Beiträge von oldie

    Hast du dir schon überlegt, ob du Ostern mit jemand anderen verbringen kannst - oder du machst einen schönen, besonderen Ausflug - muß ja nicht teuer sein - schöner Spielplatz... Jause mitnehmen, da sind immer viele Kinder und Mamas bzw. Familien mit denen man auch ein bißchen Quatschen kann - man muß sich nur trauen und den ersten Schritt machen - das alles noch als Übung im Selbstvertrauengewinnen anschauen.
    Allein sein, heißt ja nicht einsam sein.

    Ich würde den Kontakt mit deiner Mutter, der dich nur runterzieht, auf das Nötigste einschränken. Vielleicht nur einmal kurz vorbeischauen und Geschenke abholen.
    Ihre negative Einstellung, ihre Unterstellung und ihre mangelnde moralische Unterstützung resultiert doch daraus, dass du, ihre Tochter vormachst, wie man sich konsequent aus einer unerträglichen Situation als abhängiger Co befreien kann. Das macht Angst, das wirkt bedrohlich!

    Du kannst auf dich stolz sein - du schaffst es - je mehr du bei dir bleibst und je weniger Gedanken du an Menschen verschwendest, die dir schlecht tun, desto besser wirst du dich fühlen.

    Alles Liebe Oldie

    Es kommen nun noch bis zum Auszug schlimme Tage auf dich zu, denn sicherlich werden alle Register der Kunst von ihm und seiner Familie gezogen. Du hast dich doch vor der Gewaltbereitschaft deines Mannes früher schon fürchten müssen. Die Gefahr, das diese und vor allem auch Psychoterror von deinem Mann eingesetzt werden wird, ist groß. Darauf solltest du (auch geistig) vorbereitet sein.

    Kannst du nicht bis dahin irgendwo anders unterkommen? Speichere dir doch die Nummer des Frauenhauses oder kannst du diese letzten Wochen dort verbringen? (Ich habe da keine Erfahrung, aber sie sollen gerade auch für solche Phasen Übergangslösungen anbieten) und des Notrufes der Polizei und schreib sie dir auch auf (im Falle, dass das Handy nicht verfügbar ist). Hast du Nachbarn, zu denen du Vertrauen haben kannst und zu denen du im Falle des Falles flüchten kannst?

    Hast du die nötigen persönlichen Unterlagen für dich, das Kind und die Scheidung beisammen und bei der Hand (und in Sicherheit)?

    Für Selbstmorddrohungen, auch eine solche die ich (und später dann nochmals meine erwachsenen Kinder) durchaus ernst nehmen mußten, hatte die Drogenberatungsstelle den Rat: Ich (wir) können gar nichts tun - das einzige, was ich tun kann, ist den Notruf Arzt bzw. Polizei anrufen.

    Ja, es zermürrt dich, wenn du Zustimmung oder gar Hilfe zu deiner Trennung von seiner Familie erwartest - Geht es nicht ohne deine dort eingelagerten Sachen, wobei diese nach deinem Auszug mit rechtsanwältlicher Hilfe eingefordert werden können. Denke, dass das nervenschonender ist als davor.
    Hast du dir überlegt, was du als absolutes Minimum in deiner neuen Wohnung brauchst - Mensch kann mit so wenig leben (Habe ich selbst wochenlang getan.)

    Die Sache mit dem netten Großvater wird sich sicherlich später positiv regeln. Im Augenblick dürfte er -ebenfalls - einfach überfordert sein. Da würde ich mir jetzt nicht zuviel Gedanken machen.

    Frau, du hast bereits so viel erreicht - deine Zukunft und die deines Kindes wird auf jeden Fall wesentlich besser sein als das, was du jetzt erlebst. Dieser Gedanke soll dir alle Kraft und Energie geben, die du jetzt brauchst.
    Waren nur einige Gedanken von mir - alles Gute wünscht dir oldie.

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    Hier fragt Beagel, als Alkoholiker und ist kaum ein paar Tage trocken , nach " "Nassen Gedanken " da braucht jemad Soforthilfe weil es brennt

    Richtig - und Entschuldigung für mein Anspringen auf nasse Co-probleme.

    Zitat


    Nichts nun raus lesen das es nicht wichtig wäre oder ist was ein Co schreibt. .. das ist nicht mit gemeint.


