Beiträge von MrHardcore

    hi regina,

    ob nun erdulden der richtige weg ist, wage ich zu bezweifeln. ich bin eher gut damit gefahren, es als gegeben hinzunehmen, dass ein nasser alkoholiker nicht mit "normalen" maßstäben zu messen ist - ohne, dass sich dies auf meine befindlichkeit auswirkt. ich muss es ja nicht er-leben, ich muss es nicht er-fahren, es ist sein leben, nicht meines.

    und so lange ich zu meiner entscheidung stehe (z.b. ihm eben kein geld zur verfügung zu stellen), fühle ich mich auch nicht schlecht. ich will ihm kein geld geben, weil ich seine suchterkrankung nicht weiter fördern und unterstützen möchte. ich gebe ihm aber gerne geld, wenn er im wege einer therapie dauerhaft trocken ist und im zuge des aufbaus eines neuen lebens unterstützung gebrauchen kann.

    du siehst den unterschied, und du kennst ihn. lass dich nicht verwirren, du bist schon auf dem richtigen "dampfer".

    alles liebe,
    cu
    MrH

    hi pantherina,

    du liest dich sehr rationell und klar und scheinst sehr genau zu wissen, was du bereit bist, mitzumachen. von deinem partner weiss ich ja nun gar nichts, auch nicht, wie er seine sucht in trockenen zeiten gesehen hat. von daher ist es sinnlos, über fiktive vorgehensweisen zu sprechen.

    eine klärende aussprache mit eindeutiger ansage, ehrlich aber liebevoll gehalten von beiden partnern, mag ein richtiger weg sein. ich würde diesen weg wieder gehen, ich bin ihn bereits gegangen - aber von der anderen seite, da war ich der säufer und wurde trocken. ist ein anderes thema.

    nur eines gebe ich zu bedenken, eben da ich nichts über deinen partner weiss: als ich noch "nass" war, konnte mich kein gespräch dieser welt im innersten erreichen. ein betrunkener/angetrunkener alkoholiker ist kein gleichwertiger/ebenbürtiger gesprächspartner, mit dem du auf augenhöhe ein rationelles gespräch führen kannst. dessen musst du dir bewusst sein.

    für den rest: viel glück, du wirst deinen weg schon gehen.

    cu,
    MrHardcore

    hi regina,

    klingt sehr unangenehm, was du da schreibst. andererseits liest du dich -für mich- sehr abgeklärt und mental gefestigt. du weisst, dass du deinem vater nicht die trockenheit nachtragen kannst, dass er seinen weg gehen muss - im schlimmsten falle bis zum tod. das wissen um diese tatsache ist eine seite, das annehmen dieses "schicksals" eine ganz andere.

    ich tröste mich an manchen tagen damit, dass ich ja durchaus auch angenehme erinnerungen an meinen vater hatte, an zeiten, in denen seine suchterkrankung nicht das einzige war, was ihn ausmachte. diese schönen erinnerungen kann ich gezielt abrufen, weil sie mir etwas bedeuten. und ich kann damit mein gedankenkarussel recht gut abstellen.

    der rest ist mein persönliches erleben, dass ich meine alkoholkrankheit zu einem stillstand bringen konnte und mit meiner zufriedenen trockenheit die sehr angenehme erfahrung machen durfte, dass jeder es schaffen kann, aus dieser suchtspirale auszusteigen. niemand muss trinken, wenn er das nicht will. diese hilfe gibt es -zumindest in der bundesrepublik- für jeden von uns, und sie ist fast ausnahmslos kostenfrei.

    wenn du es schaffst dir zu verinnerlichen, das sein jetziger zustand also bis zu einem gewissen grad von ihm so gewollt ist (im sinne von er will keine hilfe annehmen, sondern statt dessen saufen), dann kannst du vielleicht auch innerlich loslassen. er wird immer dein vater bleiben, und ich nehme an, du wirst ihn immer als etwas besonderes sehen - eben als deinen vater. warum auch nicht?

    wenn du ihm deinen frieden schenken kannst, wirst du auch deine innere zufriedenheit finden.

