Beiträge von pedi1970

    Hallo Sina,

    herzlich Willkommen hier bei uns im Forum.

    Danke für Deinen offenen Beitrag und den Blick in Dein Gefühlsleben.
    Das Schreiben hier ist, finde ich, ein erster Schritt, das Vakuum in Dir zu füllen! Das Erkennen, dass es so nicht weitergehen kann. Das sind erste Schritte auf dem Weg zur Veränderung. Gib Dir Zeit und sei gnädig mit Dir.

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch hier und freu mich, mehr davon zu lesen, wie´s Dir geht.

    Alles Liebe... Pedi

    Hallo nananu,

    ein herzliches Willkommen in unserem Kreis. Fühle Dich hier verstanden und gut aufgenommen, Du findest hier nur Gleichgesinnte.

    Das Lesen hier ist schon sehr bereichernd und hat mir schon vor meiner Anmeldung die ein oder andere Entscheidung ermöglicht. Die Entscheidung, den Schlussstrich zu ziehen und zu gehen.

    Du hast die schöne Erfahrung machen dürfen, wie es ist, frei zu sein, ohne Angst und Druck zu leben. Vielleicht gibt Dir dieses gute Gefühl die Kraft, Dein Elternhaus zu verlassen? Hast Du die Möglichkeit dazu? Denn wenn es um Leib und Leben geht, hört der "Spaß" echt auf....
    Beim Lesen hier wirst Du entdecken, dass Du nichts ändern und weder Vater noch Mutter helfen kannst. Nur Dir selbst.

    Meinen Lieblings-Buch-Tipp auch für Dich: "Familienkrankheit Alkoholismus - Im Sog der Abhängigkeit". Ein wahrer Schatz.

    Das Schreiben hier ist übrigens sehr heilsam und hilfreich beim Gedanken sortieren!

    Alles Liebe für Dich... Pedi

    Hallo Ihr Lieben,

    ich möchte Euch heute nochmal um Euren Rat bitten.

    Zur gegenwärtigen Situation bei mir:
    Weihnachten habe ich ganz gut überstanden, habe meine Eltern vom 24.-25.12. besucht. Sie wohnen 380 km entfernt.
    Es war ziemlich nervig, wenn ich ehrlich bin. Meine Mutter ist ein totales Nervenbündel (war sie eigentlich immer schon), mein Vater hat Heiligabend sein Weinchen und Sektchen getrunken, so wie alle Erwachsenen; Alkohol kam gleich auf den Tisch. Ich war die einzige, die auf Alkohol verzichtet hat. Meine Nichte (12) hat einen Cocktailshaker bekommen, den sie sich gewünscht hatte (zum Mixen von Saft-Cocktails) sowie ein Rezeptebuch für Cocktails, u.a. auch mit Alkohol als Zutaten mit der Bemerkung "diese Rezepte sind für dann, wenn du irgendwann mal in 20 Jahren Alkohol trinkst....".. Meine Schwester und die kleine Tochter (6) spannen unsere Eltern für ihre Zwecke ein, mein Vater pampt meine Mutter auch hin und wieder an, ist total rechthaberisch... kein Wunder, dass meine Mutter durchdreht... :cry:

    Wie auch immer, reden kann ich da sowieso mit keinem und ich habe mich gefühlt wie ein Fremdkörper und wurde auch so behandelt (wir sehen uns ca. 2x im Jahr, meine Schwester wohnt im Ort meiner Eltern, und sie sehen sich jeden Tag; klar, meine Schwester braucht ja meine Eltern auch!).
    Es hat kaum einer mit mir geredet, denn ich habe ja auch nichts zu bieten, denk ich mal. Keine Kinder, kein Haus.... und was ich so mache (ich mache ein paar spirituelle Sachen), finden sie ohnehin nicht gut und Anerkennung bekomme ich dafür eh nicht. Im Gegenteil.

