Beiträge von pedi1970

    Hi Marina,

    sehr interessant, was Du da erzählst, weil Du bzw. Deine Mutter Deine Wohnung und ihren Zustand als den Zustand Deiner Seele beschreibst und sie diejenige ist, die sich sozusagen übertragen in Dein Seelenleben einmischt!

    Das stelle ich mir auch sehr schwer vor, sich da abzugrenzen. Denn es zieht vermutlich eine Verletzung Deiner Mutter nach sich, wenn Du ihr z.B. die Schlüssel abnimmst. Aber es ist ihre Sache, was sie daraus macht, aus Deiner Reaktion. Ihr Verletzt-/Gekränktsein ist ihres, nicht Deines. Das zu lernen, ist sehr schwer, da bin ich auch gerade bei.
    Zum Glück sind meine Eltern 400km entfernt, so dass solche Dinge hier nicht auftreten können.

    Aber ich glaube, je selbständiger Du wirst und je mehr Du in Deine eigene Kraft zurück kommst, um so mehr wird sie sich zurückziehen.....

    Bin gespannt auf Deine weiteren Erzählungen und wünsche Dir bis dahin eine gute Zeit und alles Liebe!

    Deine Pedi

    Hey Billy,

    schön, dass es Dir gut geht und Du die neue Freundschaft geniessen kannst! :)

    Wenn Du Bedenken hast, Deinen Ex zu informieren, dann lass es doch einfach noch... Du mußt es ja nicht überstürzen. Entscheidend ist ja, wie es Dir geht... er muss auch so lernen, loszulassen, ob Du nun eine neue Beziehung hast oder nicht....

    Wünsche Dir eine gute Zeit!

    LG.. Pedi

    Liebe Marina,

    fühl Dich gedrückt! Danke für Deine Zeilen!

    Ich glaub, uns tun sich immer wieder neue Pforten auf... haben wir das eine geschafft, so kommt das nächste. Aber ich sehe es positiv, denn es gibt uns immer wieder weiter die Chance, zu wachsen.

    Wir können schon Früchte ernten, während wir unterwegs sind, und nicht erst am Ziel unserer Reise; das hab ich neulich irgendwo gelesen und fand das total klasse. Hilft mir gegen meine Ungeduld! :wink:

    Alles Liebe und weiter *Daumendrück*... Pedi

    Hi Marina,

    diese Auf und Ab´s begleiten mich auch... im Moment bin ich etwas stabiler als noch vor 2/3 Wochen. Das Prickeln einer Beziehung vermisse ich z.Zt. auch nicht mehr so sehr. Ich hatte es so angenommen, dass es so ist, ohne mich dafür zu verurteilen (so nach dem Motto: jetzt sieh erstmal zu, dass du alleine ohne Partner klar kommst...), und dann wurde es nach und nach weniger.
    Ich geniesse jetzt mehr die Zeit, die ich für mich hab. Freu mich, wenn ich nach Büro und Stall nachhause ins Warme komme, gleich den Kuschel-Schlafanzug anziehen und einen Tee trinken kann! :wink:
    Am WE haben wir einen schönen Spieleabend gemacht, gestern habe ich viel gelesen, war kurz im Stall, hab mir noch was zum Essen warmgemacht, abends "Tatort" geguckt. Alles gut gewesen!

    Ich konzentriere mich im Moment darauf, die Dinge zu fühlen; d.h. mir nicht immer zu sagen "ich muss jetzt auf mich achten o.ä.", sondern mich genau zu beobachten, wie das Gefühl ist, wenn ich für mich was tue. Das hilft, den Weg ins Herz zu finden. So nach und nach, Schritt für Schritt.

    Ich finde, Du hast schon riesig viel geschafft! Du hast so viel über Deine Situation nachgedacht und alles liest sich schon so "sortiert".
    So nach und nach wird es den Weg vom Verstand ins Herz finden...
    5-7... das ist super!!

    Drück Dich!

    Liebe Grüße.. Pedi

    Hi Rosa Li,

    mein Freund und ich waren 9 Jahre zusammen. Am Anfang habe ich es gar nicht so realisiert, dass er so oft trinkt. Es kam dann immer wieder zum Streit deswegen und ich hab alles versucht (Bitten, Flehen, Drohen, Heulen, Ignorieren - das ganze Programm), dass es aufhört. Erfolglos gekämpft. Ich hab es nicht besser gewußt, kannte dieses Forum und meine eigene Krankheit "Co" bis vor ein paar Wochen gar nicht.

    Ich habe ungefähr 2 Jahre gebraucht, um mich zu trennen. Wir hatten ein schönes Haus gemietet, wovon ich mich nicht trennen wollte. Beruflich ging´s mir nicht so gut, so dass ich einfach ein stabiles Zuhause brauchte, um Kraft zu tanken. Mein Pferd war auch sehr krank. Aber es waren keine Gemeinsamkeiten mehr da, jeder lebte so vor sich hin, nebeneinander her (es wäre auch ohne Alkohol keine gute Beziehung mehr gewesen).

