Guten Morgen Sinnesrausch, Fliegender Stern und Elke,
ich schreibe jetzt mal bei Dir, davon ausgehend, dass Ihr anderen es hier lesen werdet.
Gestern mußte ich mal das Sofa hüten, krank :-(. Ihr 3 habt ja gestern lange wieder geschrieben. 2 Gedanken kamen mir dazu.
1. Ich glaube mittlerweile nicht, dass die Männer wissen, was sie tun. Ich glaube nicht, das hinter ihrem Handeln irgend eine Taktik oder Strategie steckt. Sie machen einfach, ohne nachzudenken. Ich denke, wenn sie wissen würden und auch fühlen würden, was ihr Verhalten bei dem andern auslöst und wie er sich damit fühlt, würden sie es nicht tun. Für uns "Klaren" schwer vorstellbar, insbesondere für uns Frauen, die ja immer gerne Strategien verfolgen. Sorry, das mal so hart zu sagen, doch habe ich das Gefühl, die merken gar nichts.
2. Ich frage mich oft, bei all dem "Liebeskummer" - okay, er entscheidet sich, aufzuhören zu trinken und dann? Wird dann alles besser? Was bedeutet das für mein Leben? Der Mann einer Freundin ist seit 6 Jahren trocken und die beiden haben es gemeinsam geschafft, doch die ersten 2 Jahre waren nicht einfach. Die Frau, die ständig angst hatte vor Rückfällen und überall Gespenster gesehen hat. Der Mann, der sich wahnsinnig kontrolliert gefühlt hat. Er war sich sicher, nie mehr trinken zu wollen, doch dieses Vertrauen musste auch erstmal in der Frau wachsen. Er hat übrigens lange nicht so exzessiv getrunken, brauchte weder eine ambulante noch eine stationäre Therapie, geht auch nicht in Gruppe und mittlerweile kann die offene Flasche Wein in der Küchen stehen, ohne dass es irgend jemanden interessiert.
Also noch mal in Kürze, würdet Ihr es Euch wirklich zutrauen, mit Euren Kindern mit so einer Belastung leben zu können? Und wenn ich es richtig lesen, sind Eure "Männer" ziemlich drauf oder? Wollt Ihr in einer ständigen Kontrolle und angst leben, dass er wieder trinken könnte, und die ersten 2 Jahre wäre das so...
Das Gedanken mal eben in Kürze, ganz viele liebe Grüße an Euch
Herzlichst Martha