Beiträge von pedi1970

    Liebe Marina,

    als erstes fühle Dich mal doll gedrückt und umarmt.

    Ich kann mich sehr gut in Dich hinein versetzen... bei mir ist es ganz ähnlich... meine Schwester ist verheiratet, hat 2 Töchter, ein Haus, einen Job, ein neues Auto... meine Eltern reißen sich den A... auf und tun alles, um anerkannt zu werden (!), damit es keinen Krach gibt und meine Schwester ihnen den Kontakt zu den Enkelchen untersagt. Immer schön nach meiner Schwesters Pfeife tanzen.
    Und als ich mich von meinem Ex getrennt hatte, war das für meine Mutter eine Riesen-Katastrophe (mein Vater redet mit mir über sowas gar nicht), nach dem Motto "nun bist du ja alleine, lieber einen Alkoholiker als gar keinen Mann, vielleicht kommt ihr ja wieder zusammen usw usw"... Furchtbar!! Inzwischen hat sie´s kapiert, dass ich als Single besser dran bin.

    Was ich sagen will: das wichtigste ist, dass es für uns gut und richtig ist, egal, was die Eltern, insbesondere die Mütter meinen. Und ich glaube, je selbstbewußter wir werden und je mehr wir in unsere Kraft kommen, umso ruhiger wird´s an der Front... irgendwann lassen sie´s dann gut sein und uns in Ruhe.

    Klar sind solche Sprüche für Dich echt nicht aufmunternd, aber versuche, auf "Durchzug" zu stellen, links rein, rechts raus. Lass sie reden und sag Dir, dass sie ihre eigenen Probleme hat, wenn sie Dich nicht so lassen kann, wie Du bist. Du entwickelst Dich weiter, sie nicht! Lasse wenigstens Du dich so, wie Du bist!

    LG... Pedi

    Hallo Linde,

    danke für den "Was gut tut"-Thread! Es tut schon gut, darin zu lesen!! :wink:

    Hallo Petra,

    nun kam es, wie es kommen mußte und sein S.O.S.-Ruf ging bei Dir ein... wie hast Du Dich entschieden? Ich hätte auch nicht gewußt, was ich tun soll... kann man beides schaffen? Dem anderen z.B. sein Zeugs bringen und gleichzeitig sich auf sich konzentrieren...? Vermutlich nicht.... dabei gibt es doch viele Co´s, die bei ihren trinkenden Partnern bleiben und ich frage mich immer wieder, ob und wie das funktionieren kann.. kann man sich in einer solchen Beziehung wirklich abgrenzen? Liegt es an jedem selbst? Ich könnte es nicht.
    Hoffe, Petra, Du bist wohlauf!

    LG.. Pedi

    Hallo Ihr Lieben,

    hier möchte ich mich mit einreihen, da ich mich heute gar nicht gut fühle und so vielleicht wieder auf die Spur komme.. mir tut gut:

    - ausgiebig frühstücken
    - mit meinem Hamster spielen
    - auf´s Sofa legen mit Wolldecke, Buch und ´ner Tasse Tee
    - zum Stall fahren, dort alle Tiere begrüßen und meine Box ausmisten
    - hier im Forum lesen und schreiben
    - ein Buch lesen, was mich mal von all meinen Problemchen ablenkt
    - dankbar sein für die Dinge im Leben und sie sich laut aufsagen
    - schöne Musik hören
    - eine Freundin anrufen und klönen
    - Meditation
    - Staubsaugen und das Bad wischen
    - Schnee schippen
    - mir ein Heizkissen in den Rücken legen.

    In diesem Sinne wünsche ich Euch einen schönen Tag und ein wunderbares neues Jahr 2010!

    LG.. Pedi

    Hallo Mönchen,

    ein frohes neues Jahr Dir!!

