Hallo Sina,
ich kann gut nachvollziehen was du da schreibst. Irgendwann nickt man nur noch ab, hört indirekt zu aber auch nicht wirklich und betreibt Schadensbegrenzung. Für sich selbst, weil man vielleicht Harmoniemensch ist oder gelernt hat, sich nicht gegen die Eltern aufzulehnen??? Weil es ihnen ja so viel schlechter ging als uns? Im Prinzip macht es keinen Sinn sich mit ihrem Leben auseinanderzusetzen, wie du schon schreibst. Da wären sie selbst für verantwortlich gewesen. Mitleid von uns hilft ihnen da auch nicht. Wir sind stattdessen für uns verantwortlich und unsere Ziele. Sehr deutlich wird die Ungerechtigkeit, wenn du schreibst was deine Mutter alles hat. Genau das, was du und ich mir auch wünsche. Ok, deine Mutter hat das alles... aber ist sie glücklich? Würde sie dann trinken? Ich habe aufgehört am Telefon abzunicken und ins leere zu hören, als mein Vater mir als ich 27 Jahre war, auf meinen AB schrie und mir Schläge androhte. Ich dachte, mit 18 hört das auf und ich bin eh unantastbar, weil sein Bestes... so war es nicht und dann hatte ich richtig Angst, da ich meine Mutter schon verprügelt sah. Ich hatte Tagelang Verfolgungswahn und das gab mir die Kraft, mich von ihm abzunabeln. Von da an ging es mir besser. Muß nicht jedem so ergehen aber mir hat der Kontaktabbruch geholfen. Zur Geschichte von früher hat meine Mutter mir mal erklärt, das psychosomatische Dinge und Alkoholismus damals noch längst nicht so anerkannt waren, wie heute. Also hat man funktioniert und sie in den Alltag integriert. Was für meinen Vater der Alkohol war, waren für meine Mutter später die Tabletten. Ich will dich gar nicht so voll schreiben aber dir damit sagen: wir sind vielleicht mit uns und Folgeschäden beschäftigt aber wir verschließen nicht die Augen und arbeiten an unserer Genesung. Wir fliehen nicht in irgend einen Konsum und funktionieren in einer nicht- funktionierenden Beziehung. Vielleicht ist da einfach der Wunsch, mit uns im Reinen zu sein, bevor wir heiraten, Kinder bekommen und einen Baum pflanzen
Das klingt doch gesund!
Liebe Grüße
Marina
Beiträge von Marina
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Hallo Mönchen,
richtig schön das zu lesen. Freue mich für dich und bin überrascht das du und dein Ex eine "Freundschaft" behalten habt. Bei mir klappt das noch nicht aber ich weiß auch noch nicht ob ich das möchte. Genieße das Neue und tue all das was sich wichtig und richtig für dich anfühlt. Viel Glück und ganz liebe Grüße
Marina -
Hallo Ihr,
sicherlich kennen sich hier einige mit psychosomatischen Beschwerden aus. Das ein oder andere Mal habe ich hier auch was von Darmerkrankungen gelesen. Seit zwei Tagen habe ich Durchfall. So plötzlich das ich umgehend eine Toilette aufsuchen muß. Ich dachte das hing damit zusammen, das meine Therapeutin vor zwei Tagen so ne Trauma- Therapie Sache mit mir gemacht hat. Hab währenddessen schon gedacht: wow! Was passiert da grad! Sie sagte auch noch es könne sein das ich Träume. Das hab ich: und wie! Heftiger Alptraum. Nun bin ich heut nach haus geflitzt um zur Toilette zu schaffen und hatte Blut im Stuhl!!! In Verbindung mit Magenkribbeln und leichten Schmerzen. Jeder sagt bestimmt jetzt... geh zum Arzt aber ich will mich jetzt auch nicht verrückt machen und ich weiß das der Arztbesuch vor dem Wochenende eh nicht mehr klappt. Vielleicht habt ihr Vergleichbares oder Tips!
