Beiträge von Martha

    Hallo Juneburg,

    super, dass Du mit Deinem Mann und auch den Kindern gesprochen hast. Das das Gespräch mit Deinem Mann so gelaufen ist, war zu erwarten. Ich würde versuchen, jetzt auf keine Diskussionen mehr über Alkohol mit ihm einzugehen, ausser er kommt mit echten konstruktiven Änderungsvorschlägen seinerseits an. Da ist das letzte Wort bestimmt noch nicht gesprochen, das ist aus meiner Erfahrung jetzt der Anfang.

    Je mehr Druck Du raus nimmst und je freundlicher, aber bestimmt Du DEinen Weg mit den Kindern gehst, desto besser für Euch alle. Vorallem wirst Du ernst genommen - von den Kindern und von Deinem Mann und das ist wichtig.

    In diesen Trennungsphasen kommt ja massiver Frust hoch und Gespräche mit einem uneinsichtigen Trinkenden sind ehrlich gesagt ziemlich sinnlos, weil die Wahrnehmung oft etwas verquer und vernebelt ist. Lass Dich von ihm nicht unter Druck setzten.

    Ich drück Dir die Daumen, dass Du das durchziehst.

    Lieben Gruss Martha

    Hallo Juneburg,

    willkommen hier im Forum :)

    Zitat

    Und die Aufstellerei hat auch klare Meinungen dazu, dass ich als Empfangende das ausgleichen muss, weil ein Gefälle entstanden ist - hab ich das nicht in den letzten Jahren schon längst ausgeglichen, wenn auch nicht in finanzieller Form? Nur weil das Zuhausebleiben mit Kind keiner so gut bezahlt wie einen Job? "Darf" ich wirklich schon gehen? Muss der Ausgleich noch irgendwie erfolgen?

    Hellinger ist ja ganz gut und schön. In diesem Zusammenhang darfst Du gehen, ganz gewiss :-). Er hat Dir finanziell gegeben und Du ihm mütterliche Nähe. Der Ausgleich ist geschaffen. Was sagt denn Deine Therapeutin dazu, dass ihr ein komplette Rolleverschiebung habt ;-)? Wenn die Aufstellerin jetzt immer noch von einem Ausgleich redet, würde ich mir überlegen, die Therapeutin zu wechseln. Zumindest, lass Dir das bitte nicht einreden - aus meiner Sicht üble Manipulation.

    Ich habe mich lange mit Hellinger beschäftigt und finde seine Ansätze teils auch sehr gut. Bei Sucht von einem Ausgleich zu sprechen halte ich für verantwortungslos und nicht der Situation angemessen.

    Lieben Gruss Martha

    Hallo Hörnchen,

    also erstmal willkommen in unserem Forum!

    Hat doch super geklappt mit Deinem eigenen Thread :)

    Also soweit ich informiert bin, hat Dein Partner keine Möglichkeit zu telefonieren. Der ist jetzt mit sich und seiner Entgiftung beschäftigt. Was hälst Du davon, im Krankenhaus anzurufen und dort nachzufragen wie eine Entgiftung in etwas abläuft? Wann Du ihn sprechen kannst etc.

    Zumindest ist er dort in guten Händen und ihm passiert da nichts :)

    Lieben Gruss Martha

    Liebe MoWa,

    ich finde Deine Herangehensweise total okay. Und wenn es Dir hilft, in Deiner Abgrenzung zu bleiben, weil Du dadurch merkst, dass Du wirklich nichts tun kannst, ist es doch super.

    Weisst Du, ich kann mich um mich kümmern und gleichzeitig auch die andere Seite verstehen dürfen - beides darf nebeneinander bestehen :)

    Interessant finde ich, dass auch Dein Vater Alkoholiker ist. Das könnten natürlich Dir sehr vertraue Verhaltensmuster sein, die Du bei Deinem Freund gefunden hast - so ist ja Dein erst geprägtes Männerbild, oder?

    Dir eine lieben Gruss Martha

    Hallo Joanne,

    kennest Du das Buch von Eva Zurhorst "Liebe Dich selbst und freu Dich auf die nächste Krise" ? Ich kann es Dir nur wärmsten empfehlen und könnte mir vorstellen, dass Du dort etwas brauchbares für Dich findest, insbesondere in dem Prozess in dem Du gerade steckst. Guck doch mal bei amazon.

