Beiträge von Alexander

    Ich wünsche Dir alles Gute. Es fällt mir auf, dass Du ziemlich unzusammenhängend schreibst, ich hoffe das liegt nicht am Alkohol, wenn doch solltest Du dringend Hilfe suchen. Wegen Deinem Konsum sowieso. Wenn Du so erst schreibst, wie redest Du dann wohl. Ich finde es auch keine gute Idee Dich jetzt in eine neue Arbeit zu stürzen. Das geht genauso aus, wie das letzte Mal auch. Ich hoffe Du gehst erst zum Arzt und wirst dann wohl hoffentlich erst was gegen Dein Problem unternehmen. Es nützt Dir nichts, wenn Du Arbeit hast und weitertrinkst.

    mal saumässig geärgert. Ich habe mit einer Frau im Geschäft diskutiert. Zunächst ging es nur um Tiere. Da habe ich so beiläufig gesagt, mir ist es lieber wenn Tierbabys gleich nach der Geburt auf welche Art auch immer getötet werden, als dass sie hinterher im Tierheim oder bei unzuverlässigen Haltern landen (und zwar nur unter diesem Aspekt sollten sie getötet werden!). Da regt die sich auf wie eine Wahnsinnige und bezeichnet mich am Schluss sogar noch als Menschenfeind, weil wer so wie ich mit Tieren umgeht, der würde früher oder später auch Menschen misshandeln oder töten. Ich dachte, ich kriege zuviel. Dann erwähnt sie noch, ich hätte schliesslich auch mal gesagt, die Impfkosten für Zwergkaninchen (ich habe 2) wären unverhältnissmässig hoch und daran würde man ja schon erkennen, wie gerne ich diese Tiere habe, bla, bla, bla....

    Bin ich da vielleicht etwas zu radikal mit meiner Meinung? Ich habe das gleiche Thema schon mit anderen Leuten diskutiert und die haben mir da zugestimmt.

    Vielleicht bin ich da aber auch nur an eine ausserordentlich militante Tierschützerin geraten, ich weiss es nicht.

    Ich habe überhaupt nichts gegen Tiere. Meine Eltern haben zwei Hunde aus dem Tierheim, die sie liebevoll betreuen und ich kümmere mich auch ab und zu um die. Ich selbst habe zwei Zwergkaninchen eines davon auch aus dem Tierheim. Ich könnte einem Tier gar nichts antun, habe nur so diesen Satz gesagt, weil ich es manchmal wirklich besser finde, wenn die Tiere nicht an verantwortungslose Halter geraten oder ein Leben im Tierheim fristen müssen (Irgendwann werden sie da ja auch eingeschläfert, wenn sich kein Käufer findet).

    mir hat ein Kollege der wirklich stark trinkt und auch Alkoholiker ist mal erzählt angeblich hätte er die besten Blutwerte usw. usf. Ich habe dann zu ihm gesagt, das nehme ich Dir nicht ab. Dann ist er ein bisschen böse geworden. In einem Buch habe ich allerdings gelesen, dass es tatsächlich sein kann, dass man als Trinker völlig normale Leberwerte hat. Dies dürfte aber nur für einen Hobby-Trinker, der vielleicht im Urlaub mal zuschlägt und ansonsten relativ wenig trinkt zutreffen. Oder einer der gerade richtig mit dem Saufen als Profi angefangen hat. Ansonsten glaube ich ehrlich gesagt solche Geschichten nicht. Wenn sich einer wirklich alles reindonnert was reingeht und fast jeden Abend voll ist und das vielleicht seit 30 Jahren, dann denke ich schon dass die Werte und auch die anderen gesundheitlichen Faktoren stark beeinflusst sind.