    Auf der Rückfahrt habe ich lange über das alles nachgedacht und was ich von dem allen halten soll. Irgendwann aber bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich mir im Grunde dazu keine Meinung bilden muss, denn es geht mich alles nichts an, da die alle selbst für sich und ihr Leben verantwortlich sind. Wenn sich jemand bereitwillig ausnutzen läßt, kann ich das nicht ändern. Wenn meine Schwester sich benimmt wie die Axt im Walde, kann ich das nicht ändern. Ich kann nur für mich Dinge ändern, und seit dieser Erkenntnis kann ich besser loslassen.

    Der Besuch hat mir defintiv nicht gut getan, so dass ich mich von meiner Familie erstmal distanzieren möchte. Zudem ist ja meine Familiengeschichte Ursache meiner Probleme (Co usw.), so dass ich das Gefühl habe, ich muss mich zurück ziehen. Jedesmal muss ich mich verstellen, denn ich kann (bzw. darf) meine wahren Gefühle nicht zeigen, genau wie ich es als Kind nicht durfte. Denn negative Gefühle wie Angst, Trauer, Wut zeigt man ja nicht, ist ja alles Quatsch, das will keiner sehen und sich damit nicht auseinander setzen. Ich muss mich also jedesmal verbiegen, was für meine Heilung m.E. nicht gut ist.

    Wenn ich denen wirklich sagen würde, wie es in mir aussieht, wären sie total geschockt und würden es nicht verstehen. Meine Mutter würde sich für alles die Schuld geben. Dabei gebe ich niemandem die Schuld. Meine Eltern haben uns eben so großgezogen, wie sie es selbst gelernt hatten. Ich habe das alles vergeben. Dennoch ist dieses Sich-Verstellen-Müssen belastend für mich.

    Geht Euch das auch so? Dass Euch der Kontakt zu Eurer Familie einfach nicht gut tut? Wie geht Ihr damit um? Zieht Ihr Euch zurück oder beschränkt Euch auf gelegentliche Telefonate? Denn bei mir meldet sich das schlechte Gewissen und Schuldgefühle, wenn ich an Rückzug denke.

    Ich freue mich auf Eure Erfahrungen und danke Euch für´s Lesen und Eure Antworten.

    LG... Pedi

    Hallo Frollein,

    ja, das kenne ich auch gut.. alles auf sich zu beziehen, vor allem, wenn was schief läuft. Die Schuld dafür "aufgedrückt" zu bekommen, noch nicht mal offensichtlich, sondern durch Kleinigkeiten (Bemerkungen oder Verhaltensweisen). Das ist echt mies, und ich habe sehr lange gebraucht, das überhaupt zu erkennen.
    Für mich war es total normal, mich verantwortlich und schuldig zu fühlen!

    Ich glaube übrigens nicht, dass alles umsonst war, weder bei Dir noch bei mir oder bei jedem von uns. Wir haben diese Erfahrungen einfach gebraucht, um aufzuwachen, um zu lernen und zu erkennen, dass auch wir ein ernsthaftes Problem haben, nämlich unsere Co-Abhängigkeit.
    Wenn ich mich nicht wieder kürzlich in einen Alkohiliker verliebt hätte, hätte ich diese Erkenntnis nicht gewonnen, hätte dieses Forum nicht gefunden usw... Zuerst war ich total wütend auf ihn, dass ihm der Alk wichtiger war als unsere Beziehung. Inzwischen bin ich dankbar, dass ich diese Begegnung hatte, die mir die Augen über mich geöffnet hat.

    Ich wünsche Dir, dass Du irgendwann mit Deiner Situation auch im Frieden sein wirst.

    Du schaffst das!

    Alles Liebe... Pedi

    Hallo Blaubaerchen,

    kürzlich war ich auch für ein paar Wochen mit einem Alkoholiker zusammen, der meinte, er könnte kontrolliert trinken. Er konnte nicht verstehen, dass es ein Unterschied ist, ob ein Alkoholiker was trinkt oder ein Nicht-Alk... und sagte, dass er sich ein Leben ohne Alkohol nicht vorstellen kann und auf keinen Fall darauf verzichten möchte!

    Nun, das war wenigstens ehrlich und ich war entsprechend konsequent und bin gegangen. Tel.nummern gelöscht. Und weg. Auf Null.
    Gut so.

