Beiträge von oldie

    Hallo arwen,


    Du hast Angst, wie es weitergehen kann, du hast Angst, diese oder jene Entscheidung zu treffen und Angst, diese nicht durchhalten zu können.

    Es liegt allein in DEINER Hand, wie sich dein weiterer Lebensweg gestalten wird.

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    Du führst deine Tiere, die Katzen und das Pferd an, die dir erleichtern, die jetzige Situation zu ertragen.
    Wieso glaubst du, dass du diese Krücken in einer SELBSTbestimmten Zukunft brauchen wirst oder dass du diese dann nicht mehr haben kannst?

    Ist es nicht absurd, eine Situation "aushalten" zu wollen mit dem Argument, das dasjenige, was dir das jetzige Verharren in einem gewissen Ausmaß ermöglicht, dann (möglicherweise) nicht mehr zur Verfügung steht?

    Hast du dich über die rechtlichen Grundlagen einer Trennung insbesondere in Hinsicht auf das Haus und alle Möglichkeiten einer Lösung schon kompetent informieren lassen? Es gibt fast immer mehr als nur die eine Möglichkeit, an die gerade gedacht wird und die recht schnell als unmöglich durchzuführen abgetan wird, wenn Ängste vor dem Tätigwerden groß sind... auch wenn dazu mehrere Beratungsstellen aufgesucht werden müssen.

    Gewissheiten über diesen Punkt "gemeinsames Eigentum" verscheuchen Ungewißheiten und Lähmungen. Du mußt ja alles nicht von heute auf morgen durchziehen.
    Auch kleine Schritte genügen - Informationen einholen ist so ein kleiner Schritt in die richtige Richtung; das Sitzenbleiben in einem selbstgebauten Loch und Hilferufe an andere oder gar an den Alkoholkranken, dich da herauszuholen, gehören zum Zementieren einer Situation, die du vom Kopf und vom Herzen her als unerträglich empfindest.

    LG oldie

    Ja, gartenblume,

    Dir darfs gutgehen, auch wenn es dem ihm schlecht geht.

    Er ist in besten Händen - und du wirst, wenn es dir schlechtgeht an seinem Zustand und seiner Sucht genauso wenig verändern, wie wenn du alles tust um es dir gutgehenzulassen.

    Es ist dein Leben, deine Zukunft!

    LG oldie

    Ich halte nicht mehr aus, ich habe mich getrennt.

    Du hast in einem anderen Thread geschrieben: "Hätte er mich damals in Ruhe gelassen, hätte ich den Absprung sicherlich geschafft."

    Diese Schuldzuschreibung finde ich unfair. Was willst du von einem Alkoholkranken erwarten, dem sein Partner, der so toll ins Mobile der Alkohol-Coabhängigkeit paßte, entlaufen ist? Der das Trinken so schön ermöglicht, die Anlässe dazu liefert und auf Knopfdruck vorhersehbar reagiert?

    Gerade, damit so etwas nicht nochmals passiert, gibt dieses Forum vorzügliche Infos und Hilfestellungen.
    Bei dir sind es, so wie du schreibst, die gemeinsamen finanziellen Verpflichtungen für das Haus, die deine Trennung verhindern. Aber wenn du willst, wirst du Wege finden.

    Liebe Kathy,

    Zitat

    Glaub er will versuchen um mich zu kämpfen und er sagt, er will auch weniger trinken (Grenze sind drei Tage pro Woche mit zwei Bieren).

    Kann nicht einschätzen ob das noch gesund oder schon Sucht ist. Und ob mir das nicht trotzdem noch zu viel ist.

    Ganz aufhören will er nicht (und kann er nicht?).

    Und du fragst dich mit dieser seiner Aussage, ob du das/dein Problem übertreibst?

    Für ihn mag das in Ordnung sein. Es wird in Zukunft wohl wieder mehr werden als 3 Mal je 2 Bier pro Woche.... und seine Laune wird entsprechend sein .... und wer bekommt dann die Schuld zugeschrieben, dass es nicht mehr Bier sein dürfen? .... und wer soll kontrollieren....? Du :shock: oder vertraust du ihm da?
    Er darf trinken, das ist sein Recht, wenn er das will/muss.... und du darfst entscheiden, was für dich das Beste ist.