    cu, und ganz viel kraft gewünscht,
    MrH

    hi mandy,

    aber das ist doch genau einer der hauptpunkte, auf die wir hier den fokus legen: der jeweils betroffene (in diesem falle halt der partner des alkoholikers) soll sich um seine bedürfnisse klar werden, seine interessen pflegen, seine zufriedenheit suchen. und nicht -wie hier bilderbuchmässig mitzuverfolgen- versuchen, den anderen so zu ändern, wie es einem selbst in den kram passt.

    wenn daniel seinen "altersruhesitz" und seine altersvorsoge dem zugriff des saufenden partners entziehen möchte, dann ist das ja legitim. aber dafür gibt es die hilfe eines anwalts, der gerichte & die bestimmungen der gesetze - nicht ein forum, in dem es um die loslösung von ungesunden verhaltensweisen geht.

    und für den rest -nämlich das erlernen neuer, gesunder wege- gibt es z.b. dieses forum. wenn jemand das möchte, kann er/sie hier sehr viel lernen und an sich und seiner einstellung arbeiten.

    daniel könnte/kann hier sicher was für seine emotionale gesundheit tun, wenn er das möchte. für mich sieht es aktuell aber eher so aus, als dass er lieber einen "rosenkrieg" mit seiner (noch-)gattin veranstalten möchte, um so über den zwang eine veränderung nach seinen vorstellungen bei ihr durchzusetzen.

    das wird nicht funktionieren, aber da muss er selbst drauf kommen. schön jedenfalls, das sein letzter (hr unglücklicher) kommentar scheinbar gelöscht wurde.

    cu,
    MrHardcore

    hi miss,

    habe mich schon gefragt, ob du noch mal was schreibst.

    ist ja schön zu sehen, dass du scheinbar nur ein winziges anliegen hast:

    Zitat

    ich hab in meinen Augen ein RECHT darauf, dass SIE sich bei mir entschuldigt !!!

    das ist alles? und wegen so einer kleinigkeit machst du so einen aufstand?

    na ja, jeder vertreibt sich seine zeit anders.

    cu,
    MrHardcore

    hi tooshy,

    ob oder ob nicht wissen dein arzt und dein apotheker, und mit denen solltest du die einnahme von (auch rezeptfreien) medikamenten immer im vorfeld besprechen.

    mal eine ganz andere frage: wenn du jetzt, am anfang einer eventuellen trockenheit, bereits beschwerden mit "hilfsmitteln" unterdrücken willst, was machst du dann später mal, wenn du z.b. eine echte lebenskrise zu bewältigen hast?

    was ich damit sagen will: ein teil unserer defizite, die uns zum saufen gebracht haben, ist sehr oft das "nicht-aushalten-können" von unangenehmen dingen und das darauf folgende "betäuben". ich fand es als sehr wichtig im laufe meines trocken-werdens (und auch hilfreich) zu erfahren und zu erleben, dass ich sehr viel aushalten kann, ohne dass schlimmeres passiert - und ohne mich mit irgend einer substanz "betäuben" zu müssen.

    warum versucht du es nicht z.b. mit einer runde auspowern durch laufen/spazieren gehen/sonstigen sport treiben, um zu deiner inneren ruhe zu finden?

    cu,
    MrHardcore

    hi christin,

    ich lese deinen faden von anfang an mit. ich möchte dich nur mal ganz gezielt auf folgendes hinweisen:

      - du schreibst auf 28 seiten fast ausschließlich über ihn. es geht hier aber nur um dich. wo bleibst du, wann nimmst du dich mal ernst und sorgst dich um deine bedürfnisse?
      - du kennst ihn erst seit 2,5 jahren. das ist verdammt wenig. ihr seid nicht verheiratet und habt keine gemeinsamen kinder (oder hab ich was verpasst?), und er tut dir nicht gut. was hält dich?
      - weisst du überhaupt, was du von dir und deinem leben erwartest? nein? wie willst du dann eine partnerschaft fürhren? und noch dazu mit einem suchtkranken, der nach deiner aussage noch gar nicht trocken/clean leben will sondern permanent anschub "von aussen" braucht?


    mädchen, wann lebst du eigentlich? in 5, 10, 20, 30, 40, 50 jahren, wenn doch alles "umsonst" war?

