ganz lieben Dank für die vielen Gratulationen : Linde, Matthias, Viola ( ist aber wirklich schöner als Kindi ), Karsten, Martin, Kaiserstuhl, Purzelbaum.
Linde, ja, der Nick : Ich lass ihn, Hoffnung ist immer gut. In Bezug auf meine Trockenheit ist daraus allerdings schon sehr viel mehr geworden : ein gesundes Vertrauen, dass ich das gut schaffen kann, wenn ich aufmerksam bleibe. Meine Therapeutin gibt mir auch sehr gute Chancen ( was mich natürlich nicht in Sicherheit wiegen wird ).
Der Thread : Erleichterung stimmt auch noch, immer mehr.
Das Jahr war in Summe wirklich toll. Suchtdruck nahezu gleich Null von Anfang an. Ich brauch's einfach nicht. War auch nie ein Problemtrinker, allerdings unbeherrscht bis zum geht nicht mehr - mit allen Dingen.
Das erste halbe Jahr hatte ich massiv mit Antriebsblockierungen zu kämpfen, die aber keine Depression waren, sondern schlichtweg der mit der Nüchternheit einhergehende normale Dopaminmangel. Das Gehirn funktioniert ja erst nach ca. 1 jahr wieder so, wie die Gene es vorsehen.
Die anfängliche Unsicherheit, was muss ich denn jetzt ändern, hat sich gelichtet. Die fast einjährige Therapie ( ambulant kann ich nur empfehlen, wer sich's zutraut, ist unglaublich intensiv ) ging, zumindest im Einzel gar nicht so sehr um den Alkohol, sondern um mich als Persönlichkeit. Ich habe geredet und geredet und geredet, was ich noch niemandem erzählt habe. Ergebnis ist eigentlich, dass ich mich nicht ändern werde und nicht ändern muss. Was völlig anders ist, ist wie ich mich selbst betrachte, also mein Selbstbild. Und da gibt es Persönlichkeitsstrukturen, auf die ich aufpassen muss (s.o.) und die ich weiterentwickeln kann.
Ich werde extrem wachsam bleiben ( also kein Schweinebraten ohne Nachfrage, ob vielleicht Bier in der Soße ist etc. ). Die fragwürdige Erkenntnis : "Also geht doch, hat mir nichts ausgemacht" darf es niemals geben.
Ich bin in dem Jahr, fast nicht aus dem Haus gegangen. Gute Freunde schon, aber keine Feste, Märkte, Restaurants..... Das fange ich jetzt langsam erst wieder an.
Wunderschönes Konzert am Samstag und in der Pause : Glüüüüüüüüühhhhhwein - geruch in allen Gängen. Sowas von ätzend. Ich bin geflüchtet.
Therapeutin sagt, ich solle mir das erhalten, muss nicht normal werden.
Ansonsten platze ich vor Aktivitäten in Haus, Garten, Musik, meinem Job als selbstständiger DayTrader.......
Mit dem Maßhalten habe ich's halt überhaupt nicht, aber das richtige Kanalisieren ist eben wichtig.
So, ist schon ziemlich spät. Demnächst wollte ich nochmal über ein Beispiel zum Thema Kummer, Ärger, Wut, Angst schreiben, vielleicht am WE.
Ach Viola, habe mich übrigens für den erweiterten Zugang angemeldet, wie du im Sommer vorgeschlagen hast, also wir hören noch voneinander !
Gute Nacht !
Bettina