Beiträge von oldie

    "Wie habt ihr euch abgehalten, euch um XY zu kümmern." (die Frau)

    Ich habe erkannt, dass gleich was ich tat, half oder mich kümmerte , ich nur negative Reaktionen erhielt.

    ...Nichtregistrieren im besten Fall. Nörglerei im besteren Fall, Schimpferei und Beschimpfung im schlechten Fall.
    Ich habe nicht einmal "Danke" der Höflichkeit halber bekommen - nie!

    Irgendwann, - nach viel zu langer Zeit - , habe ich erkannt, dass ich mich dadurch ja als jemand präsentiere, der sich selbst nichts wert ist.
    Wie sollte ich da erwarten, dass mich der andere achtet?

    Es darf mir gut gehen, auch wenn es anderen schlecht geht!

    LG Oldie und alles Gute für deine Suche!

    Zitat

    viele würden sicher nicht verstehen, warum ich es nicht einfach so weiterlaufen lasse.


    Willst du dich von der Beurteilung der Umgebung abhängig machen oder diese als eine Rechtfertigung heranziehen? Lach, sie sind ja auch nicht an deiner Stelle.

    Nun, ich habe mich nach Jahrzehnten von meinem Mann getrennt. Ich bin ganz sicher, dass viele das nicht verstehen - ist doch so ein toller Mann und so häuslich und tüchtig, was Haus und Reparaturen von Autos betrifft.

    Ich habe mich entschieden, dass diese jahrzehntelange Ehe mich an den Rand des Abgrunds bringt und nicht im Entferntesten dem entspricht, was ich mir unter Partnerschaft vorstelle. Dass meine Kinder und Schwiegerkinder meinen Entschluß billigten und z.T. sogar unterstützen bzw. sagten, dass es ja mein Leben sei und ich wissen müsse, wie ich leben wolle, war natürlich für mich bestätigend.

    Hast du schon mit deiner Tochter über das Thema der Trennung gesprochen?

    Heute sage ich mir, es ist für mich vollkommen gleich ob Suff oder Auseinanderleben oder Charakteränderung, es ist die einzige Möglichkeit die Jahre, die ich noch habe, zufrieden zu leben.
    Ich bin zufrieden, das Schlafzimmer stinkt nicht mehr....... und ich muß mich nicht mehr fürchten nachhause zu kommen.

    LG oldie

    hallo, gollum

    Lies einemal deinen ersten Beitrag und deinen letzten.

    Du bist, so wie so viele Cos, ein Weltmeister in der Vogel Straußpolitik!

    Na, wenn die Frau so gut kocht und du es eh nicht so schlecht hast, dann ist der Hase doch gelaufen.

    Falls du aber den leisen Verdacht hast, dass dieser häusliche Friede nicht ganz so stabil ist, dann wäre doch eine Rechtsauskunft über Trennung, Scheidung, Zahlungsverpflichtungen sehr sinnvoll - nur zur Sicherheit und für ein besseres Ruhekissen (Vermietungsmöglichkeiten des Hauses mit Weiterbetrieb deiner Firma, billigere Unterkunft deiner studierenden Tocher,..., halt alles, was zu einer Kalkulation nötig ist.)

    "es wird sicher irgendwie eine Lösung geben, aber ich werde nicht alles aufgeben...."

    Die Lösung wird dir nicht wie ein gebratenes Huhn im Schlaraffenland serviert werden, da mußt schon du den Hintern bewegen. Alles wirst du nicht aufgeben müssen, aber du mußt sicher Veränderungen und Einschränkungen akzeptieren. - und vor allem der Angst davor ins Auge schauen. Es wäre ein absurder Traum zu meinen, es würde alles Gut werden, nur weil du meinst noch mehr aushalten zu können.

    Die Alkoholkrankheit ist eine tödliche Erkrankung - aber oft sterben die COs früher als die Alkoholiker.

    Es ist leider so - LG oldie

    Nat, Deine Überschrift lautet "Wie weit reagiere ich coabhängig?"

    Nun schreibst du " Die Geschichte kenne ich doch...ist das bereits ein Rückfall?? Erst kam der Alk und dann das H.
    Mach mir gerade echt Sorgen."

    Ja, das ist sehr stark coabhängiges Denken. Bei den Alkoholikern würde wohl gesagt werden, das sei triefendnasses Denken.