    Ich wünsche dir eine gute Nachdenk- und Nachforschpause!
    Oldie

    PS "Der supernette Herr am Telefon hat mir auch noch ein paar Aspekte genannt, an die ich überhaupt nicht gedacht hab. ", schreibst du. Magst du ein paar Stichworte darüber schreiben? Das würde mich interessieren.

    Liebe Speranza,

    Wie gesagt, auch meine Kinder waren weit über 20 Jahre alt, als das Alk.-problem immer manifester wurde. Trotzdem sind sie massiv betroffen.

    Auch ihnen, insbesondere meiner Tochter würde ein Eingeständnis meines Mannes helfen, dass er eine Menge Schaß gemacht hat.

    Aber ein nasser Alkoholiker ist davon ja weit entfernt und offensichtlich überwiegt auch bei manchen Trockenen die Selbsttäuschung.

    Der Partner ist von dieser Verantwortungsfrage natürlich nicht ausgenommen. Mir half am meisten die von der Drogenberaterin ausgesprochene Frage, welches Vorbild ich denn bieten möchte.

    Ich habe mich entschuldigt. .... und es half sehr wesentlich das Verhältnis zwischen mir und meinen Kindern, insbesondere meiner Tochter zu entspannen. Diese neigte insbesondere dazu zu mir ein Co-abhängiges Verhalten zu zeigen.

    Es erstaunt mich schon, wie ein Trockener Alkoholiker die Vergangenheit ad acta legen kann - von einem nassen A. kann ja nichts anderes erwartet werden.

    LG oldie

    Etwas off topic an Gipfel!

    Ich finde, dass du es dir etwas zu einfach machst.

    Du schreibst, dass du dir diese Scheißkrankheit nicht ausgesucht hättest.

    Ich bin dagegen der Meinung, dass ich als Raucher mit offenen Augen in das Lungenemphysem oder in das Karzinom renne. Ebenso wie jemand, der offenen Auges in die Alkoholabhängigket rennt.

    Da stellt sich schon die Schuldfrage für mich. Bei meinem zukünftigen Lungenkrebs kann ich mich auch nicht einfach schütteln und sagen, ich habe da keine Schuld daran. Es leiden darunter allerdings nicht meine Angehörigen unter dieser Sucht so, wie das bei den Angehörigen von Alkoholkranken ist.

    Allerdings gebe ich dir in dem Punkt recht, dass die Schuldfrage bzw. ein Herumhacken darauf in keiner Weise hilfreich für die Zukunft. Was war, das war.
    Aber der Meinung, dass diese Sucht so unverhofft wie ein Meteor vom Himmel gefallen sei, so unverschuldet und deshalb nicht zu verantworten sei, kann ich mich nicht anschließen.

    Für klare Verhältnisse und für meine persönliche Gesundung wünschte ich mir von meinem Alk-Ehemann eine andere Einstellung als diese:

    "Ich muß auch niemand um Vergebung bitten, weil ich an dieser Sch***sucht erkrankte. Ich hab's mir nicht ausgesucht !"

    Mein Anteil daran - und deshalb habe ich auch um Vergebung bei meinen erwachsenen Kindern gebeten - ist die Tatsache, dass ich mir alles viel zu lange gefallen ließ. (Allerdings waren meine Kinder "erst" etwa seit ihrem 20 Lebensjahr betroffen - aber auch das genügte!)

    Meine Meinung
    Oldie

    Glycerin ist zwar ein dreiwertiger Alkohol (was aber nichts über seine Verstoffwechslung aussagt bzw. über sein Suchpotential). Die Einteilung wird an best. chem. Gruppen festgemacht.

    Glycerin entsteht in nicht unerheblichen Mengen im Körper bei der Verdauung von Fett im Darm. (Fette sind Fettsäureglycerinester.) Glycerin wird durch die Darmwand geschleust und es gibt in Zellen eigene Stoffwechselwege für seine weitere Verarbeitung.

    Deshalb denke ich, dass Glycerin in Nahrungs- oder Kosmetikartikel kein Problem sein kann.

    LG
    oldie

    Zitat

    Sehr, sehr, sehr schwer und auch ein moralisches Dilemma.