    Wieso fühlst Du Dich aus der Bahn geworfen? Zum einen hattest Du doch die Entscheidung getroffen, Dich erstmal in keine neue Beziehung zu stürzen. Nun leidet Deine Freundin an Liebeskummer... das ist traurig, aber Du kannst ihr eine gute Freundin und Unterstützung sein. Das ist doch wunderbar.
    Es werden uns immer wieder Situationen begegnen, die unsere eigenen Gefühle an die Oberfläche spülen. Aber das ist gut so, denn so können wir erkennen, woran wir noch arbeiten müssen und weiter lernen.

    Das Ganze braucht einfach Zeit, gebe sie Dir! Du bist doch auf einem so guten Weg!

    Wie geht´s Dir heute?

    LG.. Pedi

    Hallo Erina,

    Du schreibst, dass Du müde bist, darüber nachzudenken, ob Dein Angehöriger weiß, ob er Alkoholiker ist oder nicht... dann lass es einfach! Investiere Deine Energie und Kraft in Dich und Deine Gesundheit!

    Ob es sinnvoll ist, hier zu schreiben, kannst Du natürlich nur für Dich allein entscheiden. Nur das Lesen finde ich persönlich sehr hilfreich, aber ich habe doch das Bedürfnis, mich mitzuteilen. Das ist auch wichtig für uns Co´s, dass wir lernen, unsere Gefühle auszudrücken...

    Gibt es eine Selbsthilfegruppe - z.B. Al-Anon - in Deiner Nähe? Dort hast Du die Möglichkeit zu persönlichen Gesprächen mit ebenfalls betroffenen Angehörigen.

    Alles Gute für Dich.. Pedi

    Hallo Mieken,

    ein frohes und gesundes Neues Jahr 2010 wünsche ich Dir!

    Ich für mich habe festgestellt, dass ich am Ziel bin, wenn es sich für mich gut und richtig anfühlt, wo ich stehe. Dass ich von Herzen JA dazu sagen kann, JA, das habe ich geschafft, so ist es gut. Und sich besinnen auf den langen, oft schwierigen Weg, den ich gegangen bin. Dann mache ich mir bewußt, was ich alles geschafft habe und bin allein dafür schon stolz auf mich (na ja, daran arbeite ich noch, aber es wird besser... :wink: ).

    Schöne Gedanken von Dir zum Jahreswechsel. Danke dafür!

    LG.. Pedi

    Hallo Lawinchen!

    sei Willkommen hier im Forum!

    Du kannst Deinen Angehörigen nicht beibringen, dass sie ein Alkoholproblem haben. Das müssen sie selbst herausfinden; und wenn sie es herausfinden, das Problem angehen anstatt es zu leugnen.

    Koch Dir ´nen Tee und mach´s Dir hier gemütlich... ich war an meinem ersten Tag hier geschlagene 6 Stunden drin und bin echt von einer Ohnmacht in die andere gefallen; und war aber auch "froh" zu sehen, dass ich nicht alleine bin.

    Wie geht es Dir heute?

    LG.. Pedi

    Hallo Lilly,

    auch von mir ein herzliches Willkommen in unserem Kreis. Schön, dass Du diesen Schritt gegangen bist.

    Ich wünsche Dir, dass Du Deine Aufmerksamkeit, Kraft und Energie auf Dich lenkst, um Deine Co-Abhängigkeit zu heilen. Für ihn kannst Du nichts tun... es ist alles allein seine Entscheidung, seine Verantwortung für sein Leben.

    Wir können nur für uns entscheiden. Sei froh, dass Ihr zumindest getrennte Wohnungen habt!

    Wie geht es Dir heute?

    LG.. Pedi

    Hallo Petra,

    herzlich Willkommen hier im Forum! Du wirst hier auf soooo viele Menschen treffen, die Dich verstehen und Deine Sorgen nachvollziehen können!!

    Das Schreiben hier ist ein erster wichtiger Schritt, seine Gefühlswelt und das Chaos zu sortieren. Das ganze in Worte fassen bringt eine Menge, wie ich finde.

