Beiträge von Marina

    Hallo Funny,
    du kannst von deiner Krankenkasse eine Liste mit psychotherapeutischen Praxen bekommen und dich auf mehrere Wartelisten setzen lassen, wenn es dringend ist. Ich weiß wie blöd das ist zu warten wenn die eigenen Grenzen schon längst erreicht sind und man den Zeitpunkt vorher verpasst hat oder es nie für nötig hielt. Bei meiner jetzigen Therapie war es so dringend das meine Krankenkasse eine Therapeutin mit Aprobation und ohne kassenärztliche Zulassung bewilligt hat. Dafür musste ich mehrere Therapeuten der Liste anrufen, nachweisen das alle Wartezeiten an die 6 Monate aufwiesen und mein Hausarzt hatte mir noch eine Dringlichkeitsbescheinigung ausgestellt. Hatte mir meine Therapeutin aus dem Internet gesucht. Ihr Konzept gefiel mir, sie ist bei mir um die Ecke und konnte mir einen Zeitnahen Termin geben. Dann hast du erstmal sogenannte 5 probatorische Sitzungen bei denen du deine Probleme schilderst und der Therapeut schickt einen Bericht an die Kasse. Bis weitere Stunden bewilligt sind dauert es meißt nicht mehr lang. Desweiteren sehe ich das ähnlich wie Pedi. Wie alt müssen wir werden um uns zu lösen und Dinge nach unseren Vorstellungen umzusetzen? Wenn es dir zu schlecht damit geht, versuche doch mit Kompromisslösungen anzufangen. Einen Teil mit der Familie der leicht erträglich ist und den anderen Teil nur für dich und nach deinen Vorstellungen. Wir sind geprägt von alten Verhaltensmustern und es ist nicht leicht da auszubrechen. Hinzu kommt das andere selten gut damit umgehen können, wenn man sich aufeinmal verändert. Ich greife grade "wir reden nicht über Gefühle" an und es bewegt sich was in meiner Familie. Selbst wenn nicht... mir tut es gut, endlich mal neue Wege auszuprobieren. Schöne, entspannte Tage wünsche ich dir und Mut, wie Kraft für Weihnachten.
    Gruß Marina

    Danke Pedi,
    ich habe wahrscheinlich schon eigene Mechanismen entwickelt, zu be- und verarbeiten. Ich habe gestern eine Kiste gepackt mit den Erinnerungsstücken, die ich noch hatte. Auf den Bildern im Hintergrund immer Alkohol. Bei einer zufälligen Begegnung erschrak ich... ich wollte malen und mir fiel ein großes Leinwandbild in die Hand. Das malte ich ihm zum 50sten. Zwei ineinander fließende Herzen. Er gab es mir beim nächsten Treffen wieder mit der Aussage er hätte keinen Platz dafür. Vielleicht packe ich eine solche Kiste weil ich nicht von Erinnerungen überrascht werden will. Das war ein Tip der zweiten Therapie: eine Schatzkiste anlegen. Mittlerweile habe ich 3 Stück da es eine allgemeine gibt und manche Menschen bekommen eine Eigene. Wenn ich mich damit auseinander setzen will hole ich sie raus. Ich war heut 2 Std auf dem Friedhof und habe den Baum gefunden, wo die Urne beigesetzt wurde. Auf der Sammelstelle legte ich anonym eine Karte ab "Die Zeit heilt nicht alle Wunden, sie lehrt uns mit dem Unbereiflichen zu leben"... dazu legte ich eine Lilie und als ich das Grablicht anzünden wollte kam plötzlich ein heftiger kalter Windstoß, der die Kerze wieder ausblies. Ich schnitt mich am Deckel, zündete die Kerze erneut an und dachte nur "ist ja gut, Papa, ich geh ja schon wieder". dann wurde es wieder Windstill. Klingt komisch ich weiß aber war ne unheimliche Situation. Die zwei letzten Jahre waren bezüglich falscher Partnerwahl nicht grad förderlich für mich... ich wünsche mir einfach nur das meine Reha nach dem Wiederspruch bewilligt wird und ich endlich neu anfangen kann....