    ... das wir das alle sehr oft getan haben. Ich kann mich noch erinnern, wie ich im Streit mit zwei anderen Betrunkenen an einer Hauptstrasse bei schmalem Gehweg auf einer Treppe gestanden bin. Wäre ich gestolpert oder hätten die beiden mich runtergeschubst, wer weiss was da hätte passieren können. Und solche Situationen gibts wohl zu hauf. Ich kann mich auch an einen erinnern, der immer im Vollsuff russisches Roulette gespielt hat und einfach mit dem Fahrrad über eine Kreuzung gedonnert ist. Ich weiss nicht, ob der noch lebt, aber es ist immer gut gegangen, solange ich es beobachtet habe. Damals habe ich aber selbst höchstens gerade mit dem Trinken angefangen, weil ich erst 16 war. Der Mann war schon so an die 50. Vielleicht hat er es nicht mitbekommen, aber deswegen hat ihm der Wirt dennoch genug ausgeschenkt, auch wenn er dies auch schon wusste, dass der jedesmal wenn er die Kneipe verlässt darüberdonnert....

    ich weiss gar nicht was man da raten soll. Ich kenne mich auch mit der rechtlichen Seite in Sachen Kindes- und Ehegattenunterhalt sehr gut aus, weil ich beruflich mit Lohnpfändungen zu tun habe.

    Das schlimme wäre, wenn die Tochter mit der Mutter mitgeht und dann eben auch für diese Tochter noch den Unterhalt erhält, so kann sie dieses Geld auch noch versaufen.

    Bei einer Trennung gleichzeitig Unterhalt zu zahlen und noch das Haus zu halten dürfte meiner Meinung nach nur möglich sein, wenn der Vater wirklich ein sehr gutes Gehalt bezieht (so ca. 3.000,00 € netto) und wenn gleichzeitig der Unterhalt für die Ehefrau sehr begrenzt ausfällt. Ansonsten denke ich wird es nicht möglich sein.

    Da gerade dann immer auch noch schmutzige Wäsche gewaschen wird und mit Alkoholikern ist bei Trennungen eh nicht zu spassen, weil sie ja auch zusätzlich noch an Ihre Alkoholversorgung denken müssen, wird das ein grosses Problem werden. Der Anwalt der Ehefrau wird sich vorerst mal nicht sonderlich dafür interessieren, dass sie alkoholkrank ist. Da versucht man immer so viel wie möglich rauszuholen.

    Ich denke es wäre das Beste, wenn die Tochter sagt, sie möchte beim Vater bleiben. Auch von der persönlichen Seite her. Sie kann dabei kaputtgehen, wenn die Mutter eine Hardcore-Alkoholikerin ist, die alles stehen und liegen lässt um zu saufen und jeden Pfennig in Alkohol investiert.

    Mehr kann ich erstmal nicht raten. Vielleicht sollte man auch beim eigenen Anwalt von Seiten des Ehemanns darauf hinweisen, dass die Frau alkoholabhängig ist, und dass dies den wichtigsten Trennungsgrund darstellt. Ich finde dann wird sich vielleicht auch bei Gericht in der Angelegenheit was tun.

    Schöne Grüsse

    Alexander

    man sollte ihn jetzt nicht fertig machen oder aus dem Forum vergraulen. Ich denke eher, er könnte mehrere aufmunternde Worte vertragen. Ich denke, auch wenn man seine Geschichte so liest hat er noch eine ganz schwere Zeit vor sich und ich finde es auch bedenklich, dass er sich so lange nicht mehr gemeldet hat. Ich hoffe nur, er findet so oder so zurück.

    GOOD LUCK, Andy!

    ich nehme mir das zu Herzen und denke auch wirklich drüber nach. Oft ist es ja so, bei anderen sieht man ganz genau wo die Probleme liegen, nur bei sich selbst ist man oft ein bisschen scheuklappenmässig unterwegs. Wenn ich da an ein paar wirklich schwer abgestürzte Leute aus meinem Bekanntenkreis denke würde ich vielleicht auch sagen das ist der erste Schritt zum Biertrinken, wenn der alkoholfreies trinkt. Auf der anderen Seite würde ich mir manchmal wünschen, wenn ich einen wirklich abgestürzten sehe, man möge ihm doch ein alkoholfreies geben, damit er sich heute nicht weiter zurichtet.

    dass wenn man Ratten Alkohol zu trinken gibt, grundsätzlich die Ratten sich am meisten besaufen, die auf der untersten Stufe der Hierarchie in der Familie stehen. Der Rudelführer ist meistens völlig abstinent und schaut nur zu, wie sich die anderen besaufen, weil er sie so besser unter Kontrolle hat.

    Ich weiss jetzt auch nicht, ob Dir das weiterhilft. Auf alle Fälle kannst Du mal drüber lachen, vielleicht gehts Dir dann besser.

