Beiträge von Manfred

    Hallo Lavandula,
    ich habe gerade von Deiner "Orchestermetapher" gelesen.

    Spannenderweise habe ich das gleiche Bild auch schon einmal erwähnt:
    auf seite 3 in "meinem" Thread "sich selbst lieben".

    Die Fragen, die sich für mich mit diesem Bild ergeben haben, stelle ich als Zitat nochmal hier ein:

    Wie siehst Du das mit dem Selbst? Hast Du darauf eine Antwort?

    Liebe Grüße
    Manfred

    Hallo zusammen,

    da sind wir wieder bei einem anscheinend zentralen Thema der Sucht/ Lebensbewältigung:

    Sich selbst lieben?!

    Wie geht das?

    Kaltblut, der alte Weltklassealkoholiker ;-), der sich nicht zu schade ist dahin zu gehen wo es weh tut: in die Kreisliga, da wo noch der echte, wahre Fußball gespielt wird, wo die Liebe zum Spiel noch wahrhaftig ist, wo Schauspielerei verpönt ist, der schreibt dazu :

    Die Ursache meiner Ängste, meiner ungestillten Mängel wurde in dem Augenblick unbedeutend, als ich sie liebevoll in der Hand halten konnte.

    Dieses „liebevoll in den Händen halten können“, wie kommt man, wie komme ich dahin?

    Ist das ein Geschenk? Von wem? Ein Geschenk, das ich mir selbst mache? Eine spirituelle Erfahrung, die man/ich erwerben/erlernen kann? Kann man dieses Geschenk behalten? Wie pflegt man es?

    Ich hatte das Gefühl, das mein Leben ein Geschenk ist, als ich nach meinem Entzugsdelir langsam wieder in die Welt zurückkam. Alles fühlte sich neu an: Atmen, Essen, Riechen …

    Dieses Gefühl hielt einige Wochen, Monate. Dann kam die LZT. Dort wurde mir vermittelt (so habe ich es damals empfunden), dass ich jetzt meine Lebensgeschichte „aufarbeiten“ müsste um ein trockenes Leben führen zu können. Es wurde eine lange Liste von Defiziten gemacht, die ich alle aufarbeiten sollte. Analysieren, verstehen, ändern.

    Ich habe das teils mit Interesse, teils mit Widerwillen gemacht. Irgendetwas hat mir gefehlt. Heute weiß ich, was mir gefehlt hat:

    Dass sich jemand mit mir gefreut hat, dass ich am Leben bin. Mit all meinen vermeintlichen Defiziten, Ängsten, etc.

    Ich habe das Gefühl „mein Leben als Geschenk zu betrachten“ nach und nach verloren. Ich habe dieses Gefühl nicht gepflegt. Ich bin in diesem Analysierungsmuster stecken geblieben. Ich habe mich und andere ständig analysiert. Und im Außen immer wieder versucht Lösungen zu konstruieren, zu inszenieren. Die Liebe zu mir, zu meinem Leben ist dabei auf der Strecke geblieben.

    Heute beginne ich wieder von vorn. Ich lege diese kostbare Pflanze „Leben“ wieder vom Gedanken- und Gefühlsgestrüpp frei. Ich erlaube mir, dass ich mich um sie kümmern darf.

    Ich bedanke mich bei allen, die hier offen ihre Gedanken und Gefühle formulieren.

    Liebe Grüße
    Manfred

    Hallo Besucherin,

    da bin aber mal gespannt, ob Du Deinen Nickname änderst, wenn Du hier zum Dauergast wirst. (weiß gar nicht, ob das möglich ist)

    Ich hätte schon jetzt einen Vorschlag: Vollblut ;)

    Ich verfolge gerade, mit großem Interesse, Deinen Austausch mit kaltblut.

    Ich hatte über ein ähnliches Thema ("Sich selbst lieben"; irgendwie ähneln sich die Thema ja immer wieder) auch schon einmal einen intensiveren Austausch mit kaltblut. So ganz in der Tiefe habe ich ihn noch nicht verstanden. Entweder gibt es bei mir da noch irgendeine Sperre oder ich "übersetze" seine Sprache nicht richtig.

    Vielleicht bekomme ich ja über Euren Dialog etwas mehr Klarheit.

    Liebe Grüße
    Manfred

    Lieber Frank,

    Zitat

    Du meinst bescheiden und dankbar zu bleiben, nicht euphorisch zu werden, stets bei sich zu bleiben und nicht von anderen ablenken lassen
    dankbar für die Chance zu sein die man (ich ) bekommen hat und was daraus zu machen, eher mal still als laut zu sein...und sich selbst nicht so wichtig zu nehmen...

    Kann es sein, das du das so oder so ähnlich meinst?

    Ja, in diese Richtung habe ich gedacht.

    Zu der Demut, die für mich ja so eine zentrale Bedeutung hat, schreibe ich in "meinem" Thread noch weitere Gedanken.

