Liebe BC!
Sehr gut, dass du das so schnell geklärt hast - da heißt es wohl jetzt für einige Zeit leisertreten!
Gute Genesung wünscht dir Oldie
Liebe BC!
Sehr gut, dass du das so schnell geklärt hast - da heißt es wohl jetzt für einige Zeit leisertreten!
Gute Genesung wünscht dir Oldie
Nur kurz nochmals zu deinem "Muskelkater". Ich möchte dir dringend empfehlen, doch zu einem Arzt zur Abklärung zu gehen; auch wenn es sich heute bereits besser anfühlt.
Bis dahin wäre es besser, das Bein so wenig wie möglich zu bewegen und das Bein am besten hochzulagern.
LG oldie
Hallo SF!
ZitatBringt es etwas, sich als Angehöriger an eine SBS zu wenden?
Was können die für einen tun?
Ich weis gerade nicht, was mein nächster Schritt sein könnte.
Ich war bei einer staatlichen SBS. Die Beraterin konnte sehr gut und sehr gute Fragen stellen ähnlich wie es hier immer wieder von Forenmitgliedern geschieht und ich konnte mich ausweinen, wobei ich erst dort merkte, wie ich diese Gefühle des Schmerzes und der Verzweiflung in letzter Zeit immer mehr verdrängt habe - es tat sehr gut. Allerdings finde ich dieses SHForum hier wesentlich ausführlicher, vielfältiger, immer verfügbar und hilfreicher, was das Augenöffnen für meine Situation und mögliche weitere Schritte betrifft.
Meine SBS bot allerdings auch Infos für weiterhelfende, rechtliche Stellen an.... und mir wurde nahegelegt meinen Mann zur SBS zu schicken.
Es ist eben ein sehr nützliches Angebot , das sehr empfehlenswert ist - handeln und mir klarwerden mußte ich aber allein in Eigenverantwortung.
LG oldie
Liebe BC,
Das klingt nach einem schönen Hunde-Nachmittag-Treffen!
(Es könnte unter Umständen eine Thrombose hinter den Wadenkrämpfen stecken.)
LG oldie
Hallo Dafina!
Ich habe mir mit einem sehr ähnlichen Selbstsicht wie du
Zitatmanchmal denke ich ich bin verrückt, nicht normal, warum lasse ich mir das alles gefallen...warum kann ich das nicht beenden ? dann denke ich wieder, vielleicht übertreibe ich und alles ist nicht so schlimm...oder wenn er grad "normal" ist, will ich garnichts davon hören."
die folgende Frage gestellt:
Wie wird mein Leben in 5, in 10 Jahren sein?
Die Alkoholkrankheit schreitet ja voran und wird nicht alleine gut... und du hast kleine Kinder!
Ich habe auch erkannt, dass mein eigenes Selbstwertgefühl so etwas von schwach ist (trotz finanziellem Selbsterhalt von mir und den Kindern etc.). Ich gestand mir irgendwie nicht zu, dass ich mit allem Recht dieser Welt ein zufriedenes Leben ohne Alk-beeinträchtigungen führen darf, ja sogar muß, wenn ich geistig und physisch gesund bleiben will. Und die Schönrederei und die Zweifel, die Fragen ob ich nicht doch übertreibe kenne ich ebenfalls genau. Aber es ist doch einfach so: Wenn ich mir Gedanken über den mißbräuchlichen Alkoholgenuß machte, dann ist es ein Mißbrauch - und wenn ich dass in besseren Phasen verdränge, dann ist es purer Selbstbetrug, vor allem um mein Idealbild von mir und dem Partner bzw. der Partnerschaft nicht zu zerstören.
Die Frage, warum mein Selbstwertgefühl so schwach war (ich erkannte das sehr lange Zeit nicht!) und warum ich mir selbst etwas vorlüge, führte mich in meine Kindheit zurück.
Liebe Grüße Oldie
Danke für deinen Bericht - er hilft mir!
ZitatEin klitzekleines bißchen tat es gut, das mal zu sagen und nicht immer nur zu denken.
Lutiste, ich denke, du hast goldrichtig gesprochen.
Du bist nicht der Müllkübel eines Alki, auch wenn er dein Erzeuger ist.
Allerdings werden deine Worte genau so wie dein sonst übliches Schweigen am Verhalten des Vaters etwas ändern können.
Aber wobei fühlst du dich besser?
Ich könnte mir vorstellen, dass auch deine Mutter dir dankbar ist, wenn jemand mit ihm Klartext redet.
LG Oldie
Ich weiß, die wichtigste Erkenntnis für mich war zu erkennen und zu GLAUBEN, dass das, was im Bereich der Trockenen Alkoholiker und im Co- und Angehörigenbereich immer wieder betont wird, wahr ist.