    Höre auf Dein Gefühl und entscheide zu Deinem höchsten Wohl!

    Alles Gute.. Pedi

    Hallo Sinnesrausch,

    Viele Gründe liegen in unserer Kindheit, in unserem Elternhaus... wenn wir als Kind in einer Alkoholiker-Familie aufgewachsen sind, prägt uns das als Erwachsene... es ist uns vertraut, wir suchen nach Liebe, bekamen sie damals nicht und suchen sie heute als EKA wieder.... wir haben vielleicht als Kind früh Verantwortung übernehmen müssen, die wir natürlich nicht erfüllen konnten... diese Erfahrungen nehmen wir mit und ziehen uns alkoholkranke Partner an. Bei mir war/ ist es auch so gewesen.

    Im Moment bin ich dabei, die Muster meiner Kindheit auszugraben, um sie auflösen zu können.... welche Rolle wurde mir damals aufgedrückt? Welche Verantwortung? Denn es stimmt, was Ihr sagt, wir selbst spielen immer die Hauptrolle in unserem Leben heute, aber wir kommen nur aus der Opferrolle raus, wenn wir selbst was ändern....

    Ich hoffe, Sinnesrausch, dies hilft Dir weiter...

    LG... Pedi

    Hallo hiswife,

    ich kann Dich so gut verstehen, dass Du fertig und durcheinander bist.

    Um Dich ein wenig beim Sortieren zu unterstützen:

    Du schreibst oben: "ich bin schon sehr lange mit meinem mann zusammen und möchte das eigentlich nicht hin schmeissen" und dann weiter unten: "ich denke wenn er immer wieder rückfällig wird dann wird er irgendwann auch wieder täglich trinken.
    ich habe einfach keine kraft mehr für irgendwas zu kämpfen."

    Also... eins von beiden wirst Du nur hinbekommen... wenn Du ihn eigentlich nicht verlassen willst (lass mal das "eigentlich" weg), wirst Du weiter leiden, daran führt kein Weg vorbei. Denn er scheint sich ja weniger um seine Therapie etc. zu kümmern als Du... wenn Du also sagst, dass Du keine Kraft mehr hast, bleibt Dir doch nur ein Weg, oder?

    Investiere Deine Kraft in Dich und Deine Heilung, denn solange Du bei ihm bleibst, wird er keinen Grund haben, sich zu ändern... denn mein Eindruck ist, dass er nicht so engagiert ist wie Du...

    Und Du schreibst, dass die anderen Dich nur als "die Frau vom Alki" definieren... als wen oder was definierst Du Dich selbst? Wer bist Du? Doch ein eigenständiger Mensch, mit eigenen Bedürfnissen, Gefühlen, Wünschen etc...; erst, wenn Du Dich selbst so siehst und als selbständig definierst, werden es auch die anderen tun. Wenn Du Dich selbst nicht akzeptierst, tut es niemand anderes sonst...

    Ich hoffe, dass meine Gedanken Dich ein wenig hilfreich unterstützen können.

    Alles Liebe.. Pedi

    Hallo Frollein,

    herzlich Willkommen hier im Forum! Es kann Dir sicher weiter eine gute Hilfe sein, Dich zu sortieren.

    Und Glückwunsch zu Deiner Entscheidung, zu gehen und auf Dich und Deine Kinder zu achten....
    Beim Lesen Deines Beitrages spüre ich viel Wut.... konnte die Wut Dir helfen, aus Deiner Beziehung auszusteigen?

    LG.. Pedi

    Hallo Silber,

    herzlich Willkommen hier im Forum. Wenn Du hier viel Zeit verbringst und Dich durch die vielen Beiträge liest, wirst Du feststellen, dass Du 1. nicht alleine bist und 2. Du gar nichts für Deine Freundin tun kannst.

    Niemand kann sie von ihrer Alkoholkrankheit heilen bzw. die Krankheit stoppen außer ihr selbst.

    Richte Deinen Fokus auf Dich, schau Dir Deine Co-Abhängigkeit an, in der Du tief steckst und suche Dir Hilfe für Dich.

