Hey Billy,
Du hörst Dich richtig gut an! Klasse! Ich denke, wir sind auf einem guten Weg. Ich finde es toll, dass Du ihm die Verantwortung für seine Probleme zurück gegeben hast.
Bis demnächst... Pedi
Hey Billy,
Du hörst Dich richtig gut an! Klasse! Ich denke, wir sind auf einem guten Weg. Ich finde es toll, dass Du ihm die Verantwortung für seine Probleme zurück gegeben hast.
Bis demnächst... Pedi
Hi Angel,
hier im Forum gibt es eine Liste "Grundbausteine Co-Abhängigkeit"
https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…bhaenigkeit.php
Schau da mal nach; ich konnte da für mich ein Häkchen nach dem anderen setzen und mir ging ein Licht nach dem nächsten auf....
Ob er es ohne Klinik schafft? Keine Ahnung... aber ehrlich gesagt: zerbrech Dir darüber nicht den Kopf (das ist seine Aufgabe und seine Entscheidung), sondern denk lieber über Dich und Dein Leben nach....
LG.. Pedi
Hallo nepoxima,
eine heftige Geschichte... es ist gut, dass Du für Dich erkannt hast, dass Du mit der Situation, dass Dein Vater trinkt, nicht umgehen kannst.
Zur rechtlichen Seite dieser Sache, Umgang mit Behörden usw. kann ich leider nichts sagen... sorry.
Ich möchte Dir raten, Dir in erster Linie Hilfe für Dich zu holen. Dieses Forum hier ist unheimlich hilfreich, lese Dich ein wenig durch. Vielleicht findest Du auch eine Selbsthilfegruppe für EKAs/ Co´s oder einen guten Therapeuten, um Deine Schuld, Selbstvorwürfe etc. zu bearbeiten.
Zudem möchte ich Dir das Buch "Familienkrankheit Alkoholismus - Im Sog der Abhängigkeit" ans Herz legen. Das wird Dir m.E. eine sehr große Hilfe sein.
Freu mich, von Dir zu lesen, wie es Dir weiter geht. Dabei kannst Du ruhig Romane schreiben!
Alles Gute.. Pedi
Hallo Angel,
ich kann mich CHorsy´s Worten nur anschließen.
Du kannst nichts für ihn tun; solange er nicht selbst den Willen hat, etwas an seiner Sucht zu ändern, stehs Du auf verlorenem Posten.
Achte gut auf Dich und werde nicht co-abhängig. Bedränge ihn nicht durch ständige Anrufe, du wirst ihn eh nicht zur Vernunft bringen können.
Es muß von/ aus ihm selbst kommen.
Gegen den Alkohol wirst Du verlieren - wenn Dein Freund es so will.
Viel Kraft wünscht Dir.. Pedi
Hallo Pipilotta,
ich kann Dich gut verstehen.. auch wenn der Verstand eigentlich sagt "Geh", kommt das Gefühl erstmal nicht hinterher. Ich habe auch lange für diesen Entschluss gebraucht.
Fühl Dich hier stets willkommen mit Deinen Gedanken, wie auch immer Du entscheidest.
Alles Liebe.. Pedi
Hallo Kullermaus,
so lange wir als Co-Abhängige unser "Problem" nicht bearbeiten und uns dabei nicht helfen lassen, kommen wir aus dieser Mühle bzw. vom Ex nicht los... auch gedanklich nicht.... das stelle ich z.Zt. ganz doll fest.
Je mehr ich mich auf mich und meine Heilung konzentriere, desto mehr verlagert sich mein Fokus von ihm auf mich. Denn wir können ihnen nicht helfen und machen uns nur selbst fertig. Wir können uns nur selbst helfen und unsere Energie allein darauf lenken; alles andere lohnt sich nicht.
Ich wünsche Dir, dass Du diesen Weg findest, um glücklich zu werden, in jeder Hinsicht.
Es ist gut und wichtig, dass Du Deine Gedanken und Gefühle hier aufschreibst. Freu mich, weiter von Dir hier lesen zu dürfen. Dafür sind wir ja da.
Viel Kraft, alles Gute wünscht Dir... Pedi
Hallo Billy,
schön, dass Du uns so offen Deine Geschichte erzählst. Ich finde, das ist eine große Hilfe, beim Schreiben seine Gedanken zu sortieren.