    Gruß

    Alex

    ... habe glaube ich so ca. 2 Tafeln Schokolade gegessen (in ca. 10 Minuten), dann gings mir besser. Auf Dauer ist das natürlich keine Lösung.

    Ich weiss ja schon, was ihr jetzt denkt. Ich habe meiner Frau gesagt, sie soll mir alkoholfreies Bier holen gehen. Beim ersten Schluck habe ich gedacht, ich trinke gleich die ganze Kiste leer, aber nach 2 Flaschen war ich so erschöpft vom Trinken, dass ich erstmal keine Lust mehr hatte. Mein damaliger Therapeut hat auch gemeint, ich kann das Trinken, wenn es nicht ausartet.

    Immerhin ist das besser, als sich doch wieder der Versuchung hinzugeben gleich vielleicht nur ein oder zwei Bier zu trinken um dann festzustellen, dass es einem nicht reicht, weil man noch einen Schluck braucht und noch einen und noch einen.....

    Auf alle Fälle geht es mir heute am Samstag viel besser, ich habe auch mit meiner Frau heute Nacht ein schönes Erlebnis gehabt, all das zusammen macht es wesentlich einfacher. Momentan fühle ich mich auch überhaupt nicht mehr entzügig.

    ... kannte auch einen Alkoholiker, wahrscheinlich einen Spiegeltrinker, der aber auch mal über das Mass hinaus gesoffen hat und einen Vollrausch hatte (zumindest ab und zu), der vor ca. 7 Monaten das Buch zugemacht hat.

    Der saß noch in seiner Stammkneipe und ist zum xten Mal gelb angelaufen im Gesicht und dann hat er keinen Ton mehr rausbekommen, ist ohnmächtig geworden etc. pp. Erst dann hat mal jemand einen Krankenwagen gerufen.

    Der war auch stadtbekannt, hatte überall (Bier-)Schulden. Seine Frau hat manchmal einen Teil abgestottert, aber die hat selber gerne einen gehoben, ist also eigentlich selbst Alkoholikerin, genau weiss ich das nicht. Manchmal haben sich alle Wirte vereinigt und ihn irgendwo aufgesucht und ihm gesagt, dass er nix mehr kriegt wenn er nicht zahlt.

    Der konnte aber niemals alles zahlen, das weiss ich genau. Schlimm das die Gesellschaft sowas mitmacht und hinterher weiss es dann jeder besser und jeder meint, man hätte früher eingreifen müssen. Aber muss es nicht jeder selber wissen, wann Schluss ist?

    Keine Ahnung

    Hallo zusammen,

    bin jetzt beim dritten Tag angekommen, die letzten Promille sind noch nicht ganz 72 Stunden aus mir draussen. Ich habe jetzt schon ein bisschen Probleme und auch einen leichten Druck etwas zu drinken. Die Band fängt wieder an "Trink mich - nur einen kleinen Schluck" zu spielen.

    Ich bin überzeugt, dass ich das schaffe, habe ich ja auch das letzte Mal geschafft.

    Der Fehler war vielleicht, dass ich mir heute Nachmittag ein Buch über den Entzug gekauft habe. Teilweise stehen da ganz schlimme Sachen drin, was einem alles passieren kann usw.

    Da ich aber diesesmal erstensmal nicht so lange und auch nicht so exzessiv getrunken habe wie damals, als ich zum ersten Mal aufgehört habe, bin ich doch guter Hoffnung, dass ich es schaffe.

    Ich habe mal einen guten Spruch über die Rauchentwöhnung gehört. Darin heisst es man soll sich doch freuen über die Entzugserscheinungen und nicht ärgern, weil sie einem doch zeigen, dass man immer weiter von der Droge wegkommt.

    Es gibt mir auch Kraft zu lesen, wenn ich sehe wie die Leute sich über ihr neues Leben nach dem letzen Glas freuen. Auch ich habe mich nach meinen ersten 107 Tagen eigentlich sehr gut gefühlt. Warum ich mir wieder was bestellt habe, kann ich einfach nicht sagen.