    Meinen Lieblings-Buch-Tipp für Dich: "Familienkrankheit Alkoholismus - Im Sog der Abhängigkeit".

    Alles Gute für Dich.... Pedi

    Liebe Marina,

    ich stelle mir gerade mein brennendes Gesteck vor... hihi.. :lol: keine schlechte Idee!

    Das finde ich toll und sehr umsichtig von Dir, dass Du Deiner Familie Zeit geben willst, anstatt sie zu überrollen. Wenn sich unsere Angehörigen nicht oder nur wenig mit dem Thema beschäftigen (im Gegensatz zu uns), kann der Schuss schnell nach hinten losgehen.

    Ich bin eben vom Weihnachts-Besuch bei meinen Eltern und meiner Schwester zurück gekommen. Sie wissen überhaupt nicht, dass ich mich nun mit diesem Thema hier beschäftige und ich weiß, sie würden damit auch gar nicht umgehen können. So habe ich innerhalb der Familie keinen Gesprächspartner. Meine Schwester, die natürlich ein EKA ist wie ich, hat ihren eigenen Weg gefunden, mit ihren Gefühlen und denen ihrer Kinder umzugehen; sprich: die können ihre Gefühle auch nicht ausleben/ äußern, so wie ich/wir damals auch nicht. Sie ist sehr herrisch und dominant, ihre große Tochter versucht ständig, ihr alles recht zu machen. Kein Selbstwertgefühl.
    Na ja, das ist alles nicht mein Problem, aber es macht mich traurig.
    Das muss ich auch lernen, dass das nicht meins ist, sondern das sie ihr Leben so lebt und ihre Kinder so erzieht, wie sie es für richtig hält...

    Soviel zu mir für heut!

    Ich wünsche Dir einen besinnlichen Abend und noch einen schönen 2. Feiertag. Freu mich auf Deinen nächsten Bericht, wie´s Dir geht.

    LG... Pedi

    Liebe Xena,

    Du schreibst, dass Du willst, dass das alles aufhört:
    dafür kannst nur Du sorgen! Solange Du Dich immer wieder einspannen läßt und ihn z.B. aus der Klinik holst usw., kannst Du von Deiner Co-Abhängigkeit nicht heilen.

    Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, dass es nur funktioniert, indem ich den Kontakt zu solchen Menschen, die mich beleidigen, mir schaden, mich ausnutzen, weiter trinken, konsequent abbreche.
    Der Preis war auch bei mir Einsamkeit, das kann ich nicht leugnen... aber nur so bekam bzw. bekomme ich die Gelegenheit, mir über mich und meine Gefühle klar zu werden. Das ist wie beim Süchtigen, der auch nur heilen kann, wenn er sein Suchtmittel komplett meidet.

    Du schreibst "Ich habe ihn wütend gemacht" und "Letztendlich blieb mir nichts anderes übrig, als die Polizei zu rufen." ; solange Du so denkst und fühlst, steckst Du noch mitten in Deiner Co drin!

    Du wirst wieder Freunde finden, da bin ich mir ganz sicher. Freunde, die es gut mit Dir meinen und denen Du vertrauen kannst. Höre auf Dein Herz, es hat recht. Aber auch der Verstand hat recht, denn er weiß, dass wir in für uns schädlichen Beziehungen stecken.

    Wenn Du lernst, Dich auf Dich und Deine Bedürfnisse zu konzentrieren, ohne Dich von außen schikanieren zu lassen, verschwindet die Traurigkeit Stück für Stück von allein. Du wertschätzt Dich dann wieder, wirst Dich besser, befreiter und zufriedener fühlen, was Du nach außen ausstrahlst.
    Die Erfahrung hab ich gemacht.

    Gib Dir Zeit, sei gnädig mit Dir... aber denk an Dein Wohl.
    "ich will das alles aufhört".. dann lass es aufhören!! :wink:

    Alles Liebe.. Pedi

    Hallo hiswife,

    ..hhmm... wenn ich Deinen Text und Deine Gedanken so lese, was Du willst und Dir wünschst usw., dann liegt Deine Entscheidung doch auf der Hand, oder...?