    fang doch einfach mal bei dir an, im hier und im jetzt, bei deinen bedürfnissen. und ohne ihn - wenn du das willst. wenn nicht, dann musst du halt lernen, mit den folgen zu leben, so oder so...

    cu,
    MrHardcore

    hi xenica,

    nun, der saufdruck wird ja hoffentlich inzwischen nciht mehr akut sein.

    hast du deine situation danach ehrlich und in ruhe analysiert? dann wirst du wissen, wo die defizite sind, die es deiner sucht ermöglichen, dich so vehement anzugreifen.

    ich wünsche dir die kraft, da genau hin zu sehen und auch entsprechend zu handeln.

    denn: all unser wissen ist nutzlos, wenn wir es nicht auch für uns anwenden...

    cu,
    MrHardcore

    hi ex-unbeschwert,

    ich persönlich störe mich gar nicht an den ausdrücken oder dem wort "hass", auch nicht daran, dass jemand so empfindet. das ist doch ok, das kann jeder halten, wie er es möchte.

    ich sehe dieses forum jedoch nicht als blosse "jammerplattform" (das muss auch sein, sollte aber nicht der selbstzweck sein), sondern als selbsthilfemöglichkeit. als selbsthilfemöglichkeit in der es anderen forenteilnehmern ermöglicht wird, nicht jede erfahrung selbst machen zu müssen, sondern auch mal auf die bereits gemachten erfahrungen anderer zurückgreifen zu können und das für ihn/sie brauchbare rausnehmen zu können.

    dabei fiel mir halt auf, dass sich die wut/der hass als bestimmendes element in diesem thread manifestierte. da ich (und viele andere auch) die erfahrung gemacht haben, dass wut/hass etc nur ein kleiner (aber sehr hinderlicher, weil belastender) zwischenschritt in der entwicklung ist, möchte ich einfach den fokus auf etwas anderes als diese wut/diesen hass legen um perspektiven für die zukunft aufzuzeigen.

    es ist einfach so: diese wut und dieser hass bringt uns kinder nicht weiter (ich bezweifle, ob es überhaupt jemand dauerhaft weiter bringt. als anstoss/auslöser o.k., aber für mehr...????). es ist auch keine befriedigung, auf lange sicht darin gefangen zu bleiben, dass ich auf etwas warte (z.b. eine entschuldigung), was keinerlei veränderung der situation bewirken kann (die zeit wird ja nicht ungeschehen dadurch).

    umso wichtiger finde ich es, aufzuzeigen, dass diese entwicklungsstufen nur vorübergehender natur sind, kein dauerzustand bleiben müssen, und am ende des tunnels durchaus licht ist. licht, das wir umso eher erreichen, je eher wir uns vom alten ballast trennen und in unserer entwicklung auf uns und unsere aktuellen lebensbedürfnisse konzentrieren.

    und zum trennen von ballast gehört halt auch, dass diese wut/dieser hass keine macht mehr über uns hat.

    wir haben es in der hand, wie und in welchem tempo wir uns weiter entwickeln - und vor allem: wohin.

    anyway, irgend jemand hat es hier geschrieben: jede(r) entwickelt sich in seinem/ihrem tempo. passt für mich, kann ich so stehen lassen.

    cu,
    MrHardcore

    hi cailin,

    netter versuch, leider daneben.

    gut, ich versuch's nochmal: was habe ich davon, wenn ich wütend bin, alten hass pflege und meine energie und meine gute laune an dinge verschwende, die ich 1.) nicht ändern kann, 2.) mich nicht weiterbringen?

    ich kann dir nur sagen, dass es mir inzwischen vollkommen egal ist, wer mir was "eingebrockt" hat. mir ist nur wichtig, wie ich ein ausgeglichenes und für mich zufiredenes leben führen kann. und um mit mir im reinen zu sein, bringt mich hass und wut nicht weiter.

    aber bitte, jeder kann nach seinem gusto leben. ich persönlich könnte und wollte es nicht, da ich alleine durch meine wut und meinen hass automatisch demjenigen macht über meine gedanken einräume, der mir ohnehin schon mal weh getan hat.