    Also jetzt bin ich vom Vorstellungsbereich endlich durchgedrungen... habe gelernt, wie man nicht nach nem langen Text alles umsonst geschrieben und dann erst mal keine Lust mehr hat und habe keine Ahnung wie oft hier jeder so nachsieht... keine Rückmeldung; von zwei scheinbar sehr aktiven Teilnehmern schon... danke an dieser Stelle. Ansonsten weiß ich nicht wie lange das in der Regel hier dauert... ich vergleiche grad nur Zahlen und denke... nö hier bin ich scheinbar auch nicht richtig...

    Hallo Rabbit, kenne deine Beschreibungen sehr gut dachte zwischendurch ich hätte Burnout oder Depressionen... aber vielleicht ist es so wie Linde schreibt: bestimmt einfach nur ein ganz normales EK; ein liebenswertes Mängelexemplar. Wenn man eine Erklärung für sich gefunden hat und diese annimmt kann das eine große Menge ausmachen und wieder geniessen lassen

    Also... Gefühlswelt sortieren! Es ist mir gestern schon schwer gefallen, mich kurz zu fassen. Ich habe ein wenig chronologisch sortiert, was bis jetzt in meinem Leben so zum Thema Alkohol passiert ist und wozu es nun geführt hat. Mein Vater trank, seit ich denken kann. Als er noch bei uns lebte, war er nicht so present, da er Abends erst nach hause kam als wir zu Bett gingen. Was aber durchaus present war, waren laute Streitereien, klirrendes Geschirr oder die Spuren an meiner Mutter. Bei jeglichen Rausch- Festen war ich mit meiner Schwester anwesend. Meine Eltern trennten sich als ich 5 war... eine Zeit an die ich auch nicht gern zurück denke. Meine Mutter leistete Großes als alleinerziehende, die zeitgleich eine Umschulung machte. Wie ich erst seit kurzem weiß, wurde sie zu dieser Zeit schwer Tablettenabhängig und erschien mir als Kind sehr mechanisch. In unserer Familie wurde nie über Gefühle gesprochen. Ich entwickelte mich zu einem schüchternen, harmoniebedürftigen, sensiblen und einfühlsamen Kind. Ich schlichtete selbst in der Schule streitereien obwohl ich manche Kinder gar nicht kannte. Den Satz "erkläre ich dir wenn du älter bist" habe ich immer gehasst. Alle zwei Wochen hatte ich Besuchszeit bei meinem Vater. Ich fühlte mich von ihm im Stich gelassen als er ging, weil ich nicht mehr gesehen wurde. Meine Mutter lebte in ihrer Wolke und meine Schwester, die 5 Jahre älter ist, hatte nun einen großen Teil Verantwortung für mich. Sie bakam mehr Zuwendung, da sie ihren Vater überhaupt nicht kennt und mochte mich nun nicht grad´da sie mich ständig mitschleppen musste. Die Partner meiner Muttel wechselten häufig und kaum hatte man sich an jemanden gewöhnt, war er auch schon wieder weg. Mein Vater gestaltete das Besuchsrecht wie ihm beliebte und hatte er eine Freundin, war ich auch seltener dort oder wurde irgendwie eingebettet. Trotzdem war ich seine Nummer Eins, das einzige in seinem Leben, was er richtig gemacht hätte und mit 9 Jahren hörte ich dann, er hätte sich schon längst die Kugel gegeben, wenn ich nicht wäre. Ich hatte ihn häufig von klein auf weinend in den Armen. Wenn ich ihn fragte, was er sich zu Weihnachten wünsche, wollte er nichts, bloß ne Flasche Mariacron oder so! Das hab ich nie gemacht und zu Trinken war ja eh immer genug da oder er schickte mich zur Bude. Als ich ca. 10 Jahre war, verwechselte er mich im Vollrausch mit einer Frau. Da dies ein einmaliges Erlebnis war, schob ich dem Alk die Schuld zu. Außerdem machte er indirekte Schuldzugeständnisse und ich musste von nun an auf der Couch schlafen. Ich schwieg 13 Jahre über dieses Ereignis