    Es ist gut, dass du diesen Satz angebracht hast. Das mögliche tödliche Folgen für den nassen CO einem nassen Alkoholiker weniger als ein umgefallender Sack in China bedeutet, habe ich erkannt. Es könnte allerdings für den trockenen A. bzw. für den Alkoholiker in der Trocknungsphase mehr als ein Pups sein; aber ich habe offensichtlich immer noch gewisse realitätsfremde Idealvorstellung vom menschl. Verhalten.
    Auch ich finde eine Diskussion darüber, wer nun ärger dran ist, der nasse Co oder der Alk. mit nassen Gedanken, sinnlos.

    Lg oldie

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    Ich glaube er nimmt es auch gar nicht ernst wenn ich sage ich gehe, weil er weiß das ich dann wieder mit allem bei Null anfangen muß.

    Bei mir war das so. Erst nach etlichen Monaten glaubt nun mein Mann endlich, dass ich es ernst meine.
    Ich begann tatsächlich bei Null mit wenig Geld .... und fühle mich in meiner Kleinwohnung trotzdem wesentlich glücklicher als mit allen verlassenen Gütern (inkl. Garten, Tieren, gr. Haus, Wintergarten, Sauna, schönen Möbeln meiner Eltern). Keine weltlichen Dinge können die Unbeschwertheit meines jetzigen Lebens aufwiegen.

    Falls dein Mann bereits früher zur Gewalttätigkeit geneigt hat, würde ich den Auszug bis zum letzten Augenblick geheimhalten und genau planen (inkl. der gespeicherten Nummern von Polizei und Frauenhaus). Kannst du verläßliche Freunde als moralische Stütze einbinden?
    LG oldie, die dir wünscht, dass du schnell wieder Zugang zu deinem Selbstbewußtsein findest.

    Liebe arwen,

    Ich habe anfangs hier fast Tag und Nacht gelesen und vor allem gelernt, dass ich nicht allein mit meinem Problem bin. Es laufen trotz aller Unterschiede in den Beziehungen und bei den betroffenen Menschen, den Angehörigen und dem Trinker, sehr ähnliche Muster ab.

    Das half mir sehr wesentlich bei meiner Standortbestimmung.

    Alles Gute für deine zukünftigen Schritte
    Oldie

    Lieber Dante,

    Ich finde, du und dein superes Verhalten und deine Unterstützung für deine Frau finden hier etwas wenig Resonanz.

    Ich möchte dir deshalb hier hinterlassen, wie ich euch beide in der Bewältigung dieser Krise bewundere und woran du soviel Anteil hast.

    (Als meine Mutter starb, war mein Gedanke "Gott sei Dank ist mein Mann auf einer Kur wegen seines Rückens - da kann ich lange und ungestört trauern .... solche Gedanken sind doch erschütternd!)

    Ich wünsche dir zu deinem Geburtstag im Vorhinein alles Gute - (und du darfst dir auch einmal ärgerliche Gedanken erlauben und dazu stehen).

    Liebe Grüße
    oldie

    Danke für den Hinweis auf das Geburstagsgedicht von Charlie Charplin. Ich kannte es nicht - es wird meine Leitlinie für die Zukunft sein. Nun, ähnliche Gedanken habe ich, aber es in dieser Form ausgesprochen, bestätigt und ausdruckbar zu finden, ist einfach super.

    Ja, das ist der richtige Weg, das ist echtes authentisches Leben, das ist auch mein Ziel. Jede Abweichung davon macht mich nur unglücklich und unzufrieden. Nur so kann mein Leben gelingen, denke ich mir.

    Vielen Dank dafür
    Oldie

    Liebe Lacrima,

    Ja, dieses Selbsthilfeforum ist Spitze. Es hilft dabei Klarheit über sich und seine Situation zu gewinnen, es hilft Gefühle zu ordnen und zeigt durch die verschiedenen Lebenswege Muster des Verhaltens - sowohl von Angehörigen als auch von Trockenen Alkoholikern (daran maß ich die Selbsteinsicht und die Bemühungen meines Mannes) und zeigt vor allem, dass dort wo ein Wille ist, Wege gefunden werden und dass dort wo kein Wille ist, es eine Menge Gründe gibt.

    Es gibt immer netten mitfühlenden Zuspruch, aber auch hin und wieder Tritte in den Hintern - manchmal schockierend, aber sehr oft nötig.