    Nun, für mich ist der Mann, den ich verlassen habe, nicht zweigeteilt in denjenige Anteil, der so ganz anders ist als der, den die Alkoholfratze entstellt hat. Ich denke oft, die besseren und guten Anteile unserer Alk-Angehörigen werden von vielen durch die grausliche Alkoholfratze überdimensioniert gesehen.
    Oder als ob die Abneigung und der Hass vor dem Alkoholmenschen durch eine besondere Aufwertung des Nichtalkoholmenschen vor uns selbst gerechtfertigt werden müßte.

    Im Augenblick erkenne ich, dass bei einem anderen Menschen diesselbe Art bzw. derselbe rücksichtsvolle Umgang, den wir doch immer wieder als gute Seite am Alkoholkranken glauben müssen zu betonen, durchaus normal in einer zwischenmenschlichen Beziehung sind.
    Für mich gilt - ich habe durch das langsame Eintauchen und das lange Verharren im nassen Sumpf die Relationen verloren.
    LG oldie

    Zu all den guten und richtigen Gedanken, die bereits zum Thema geschrieben worden sind, möchte ich noch etwas anfügen.

    Ich hatte kürzlich das Problem eine Situation meistern zu müssen, die mich bereits Tage vorher in diese zermürbende Mühle zu stürzen drohte.

    Ich fand das Bild des Karussels, das sich immer schneller im Kreis dreht und mir Übelkeit verursacht gegenüber der Vorstellung eines im Startflug befindenen Flugzeugs, das sich über den Boden erhebt und in ein bestimmtes Ziel ansteuert, sehr befreiend. (Ich kann von hier diese startenden, meist sehr leisen (Klein)Flugzeuge aus der Nähe und auf gleicher Höhe gut beobachten und sie wirken auf mich beruhigend. Ich liebe Fliegen. Die Welt von oben gesehen, relativiert so vieles.
    Ich beschloss, ich möchte lieber das Flugzeug als das Ringelspiel besteigen.

    Mir half es.
    LG oldie

    Liebe Speranza,

    Gerade an dieser Unterscheidung - gesunder Egoismus oder für mich besser ausgedrückt "Bedachtsamkeit für mich" - und den ungesunden, den anderen negierenden und ausnützenden Egoismus mache ich mir viel Gedanken.

    Ich kenne die Art meines Mannes - absolut egozentrisch.

    Ich kenne meine (nun im Abnehmen befindliche Art), bei irgendeinem Problem oder einer Fragestellung an andere zu denken und danach zu entscheiden oder zu handeln. .... ausgesprochen ungesund. Das hat dazu geführt, dass ich so lange in dieser Alk-Beziehung verblieben bin. Ich dachte einmal, dass gerade diese "Charaktereigenschaft" ein positiver Zug von mir wäre. Ich kann noch nicht erkennen, dass dahinter meine Tendenz stecken würde, über diese Schiene Anerkennung zu finden. Ich sehe aber, dass ein solches "selbstloses" oder nur vordergründig selbstloses, nicht egoistisches Verhalten, im Zusammenleben mit konträr gearteten Menschen eine Quasi-Einladung zum Ausnutzen beinhaltet.
    Um dieses Benutzen als Ausnutzen zu erkennen, das auch mit einem Anteil an Verachtung gewürzt war, brauchte ich sehr lange Zeit.

    Bei meinem Kindern führte aber diese meine Einstellung nicht zu diesem negativen Folgen, ganz im Gegenteil (ich denke aber, dass ich hier doch sehr konsequent in kein übermäßiges "Verwöhnen" verfallen bin) - wohl aber bei meinem Mann (und bei einer Freundin). Gerade hier achte ich nun aber dezidiert auf meine Grenzen. Ich finde ich kann nun die Situationen viel besser und befriedigender händeln.
    Es gibt eben einen Mittelweg, den ich jetzt spüre und erkennen kann und der für mich meine Maxime geworden ist.


    -Ich bin ich, ich möchte dies oder das, ich empfinde das so oder so, ich habe ein Recht auf meine Wünsche, Bedürfnisse und Ansichten.

    -du möchtest ........,

    -Kann es einen Kompromiss geben?
    -Möchte ich auf meiner Ansicht bestehen bleiben?
    -Kann ich aufgrund der angegebenen Argumenten überzeugt werden?

