Guten Morgen ihr alle!
Erstmal bin ich froh, dass ihr doch nicht so ganz geschockt seid und ähnliches erlebt habt.
Bevor ich die Gründe für mein abartiges Vehalten versuche zu erklären, möchte ich erst das Drama zu Ende erzählen.....
Wie gesagt, nach dieser Nacht sprach ich ihn offen auf sein Trinkverhalten an. in dieser Nacht waren es 8 Bier, 1 Flasche wein und Sekt.
Ansonsten waren es täglich, nach der Arbeit auf nüchteren Magen 6-8 Bier. Am Wochenende mehr. Wie gesagt manchmal auch schon morgens nach dem Aufstehen....
Meine Frage störte ihn. Ich sollte ihm nicht sagen wann und wieviel er trinken soll. Außerdem würde ich auch Alkohol trinken...
Stimmt, sagte ich, aber ich weiß wann ich aufhören muß, habe also keinen Kontrollverlust und trinke bis ALLES leer ist. UND ich trinke nicht alleine,aus Frust, weil die Welt böse ist. Ich trinke in Geselligkeit und beim Ausgehen, also nicht täglich!
ER weiter: Deine Kultur hat mich zum trinken gebracht! Also Deutschland, weil in seinermuslimischen Heimat ist ja Alkohol verboten. Also meine Kultur ist schul, dass er trinkt!
Erschlagende Logik oder?
Kurzum:Er fand bei ihm sei alles in Ordnung.
Ab diesem Zeitpunkt kaufte ich keinen Alkohol mehr. Mein Kühlschrank war leer.
Zwei Tage sagte er nix dazu. Es kam ein Freitagabend, er wollte sich melden und zu mir kommen. Am nächsten TAg wollte ich meine Einweihungsfeier feiern und hätte sein Hilfe gebraucht...
Doch der Gute meldetet sich nicht und sein HAndy war aus... Da war mir alles klar, er mußte trinken, weil mein Kühlschrank war ja leer...
Am nächsten TAg rief er ganz unbekümmert an.
Ich machte am telefon Schluß und sagte ihm, dass er Hilfe braucht usw.
Danach ging es mir elend. Viel fast wieder in die altbekannte Magersucht. Ich dachte, wenn ich schon nicht mein Leben und meine Gefühle kontrollieren kann, dann doch wenigstens, was ich esse bzw, nicht esse.
Nach 2 tagen meldetet er sich. Stimmte mir in allem zu. Er versprach nix mehr zu trinken. Durch meine Hilfe und Liebe wurden ihm endlich die Augen geöffnet. Er war maniouliert durch den Alkohol und hat das Schöne im Leben gar nicht mehr gesehen. Erst durch mich und mein " sauberes" Leben. Und ich soll ihn doch bitte mitnehmen, in meine saubere Welt. Sie wäre so schön, so normal mit Familie, Kindern und gesunden sozialen Kontakten...( Er hatte wirklich keine Freunde, keinen einzigen!)
Ich war hin und hergerissen. Er kämpfte zwei Wochen lang, rief mich an, immer nüchtern und quasselte mir die Ohren ab. Es kam wieder eine Ü30 PArty, er kam und quasselte weiter auf mich ein,mit der Cola in der Hand.
Ich wurde schwach. Ich glaubte ihm. Ich liebte ihn noch immer.Ich hoffte. Ich wollte ihn mitnehmen in mein schönes,normales Leben, ihm zeigen, ja schenken, was das Leben alles Positives zu bbieten hat...
Und ab da ging alles sehr schnell.Es konnte ihm garnicht schnell genug gehen. Er zog bei uns ein. Rückblickend denke ich, dafür gab es mehrere Gründe:
1. Er wollte es wirklich schaffen. Brauchte aber mich um nicht alleine zu sein und ihn Gefahr zu kommen, wieder zu trinken.
2. Er wollte Geld sparen.
3. Er brauchte eine neue Adresse, weiler bei diversen Stellen (Bafög) Schulden hatte und sie nicht zahlte, wie sich später herrausstellen sollte.
Er zog ein. Und es begann eigentlich eine schöne zeit. Er schaffe es wirklich 4 Monate keinen Alkohol zu trinken und er war bemüht um ein normales Leben mit normalem Tagesablauf.
Damals sagte ich zu mir: " Egal, wie es mit ihm weitergeht, dass sind die glücklichsten Momente in meinem Leben."
Wir unternahmen alles gemeinsam, wirklich alles.Keiner machte etwas alleine. Käseglocke eben ![]()
Trotz allem Glück, merkte ich bei ihm eine innere Unruhe, Sprunghaftigkeit, Unzufriedenheit. Es war fast so, wie wenn ihn dieses vernünftige Leben eine große Anstrengung bereitete. Er sprach oft von Monotonie, macht ihn verrückt, jeder Tag ist gleich,er braucht Abwechslung usw.
Ich dachte: Hallo, was will er noch? Das ist das Leben, dass nennt man Alltag!
Ich bekam angst, angst vor seinen Gedanken, dass er ausbricht, aus unsrer kleinen, heilen Welt.
Er war schon immer ein extremer Lebemensch. HAndelte immer aus einer Laune herraus.
Ich sprach ihn drauf an. Nein, es sei alles okay. Es wäre alles sehr schön mit mir. Auch mit meiner Familie und Freundeskreis, dass gefalle ihm und tue ihm gut. Das Normale und Schöne....hat er so nie erleben dürfen und dafür sein er dankbar. das sei genau was er immer gesucht hat...
Doch seine Worte beruhigten mich nciht. Meine Gedanken nahmen ihren eigenen LAuf. Ich war wie verrückt bemüht,alles perfekt zu machen, dass er sich ja wohl fühlte. Ich verbog mich und tat alles,nur um zu gefallen. Es kostete mich sehr viel Energie.
Verlorene Energie, wie sich herrausstellen sollte. Denn er sollte 1 Woche geschäftlich nach hannover. ALS er mir das sagte, brach eine welt für mich zusammen, denn ich wußte, was das bedeuten würde...und ich sollte recht behalten...
ErstmalPause....:-)