Liebe Skihasel,
Danke für Deine ausführliche Antwort.
Ja und ich gebe ehrlich zu, dass ich dem Braten nicht traue. Meine eigenen Erfahrungen und der Erfahrungsaustausch hier lassen mich immer wieder die Realität sehen.
Ist es nicht fast nebensächlich ob er Alkoholiker ist oder nicht? Was ändert es für Dich, wenn Du die Sicherheit hast, dass er Alkoholiker ist? Brauchst Du die Bestätigung, dass Dein Verhalten und Deine Gedanken richtig sind? Fakt ist doch, dass Dich sein Trinkerhalten stört und das darf es auch. Entscheidend ist doch, dass DICH sein Alkoholverhalten nervt, weil es Deinen inneren Frieden stört. Und hier darfst Du auch Dich ernst und wichtig nehmen. Wo die Toleranzgrenze von andern Menschen liegt ist dabei piep egal. DU bist wichtig, DU willst das nicht.
Meinst Du, Du kannst auf Dauer damit leben, dass er zuhause nichts trinkt, hält er sich wirklich daran, und wie fühlt es sich für Dich an wenn Du weg gehst und er alleine zuhause bleibt? Gehst Du entspannt weg und hast Vertrauen?
Dass Ding ist ja, dass Du den ganzen Tag in einer Kontrollfunktion bist und Dir Gedanken über sein Alkoholkonsum machst, oder? Ich habe mit meinem Partner nicht zusammen gewohnt. Wenn wir uns verabredet haben, war mein erster Gedanke, na, hat er was getrunken, wieviel hat er getrunken etc. Mich hat das auf die Dauer wahnsinnig gemacht. Heinrich hat das mal sehr schön formuliert: "Das was der Andere trinkt hat der Angehörige im Kopf", ich stimme dem voll zu.
Skihasel, all Deine Fragen und Gedanken kenne ich. Ich möchte Dich in keinster Hinsicht ärgern oder entmutigen und mich würde es mehr als freuen, wenn ihr das anders schafft, bloss meine Erfahrungen haben mich etwas anders gelehrt.
Ich bin ein totaler Optimist, bloss bei Alkohol bin ich sehr sehr vorsichtig geworden und da klingeln bei mir alle Alarmglocken.
Nun wünsche ich Dir einen schönen Tag, freue mich von Dir zu hören.
Liebe Grüsse Martha