    Ich wünsche Dir, dass es mit der Kur klappt, so dass Du in der Zeit ein wenig zu Dir selbst finden und eine Entscheidung für Dich und Deinen Sohn treffen kannst.

    Alles Liebe... Pedi

    Hallo hiswife,

    herzlich willkommen bei uns. Interessanter Nickname, den Du hast.....!

    Das Lesen hier wird Dir eine gute Hilfe sein! Du bist hier unter Gleichgesinnten mit dem gleichen Problem. Du bist nicht allein und wirst beim Lesen ganz viele Antworten auf Deine Fragen finden.

    Du kannst Dir auch eine Selbsthilfegruppe vor Ort suchen, für DICH!
    Geb mal Al-Anon in die Suchmaschine ein.
    Meinen Lieblings-Buch-Tipp möchte ich Dir auch geben: "Familienkrankheit Alkoholismus - Im Sog der Abhängigkeit".

    Schreib hier alles auf, was Dir auf der Seele liegt, das befreit ungemein. Und keine Angst vor zu langen Beiträgen.. was raus muss, muss raus!

    Alles Liebe.. Pedi

    Hallo Nicole,

    so schlimm es auch ist: aber Du als Co-Abhängige gibst ihm die beste Möglichkeit, weiter zu trinken. Solange Du ihm die Stange hälst, hat er keinen Grund, aufzuhören. Denk an Deine Kinder und auch an Dich. Ihm kannst Du nicht helfen, Du kannst nichts tun und ihn nie und nimmer vom Trinken abbringen.

    Ich empfehle Dir das Buch "Familienkrankheit Alkoholismus - Im Sog der Abhängigkeit", da werden Dir jede Menge Lichter aufgehen. Auch hier im Forum bist Du prima aufgehoben (Herzlich Willkommen!!).

    Übrigens, meine Mutter hat mich auch als Kind als "Druckmittel" benutzt, damit mein Vater mit Trinken aufhört - natürlich vergebens. Das Ergebnis war, dass ich auch 9 Jahre mit einem Alkoholiker zusammen war, bis ich es nicht mehr ausgehalten und mich getrennt habe. In all meinen Beziehungen war ich co-abhängig, wie ich gerade dabei bin zu erkennen. Nun arbeite ich meine Vergangenheit auf... mit Hilfe von außen. Ohne geht es nicht....

    Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Liebe.

    Pedi

    Hallo Mönchen,

    es ist ja kein Zufall, dass Du ausgerechnet jemanden kennengelernt hast, der 140 km entfert wohnt. Über diese Strecke kann man sich recht selten sehen, lernt sich nicht so schnell gut kennen wie bei 14 km...
    das heißt, Du hast schon Angst und Bedenken ausgesendet und ihn dadurch angezogen.... vielleicht hat er auch Angst..?!

    Ich schließe mich den anderen an: lass Dir Zeit, Du mußt nichts entscheiden, ob Ihr zusammenzieht usw.. immer mit der Ruhe... im Zweifel zieh Dich zurück, wenn Du jetzt schon Druck spürst... Du mußt da an Dich und Dein Wohlergehen denken, nicht an seine Reaktion darauf... wenn er Dich mag, wird er einen Rückzug akzeptieren; und wenn nicht: auch gut, dann weißt Du, dass Deine Entscheidung richtig war und Du für Dich gesorgt hast.

    Ich hab mich auch erst vor 8 Monaten von meinem Ex getrennt (nach 9 Jahren). Hatte eine kurze Beziehung diesen November und hatte mir wieder einen Alkoholiker ins Leben gezogen. :cry:
    Ich habe für mich festgestellt, dass es für mich zu früh ist, an eine neue Partnerschaft überhaupt nur zu denken. Ich konzentriere mich zzt. nur auf mich und meinen Weg, aus der Co-Abhängigkeit usw. rauszukommen.

    Wünsche Dir alles Liebe und eine gute Intuition für Deine Entscheidungen.

    Frohe Weihnachten! ... Pedi

    Hallo Sonnenstrahl,

    ein interessantes Thema, über das ich auch gerade viel nachdenke.