    somit bin ich wieder an dem punkt wo ich feststelle, wie ich lebe (mit welcher zufriedenheit) hat sehr wohl nur mit mir zu tun.

    ach ja, noch was: bei mir steht nie ein opfer als depp da - es sei denn, es bezeichnet sich selbst so.

    cu,
    MrHardcore

    ach, daher weht der wind. es geht gar nicht um die alkoholkrankheit des partners. es geht mal wieder primär um den schnöden mammon !

    also, wenn es nur um den erhalt von materiellen dingen wie dem altersruhesitz geht, um den finanziellen ruin und ähnlichen kleinkram, dann muss ich passen. das fällt für mich unter eine andere rubrik als unter "selbsthilfe für alkoholkranke und deren angehörige".

    da könnte ich mir dann eher einen professionellen rechtsbeistand vorstellen, der das notwendige in die hand nimmt und dein eigentum schützt.

    indes, daniel: notwendig, dass du dich kümmerst, machst nur du es. niemand sonst. schon gar keine umstände... und noch was: deine frau hat -zumindest in der bundesrepublik deutschland- das recht zu saufen. sie hat auch das recht, sich zu tode zu saufen, wenn sie das möchte. soviel zum thema "recht".

    cu
    MrHardcore

    hi miss,

    nun, du bist 33 jahre alt, richtig? dann stimmt das hier:

    Zitat

    Das was ich erdulden musste, dass kann sie nie wieder gut machen. Sie lebt als wäre nichts - und ich bin der, der den Stempel auf der Stirn hat.


    seit 15 jahren nicht mehr.
    niemand zwingt dich, im gleichen haus wie deine mutter zu leben. wenn du es trotzdem machst, ist das deine freie entscheidung.

    würdest du von deiner mutter auch eine entschuldigung hören wollen, wenn sie aus einer anderen psychischen erkrankung heraus sich nicht um dich hätte so kümmern können, wie du es jetzt gerne hättest, dass sie es getan hätte? oder würdest du sie dann eher in schutz nehmen?

    mit verlaub, was du machst, ist dir auf billigste art einen schuldigen zu suchen. nun, das ist einfach, der schuldige wird immer deine mutter sein. sie säuft ja schliesslich, ohne frage. deine mutter wird auch noch die schuldige sein, wenn du schon längst hochbetagt bist - willst du diesen hass bis dahin weiter kultivieren und steigern und deine mutter für dein "nicht-anders-denken-wollen" auch in die pflicht nehmen?

    das kannst du gerne machen, niemand wird einen einwand erheben. nur: wirst du damit zufrieden leben? nein, das wirst du nicht. mit dieser einstellung wirst du irgendwann verbittert sein, unzufrieden (so, wie jetzt), missgelaunt, zickig im innersten. und das färbt ab, auf andere bereiche.

    ab dem punkt liegt es aber ausschließlich an dir, etwas zu verändern und für deine zufriedenheit zu sorgen, anstatt in der vergangenheit zu leben und den alten hass zu pflegen.

    keiner zwingt dich, bei deiner mutter zu wohnen.
    keiner zwingt dich, fragen über deine mutter zu beantworten.
    keiner zwingt dich, für deine mutter zu lügen o.ä.
    keiner zwingt dich, am gleichen ort zu wohnen, wie deine mutter.
    keiner zwingt dich, deine mutter zu decken.
    keiner zwingt dich, irgend etwas anderes zu tun als das, was dir gut tut - außer du selbst.

    es ist dein leben, mach was draus.

    cu
    MrHardcore

    hi ihr hasser(innen),

    mal ganz salopp gefragt: habt ihr mit +30 es immer noch nötig, euer wohlbefinden von den befindlichkeiten euerer eltern abhängig zu machen? ist das nicht erbärmlich?

    ich frage bewusst so provokativ, weil ich es sehr gut nachvollziehen kann. ich habe nur lernen dürfen, dass diese undefinierbare wut ausschließlich etwas mit mir zu tun hatte. mit mir, weil ich nicht adäquat abgenabelt hatte, keine ausreichende emotionale distanz zu meinen eltern aufgebaut hatte - und somit bis lange im erwachsenenalter von deren befindlichkeiten abhängig war. quasi ein selbstgewähltes ewiges kind blieb.