    Ich habe Ähnliches erlebt wie Du. Mein Ex hatte immer Gründe, was zu trinken, ob Probleme oder auch gute Laune - egal. Er hatte sein Problem allerdings nicht erkannt; ich meines aber auch nicht! Ich war 9 Jahre lang co., habe Flaschen gezählt, Vorhaltungen gemacht, ihm Vorträge gehalten, ihn zu retten versucht etc etc. Um so schlimmer wurde es. Dann habe ich den Schlussstrich gezogen und bin gegangen.

    Erst, als ich dieses Forum hier fand, habe ich verstanden, dass ich selbst krank bin, nämlich co-abhängig. Und unsere Heilung und Genesung muss an erster Stelle stehen! Das ist ein schwieriger und auch langer Weg, und die Ängste, die uns dabei begleiten, sind völlig normal und verständlich.

    Ich helfe mir, in dem ich sehr viel über diese Thematik lese.
    In meinem Beitrag hier habe ich eben meine beiden Lieblingsbücher verlinkt: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…p=432021#432021 - vielleicht können Sie Dich auch unterstützen.

    Zudem gehe ich seit 3 Wochen zu Al-Anon, denn ich finde es sehr wichtig, mit Gleichgesinnten und Betroffenen offen reden zu können. Denn wer dies nicht selbst erlebt hat, versteht uns nicht... denn es ist notwenig, dass wir lernen, unsere Gefühle ganz offen auszusprechen, sozusagen unzensiert... denn das können wir in unserer Beziehung ja nicht, genauso wie wir es zumeist in unserem Elternhaus nicht konnten.

    Bleib hart, Dein Mann muss lernen, für sich selbst zu sorgen, so wie Du es für Dich lernen mußt.

    Alles Liebe.. Pedi

    Hallo Marina,

    ein frohes, glückliches Neues Jahr wünsche ich Dir!

    Wie geht es Dir heute? Hast Du schon geblättert? Ich hatte auch erst Angst vor diesen Büchern, aber dann konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen... ein Aha-Erlebnis reihte sich an das nächste. Beim Lesen hier im Forum geht´s mir ähnlich...

    LG.. Pedi

    Hallo Franziska,

    ein herzliches Willkommen hier im Forum! Schön, dass Du diesen Schritt für Dich gemacht hast.

    Ich frage mich gerade: hast Du ihn für Dich oder für Deinen Freund gemacht? Ich kann gut verstehen, dass Du ihm helfen, ihn anstupsen willst. Aber Gotti hat recht: Helfen kannst Du nicht! Anstupsen: ja. Wenn er dann die Chance zur Selbsthilfe ergreift, ist es gut so. Wenn nicht, und dies das Ende Eurer Beziehung bedeuten würde...tja..
    passe gut auf Dich auf, dass Du nicht auch co-abhängig wirst, denn Du bist auf dem besten Wege dorthin.

    Wenn Du hier im Forum weiter aktiv bist, tu dies für Dich, für Deine Genesung. Diesen Ratschlag möchte ich Dir mit auf den Weg geben, verbunden mit den besten Wünschen für das neue Jahr.

    Bis zum nächsten Mal! :wink:

    Alles Liebe.. Pedi

    Liebe Xena,

    zuerst einmal schließe ich mich Linde an: die Leere annehmen, das ist wichtig, es ist o.k. so.

    Und es ist nur verständlich, dass es Dir so geht und Du so fühlst. Schon früh mußtest Du Dich von Deinen Gefühlen abkoppeln, um allen Erwartungen, die an Dich gestellt wurden, gerecht zu werden.

    Nach allem, was ich selbst erlebe und auch so lese, bin ich sicher, dass wir Co´s es alleine nicht schaffen. Wir müssen uns Hilfe holen von Menschen oder Gruppen, die das gleiche erlebt haben wie wir. Ich gehe seit 3 Wochen zu Al-Anon, vielleicht kann Dir das auch Halt geben? Dort kommen Menschen wie Du und ich zusammen und es tut so gut, über seine Gefühle und Erlebnisse sprechen zu dürfen. Dieses Forum hier ist auch einer super Plattform, aber persönliche Gespräche finde ich auch sehr wichtig. Mir haben einige Gruppenmitglieder auch ihre Telefonnummern gegeben, und ich darf sie bei Redebdarf gern anrufen.

