Beiträge von kleine biene

    Hallo Daja,

    herzlich Willkommen hier im Forum. Du mußt Dich nicht für das durcheinander entschuldigen. Man erkennt was Du meinst.

    Verständlich, Deine Angst. Jedoch liegt es nicht an Dir. Wenn Dein Vater wieder rückfällig wird, liegt es nur an ihm selbst.

    Wie ich hier gelesen habe, gibt es auch für Angehörige die Möglichkeit sich an Beratungsstellen diesbezüglich zu wenden.

    Ist vielleicht sinnvoll für Dich um Deine Ängste in den Griff zu kriegen.

    Hallo summerdream,

    ich weiß ja nun nicht genau was alles vorgefallen ist. Aber vergeben heißt ja nicht vergessen.
    Meine Eltern haben auch beide getrunken. Meine Mutter lebt nicht mehr, mein Vater wohnt mit seiner Lebensgefährtin weit weg.

    Ich hege keinen Groll gegen sie und was ich in meiner Kindheit erleben mußte. Jedoch vergessen werde ich es nie.

    Zitat von Caro44

    Ich sehe das auch so, dass es eine Art Sucht ist bei ihm, aber er weist das weit von sich. Manchmal bilde ich mir sogar ein, dass ein Teil seiner körperlichen Beschwerden vom Alkohol kommt: extreme verdauungsprobleme, Schlafstörungen, innere Unruhe.

    Hallo Caro,

    das bildest Du dir nicht ein. Die Palette der Beschwerden die auftreten können ist lang.
    Auch Übelkeit, Erbrechen, trockene Haut bis hin zu Ekzemen, Blutgerinnungsstörungen und und und...
    Wenns richtig schlimm wird können Bauchspeicheldrüsenentzündung, Hepatites, Aszites, Ödeme usw. auftreten.

    Hallo Caro,

    Ayki hat es ja schon gesagt, ich sehe das auch so.
    Außerdem hast Du geschrieben: wenn er notfalls anderen Alkohol sucht und trinkt, wenn kein Rotwein da ist ... auch wenn er diesen anderen Alkohol eigentlich nicht mag?

    Das ist ein untrügliches Zeichen dass er Alkohol braucht.

    Ich hoffe wir konnten erstmal weiter helfen.

    Hallo Starlight,

    herzlich Willkommen hier im Forum.

    Du hast ja schon richtig erkannt, dass es nur funktioniert wenn der Partner es selber will.

    Aber ich denke Du bist eher hier um Dich mal auszusprechen. Von der Seele reden, was Dich bewegt.

    Du bist hier richtig. Auch wenn nicht gleich einer Antwortet, werden doch alle Beiträge gelesen.

    Schreibe ruhig was Dich beschäftig, es ist immer jemand hier.

    Hallo felicity,

    herzlich willkommen hier im Forum.
    Schön dass Du hergefunden hast, Du bist hier auf alle Fälle nicht allein.

    Du schreibst: Auch spielt immer noch die Angst mit, dass meine Mutter wieder Rückfällig wird. Eigentlich kann es mir egal sein, weil ich eh nicht zu ihren Lieblingskindern gehöre, dennoch lässt die ganze Geschichte mich nicht in Ruhe.

    Sie ist halt Deine Mutter und das verbindet Dich mit ihr, egal was sie tut.

    Meine Eltern haben auch beide getrunken. Mir war immer so peinlich wie sich sich auch in der Öffentlichkeit aufgeführt haben.
    Meine Mutter hat einmal in ner Kneipe auf den Stuhl gepinkelt, nur weil sie vom Wirt nix mehr bekam.
    Das haben mir dann fremde Leute erzählt.
    Trotzdem hab ich um sie geweint als sie starb.

    Rede mit ihr, biete ihr Unterstützung an wenn sie wirklich trocken werden will. Aber denke dabei auch an Dich und Deine Gesundheit. Dein Leben hat vorrang.

    Hallo ayla,

    herzlichen Willkommen hier im Forum.

    Wie Du sicher schon gelesen hast, gibt es hier unzählige Gleichgesinnte.

    Schreib Dir Deinen Frust und Schmerz von der Seele, das tut gut.

    Jedoch ein Patentrezept gibt es nicht. wenn Dein Vater nicht selber einsichtig wird, wird sich nichts ändern.

    Tut mir Leid Dir keinen besseren Rat geben zu können.

    Wenn Deine Mutter ihn nicht verlassen kann, muß sie weiter mit leiden.

    Mein Mann war auch der beste, liebste auf der Welt. Ich bin bei ihm geblieben und mußte mir ansehen wie er stirbt. Er ist nur 38 Jahre alt geworden.