    erst, als ich mir mein eigenes leben -unabhängig von irgend einer bewertung meiner eltern- aufgebaut hatte, als ich meine bedürfnisse durch mich selbst einer befriedigung zuführte, erst da konnte ich in frieden mein leben leben.

    und das ist lernbar. anders als ein stofflich süchtiger brauche ich dazu gar nicht viel: ich muss mir "nur" eingestehen, wo meine defizite sind, und diese so versorgen, dass ich ohne wut / hass leben kann.

    wenn ich natürlich als erwachsener noch darauf hoffe, die als kind (vermeintlich oder tatsächlich) nicht erhaltene elternliebe nachholen zu müssen, werde ich bis zum sankt-nimmerleins-tag darauf warten müssen und daran versauern...

    cu,
    MrHardcore

    hi daniel,

    sag mal, wer von euch beiden will denn nun trockenheitsarbeit leisten: du oder deine frau?

    so, wie du das hier schreibst, hat deine frau nämlich null bock, "klarschiff" zu machen, die dinge biem namen zu nennen und die notwendigen massnahmen einzuleiten.

    so lange sie selbst aber nicht dazu steht, statt dessen versucht, unter irgendwelchen deckmäntelchen oder schutzbehauptungen heimlich, still und leise "ein bisschen was" zu machen, so lange denkt sie nass.

    und vom nassen denken zum trockenen leben ist es noch ein seeeeehr weiter weg...

    was machst du eigentlich für dich, um deine doch sehr ausgeprägte kontrollfunktion mal zu "behandeln"? ich an stelle deiner frau hätte mir derartige "querschüsse" hinter meinem rücken massiv verbeten - auch und besonders, als ich noch gesoffen habe...

    cu
    MrHardcore

    hi frucht,

    dein letztes posting liest sich für micht seltsam. ich lese da sehr viele allgemeinplätze und "stammtischparolen" raus, aber nur wenig eigene erfahrung von dir.

    bestes beispiel:

    Zitat

    Oder muss man, alles ändern was man in 30, 40 oder gar 50 jahre aufgebaut hat?

    du bist nach eigener angabe 33 jahre jung, also reden wir hier über maximal 15 jahe, in denen du etwas aufgebaut hast. das ist üblicherweise auch der zeitraum, der bei männern vergeht, bis aus permanentem missbrauch sucht wurde und eine stoffliche abhängigkeit besteht. wo siehst du hierbei nun das problem? 15 jahre "über den haufen zu werfen" und vielleicht noch 40, 45, 50 und mehr trockene jahre vor dir zu haben?

    oder:

    Zitat

    bei der suchttherapie sollte es nur schwarz und weiss geben (hab ich irgendwo mal gelesen). Ich sag; Geht nicht, denn hinter jedem alkoholiker steckt ein mensch und ein mensch ist ein individuum, ergo kann die lösung eines problems nicht pauschalisiert werden und mit schwarz oder weiss abgetan werden.

    das ist nach deiner aussage nur angelesenes wissen, keine eigene erfahrung. warum machst du nciht einfach erst mal eine eigene erfahrung und entscheidest dann für dich und deine situation, ob das a.) zutreffend ist mit dem schwarz-weiss-denken, und b.) ob das nicht vielleicht sogar ein passender weg für dich sein kann, um eine neue struktur zu erlernen, oder c.) die vielgepriesene individualität in der sucht sehr wohl ihre grenzen findet und einer uniformen realität weicht?

    wie gesagt, mir persönlich sind da einfach zu viel allgemeinplätze drin und zu wenig eigenes erleben. lass dich doch einfach mal auf das "abenteuer" trockenheit ein, ohne die methoden auf dem weg dorthin abzuwerten.

    millionen von alkoholikern auf dieser welt sind dadurch (=mit diesen therapiemethoden und -ideen) auf lange zeit trocken geblieben - kann also sooo schlecht nicht sein...