    Danke für die guten Wünschen :D

    Struktur fand ich völlig o.K. Wir sind hier ja alle ähnlich strukturiert ;)

    Ähnlich strukturiert und doch einzigartig.

    Liebe Grüße
    Manfred

    Hi Frank,
    ich lese seit einiger Zeit bei Dir mit und wollte mal ein kurzes Feedback loswerden.

    Du hast ja heute auch um Ergänzungen zu Deinem stabilen Umfeld gebeten ;)

    Also erstmal Glückwunsch zu Deinen ersten trockenen Tagen!

    Vorab noch kurz zur Einleitung:
    Ich bin selber im Moment in keiner besonders guten Verfassung, auch wenn ich schon ein paar Tage länger trocken bin ;)

    Es klingt vielleicht etwas irritierend für Dich, aber auch mir hilft es, wenn Du hier so offen über deine Situation schreibst. Danke Dir dafür!
    Ich hätte das in dieser Form nie gemacht. Deshalb noch mal: Respekt!

    Jetzt zu dem Bild, was ich im Moment von Dir habe:
    Aus meiner Sicht hast Du Dir mit Deiner „stabilen Umfeldliste“ ein recht gutes Gerüst gezimmert.

    Was mir noch nicht ganz klar ist, das ist das tragende Fundament. Ich habe ein bisschen Sorge, dass wenn einer Deiner Gerüstbalken wegbricht, dass dann das ganze Gerüst zusammenfällt.

    Ist die Liste auch nach Prioritäten gelistet?

    Ich frage deshalb, weil Du Dich selbst erst am Ende der Liste genannt hast. Kann aber auch Zufall sein …

    Bei mir war es so, dass ich am Ende meiner Saufzeit nichts mehr hatte. Bis auf meine Wohnung. Alles andere war schon lange weg. Das eine oder andere ist im Laufe der Zeit wieder hinzugekommen, hat aber nicht ewig gehalten. Jetzt ist es fast wieder so wie am Anfang.

    Was geblieben ist, das ist, dass ich weiß, dass ich Alkohol nicht kontrolliert trinken kann. Und sollte ich es trotzdem wieder tun, dann werde ich entweder verrückt oder ich sterbe.

    Genau das hat man mir auch vorher gesagt, als ich noch getrunken habe. Geglaubt habe ich es nicht. Ich musste es erleben. Entzugsdelir mit Spinnen, die mich auffressen wollten. Wie im Horrorfilm, nur ohne Ausknopf. Dieser verdammte Hochmut hat mich fast meinen Verstand gekostet.

    Ich wünsche Dir daher sehr, dass Du vorher demütig wirst. Nach meiner Erfahrung ist das der Schlüssel. Ich sage mir das auch immer wieder aufs Neue. Auch mit diesem Schreiben.

    Liebe Grüße
    Manfred

    Liebe espoir,

    Zitat

    Wir haben uns glaube ich ausgerechnet im Futter-Thread kennengelernt, ne?

    Nee, ich glaube der erste Kontakt war, als ich Dir etwas zu Deinem Namen geschrieben habe.

    Zitat

    Was macht denn deine Kocherei?

    Ich sehe mich da immer noch als Anfänger. Ich versuche halt es so gut wie möglich zu machen. Mit einfachen Kochbüchern und Menschen fragen, die da mehr Erfahrung haben.

    Für mich ist Essen immer ein guter Gradmesser ob es mir gut geht. Seit ich keinen Alkohol mehr trinke, gibt es eine eiserne Mindestregel: Mindestens drei Mahlzeiten am Tag. Davon eine warm.

    Wenn ich das einmal nicht hinbekomme, dann ist das für mich ein Alarmsignal. Bei mir ist das so: Wenn ich unter besonderem Stress stehe, dann habe ich keinen Hunger und kann nichts essen.

    Ich habe dann irgendwann eine neue Regel eingeführt: 2 Äpfel pro Tag. Jeweils vor der Mahlzeit. Das klappt ganz gut.

    Heute gibt es übrigens eine ganz einfache Mahlzeit: Pellkartoffeln mit Butter und Sardellen. Aber das wäre ja schon wieder etwas für einen anderen Thread ;)

    LG Manfred

    Liebe espoir,
    ich weiß nicht, ob man hier auch antworten oder kommentieren darf. Mach ich aber mal einfach:
    Ich freue mich mit Dir, dass Du mit Deiner Entwicklung zufrieden bist. :D

    Ich weiß zwar nicht, wie Du vor einem Jahr warst, aber das Heute hört sich doch wirklich ganz gut an ;)

    okay, jetzt noch mein Beitrag:

    ... ich mir drei Scheiben Brot mit zur Arbeit genommen habe, und mir gleich etwas Warmes zu essen koche ;)

    LG Manfred

    Hallo Karsten,

    irgendwie blicke ich nicht mehr durch.

    Die Texte im Thread "weg" waren vorher im Thread "scherbenhaufen" von Kaleu.

    Guck doch mal bitte wie der Thread "weg" anfängt. Das ist nie ein eigener Thread gewesen, sondern ein Teil von "Scherbenhaufen".

