Hallo "Namenlose"
Wenn du deine Frage in deinem eigenen Thread stellst, dann bekommst du dort sicherlich mehr antworten als hier in Elses Thread!
LG oldie
Hallo "Namenlose"
Wenn du deine Frage in deinem eigenen Thread stellst, dann bekommst du dort sicherlich mehr antworten als hier in Elses Thread!
LG oldie
Ich bin heute mit meinen Gedanken bei dir..... Daumen- und Zehendrück!
Das Wichtigste ist aber, dass du dich in deiner Beziehung glücklich fühlst!
LG oldie
hallo rena,
Du schreibst:
ZitatJa ich habe in den zwei Jahren nur für Ihn gelebt , habe habe mich voll und ganz von ihn abhängig gemacht.......
Du leidest unter Angsterkrankungen und Bulimie und warst deshalb auch in Therapie, schreibst du.
Du hast nur für Ihn gelebt und bist doch offensichtlich totunglücklich, verzweifelt und verwirrt.
Wann beginnst du für dich zu leben?
LG oldie
Else, du schreibst:
Zitatnein,also ich habe mich in den letzten wochen nicht mehr mit seinem problem auseinander gesetzt ,habe endlich meinen weg wieder gefunden.und es geht mir auch gut dabei..
nun ist mir aufgefallen,dass es meinem partner immer schlechter geht.auch körperlich.
Mir ist dasselbe in meinem Verhältnis aufgefallen. Je besser es mir ging, desto schlechter ging es ihm - psychisch und physisch.
War ich gut aufgelegt, freute ich mich auf irgendetwas oder über irgendetwas, konnte ich sicher sein, dass ein Eklat aus nichtigstem Grund folgte. ... bis zu folgenden Suiziddrohungen.
Erscheint mir in der Logik eines verstörten Verstandes sehr logisch zu sein.
Nein, ich kann mir nicht mehr vorstellen ein gesundes, abgegrenztes Leben neben einem nassen Alkoholiker leben zu können.
Rhein, du sprichst die wiederholten Zweifel an, ob man dem Partner nicht doch unrecht tut. Bei mir wurden diese Zweifel ja ständig durch meinen Mann verstärkt, indem er fast systematisch meine Einschätzungen und Erinnerungen auf fast allen Gebieten als äußerst zweifelhaft hinstellte. Motto: Du spinnst, du mußt dich behandeln lassen.
Für mich machte ich zuletzt diese Rechnung auf (und sagte sie ihm in der letzten Phase unserer Beziehung auch):
Wenn der Alkoholmißbrauch nicht die Ursache für sein unerträgliches Verhalten ist, dann habe ich mich derartig in seinem Charakter getäuscht bzw. er hat sich derartig verändert, dass mir ein weiteres Zusammenleben nicht mehr möglich ist.
Danke, ika und sorry, dass ich hier diese Frage an dich (und an mich selbst) gestellt habe -
Ein Thread sollte aber immer dem Threadeinsteller und seinem angesprochenem Problem vorbehalten sein... so bleibt der Überblick besser gewahrt.
LG oldie
Ich habe für mich erkannt, dass auch ich Defizite im Erwachsenwerden habe.... ich arbeite daran in meinem Alter endlich Selbstbewußt und Eigenverantwortlich zu leben.
LG oldie
Liebe Rena,
Mir hat das Lesen hier (oft stundenlang bis in die tiefe Nacht hinein) die Augen geöffnet.
Nicht nur, was meinen Partner betrifft - es ist tatsächlich nicht so wichtig, ob er abhängig ist, ob psychisch oder physisch, sondern dann insbesondere das, was mich betrifft.
Warum lasse ich mir das gefallen ohne mich zu wehren oder Grenzen zu setzen?
Er ist in der Klink in besten Händen, DU bist es hier ..... du findest einen Riesenschatz an Erfahrungsberichten von Menschen, die sich ähnlich wie du in einer verzweifelten Situation befanden und die sich daraus befreien konnten. Das betrifft auch die Erzählungen von trockenen Alkoholikern, mit deren Einstellungen du das, was du von deinem Freund weißt, vergleichen kannst.
Deinen Freund kannst du nicht ändern.... das ist das Allersicherste.
