Beiträge von Martha

    Liebe Gesche,

    wie schön, von Dir hier im offenen Forum etwas zu lesen. Als ich Deinen Bericht vom Mai gelesen habe, hat mich das so berührt und auch traurig gemacht. Es holte diesen ganzen alten Schmerz wieder hoch und irgendwie schlich sich auch Ärger und Wut ein. Ich musste das Forum für den Rest des Tages verlassen und in die Selbstempathie gehen.

    Du machst so ein fürsorglich liebevollen Eindruck und Du hast das echt nicht verdient, was Du erlebt hast.

    Ich erlebe hier so viele wirklich starke, tolle liebevolle Menschen, meistens sind es ja Frauen. So viel Mitgefühl, so viel Anteilnahme, soviel Herzblut und dann kommt wirklich Wut hoch, warum wir unsere Energie an diese "blöden nassen Saufnasen" vergeuden.

    Sorry, ich muss das mal eben so schreiben. Bin heute gar nicht gut gestellt. Habe heute Schwierigkeiten, bei mir zu bleiben und die ganze Alkoholwelt ist doof, die macht alles kaputt.........grrrrrr

    Liebe Gesche, ich wünsche Dir einen schönen Abend und Danke, dass Du Dich mitgeteilt hast und Danke dass ich mal eben bei Dir Dampf ablassen durfte.

    Herzlichst Martha

    Liebe Elke,

    Du hast eine Apnoe und gleichzeitig auch noch ein RestlessLeg-Syndrom. Jeder Mediziner weiß eigentlich, dass diese beiden Erkrankungen sehr eng mit der Psyche vergesellschaftetet sind (ich bin selber Mediziner). Das sind Gründe genug, um Dich erstens krank zu schreiben und Dir zweitens und eine Psychotherapie zu verordnen.

    Es sind beides sehr ernst zu nehmende Erkrankungen, die in den Dauerstress führen, oder von ihm kommen. Es ist ein Kreislauf und eigentlich fast egal, wo der Anfang ist. Die permanente Anspannung ist mit das Hauptsymptom. Von sofern ganz wichtig, meines Erachtens, hier auch dauerhaft eine psychotherapeutische Begleitung.

    Ich finde bei solch Erkrankungen es ganz hilfreich, einen Arzt zu wählen, der eine ganzheitlichen Ansatz hat. Körper- Seele - Geist, das gehört nun mal alles zusammen und man kann es nicht voneinander trennen.

    Also wenn Du keine Indikationen hast, mein Gott Elke....

    Dass Dein Mann auch noch eine pathologisch narzisstische Persönlichkeitsstörung hat, das ist ja das iTüpfelchen bei Deiner Misere. Ja es hilft zu verstehen, meine ExFreund hat das auch. Wenn Du Dich in das Thema gelesen hast, wirst Du aber auch wissen, wie hartnäckig diese Persönlichkeitsstörung ist.

    Es gibt 2 sehr interessante Bücher zu dem Thema von dem Heinz-Peter Röhr, ich weiß nicht ob Du sie kennst. Für mich als "Co" war das Buch "Wege aus der Abhängigkeit" von ihm sehr informativ. Das andere heißt "Narzißmus, das innere Gefängnis.....Doch Du willst Dich jetzt ja um Dich kümmern :-), oder?????

    Ganz viel Glück morgen beim Arzt. Ich bin sehr gespannt.

    Herzliche Grüße Martha

    Hallo Pumpkin,

    ich kann Deine Sorge verstehen und auch Deine Hoffnung.

    Ich denke, es ist ganz ganz wichtig, dass Du Deine eigene Wohnung in der jetzigen Situation behälst, es wäre wahnsinnig mit ihr in diesem Zustand zusammen zu ziehen.

    Weißt Du wenn ihr wirklich so Seelenverwandt miteinander seid und Du sie wirklich liebst, dann lass sie los, lass sie alleine da sitzen, so schwer es Dir auch fällt und vielleicht erwacht sie daraus. Jede Zeit die Du mit ihr verbringst, jedes Wort was Du mit ihr sprichst, solange sie nicht bereit ist aufzuhören zu trinken, unterstützt sie in ihrer Sucht und Du machst Dich zu ihrem Verbündeten.

    Und Du verlässt sie nicht, weil Du sie nicht mehr liebst, sondern weil Du sie so liebst... und Du machst ihr ein Geschenk, dass sie an ihren Tiefpunkt kommen kann.....