    Auf diese Weise kann es dir nicht gelingen, dich aus dieser gefährlichen Abhängigkeit zu lösen. -


    Willst du das überhaupt?

    Liebe Frau,
    Ja, ich kenne das. Am nächsten Tag Friede, Freude Eierkuchen, man weiß angeblich (oder wirklich) nichts mehr. Am Nachmittag fängt es wieder an.

    Ich denke, es ist richtig, wenn er sich nüchtern mit dem Kind beschäftigt. Der Vater soll ja nicht verteufelt werden, er ist ja krank.

    Denk daran, solange wirst du nicht mehr in einem gemeinsamen Haushalt wohnen müssen - freu dich darauf,

    und betrachte ihn einfach als Fremden, zu dem man höflich ist, wenn er geistig "da" ist und dem man ausweicht, wenn er "voll" ist... so habe ich es getan.
    Ich bin auch sicher, dass er deine Trennungspläne nicht im Entferntesten ernst nimmt; meiner glaubt es erst jetzt langsam und da bin ich bereits 4 Monate weg.

    Der schwierigste Schritt für mich war Einsicht in folgendes:

    Ich finde schon, dass ich das Recht und die Pflicht habe, bei einem Angehörigen auf eine entsprechende Behandlung zu drängen.
    Ich würde mich wegen unterlassener Hilfeleistung strafbar machen, wenn ich z.B. für einen an Lungenentzündung Erkrankten keine ärztliche Hilfe organisieren würde.

    Nun kommt das große ABER:
    Deshalb war es für mich ausgesprochen schwierig (und es ist, wenn ich mit Menschen, die mit der Materie nicht vertraut sind, spreche, genau so unglaublich) dass es in diesem Fall, der Alkoholkrankheit absolut sinnlos ist. Es verlängert NUR mein und das Leiden des Alkoholkranken verlängert. Das widerspricht eben der Logik und dem normalen, üblichen Selbstverständnis einer Partnerschaft, aber es ist eben im Wesen der Alkohol-Sucht begründet.

    Für mich war das die schwierigste Erkenntnis - ich mußte schlußendlich allen Erfahrungen, die hier geballt im Forum stehen Glauben schenken.

    Gollum, du kannst nur für dich und dein Leben etwas machen, es wieder lebenswert machen.

    Deine Mädchen werden dir dankbar sein! (auch wenn sie finanziell nun zurückstecken müßten)

    Hallo, rena

    In deinem anderen Thread habe ich geschildert, wie unersprießlich ich die Paarberatung bei der Drogenberatungsstelle (4 er Gespräch) empfunden habe, da er sich ja nicht sein Problem, die Abhängigkeit, eingesteht.
    Ich habe eher den Eindruck gehabt, dass ich von seiner Beraterin veranlaßt werden sollte, zu ihm zurückzukehren und dass ich die Therapiebedürftige wegen meiner (angeblichen) Verletzungen wäre. (was schon stimmen wird, aber das war nun sicher nicht das primäre Problem meiner Ehe).Diese Dame kannte mich nicht und beurteilte mich offensichtlich über das, was mein Mann erzählte...... ich bilde mir alles ein und spinne.

    Zitat

    Wie es weiter geht weis ich nicht, ich fühle mich leer, muss um denken......

    , sagst du, rena.

    Du weißt doch im Inneren, dass du diesen Zustand nicht noch jahrelang aushalten kannst. Du bist allein für deine Zufriedenheit und Glück zuständig.
    Er ist für seine Gesundung selbst verantwortlich - du kannst ihm dabei nie und nimmer helfen, wenn er es nicht einsieht und ernsthaft etwas ändern will.

    Viel Kraft zum Nachdenken und fürs Handeln
    wünsche ich dir, oldie.

    Es gibt nicht nur einen schweren Rucksack, der niederdrückt und verschiebt, sondern mindestens ebenso schwere psychische Belastungen, die verbiegen.
    "Wenn man nicht mehr will" schreibst du.

    Das sagt nicht nur dein Kopf, sondern auch dein Körper!

    Ja, ich hatte eine ganze Reihe psychosomatischer Erkrankungen, zu best. Zeiten auch solche der Haut. Für mich war das ein Hinweis, dass ich am liebsten aus meiner Haut fahren möchte.
    Und "lustigerweise" auch Gehörbeeinträchtigungen --- Ich wollte einfach nichts mehr hören, sage ich heute.