und schützte ihn immer weil ich, das Kind, ihn so liebte. Er glorifizierte mich überall und mir war es schon unangenehm. Es baute sich ein Druck auf und ich hatte immer Angst zu versagen. Noch heute kann ich schlecht positives annehmen. Mein Selbstwertgefühl blieb durch mehrere Ereignisse auf der Strecke. Je älter ich wurde, desto mehr fühlte ich mich als sein Produkt und empfand Ungerechtigkeit, da meine Mutter sich einfach scheiden lassen konnte und ich nicht. Als ich mit meiner ersten ernsthaften Beziehung zusammen zog, wurde es immer schwieriger. Immer hatte er Gedankengänge im Kopf nach denen ich handeln musste und wenn ich sie nicht lesen und entsprechend reagieren konnte, flippte er aus! Zu der Zeit hatten wir die erste Funkstille. Seine Persönlichkeit veränderte sich immer mehr und er machte mir das Leben schwer. Als er dann noch seinen Job kündigte, hatte er mehr Zeit zum trinken. Als ich mich nach 6 Jahren trennte, litt ich un er schien sich fast zu freuen. Ich entwickelte eine Ess- Brechsucht und nahm in kurzer Zeit 10 Kilo ab. Ich machte eine Weiterbildung neben meinem Job, zog zeitgleich um, hatte Trennungsschmerz und er forderte mich. Er gestaltete meine Wohnung mit seinen Vorstellungen und ich war auch dankbar für seine Hilfe... wohl aber nicht genug und es gab wieder Streit. Als ich zwischen den Tapeten die leere Asbachflasche fand wusste ich warum! Ich war mittlerweile genervt, machte meine zweite Therapie und als ich dann meinen neuen Partner kennenlernte, flippte er dann wegen einer Bagatelle ganz aus und schrie mir Drohungen auf den AB. Am nächsten Tag hatte er das wieder vergessen aber ich war es so leid. Ich hatte es bei der Funkstille belassen. Er hat die Welt nicht mehr verstanden, beauftragte meine Tante und seine Freundin mich anzurufen und mir zu erzählen wie sehr er immer weint und leidet. Vor 6 1/2 Jahren sah ich ihn das letzte Mal und als er selbt nochmal anrief um zu fragen was so schlimmes vorgefallen war, lies ich freien Lauf und erzählte was der Alkohol alles verursachte. Als ich das vom Mißbrauch erzählte äußerte er nur er hätte sowas schon geahnt und wir würden wohl nicht mehr zusammen finden. Keine Entschuldigung... nichts mehr außer noch einige Anrufe seiner Freundin und meiner Tante. Meine Tante rief mich zuletzt am 1.12.09 an um mir mitzuteilen, es wäre Zeit mich zu verabschieden. Ich konnte nicht ins Krankenhaus, da ich einen Patienten im Leberzirrose- Endstadium nicht sehen wollte und nicht verkraftet hätte dieses Zimmer zu betreten und die Bilder mitzunehmen. Ich hätte ihm auch noch einen Spuch zugetraut da ich erfuhr das er äußerte er hätte eh noch einen Trumpf im Ärmel: wenn er stirbt, müsse er alles zahlen. Ich habe das Erbe ausgeschlagen und nun hat meine Tante alles am Hals, was mir sehr leid tut. Sie trinkt auch und später wurde mir bewusst das auch meine Oma Alkoholkrank war. Ich verarbeite in meiner dritten Therappie und mein Wunsch war es, daß sich das kleine Kind in mir sich bei der Beerdigung verabschieden kann. Ich darf nicht und nun weiß ich nicht, wie ich meine Gefühlswelt sortieren und Trauerbewältigung leisten kann.....

    Habe bestimmt grad 20 Minuten hier einen Text eingegeben und musste mich danach neu registrieren... alles weg. Ist mir schonmal passiert und dann hat man auch irgendwie keine Lust mehr sich zu wiederholen. Nun ja... für heut reicht es mir dann erstmal und ich konnte mir alles von der Seele schreiben... wenn es auch keinen erreicht!