Ich erkenne mich sehr in Dir wieder.... ich habe meinen Ex im April nach 9 Jahren verlassen, u.a. wegen seines Alkoholproblems. Mein Vater ist ebenfalls Alkoholiker (seine Mutter auch und seine beiden Brüder und der Ex-Mann seiner Schwester und seine inzwischen verstorbene Oma!!). Ich dachte, nachdem ich ihn verlassen hatte, sei ich auch aus meinem alten Muster raus... weit gefehlt... kürzlich habe ich mich wieder in einen Mann mit Alk-Problem verliebt. Ich habe die Beziehung beendet, bevor sie richtig angefangen hat.... bin hier im Forum gelandet und arbeite mich seit dem durch diese Problematik.
Was ich meine, ist: ich bin/ war auch co, und ich glaube, solange wir unser eigenes Problem nicht bearbeitet haben, quälen uns Fragen wie "habe ich es richtig gemacht? hab ich überreagiert? hab ich ihn hängen lassen? usw.usw" ...
Ich habe jeglichen Kontakt zu dem Mann abgebrochen, das ist auch immer wieder zu lesen, dass es das Beste ist, daher möchte ich Dir einfach diesen Rat mitgeben. Solange Du Dich mit ihm triffst, telefonierst etc., wirst Du immer wieder in Zweifel geraten, denkst immer wieder über ihn nach und die Beziehung, dabei müssen wir uns auf uns und unsere Bedürfnisse konzentrieren, mit aller Kraft. Sonst können wir unser "Männerschema", wie Du es richtig nennst, nicht auflösen und ziehen es uns immer wieder an...
Vielleicht ist Dein Ex bewußt nüchtern, wenn Ihr Kontakt habt, um Dich in Sicherheit zu wiegen?!
Ich möchte Dir auch das Buch ans Herz legen, was ich gerade lese, es ist einfach super: "Familienkrankheit Alkoholismus - Im Sog der Abhängigkeit".
Freu Dich auf Deine neue Wohnung und mach es Dir schön kuschelig und gemütlich, so hab ich es auch gemacht. Und klopf Dir auf die Schulter, dass Du diesen Schritt gemacht hast.
Freu mich, weiter zu lesen, wie´s Dir geht.
Liebe Grüße... Pedi
Hallo Martha,
danke für den Buchtipp! Im Moment fühle ich auch so, dass ich mich frage "was ist überhaupt noch richtig an mir?!". Alles stürzt über mir ein, diese ganzen Erkenntnisse. Aber es ist auch gut, denn ohne sie würden wir nichts verändern können...
Hallo Martin,
diese Beiträge stimmen mich zuversichtlich, das klingt ja alles recht positiv. Danke schön!
Liebe Ulrike,
danke, das macht mir Mut! Lieb von Dir!
Wünsche Euch einen schönen Sonntag Abend. LG.. Pedi
Hallo Pipilotta,
klar sagt er, dass Du ihm Halt gibst... Du unterstützt ihn ja dadurch, dass Du co-abhängig bist, also warum sollte er aufhören zu trinken?
Ich habe meinen Ex auch damit konfrontiert, dass ich Bierdosen im Kleiderschrank gefunden habe; außer einem handfesten Krach (wie ich mich anstelle, was ich nu wieder habe....) hat es nichts gebracht. Er hat die Dosen dann eben woanders versteckt.
Ich kann mich den anderen hier nur anschließen: das ist keine Liebe. Hol Dir Hilfe für Dich und nimm die Beine in die Hand und lauf los. Ohne ihn.
Alles Gute für Dich... Pedi
Liebe Marina,
das Buch "Wenn Frauen zu sehr lieben" habe ich mir auch gekauft, aber noch nicht angefangen. Lese noch "Familienkrankheit Alkoholismus". Das ist auch eine große Bereicherung, wenn auch schockierend für mich, dass ich mich da fast überall wiederfinde.
Ich schaffe es inzwischen ganz gut, keinen Kontakt mehr zu meinem "Verflossenen" zu haben. Klar denke ich an ihn, aber dann frage ich mich auch, ob und wieviel er wieder am Abend zuvor getrunken hat, dann fällt mir meine Kontrollsucht wieder auf, und ich bin total froh, dass es vorbei ist. Er hat sich ja auch nicht mehr gemeldet, so dass auch sehr seine Entscheidung zugunsten des Alk getroffen hat. Sein Problem.
"Ich liebe dich; aber ich liebe mich noch mehr- deshalb muß ich gehen" - ein super Satz, finde ich. Danke dafür!
