Beiträge von Alexander

    gilt hier aber auch die Orgasmus-Theorie (meine eigene Wortschöpfung...)....

    :D

    gerade das was einem (vorher) am wenigsten gefällt, bringt einen am Weitesten...

    Dies war auch bei mir so. Ich habe nie gezeichnet oder gemalt und im Endeffekt wurde ich damit bei der Therapie jungfräulich konfrontiert und hat mir auch am meisten Spass gemacht. Dennoch gehört alles irgendwie zusammen. Die Gespräche mit den anderen Patienten. Die Erörterung Deiner eigenen Probleme (auch die alltäglichen Dinge) in der Gruppe, sowie im Einzelgespräch mit dem Psychologen. Das Erkennen neuer Hobbys für Dich und Deine Zukunft. usw. usf.

    ich würde mich an Deiner Stellen nicht gleich reinsteigern und mir Vor-oder Nachteile dieser oder jener Therapierichtung auseinanderklabaustern.

    Wichtig ist, dass Du einen guten Therapieplatz findest und nun hierzu die ersten Schritte in die Wege leitest.

    Letzten Endes zielen ja auch alle möglichen Therapien mit unterschiedlichen Ansätzen in die gleiche Richtung.

    Zweifelst Du noch daran, dass Dein Freund ein Alkoholproblem hat?

    Als Alkoholiker kann er sich allerdings nur selbst outen. So lange er das nicht tut, kann ich Dir nur den Rat geben ihn in Ruhe zu lassen und das meine ich so, wie ich es schreibe. Es hört sich hart an, aber weil er einen guten Draht zu Dir zu haben scheint, lässt er sich vielleicht davon beeindrucken und wird sich Hilfe suchen. Ansonsten zieht er Dich mit rein in den Schlamassel, wie Du dieses Wochenende ja erleben durftest.

    Und es wird nicht besser mit ihm werden...

    Mein persönlicher Tiefpunkt war, dass ich nach mehreren Trinkpausen immer wieder genau an dem Punkt war, wo ich mich dazu entschlossen hatte ein Trinkpause einzulegen. Und bis auf wenige Ausnahmen ging es mir auch immer schlechter dabei. Sowohl körperlich als auch psychisch. Gut ich hätte wohl noch weitersaufen können, habe aber letzen Endes mich an dem Tag dazu entschieden mich ins PLK einweisen zu lassen. Dies war überhaupt keine leichte Entscheidung. Ich hatte zwar vorher schon psychosomatische Probleme (Ängste, Spielsucht), aber in einer Psycho-Klinik war ich bisher noch nicht gelandet.... Diese Hilfe anzunehmen war aus meiner Sicht wohl der entscheidende Schritt um trocken zu werden. Aber nicht nur das allein. In vielen vorbereitenden Gesprächen für diesen Tag X, den ich mit Suchttherapeuthen oder Ärzten geführt habe, habe ich mich unwideruflich dafür entschlossen an diesem Tag, wo für mich die Welt quasi untergeht Hilfe anzunehmen. Vielleicht habe ich mich sogar bewusst dahingetrunken, damit ich diesen Schritt gehen kann.

    Ich kann nur sagen, dass es mir seitdem besser geht und ich bereue meine Schritte auf keinen Fall. Und dass ich kontrolliert trinken könnte, dafür habe ich schon genug Erfahrungen gesammelt, dass genau dies nicht klappt. Sicher, ein paar Tage oder vielleicht sogar ein paar Wochen vielleicht, aber was kommt dann. Dann wäre ich genau da wieder, wo ich mich entschieden habe eine Therapie zu machen, nämlich am Tiefpunkt, der dieses Mal wohl noch tiefer ausfallen würde. Und deswegen habe ich ja die Therapie gemacht, um nicht wieder an dem (Tief-)Punkt zu stehen.

    Deswegen ist es aus meiner Sicht auch entscheidend solche Hilfe anzunehmen, wer schafft das schon alleine?

    Ich habe einen Kollegen auf der Arbeit, der riecht 3 m gegen den Wind nach Alkohol und weigert sich sogar beharrlich zuzugeben, dass er was getrunken hat. Entweder ist es noch vom Vorabend, wo mal ausnahmsweise etwas mehr getrunken wurde, oder in der Mittagspause war es ein Radler. Wir haben bisher vergebens versucht im Brücken zu bauen um damit rauszurücken. Seine Reaktion ist immer die Gleiche. Ihm gehts gut und er hat nichts getrunken, zumindest nicht über ein "normales" Maß hinaus. Dass seine Arbeit häufig liegen bleibt er immer öfter später kommt und früher geht und er die Arbeit die er erledigt noch dazu sehr schlecht macht..... naja, ich brauch wohl nicht weiterzureden. Ich denke der Mann hat schätzungsweise seine 2 Promille zu jeder Tageszeit.

