Das ist ja das Problem.
In seiner nassen Zeit hatte ich mich geändert: Habe nicht mehr für ihn gekocht, seine Rechnungen nicht bezahlt, seine Wäsche gewaschen, aber nicht gefalten oder gebügelt. Da wurde er fies und gemein.
Dann wollte ich mich trennen, habe nur neben ihm gelebt und offen nach einem bezahlbaren Häuschen gesucht. Es war Schluss. Ich habe mein Ding gemacht und er seines. Ich kam aber nicht dazu, auszuziehen. Er drohte mir, ich würde nichts kriegen, er würde mir nicht das Geld zurückgeben, was ich ihm geliehen hatte, die Hunde würden bei ihm bleiben. Ohne dem sah ich für mich kaum eine Chance, wegzukommen.
Dann hatte er eine Affäre mit seiner Bügelfrau. Ich brach zusammen, aber wünschte ihn alles Gute und sagte ihm, ich würde hoffen, dass er das als Chance sieht. Er zog eine Woche zu ihr, kam aber täglich nach Hause, um "die Hunde " zu sehen.
Ich tat in der Zeit nichts, außer zu heulen, aber Abschied von ihm zu nehmen. Ich machte mir wieder mal die Haare, bräunte mich im Garten zwischen meinen Heulattaken, wenn sein Besuch vorbei war.
Nach der Woche sagte ich ihm nochmals, wie sehr er mir wehtut und das er bitte entgültig gehen sollt.
Da blieb er. Grund dafür war, dass er gemerkt hatte, dass er mir noch etwas bedeutet. Ihm war meine äußere Veränderung nicht entgangen und er dachte nur, wie schön ich nun wieder sei.
Ich war überglücklich, schlief mit ihm, obwohl er eine Fahne hatte und ich dann wieder unglücklich war, weil ich an die andere dachte.
Nach Monaten war der alte Trott wieder da, die alten Streitereien um seine Trinkerei und Faulheit und sein Desinteresse.
Ich fing wieder an, mich um mich zu kümmern. Traf Verabredungen, machte mein Ding, ließ seine Wäsche liegen und war trotzdem nicht glücklich. Ich hätte mich aber damit arrangiert.
Dann ging er aufgrund einer arbeitsmedizinischen Untersuchun in den Entzug. Er sagt, es wäre seine Entscheidung.
Ich war glücklich, hatte Hoffnung.
Diesmal nahm ich mir vor, dass es wieder so schön wird, wie am Anfang unserer Zeit. Er ging in die Klinik. Ich bügelte seine Wäsche weg, besuchte ihn ( es gab auch mal Streit, weil ich mich nicht genug beachtet gefühlt habe), unterhielt mich das erste Mal wieder normal mit ihm, hörte zu was ich Jahre nicht gemacht hatte), zeige Verständnis (was ich lange schon nicht mehr hatte). Ich versuchte alles, dass er ein stabiles, Zuhause hat, wenn er weg ist. Ich wollte mit ihm dadurch und ihn nicht alleine lassen. Während er weg war, lebte ich mein Leben und war zufrieden dabei. Dann kam er zurück und wollte meine Lebensweise ändern.
Ich sollte nicht putzen, sondern spontan mit ihm auf die Sonnenbank, in die Sauna. Er war erst mittags aufgestanden und traf dann diese Entscheidung. Sind wir denn im Hotel, dachte ich? Habe nur ich Verpflichtung und Verantwortung zu tragen? Was gibt ihm das Recht, über mein Leben zu entscheiden?
Er will mich ändern und nicht nur ich ihn. Unsere Auffassungen von Lebensweisen gehen auseinander. Wir können wirklich nicht zusammen leben. Er will Spass haben und keine Verantwortung übernehmen. Ich würde gerne Verantwortung abgeben, aber er will sie nicht.
Er will mich zurück, wie ich vor 13 Jahren war, aber ich habe mich verändert und er akzeptiert es nicht.