Wie ist das eigentlich mit einer Therapie? Bezahlt das die Krankenkasse? Und wie komme ich da ran? Über den Hausarzt?
Ein paar körperliche Probleme bringe ich schon mit (Rückenschmerzen, Tinnitus). Seit Sommer bin ich bei einer Geistheilerin in Behandlung (wegen anderer Sachen), das bezahle ich aber alles selbst.
Hast Du (oder habt Ihr) gute Erfahrungen mit einer Therapie gemacht?
Ich habe schon oft gehört, dass es vielen nichts bringt... sie sagen, dass sie jeden Woche "die gleiche Sosse" wieder umrühren, aber nichts passiert, sie können die Erkenntnisse nicht für sich umsetzen, es verändert sich nichts. Das hält mich z.Zt. noch davon ab, denn nach Besuchen bei meiner Heilerin verändert sich immer eine Menge...
LG.. Pedi
Liebe Martha,
klar sind mir Deine Gedanken recht! Danke dafür!
Ich lese auch sehr gerne Deine Beiträge *gleiche Wellenlänge*.
Ja, was ist normal?! Ich tue mich mit diesem Wort selbst schwer, denn wer legt "normal" fest? Da ich aber im Moment so durcheinander, fertig und depressiv bin, ist der Begriff irgendwie ein Anker für mich... so, als würde ich einen Punkt finden können, an dem ich festhalten kann. Es hilft beim Ordnen.
Bei mir ist es so, dass ich mehr und mehr das Gefühl habe, ich bin nur co-abhängig, nicht nur ein Teil von mir. Diese Erkenntnis trifft mich wie ein Schlag, denn dadurch, dass ich mich jetzt so intensiv damit beschäftige (Forum, Bücher), erkenne ich mich mehr und mehr wieder und kann das mit mit meinem bisherigen (Beziehungs-)leben in Zusammenhang bringen. Das erschreckt mich total. Bis vor einer Woche wußte ich nicht mal, was co ist!!
Wenn ich mir hier im Forum die Liste der Eigenschaften von Co´s durchlese, kann ich fast überall ein Häkchen machen. Das schockt dann schon. Aber: ich kann auch schon Häkchen bei den Sachen machen, die wichtig sind, um da raus zu kommen. Damit fange ich jetzt an, bzw. ich habe ein paar Dinge vorher schon getan, bevor mir dies alles bewußt wurde. Das läßt hoffen...
Ja, es ist schön, Mitgefühl empfinden zu können, da hast Du recht. Das ist eine meiner guten Eigenschaften, die ich viel nutze. Es kommen auch viele zu mir, um sich ihr Herz auszuschütten. Ich werde, wie Du schreibst, in Zukunft auch mehr darauf achten, wohin ich meine Energie lenke bzw. zu wem. Und im Zweifel auf mein Wohl achten, nicht auf das des anderen.
Danke für Deine Zeilen, bis zum nächsten Mal...
LG.. Pedi
Hallo Christine,
super, dass Du Dir einen Termin ausgesucht hast für DICH.
Gib Dir Zeit, es braucht Zeit....
Geniesse es, dass der Druck auf der Brust langsam weniger wird!
LG.. Pedi
Hallo F-a-d-T,
Abschied nehmen, jemanden loslassen ist immer sehr schwer.
Für fast alle von uns, egal ob kein Alkoholiker oder nasser oder trockener Alkoholiker.
Liebevolle Verabschiedung bedeutet für mich, jemanden in Frieden, ohne Groll o.ä. loszulassen. Ich finde, es ist wichtig, dass wir dies wollen (der Kopf hat es somit verstanden). Das Wie gebe ich immer "nach oben" ab, ans Universum oder den lieben Gott oder was immer sich auch richtig für Dich anfühlt. Damit hast Du den Bauch erreicht.
Wenn der Wille zum Loslassen da ist, wird sich das Wie von selbst ergeben. Denn auch der andere Mensch spürt dann, dass es o.k. ist und er gehen kann.
Hoffe, meine Antwort hilft Dir ein wenig weiter.
LG.. Pedi
P.S. Vielleicht hilft es Dir, der betreffenden Person einen Brief zu schreiben, um Deinen Schmerz darüber auszudrücken. Du mußt ihr den Brief nicht geben, es kann für Dich auch so sehr heilsam sein. Den Brief kannst Du, wenn Du willst, zum für Dich passenden Zeitpunkt z.B. verbrennen.