    Wenn Du magst schau doch mal in meinen Thread, was Heinrich ( klaro) geschrieben hat, das fand ich ganz ganz hilfreich für mich zu lesen.

    Ich denke, wir kennen das alle hier, dieses ohnmächtige Gefühl, nichts tun zu können und das ist auch ganz schrecklich, doch irgendwann müssen wir an uns denken, damit wir nicht auch an der Sucht zerbrechen.

    Liebe Grüße Martha

    Ihr Lieben,

    danke für Eure Antworten und Gedanken, so viel, da komm ich richtig ins Nachdenken auch bei so vielen Fragen, die ich mir alle selber stelle und gestellt habe.

    Frozen Tears :
    Deine Fragen und Gedanken die Du hast die kenne ich alle bis zum FF und sie zermürbten mich.

    Mein Verhalten war nie dumm. Ich war in einer Partnerschaft für die ich mich eingesetzt habe, was für mich ganz normal ist. Ich habe bloß nicht gewusst, wie Alkohol wirklich wirkt und was er für eine Macht hat. Ich hatte das Gefühl, wenn ich alles auf den Alkohol schiebe, mache ich es mir zu einfach und gebe meine eigene Verantwortung ab.
    Ich habe es zugelassen - ja das habe ich, ich mache mir aber selber keinen Vorwurf mehr.
    Bin ich selber schuld? In dem Moment wo ich mich das so frage, gebe ich zu, dass ich "falsch" bin. Ich bin nicht falsch, ich habe aus Unwissenheit nicht begriffen, welche Mächte hier am Werke sind und durfte mit meinem wahnsinns Willen erfahren - hier kannst Du nichts bewegen. Für mich eine wichtige Erfahrung - Martha, Du bist nicht Gott!

    Deine Fragen, die Du DIR stellst, die haben mich auf mich zurück geworfen, haben mich in mein Zentrum gebracht und ich habe für mich auf alle Fragen eine Antwort bekommen, Du auch? Wenn Du magst kann ich Dir gerne meine Antworten schreiben, wird etwas umfangreicher :)

    warum habe ich nicht eher auf meine Gefühle gehorcht?
    Warum hat es so lange gedauert bis ich es nicht mehr ertragen konnte?
    Warum bin ich so leidensfähig?

    Gotti
    wenn Du sagst Du MUSST Dich schämen und Du warst zu schwach, dann tust Du Dir selber Gewalt an. Alle Dinge die Du getan hast, hast Du getan, weil Du es in dem Moment nicht besser wusstest oder konntest.
    Wir haben einen Fehler gemacht und wenn ich den bedauer und mir selber vergebe, dann bin ich in der Lage mich weiter zu entwickeln und es das nächste mal anderszu machen.

    @ Elke
    schön Dich so zu lesen, weiter so :-), wenn ich es mit vor 10 Tagen vergleiche, wow!

    @Laurina
    ich stimme Dir zu 100% zu in allem was Du sagst. Zu Deiner Einsucht bin ich heute auch gekommen.

    Liebe Grüße Martha

    Liebe Elke,

    habe meine Antwort an Dich aus versehen in Paddys Thread geschrieben.........Tüddeltante........ hier nochmal für Dich

    Wie schön Dich zu lesen und dass Du Fortschritte machst, feier Dich dafür!!!!!!!!!

    Herz und Verstand in Einklang zu bringen ist eine der größten Herausforderungen, wenn es um Sucht geht und das kann auch nicht von heute auf morgen gehen.

    Ich finde, man darf sich auch mal selbst bemitleiden, alles darf sein. Es sind einfach Schmerzen und Verletzungen die hoch kommen und da dürfen wir uns auch selbst betrauern... Diesen Schmerz zuzulassen, ist das was heilt, wenn auch noch so verrückt klingt, es stimmt. Ich habe selber die Erfahrung gemacht. Du denkst, es zerreißt Dich, doch irgendwann kommt der Punkt, an dem es neutraler wird.

    Sei lieb zu Dir, und es ist jetzt so wie es ist. Vielleicht kannst Du heute nicht sehen, wofür es gut ist und morgen vielleicht auch noch nicht, doch irgendwann kommt der Tag und Du wirst wissen, wofür es gut war.

    Herzlichst Martha :)

    Liebe Elke,

    wie schön Dich zu lesen und dass Du Fortschritte machst, feier Dich dafür!!!!!!!!!

    Herz und Verstand in Einklang zu bringen ist eine der größten Herausforderungen, wenn es um Sucht geht und das kann auch nicht von heute auf morgen gehen.