    Du schreibst:

    Zitat

    ich bin einfach froh das ich erkannt habe das ich an mir arbeiten muss und nicht immer darauf zu schauen was er tun muss,. ob er mit mir den weg in die richtige richtung geht liegt an ihm.


    Du weißt auch sicherlich "Erkennen" muß in Handeln münden.
    Dafür wünsche ich dir viel Kraft. Es ist sehr anstrengend. Aber es lohnt sich für dich und deine Kinder.

    LG oldie

    Hallo liebe Yvonne,

    Ich muß dir einfach sagen, dass du mit deiner positiven Grundstimmung so wohltuend und ermutigend auf mich wirkst. Ich lese dich sehr gerne und halte für dich fest den Daumen.
    Liebe Grüße Oldie

    Zitat

    die Traumatisierung an mich weiter gegeben.(Zitat BC)

    Es ist eine durch viele Untersuchungen bewiesene Tatsache, dass sich Traumatisierungen wie eine dicker Strang durch Familiengeschichten ziehen. Dazu gehört natürlich auch eine Kindheit in Heimen oder in alkoholnassen Familien oder die erlebten Traumata in den Kriegen.
    Mein Vater mußte 2 Weltkriege voll mitmachen, als lediges Kind mußte er von seiner Mutter als Säugling in Pflege gegeben werden, da es bei ihrem Beruf unmöglich war, verheiratet zu sein oder gar ein Kind zu haben. Er konnte zeitlebens keine Gefühle äußern, ich habe ihn aber in guter Erinnerung.
    Meine Mutter erlebte 1 1/2 Weltkriege, Flucht, die Angst mit den Kindern in einem KZ zu landen .... sie überwand bis wenige Jahre vor ihrem Tod fast 100 jährig nicht diese existentiellen Bedrohungen.

    Und ich weiß jetzt (zum gr. Teil), wie sich das alles auf mich ausgewirkt hat.
    Aber heute bin ich ja für mich verantwortlich, ich kann aufarbeiten, ich kann nicht mehr meine Eltern für mein jetziges Leben verantwortlich machen.

    LG oldie

    Hallo BC,

    Ja,das einzige, was ich tun kann, ist mit den Leuten, deren Ansichten in den Punkten so unterschiedlich von meinen sind, einfach links liegen lassen - höflich ja, Kontakte so wenig wie möglich, Gespräche so wenig wie möglich und nur über unverfängliche Sachen - nein, ich muß niemand mehr überzeugen, der etwas nicht versteht, zum Teil weil wirklich grundlegende Erkenntnisse fehlen, zum Teil weil einfach der Wille fehlt sich mit einer Sache unvoreingenommen zu beschäftigen.
    Ich muß niemanden mehr missionieren, niemanden überzeugen ..... , mich vor niemanden verteidigen oder rechtfertigen; Dahinter lag/liegt bei mir das Gefühl oder gar der Zwang, akzeptiert werden zu wollen - ein durchaus menschliches Gefühl und wenn es seine eigene Grenzen kennt, nicht so schlecht, denke ich. Aber ich nehme mir vor, mich nie mehr dafür zu verausgaben oder verbiegen oder mir dadurch selbst schaden und mich aufregen!
    Aber es ist ja eine Tatsache, dass über die Alkoholkrankheit so wenig Wissen und so viel Vorurteil herrscht. Eine Bekannte, die eigentlich vom Fach wäre (Pflegeleiterin auf der Neurologie), sagte mir, na ja die Probleme, die ich mit meinem Alk-Partner habe, könnten wir doch auch ausreden.

    Seitdem ich mich so viel mit mir und meiner Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt habe, sehe ich viele Menschen durch eine ganz andere, geschärfte Brille. Ich sehe jetzt so viel mehr, vor allem klarer .....
    LG oldie

    Das Aufsichschauen hat für mich vor allem den Sinn zu erkennen, in welch unmöglichen, ungesunden und äußerst belastenden "Nicht"partnerschaft" ich gefangen war.

    Ja, ich machte viele Reisen, ich beobachtete andere Leute und andere Männer!, ihren Umgang miteinander, die Art, wie und was sie trinken, ich ging allein fort..... ich redete mir in der Entfernung die Verhältnisse zuhause schön.... solange bis ich mich selbst nicht mehr täuschen konnte.