    Liebe Pedi,
    ich hatte immer eine Überweisung vom Hausarzt. Von der Krankenkasse kann man Listen bekommen mit Praxen. In der Regel hat man sogenannte 5 probatorische Sitzungen in denen man feststellen kann ob die Chemie stimmt und wo mann alles im groben Umfang erzählt. Der Therapeut schickt dann einen Bericht an die Krankenkasse, die dann im Prinzip eine bestimmte Stundenzahl bewilligt. Ich habe gute Erfahrungen gemacht und freu mich regelrecht auf die wöchentliche Sitzung.
    LG Marina

    Hallo Pedi,
    grad habe ich noch einen Rat von dir bei mir gelesen und bin eigentlich zufällig nun bei dir gelandet. Du hast mir geschrieben: "er tut mir nicht gut" und für dich die Konsequenz direkt umgesetzt. Ich habe mal gelesen- ich glaube es war sogar in "Wenn Frauen zu sehr lieben" das wir immer wieder auf solche Männer eingehen weil uns die Handlungsweisen vertraut und bekannt sind und man sich im Umgang, so doff das auch klingt, gewissermaßen sicher sind. Ich habe beim lesen auch teilweise weinen müssen, da ich mich häufig identivizieren können. Ich sage auch häufig zu Freundinnen: "stell´mir 10 Männer da hin und ich wähle immer den Falschen" Sehr häufig stelle ich in Beziehungen dann fest das es entweder Paralelen zu meinem Vater gibt oder irgendwelche Suchtprobleme. Manchmal übersehe ich die Anzeichen, aus ähnlichen Gründen, wie du sie Anfangs beschrieben hast: er ist doch so nett, humorvoll, nimmt mich so, wie ich bin ect. bis ich nicht mehr drüber hinwegsehen kann. Bei meinem Ex- Freund habe ich die Beziehung nach drei Monaten beendet und trotzdem hat er ein komplettes Jahr in Anspruch genommen. Er hat mich belogen und hintergangen, nie Ruhe gegeben, wurde gemein usw. Trotzdem habe ich mich entschieden ihm zu helfen, was ja auch erst gut aussah. Man geht als co- Abhängige bestimmt auch oft bis zu Selbstaufgabe... zumindest hatte ich die letzten 3 Monate oftmals das Gefühl, als ich ihm beistand. Betrunken ist er penetrant, egoistisch, selbstbemitleident und rücksichtslos- nüchtern war er sensibel, liebevoll, einfühlsam, humorvoll, kreativ... ich denke immer wieder es ist eine Schande: er wird sich aufgegeben haben! Ich habe kein gutes Gefühl, habe es aber auch nicht in der Hand. Ich habe immer wieder so einen Satz im Kopf, den ich mal gehört habe "Ich liebe dich; aber ich liebe mich noch mehr- deshalb muß ich gehen" Daher sei stolz auf dich das du die Notbremse früh genug gezogen hast. Gerade wenn er sagt, der Alkohol sei ein Teil von ihm, kannst du dir nicht sicher sein, dass er ihn nicht irgendwann wieder beherrscht und du dich in der gleichen Spirale befindest. Wenn du dich gerade in einem solchen Verarbeitungprozess befindest, hilft dir vielleicht auch eine Therapie? Noch viele hilfreiche Erkenntnisse und alles Gute

    Liebe Pedi,
    theoretisch weiß ich das und die Umsetzung ist immer so schwer. Er wurde heute morgen in die Klinik gebracht und ist dort zwei Stunden später wieder abgehauen. Eigentlich wollte er jetzt drei Monate dort verbringen. Er schien so motiviert und jetzt hat der Saufdruck gewonnen. Im Prinzip denke ich das er sich aufgegeben hat und ich bald den nächsten Trauerfall habe. Ich werde jetzt aus Selbstschutz auch nicht mehr reagieren oder ans Telefon gehen aber das ungute Gefühl bleibt und auch meine Selbstzweifel, wieso ich mich immer wieder auf solche Geschichten einlasse.