    Erst danach hab ich das Forum gefunden. Aber es tut gut zu wissen, man ist nicht allein. Und es gibt Menschen die mich verstehen.

    Sorry, dass ich Dir nicht wirklich weiter helfen kann.

    Hallo Evi,

    wenn Dein Mann arbeitslos wird, was sicher irgendwann passiert. ( Das guckt sich kein Chef ewig an) Dann ist die Privatinsolvenz sowieso nicht weiter durchführbar, von was auch? Wenn ich das richtig verstanden hab, geht der gesamte Lohn deines Mannes in die Schuldentilgung. Keine Arbeit-keine Tilgung. Dann bleibt nur noch Hartz IV, und davon kann man keine Schulden bezahlen, jedenfalls nur in kleinen Mengen.
    Also spätestens bei Verlust der Arbeit ist Schluß und ihr werdet Unterstützung vom Staat brauchen.
    Aber ich denke, die würdest Du auch heute schon kriegen, wenn Du Dich doch entschließt ein neues Kapitel in Deinem anzufangen.

    Es ist nun schon über ein Jahr her, seit mein Mann gestorben ist.

    Mein Leben geht weiter. Zwar habe ich einen neuen Partner, doch vergeht kein Tag, an dem ich nicht an meinen Mann denke. ......wenn man nur die Zeit zurück drehen könnte.

    Die Schuldgefühle sind immer noch da, irgendwas falsch gemacht zu haben, nicht alles getan zu haben.

    Ich weiß, nur er hätte etwas tun können.

    Hallo absolom,

    das ist schwer zu sagen. Du kannst nur versuchen mit ihr zu reden. Sie muß es sich selbst eingestehn, sonst wird das nix. Mein Mann hat immer abgestritten abhängig zu sein. Er hat es nicht überlebt. Letztes Jahr ist er gestorben. Solange sie es verleugnet, wirst Du nicht zu ihr durchdringen.
    Einige meinen, den Partner verlassen wäre die Lösung. Könnte funktionieren, vielleicht, vielleicht auch nicht. Ich habs nie getan. Mancher wacht dann auf, andere stürzen vielleicht erst recht ab. Was richtig oder falsch ist kann keiner sagen.
    Ist auch eine Entscheidung für Dich, falls Du sehr darunter leidest ist es besser zu gehen.
    Sorry, dass ich Dir nicht viel weiter helfen konnte, mal sehen was andere dazu sagen.

    Hallo Maria,

    Co-Abhängig bist Du, wenn sich der alkoholtrinkende Partner auf Dich verlassen kann, und Du seine Sucht direkt oder indirekt unterstützt. Z. B., Du kaufst ihm Alkohol, entschuldigst ihn, wenn er nicht in der Lage ist seinen Pflichten nachzukommen, läßt Dich evtl. selber gehen, was Haushalt und eigenes Erscheinungsbild angeht.

    Sicher kann aus Co- Abhängigkeit auch direkte Abhängigkeit werden. Wenn Du mittrinkst kannst Du genauso der Sucht verfallen.

    Ich weiß wovon ich spreche. Bin bei meinem Mann geblieben, bis er letztes Jahr starb. Erst da ist mir klar geworden, wie sehr ich mein Leben darauf fixiert hatte, damit keiner merkt, was hinter den Kulissen los ist.

    Hallo Krokodil,

    sei herzlich Willkommen hier im Forum. Du hast ja in Deinem jungen Leben schon einiges durchgemacht. Was du geschrieben hast kommt mir sehr bekannt vor, nur dass es mein Mann war, der im März mit 38 Jahren starb.
    Ich bin bei ihm geblieben und mußte mir mit ansehen wie er langsam stirbt. Auch er hat nie eine Therapie gemacht, und auch nicht eingesehen dass er ein Problem hat.

    Zu Deiner Frage: Ich glaube ab einem gewissen Punkt, spätestens wenn schon der geistge Verfall einsetzt, realisiert ein Alkoholiker nicht mehr was er sich und seiner Familie damit antut.
    Wenn er keine Einsicht hat, gibt es sowieso nichts Wichtigeres für ihn als Alkohol.

    Mach Dir keine Vorwürfe weil du nicht oft genug bei ihm warst und gesagt hast, dass Du ihn lieb hast. Deine Essstörung zeigt ja schon dass Du mit der Situation nicht zurecht gekommen bist. Wärst Du öfter zu ihm gegangen, wäre es für Dich nur noch schlimmer geworden. Und geändert hätte es nichts.

    Bei mir kam noch Wut dazu. Wut auf ihn, den Alkohol, auf mich weil ich so hilflos war. Ich dachte schon ich liebe ihn nicht mehr. Doch als er tot war wußte ich, ich hab ihn immer geliebt, und er wird in meinem Herzen weiter leben, egal was die Zukunft bringt.

