Beiträge von Martha

    Hallo Ihr Beiden,

    Euer Dialog ist ja wirklich interessant, Männer unter sich, he?

    Ich möchte gerne mal was als Frau dazu sagen, die 6 Jahre mit einem Mann zusammen war, der gerne alles unter Kontrolle hatte und immer gerne der Bestimmer sein wollte :-). Ich habe mich dann auch irgendwann zurück gezogen, doch nicht weil ich meine Freiheit haben wollte, sondern weil ich einfach keine Lust mehr hatte, immer wieder in den gleichen Trott zurück zu fallen. Da wurde zwar geredet, doch wo war die Handlung? 10 Tage Funkstille, und dann ändert sich alles nur durch Reden?

    Hast Du Dich, Regiesseur, mal gefragt, ob Du für Dich in der Lage bist, eine wirklich echte Verbindung mit echte Nähe einzugehen? Und das nicht nur im Kopf sondern auch gefühlt vom Herzen?

    Mein Partner ist auch immer wieder auf mich zugekommen, um mit mir wieder einen Kontakt aufzubauen, das hat mir aber irgendwann nicht gereicht, weil sich nichts änderte. Irgendwann wollte ich gerne mehr hören. Von ihm mehr hören, ihn sehen. Mir hätte es geholfen die "Schwäche" bzw. die Angst von ihm zu sehen, bzw. zu hören, diese berühmte "die Hosen runter lassen". Er war dazu nicht in der Lage und so habe ich die Tür zu gemacht.

    Das mal eben so in Kürze.

    Grüsse Martha

    P. S. ich sehe gerade, dass Du soeben etwas gepostet hast, das habe ich noch nicht gelesen.

    Hallo Lillemann.

    Leberzirrhose Child C ist die klinische Schweregradeinteilung der Zirrhose nach Child.

    Child C heisst, dass das OP Risiko hoch ist und gleichzeitig die Prognose schlecht.

    Child Klassifikationen haben eine Dreijahresüberlebensrate von 25%. Die Prognose der manifesten Leberzirrhose ist insgesamt schlecht........ das zu Deiner Frage, was Endstadium heisst.

    Hätte Dir jetzt gerne etwas netters geschrieben.

    Liebe Grüsse Martha

    Hallo Regiesseur,

    wie erkläre ich es am besten?

    Also, wenn Du so kontrollierst, wie Du es beschreibst, versuchst Du damit Dir Sicherheit zu verschaffen. Das gelingt Dir aber nicht. Da scheint ein Teil in Dir zu sein, der sich höchst unsicher fühlt. Gleichzeitig ist da ein enormes Misstrauen in Dir, dass Du viele Dinge bezweifelst, bzw. dem anderen ja auch immer wieder unterstellen willst, dass er lügt, das folgt ja aus einem mangelnden Vertrauen.

    Und wenn Du beginnst, an Deiner eigenen inneren Sicherheit zu arbeiten, an Deinem eigenen Vertrauen. Wenn Du Dir selber vertraust und sicher in Dir bist, dann brauchst Du das gar nicht mehr so aus dem Aussen, dann lässt die Kontrolle auch nach.

    Kannst Du damit was anfangen?

    LG Martha

    Hallo Regiesseur,

    ich denke, wenn Du Dich tiefer mit dem Thema Sicherheit, Vertrauen und Urvertrauen für Dich auseinander setzt kommst Du schon ein ganzes Stück weiter.

    Das kann zwar dauern und geht nicht von heute auf morgen, doch je stärker und stabiler Du darin wirst, desto weniger wirst Du die Kontrolle brauchen und alles weitere kommt von selbst.

    LG Martha

    Hallo Kaleu,

    sehr schöne Antwort, Pause von Dir.........:lol: wird man ja auch wahnsinnig, wenn man sich den ganzen Tag nur mit sich selber auseinander setzt, darf man auch mal in andere Länder reisen...........

    Ich finde es in Ordnung, dass Du Dir so viel Zeit nimmst für Deine Trauer, wie Du brauchst.

    LG Martha

    Hallo Nici,

    ich habe Deinen Thread jetzt nicht ganz verfolgt, weiss also nicht, was Dein Mann macht bzw. nicht macht. Doch ich glaube, Du hast ihn auch schon in die Suchtberatung gefahren, oder?