DU kannst Muster in deinem Verhalten erkennen, du kannst deine Einstellungen ändern und dein Leben selbstbestimmt in die Hand nehmen.
Viel Erfolg auf deinem Weg!
(Du bist noch soo jung, du hast alle Zeit der Welt!)
Hallo melanie,
Ich hatte viele Gründe meine Beziehung nicht früher zu beenden.
"Liebe" gehörte allerdings nicht zu meinen Argumenten.
Was ist das denn für eine absurde Auffassung von Liebe, sich quälen zu lassen und das Ausharren als Liebe zu interpretieren und den Beteuerungen des Quälers über seine Liebe Glauben zu schenken.
Wenn was sonst, ist das für mich einfach ein Symptom der Co-erkrankung.
LG
Liebe Ika!
Wo siehst du dich in etwa 5 Jahren stehen?
Was ist Wunschdenken und was ist Realität, jetzt und in 5 Jahren?
LG oldie
Hallo, gipfel
Ich bin immer wieder dankbar, dass sich Menschen hier so klar und aus ihrer eigenen Erlebniswelt heraus zu den Fragen äußern, die sich Angehörige immer wieder stellen -- besonders, wenn sie am Anfang ihres Weges stehen.
Danke, gipfel, was du gesschriebe hast, kann eben nicht oft genug festgestellt werden, weil eben es eben mit der "normalen" Logik nicht erfaßbar erscheint.
LG oldie
Für mich ist Egoismus ein rücksichtsloses und andere ausnützendes Verhalten; es bedeutet für mich Ellbogenmentalität bis über Leichen gehen, handeln ohne Rücksicht auf die Folgen für andere.... das heißt, "Egoismus" ist für mich eindeutig negativ besetzt.
Mit dem Ausdruck "gesunder Egoismus" muß ich mich erst anfreunden. Ich möchte ihn für mich in andere Worte kleiden:
Selbstbehauptung, Auf mich und mein Wohl schauen, anderen nicht mehr Wichtigkeit geben als ich mir geben; andere nicht mehr lieben, als ich mich selbst liebe
z.B. Ich bin gesetzlich verpflichtet bei einem Autounfall Hilfe zu leisten, aber ich bin nicht verpflichtet, das zu tun, wenn ich dadurch zu Schaden kommen könnte.
Wenn Forderungen oder Hilfeschreie kommen, bin ich heute fähig zu überlegen, ob ich das tun will oder nicht; ich habe keine Probleme zu sagen, warum ich etwas nicht tun will - auch wenn ich nur sage, ich habe dazu heute keine Lust oder ich mag das überhaupt nicht tun. Ich finde das gehört zu einem klaren zwischenmenschlichen Verhältnis dazu, das keinen Raum für Mißverständnisse hat; keine Rechtfertigung, die doch in Verbindung mit schuldbewußt steht.
Aber für mich ist das eben nicht "Egoismus".
.... meine Ansicht!
(Ich finde das Thema interessant!)
Paulina,
Ich möchte dir gratulieren und dir das Beste für deinen weiteren Weg wünschen.
Es stimmt mich so positiv!
---------------------------------------------
Da ich deinen alten Thread gelesen habe, bin ich auf diese Bemerkung von dir gestoßen:
ZitatHeute am Nachmittag hat mich ein Beitrag aus dem Vorstellungsbereich etwas nachdenklich gestimmt. Ein junger Mann aus Österreich berichtete kurz von seiner Betreuung in der Suchtberatung und bei einer Ärztin. Sein Alkoholkonsum hat sich auf nur mehr 4 Biere reduziert.
Karsten hat angemerkt, dass er die Vorgehensweise irgendwie unüblich findet. Das unterschreibe ich.Kann es sein, dass man hierzulande zu oberflächlich mit Alkoholkranken umgeht? Ich war im Vorjahr selbst in einer Suchtberatungsstelle, wo man mir das "Erlernen von KT" empfohlen hat. Als ich die Beratungsstelle verließ war ich der Meinung, dass ich - nachdem ich noch nicht über Händezittern klagte und auch meine Existenz noch nicht versoffen hatte - nach Verstreichen einer "gewissen Zeit" wieder "normal trinken" kann.