    Ich bin bereits seit August 2008 nicht mehr mit ihm zusammen. Die Co- Abhängigkeit ist durch meinen Vater wohl entstanden und durch andere Umstände in der Familie. Von meinem Ex- Freund kann ich grad keinen Beistand erwarten, da er hier nun dauernd anruft und selbst welchen erwartet. Mit der Trinkpause sah ich ja auch so... er war bloß 10 Tage in einer Klinik und hat danach 1 Mal wöchentlich eine Gruppe besucht und nun mit Einzeltherapie begonnen. Nach seiner Trinkvergangenheit, die sich ja nach und nach aufdeckte, schien mir das zu wenig. Nun geht er -angeblich- (ich hatte natürlich auch dauernd mit Lügen zu tun1) morgen in die Klinik zur Entgiftung und dann 3 Monate in die Langzeittherapie. Ich hoffe er zieht das durch- ich habe jetzt keine Kraft mehr dazu. Danke für die Worte- ich merke zumindest das es mir hilft, hier alles einfach niederschreiben und auch noch Rückmeldungen zu bekommen, die durchaus hilfreich sind

    Ich habe vor ca. 3 Monaten meinem Ex- Freund bei einem Entzug unterstützt. Wir waren nicht so lange zusammen, da sich die ersten Anzeichen seines Alkoholproblems schnell zeigten. Dennoch durchzog die Geschichte kommlett 2008. Nach längerer Funkstille, nahm er immer wieder Kontakt zu mir auf. Er war gemein, erniedrigend, selbstbemitleidend, egoistisch und rücksichtslos- alles Handlungsweisen im Rausch. Ich kannte aber auch seine humorvolle, kreative, sensible und liebenswerte Seite und so hab ich mich hinreißen lassen etwas zu unternehmen. Nachdem ich einen vermeintlichen "Abschiedsanruf" erhielt habe ich den Entschluss gefasst ihm zu helfen. Alles in allem ging es jetzt auch ca. 9 Wochen gut und als mein Vater letzte Woche an den Folgen seines Alkohollebens verstarb, besuchte er mich und ich merkte schon seine Unruhe... er ging nach Hause und trank ein Bier. Als er mir das am Telefon berichtete bat ich ihn, dies als Rückfall zu akzeptieren, anzunehmen und nicht weiter zu trinken. Es gelang nicht... es war ein kompletter Absturz und er trank als hätte er Nachholbedarf. Das nimmt mich alles im Detail und Umfang so mit, da ich grade meinen Vater verloren habe und er sich einen ungünstigen Zeitpunkt ausgesucht hat (ich weiß das er sich den nicht aussuchte). Ich bin dünnhäutig zur Zeit und werde mittlerweile aggressiv wenn er anruft. Er kann sich kaum noch klar ausdrücken und ich motze ihn an und mache ihm indirekt noch Vorwürfe, was die Sache natürlich nicht besser macht. Außerdem kommen da bei mir Erinnerungen bezüglich meines Vaters hoch. Sind das übliche Symptome bei Co- Abhängigkeit das man helfen will wo es eigentlich nicht geht, das man sich obwohl man selbst mit aller Kraft am Ende ist sich noch damit auseinandersetzt. Er hat zudem wahrscheinlich noch Gefühle und mir ist klar das ich nicht zurück will. Ich wollte doch nur nicht dabei zusehen, wie er sich auch totsäuft....

    Hallo Smilla, mir kommen auch grad die Tränen weil ich mich in deiner Geschichte wiederfinde. Ich habe mir diese Fragen auch oft gestellt und irgendwann auch nicht mehr in mein innerstes Blicken lassen. Über Gefühle wurde bei uns nie gesprochen. Mein Vater war allerdings derjenige der trank aber meine Mutter zu der Zeit Tablettenabhängig, wie ich letztens erfuhr und wahrscheinlich in ihrer eigenen Welt. Die ganzen Umstände sorgten aber dafür, das ich heut ein sehr sensibler, tiefsinniger Mensch bin der sehr wach und einfühlsam durchs Leben geht. Und ich habe sehr viel Karft und Stärke. Klar mag man das auch manchmal nicht so haben und ich bin grad dabei nicht krank werden zu wollen und gehe sämtliche Wege um mein Ziel zu erreichen. Am Ende bin ich ein "Mängelexemplar" aber ein sehr liebenswertes. Du wirst auch etwas mitgenommen haben und wenn es das Gefühl ist, alles anders machen zu wollen. "Die Zeit heilt nicht alle Wunden, sie lehrt uns, mit dem Unbegreiflichen zu leben." oder "Die Zeit heilt alle Wunden aber sie ist eine scheiß Kosmetikerin!"- mir hilf Musik: Alles kann besser werden von Xavier Naidoo ist zur Zeit meine Hymne... viel Kraft und Ausdauer auf deinem Weg