Ja- mein Verhalten während seines Entzuges war nicht echt. Es war nur ein Kompromiss, damit wir eine Chance haben. In einer Beziehung geht man doch Kompromisse ein. Ich hatte es ja jahrelang nicht getan. Ich habe den Zustand nur geduldet.
Mein Kompromiss war emotionale Zuwendung und Verständnis, aber nicht Änderung meiner Lebensweise, meiner Vorstellung von Verantwortung und meine "Putzsucht" (so bezeichnet er meine normalen Tätigkeit für die Instanthaltung eines großen Hauses mit Hunden).
Ich würde auch ohne ihn so leben wollen: sauber, geordnet und geplante Freizeit.
Ich kann nicht spontan seinen Ideen nachkommen, weil meine Planung anders aussieht.
Ist das normal für einen Co-Abhängigen. Ich bekomme das Gefühl, dass er Recht hat und ich unrecht. Das etwas an seinen Aussagen stimmt. Aber dann müsste ich mich ändrn, damit er glücklich wird. Und das will ich nicht.
Sehe ich da was falsch. Ist es nicht richtig, erst Mal zu sehen, was ich will? Ist das Scheitern der Beziehung nun wirklich meine Schuld?..
Liebe Grüeß Elke
Beiträge von elke1961
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hallo ihr Lieben,
danke für euren Zuspruch.
Ich weiß ja, dass ich mich um mich selbst kümmern muss. Aber meine Gedanken kreisen immer darum: Wie kann ich mich ändern, etwas für mich tun, damit wir zusammenbleiben? Damit er bei mir bleibt.
Ich habe gar keine Lust, etwas für mich zu tun. Ich habe immer etwas wichtigeres vor Augen: Mein Zuhause und meine Familie. Aber jetzt ist mir das Herz herausgerissen worden. Ich hatte mich so gefreut, dass er nach Hause kommt. Alle meine Hoffnungen, endlich eine normale Familie (Da hatte ich ja leider schon meine Vorstellungen von-- was ihn ja nicht passte) zu sein, schien in greifbarer Nähe.
Und dann wird mir vorgeworfen: "Du sagst, wir müssen einen Tag in der Woche uns es richtig schön machen und Zeit für uns nehmen. Wir sollten versuchen, vieles jetzt zusammen zumachen- wie z.B einkaufen."
Müssen und sollten--- daran hat er sich hochgezogen. Wenn ih "könnten" gesagt hätte, wäre das dann okay? Oder findet er daran auch wieder etwas zum aussetzen.
Ich kann machen, wie ich es will, alles mache ich falsch.
Ich bin heute Nacht ins Zimmer meiner Tochter gezogen, da ich nur am Weinen bin. Ich schaffe es nur kurz, mich abzulenken hänge im Keller Wäsche auf und Minuten später sitze ich an der Kellerwand auf dem Boden und heule.
Ja- ich bin wohl voll auf Entzug. So schlimm sogar, dass ich richtig gemein werden will. Aber dann würde ich nie wieder eine Chance haben ( wenn es eine gibt).
Ich würde am liebsten sagen: Deine sch.... Körbchen, die du in der Klinik geflochten hast, krieg ich überall für 2,- Euro zu kaufen." oder ich könnte ihm sogar eine Flasche Wein, die irgendwo noch im Keller liegt, vor seiner Nase trinken.
Ich will eine Reaktion von ihm, habe ich das nicht verdient? Er tut so, als wenn nichts passiert wäre. Das man sich nach dem Entzug sehr stark mit sich beschäftigt, habe ich schon gelesen. Auch , dass die Frau dann meistens mehr eine Belastung ist.
Ich habe ihm gestern noch gesagt, er solle dann doch Nägel mit Köpfen machen, seine Koffer packen und gehen. Da sagte er nur: "Warum ich". Weil du derjenige bist, den alles ankotzt, sagte ich.
Wenn er weg ist, geht es mir besser. Das habe ich während der LZT gemerkt. Aber er kann doch nicht von mir verlangen, dass ich alles aufgebe, nur weil er nicht mehr will?