Danke und LG Marina -
Habe heute beim Neurologen meine Unterlagen abgegeben und zusätzlich einige Sammlungen meiner Symptome seit 1996. Er versucht noch Berichte zu bekommen und meinte "Wir machen das schon!" Weiß das aber noch nicht einzuordnen, da ich erst 3 Mal bei ihm war und er keinerlei Untersuchungen gemacht hat, also auch keine Befunde. Beruflich ist das bei uns so schwer mit der Direkteinweisung. Ich kann das gar nicht beschreiben aber es wäre, als würde ich mich entziehen. Manche Kollegen meinen eh immer gleich zu diagnostizieren, was bei mir psychosomatisch ist. Ich darf mir kaum erlauben, mal wirklich was zu haben und sage schon das ein oder andere Mal, das ich mich schon sehr gut selber kenne. Früher war es mal gern bei uns gesehen, wenn man tranzparent macht, wie es einem geht damit man Unterstützung erfährt. Ist wohl nicht empfehlenswert für mich und ich habe mich wieder zurückgezogen. Ich habe einfach das Gefühl, eine Reha sei planbarer und besser in den Dienstplan zu integrieren. Meine Kollegin konnte letztens auch 5 Wochen Urlaub nehmen und alles wurde aufgefangen. Vielleicht hätte ich dann auch einfach ein besseres Gewissen.
LG Marina -
Hallo Marinajako,
heute geht es wieder einigermaßen. Hatte grad ne Stunde und es war ziemlich anstrengend. Ein Teilziel ist es, wieder am geregelten Alltag teilzunehmen, d.h. auch heute zum Training zu gehen z.B.! Ein großes Ziel ist meine Reha, worauf ich aber nicht so viel Einfluß hab... aber positiv denken
LG Marina -
Nun ja, ein Bekannter nannte es mal Aufzug fahren. Mal bin ich euphorisch und ganz oben und dann wieder das Gegenteil. Ich hab auch PMS Syndrom so das es einmal im Monat noch besonders schlimm ist. Das ein oder andere kennt ihr sicherlich auch aber ich versuche optimistisch zu bleiben.
LG Marina -
Von einer Direkteinweisung wollte ich absehen, bin aber mittlerweile so weit auch andere Wege zu gehen! Ich will endlich neu anfangen...
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Hallo Tanja,
fühl dich gut aufgehoben hier. Es sind sicherlich quälende Gedanken, die dich begleiten aber du kannst nichts tun. Ich musste auch dabei zusehen und mache mir keine Vorwürfe, weil ich einfach nur machtlos war. Hier schreiben und lesen tut bestimmt gut.
LG Marina -
Hallo Sonnenstrahl,
das klingt doch gut! Und 3- 4 Wochen sind doch eine absehbare Zeit. Denke schon das ich zum Haus- neurologen soll... da stand nichts anderes. Nur blöd das ich gestern da war und Abends dann die Post im Briefkasten hatte. Hoffe ich bekomme so schnell nochmal einen Termin. Aber es klingt beruhigend was du schreibst. Alles andere habe ich fertig: nehme dann den Widerspruch und meine Auflistung seit 1996 mit. Vielleicht befürwortet der Doc das ja und er ist auch zeitgleich Psychologe. Danke für das Daumen drücken. Ich wünsche dir noch viele solcher Abende mit deinen Freunden. Lass es dir gut gehen und das wird dir auch nochmal Kraft und Energie geben, bevor du dann startest.