    Ich finde, man darf sich auch mal selbst bemitleiden, alles darf sein. Es sind einfach Schmerzen und Verletzungen die hoch kommen und da dürfen wir uns auch selbst betrauern... Diesen Schmerz zuzulassen, ist das was heilt, wenn auch noch so verrückt klingt, es stimmt. Ich habe selber die Erfahrung gemacht. Du denkst, es zerreißt Dich, doch irgendwann kommt der Punkt, an dem es neutraler wird.

    Sei lieb zu Dir, und es ist jetzt so wie es ist. Vielleicht kannst Du heute nicht sehen, wofür es gut ist und morgen vielleicht auch noch nicht, doch irgendwann kommt der Tag und Du wirst wissen, wofür es gut war.

    Herzlichst Martha :)

    Liebes Forum,

    was mir in diesem Forum immer wieder auffällt ist, wie oft ich die Worte Schuld und Scham lese.

    Wie viele sich schuldig fühlen, sich für ihr Verhalten schämen und daraufhin anfangen, etwas verändern zu "müssen". Ich möchte Euch gerne meine Gedanken und Erfahrung darüber zukommen lassen, wie ich es für mich gelernt habe, anders damit umzugehen.

    "Wie konnte ich nur so etwas Dummes tun", wer so etwas sagt, dem wurde beigebracht, dass die eigene Handlung falsch oder schlecht war. Diese Selbstkritik geht davon aus, dass es einem schlecht gehen soll, für das was man gesagt oder getan hat: das hat man schließlich verdient. Es ist schade, dass sich so viele von uns in Selbsthass verstricken, statt aus Fehlern Nutzen zu ziehen.
    Fehler zeigen uns unsere Grenzen und damit unsere Wachstumschancen auf.

    Wenn diese Art unserer Selbstbewertung dazu führt, dass wir uns schämen und daraufhin unser Verhalten verändern, dann lassen wir zu, dass unsere Entwicklung und unser Lernen von Selbsthass geleitet werden. Scham ist eine Form von Selbsthass, und Handlungen als Reaktion auf Scham sind weder frei gewählt noch machen sie Freude.

    Eine andere Motivation der Weiterentwicklung wäre der klare EIGENE Wunsch, dadurch das Leben für uns und andere zu bereichern und nicht aufgrund destruktiver Energien wie Schuld und Scham.

    In unserer Sprache gibt es ein Wort, dass mit einer enormen Kraft zu Entstehung von Schuld und Scham beiträgt, das Wort SOLLTE. bzw. hätte sollen. Wenn ich mir z. B. sage" ich hätte das nicht machen sollen", dann blockiere ich meine Weiterentwicklung, denn "ich hätte sollen" heißt - es gibt keine Wahl. Es ist wie eine Forderung und die bedroht unsere Autonomie - das Bedürfnis, frei zu wählen.

    Ähnlich verhält es sich mit dem Wort MÜSSEN, auch das ist eine innere Forderung die mich blockiert in meiner freien Entwicklung.

    Seit ich die Worte SOLLEN und MÜSSEN, versuche durch Worte wie WOLLEN und DÜRFEN zu ersetzen, geht es mir wesentlich besser. Ich fühle mich freier und es gelingt mir einfacher, Fortschritte zu machen, mich weiter zu entwickeln und mich von meinen alten Mustern zu befreien.

    Ich habe die Wahl getroffen, aus meinen Fehlern einen Nutzen zu ziehen und ich will mich weiter entwickeln, weil ich ein zufriedeneres Leben haben möchte. Ich WILL mich verändern, ich MUSS es nicht :)

    Danke fürs "Lesen" und ich lade Euch ein, mir Eure Erfahrungen und Gedanken über Schuld und Scham zu schreiben.

    Liebe Grüße Martha

    Hallo Elke,

    wie geht es Dir, hast Du Weihnachten gut überstanden?

    Weißt Du, manchmal ist das so, dass wir in unserer Verzweiflung und Einsamkeit Dinge tun, die vielleicht nicht wirklich unserem Leben dienen...ja und dann betrinkt man sich auch mal, lässt sich hängen und fallen und denkt mal eben nicht an die anderen, das darf auch mal sein.