    LG Martha

    Hi MoWa,

    ja ich verstehe Dich, sehr sogar. Ich kann mir schon vorstellen, dass er Dich vermisst und ich glaube auch nicht, dass er Dich nicht liebt. Da ist bloss ein Verbündeter an seiner Seite, den man nicht mal eben so stehen lassen kann. Sich für ein alkoholfreies Leben zu entscheiden ist ein immenser Schritt. Dieser Schritt ist mit viel Angst und Unsicherheit verbunden - wie sieht ein Leben ohne Alkohol aus, geht das überhaupt? Ein trockenes Leben heisst ja nicht nur, das man nicht mehr trinkt, das ist halt mit Veränderungen verbunden und hat mit dem alten Leben teils wenig zu tun. Das muss man wirklich wollen. Nicht umsonst gibt es leider Menschen, die versaufen Haus und Hof, weil sie sich ein Leben ohne Alkohol einfach nicht vorstellen können... Es regiert also nicht NUR die Sucht, sondern auch die Angst vor dem Neuen, weils nicht vorstellbar ist, dass ein Leben ohne Alkohol schön sein kann.

    LG Martha

    Es ist im geschützten Bereich wesentlich einfacher zu schreiben, man kann halt offen alles schreiben und dann werden die Bilder auch klarer. Komm mal in unsere Villa, ist gut da :)

    Tja, und so ambivalent die Alkoholiker sein können, so klar können sie werden, wenn´s um ihren besten Freund und Seelentröster geht ;) - nun kann es erstmal in Ruhe saufen....

    Ja das ist traurig.... LG Martha

    Hallo Martina,

    herzlich Willkommen in unserem Forum.

    Zitat

    Ausser dem Alkoholproblem haben wir keine!


    das ist eines der fettesten Beziehungkiller überhaupt! Verharmlose die Sucht nicht!

    Zitat

    ihn endlich vor die Wahl, entweder Du bist ihm wichtig oder der Alkohol'... Aber ich habe Angst vor der Antwort...


    Die Antwort die kommt wirst Du wissen, oder?

    Zitat

    ach bei mir ist es nicht so schlimm, die anderen müssen ja viel mehr ertragen.


    Das was Du erlebst ist heftig. Es nützt Dir aber wenig, Dich mit Menschen zu vergleichen, denen es noch schlechter geht. Dadurch wird es Dir nicht besser gehen. Du musst gucken, wo Deine Grenzen sind.

    Der grösste Irrglaube ist, dass wenn ihr ein Kind habt, alles besser wird. Das wird dann ehrlich gesagt die absolute Super Katastrophe, auch dadurch wird sich NICHTS ändern, eher im Gegenteil.

    Martina, pass auf Dich auf.

    LG Martha

    Hi MoWa,

    Hm...moment....Du hast ihn doch vor die Wahl gestellt, oder? Du oder der Alkohol. Er hat sich für für sein Leben mit dem Alkohol entscheiden, warum soll er jetzt keine Ruhe geben?

    Es ist egal, woran er sich festhält oder was er meint oder denkt. Wichtig ist, dass Funkstille ist. Oder willst Du jetzt betrunkenen sms und Telefonterror?

    Sag mal, weisst Du, ob Du die erste Frau bist, die wegen Alkohol bei ihm gegangen ist?

    LG Martha

    Liebe MoWa,

    ich muss echt lachen, wenn ich die Beschreibung Deines Freundes lese. Es könnte der Zwillingsbruder von XY sein ;) . Alle diese Sätze hörte ich, wenn er vollkommen in der Ecke war und nichts mehr ging seit 6 Jahren :roll:

    Weisst Du hinter jedem Trinkenden steht ja ein Mensch, der ein sehr schwaches Selbstwertgefühl hat. Entweder war es vorher da und deswegen wählt man den Alkohol oder durch den Alkohol wird das Selbstwertgefühl geschwächt - egal. So sucht man sich eben im Aussen gerne die Bestätigung, die man selbst für sich nicht mehr hat. Diese Strategie wird bloss nicht aufgehen. Wenn Du Dich klein fühlst, fühlst du dich klein und da können Dir 1000 Menschen sagen, dass es anders ist - deine eigene Überzeugung bleibt. Es ist ein innerer Prozess, in seine eigene Wertschätzung und damit ein Selbstwertgefühl zu bekommen.

    Ich habe auch gedacht, ich könne das schwache Selbstwertgefühl von XY aufbauen, nee hat nicht funktioniert. Das hab ich schon vor Jahren gelassen - seine Baustelle. Er wollte auch ständig diese positiven Rückmeldungen von mir, was er für´n Toller ist. Jemand, der mit sich im Einklang ist und sich selber wertschätzt, der braucht die Bestätigung vom Aussen nicht.

    Klar enttäuscht er sich selber und bestimmt wird er das auch wissen, doch deswegen trinkt er ja auch. Er enttäuscht sich, Dich und und und . Und um dieses miese Gefühl nicht auszuhalten, wird eben gesoffen, jetzt ist ja auch wieder ein Grund da ;-). Alkohol trinken ist eine Strategie, nichts anderes....bloss ein Falsche!