    Ich ging damals in die Kneipe rein, nachdem ich schon 5 mal drumrumgeschlichen war und habe mir gedacht ich würde mich jetzt lächerlich machen, wenn ich keinen Alkohol bestellen würde. Der Rest war nur noch Formsache, schliesslich hat mich da keiner drin gekannt (war in einer fremden Stadt). Dass ich mich nicht gleich betrunken habe und dann sogar nochmal zwei Wochen durchgehalten habe und auch hinterher lange einigermassen kontrolliert trinken konnte war bestimmt auch ein Fehler. Das hätte alles nicht sein müssen, bringt mich vielleicht aber doch irgendwie ans Ziel.

    Nun ja, auf alle Fälle ist mir der Druck beim Schreiben schonmal etwas verlorengegangen.

    Schön, dass es dieses Forum hier gibt!

    Gruss an alle

    hübsche Frau. Die auch immer in der Kneipe sass und rumgemeckert hat über ihre Nachbarn usw. usf. Innerhalb von ein paar Jahren hat sie sich total kaputt gesoffen und Haus und Hof verloren. Ich wünsche Dir, dass Du es anders machst. Es hat keinen Sinn, Alkohol in rauen Mengen zu trinken und dann andere Leute anzubrüllen oder Stress mit Ihnen anzufangen. Wenn die anderen nüchtern sind, denken sie sich ihren Teil und irgendwann kriegst Du alles doppelt und dreifach zurück, wenn sie die Polizei rufen oder sonstwas veranstalten. Lass lieber gleich die Flasche stehen und versuche vernünftig mit Ihnen umzugehen, gebe auch Deine eigenen Fehler zu und versuche so mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. Vielleicht wird alles besser, wenn Du das mal machst.

    Und ob die anderen saufen, oder das Amt betrügen ändert ja nichts an Deinem Alkoholproblem.

    Ich habe eigentlich trotz meiner Auffälligkeiten in Zshg. mit Alkohol gehofft, dass der zu mir sagt, naja, sie sind gar nicht so ein schlimmer Trinker. Lassen Sie es langsamer angehen und tschüss....

    In Wirklichkeit hat er mir das genaue Gegenteil gesagt.

    Deswegen denke ich, Du solltest Dir da vorher gar nicht zuviele Gedanken machen.

    Das wichtigste ist Du bist ehrlich zu Dir und auch gegenüber Deinem Alkoholkonsum. Verschweige auch keine partnerschaftlichen Probleme, etc., pp. Ganz schlimm ist auch, wenn Du denkst ich kann doch dem jetzt nicht erzählen, dass ich im Suff schon dies und das gemacht habe. Glaube mir, der ist das gewöhnt und ausserdem hat er seine Schweigepflicht und kann Dir nur helfen, wenn Du ehrlich zu ihm bist. Er zeigt Dich bestimmt auch nicht bei der Polizei an, wenn Du sagt, dass Du schon dreimal besoffen durch die Gegend gefahren bist.

    Geh auch ruhig hin, wenn Du an dem Tag was intus hast. Natürlich sind solche Beratungsstellen keine Kneipen, wo man auch besoffen hingehen kann, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass es viele Leute einfach beim ersten Gespräch nicht schaffen nüchtern hinzugehen und sich vorher ein bisschen Mut antrinken. Völlig zu würde ich aber nicht hingehen, das bringt dann auch nichts.

    Alles Gute!

    wenn einem die Treffen nicht gefallen, oder wenn man mit dem Psychologen, der einen betreut in einen Streit gerät. Oder wenn man nicht offen genug oder ehrlich genug ist dort alles zuzugeben.

    Ich kann davon ein Lied singen.

    Ich hoffe, Du kannst die Flasche heute stehen lassen!

    Ich habe oben vergessen zu erwähnen, dass die Mutter meiner Frau selbst sich als Alkoholikerin zu Tode gesoffen hat. Sie hat dann unter verschiedenen Freundinnen ihres Vaters und einer Stiefmutter zu leiden gehabt, die sie allesamt nicht gerade besonders gut behandelt haben. Leider habe ich mit meinem zunehmenden Alkoholkonsum vor und während unserer Ehe auch nicht gerade immer zu ihrem Wohl gehandelt.

    Ich denke sie ist bereit oder zumindest bereit gewesen über vieles hinwegzusehen, was ich so an Schwächen an den Tag gelegt habe. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass die enthemmende Wirkung unter Alkoholgenuss auch mich und unsere Ehe in grössere Probleme gebracht hat.