    Sich schuldig zu fühlen und sich zu schämen hilft Keinem und einem selbst am allerwenigsten weiter. Es schlimmert alles nur noch. Ich kenne diese Situationen auch, doch habe ich mich nie dafür geschämt oder schuldig gefühlt. Okay, die Aktion war nicht so dufte und ich war auch nicht zufrieden mit mir, doch kann ich auch nicht nur stark sein und dann brauchte ich das mal eben so - das nächste Mal kann ich es anders machen.

    Nein, wir schaffen das nicht alleine, das dürfen wir uns eingestehen und zulassen. Glücklicherweise gibt es z.B. dieses Forum oder in allen Städten auch Gruppen für Angehörige, die sich austauschen und unterstützen. Ich denke, dass ist großartig; alleine zu spüren, wie vielen Angehörigen es ganz ähnlich geht und das schafft Vertrauen und Verbindung.

    Ich habe meinen Film aus Unwissenheit und falschen Stolz 5 Jahre alleine durchgezogen und nun spüre ich, wie hilfreich es ist, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen - ich bin nicht alleine mit meinem Thema!


    Liebe Grüße Martha

    Liebe Ulrike,

    was für eine schöne Idee, Deine Tanne und ein Extra Weihnachtsthread.

    Ich Wünsche Dir und allen andern hier ein schönes Weihnachtsfest. Auch wenn es bei manch einem Zuhause nicht schön und auch nicht friedlich ist, wie ich mir vorstellen könnte, so wünsche ich doch allen die Kraft und die Zuversicht, dass sich etwas ändern kann. Wir haben uns alle, die hier sind auf den Weg gemacht und das ist doch schon ein erster Schritt den wir wertschätzen sollten :)

    Herzliche Grüße, Martha

    Hallo Grazia,

    das hört sich ja wirklich verfahren an, puh und das ganze ohne eine helfende Familie in der Nähe, da hast Du ja wirklich eine Aufgabe bekommen.

    Du bist wirklich ganz schön auf Dich alleine gestellt und dass Du da so körperlich reagierst ist auch kein Wunder.

    Und dann der neue Süße in Amerika, na super, näher dran ging wohl nicht:roll: :roll: :roll:

    Grazia, ich wünsche Dir einfach nur Durchhaltevermögen, Kraft und Mut , Du scheinst bis jetzt so viel geschafft zu haben, der Rest wird sich auch irgendwie lösen, ich wünsche es Dir von ganzem Herzen.

    Falls wir nichts mehr voneinander hören, wünsche ich Dir ein schönes Weihnachtsfest.

    Herzlichst Martha

    Lieber Questor und auch Kaltblut,

    Eure philosophischen Dialoge fordern ja wirklich heraus, sehr interessant.....

    @ Questor
    Ich kenne diese Gedanken auch, "er kann doch einfach zugeben, dass er ein Alkoholthema hat und dann könnte man anders sprechen."

    Ja, könnte man, aber der andere gibt es eben nicht zu, dass ist meist Fakt.

    Gerade hier liegt meines Erachtens die Krux der Alkoholkrankheit, die auch ich wirklich jahrelang unterschätzt habe. Das Forum, insbesondere die Berichte der "Trocknen" haben mir sehr geholfen, diese perfide Krankheit sichtbar zu machen, verstehen kann ich sie teilweise immer noch nicht....

    Ich konnte mit meinem Freund über alles reden und es waren sehr schöne und intensiver Gespräche, doch sobald das Thema Alkohol auf den Tisch kam, war da eine riesen Mauer, kein ran kommen mehr. Mein Freund ist sehr eloquent und er hat es auch immer wieder geschafft das Thema zu verharmlosen und ich habe mich davon einlullen lassen, typisch für Alkoholismus.

    Ich glaube, das es für die meisten Alkoholiker als eine absolute Schwäche gilt, sich ihre Krankheit einzugestehen. Ich finde es ist Größe, wenn sich der Andere in seiner Schwäche zeigt, doch durch unsere gesellschaftliche Erziehung ist uns leider etwas anders beigebracht worden.

    @ kaltblut
    "Was das Ziel, die Lösung ist: vollkommen losgelöst vom Außen gemeinsam zu wachsen. Was kann denn mehr Kraft geben und schöner sein, als einem selbstständigen, freien Partner in die Augen zu sehen und zu wachsen, gemeinsam."

    Ich stimme Dir zu 100% zu: das ist für mich das Optimum einer Beziehung, doch dafür braucht es zwei Menschen, die sich ihren Dingen stellen, die bereit sind die Hüllen fallen zu lassen, bereit sind durch ihren eigenen "Schlamm" zu waten, bereit sind in diesem Leben sich weiter zu entwickeln zu wollen. Und mit Alkoholismus im Gepäck ist es eine ECHTE Herausforderung.