    Lieben GRuss Martha

    Hallo midnight,

    in einem anderen Thread habe ich folgende Aussage von Dir gefunden:

    Zitat

    ...es geht nur um das EINE... wie bringe ICH IHM bei sich zu ändern...

    genau darum geht es nicht. Solange Du das denkst, wird alles nur schlimmer...

    LG Martha

    Hallo MoWa,

    diese Aussage ist super.... :lol:

    Zitat

    Sein Resultat : Ich bin nicht gut für dich. Ich trenn mich- damit es Dir besser geht.


    Damit zieht er sich aus jeglicher Verantwortung und geht in die Opferhaltung. Das machen Süchtige besonders gerne: das Leben ist ja so schrecklich und ich bin es ja gar nicht wert, bla bla bla... und nun haben sie auch wieder einen Grund zu trinken, weil sie abgrundtief schlecht sind ;)

    Als Co würdest Du jetzt versuchen ihn davon zu überzeugen, dass er aufhören sollte zu trinken, Du würdest Dich schuldig fühlen, dass Du ihn hast stehen lassen und Du würdest Dich für seine Misere verantwortlich fühlen.

    Auch wenn´s weh tut, Du machst das ganz richtig, wenn Du gehst und ihn einfach stehen lässt...

    Lg Martha

    oh liebe MoWa, das ist eine lange Geschichte und nicht umsonst bin ich im geschützten Bereich ;)

    Mal in Kürze: Ich habe ein Jahr keinen Kontakt zu XY gehabt. Es waren ein paar Dinge zwischen und offen, die wir im Dez per Email geklärt haben. Dann haben wir uns Anfang des Jahres getroffen. XY trank nicht mehr, ABER er befand sich in einer Trinkpause und hat sich nicht für ein trockenes Leben entschieden. 2 Monate hatten wir eine gute Zeit. Ich habe ihm gesagt, dass wenn er wieder trinkt, ich weg bin. Im März hat er wieder angefangen zu trinken und seitdem bin ich weg. Zwei Wochen hatten wir Kontakt, als er trank, telefonisch, und das hat mir schon wieder gereicht. Ich bin glücklicher ohne ihn, zumindest wenn er trinkt, da ich mich freier fühle und ihn auch nicht mehr kontrollieren muss. Das habe ich 5 Jahre gemacht und das will ich NIE mehr.

    LG Martha

    Liebe MoWa,

    meine Geschichte habe ich mit in den geschlossenen Bereich genommen. Ich weiss nicht, wer hier mitliesst und irgendwie hatte ich ein komisches Gefühl damit, es stand doch ne Menge Privates drin und so manch impulsiver Ausbruch ;-)....

    Also wenn Du in den geschützten Bereich kommst, kannst Du alles lesen :)

    Ich würd mich sehr freuen, wenn Du stark bleiben kannst. Ich bin das lange, lange nicht gewesen. Ich hatte die Sucht total unterschätzt und habe 5 Jahre alleine rumgeeiert, mit allen Höhen und Tiefen. Überall hab ich hingeguckt, nur nicht dahin, dass mein lieber XY schwer alkoholabhängig war. Erst als ich merkte, dass nichts mehr ging und ich mich von XY definitiv getrennt habe, bin ich hier ins Forum gekommen, und da fügte sich mein Puzzle, das ist jetzt 1,5 Jahr her :)

    Lieben Gruss Martha

    Liebe Bluebird,

    ich kann Dir sagen, wie das Drama enden wird: Solange Du nicht in die Bewegung kommst und aus dem Film aussteigst, wird aus dem Drama ein Horrorfilm...

    Bei seiner Einstellung wird sich bei ihm vorläufig nichts ändern und das ist erst der Anfang, was Du jetzt erlebst, da gibt es leider noch Steigerungen :roll:

    LG Martha

    Hallo FloS,

    was Du von der Gruppe beschreibst habe ich in einer ähnlichen Ausführung auch schon gehört. Ich finde es höchst erstaunlich, dass solche Orientierungsgruppe ausgerechnet von einer Suchtberatung angeboten wird. Was sich dabei gedacht wird - keine Ahnung...

    Schmeiss die Flinte nicht ins Korn und halt nach einer anderen Gruppe Ausschau mit der Du Dich identifizieren kannst und wo Du Dich wohl fühlst. Wolltest Du nicht in den geschützten Bereich kommen? Ich denke, dort hast du alles, was Du brauchst, plus dass jeden Tag 24 Stunden eigentlich immer jemand da ist und Du Fragen stellen kannst noch und nöcher :)

    LG Martha