meinen Ex, ertappe mich dabei, dass ich mir Gedanke um ihn mache.
Aber ich weiß auch, dass er seine Chancen gehabt hat. Und er hat sie nicht nutzen können, weil er sein Problem nicht wahrhaben will.
Ich möchte dieses Forum einfach mal nutzen, um aufzuschreiben, wie es mir gerade geht…vielleicht habe ich manchmal gar keine konkrete Frage! Aber ich freue mich, wenn ihr mein Geschreibsel lesen wollt und mir Eure Meinungen mitteilt…!
Liebe Grüße an alle und eine gute Nacht (mein Notebook ist schon ganz heiß und muss jetzt ins Bettchen! )
Billy 