    Ich wünsche Dir viel Kraft für die Zukunft, sei stark.

    Hallo *Chrissy*,

    ich weiß wie du dich fühlst. Ich habe meinen Mann durch den Alkohol verloren. Ich war nicht in der Lage ihn zu verlassen, und mußte mir mit ansehen wie er langsam stirbt. Auch ich war wütend, auf mich, meinen Mann, den Alkohol und habe mir manchmal gewünscht dass alles vorbei ist. Wenns dann so ist, tut es trotzdem unheimlich weh. Ich hab es schon geahnt, trotzdem will man es nicht wahrhaben. Auch wenn das jetzt blöd klingt, irgendwie hab ich mich befreit gefühlt.
    Ich würde dir trotzdem raten, geh weg. Vielleicht kann dir ja irgendjemand behilflich sein, dein Vater oder dein Bruder?
    Du hast dein eigenes Leben. So wie du das schilderst, wird deine Mutter nicht aufhören zu trinken.

    Halt die Ohren steif.

    Zitat von schwarzerEngel


    Ist das purer Zufall, oder kann da sowas sein, wie bei Zwillingen (wenn der eine in gefahr ist, spürt das der andere) immerhin sind wir ja auch verwandt.
    Kennt jemand sowas??
    LG

    Hallo schwarzerEngel,

    ich denke schon dass es möglich ist solche Dinge zu spüren. Da ich selbst schon ähnliches erlebt habe.

    Ein paar Beispiele: Als meine Oma in ihrer Küche tot zusammenbrach, war ich auf dem Weg meinen Sohn in den KiGa zu bringen. Ich stürzte ohne ersichtlichen Grund auf meine Knie.
    Ein Freund von mir verletzte sich auf Arbeit und ich hatte plötzlich ein sch.... Gefühl.
    Schon ein paar Wochen bevor mein Mann starb, ging es mir durch den Kopf: Ich sehe ihn hier sterben.

    Es sind irgendwelche Vorahnungen die sich bei Dir anscheinend in Träumen widerspiegeln.

    Also ich glaube daran, dass man ein Gespür für solche Sachen haben kann.

    Hallo Paul,

    schön dass du hierher gefunden hast. Du bist hier nicht alleine, das kann ich Dir mit sicherheit sagen. Hier gibt es viele die in der gleichen Situation sind oder waren.

    Von mir selbst kannst Du keine Tipps bekommen, da ich nicht alkoholabhängig bin. Aber ich habe meinen Mann durch den Alkohol verloren. Das ist der richtige Schritt, damit Dir so ein schreckliches Ende erspart bleibt.

    Zitat von Zicklein

    Danke Henri

    Sein Alkoholproblem belastet mich insofern, dass ich einfach nicht mitansehen kann, wie er sich kaputt macht.... ansonsten bekomme ich wenig vom Alkohol zu spüren, man merkt es ihm nicht sonderlich an, wenn er betrunken ist.... und er ist nun mal, abgesehen vom Alkohol, mein absoluter Traum-mann - und den soll ich jetzt verlassen, bzw. ihm ein Ultimatum stellen? DAS SCHAFFE ICH NICHT und will ich nicht... zumal es keine Garantie gäbe, dass das Ultimatum auch wirklich was bringt...
    ich glaube eher es würde das Gegenteil bewirken....

    Klar ist es von ihm nicht fair, mir mit dem Trinken weh zu tun, aber ich seh es als Krankheit - und die ist es nun mal wirklich.... ich weiss dass mein Freund mich liebt, aber er ist ziemlich kaputt und Lebensmüde - oft sieht er sich eh nur als Last für mich. Er wollte mich auch schon verlassen, ich hätte ja anscheinend was "besseres" verdient...:(

    Hallo Zicklein,

    du glaubst gar nicht wie bekannt mir das vorkommt. Ich konnte meinen Mann auch nicht verlassen. Aber wenn ich die Zeit nochmal zurückdrehen könnte würde ichs versuchen.
    Ich bin bei ihm geblieben, war nicht in der Lage ihm klarzumachen was er sich und mir antut. Er hat es nicht überlebt.

    Glaube mir, Dein Herz wird auch zerbrechen wenn Du ihn sterben siehst.
    Dann wirst du Dir Vorwürfe machen: Ach hätte ichs doch versucht! Aber dann ist es zu spät.

    Hallo Finia,

    Hab keine Angst, sei stark. Ich kann mir gut vorstellen dass es sehr schwer ist. Bitte halte durch. Wenn Du denkst Du packst es nicht dann lies Dir nochmal meinen Thread " Bis zum bitteren Ende durch ". Du mußt nicht so enden. Bitte bleib stark!