    Meine Mutter hilft mir Montag, da ich immer noch nicht weiß wo mir der Kopf steht. Jetzt kommt noch hinzu, daß ich Anrufe erhalte bei denen wieder aufgelegt wird. Das hat mein Vater früher auch gemacht. Desweiteren hatte mein Ex- Freund einen Rückfall. Wir stehen uns noch sehr nahe und ich hab ihn bei dem Entzug unterstützt. Ich fühle mich einfach nur mechanisch grad und hilflos. Auch wenn ich genau spüre was mir wichtig ist (ich mach ja die 3 Therapie und hatte 7 Jahre Zeit mich mit diesem Thema auseinander zu setzen) bin ich irgendwie so haldlungsunfähig und hab Sorge vor dem Gespräch mit meiner Tante. Mich hat ja auch niemand direkt informiert... alles lief erstmal über meine Mutter und meine Tante, die sich nicht grad blendend verstehen. Meine Tante sagt nun mein Vater hätte alles für mich angesammelt und es würde ein Vermögen in der Wohnung stecken. Mir geht es nicht um ein Vermögen, sondern um das Menschliche und das er zu Lebzeiten nicht imstande war mich angemessen zu behandeln. Ist alles etwas viel im Moment aber morgen hab ich meine nächste Sitzung.

    Hallo kata,
    ich habe kürzlich auch eine Reha beantragt die binnen einer Woche abgelehnt wurde. Mein Hausarzt hatte alle sämtlichen Symptome eingetragen und mir wurde weitere Therapie, Reha für meine Rückenprobleme und ein Raucherentwöhnungsprogramm empfohlen. Steht in keinem Zusammenhang mit meinen Anligen. Ich besuche die dritte Therapie und habe nicht vor alle 4 Jahre eine zu beantragen, habe mittlerweile eine schwere depressive Episode aber wenig Unterlagen, die ich einschicken konnte, da ich bei psychosomatischen Symptomen selten zum Arzt ging. Habe aber seit Jahren Rückenbeschwerden unter anderem ohne Befund. Mein Hausarzt macht mir wenig Hoffnung da er sagt ich sei noch zu jung. Ich habe gehört es sei üblich das man Wiederspruch einlegen muß und sie wollen bei dir dann wohl auf Nummer sicher gehen. Wünsch dir viel Glück dabei. Ich weiß ja nicht mit welchem Anliegen du beantragt hast aber sie wollen auch wissen ob alle Möglichkeiten am Wohnort ausgeschöpft sind. Im Zweifelsfall muß man sich dann erstmal stationär aufnehmen lassen oder eine Tagesklinik besuchen

    Am 2.12. ist mein Vater verstorben, was ich gestern erfuhr. Meine Tante rief Anfang der Woche an und meinte ich solle mich verabschiden. Ich konnte nicht. Mein Vater verstarb an Leberzirrhose und durch seinen Konsum und seine sich verändernde Persönlichkeit hatten wir seit 7 Jahren keinen Kontakt mehr. Ich mußte ihn aus Selbstschutz abbrechen um einigermaßen unbeschwert zu leben. Trotzdem kann ich keinen klaren Gedanken fassen und meine Emotionen spielen verrückt. Zudem geht jetzt noch die Streiterei um das Erbe los, welches ich nicht antreten möchte. Dann bräuchte ich ja auch nicht zur Beerdigung kommen hieß es. Das ist mir aber wichtig um zu realisieren und zu verarbeiten. Mit dem Ende des Leidensweges meine ich wohl nicht nur seinen aber dann schaltet sich die Moral wieder ein und verbietet mir solche Gedanken. Mein Weg wird zunächst ja erst noch schwer und ich muß mich erst mal erkundigen und einiges erledigen. Vielleicht hat ja jemand einen guten Rat...