    Du hast lernen müssen, alles allein zu bewältigen, aber nun ist die Zeit gekommen, Hilfe anzunehmen. Ohne geht es nicht...

    Da Du gern liest, möchte ich Dir meine derzeitig beiden Lieblingsbücher empfehlen (Karsten, so o.k.?! :wink: ):

    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…62430316&sr=8-1

    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…62430344&sr=1-2

    Die Bücher helfen mir gerade sehr, zu verstehen. Ich habe auch Angst, wieder an einen Alkoholiker o.ä. zu geraten, weswegen ich beschlossen habe, mich auf gar keine Beziehung einzulassen, bis ich für mich meinen Weg gefunden habe. Mich selbst wiedergefunden habe, meine Selbstliebe, mein Vertrauen, die Vergangenheit/ Kindheit losgelassen habe. Ich weiß nicht, wie lange sowas dauert...

    Ich spüre mitunter auch viel Leere in mir, so wie Du auch. Ich konzentriere mich dann auf mich, spüre in mich rein, was ich gerade fühle... lasse auch den Schmerz zu. Das ist gar nicht so einfach, aber es geht nach und nach.

    Ich wünsche Dir alles Gute und ein wunderbares Neues Jahr 2010.

    Bis bald.. LG.. Pedi

    Liebe Martha,

    bei mir ist es der Vater, den ich retten sollte. Diese Aufgabe habe ich schon als Kind bekommen, denn meine Mutter glaubte, dass ich als Kind meinen Vater vom Trinken abhalten könnte. War wohl nix.

    In gewisser Weise will ich sie sicher schützen, da hast Du recht. Ich will ihnen keine Schuldgefühle vermitteln. Ich frage mich, inwieweit mich selbst noch Schuldgefühle plagen? Ich glaub, da sind noch jede Menge, die bei mir oft im Alltag wieder auftauchen. Beispielsweise, wenn mir was Gutes oder Schönes passiert, fühle ich manchmal "hab ich das verdient?" - dann antworte ich mir ganz schnell mit JA.

    Manchmal habe ich sogar ein schlechtes Gewissen, wenn ich hier schreibe. Ihr alle habt so viel um die Ohren, und ich texte Euch hier zu... das geht mir tatsächlich manchmal durch den Kopf!! Ich schreib dann aber trotzdem weiter, weil dies wohl zu meinem Lernprozess gehört. Und ich weiß ja, dass ich Euch nicht nerve... Ihr schreibt ja auch, was das Zeug hält, davon lebt es hier ja, und ich nehme sehr viel aus Euren Geschichten für mich mit! Trotzdem... solche Gedanken sind einfach manchmal da. Ich glaube, das ist ein typisches Problem von uns EKAs.

    Seit dem Weihnachtsbesuch bei meinen Eltern plagen mich einige körperliche Beschwerden. Ich habe extreme Rückenschmerzen und kann mich kaum noch bewegen, Nackenschmerzen und Kopfschmerzen. Und ganz oft wieder Ohrenklingeln. Das sind alles Beschwerden, die ich schon länger habe und auch von meiner Heilerin behandeln lasse, aber im Moment fühle ich mich steinalt. Vielleicht muss ich diese körperlichen Signale erstmal aushalten und meinen Weg weitergehen? Vielleicht werden sie weniger, wenn sich meine Gefühlswelt nach und nach sortiert.

    Gestern habe ich kurz mit meiner Mutter telefoniert. Es waren nur oberflächliche Themen, nichts tiefergehendes. Ich bin gar nicht erst in Versuchung geraten, über Persönliches zu sprechen.

