Mein persönlicher Tiefpunkt war, dass ich nach mehreren Trinkpausen immer wieder genau an dem Punkt war, wo ich mich dazu entschlossen hatte ein Trinkpause einzulegen. Und bis auf wenige Ausnahmen ging es mir auch immer schlechter dabei. Sowohl körperlich als auch psychisch. Gut ich hätte wohl noch weitersaufen können, habe aber letzen Endes mich an dem Tag dazu entschieden mich ins PLK einweisen zu lassen. Dies war überhaupt keine leichte Entscheidung. Ich hatte zwar vorher schon psychosomatische Probleme (Ängste, Spielsucht), aber in einer Psycho-Klinik war ich bisher noch nicht gelandet.... Diese Hilfe anzunehmen war aus meiner Sicht wohl der entscheidende Schritt um trocken zu werden. Aber nicht nur das allein. In vielen vorbereitenden Gesprächen für diesen Tag X, den ich mit Suchttherapeuthen oder Ärzten geführt habe, habe ich mich unwideruflich dafür entschlossen an diesem Tag, wo für mich die Welt quasi untergeht Hilfe anzunehmen. Vielleicht habe ich mich sogar bewusst dahingetrunken, damit ich diesen Schritt gehen kann.
Ich kann nur sagen, dass es mir seitdem besser geht und ich bereue meine Schritte auf keinen Fall. Und dass ich kontrolliert trinken könnte, dafür habe ich schon genug Erfahrungen gesammelt, dass genau dies nicht klappt. Sicher, ein paar Tage oder vielleicht sogar ein paar Wochen vielleicht, aber was kommt dann. Dann wäre ich genau da wieder, wo ich mich entschieden habe eine Therapie zu machen, nämlich am Tiefpunkt, der dieses Mal wohl noch tiefer ausfallen würde. Und deswegen habe ich ja die Therapie gemacht, um nicht wieder an dem (Tief-)Punkt zu stehen.
Deswegen ist es aus meiner Sicht auch entscheidend solche Hilfe anzunehmen, wer schafft das schon alleine?