Ich möchte aus Westösterreich ganz ähnliches berichten. (Klient war mein Mann). Ich weiß auch, dass in dieser Drogenberatungsstelle eine ehemalige "trockene" Alkoholikerin in der Gruppe von ihrem Weg erzählen darf, die aber ab und zu etwas trank. Davon solle sie aber besser nichts erzählen, sagte die Drogenberaterin, zu der auch mein Mann ging.
Ich denke eine Erklärung liegt möglicherweise darin, dass diese staatliche Stelle nach den gewährten (kostenlosen) 12 Stunden die Beratung als erfolgreich verlaufen, weitermelden können.
---------
Falls zu off topic oder unpassend oder nicht zulässig bitte ich die Administratoren meinen Beitrag zu löschen.
@all,
Ich finde, "Ich-" bzw. "Du-botschaften" sind keine eine akademische Frage.
Schreibe ich Du-botschaften, "Du mußt", "Du sollst" begebe ich mich auch ein Lehrer-Schülerniveau. Diese Botschaften werden vom Empfänger viel schwerer akzeptiert werden - vor allem auch, da ich als Empfänger immer das Gefühl haben werde, dass der andere mich oder meine Probleme oder die Verhältnisse zu wenig kennt (kennen kann), um eine solche Forderung und Anweisung rechtens auszusprechen.
(Das heißt nicht, dass mit dieser Du-botschaft nicht eine absolut richtige und Forderung verbunden sein kann.)
"Du mußt......" habe ich bei meinen Kindern nur ganz selten verwendet und bei Dingen, deren Einhaltung ich imstande war, konsequent zu verfolgen.
"Du darfst ...", "du solltest...", "du kannst...." ähnlich wie oben, allerdings in abgestufter Form.
Ich-Botschaften lassen die Verantwortung beim Adressaten. Er wird sich nicht in die Enge getrieben fühlen, er kann sich die Zeit nehmen, die er braucht, er kann einige Dinge für sich im Augenblick akzeptieren, andere für sich im Augenblick ablehnen, er fühlt sich nicht von oben herab behandelt, er kann --- letztendlich --- leichter zu Entscheidungen kommen, die aus ihm heraus kommen und nicht fremdbestimmt sind.
Ich stelle jedenfalls die Haare auf, wenn mir jemand mit "Du mußt..." kommt.
"Du mußt zuerst die Bausteine lesen?"
"Du solltest zuerst die Bausteine lesen?"
"Du mußt zum Therapeuten gehen?"
Nein! Nichts für mich, weder aktiv noch passiv. Fragen, Ich-Botschaften, Menschen dort abholen, wo sie stehen...
Das ist natürlich ein bestimmtes pädagogisches Konzept der Hilfeleistung, das andere ist eines, das nur bei Abhängigen und bei entsprechend ausgeübten Druck wirken kann.
Ja, ich bin der Meinung, das gehäufte "Du-Botschaften" dazu dienen könnten, eigene Probleme im anderen zu kurieren.
"Du mußt zum Saufen aufhören!", sagt der Vater mit der Bierflasche in der Hand zu seinem Sohn.
OT
Hartmut, du hast geschrieben "Menschen die sich hier anmelden, sind auch meist der Meinung CO krank zu sein"
Kannst du dir vorstellen, dass Angehörige und Freunde hier ankommen ohne eine Ahnung zu haben, dass es soetwas wie Coabhängigkeit gibt?
.... und dass es zwar eine best. Schnittmenge in den versch. theoretischen Konzepten der Co-abhängigkeit gibt, dass aber aus der Diagnose "Coabhängigkeit" nicht automatisch auf best. Eigenschaften und Verhaltensweisen geschlossen werden kann.
Das ist nun off topic und sollte hier kein Diskussionspunkt sein. ![]()
ZitatIch denke nicht das er gerade einen Rückfall hat, traue mich aber auch nicht nachzufragen. So warte ich jetzt ab bis er sich wieder bei mir meldet Traurig
Ich weiss nicht wie ich mich verhalten soll. Es kann doch nicht sein das ich jetzt sein "Kindermädchen" spiele und wieder in mein altes Muster verfalle indem ich meinem Helfersyndrom freien Lauf lasse. Andererseits möchte ich ihn nicht verlieren, es hat doch alles so schön angefangen......