    Ich werde weiter berichten.

    Habt einen schönen Tag!

    LG.. Pedi

    Hallo Sina,

    .. weiter geht´s... der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
    Wie lange er dauert? Wann die Trauer aufhört? Keine Ahnung.... aber ich glaube, dass es irgendwann aufhört und wir dann im Frieden sind.

    Ich denke, am Anfang ist das Verstehen sehr wichtig. Erstmal den Verstand überzeugen. Überzeugen davon, dass wir keine Schuld haben, dass wir auch schon zu Beginn der Krankheit nichts machen konnten, dass alle Versuche sinnlos waren und sind und immer sein werden.
    Ja, es ist so, ich kann es Dir nochmal sagen, wenn Du möchtest. Es ist so.

    Du drehst Dich nicht im Kreis... der Verstand braucht eine Weile, um zu begreifen, das Herz braucht noch viel länger. Ich beschäftige mich auch erst seit kurzem mit dieser Problematik und bin am Anfang regelrecht im Schockzustand gewesen. Bin rumgelaufen wie unter einer Glocke. Er gab eine Zeit vor und eine nach der Erkenntnis, dass ich Co und ein EKA bin. Und was das alles für mich und mein Leben bedeutet. Es war eine Katastrophe. Inzwischen hat sich der Schock aufgelöst und ich bin überzeugt, dass alles gut werden wird. Ich weiß nicht, wie lange diese Arbeit an mir dauern wird, aber es ist mir egal. Ich war nie ein Geduldsmensch und nun bin ich wieder in einer Situation, in der ich geduldig sein muss, und zwar mit mir selbst. Das Ziel ist nicht über Nacht erreichbar, sondern es wird ein langer Weg...

    Ich wünsche Dir auch für Deinen Weg viel Kraft und alles Gute.
    Schreiben tut so gut, danke für´s Lesen!

    LG.. Pedi

    Liebe Elke,

    vielen Dank, das hilft mir, klarer zu sehen. Es stimmt, im Moment weiß ich nicht genau, wo ich stehe, wo meine Position ist.
    Wenn ich mit mir selbst nicht klar bin, kann ich auch keine Klarheit nach außen vertreten....

    Da die räumliche Entfernung ja recht groß ist, kann ich es, so wie Du, auf ein paar Telefonate beschränken. Besuche stehen erstmal nicht an.
    Konfrontieren mit allem scheint zum jetzigen Zeitpunkt wirklich nicht sinnvoll zu sein...
    Werde noch jede Menge Zeit zum Nachdenken hierzu investieren.

    Ich danke Dir!

    LG.. Pedi

    Hallo hiswife,

    gerade lese ich das Buch "Wenn Frauen zu sehr lieben" und da geht es auch u.a. um dieses Thema, was Du Dir wünschst: dass der Mann heil und gesund und verantwortungsbewußt aus seiner Therapie zurück kommt. Die Erfahrungsberichte in dem Buch schildern, dass diese Beziehungen, in denen das gelungen ist, recht schnell zerbrochen sind.
    Grund: der Mann ist geheilt und nimmt damit sein Leben selbst in die Hand, übernimmt Verantwortung. Die Frau hingegen ist nicht geheilt mit ihrer Co-Abhängigkeit, somit hat sie plötzlich keine Aufgabe mehr, kann den Mann nicht mehr umsorgen, ihm alles abnehmen etc. So kommt es natürlich zu Spannungen und Konflikten und der Mann ist jetzt eben selbstbewußt und läßt sich nicht mehr reinreden...

    Das hat mir sehr zu denken gegeben und ich glaube, wir kommen nicht umhin, uns um uns selbst zu kümmern. Auch wir müssen gesund werden!
    Elke1961 hat recht, wir können und sollen diesen Traum träumen!
    Aber in dem Bewußtsein, dass er ein anderer sein wird, wenn er zurück kommt und dass es sehr schwierig sein wird.