    Liebe Grüße Martha

    Liebe Elke,


    wenn ich lese, was Du schreibst mache ich mir Sorgen um Dich. Zwei Sätze machen mich ganz stutzig und auch traurig wenn ich sie bei Dir lese, weil mir Selbstliebe und eigene Wertschätzung ganz wichtig sind.

    1. Ich habe keine Lust etwas für mich zu tun
    2. Sollte ich anfangen auf mich aufzupassen und mich lieben?
    3. also werde ich mir in Zukunft eine Mütze auf den Kopf setzen und sagen, dass ich mich schützen MUSS

    Ich lese so viel Verzweiflung, Wut und Trauer und Mutlosigkeit aus Deinen Zeilen und gleichzeitig eine totale Resignation. Auch eine Resignation vor Dir selber, da ist kaum eigener Willen und Antrieb von Dir, was ich sehr alarmierend finde.

    Die Erfahrung die Du gemacht hast, dass Du nicht gehört und auch nicht ernst genommen wirst, war bestimmt sehr verletzend für Dich und Du hast Dich allein gelassen gefühlt, oder?

    Vielleicht schaffst Du es trotzdem noch mal, Deinen Mut zusammen zu nehmen und einen anderen Arzt aufzusuchen um Dir Hilfe zu holen. Ich würde ihm auch nicht unbedingt sagen, dass es Dir schlecht geht, weil Du Dich von Deinem trocknen Partner trennen MUSST, ich finde die ersten 2 Sätze von Dir reichen. Eventuell bei der Suchtberatung oder auch der Diakonie anrufen, als Idee.

    Pass bitte auf Dich auf und hole Dir Hilfe, ich glaube das schaffst Du nicht alleine.

    Ganz viel Kraft für Dich, liebe Grüße Martha

    Liebe Smilla,

    ich finde es absoltut großartig und mutig, wie Du Dich vor Deinem Bekannten positioniert hast, perfekt.

    Nö, ich finde Du braucht nicht nachfragen. Würdest Du das tun, wäre es aus meiner Sicht ein Rückschritt. Du hast ganz klar Dein Bedürfnis nach "Ausgleich bzw. Wertschätzung" zum Ausdruck gebracht. Und wenn er Dir das nicht erfüllen möchte, dann nicht.... das kannst Du bei ihm lassen.

    Das hat überhaupt nichts mit Arroganz zu tun: klare Ansage, klare Bitte, klare Abgrenzung.

    Ich finde das super!

    Dir einen schönen 4. Advent, Herzlichst Martha

    Hallo Grazia,

    geht es Dir wieder besser mit Deinen Zitteranfällen und Deinen Schlafproblemen?

    Ich könnte mir vorstellen, dass wenn Du tagtäglich Deinem Mann dahin siechen siehst, es Dir auch weh tut und Du das gar nicht mehr ertragen kannst und darauf reagiert halt nicht nur die Seele sondern auch Dein Körper als Alarmzeichen.

    Könntest Du nicht erst mal bei Deinem neuen Partner wohnen um Abstand zu bekommen?

    LG Martha

    Liebe Pedi,

    ich denke schon, dass Du ein "normales" Gefühlsleben wirst führen können, Du bist doch auf dem besten Wege dahin und gib Dir Zeit....Auch der Schritt, sich selber einzugestehen, dass schaff ich nicht alleine, ist ein großer Beitrag dazu. Wir können nicht alles alleine schaffen, auch wir brauchen Hilfe. Das ist bloß schwer für uns anzunehmen, weil wir die Rolle des Helfens perfekt beherrschen, waren wir bedürftig, hat uns kaum jemand gehört.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn wir anfangen uns mit unserem Schmerz auseinander zu setzten lassen wir Hüllen fallen, um an unser Innerstes zu kommen und damit werden wir verletzbarer und offener. Auf eimal wissen wir, was uns wichtig ist und was wir brauchen und wir werden feinfühliger.

    Wenn Du schreibst, dass Dir einige Männer in Deiner Umgebung blöde Sprüche rein drücken, fühlst Du Dich dann verletzt, weil Dir Respekt und Wertschätzung Deiner Person wichtig sind? Und wenn das stimmt, woher kennst Du diese Situation, hast Du das schon mal erlebt, dass Dich jemand so behandelt?