    Als ich meine Frau kennengelernt habe, habe ich schon gerne getrunken und war wohl auch schon mehrmals in peinlichen Situationen. Nur habe ich das früher besser in den Griff gekriegt und konnte auch mal über Jahre hinweg sagen, dass bestimmte Dinge, die ich im Alkoholrausch mal gemacht habe hinterher länger nicht mehr vorgekommen sind.

    Während unserer Ehe hat sich mein Trinkverhalten eigentlich bisher nur noch zum negativen verändert, bis auf die Zeit vor einem halben Jahr, als ich mit dem Trinken vorübergehend aufgehört hatte und vielleicht auch die Zeit danach noch, als es mir noch einigermassen gelungen ist das Trinkverhalten zumindest im "normalen" Rahmen zu halten. Allerdings sind die Ausfälle doch immer häufiger zu verzeichnen gewesen und nun bin ich halt am Ende, bzw. ich wäre es bestimmt sehr bald, wenn ich so weitermachen würde.

    Ich wünsche auch Dir alles Gute!

    trotz meines Alkoholpegels einen sehr interessanten Menschen getroffen. Schon länger wollte ich mal in so einen Pferdewetten-Laden gehen. Der Laden ist eigentlich nur indirekt mit einer Kneipe/Gaststätte verbunden. Was mich am meisten gestört hat, war obwohl ich selbst mein Hefeweizen darin getrunken habe, dass das völlig legal zu sein scheint, dass darin auch noch Alkohol ausgeschenkt wird. Ich kann das irgendwie gar nicht glauben, dass der Gesetzgeber das so vorsieht. Also in dem Laden ist es halt so, dass man das Bier in der Kneipe holt, und es dann einfach mit rübertragen kann, man braucht es nichtmal gleich zu bezahlen, in meinem Fall war es so, dass die Bedienung erst nach einer Stunde kam und wegen Personalwechsels abkassieren wollte.

    Auf alle Fälle bin ich mit dem Menschen über die Pferdewetten ins Gespräch gekommen, weil ich mal von einem Insider erfahren wollte, wie da so gewettet wird, bzw. was man da alles beachten muss. Gott sei Dank war ich doch noch so vernünftig selbst keine riskant hohen Einsätze zu treffen (warum weiss ich auch nicht... vielleicht vom Alkohol schon zu müde gewesen...). Er hat mir auf alle Fälle gleich mal abgeraten da mein Geld zu investieren und das fand ich doch sehr interessant, wo doch die meisten eher das Gegenteil behaupten und einem ihre hohen Gewinne schmackhaft machen.

    Irgendwie hat mich das doch schon trotz meines Vollsufffs noch ziemlich aufgebaut, dass die Menschen mit ihren Suchtproblemen so ehrlich umgehen können. Natürlich bin ich auch sehr ehrlich gewesen, auch wenn ich mich mit ihm mehr über meine Spielsucht unterhalten habe, die wie gesagt nur noch auftritt, wenn ich richtig einen im Tee habe. Früher habe ich sehr oft an Gewinnspielautomaten gespielt, natürlich auch nüchtern und dabei viel Geld verloren.

    Was mich vorhin auch gedanklich irgendwie noch gestört hat, ist die Tatsache, dass man bei Aldi ja schon einen Sechserpack Bier ohne Pfand für 1,69 € kriegt. Eine Schachtel Zigaretten (von der man nicht besoffen oder fahruntüchtig wird) kostet aber immerhin schon 4,00 €. Auch wenn ich jetzt gerade gestern noch um die Entzugserscheinungen abzumildern was getrunken habe, regt mich das doch ziemlich auf, wenn ich so drüber nachdenke.

    Das sind jetzt aber nur so mal noch ein paar Anmerkungen, weil ich gerade Zeit habe und hier aktiv bin.

    Bis später!

    ciao

    Ich bin der Alexander, Anfang 30, bin verheiratet und habe zwei kleine Kinder.