Niemand kann einen Alkoholkranken von außen trocken legen, niemand kann einen Alkoholiker trocken reden. Erst wenn dieser selbst den Ernst seine Lage und seine tödliche Erkrankung echt einsieht und annimmt, kann er die entscheidenden Schritte setzen.
Wie ein ernsthaftes Handeln aussieht, habe ich in den Grundbausteinen für Alkoholiker und in den Threads der Trockenen Alkoholiker gelesen. ... und daran maß ich die Worte und Handlungen meines Mannes.
Es ist leider so und im Wesen der Alkoholkrankheit begründet. Auch wir Angehörige und Co-abhängige müssen kapitulieren vor der Macht der Erkrankung. Erst dann kann der Angehörige zumindest sich selbst retten und - vielleicht - kommt der Süchtige dann zur Einsicht.
Dazu gehörte aber für mich, dass ich mich besonders mit mir, meinen Gefühlen, meiner Vergangenheit und Kindheit, meinem Selbstwertgefühl, meinen Ängsten und meinen Bedürfnissen auseinandergesetzt habe.
LG oldie
Hallo gollum,
Ich möchte dich am liebsten rütteln und aufwecken.
Du hast Medikamente verschrieben bekommen, (Antidepressiva?), damit du deine Situation besser aushalten kannst und deine Frau will nun doch eine Therapie machen, was dich sehr freuen würde, wie schreibst du.
Worte sind Schall und Rauch - nur Taten zählen!
Bei den Cos - aber auch bei den Alkoholkranken, da gibt es gar nicht so viel Unterschied. Als Angehöriger handelte ich so lange nicht situationsangepaßt und konsequent, weil ich an einer kaputten Beziehung, die mich auch kaputt machte, mit aller Gewalt festhielt, mein Alki handelte nicht und "wollte" nur Zeit schinden, weil er mit aller Gewalt nicht die Flasche loslassen wollte.
Nun, deine deiner Frau versprochene Stillhaltephase bis zum Sonntag ist jetzt vorbei.
Was nun?
LG Oldie
ZitatSauffeste sind für mich Feste ,die ich entweder dazu gemacht hatte oder offiziell als solches geduldet werden . In einigen Post finde ich mich wieder da solche Feste wertfrei bleiben aber für mich als Risiko einstufe.
, schreibst du, Hartmut.
Sie sind für mich keine Risiko, aber gerade deshalb bewerte ich sie als das, was sie für mich sind, einfach widerlich. Selbst mein Mann sprach davon, dass man diese nur aushält, wenn man selbst mittrinkt.
Ist nicht gerade der Rückzug, das Nichtmehrwertenwollen oder das Nichtmehrwertenwagen, ein Teil der Alkoholproblematik in unserer Welt.
Ich werte! .... andere mögen ja sagen, dass das Werten Ausdruck meiner Selbsterhöhung ist. Ich sehe es anders.
LG oldie
Lieber gollum,
Ein Glück, dass sie dich in der Psychiatrie im Schnellverfahren wieder zusammenkleistern konnten und du die Angst vor dieser Station verlieren konntest.
aber
Hast du dir Gedanken über deine weiteren Schritte gemacht?
Du weißt, dass du deine Frau nicht vom Trinken abhalten kannst, oder kannst du immer noch nicht daran glauben?)
Also mein “gesunder” Menschenverstand war schon jahrelang ver”rückt. Ansonsten hätte ich die Diskepanz zwischen dem, was ich mir einbildete zu leben und dem, was Realität war, auffallen müssen.
Sehr selten hatte ich das Gefühl einer tödlichen Bedrohung; konnte aber nicht richtig feststellen, woher sie käme und wenn ich geahnt habe, woher sie kam, habe ich sie sehr sehr schnell als Einbildung oder hysterisches Gefühl abgetan.
Das Bauchgefühl sagte mir nur, dass ich Frieden dann erreichen könne,. wenn ich alles täte, was ihn zufriedenstellen würde. Es war dann Hilf- und Hoffnungslosigkeit, es war, Ausgelaugtsein und Gekränktsein, es war innere Erstarrung und Verstummen. Da war nichts mehr an einer "normalen" Reaktion, da alles in Hinblick auf das, was diese auslösen könnte, kontrolliert wurde. Es war ein absolutes Unverständnis dessen, was ablief. Es waren mitunter Gedanken an den Tod, der meine Situation beenden könnte.
Erst als sich an meinem letzten Tiefpunkt, wo ich endlich Nägel mit Knöpfen machen konnte, in mir Wut entwickeln konnte und ich dieser Wut Ausdruck verleihen konnte, kehrte mein gesunder Menschenverstand und ein gesundes Bauchgefühl zurück. Ich möchte in Frieden und glücklich leben – , so wie meine Vergangenheit stelle ich mir mein zukünftiges Leben nicht vor. Damit wurde er zu einem so schweren Gewicht, sodaß ich mit ihm untergehen würde; das wurde mir klar und ich wurde damit handlungsfähig.