    Wenn Du das Gefühl hast, dass er nicht mehr Herr seiner Lage ist und nicht weiss was er tut, dann hast Du 3 Möglichkeiten:

    1. einen Arzt kommen lassen
    2. in ins Auto setzten und in die Klinik fahren
    3. gar nichts tun

    Aus der Ferne etwas zu beurteilen ist nicht ganz einfach. Also wenn mein Partner z.B. in einem Alkoholdelier hier liegen würde, würde ich schon einen Krankenwagen anrufen.

    Schwierige Situation. Jemanden in der absoluten Not zu helfen ist ja nicht gleich CO.

    LG Martha

    Hallo Nici,

    ich rutsche jetzt mal eben in Deinen Thread und antworte Dir hier. Deine Unsicherheit kann ich verstehen.

    Habe ich das richtig verstanden, dass Dein Mann in so einer tiefen Depression sitzt, dass er nicht mehr weiss, was er tut, also nicht mehr Herr seiner Lage ist. Dass Du das Gefühl hast, er bräuchte ärztliche Betreuung und dass er nicht mehr selbst entscheiden kann?

    Bevor ich jetzt antworte beschreib das doch mal kurz.

    Grüsse Martha

    Hallo Nici,

    das sind ganz spannende Fragen die Du stellst und auch wenn Du Dagmar fragst, versuche ich Dir mal zu antworten:

    Für mich gibt es verschiedene Ausprägungen von CoVerhalten. In dem Moment, wo ich an der Seite eines Süchtigen lebe, die Sucht womoglich noch vertusche und unter ihr leide bin ich CoAbhängig - ich bin nicht frei. Ich mache mein Wohlbefinden von dem anderen abhängig und kann scheinbar auch nicht gehen.

    CoAbhängigkeit gibt es aber nicht nur in Suchtbeziehungen, hier ist es meist ziemlich ausgeprägt das Verhalten, doch ist es in sehr viele Beziehung zu beobachten.

    Für mich ist das Hauptsymptom des CoVerhaltens, dass ich versuche, die Verantwortung für einen anderen zu übernehmen. Oft wird es ja auch beschrieben, dass der CoAbhängige sich wie eine Mutter fühlt oder von dem Partner schreibt, er sei wie ein Kind. Das ist ja keine Begegnung auf Augenhöhe, bzw. wie sie zwischen Mann und Frau sein sollte, das sind Rollenverschiebungen.

    Als CoAbhängiger versuche ich auf den Zuständigkeitsbereich des anderen einzuwirken und ihn zu manipulieren. Wenn ich einen Partner habe der säuft, liegt es komplett in seiner Verantwortung es zu tun oder zu lassen. Und natürlich mag das seine Gesundheit und sein Leben ruinieren, doch ist es seine Entscheidung, wie er sein Leben gestaltet und das habe ich zu akzeptieren.

    Ich kann ihn darauf hinweisen, dass sein Handeln aus meiner Sicht nicht seinem Leben dient, damit sollte dann aber auch gut sein. Den anderen aber dahin bewegen zu wollen, etwas zu tun, was er gar nicht will, das ist nicht meine Aufgabe, ich bewege mich in seinem Zuständigkeitsbereich.

    Zu unterscheiden, wo unterstütze ich den anderen, wenn Hilfe gewollt ist und wo muss ich ihn machen lassen, auch wenn es nicht meinen Vorstellungen entspricht, das ist die Kunst.

    Ich hoffe, Dir damit ein wenig zur Klarheit verholfen zu haben und es antwortet Dir auf Deine Fragen.

    Viele Grüsse Martha

    Hallo Regisseur,

    im Grund brauchst Du die Kontrolle nicht und trotzdem kontrollierst Du Dein ganzes Umfeld :)

    Kontrolle ist eine Strategie, um Dir Dein Bedürfnis nach Sicherheit zu erfüllen, wie Du selber schreibst. (ich fass das mal eben etwas verkürzt zusammen)

    Wie du aber gerade merkst, passiert genau das Gegenteil, also ist die Kontrolle keine Strategie, die momentan Dein Leben bereichert, oder?