LG Marina -
Heute habe ich eine Rückmeldung von meiner Rentenversicherung bekommen. Nach meinem Widerspruch soll ich jetzt noch einen Befundbericht vom Neurologen/ Psychologen einreichen. Mein Neurologe behandelt mich aber noch nicht lange und verschreibt mir lediglich Tropfen gegen meine Panik und Schlafstörrungen und meine Therapeutin ist keine Psychologin. Hm!? Hoffe, es ist aber erst mal ein gutes Zeichen, das es nicht wieder gleich eine Absage war oder? Für mich hängt so viel daran, diese Reha zu bekommen. Gefühlsmäßig habe ich das Empfinden, dann alles einmal anzugehen und nicht immer zwischen Therapie, Beruf und Alltag jonglieren. Ich könnte oder evtl. wird das auch von mir erwartet, eine ambulante Reha hier in der Umgebung machen. Das ist wahrscheinlich die letzte Instanz und so kann mir immer noch gesagt werden, die Maßnahmen am Wohnort sind nicht ganz ausgeschöpft. Ich hatte aber direkt das dringende Bedürfnis aus diesem Umfeld hier mal komplett raus zu kommen und alles zu bearbeiten, um ein "Neustart" zu wagen. Bitte, bitte, bitte........ Vielleicht kennt sich ja jemand aus und kann mir Mut machen!
LG Marina -
Hallo Nea,
leider beginnt Alkoholismus oft mit Phasen und schleichenden Übergängen. Ich verstehe deine Wünsche, Träume und dein Bauchgefühl: doch was ist, wenn er aus dieser Phase nicht mehr herausfindet? Eine sehr wackelige Situation, sich etwas existenzielles aufzubauen.
Vielleicht solltet ihr beide erstmal überzeugt davon sein, das es nur eine Phase ist, bevor ihr an eurer Zukunft baut. Vielleicht iste es auch so, wie du sagst und er hat Euren Verlußt nicht so verarbeiten können, wie du. Wenn er nur ein anderes Ventil braucht ok... wenn er weiter trinkt, solltest du sehr bedacht eure Zukunft planen. Wie Linde schon schreibt; dann ist der Kopf wichtig und das du rational abwägen kannst, was das in der Konsequenz bedeuten würde.
LG Marina -
Hallo Underground,
schön das du hier gelandet bist... es wird dir sicherlich gut tun. Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll um dir ermutigende Worte zu schicken.
" ich weiß alles und krieg es nicht gebacken zu verändern."- Theorie und Praxis sind bekanntlich zweierlei. Da geht es bestimmt einigen hier so. Belesen zu sein, was dieses Thema betrifft oder im Rahmen einer Ausbildung eine Menge an Theorie kennengelernt zu haben und hier gute Ratschläge geben, die man selbst nicht oder nur schwer leben kann.
Du hast zumindest erstmal eine Menge erkannt und kannst nicht danach handeln: das ist auch nicht so einfach- mal eben aus alten Verhaltensmustern ausbrechen, die einen von klein auf geprägt haben.
Hast du schon mal über professionelle Hilfe nachgedacht? Könnte vielleicht unterstützend wirken.
Zudem müsstest du für deine Tochter zum Muttertier werden und dich und sie schützen. Doch auch das ist leichter gesagt als getan- ich verstehe deinen Zwiespalt. Doch was habt ihr für eine Zukunft, wenn er dir und euch schon jetzt alles mögliche antut... antun darf? Finde deine Selbstachtung wieder: für dich und deine Tochter. Sie braucht dich... ob sie ihn als Vater braucht??? Meine Mutter hat es mir aus den selben Gedankengängen, wie deinen ermöglicht, ihn alle zwei Wochen zu sehen. Heute glaube ich, mit der Aussage "dein Vater ist sehr krank" oder ähnliches, hätte ich vielleicht besser umgehen lernen können, als mit seinem Alkoholismus und den Folgen daraus. Meine Mutter konnte sich damals "einfach" scheiden lassen, was ich immer sehr unfair fand. Ich habe es erst vor sechs Jahren geschafft. Mein Vater hatte zuvor nachhaltig eine Menge geschafft, was ich jetzt zu bewältigen habe. So weh es tat und tut, konnte ich ihn auch nur fallen lassen. Über Quantität und Qualität des Kontaktes brauche ich hier nicht näher ausführen. Im Dezember ist er allein an den Folgen seines Konsums gestorben. Auch meinen letzten Partner musste ich fallen lassen- es scheint nur wenig Erfolgsgeschichten zu geben. Körperliches Angehen wäre für mich allerdings schon sehr Grenzwertig (wenn ich das richtig verstanden habe)
NIEMAND hat das Recht, dich so zu behandeln!