    Irgendwann gab´s dann den Knall (ich hatte inzwischen einen neuen Job, mein Pferd ist gestorben...), ich war schon tagelang kurz vor´m Explodieren, und dann hab ich gesagt, dass ich die Trennung will, endgültig. Und so war´s dann. Jetzt bin ich total froh!

    Was den Alkohol angeht, hat er sich nicht geändert - im Gegenteil. Er trinkt jetzt so gut wie jeden Abend. Ich habe es an Telefonaten gemerkt, wir haben noch ganz guten Kontakt, er hat abends immer gelallt, wenn ich mal angerufen habe; jetzt ruf ich ihn nur noch tagsüber auf Arbeit an, wenn ich mal was von ihm will. Aber es ist mir inzwischen egal, ich werde es nicht ändern können. Muss ich auch nicht.

    Glaub mir, wenn der Entschluss gefasst ist (Trennung: JA), dann kommt der Rest von ganz alleine, zur rechten Zeit. :wink:

    LG.. Pedi

    Hi Martha,

    Ich kann es auch nur aus der Sicht eines Nichttrinkers beurteilen. Stimmt, ich glaube auch, dass die Gesellschaft sehr dazu beigetragen hat, dem Begriff "Alkoholiker" eine negative Wertung zu geben. Vielleicht stellen sich die meisten unter einem Alkoholiker einen völlig fertigen Typen vor, der unter der Brücke schläft?! Dabei ist das ja gar nicht so.
    Danke Dir für Deine Meinung dazu!

    LG.. Pedi

    ***************

    Hi Matthias!

    Nein, mit meiner Co-Rolle habe ich das gar nicht in Verbindung gebracht. Ich hatte da noch gar nicht drüber nachgedacht (über den Begriff), erst meine Bekannte hat mich darauf aufmerksam gemacht. Im Übrigen bin ich in keiner Co-Rolle, da ich seit Monaten allein lebe. :wink: Klar ist es wichtig, dass der Betroffene es ernst meint. Aber mir geht es dennoch um die Frage, wie wir über andere reden, denn wir wollen sie ja nicht abwerten oder bewerten. Daraus entspringt meine Frage.
    Spielt jemand, der sich nicht selbst Alkoholiker nennt, vielleicht auch eine Rolle und macht sich was vor?!

    LG.. Pedi

    Hallo softfallenangel,

    auch von mir ein herzliches Willkommen. Das Sich-alles-von-der-Seele-schreiben tut gut!

    Hast Du noch anderweitig die Möglichkeit, Hilfe für Dich in Anspruch zu nehmen? Mir tut z.B. der regelmäßige Besuch einer Selbsthilfegruppe total gut. Allein schaffen wir es nicht, mit so etwas fertig zu werden...

    Alles Liebe... Pedi

    Hallo Lunchen,

    schön, dass Du dieses Forum gefunden hast. Lese Dich durch, das wird Dir viele Deiner Fragen beantworten.

    Ich denke, dass Deine Angst schon berechtigt ist... Du schreibst zudem "Wenn es so bleibt, könnte es funktionieren"... Du machst Dir ja doch jetzt schon Gedanken und Ihr habt beide, er ja auch, gemerkt, dass er ein Problem mit Alkohol hat. Sei Dir gewiss, dass sich von alleine nichts verbessern wird, er nicht weniger trinken wird, solange er es nicht ernsthaft will. Du kannst da nix ausrichten.

    Ich kenne übrigens auch solche Sprüche wie "Ich will ja jetzt auch weniger oder gar nichts mehr trinken, wenn die Kiste leer ist, kauf ich kein neues Bier, ich kann auch ohne Bier auskommen usw usw." Und es hat sich rein gar nichts geändert. Nach der leeren Kiste kamen dann ein paar Tage nur lose Flaschen und dann doch wieder ein Kasten.

    Horch gut in Dich rein..

    Alles Gute für Dich... Pedi

    Hallo Ihr Lieben,

    mir geht seit ein paar Tagen etwas durch den Kopf, was mir eine Bekannte erzählt hat und ich würde gern Eure Meinung dazu hören.

    Sie ist selbst Angehörige und vor etlichen Jahren hat ihr mal jemand in einer SHG gesagt, dass man einen Menschen, der trinkt, nicht "Alkoholiker" nennen soll, solange er dies nicht selbst über sich sagt. Stattdessen solle man sagen "ein Mensch mit Alkoholproblem". Denn wenn ich jemanden als Alkoholiker tituliere, werte ich ihn damit ab.