    Kannst Du mich aus meiner Verwirrung befreien?

    LG Manfred

    Hallo Moderatoren,
    da sind ja die Texte wieder. Das ist aber schön :)

    Wie sind die denn jetzt dahin gekommen?

    Kann man die Texte auch wieder in den Thread einbauen?

    Ich finde es klasse, das Ihr die wieder sichtbar gemacht habt.

    Und bis auf ein Edit (habe ich so ähnlich auch schon mal gesagt, obwohl ich nicht weise bin ;) war ja auch nichts zu korrigieren ...

    Liebe Grüße
    Manfred

    Hi Matthias, hi Martha,

    Zitat

    > stimmt nich ^ nönönönönö > nur liebevoll verzeihen > dir auch (nochmal grins)

    ich wollte gerade sinngemäß das Gleiche schreiben.

    Das wir irgendwie Fans voneinander sind hat bestimmt mit unseren Vornamen zu tun ;) mamama ...

    Aber wir sollten hier nicht den Thread von Kaleu vollquasseln ...

    Liebe Grüße
    Manfred

    Liebe Mitschreibende,

    ich freue mich, dass Ihr bei diesem Thema mitschwingt. :D

    Zitat

    Wenn ich sehe, dass ich angeschrieben werde ohne begrüßt und verabschiedet zu werden, dann ärgert es mich, weil mir ein freundlicher Umgangston untereinander wichtig ist.
    Klare Bitte: Könntest Du das nächste mal, wenn Du mir antwortest mich mit Namen ansprechen und mich verabschieden?

    Du könnest jetzt ja auch noch mal nachfragen, wie es sich für den anderen anfühlt, wenn er das ließt.......

    ....ich stimme Kaleu zu, Du hast keine klare Bitte formuliert

    Liebe Martha,
    stimme in allen Punkten zu. Du bist halt die Spezialistin für GFK. :wink:

    Zitat

    Du hast keine Bitte an mich gerichtet. Du hast subtil ein Bedürfnis formuliert, aber keine Bitte an mich gerichtet. Das ist auch nicht sonderlich freundlich.

    Lieber Kaleu,
    stimmt. Es war eine subtile, freundliche Bitte. So war es gedacht.

    Insgesamt finde ich, dass es ein schönes kleines Beispiel dafür ist, wie wir/ich mit dem Formulieren von Bedürfnissen umgehe/n.

    Ich freue mich, dass das hier für mich deutlich geworden ist.

    Zitat

    > ! mir isses ein bedürfnis - besonders so liebe menschen wie manfred persönlich anzusprechen (freu)

    Lieber Matthias,
    Danke. Ich bin ganz gerührt ...

    Euch allen einen schönen Start ins Wochenende!
    Manfred

    Hallo Kaleu,

    Zitat

    Weil es in Webforen eigentlich unüblich ist und das jeder mit sich selbst ausmachen kann.

    Ich kenn mich mit Webforen nicht aus. Dies ist das erste Forum an dem ich mich beteilige.

    Grundsätzlich freue ich mich immer über einen freundlichen Umgang miteinander. Insbesondere wenn es um ein sensibles Thema wie "Seelische Gesundheit" geht.

    Zitat

    Sprich - wolltest Du damit eine Bitte formulieren, dass ich Dein Bedürfnis danach wahrnehmen und - jetzt kommt der spannende Teil - stillen soll?

    Du sollst gar nichts.
    Ich würde mich darüber freuen, wenn Du meiner Bitte nachkommen würdest, weil mir ein freundlicher Umgang miteinander in diesem Forum wichtig ist.

    Kann aber auch sein, dass ich das überbewerte. Werde ich nochmal drüber nachdenken ...

    Liebe Grüße
    Manfred

    Liebe Spes,
    die Frage: warum eine LZT? kannst Du auch so stellen:

    Was möchte ich in der LZT für mich erreichen?

    Ich bin ziemlich sicher, dass Dir diese Frage auch zu Beginn der Therapie gestellt wird ;)

    Meine LZT liegt ja schon ein paar Tage zurück ;)

    Wenn man mir die o.g. Frage heute stellen würde, dann wäre meine Antwort:

    Ich möchte mich nach der Therapie mehr mögen als vorher.

    Wie lautet Dein Therapieziel?

    Liebe Grüße
    Manfred

    Zitat

    Nur was machste - wenn Du doch immer wieder nicht auf die achtest und möglichst erfüllst, sondern sogar wider besseren Wissens gegen Deine Bedürfnisse und manchmal Gefühle handelst?

    Hallo Kaleu,

    tja, da hilft glaub ich nur: weiter hinsehen, hinspüren, ...

    mach ich auch immer noch und hört nie auf ...

    Übrigens:
    Ich hab zum Beispiel das Bedürfnis nach Begrüßung und Verabschiedung in einem Post. Nicht immer, aber besonders zu Beginn ;)

    Liebe Grüße
    Manfred