    Lacrima, ich will dir nicht die Hoffnung nehmen, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt - aber du solltest neben der Hoffnung auch das Gefühl für die Realität nicht vergessen.

    LG oldie

    Wie wird hier oft sehr richtig festgestellt:

    Zitat

    Wo ein Wille ist, ist ein Weg, wo kein Wille ist gibt es Gründe

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    Und da waere es ja nur zu einfach, sich in die naechsten hilfsbereiten Arme zu fluechten....(Zitat lindy)

    Warum willst du denselben ERKANNTEN Fehler zwei Mal machen?

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    Und weiss, was die Konsequenz waere. Selber machen, tun, klarkommen.
    Und fuehle mich so.......unfaehig dazu! (Zitat lindy)

    Nun denn, dann werden dir alle Infos, wie man einen Partner umerziehen könnte, überhaupt nichts nützen - abgesehen davon, dass ein erwachsener Mensch sich nicht so mir nichts dir nichts umerziehen läßt.

    Wenn du dich unfähig fühlst, an dir etwas zu ändern, dann wird sich an deinem Leben nichts, überhaupt nichts, ändern. Es gibt keinen Märchenprinz, der dich erlösen kann!

    Liebe Grüße oldie

    Lily, du schreibst:

    Zitat

    Ich fühle mich verantwortlich für sie und so wird es einem von außen auch immer erzählt.

    Ist doch für ihre Umwelt angenehm, wenn sie jemanden anderen die Verantwortung aufhalsen können und damit dort Schuld und Schuldgefühle abladen. .. das ist emotionelle Gewalt und klare Manipulation!


    Wer sich ohne jede Erfolgsaussichten um jemanden anderen kümmert, um ihn vor der Flasche zu bewahren und dadurch erst recht dessen Leben mit der Flasche in der Hand ermöglicht, wird selbst zu einem "Kummerwesen".

    Kapitulation heißt für mich zu erkennen, dass ich einfach machtlos bin, die Situation des Alk.kranken zu ändern. Ja, rede mit ihr Klartext, das beruhigt dein Gewissen, wird sie aber nicht zur Einsicht UND zum Handeln bewegen können.


    Erst nach dieser Kapitulation vor der Sinnlosigkeit aller meiner Versuche, kann ich nun Wege gehen, die mir (und in deinem Fall dir und deiner kleinen Familie) ein glücklicheres Leben ermöglichen als ständig in dieses Auf- und Ab und in das Gefühlschaos rundum und mit dem Alkhololkranken verstrickt zu werden.

    Mit deinen Schuldgefühlen mußt du in diesem so wie in dem andern Fall klar kommen: aber : DU BIST NICHT SCHULD - aber du bist deiner eigenen Familie etwas SCHULDIG.

    LG oldie

    Liebe Lindi,

    Ich habe deinen alten Thread nochmals nachgelesen. Da warst du doch in Spanien und lebtest in sehr schlimmen Verhältnissen (finanziell und psychisch).
    Was hat sich nun in deinem Leben geändert?

    Meine kurze Antwort auf deine Frage

    Zitat

    was braucht ihr von eurem Gegenueber,...

    Erst als ich meine Grenzen setzen und deren Einhaltung einfordern konnte und mich selbst für mein Leben in allen Facetten verantworlich fühlte und danach handelte, konnte etwas für mich Gesünderes entstehen.

    Entweder gehen ungesunde Beziehungen auseinander - wie bei mir, oder sie gesunden (dann müssen beide Partner an sich arbeiten), oder sie entstehen erst gar nicht.

    Liebe Melanie,

    Die Situation für die Kinder ist sicher schwieriger als die für uns Mütter.

    Ich wollte nicht sagen, dass du nicht gesprächsbereit bist; das bist du ganz sicher aufgrund deines Berufes und den vielen Gedanken, die du dir machst.

    Ich möchte meinen Gedanken umformulieren. Da Kinder auch ihre Väter immer, auch wenn sie sich nicht als Väter präsentieren, in irgendeiner Weise lieben - und das ja auch in der allgemeinen Meinung gefordert wird -, könnten sie vielleicht in einen Konflikt kommen. Einerseits wissen sie, was abgelaufen ist und dass du mit gutem Grund deinen Mann in keiner Weise schätzt, sodass sie sich irgendwie behindert fühlen könnten, ihm einfach als Menschen zu begegnen oder dir gegenüber auch einmal Positives über ihren Vater zu äußern.
    Ich weiß nicht, ob ich meine Gedanken nicht zu diffus sind und ob ich sie richtig rüberbringe.... aber nur zum Nachdenken.