    Der Chef könnte ihn zwar zum Arzt schicken, aber was nützt das? Auch mit Abmahnung, Versetzung und Kündigung ist doch dem Mann nicht geholfen. Dann wären die anderen wieder mal schuld, die ihn vergrault haben oder ihre eigenen Fehler auf ihn abgewälzt haben.

    Wir sind da auch ziemlich ratlos, wie man ihm helfen kann. Das Problem ist aber auch, wir sollten das nicht zu unserem eigenen Problem machen. Also doch unter Druck setzen, klar ansprechen, dass er Alkoholiker ist, aber wie????

    Wichtig für Dich ist wohl, dass Du Dir eingestehst, dass Du keinen "Durst" hast, sondern aus anderen Gründen trinkst. Dazu wäre es erstmal notwendig professionelle Hilfe anzunehmen. Das heisst in erster Linie trotzdem eine Entgiftung mit anschliessender Therapie zu machen.

    Dass Dich Dein Weg nicht weiterbringt siehst Du an der Anzahl Deiner Rückfälle seit 1999....

    Fast hätte ich 1888 geschrieben...

    :)

    Also ich würde Dir prinzipiell vorschlagen 1. keinen Alkohol mehr für andere zu besorgen, egal welche Gründe Dir dafür in den Sinn kommen und 2. Dich nicht in unmittelbare Nähe von geöffneten Weinflaschen oder sonstigem Alkoholhaltigem zu begeben. Du bist noch nicht so weit, dass Du Dich dieser Gefahr aussetzen kannst und wohl auch willst.

    Es ist klar, dass Du es probierst, Du denkst momentan Du bist stark, aber ich denke das Gegenteil ist der Fall. Das sieht man auch an Deinen Gedanken. Und es gibt Leute, die sind etliche Jahre trocken und würden sich solchen Gefahren in deren Nähe Du momentan scheinbar locker bleibst(in Wirklichkeit bist Dus nicht...) niemals begeben.

    Ich würde Dir auch raten, höchstens zum Kaffee auf den Geburtstag zu gehen. Du wirst es wahrscheinlich nicht machen, aber ich denke wirklich dass Du nicht dahin gehen solltest, wo die Leute in Deiner Nähe Alkohol konsumieren.

    ich glaube nicht, dass Deine Mutter nur deswege geblieben ist, weil Du geweint hast. Mach Dir das nicht zum Vorwurf. Häufig sind das auch "lediglich" Machtspielchen zwischen dem Abhängigen und dem Co-Abhängigen.

    Ich will nicht sagen, dass ich sowas auch in Kneipen schon 1.000 mal gesehen habe, aber mehr als zehnmal bestimmt.

    ich habe nicht vor wieder damit anzufangen. Momentan gehts mir wirklich sehr gut, kann sich aber auch stündlich ändern. Manchmal kommt natürlich auch die Lust hoch wieder was zu trinken.

    Frag ruhig, wenn Du was über mich wissen willst. Auf lange Vorstellungsrunden habe ich momentan nicht so die Lust, weil ich mich im letzten Jahr überall immer wieder vorstellen musste. Irgendwann nervt das echt tierisch.

    Ich weiss für mich selber aber auch, dass ich noch längst nicht am Ziel bin, bzw. mich immer weiter entwickeln muss. Für mich ist auch wichtig geworden gegenüber Freunden oder Arbeitskollegen die Dinge auch mal so anzusprechen wie sie sind und dass ich auch über negative Erlebnisse sprechen kann, ohne mich gleich minderwertig fühlen zu müssen.

    Vorher habe ich diesen Bereich völlig ausgeklinkt, und wahrscheinlich gar nicht mehr gewusst, dass er da ist. Ob das der einzige Grund war, warum ich mir hin-und wieder so den Kopf zugeknallt habe weiss ich jetzt auch noch nicht. Aber mit ehrlichen und offenen Gesprächen und ohne dass ich mich massiv verstelle oder den starken Mann spiele klappt es viel besser als vorher.

    Ich bin der Alexander, war vor ca. einem Jahr schon öfter hier zugegen. Habe im Oktober letztes Jahr spontan eine Entgiftung in Wiesloch gemacht und im Anschluss auch eine Therapie in der Tagesklinik bei Dr. Janzowski. Stehe seit Dezember auch wieder im Arbeitsleben und habe auch privat unglaublich viel in der Zeit von Oktober bis jetzt gelernt.