Hallo F-a-d-T,
ich habe kein Alkoholproblem, bin aber Co-abhängig.
Es kann schon gut sein, dass Dein Kollege auch co ist und Du etwas ihn ihm weckst, was sein "Helfersyndrom" anspricht.
Ich habe es bei mir auch oft erlebt (und erlebe es noch), das solche Menschen mich total anziehen, was dann oft auch auf Gegenseitigkeit beruht.
Aber: es hilft letztendlich beiden nicht. Vielleicht solltest Du ihn wirklich mal direkt ansprechen, mal in einer ruhigen Minute bei passender Gelegenheit. Vermutlich ist ihm sein Verhalten gar nicht bewußt.. mir war es das auch lange nicht.
Ein klärendes Gespräch kann sicher hilfeich sein.
Viel Glück! LG.. Pedi
Liebe Marina,
dieses Gefühl und diese Selbstzweifel werden Dich sicher noch eine ganze Weile begleiten. Aber wichtig ist, finde ich, dass Du nun die Erkenntnis für Dich gewonnen hast, dass Du den Kontakt zu ihm abbrechen willst.
Er hat Dir ja deutlich gezeigt, dass er in der Klinik nicht bleiben und somit nichts ändern will...
Bleib standhaft... LG.. Pedi
Hallo Artur,
nach allem, was ich bis jetzt gelesen habe, könnt Ihr nichts für Deine Mutter tun. Solange Ihr dies versucht, hat sie keinen Grund, ihre Sucht aufzugeben... Ihr fangt sie ja immer wieder auf. Paradox, aber es ist so...
Sie muss leider so tief fallen, dass sie selbst erkennt, dass sie dringend Hilfe braucht. Ohne diese Erkenntnis kann es nicht funktionieren.
Das Ganze muss sehr schwer und schlimm für Dich sein. Gut, dass Du eine eigene Wohnung hast.
Suche Dir Hilfe hier im Forum, lese Dich durch die vielen Beiträge, das finde ich total hilfreich. Vielleicht kannst Du auch Unterstützung durch eine Selbsthilfegruppe oder Therapie für Dich bekommen. Und schreiben hilft auch.
Alles Gute.. Pedi
Hallo MissZicky,
schön, dass Du uns was von Dir erzählt hast. Und schön, dass Du Dir so viele Gedanken machst, denn irgendetwas muss Dich ja umtreiben, dass Du Dir Hilfe hier im Forum und auch bei einer Therapeutin suchst.
Auch mir war bis vor ein paar Tagen nicht klar, dass trinkende Elternteile uns auf jeden Fall geschadet haben. Auch wenn ich den Tipp in andere Threads schon reingeschrieben habe: kauf Dir das Buch "Familienkrankheit Alkoholismus - im Sog der Abhängigkeit", da werden Dir ganz viele Zusammenhänge klar werden.
Niemand kann von Dir erwarten, dass Du Deine Eltern nicht mehr lieben sollst... aber sicher ist es wichtig, Dich emotional von ihnen zu lösen, so wie Melinak und julchenazul auch hier schreiben. Deswegen kann die Liebe trotzdem bleiben und es gibt keinen Grund für Schuld für Dich (den gibt es sowieso nicht!).
Bei mir bröckelt auch gerade das innere Bild meiner Eltern, was ich hatte... Stück für Stück taucht die Wahrheit auf... dass doch nicht alles so rosig war und dass ich auch ganz schön Schaden genommen habe. Das ist echt eine schwere Erkenntnis. Dies braucht Zeit und Geduld.
Schreib uns weiter, wie es Dir geht, wenn Du magst.
Wünsche Dir, dass Du den Engel in Dir wiederfindest. Er ist immer noch da.
Alles Liebe... Pedi
Liebe Paddy,
das finde ich ganz toll, was Du hier schreibst. Toll in dem Sinne, dass es wichtig für uns ist zu erkennen, dass das Gefühl der Co-Abhängigkeit auch nach der Trennung immer noch da ist.
Ich finde, den wichtigsten Schritt hast Du schon gemacht: Du bist gegangen. Und indem nun diese Gefühle bei Dir hochkommen, hast Du die wirkliche Chance, Dich weiter (positiv) zu verändern. Und Du hast auch dieses Gefühl in Dir erkannt, wofür Du Dir auf die Schulter klopfen solltest!