Was willst und brauchst du für dich?
Ich wünsch dir ganz viel Bauchgefühl und Stärke für dich und dein Kind und das du einen Weg für euch findest.
LG Marina -
Liebe Pedi,
mit dem allein sein tue ich mich auch noch schwer. Ich verfalle leider in alte Verhaltensmuster. Nach einem klärenden Gespräch Freitag, kam er wieder um mir ein Buch von mir zu bringen... und er blieb. Da klopfe ich mir auf die Schulter weil ich sehr deutlich war und werde im nächsten Moment nachlässig. Er trinkt nichts mehr zur Zeit und ist auf der Suche nach Ursachen und befindet sich auf seinem Weg. Es gibt viele Dinge, die ich nach wie vor an ihm liebe aber das Vertrauen ist weg und die Wunden zu groß. Wir haben zwei schöne Abende gehabt, gespielt gelacht, geredet und dann einfach nur gehalten zu werden über Nacht. Na ja... irgendwie ist er meine größte Sucht zur Zeit aber meine Sicht wird klarer und der Abstand größer. Es tut nicht mehr so weh und ich bin darum bemüht, die Distanz größer werden zu lassen. Habe heute den Baum abgeschmückt und mache Grundrein. Vielleicht auch immer mehr ein wenig innerlich. Ich könnte auch nicht gleich Menschen einer SHG kontaktieren, da ich ja schon gehemmt bin, meinen engsten Freundeskreis zu kontaktieren, wenn was ist. Das wurde auch in einer der letzten Therapiestunden hinterfragt. Ich bin uneingeschränkt für Menschen, die mir wichtig sind da, halte mich aber nicht für wichtig genung, meine Freunde mit meinem "Müll" zu konfrontieren. Aber es wird besser...
Du klingst tapfer und es ähnelt meinen Tänzen, die ich in der Vergangenheit getanzt habe. Ich habe mich immer getrennt aber auch immer wieder Kontakt aufgenommen. Oft habe ich mich gefragt warum ich dann nicht eine Freundin anrief, wenn es mir schlecht ging: aber ne, es musste der Ex sein. Das Geschlecht machte da wohl den Unterschied und ich bin auch noch auf Ursachenforschung. Oh ja, wie schön wäre das Kribbeln und die Aufregung einer Beziehung: so bekloppt find ich das gar nicht. Da sehnt sich doch jeder nach. Ich möchte aber erst wieder eine, wenn ich weiter voran geschritten bin und die Chancen besser stehen, daß sie auch gelingt. Meine Wünsche und Träume hab ich noch nicht aufgegeben...
Dir auch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die nächste Woche.
LG Marina -
Hallo Marinajako,
ich möchte nicht immer reden und habe so meine Mechanismen entwickelt um zu trauern. Ich habe eine "Schatzkiste" gepackt, in der sich alle Erinnerungen an meinen Vater befinden und wenn ich dran will und trauern möchte, tue ich das. Ich male auch, wenn mir danach ist aber ich habe auch einen gut ausgewählten Freundeskreis, der für mich da ist, wenn ich reden möchte. Desweiteren helfen mir die Gespräche mit meiner Mutter und ich habe aktuell eine Therapie. So langsam komme ich aber erst zur Ruhe und habe Zeit mich damit auseinander zu setzen da zuvor immer nur Streß war bezüglich der Erbausschlagung.