    Dazu muß der Partner allerdings gesprächsbereit sein, nicht sofort immer mit Schuldzuschreibungen kommen, Kompromisse nicht bereits als Niederlage ansehen und ein Nachgeben nicht als eine beleidigende Besiegung ansehen..... bei meinem Mann sind Gespräche dieser Art nach wie vor (fast) unmöglch.
    Bei allen anderen Menschen merke ich meine Fortschritte ... mehr Klarheit für alle Beteiligten und mehr gegenseitiges Verständnis.

    LG oldie

    Hallo lindi,

    Wenn ich deinen alten Thread in etwa richtig in Erinnerung habe, dann gab es da zuletzt nur sehr wenig bzw. gar keine schöne Zeiten!

    Du hast schon sehr lange ausgesprochen schlechte Zeiten mit Hungern und Terror mitgemacht - du hast absolut keinen Grund, dich wie der letzte D...ck zu fühlen.

    Du hast dir die Frage gestellt, warum du so lange mitgespielt hast.
    Antworten darauf wirst du nur in dir selbst finden, wobei oft bis in die Ängste der Kindheit vorgedrungen werden muß. Aber gerade das gehört zum Heilungsprozeß eines Alk.-angehörigen und kann verhindern, wieder in einer Beziehung zu landen, die zuerst ausschaut, als wäre alles ganz anders und bestens, wo aber im Inneren bereits ein ähnlicher Wurm sitzt.

    Nur meine Meinung und Lg oldie

    Hallo, Frühling,

    Du schreibst:

    Zitat

    Aber jetzt habe ich wieder Hoffnung, jetzt weiß ich, wie ich vorgehen kann, vielleicht steht am Ende, vielleicht nächstes Jahr, eine Therapie für meinen Mann (und mich als Co-Abhängige?) . Mal sehen. Erstmal muss ich für mich sorgen. Dann kommt die Gelassenheit.

    Es erstaunt mich, dass dein Coach deine Hoffnung wachhält, dein Mann würde in einigen Monaten oder in einem Jahr sein ureigenes Problem erkennen und bereit sein, eine Therapie zu machen. Und wie soll er zu dieser Einsicht kommen? Durch dein Punkteprogramm? Irgendwie verstehe ich die Vorgehensweise deines Beraters nicht.

    Und wieso erst dann für dich eine Therapie als Co-abhängige?

    LG oldie

    Hallo else,

    Du überschreibst deinen Thread "..ich bin wieder am reinrutschen,glaub ich ..."

    Ich denke, du bist bisher noch immer nie herausgerutscht, sondern sitzt nach wie vor mit deinem Freund im nassen Sumpf.

    Zitat

    ich möchte uns nicht aufgeben ,aber ich kann es nicht mehr ertragen.... Traurig

    Was kannst du denn tun, damit es dir besser geht ?

    LG oldie

    Zitat

    jetzt frage ich mich schon wieder, will ich überhaupt mit ihm "neu" anfangen? schaffe ich das. ICH HAB SO RIESEN ANGST DAVOR!!!

    Das ist die wichtigste Frage, die du stellen solltest, meine ich. ... und hast du dir nicht darauf bereits die Antwort gegeben?

    LG Oldie

    Erst das Leben abseits von meinen Mann auf meinen Reisen oder bei Besuchen, Gespräche, Geplaudere mit Nicht-Alkis gab mir wieder eine Ahnung davon, wie schön, befriedigend und erlebnisreich Leben sein KANN.

    Hallo, Frau,

    Ich möchte nochmals auf meine Idee, die auch von anderen als gute Möglichkeit angesehen wird, zurückkommen. - Übergangswohnen im Frauenhaus.

    Diese letzten Phasen der Trennung bis zu deinem Auszug sind sehr wahrscheinlich so aufreibend, dass ich mir das nie antun würde.

    Besprich das bitte mit dem nächsten Frauenhaus (zumindest) für den Fall der Fälle. Auf jeden Fall beruhigt es zu wissen, wohin und unter welchen Bedingungen man hinkönnte.
    LG Oldie

    Was machst du nun zu Ostern?

    Zitat

    "Für mich stellt sich die Frage ob ich 10 Jahre in die Tonne kippen soll oder nicht. Was ist für mich besser? Ein Neuanfang mit einer anderen Person und nichts mehr mit Alkohol zu tun haben?"

    schreibst du Sweg.

