Hallo ihr Lieben
BlueCloud, er würde mir nichts unterschreiben, weil er ja meint, er wollte das alles nicht. (außer Fernsehen, Saufen und pennen war an nichts Interesse da).
Ach Martha,
Sylvester nacht wurde ich wütend. Er kam nach oben, wünschte mir ein frohes Jahr und ging dann zu den Nachbarn. Als er zurück kam, sagte ich ihm, dass ich nicht glaube, dass er das ernst meint. Es kam wieder zu Diskussionen und Vorhaltungen seinerseits und dann bin ich geplatzt. Ich habe ihm das erste Mal richtig vorgeworfen, wie die letzten Jahre für mich waren: Mit seinen Erniedrigungen, Spott, Rumgesaufe, Verletzungen und und und. Ich warf im vor, dass er ja wohl ein Techtel Mechtel in der Klinik hatte und er sich wohl nach meinem Auszug sofort eine Neue ins Haus holt. Es platzte nur so raus. Er grinste nur (vielleicht nur nach außen), meinte aber, ich habe an seinem Handy nix zu suchen. Aber ich würde es ihm ja jetzt leicht machen, sein Ding durchzuziehen. Ich meinte nur, dass es jetzt eh alles egal ist, ist doch nichts mehr zu retten, ist doch sowieso alles kaputt, also werde ich jetzt sagen, was ich will, was mich verletzt.
Danach ging es mir besser, ich habe es mal rausgelassen ohne Rücksicht auf ihn zu nehmen, ohne zu bedenken "Oje, ich meckere mal wieder, das könnte ja was kaputt machen".
Heute morgen saß ich dann am PC, bot ihm auch Croissants an und plötzlich stand er hinter mir und las, was ich schrieb. "Das geht dich nichts an", sagte ich. Er meinte, was mit seinem Handy ist, geht mich auch nichts an. Ich wollte versuchen klarzustellen, dass unsere Motivation unterschiedlich ist. Ich wollte Klarheit, ob er wieder was am Laufen hat, warum er unsere Beziehung beendet hat. Er machte es, um mich zu provozieren.
Dann kam er damit, dass er die Hunde doch behält, ich wäre ja die letzten zwei Wochen kaum mit ihm gegangen. Ich versuchte nun (schon nicht mehr ruhig und leichte Züge der Verzweifelung) zu erklären, dass es mir halt seit seinem "Trennungsbescheid" sehr schlecht geht und ich ja schließlich die letzten drei Jahre mich ausschließlich um die Hunde gekümmert habe. Es würde mir auch irgendwann mal wieder besser gehen und alles wieder so laufen, wie gewohnt.
Boh- Mann- immer wenn ich denke, es geht aufwärts, kommt er mit neuen Schoten. Ich habe das Gefühl, er will mir irgendetwas heimzahlen, er will mir weh tun und weiß genau, wo meine Knackpunkte sind.
Vielleicht hilft ihm unsere Streiterei auch dabei, seine Mauer aufrecht zu erhalten. Als wenn er ständig negative Reaktionen braucht, um seinen Entschluss bekräftigen zu können.
Ich hoffe inständig, dass sich bald die finanzielle Seite klärt. Ich habe im Internet recherchiert und gesehen, dass bei "Verlobten" ja noch eine andere Rechtsgrundlage ist, als bei Nicht-Ehelichen-Gemeinschaften.
Es ist wirklich nur noch Mist hier und ich brauche wirklich eine räumliche Trennung. Also nächste Woche dann einen Therapieplatz suchen und danach Termin beim Rechtsanwalt. Ich schaue auch immer schon nach Immobilien. Hab da eine Idee, die ich irgendwann mal erzählen werde.
Liebe Grüße
Elke