Danke für deine Worte
LG Marina -
Liebe Pedi,
dir auch ein frohes neues Jahr... zehnt! Bei mir war es ähnlich die erste Arbeitswoche ging ratz fatz vorbei und obwohl ich die ersten Tage in alte Verhaltensmuster verfallen bin (schön ehrenamtlich zu Hause arbeiten...) tat es mir ganz gut wieder Alltag zu erleben. Obwohl ich noch etwas daneben war und Termine vebummelt habe, war es gut wieder Struktur zu erfahren. Ich trau mich noch gar nicht es zu schreiben aber es scheint ruhiger zu werden. Aufgrund des Wetters wurde alles Familiäre (Geburtstagsfeier und Zusammentreffen der Familie) abgesagt und ich kann dieses Mal gut damit umgehen, mit mir allein zu sein.
Mehr noch: ich genieße es das erste Mal seit langem wieder. Hab mich den ganzen Tag noch nicht aus dem Bett gepellt, werde gleich ne warme Wanne einlassen, habe noch einen Schal der nicht fertig ist, einen Film den ich noch nicht gesehen habe und eine Menge Bücher. Habe wieder ein neues gegriffen "Die Vater falle- die Macht der Väter über die Gefühle der Töchter". Fängt schon spannend an und lässt mich "normaler" werden oder besser verstehen. Bei vielen ist es ja nicht "nur" der Alkoholismus, sondern einige andere Dinge, die sich in der frühkindlichen Sozialisation gepaart haben. Jeder setzt sich irgendwie aus seinen eigenen Mosaikteilchen zusammen. Die Bearbeitung meines Reha Antrages, bzw. des Wiederspruchs dauert immer länger und ich interpretiere es mal als ein gutes Zeichen. Wenn nicht habe ich schon Plan B. So viel zu mir... Wie geht es dir aktuell? -
Hallo Amazone,
danke füe deine Worte. Bei mir ist es auch keine Wut mehr. Immer noch bricht alles ab und zu ein, es wird aber ruhiger. Ich erlaube mir aber traurig zu sein von Zeit zu Zeit und das macht es einfacher oder erträglicher.
LG Marina -
Liebe Xena,
einfach nur toll! Du hast lange geschluckt und bist auf einem guten Weg. Ich kenne diese Ambivalenz, einerseits zu wissen das es vorbei ist und andererseits darauf zu warten, das es sich von selbst erledigt. Das ist aber auch in Ordnung so, finde ich. Du bringst grad genug Kraft auf dich selbst wieder zu finden und innerlich im Prinzip schon abzunabeln. Die Frage ist nur, was bringen DIR die Begegnungen noch? Was hast du davon? Oder ist es vielleicht einfach zu mühsehlig grad, nen Schlußstrich zu ziehen? Ich selbst kenne von mir das ich mich nicht auseinandersetzen oder erklären wollte und am Ende oft meine Wut genutzt habe, um einen Streit zu provozieren und einen Grund zu haben, mich dann sofort zu trennen. Für mein Gegenüber dann meißt eine Überraschung und ich war dann die Unberechenbare, habe wenig gelitten, da ich ja innerlich schon längst abgeschlossen habe. Heute frage ich mich: verschwendete Zeit? Eine Freundin sagte mal: mein Leben ist kein Testlauf und Zeit sehr kostbar. Vielleicht hast du mehr Reserven für dich, wenn du dich abwendest. Eine Trennungsszene aus einem Film hat sich mal bei mir eingeprägt: Sie sagte "ich liebe dich; aber mich noch mehr... darum muß ich gehen!" Wenn man alles immer so leben könnte
Alles nur Gedankengänge... du wirst deinen Zeitpunkt finden und spüren. Es hört sich auf jeden Fall schon entschlossen an, was du schreibst.
LG Marina -
Hallo Mönchen,
ich kann immer etwas mitnehmen. Ist schön zu hören das du dich danach erleichtert gefühlt hast. Da musste wohl mal was raus und wenn Silvester das Ventil ist, warum nicht! Ich habe auch Tränen gelassen, tue das aber immer, weil ich so sensibel bin. Habe aber mit bewussten Gedanken das erste Mal in meinem Leben 2 Raketen in den Himmel geschickt. Symbolisch verabschiedet und aussortiert um NEUES zu empfangen.