Es ist, wie Du schreibst: er war nur der Auslöser. Dein eigentliches Problem ist immer noch da! Vielleicht kannst Du es dankbar annehmen, weil es Dir Deinen Weg weisen wird. Wenn Du Dich als Versagerin fühlst, bestrafst Du Dich nur noch mehr und Du fühlst Dich noch schlechter.
Sei froh, dass Du so weit gekommen bist und nutze diese Erkenntnis, die Du für Dich schon gewonnen hast, für Dich. Sei gnädig und liebevoll zu Dir.
Ich schließe mich julchenazul an: du bist auf einem tollen Weg.
LG.. Pedi
Liebe Martha,
danke für Deinen Erfahrungsbericht mit der SHG.
Das habe ich jetzt oft gehört, dass die Gruppen gut dafür sind, alles zu erzählen... aber das keine Diskussion oder Ratschläge stattfinden.
Ich denke, ich werde es einfach mal ausprobieren. Vielleicht ist es gut, einfach mal alles "dazulassen", bei Gleichgesinnten, die auch betroffen sind.
Der nächste Termin in meiner Nähe ist nächsten Di., den peile ich mal an.
Werde weiter berichten.
LG.. Pedi
Hi Ihr Lieben,
so geht es mir inzwischen:
ich bin sehr standhaft, kein Kontakt mehr zum "Ex". Er hat sich aber auch nicht mehr gemeldet.
Bei mir kommt z.Zt. ganz viel hoch, ich fühl mich wie in einem Strudel, als würde ich darin untergehen.
Ganz viele Szenen aus meiner Kindheit tauchen wie "Flashs" auf... z.B. dass meine Mutter mich und meine Schwester mal mit auf einer Feier genommen hat, vermutlich damit wir unseren Vater vom Trinken abhalten (das habe ich erst heute begriffen, dass es so war). Hat natürlich nicht geklappt und er hat uns zudem noch ausgeschimpft, warum wir nicht mal einen Abend alleine Zuhause bleiben können?!! Wir waren ca. 6-8 Jahre alt, weiß nicht mehr genau.
Gestern habe ich mit einer Freundin telefoniert, die ich seit 10 Jahren kenne und die nichts von all dem wußte. Hab ihr alles erzählt, was mich gerade so umtreibt. Sie war ganz erschrocken, aber mir tat es gut, darüber zu reden. Sie hat mir auch vieles von sich erzählt, was ich auch nicht wußte... das war schon recht vertraut.
Ich lese gerade "Familienkrankheit Alkoholismus - Im Sog der Abhängigkeit". Ein super Buch, was aber ganz viel in mir aufwirbelt. Finde mich dort an so vielen Stellen wieder, was mich sehr erschreckt. Und ich frage mich, ob ich je "normal" werden bzw. eine normale Beziehung führen kann?! Der Berg vor mir türmt sich immer höher auf, habe ich das Gefühl...
Mein Selbstwert ist auch auf körperlicher Ebene gleich Null. Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass ich immer denke, andere finden mich häßlich. Obwohl nie jemand sowas zu mir gesagt hat. Aber das Vertrauen fehlt.
In meiner letzten kurzen "Episode", von der ich ja hier berichtet habe, war es in körperlicher Hinsicht übrigens sehr schön... er war da sehr unkompliziert und hat mir meine Zweifel genommen. Ein Grund, warum es so schade ist, dass es nichts geworden ist dank dem Alk.
Was mich noch interessiert:
ist es bei Euch auch so, dass Ihr Probleme mit körperlicher Nähe habt? Also, bei mir ist das so... in meiner letzten 9-jährigen Beziehung lief nachher gar nichts mehr, es hat mich total angewidert. Er kam auch nur an, wenn er getrunken hatte. Schon bei dem Geruch verging mir alles, und später ging da gar nichts mehr, auch wenn er nüchtern war in dem Moment.
Meine Mutter hat mir als Kind/ Jugendliche schon erzählt, dass mein Vater immer nur was von ihr wollte, wenn er getrunken hatte. Und ich solle mich niemals mit einem Mann einlassen, der Alkoholiker ist. Das war einer ihrer ersten Ratschläge an mich, als ich anfing, mich für Jungs bzw. Männer zu interessieren.
Das war schwer für mich aufzuschreiben... puuhh... jetzt besser.
Wie geht es Euch damit? Habt Ihr auch solche Probleme?
Danke Euch!
LG.. Pedi