Ja, ich war krank, mein gesunder Menschenverstand war krank, meine Wahrnehmung, meine Einschätzungen waren falsch, eingefroren, mein gesundes Bauchgefühl war begraben unter Tonnen von selbstbetrügerischen Gedanken.
Liebe Melanie,
Das, was du zuletzt ausgeführt hast, stimmt zu 100%....ich merke das und profitiere sehr stark davon - anfangs etwas verwirrend, aber du hast in vielen Dingen so recht und bringst andere mit deinem Wissen weiter.
Das war es auch, was mir in der so kleinen Angehörigengruppe der AA so gefehlt hat.
LG oldie
Liebe ana,
Ein Gedanke von mir zu deiner tief sitzenden Angst ("Was mache ich mit dieser Angst...").
Ich habe den Eindruck, dass diese Angst bei dir sehr stark von deinem Vater geschürt wird ("da kommen dann auch immer die Vorwürfe von meinem Vater.."), indem dir ein schlechtes Gewissen für Vergangenes eingeredet wird... und du nun ihm und dir beweisen möchtest, dass du dich sehr wohl um ihn kümmerst. Damit hat er dich wunderbar am Fädchen tanzen - und kann ruhig und wohl betreut von dir seiner Sucht nachgehen. (Das ist die gr. Manipulationsfähigkeit, die sich bei den Angehörigen so zerstörerisch auswirkt. Du beschreibst ja in deiner ersten post, wie elend du dich fühlst und wie dein Leben von ihm und den Gedanken an ihn beherrst wird.)
Hat sich dein Vater annähernd so um dich gekümmert und gesorgt, wie du es jetzt bei ihm tust?
(Wie alt ist dein Vater?)
Vielleicht ist dein Vergleich mit einem Diabetiker gut. Der merkt ja auch nicht gleich, dass er sich auf der sicheren Todesspirale befindet, wenn er unkontrolliert ißt.
Jamor, du schreibst auch:"... und nicht mehr trinken als sie sich vorgenommen haben."
Ich habe kein Alk-problem - bei mir ist es so, dass ich mir gar nichts vornehmen muß, ich habe ab einem gewissen Punkt, bei relativ geringen Mengen, einfach genug. Ähnlich wie bei einem Essen oder einer sußen Nachspeis - einfach satt.
Vielleicht ist hier bereits ein frühes Anzeichen: Der Gefährdete nimmt sich vor, nur eine best. Menge zu trinken aber nach einer gewissen Zeit genügt eben der Vorsatz nicht mehr und es wird weitergetrunken.
Bei einem Nichtgefährdeten gibt der Körper das Zeichen, es sei genug, und das Hirn kann das richtig interpretieren und verarbeiten.
(Ist das bei der Eßsucht nicht ganz ähnlich?)
Liebe Topas,
Ich las in einem Thread von deiner erwachsenen Tochter. (Falls ich da etwas falsch interpretiert habe, entschuldige ich mich für das folgende.)
Mein Gedanke dazu: Meine etwa 7 Jahr älter als deinige Tochter war vor mir bei der Drogenberatungsstelle, von wo sie dann den Weg zu ihrer Psychotherapie fand. Sie ist jetzt gut unterwegs, finde ich.
Als ich später zufällig bei derselben Drogenberaterin ankam mit dem dezidierten Verlangen, mir bei meiner beabsichtigten Trennung beizustehen, wurde mir zu Bedenken gegeben, dass ich daran denken soll, welches Vorbild ich geben möchte.
Das war für mich eine sehr starke Hilfe, so wie meine Tochter es begonnen hat, auch mein Leben selbst in die Hand zu nehmen und diesen unerträglichen Zustand der Fremdbestimmung und des Ausgeliefertseins zu beenden.
Meine Tochter und ich haben nun ein sehr gutes Verhältnis, wobei ich und sie sehr stark darauf achten die eigenen Grenzen zu wahren und die Dinge bei dem zu lassen, dem sie gehören.
Deine Tochter muß sich wohl total von dir distanzieren, wenn sie nicht mit dir mit"leiden" und in diesen Strudel gezogen werde möchte. Hut ab!
Kannst du dir vorstellen, wie sich euer Verhältnis ändern könnte, wenn du dich trennst?
Das heißt aber wohl auch:
Mit"leiden" ist falsch!
LG oldie
Roseanne, fühltest du dich in der Kneippe nicht absolut "allein zu zweit"?