    Momentan habe ich auch eine gute Selbsthilfegruppe gefunden, obwohl ich immer geglaubt habe, dass mir das nichts bringt und ich mit meinen Problemen selber klarkommen muss.

    Ich habe unglaublich viel zurückgewonnen, was ich schon längst verloren glaubte. Bin wie gesagt nun schon über ein halbes Jahr trocken, obwohl ich das gar nicht so zähle, weil ich ja nicht wieder vorhabe irgendwann was zu trinken.

    Ich wollte hier nur mal kurz hallo sagen und freue mich, dass ich auch zu Euch den Weg zurückgefunden habe. Ich konnte sogar meinen alten Account wieder freischalten, was mir sehr gut gefällt.

    Bis später!

    Denkt dran, jeder kann es schaffen!

    dass es manchen Familien nach dem Entzug schlechter geht als vorher, weil der "Süchtige" dann unbequem werden kann.

    Sinngemäss steht da drin, die Zeit die er vorher in Kneipen verbracht hat, bringt er nun beim Jogging zu. Läuft einen Marathon nach dem anderen.

    Oder man ändert die Sichtweise zu vielen Dingen engagiert sich bei SHG'en oder tut dies und jenes was die Familie stört.

    Es steht noch das Beispiel drin, dass viele Ehefrauen dann sogar der Satz rausrutscht, als Du noch getrunken hast, wars einfacher, da wussten wir wenigstens was wir hatten.

    Es kann also durchaus sein, dass durch den Entzug und die Therapie danach die Familie vor Zerreissproben gestellt wird.

    Vielleicht ist das ja so eine Phase die Krawall gerade durchmacht. Ich habe aber keine Ahnung. Ich wollte nur damit sagen, dass es vielfach doch nicht unbedingt mit der Familie besser wird, wenn man mit dem Trinken aufhört.

    Gruß

    Alexander

    gibts in jeder Gesellschaftsschicht. Nicht nur Leute, die mit sich unzufrieden sind und arbeitslos sind, haben solche Probleme. Häufig wollen sich Leute, die eigentlich mit beiden Beinen im Leben stehen (erfolgreich im Beruf, funktionierende Partnerschaft) ein Alkhoholproblem nicht eingestehen.

    Warte nicht, bis es zu spät ist. Du kannst heute damit anfangen das Problem zu bekämpfen.

    Gruß

    Alexander

    es nützt nichts, wenn Du was getrunken hättest und da Du ein Problem damit hast, es hier nicht zu erwähnen. Das war schon gut so, dass Du Deinen Rückfall gebeichtet hast.

    Ein Rückfall in alte Verhaltensweisen, wird Dir vielleicht auch noch öfter passieren. Es ist kein Grund aufzugeben.

    Alles Gute weiterhin!

    unter der Woche gar nichts getrunken. Aber fast regelmässig war am WE der Kanal voll und das teilweise so schlimm, dass ich nicht mehr wusste warum ich überhaupt soviel getrunken habe, bzw. dass mich andere Leute drauf angesprochen haben.

    Der Konsum von täglich 3 Bier finde ich auch bedenklich. Da hatte ich auch so manche Woche wo ich mal durchgehend 3 Biere täglich zu mir genommen habe. Das ist schon bedenklich.

    Da Du aber wie gesagt am Wochenende noch zuschlägst und auch morgends schon was trinken möchtest ist es wirklich an der Zeit was zu tun. Man muss ja nicht erst warten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist.

    Denk auch an Deine Zukunft, Du willst ja mit Sicherheit nicht gerade so weitermachen. So wie ich raushöre hast Du auch keine geregelte Arbeit, bzw. kein geregeltes Einkommen. Das ist zwar kein Kriterium, so nach dem Motto, Leute die Arbeit haben dürfen auch was trinken, aber wer weiss wie es mit Dir weitergeht, wenn Du weiterhin keine Perspektive hast. Und Alkohol ist ein Perspektiv-Killer..... Schau, dass Du was aus Dir machst.

    Wie gesagt geh zum Arzt oder zur Suchberatungsstelle. Dort wird man Dir weiterhelfen.

    das ist nicht einfach, wenn man von heute auf morgen den Freund Alkohol weglässt. Zumindest zum ersten Mal. Ich will ja nicht sagen, sie soll weitertrinken. Aber es ist doch ein Fortschritt, dass sie sich des Problems bewusst wird, auch wenn sie noch das ein-oder andere Glas zu sich nimmt.