    Wir sollten auf unseren Körper achten und darauf, was er uns sagt!
    Liebe Grüße Oldie

    Ich habe bei deiner Vorstellung gelesen, dass es dir gar nicht gut gegangen ist in deiner bisherigen Partnerschaft.

    Paßt da das Wort "Liebe" oder Partnerschaft, für mich ist das Grundlegende dafür ein Begegnen auf gleicher Augenhöhe und ein wechselseitiges Geben und Nehmen, auf deine Beziehung.
    Nein, du brauchst keine Antwort geben - war nur als Anregung gedacht.

    Ich denke nämlich, dass wir alle im Co-bereich sehr viel anderes unter dem Label "Liebe" verpacken. Ich denke, sehr viel Illusionen und Wunschvorstellungen und leben ganz gern eine Lebenslüge.--- Ich zumindest habe es viel zu lange getan.

    LG oldie

    Meine Erfahrung mit einer Paarberatung in der Drogenambulanz, die auch er plötzlich wollte nachdem ich mich getrennt hatte und nachdem ich bereits viel früher vergeblich daraufdrängte, waren negativ.

    Er sei ja kein oder kaum ein Alkoholiker bzw. das Alkoholproblem ist ja von mir eingebildet und hochgebauscht, da bietet sich natürlich die Paarbehandlung wunderbar als Bühne für Manipulationsversuche an.
    Er wollte mich zurückholen, bevor er sein Ding, die Therapie durchzog.

    Heute sag ich, zuerst Taten, Worte genügen nicht, dann trocken leben für mindestens ein Jahr, dann bin ich bereit ihm als neuen Menschen zu begegnen und Probleme der Vergangenheit in einer Paartherapie zu bearbeiten.

    (Ja, ich arbeite auch intensiv an meiner Problematik, dem Selbstwertgefühl und der Harmoniesucht und der Frage, warum habe ich mir so lang so viel gefallen lassen).
    LG oldie

    hallo, No Name!

    Nun, vorerst findet der körperliche Entzug im Krankenhaus statt. Da ist er in besten Händen, du brauchst dir da keine Sorgen machen.

    Das allein führt aber nicht zu einem Stillstand der Alkoholkrankheit, sondern ist nur die erste Stufe dafür. Dein Berater hat ja klar darauf hingewiesen.

    Du fragst dich in einem deiner früheren Beiträge:

    Zitat


    Ich weiß jedenfalls nicht weiter.....tief in mir Liebe ich ihn, aber reicht das?

    Klare, aber harte Antwort: Nein, das genügt nicht!

    Hast du dir schon die Kennzeichen der Co-abhängigkeit durchgelesen bzw. in den diversen Threads hier gestöbert?

    Du kennst deinen Freund nun etwa 5 Monate. Du träumst davon mit ihm und deinem Kind in Zukunft dein Leben zu gestalten. Was sind da schon die paar Wochen, in denen er das Rüstzeug bekommen könnte sein Leben zu meistern, wenn er es denn einsieht, dass er ein großes Problem weit über seine körperliche Abhängigkeit hinaus hat, und daran arbeiten möchte. Das kann nur er allein.

    Nein, deine Liebe genügt nicht!

    LG oldie

    Eben weil hier jeder im Co-Bereich "das" (im vollen Umfang) kennt und weil es hier ein Selbsthilfeforum ist, solltest du die Ansichten von usern nicht als Angriff verstehen, bei dem du dich verteidigen mußt.

    Sondern als Hinweis auf Fallstricke, die auf dem Weg lauern. Ja, es ist absolut richtig, dass du dein Tempo wählst und ja, derartige Informationen zu erhalten braucht seine Zeit, viel Kraft und Entschlossenheit.

    Die wünsche ich dir!

    LG oldie

    Zitat

    Und es gierte sich eher so an, als wuerde ich durch die Trennung nur verlieren. Platz zeit Geld.(Zitat: die Frau)

    Nun, das ist die Meinung einer Freundin - handfeste Informationen holst du dir ja von den zuständigen Stellen - ja, es ist oft ein Hürdenlauf - aber, wenn es geklärt ist, dann hast du eine sichere Beurteillungsbasis.