    Also wieder ein Grund mehr, unsere Co-Krankheit in die Hand zu nehmen und zu heilen, oder?

    Ich wünsche Dir und und uns allen nur das Beste, und dass wir uns hier gegenseitig weiter unterstützen und begleiten werden.
    So soll es sein.

    Alles Liebe.. Pedi

    Liebe Martha,

    danke für Deine Antwort; trotz Deines eigenen, aufwühlenden Erlebnisses gestern.

    Ja, Enttäuschung und Traurigkeit trifft es auf den Punkt. Darüber, dass ich von meinen Eltern keine Anerkennung bekommen kann.

    Ja, schon, nehme ich ihnen die Verantwortung ab, wenn ich ihnen meine wahren Gefühle vorenthalte. Andererseits führt´s zu nix, denn sie werden es nicht verstehen und helfen mir damit nicht, indem sie es erfahren.

    Im Übrigen will ich sie nicht verletzen durch meine Offenheit, denn genau das würde passieren. Meine Mutter (63) ist eh ein Nervenwrack, ich hatte sie zuletzt im Mai gesehen und war ganz erschrocken, wie sie sich in diesen Monaten verändert hatte. Sie ist irgendwie richtig alt geworden...

    Im Grunde wäre es "nur" eine Erleichterung für mich, wenn ich ihnen die Wahrheit mitteilen würde. ...hhmm... jemand hat mir mal gesagt (und Du sagst es auch sinngemäß), dass solange wir den Wunsch verspüren, dem anderen unsere wahren Gefühle (enttäuscht, verletzt sein) mitzuteilen, sind wir nicht im Frieden und haben nicht vergeben. So eine ähnliche Botschaft habe ich auch gestern in meiner SHG bekommen. Da ist wohl sehr viel dran.

    Dies zeigt mir, dass ich wieder einmal dachte, ich bin weiter, als ich es tatsächlich bin... ich dachte, ich habe meinen Frieden bereits gemacht und die Erfahrungen aus meiner Kindheit vergeben... aber so wie es aussieht, ist da wohl von mir noch Arbeit zu leisten.

    Danke Dir für Deine hilfreichen Zeilen. Habe nun wieder Stoff zum Nachdenken und werde weiter berichten.

    Alles Liebe.. Pedi

    Hey hiswife,

    Du nervst nicht!!!! Dafür sind wir und dieses Forum ja da, dass wir uns unsere Gedanken mitteilen. :wink:

    Dein Mann hat´s doch auf den Punkt gebracht: er will nicht über seinen Rückfall reden und sagt, es geht Dich nichts an... ich mein.. recht hat er! Kümmere Dich um Dich und nicht um seine Rückfälle! So wie er ja für sich sorgt (in seinem Sinne), so mußt Du für Dich sorgen. Und indem Du damit anfängst, beginnt der erste Schritt deiner Abgrenzung von seiner Sucht. Richte den Fokus und Deine liebevolle Aufmerksamkeit auf Dich.

    Ja, unser co-abhängiges Herz sagt JA zu der kranken Beziehung. In diesem Falle hat der Verstand einfach recht, wenn er sagt, wir sollten besser verschwinden!

    Klar kannst Du nach Wohnungen schauen! Wenn es Dich beruhigt, mache es heimlich. Aber wenn Deine Entscheidung gefallen ist, mußt Du es gar nicht verheimlichen. Es ist Dein gutes Recht und Dein Mann hat so auch die Möglichkeit zu gucken, was aus dem Mietvertrag wird. Und aus seinem Leben, was er dann ohne Dich weiterleben wird.

    Solange Du in dieser kranken Beziehung steckst, kannst Du nicht heilen; diese Erfahrung habe ich gemacht. Wir Co´s sind auch krank und müssen uns um uns selbst kümmern, denn sonst bleiben wir auf der Strecke.... und der Alkoholiker geht seinen Weg, wie Du siehst...

    Wünsche Dir ganz viel Kraft! Schreib uns weiter....

    LG.. Pedi