Ich würde ihn doch schon aufgeben- reicht das nicht- ist das nicht genug.
Jetzt soll ich ihm alles lassen, selbst die Hunde, um die er sich niemals in seiner Saufzeit gekümmert hat- die Hunde haben mich aufgebaut, mich raus aus dem Haus gebracht, durch sie habe ich andere Hundefreunde, mit denen ich mich treffe. Ich liebe sie und würde sie ihm niemals lassen.
Wo soll ich denn hin mit Kind und Hunden? Ich kann es mir nicht leisten, da ich für das Haus Schulden gemacht habe. Ich könnte noch nicht mal Miete zahlen. Ich habe meiner Tochter ( ist nicht von ihm) ihren Traum für ein Tierpsychologiestudium, welches ich auch noch bezahle, verwirklichen lassen. Sie müsste es dann aufgeben.
Ist ihm denn nicht klar, was alles davon abhängig ist? Was soll ich nur tun.Ich danke euch ganz lieb
Eure Elke -
Hallo, mein Name ist Elke und ich brauche dringend Hilfe.
Mein alkoholabhänger Partner hat eine Langzeittherapie hinter sich.
Er ist nun drei Tage zu Hause und will unsere dreizehnjährige Beziehung beenden. Er begründet es damit, weil er doch noch Spass im Leben haben will.
Er hat sich nicht verändert. Ich habe drei Tage lang ein nettes freundliches Gesicht gemacht, mich mit ihm unterhalten, Weihnachten geplant, einen Riesenschneemann bestellt und und und......
Am dritten Tag platzte es-- er hatte wieder bis Mittags geschlafen, setzte sich wieder den ganzen Tag von mittags bis nachts vor dem Fernseher. Als ich ihn dann bat, nachdem ich wieder alles alleine gemacht hatte (Haushalt, Garten, Hunde, Wäsche - zum Glück habe ich Urlaub), die Matschschuhe doch auszuziehen, weil er die ganze Wohnung volltropfte, weigerte er sich. Er provozierte mich, indem er sie einfach anließ. Dann meckerte ich mal wieder und kurz danach sagte er es mir.
Er hatte sich das schon länger überlegt. Es kotzt ihn alles an. Unsere Beziehung hat keinen Wert mehr.
Ich habe es schon während der Therapie gemerkt. Er legte auf, weil ein "Kumpel" in sein Zimmer kam- was viel wichtiger war, als mit mir zu telefonieren. Er schrieb während seiner Wochenendbesuche eine Frau aus der Therapie, dass er in die Sterne schaut und an sie denkt. (Ich habe seine SMS kontroliert, weil er mich schon mal betrogen hatte).
Ja- ich vertraute ihm nicht mehr. Es ist sicherlich auch meine Schuld. Aber warum ist er so eiskalt und tut mir so weh? Ich bin bei ihm geblieben, habe zu ihm gehalten, als er den Entzug machte. Auch wenn er nur die ganze Zeit von sich redete. Ich habe gedacht, ich muss ihm zeigen, dass er mir wichtig ist. Wie es mir ging, hat er nicht einmal gefragt. Er weiß, dass ich schwerbehindert bin und starke Probleme mit meiner Gesundheit habe (immer wieder im Krankenhaus bin).
Muss ich es ernst nehmen oder ist es nur eine Phase, die jeder nach dem Entzug durchsteht? Eigendlich wollten wir eine Paartherapie machen, aber er will plötzlich gar nichts mehr-- ich soll ausziehen, ihm alles lassen. Das Haus ist auf seinen Namen gemietet und ich habe all mein Geld hineingesteckt. Ich komme mir vor, wie ein räudiger Hund, den man vor die Tür setzen will.
Ich sitze und heule nur noch. Ihn interessiert nichts. Nicht dass ich Mitleid will- aber er zeigt noch nicht einmal eine Regung. Wie kann man nur 13 Jahre so einfach vergessen und Schluss machen?