Wünsche uns, die Ziele nicht aus den Augen zu verlieren
LG Marina -
Danke Sonnenstrahl
habe dir auch grad geschrieben und muß sagen: ich kenne deinen Hunger. Und icn mich reinhören? Furchtbar- ich lasse es gar nicht zu. Allein sein zu ertragen ist schon doof und Stille erst recht. Hier läuft immer Radio oder Fernseher. Manchmal denke ich, ich habe so manche Süchte entwickelt um die Leere zu füllen: wenn ich nicht esse, trinke ich, wenn ich nicht trinke, rauche ich, wenn ich nicht rauche, kaufe ich, wenn ich nicht kaufe, arbeite ich usw. und manchmal alles zusammen. Ich kann nicht mehr ohne Fernseher einschlafen. Ich brauche die Geräuschkulisse... "etwas" das zu mir spricht, bis ich schlafe. Mittlerweile habe ich so ein dumpfes dauerbrummen in den Ohren- dafür brauche ich keine Erklärung- die liegt auf der Hand... oder im Ohr selbst: es signalisiert klar was es will und das kann ich ihm nicht geben. STILLE! Auch das werde ich lernen, ganz bestimmt. Dein Weg bleibt mir, wenn mein Wiederspruch abgelehnt wird. Ich bleib am Ball... -
Hallo Sonnenstrahl,
toll wie du das für dich gelöst hast mit deinem Vorgespräch. War schon neugierig, wie du es löst. Lese eine Menge Unsicherheit bezüglich deiner Kur und denke das ist normal, da du ja auch nicht weißt, was so alles auf dich zukommt. Würde mir genauso gehen. Habe auch schon mal gehört das es ans Eingemachte gehen kann aber auch bisher immer "das war das Beste, was ich tun konnte!" Gemischte Gefühle werden bestimmt bleiben, bis du dort mal "gelandet" bist und auch wenn es anstrengend werden kann, wirst du dich bestimmt wundern, was man noch alles raus holen kann. Ich bin überzeugt, du wirst eine Menge für dich mitnehmen können und mehr zu deinem "Selbst" finden. Bezüglich "ich bin in dem Sinne nicht krank", bin ich geteilter Meinung. Denke lange schon darüber nach und in der Zeit sind bereits 3 Jahre vergangen, in denen Befunde, Diagnosen ect. von Kollegen immer schwerwiegender für mich waren. Ich habe gewartet und gewartet und den Therapie und Reha- Gedanken immer weiter weg geschoben. Mittlerweile vergleiche ich mit Liebeskummer: fühlst du dich dann nicht krank, handlungsunfähig, gelähmt und mit gebrochenem Herzen? Mit Liebeskummer zu Hause bleiben würde meine Cheffin eher verstehen als mit Erkältung zu Hause zu bleiben. Wahrscheinlich definieren wir für uns selbst, wie krank wir sind- niemand steckt in meiner Haut... Nennen wir es seelisch krank oder organisationskrank- ich bekomme grad nichts geregelt krank. Es hat seinen Grund und seine Ursachen und das tief verborgene liegt manchmal schwerwiegender als das ersichtliche aber genau dafür sind diese Kliniken da: um dir dabei zu helfen. Denn unser unter der Oberfläche schlummerndes kann langfristig richtig krank machen- da bin ich überzeugt von: Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele. Ich habe bei der Definition von Gesundheit mal gelernt- bei wem Körper, Geist und Seele im Einklang/ ausgeglichen sind, der ist wirklich gesund. Meine Mutter sagte heute: in jedem steckt ein wenig Borderliner... Ich hoffe ich hab nu nicht zu viel geschwafelt und du verstehst in etwa, wie ich das meine. Also, in diesem Sinne: angehen, zulassen, be- und verarbeiten und hoffentlich erleichtert zurück kommen. Viel Glück
LG Marina