    cu
    MrHardcore

    hi petra,

    sei mir nicht böse, aber deine threads lesen sich einfach gaaaaanz anders, viel weniger abgeklärt, viel ratloser, viel sorgenvoller als dein begründungen, die danach kommen.

    und: nach jedem einwand kommt eine rechtfertigung deinerseits - warum?

    mir ist's egal, ich muss das drama ja zum glück nicht miterleben.

    wenn ich dich jetzt so lese, dann ist doch eigentlich alles in butter, oder? also überhaupt kein grund für irgendwelche zwangseinweisung etc, nichts, nada...

    hm, was denn nun?

    wie gesagt: es ist dein leben, du musst damit glücklich sein. wenn das so ist, dann hut ab. ich könnte es nicht, ich müsste eine veränderung herbeiführen.

    cu
    MrHardcore

    hi petra,

    ich hatte das schon so verstanden. nur scheinst du dich nicht damit abfinden zu wollen/können, dass diskussionen mit einem nassen alkoholiker eben nicht zielführend sind (sondern "leere" versprechungen).

    wie dem auch sei, so lange du in diesem punkt nicht "aufgeben" willst, wirst du weiter damit leben müssen. irgend einem von euch beiden wird's entweder irgendwann zu blöd, oder es verändern sich irgend welche rahmenbedingungen und es kommt so zu einer änderung.

    wenn du so lange dieses theater mitmachen willst - es ist ganz und gar dein leben, deine entscheidung, deine zufriedenheit...

    have a nice day...

    cu
    MrHardcore

    hi petra,

    du drehst dich im kreis und willst die einfachste aller lösungen nur nicht akzeptieren.

    die lösung lautet -wie in allen fällen-: löse dich von ihm.

    bislang versuchst du nur in jedem deiner theads herauszufinden, wie du ihn vom saufen abbringen kannst. nun, du kannst ihn nicht davon abbringen. er muss das wollen. du kannst ihn nicht zwangseinweisen lassen (gott sei dank!), das macht der Gesetzgeber nicht mit.

    wann tust du mal was für dich und nimmst dein leben in deine hand, sagst "nein" zum thema alkohol und baust dein leben auf - auch ganz ohne ihn?

    cu
    MrHardcore

    hi linde,

    nu sei mal nicht so pingelig, nach so einer spontanheilung ist doch alles easy! hauptsache, seinen eigenen "liebesbedürfnissen" ist rechnung getragen worden und "man" ist wieder "zusammen". dass der hauptpartner der alkohol ist, dass die kinder unter einem derart dysfunktionalen familienleben leiden müssen, das alles lässt sich doch wunderbar mit ein paar blumigen kommentaren kaschieren.

    ich weiss gar nicht, was du hast? bei martigro passt doch alles! perfekte lippenbekenntnisse, sie macht doch... und wen stört da schon das bisschen alkohol, man redet doch offen darüber...
    ausserdem, was soll er denn anders machen, der arme kerl, er gehört doch zur familie, da kann man doch nicht klarheit fordern, oder gar veränderung, nein, das wäre doch nicht lieb... hauptsache, der verlorene sohn ist wieder im schosse der familie. die hat sich halt dann unterzuordnen und zu erdulden...

    bin ich froh, dass es auch anders geht. dass es noch menschen gibt, die einen ars.. in der hose haben und sich selbst so wichtig nehmen dass sie dem trinkenden partner sagen "so nicht, zumindest nicht hier". das es noch eltern mit verantwortungsgefühl gibt, die ihren kindern das aufwachsen in einem nassen umfeld nicht zumuten. die bereit sind, verantwortung für ihr eigenes leben und das leben ihrer kinder zu übernehmen, auch wenn das persönliche einschränkungen und/oder opfer bedeutet.

    aber was soll's. martigro wird sich maximal angegriffen fühlen, ändern wird sich bei ihr nix. und wer nicht will, nun ja, der muss halt so weiterleben. jeder ist für sein leben verantwortlich.

    ich frage mich nur, warum sich jemand dann ausgerechnet in einem forum wie diesem rat und hilfe erwartet? oder wird nur ein abnicken des eigenen -kranken- verhaltens erhofft?

    na ja, egal, nur schade um die kinder.

    cu
    MrHardcore