    Ich habe lange darüber nachgedacht und diese Ansicht zuerst nicht geteilt. Ich mein, wir müssen doch das Kind beim Namen nennen; Alkoholismus ist doch eine anerkannte Krankheit, also warum sollen wir nicht von Alkoholikern sprechen? Beim zweiten Überlegen dachte ich, dass es schon stimmt, das es ein wertender Begriff ist.

    Wenn ich hier so lese, fällt mir auf, dass die meisten, incl. mir, von "Alkoholikern" sprechen, auch wenn diese sich selbst nicht als solche bezeichnen. Ich verwende nun stattdessen öfter "Mensch mit Alkoholproblem" und fühle mich tatsächlich besser damit, weil es nicht wertet.

    Denke aber trotzdem weiter darüber nach und finde es wichtig, weil der Begriff uns (nicht nur) hier täglich begleitet. Oder mache ich mir wieder zu viele Gedanken?!

    Was meint Ihr dazu?

    Liebe Grüße... Pedi

    Hallo Amelie,

    Du könntest Dich weiterhin fragen:
    Wovor hast Du genau Angst? Vielleicht auch davor, dass er trocken bleibt und sich dann verändert? Dich nicht mehr so braucht wie vorher? Er vielleicht seine eigenen Wege geht, neue Interessen entwickelt? Worauf hast Du Dich während Eurer Ehe konzentriert? Auf ihn und sein Alkoholproblem oder auf Dich?

    Wünsche Dir einen guten Austausch!

    LG.. Pedi

    Hallo Rosa Li,

    bei mir ist es so, dass ich mich getrennt habe. Ich hätte es nicht ausgehalten, mich noch länger mit dem Thema "Alkohol" bzw. Partner mit Alkoholproblem auseinanderzusetzen. Wobei ich sagen muss, dass ich während der Beziehung keine Ahnung hatte, was Co. überhaupt ist und dass auch ich ein Problem habe!

    Ich habe es erst gelernt, als ich dieses Forum hier gefunden habe. Die vielen Beiträge hier haben mir geholfen, mich zu trennen.

    Seit dem beschäftige ich mich mit meiner Co. und muss ehrlich sagen, dass eine neue Partnerschaft mit Alkoholproblem nicht mehr in Frage kommt; bearbeitete Co. hin oder her. Das übersteigt einfach mein Nervenkostüm und würde m.E. meine Lebensqualität stark einschränken.

    Ich frage mich oft, wie es die Männer und Frauen schaffen, ihre Co. an der Seite ihres alkoholkranken Partners wirklich zu bearbeiten (auch nach 6 Wochen Al-Anon bin ich da noch nicht hintergekommen) und frage mich, ob das wirklich möglich ist....

    LG... Pedi

    Hallo Kroatine,

    herzlich Willkommen hier im Forum.

    Du könntest Dir einen Tee kochen und es Dir hier so richtig gemütlich machen; beim Lesen hier wirst Du manch eine Antwort auf Deine Fragen finden.

    Sei Dir gewiss, dass Du ihm nicht helfen kannst. Du kannst nichts tun, außer Dich um Dich selbst kümmern. Schau doch mal in die Grundbausteine Coabhängigkeit: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…bhaenigkeit.php

    Wünsch Dir einen guten Austausch und viele Erkenntnisse für Dich!

    LG.. Pedi

    Hi Asketin,

    ich weiß, was Du meinst.... Am Tage auf Arbeit kann ich es mir schon schwierig vorstellen, zumindest nicht so einfach, als wenn man ganz getrennt ist.

    Dennoch - Probieren geht über Studieren. Spätestens am Wochenende oder abends kann ich es mir sehr erleichternd vorstellen, in die eigenen 4 Wände zu kommen und das neue Leben zu geniessen. So war es bei mir auf jeden Fall und ist es noch. Endlich sein eigener Herr sein, nicht immer irgendwas erklären müssen, die Stimmung "hochhalten" müssen, zu grübeln, ob und wieviel er wieder trinkt usw.

    Du wirst schon das Richtige tun! :wink:

    LG... Pedi

    Hallo CoLibri, fleißige Dichterin,

    hast Du das alles selbst geschrieben!? Seeeehr schön.....

    Ich hab auch die Erfahrung gemacht, dass einen die Menschen am besten verstehen, die Ähnliches erlebt haben, so wie Du mit Deinen 3 Freundinnen. Und das andere Mädel, was wie Du sagst "kluge Sprüche" ablässt: sieh es mal so: auch sie hat ihre Geschichte und ihr Schicksal und weiß und kann es einfach nicht besser... vielleicht kannst Du ihre Bemühungen unter diesem Aspekt würdigen und dass sie es am Ende nur gut meint. :wink: Und vielleicht kann sie auf anderer Ebene eine Freundin sein, und wenn nicht.. dann ist es eben so...

    Jedenfalls klingst Du richtig gut *freu*
    Wünsch Dir, dass es auch mit dem Studienplatz klappt!

    Schönen Nachmittag Dir... Pedi