LG Oldie
Ich möchte zwei Aussagen von dir zitieren:
Die erste stammt aus deinem letzten Posting:
ZitatAber Hoffnung hab ich trotzdem keine mehr das sich das ändert und deshalb werde ich mir eure Ratschläge zu Herzen nehmen und in Zukunft wieder mehr alleine machen.Ich muß mich innerlich lösen damit ich ein halbwegs vernünftiges Leben führen kann.
die zweite hast du ganz am Anfang gemacht:
ZitatAllein die Vorstellung ich müsste ohne ihn leben verursacht mir Angstzustände.Ich habe Angst davor das mein Leben genauso den Bach runter geht wie seins.Wann wird das endlich aufhören?Kann ich irgendwann mal nur glücklich sein?Aber wahrscheinlich muß ich zuerst bei mir selber anfangen und all meinen Mut zusammen nehmen damit sich was ändert.
Ich glaube es ist wichtig, hinter diese Angst zu schauen.
Wovor fürchtest du dich?
Warum glaubst du, dass dein Leben ohne ihn den Bach hinuntergeht?
Wird es nicht gerade das Gegenteil sein, dass du dann zufriedener und glücklicher sein kannst? Zumindest wird dein Befinden nicht mehr von seinen Trinkmengen und Verhalten abhängig sein, sondern du allein bist dann für dich zuständig. Das kann schon Angst machen, ist aber letzlich ein tolles Gefühl. Klarerweise kann man dann sein eigenes Unglücklichsein nicht mehr dem Partner anlasten - aber welche positiven Möglichkeiten für die Zukunft ergeben sich doch daraus!
Du schreibst, dass du keine Hoffnung auf eine Änderung hast. Ich habe bis zuletzt im hintersten Winkel meines Herzens klitzekleine Hoffnung getragen, die ich erst spürte, als ich meine Situation NÜCHTERN betrachten konnte. Ich ordne seine Zustimmung zu deiner Bemerkung, wie sich Leute mit dem Trinken zum Narren machen, in die Kategorie "Vortäuschen einer Erkenntnis" ein. Diese hat nach all meiner Erfahrung absolut keine dauerhaften Konsequenzen; sie bewirkt aber, dass wir wieder ein wenig Hoffnung schöpfen, ob denn nicht langsam die Einsicht des Partners in sein Problem wächst. Dann ein Weiterwarten und Weiterhoffen - eine bekannte Taktik des Alkoholkranken, die ich doch so gut kenne, um seine Partnerin für einige Zeit ruhigzustellen.
Du bist auf deinem Weg schon ein gutes Stück vorangekommen.
Du bist noch nicht soweit um einen Schlussstrich zu ziehen., aber du weißt tief drinnen, dass sich die unerträgliche Situation nicht von allein in Luft auflösen wird. Dein Tempo mußt du selbst wählen, das stimmt, aber es sollte kein Stillstand werden.
Es ist sehr gut, auf dich zu schauen und zu beginnen ein von seinen Launen und Ansprüchen unabhängigeres Leben zu führen (Die Begleitung zu Saufparties gehört sicher nicht dazu).
Ich wünsche dir auf deinen Weg zum selbstbestimmten Leben viel Stärke und alles Gute!
LG oldie
Hallo Gollum,
Ich wünsche dir so sehr noch weitere dieser erholsamen Nächte; aber am Tag gibt es dann die Erkenntnis, dass gar nichts "gut" oder "in Ordnung" ist, ist es nicht so?
Ich bin der den letzten Jahren meiner Ehe oft allein auf Reisen gegangen (mein Mann wollte - aus mir heute verständlichen Gründen, denn da war es viel schwieriger seiner Sucht zu leben - nicht mit.)
Es war unerhört entspannend, schön. Ich gewann im Organisieren dieser oft Individual-Reisen Selbstbestätigung. Ich begegnete anderen Menschen, da habe ich kein Problem, es gab nettes Small Talk, ich beobachtete andere Paare - sehr aufschlußreich!. Allerdings wurde der Erholungseffekt nach meiner Rückkehr immer kürzer. Da müßte ich jetzt noch vieles dranhängen, aber kurz gesagt, es half mir stark die unhaltbare Situation als das zu erkennen, was sie ist und gab mir die Kraft und Zuversicht mich zu trennen.
Steine und Sand von einem wunderbaren griechischen Strand habe ich immer noch vor mir liegen und erinnern mich an die innere Klärung und Vorsätze, die ich dort bei Sonnenuntergang gefaßt habe.
Wäre das nicht für dich eine Möglichkeit, dich kurzzeitig aus diesem Teufelskreis herauszunehmen? (Du hast doch jetzt, bevor deine Berufsarbeit wieder richtig anfängt, doch Zeit dafür? - es muß keineswegs teuer sein - ich habe da viel Erfahrung, allerdings sicherlich nicht jedermanns Geschmack.)
LG Oldie