    Ich liebe mittlerweile jedes Ärgernis, es hat immer etwas mit mir zu tun und ich lerne mich dadurch besser und besser kennen, weiß was MIR wichtig ist und werde so immer verbundener mit mir und meinen Werten.

    So, da habe ich mal wieder schlau daher philosophiert, doch klärt es auch mich ungemein, das nieder zu schreiben.

    Ganz liebe Grüße, take care, Martha

    Hallo engelchen nochmal,

    meine Worte sollten nicht harsch klingen. Mir tut es nur so unendlich leid, was Du erlebst, ich habe auch ähnliches erlebt und eine alte Wut kommt hoch.

    Ich weiß genau wie Du Dich fühlst und das tut alles so weh.........

    Ich finde es großartig, wenn Du es schaffst Dich abzugrenzen und etwas für Dich tust. Gemeinsam schaffen wir das alle und dieses Forum ist eine ganz tolle Hilfe, um auf dem Weg zu bleiben.

    So nun geh auch ich ins Bett, und denk daran DU BIST WICHTIG, sags Dir mindestens 10 mal am Tag laut vor und heute nacht im Bett vorm Einschlafen, dass wirkt doppelt :)

    Herzlichst Martha :D

    Genau engelchen, der Typ wird sich nie ändern, zumindest nicht in absehbarere Zeit und ich weiß nicht wie lange Du Dir das noch antun willst, das Du so verletzt wirst. Und momentan macht nicht Dein Freund Euch kaputt, sondern Du Dich. Er macht was er will und das Wort Verantwortung kennt er zur Zeit nicht. Das ist der Alkoholismus...

    Hier ist jetzt, so schwer es Dir auch fallen mag, Eigenverantwortung für Dich gefragt.

    Dass es Dir so schwer fällt, aus dieser Geschichte auszusteigen bzw. von ihm los zu lassen hat bestimmt seine Gründe und vielleicht versuchst Du mit professioneller Hilfe, Deinen Beweggründen auf die Spur zu kommen.

    Du bist so jung, bitte tue was für Dich und nehm DEIN Leben in die Hand.

    Gute Nacht und schlaf gut, Martha

    Hallo Pedi,

    nun weiß ich gar nicht in welchem Thread ich Dir schreiben soll, ich entscheide mich mal für diesen und Danke für den schönen Spruch, sehr schön.

    Aus Deinen Zeilen, lese ich ganz viel Unsicherheit, Klärungsbedarf und Selbstzweifel, stimmt das?

    Manchmal ist das so - wir Erwachen und dann ist alles erst einmal in Unordnung und möchte neu sortiert werden. Wir fühlen uns irritiert, alle ist konfus. Etwas Altes kommt hoch, möchte gesehen werden... Schmerzen kommen hoch und möchten betrauert werden. Das ist unbequem und ungewohnt, zumal wir es erstens nicht zulassen konnten den Schmerz zu fühlen und zweitens hat unsere Gesellschaft uns darauf getrimmt, dass man immer glücklich sein muss.

    Ich hatte heute eine private Begegnung mit einer Frau die Psychoanalyse macht und wir sprachen darüber, wie wichtig es sei in diesen Kinderschmerz zu gehen, ja, er wäre teilweise unendlich groß und kaum auszuhalten und es würde lange dauern, bis er geheilt sei. Für mich war das gut zu hören, weil auch ich immer wieder verblüfft bin, was nach 4 Jahren Selbstreflektion noch alles in mir vergraben ist und immer wieder kommt neuer Schmerz hoch. Doch habe ich die Erfahrung gemacht, dass wenn ich in diese Trauer gehe und die Tränen laufen lasse, dann beginnt es sich zu lösen und zu heilen. Die Tränen, die wir früher, warum auch immer, nicht weinen konnten.

    Ja diese Einsamkeit...auch die kennen wir von früher und diese Sehnsucht, dass uns jemand hält und tröstet ist groß.

    Ich denke Du machst das ganz toll, fängst an zu sehen und zu realisieren und da kommen unglaubliche Schmerzen hoch. Ist so..und daraus kann sich etwas neues entwickeln.

    Ich fühle mit Dir und kann mir vorstellen, wie es Dir geht, während ich das schreibe kommen bei mir auch wieder so viele Dinge hoch.........Sei mal in den Arm genommen, wirklich, wir schaffen das!javascript:emoticon(':D')

    Wer einen Fluss überquert, muss die eine Seite verlassen. Gandhi

    Dir einen gemütlichen Abend mir Dir, Herzlichst Martha