    Willst du weitere Jahre oder Jahrzehnte neben und mit der Flasche leben?
    Dadurch wird die Vergangenheit nicht besser oder schlechter. Sie war sie war - mit guten, aber auch mit vielen schlechten Seiten.

    (Das zu akzeptieren, aber auch meinen eigenen Anteil daran zu sehen, ich habe es ja geschehen lassen, ich habe mit untauglichen Mitteln gekämpft, untauglich deshalb, weil sie den Alkoholkranken nicht erreichen KÖNNEN, war für mich der schwerste Schritt.)


    Neuanfang und ein selbstbestimmtes Leben ja; aber besser nicht gleich an andere Lebenspartner denken. Die Gefahr, ähnliche Fehler in Beziehungen wie in der Vergangenheit zu machen und sich in ein neues ungesundes Geflecht verwickeln zu lassen, wenn nur der Partner gewechselt wird ohne seine eigenen problematischen Strukturen zu bearbeiten, ist sehr groß.

    Nur meine Ansicht
    LG oldie

    Hallo Jürgen,

    Ich habe immer wieder den Eindruck, dass sich nicht besonders hilfreiche Verallgemeinerungen in Hinblick auf das Verhalten von Angehörigen und Cos von Alkoholikern, die den Verstrickungen in ihrer gr. Bandbreite nicht gerecht werden, gemacht werden.

    Lg oldie

    Hallo matthias/Silberkralle

    Danke, dass du in unserem Bereich dich immer wieder meldest.
    Das, was du sagst, kann doch nicht oft genug betont werden. Wenn es von dir, einem Betroffenen der anderen Seite kommt, dann ist es besonders überzeugend.
    So in etwas: Ganz gleich, was ein Angehöriger/Co sagt, oder in Reaktion auf seinen Alk-Partner tut, dieser wird immer einen Grund finden zu trinken.
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    Deshalb ist die einzige Möglichkeit einen Ausweg aus diesem Teufelskreis der Abhängigketen zu finden, so zu handeln, dass es uns besser geht.

    Nein, wir sind nicht schuld, dass er trinken MUSS; er möchte/muss trinken und wird immer jemanden oder irgendetwas als seinen Entschuldigungsgrund und Anlass darstellen.... Es ist völlig wurscht, was es ist - aber am besten eignet sich dazu der Partner, weil der dann so schön am Schuldfädchen zappelt und festklebt... zuviel reden, zuwenig reden, nachfragen oder nicht nachfragen, fürsorglich sein oder nicht fürsorglich sein, sich Sorge machen oder sich keine Sorgen machen... es ist ganz gleich; jedes Verhalten wird als Trinkgrund hergenommen werden.

    Die einzige Schuld, die wir tatsächlich tragen, ist die, dass wir es mit uns geschehen lassen; in den allermeisten Fällen viel zu lange. Das ist das einzige, das wir vor uns zu verantworten haben.

    Liebe Grüße oldie

    Ich finde die Anregung, dass Angehörige auch in sich hineinschauen und sich auch Gedanken über IHRE Süchte machen sollten, gut.

    Bei mir ist es die Nikotinsucht, bei der ich etliche Rauchpausen gemacht habe und immer wieder rückfällig geworden bin - teilweise mit der klaren Erkenntnis, ich WILL einfach rauchen. .. interessant, dass ich erst jetzt auf diese Analogie mit der Alkoholsucht komme.:

    Lindi schreibt:

    Zitat

    Ich glaube, BC wollte da auf etwas anderes hinaus...
    Ganz klar, in den Auswirkungen sind die einzelnen Suechte nicht vergleichbar, Rauchen und Alkohol, etwa......niemand faehrt sein Auto gegen die Wand, weil er raucht (normalerweise nicht, jedenfalls).
    Aber es ist schon mal der Ueberlegung wert, fuer alle Angehoerigen. Eben wegen dem fassungslosen Unverstaendnis: wie kann er nur!

    Ich glaube aber einen wesentlichen Unterschied zu erkennen. Wenn ich auf meine Nikotinsucht angesprochen werde, reagiere ich nicht mit Verleugnung und Abstreiten; und ich mache keine Versuche, meine Angehörigen zu Partnern und Unterstützern meiner Sucht zu machen.

    LG oldie