    Ich weiß von meiner Tochter, wie schwierig es ist, ein zerstörtes Selbstbewußtsein wieder aufzubauen, und welche Macht diese selbsterfüllen Prophezeiungen haben. Auch ich bin traurig, was ich unter meinen Augen geschehen ließ.
    Ich hoffe, dass dein Sohn es schafft mit deiner und anderen Hilfen aus dieser Krise gestärkt herauszukommen.

    Lg oldie

    Wenn mir hier ein Vergleich mit gestattet ist.

    Während den Zeiten, wo ich tatsächlich nicht rauchen wollte, - zu den möglichen Kinderkriegzeiten und Schwangerschaften - verschwendete ich keine Sekunde an den Gedanken an das Rauchen.
    Als ich wieder arbeiten ging und Stress hatte, wußte ich vor meiner ersten Zigarette, wie das enden wird.
    Und das war auch so.
    Und das Ganze ein paar Mal.

    Ich wußte es, ja ich wollte es!

    Liebe Lutiste,

    Bedenke, es war eine Erlösung für deinen Vater!

    Und ich fühle mich nicht herzlos, wenn ich sage, es wird eine Erlösung für deine Mutter und für dich bedeuten.

    Weine und trauere - trauere um ihn aber auch um dich und um das, was sein hätte können, wenn dein Vater einsichtig gewesen wäre. Er konnte es nicht sein, das liegt im Wesen der Alkoholsucht begründet. Er lief mit offenen Augen in seinen Tod; Mach dir kein auf keinen Fall ein schlechtes Gewissen - Ihr habt wirklich alles getan, was ihr tun konntet.

    Bin in Gedanken bei dir!
    Alles Liebe oldie

    (Ich hoffe, du wirst deine Gedanken weiterhin lassen - hier gibt es so viele Menschen, die deine Lage mitfühlen können und verstehen!)

    Ich finde die Ansichten, ja die Analysen, die ich hier lese, so richtig und helfen mir wiederum, mich selbst besser zu erkennen.


    "Mir kommt es aber oft so vor, als würden viele EKA´s und Co´s auf Liebe warten, auf eine die nie kommen wird, weil es sie nicht gibt."

    und

    "Die Momente mit dem Partner werden ja immer seltener, also werden sie immer mehr geschätzt."

    Und diese seltenen geschätzten Sternstunden in einer sonst unerträglichen Beziehung, führen dazu, dass ich sie in Beziehung zu meinem Verhalten stelle. Das ist der grundlegende Gedankenfehler bzw. des gefühlsmäßigen Chaos von mir (von allen COs?), die das Wesen der Sucht noch nicht erkannt und noch wichtiger anerkannt haben. In den Anfangsstadien aus absoluter Unkenntnis über den Alkoholismus.

    Wenn ich daran denke, dass bei meinem Mann auf dessen Arbeitsstelle sich versch. Zirkel, die in den Vormittagspausen es sich mit Alkoholika, Speck und Käse gutgehen ließen, im Zirkel meines Mannes (wurde von ihnen spaßhalber als "Feuchtbiotop" bezeichnet) mit etwa 8 Leuten waren wenigstens 3 Alkoholiker, dass der Arbeitgeber davon sicherlich wußte, und dass diese Leute allgemein anerkannt waren und einer davon sogar Personavertreter war, dann glaube ich, dass in unserer Gesellschaft das "Wegschauen", das "Verleugnen" , das "Kleinreden" weit verbreitet ist. Zumindest solange als die Sozialverträglichkeit gegeben ist und man glaubt, die Spaßmacher als Stimmungskanonen zu "benötigen".

    Ich möchte aber nicht verschweigen, dass es auch andere in der Firma gab, die darauf hinwiesen. Es braucht nicht zu erstaunen, dass diese sich nicht durchsetzen konnten. - im Gegenteil!

    Ich denke, viele Teile unserer Gesellschaft reagieren durchaus coabhängig.

    Liebe Grüße Oldie[/quote]