Liebe Chaosimleben, als jahrzehntelange Frau eines Menschen, der regelmäßig trinkt und irgendwann in die Sucht hineinrutschte, kann ich nur sagen, dass gerade das, was ich hier von dir zitierte, für mich sehr vertraute Verhaltensweisen sind. Von dieser Seite her spricht sehr viel für die Verschiebung in die Abteilung der Angehörigen und Co´s.
Ich würde dem Bauchgefühl trauen, das bei dir doch sehr zwiespältig ist und nicht schöne Träume träumen. Das tat ich leider allzu lange.
Wenn ich wirklich co-abhängige Strukturen in mir trage, das heißt für mich, dass ich eher geneigt bin, mich für die Harmonie im Zusammenleben verantwortlich zu fühlen (mit allem, was dazu gehört), dann habe ich mir nicht nur den Partner ausgesucht, der geneigt ist, das bis zum bitteren Ende auszunutzen, sondern auch der Partner hat sich mich ausgesucht.... Topf mit passenden Deckel eben.
Deinen 2. und 3. Lösungsansatz konnte ich für mich unmöglich leben.... da ja insgesamt das Verhalten des nassen Partners enorm verändert ist und der Alkohol doch immer im Vordergrund steht.
Ich bin seit 1 Monat ausgezogen und genieße es.
Ich bin allem in diesem Forum dankbar, die über sich ausführlich und ehrlich geschrieben haben, sowohl den Trockenen als auch den Partnern. Es gibt so unheimlich viel Parallelen, die ich ansonsten nicht als typisch sowohl für die einen als auch die anderen erkannt hätte. Das half mir enorm dabei, meinen Weg zu finden, der ein guter ist.
Dazu noch eine Ergänzung:
In Übergangsphasen hatte ich allerdings öfters nicht angemessene Reaktionen, so in dem Sinn "Was, der/die möchte mich auch bestimmen?"
Ja, dranbleiben... so würde ich es auch sehen.
Eine große Schwierigkeit für mich ist (war) es auch Hilfe zuzulassen und zu erkennen, wer mir echte Hilfe geben möche oder nur manipulieren möchte.
Ich habe mir als Angehörige einen sehr dicken Panzer zugelegt, sodass gerade das schwierig für mich ist. Es wurde so oft (eigentlich fast immer) über meinen Kopf hinweg entschieden und für mich bestimmt ohne die geringste Rücksicht auf mich zu nehmen, da praktisch jede andere Meinung als die, die mein Fastex hatte, tiefstes Beleidigsein zur Folge hatte und ich in einen für mich heute fast unvorstellbaren vorauseilenden Gehorsam verfiel. Ja, ich bin leider sehr harmoniesüchtig.
Nun, da ich das in diesem unglücklichen Spiel durchschaute, bin ich eher in der Lage deutlich auszudrücken, ob ich mich nur ausweinen möchte oder ob ich Ratschläge hören möchte oder ob ich froh bin, wenn mir jemand tatsächlich tätig helfen möchte. Ich bin auch nun gut imstande, "nein", das möchte ich nicht, zu sagen, ohne mich von einem Vorschlag beleidigt zu fühlen oder den anderen zu beleidigen.
Gute Wünsche oldie
Folgende Erklärung war für mich genial:
Das Geschäft XY gibt für jeden Einkauf Gutscheinmarken aus, mit denen man dann günstig jeweils diverse Sachen, z.B. Töpfe, Messer etc. kaufen kann.
Nun, es gab einmal Messer sehr guter Qualität im Angebot und mein Mann brachte in kurzen Abständen immer wieder welcher nach Hause. Wir brauchten tatsächlich welche, aber trotzdem wunderte ich mich.
Die Erklärung seinerseits war - er würde die Rabattmarken an der Kasse geschenkt bekommen ![]()
(Mein Mann kaufte nie für die Familie ein, sondern nur für seinen (Trink-)bedarf.)
Wenn ich nicht damals so vieles hier bereits gelernt hätte, hätte ich es ihm fast, aber nur fast geglaubt. ![]()
Liebe Aurora,
Anerkennung freut doch immer und da muß ich dir sagen, dass ich deine Gedanken und Anregungen immer so hilfreich und gut finde.
Sie haben für mich eine so positive Ausstrahlung.
Vielen Dank
Oldie