    Letztendlich geht es bei Dir um Sicherheit und Vertrauen, stimmt das? Und vielleicht guckst Du da mal tiefer hin. Wie könntest Du auf eine andere Art und Weise mehr Vertrauen und Sicherheit bekommen? Gibt es andere Strategien?

    LG Martha

    Liebe Monty,

    wollt Dir mal eben gute Nacht sagen :-). Dass das mit Deinem Job nicht geklappt hat, tut mir echt leid.

    Was ist mit Deiner Wohnung, gibt es da was Neues oder habe ich das Überlesen?

    Ich lass Dir ganz viel gehörnte Grüsse da, Martha

    Liebe Nici,

    ja natürlich lese ich es und Danke, dass Du das schreibst. Nein ich meine es wirklich nicht böse, ganz im Gegenteil. Mir ist wirklich daran gelegen Dir zu helfen.

    Ich kann das absolut nach vollziehen, wie Du Dich fühlst, ich kenne das aus eigener Erfahrung.

    Vielleicht komme ich manchmal sehr direkt und rigoros rüber. Ich habe alle Strategien ausprobiert, wirklich. Doch solange der Partner keine Einsicht hat und wirklich aktiv etwas verändert, gehst du als Angehöriger mit kaputt und da gibt es leider nur noch eine Strategie - weg gehen.

    Ich habe 5 Jahre gedacht es ginge anders, nee tuts nicht. Auch Gotti musste erst mal gehen.......

    Gute Nacht, schlaf gut und viele Grüsse Martha

    Hallo Kaleu,

    Du hast Dir das anders gewünscht, he? Und nun landest Du in der Wirklichkeit und das Kartenhaus bricht jämmerlich zusammen... ich hätte Dir gerne etwas anderes gewünscht.

    Kaleu, erst wenn das Herz ganz leer ist (rein), dann kann es sich auch wieder füllen. Kannst Du Dir vielleicht momentan nicht vorstellen, doch irgendwann gehts auch wieder Berg auf. Das eine geht nicht ohne das andere. Die Nacht nicht ohne Tag, der Berg nicht ohne das Tal, die Freude nicht ohne den Schmerz. So ist das Leben, das eine bedingt das andere, das sind die Gesetzmässigkeiten.

    Denk daran, bleib vertrauenvoll in Deinem Fluss......, war doch auch immer Deine/unsere Devise :)

    Dir eine gute Nacht, liebe Grüsse Martha

    Hallo Frank,

    Gratulation zum 400 Beitrag! noch 100 in dann steigst Du zum sehr aktiven Teilnehmer auf, ;)

    und ich freue mich, Deine Beiträge zu lesen. Schön, dass es auch Männer gibt, die dem Alkohol die kalte Schulter zeigen können. Nur weiter so!

    Liebe Grüsse Martha

    Liebe Nici,

    falls Du aus meinen Zeilen gelesen haben solltest, dass ich der Meinung bin, Du würdest nicht ausreichend für Deine Kinder sorgen, so war das nicht meine Absicht.

    Und wenn ich lese, wo Du schon überall mit den Kindern gewesen bist, das ist doch schon ´ne ganze Menge. Dass Du bei dem, was Du über das Mobbingopfer gehört hast, das Vertrauen in die Pädagogen verloren hast, kann ich verstehen. Du kennst die Klassenlehrer Deiner Kinder am besten und kannst vielleicht einschätzen wie sie reagieren. Manchmal komme ich nicht weiter, wenn ich alle über einen Kamm schere, es macht mich vorsichtig aber nicht tatenlos.

    Ich könnte mir vorstellen, dass Dich das Thema so trifft, weil es um Deine Kinder geht. Ein Kind ist ein Teil von uns selber. Ich finde es ist die reinste Liebe die man zu einem menschlichen Wesen empfinden kann und wenn sie leiden ist es, als würde einem selber das Herz zerrissen werden.

    Gleichzeitig siehst Du jetzt wahrscheinlich auch die Realität und das Ausmass des Alkoholismus, wie ihr alle davon betroffen seid und das tut weh.

    Was meinst Du damit, wenn Du sagst, Du solltest an Deiner Wahrnehmung arbeiten?

    Grüsse Martha