    Ja, wir EKAs haben uns ständig verbogen, so dass wir das Gefühl für uns verloren haben. Dennoch erkennen wir ja Bedürfnisse in uns (z.B. Deine Kaffeepause), und ich finde es wichtig zu lernen, dass wir diese offen und ehrlich aussprechen. Ich weiß, wir haben Angst, deswegen abgelehnt zu werden, weil der andere unser Bedürfnis nicht anerkennen will oder ablehnt, aber hier müssen wir wohl lernen, dass es egal ist, was der andere denkt. Wenn ich ´ne Pause brauche, mache ich eine. Punkt.

    Die Antwort Deiner Psychologin fand ich beim ersten Lesen sehr hart und übertrieben... beim zweiten Lesen ging mir durch den Kopf, dass sie vielleicht genau diesen Nachdenk-Prozess in Dir auslösen wollte, den Du jetzt begonnen hast? Ich glaube nicht, dass alle Menschen in Helferberufen etc. ein Helfersyndrom haben oder aus dysfunktionalen Familien kommen wie wir... vielleicht sind wir überdurchschnittlich vertreten, aber deswegen können wir solche Berufe dennoch gut ausführen und dabei selbst uns heilen. Meine ich..
    Denn gerade wir verfügen über sehr viel Einfühlungsvermögen, was in solchen Berufen von großem Nutzen sein kann.

    Wir müssen lernen, ein Gespür für unsere Bedürfnisse zu entwickeln und es auch nach außen zu vertreten. Vielleicht muss es mit kleinen Dingen des Alltags geschehen, jeden Tag wieder, dabei ehrlich zu uns selber bleiben...

    Mache mir weiter Gedanken dazu und schreib sicher wieder.
    Ich hoffe, Du kannst damit was anfangen?!

    Alles Liebe... Pedi

    Hallo Xena,

    Deine Sätze sind nicht doof... im Gegenteil, sie zeigen, dass Du Dir ganz viele Gedanken über Dich machst und dass Du erkennst, dass Du Deine gewohnte Spur verlassen musst, weil sie Dir nicht mehr gut tut.

    Und das ist gut so! Hab keine Angst, Du hast nichts zu verlieren, aber alles zu gewinnen! Irgendwann wirst Du wieder gebraucht, aber in einer "gesunden" Beziehung, die gut für Dich sein wird, anstatt Dich zu quälen.
    In dem Moment, wo Du beginnst, Deine Aufmerksamkeit und Deinen Fokus auf Dich zu richten, verschwindet die Angst und auch das Bedürfnis, von anderen gebraucht zu werden.

    Aber bis dahin müssen wir durch das tiefe Tal hindurch... nimm für Dich an, dass Du Dich leer und erschöpft fühlst. Es ist o.k. und nur allzu verständlich! Verurteile Dich nicht dafür. Wechsel langsam und Schritt für Schritt Deine Spur, in Deinem Tempo. Hol Dir Hilfe dafür, Du musst es nicht allein schaffen....
    Fülle Dich auf, indem Du Dir was Gutes tust, Dir eine Freude machst.

    Frohe Weihnachten wünscht Dir.. Pedi

    Hey Spaceflowr,

    ich hatte gerade ein "Déja Vu", als ich Deinen Beitrag gelesen habe.

    Genau das gleiche hat mein Exfreund auch immer gesagt! Ist ja nur ´n Bierchen, bin ja gar nicht betrunken... usw usw. und ich habe ihm die Tage vorgerechnet, an denen er trinkt und nicht trinkt. So sind wir, wir Co-Abhängigen.
    Das Leugnen gehört bei den Alkoholikern dazu; nicht wahrhaben wollen, dass sie ein Problem haben.

    Also, deutlichere Anzeichen kannst Du schon nicht mehr bekommen... achte gut auf Dich und dass Du Dich aus Deiner Co-Abhängigkeit befreist!!! Das ist wichtiger, als ihn zum Nicht-Trinken zu bewegen, was sowieso nie klappen wird. Im Zweifel: nimm die Beine in die Hand und lauf und sorg für Dich.

    Alles Liebe für Dich und frohe Weihnachten!

    LG.. Pedi