    Vor nicht allzulanger Zeit bin ich im Oktober letzten Jahres völlig mit/durch den Genuss von Alkohol in rauen Mengenabgestürzt und habe mir im Anschluss auch ärtzliche Hilfe durch den Hausarzt und eine Beratungsstelle gesucht. Nachdem ich über 100 Tage nichts getrunken hatte, kam es auf einer betrieblichen Feierstunde in einer fremden Stadt, wo wir übernachtet haben zu einem Rückfall. Ich habe die Sache allerdings damals als nicht völlig schlimm gewertet. Es ist auch nichts peinliches passiert und ich war mit Sicherheit noch einer derjenigen, der am wenigsten durch den Alkoholkonsum aufgefallen ist. Auch am nächsten Tag ist trotz dem Genuss von gut 2,5 l Bier bei mir kein Kater aufgetreten. Ich dachte dann, dass war halt ein Rückfall und habe in den nächsten 2 Wochen auch nichts getrunken. Mein Gesprächspartner bei der Beratungsstelle sah dies aber ganz anders. Er meinte, dadurch dass ich meiner Frau nichts erzählt hätte, wäre das ja geradeso, als ob ich sie mit einer alten Geliebten betrogen hätte. Ich bin darauf fast schon böse geworden und habe mir dann vorbehalten mich wieder bei ihm zu melden, wenn ich bereit bin ein weiteres Gespräch mit ihm zu führen. Er hat gemeint, ich solle wieder kommen, bevor Haus und Hof versoffen sind...

    Ich bin dann erstmal nach Hause und habe meiner Frau den Rückfall gebeichtet. Sie war dann erstmal erleichtert, dass nichts besonders schlimmes passiert ist an dem Abend und meinte, wenn es tatsächlich bei einem oder 2 Bier pro Abend bleiben sollte, könnte ich von ihr aus gerne auch mal wieder eine Kleinigkeit trinken. Wir waren uns auch einig in Zukunft viel zusammen zu unternehmen, damit ich erst gar nicht in die Versuchung komme wieder alleine auf die Piste zu gehen. Leider bliebs bei uns in dieser Hinsicht nur beim Vorsatz. Wahrgemacht haben wir das nicht. Sehr bald bin ich Abends wieder auf ein bis drei Bier in meine Stammkneipe gegangen und es zeigten sich auch bald schon nach etwas grösseren Mengen typische Ausfallerscheinigungen von mir (wie z. B. dass ich in angetrunkenem Zustand gerne an Spielautomaten spiele/ nüchtern mache ich das nämlich überhaupt nicht...). Das alles hat mich mit der Zeit nicht mehr so sehr beunruhigt, so dass eigentlich der nächste Absturz vorprogrammiert war. Manchmal ist es mir allerdings auch gelungen die Trinkmenge einzuhalten, oder ich habe sogar halbe oder ganze Gläser wieder zurückgehen lassen (wenn es mir an dem Abend nicht geschmeckt hat) und meine Rechnung bezahlt um dann doch nach Hause zu meiner Frau und den Kindern zu gehen.

    Am letzten Wochenende ist es bei mir nun aber doch wieder zu einem völligen Totalabsturz gekommen. Ich habe schon nach 2 Bier gemerkt, dass ich eigentlich nach Hause gehen sollte, weil die Trinkmenge bei mir extrem angeschlagen hat. Bin dann aber doch noch sitzen geblieben und dummerweise auch noch mit Leuten um die Häuser gezogen, von denen ich mich besser fernhalten sollte, bzw. mit denen ich in nüchternem Zustand überhaupt nichts zu tun haben wollte. Wohl aus einem schlechten Gewissen raus, habe ich dann am Samstag Morgen gleich weiter getrunken und dieses auch am Sonntag fortgesetzt. Am Sonntag Abend bin ich dann wie tot ins Bett gefallen und musste mich natürlich am Montag erstmal krankmelden. Heute bin ich dann zum Arzt gegangen und habe wirklich beschlossen meine Finger vom Alkohol zu lassen. Vielen Dank, dass ich mich hier in diesem Forum tummeln darf, ich denke ich werde in nächster Zeit einiges hier posten, und hoffentlich auch auf lange Sicht hinaus.

    Ihr werdet es schon wissen, ich wollte eigentlich indirekt gleich mit meiner Geschichte schonmal loswerden, dass es überhaupt keinen Sinn macht als Alkoholiker wieder zum Alkohol zu greifen. Ich hoffe, keiner von Euch hat so eine blöde Idee gerade im Kopf...