    Kommt es mir nur so vor, als ob du dir Entschuldigungsgründe suchen würdest - für ein Verharren in deiner Lage?

    Klar, es wäre weniger Platz, Zeit und Geld in der Zukunft .... aber, was würdest du und dein Kind an Stelle dessen gewinnen?

    LG oldie

    Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Wenn es noch so ausweglos scheint: Wer nicht aufgibt, findet auch den Weg aus der Ausweglosigkeit. Und wer sich verlaufen hat, findet den Weg nicht, indem er sich hinsetzt und heult.

    Hallo else,


    Ich habe das bei das "Niemand soll es besser gehn als mir"- Syndrom genannt... und am wenigsten der Frau, die so lange Jahre alles getan hat, damit er glücklich ist.... und nun will sie o h n e mich zufrieden und glücklich sein!

    In die Schmollecke, Türenschlagen, endloses Schluchzen (besonders "anrührend" in der Nacht) und wenn das nicht wirkt.... eine druf!... und wenn das nicht wirkt ..... eine festere druf!

    Nur meine Erfahrung!
    LG oldie

    hallo,
    Convaincu

    In deinen Worten liegt das Wesentliche des Beziehungsgeflechts, das ich leider erst im Nachhinein klar erkenne.

    Mangelnde Selbstachtung, das war es bei mir und eine vollkommen unzulängliche Reaktion auf dieses Unterdergürtellinie-Dolchstoße.

    Übertriebenste Wehleidigkeit und Selbstmitleid auf der anderen Seite.

    ---- Warum sollte mich jemand achten, wenn ich mir selbst so wenig wert bin.

    LG oldie

    Ergänzung.

    In der Klinik geschieht wohl der überwachte Entzug vom Gift.

    Die schwere, lebenslange Arbeit, der sich ein Alkoholiker stellen muß, beginnt allerdings danach.
    (Das sind meine Erkenntnisse aus den Alkoholiker-threads)

    Mir hat das stundenlange Lesen der diversen Threads sowohl im Co-Bereich als auch bei den Alkoholikern sehr geholfen den Verwirrungsknoten, in dem ich mich befand, zu klären.

    Mein Mann ging auch zur Drogenberatungsstelle, .... quasi "erpresst", weil ihm klar war, ich ziehe nun aus. (Die Wohnung hatte ich bereits einige Monate vorher gemietet, was ihn aber nur marginal interessierte oder was er mir nicht geglaubt hat.)
    Auch ich schöpfte wieder Hoffnung.... sie war umsonst.

    Solange ein nasser Alkoholiker sich seine Sucht nicht eingesteht und daran aus ehrlichem Herzen für sich etwas ändern will, kann das bestenfalls eine Trinkpause ergeben.... wird hier immer wieder gesagt und traf auch auf mich zu.....
    ...mit der Folge, dass ich weiterhin wartete und bangte.... es änderte sich nichts Grundlegendes .... mir wurde dann nach kurzer Zeit mit verhaltener und später offener Wut begegnet, da ich ja die "Schuld" daran trug. Motto: "Was will ich denn sonst noch, er gehe ja jetzt dorthin."

    Zitat

    Nur die Hoffnung steckt noch in mir, das er es schafft ( gerade ist er beim Arzt, sich einen Einweisungsschein holen, Donnerstag soll er in die Klinik kommen. Da stellt sich mir gleich ne Frage: er bat mich, ihn zu begleiten....soll ich????)
    Mein Gefühlsbarometer geht ständig rauf und runter, ich lebe zwischen Liebe, Sehnsucht, Wut und Hass......nur was ist richtig????

    Es ist psychisch krank, Co-abhängigkeit eben, einem Partner die Macht zu geben auf diese Weise das eigene Gefühlsleben zu beeinflussen. Das macht auch physisch krank - war bei mir jedenfalls so.

    Nur du allein kannst den Teufelskreis durchbrechen.... Nein, ich würde ihn unter diesen Umständen nicht ins Spital begleiten, dabei hätte ich ja das Gefühl, dass ich mich verantwortlich für seine Krankheit und seine Gesundung fühle.
    Du kannst überhaupt nichts für ihn tun, leider - das liegt im Wesen der Sucht begründet. ER allein kann etwas für sich ändern.

    Ebenso kann ich allein aber etwas dafür tun, damit es mir besser geht.