Beiträge von elke1961

    Hallo, ihr Lieben.
    Er war heute morgen beim Arzt: Sein Bericht von der Klinik war da. Es wurde eine narzistische Persönlichkeitsstörung festgestellt und er regte sich fürchterlich darüber auf. Seltsam- für mich war es ein kleiner Triumph, weil ich es schon immer vermutet hatte. Mein Gefühl war richtig, wurde bestätigt.
    Es ändert natürlich nichts, macht mir aber einiges klarer, hilft mir zu verstehen.
    Ich hatte heute nacht noch ein Gespräch gesucht, weil er da noch vor dem Fernseher saß. Er machte mir nur Vorwürfe, wie ich ihn die ganzen Jahre behandelt hätte, nannte Zeugen- seine Freunde- die das bestätigen konnten. So viel Wut und Hass sprang mir da entgegen. Ich hatte gar nicht mit der Vergangenheit angefangen, sondern wollte darüber reden, was ich jetzt empfinde und wie schwierig es ist, die Trennung umzusetzen: Emotional und finanziell. Ich hatte den Eindruck, wenn er mir die ganze Schuld gibt, kann er sich frei fühlen. Ich hatte schon mal erwähnt, dass ich bei seiner Familie und seinen Freunden die Böse bin. Er hat ja immer alles sofort von seiner Sichtweise erzählt und mich hatte niemals jemand gefragt. Aber: Ich kann auf sein Umfeld verzichten!
    Als ich sagte, dass wir beide unsere Anteile daran hatten und keine Reaktion von mir grundlos war, gab er mir zum ersten Mal recht. Welch eine Einsicht! Er meinte, dass er zu 70% Schuld hätte. Ich glaube es nicht? Zumindest in diesem Punkt hatte sich was getan- die allgemeine Schuldfrage! Auch wenn wir hier im Forum davon reden, dass niemand Schuld hat sondern jeder nur seine Anteile daran hat, tut solch eine Aussage gut, weil es mir ein Stück der Last nimmt. Eine Einsicht, eine Bestätigung, dass ich es nicht war, die alles falsch gemacht hat.
    Andererseits hat er mir vorgeworfen, dass ich bei seiner LZT am Telefon immer kurz ab war, ihn nur 4 x besucht hatte ( 1 x übers Wochenende) und als er nach Hause kam, sich wie ein Fremder gefühlt hatte, weil sich mal wieder einiges verändert hatte.
    Was sollte ich dazu sagen? Er hatte ja Recht. Ich hatte MICH UM MICH gekümmert in dieser Zeit und seine täglichen Anrufe- ohne sich dafür zu interessieren, wie es mir geht und was hier läuft- kamen mir so vor, als wenn er nur wieder jemanden zum Plaudern brauchte. Dafür wollte ich nicht MEINE Zeit geben.
    Die Finanzen sind schwierig, hat er doch den Überblick in seiner nassen Zeit verloren und meint nun, ich würde ihn besch.... wollen. Er meint, wenn er seine privaten Schulden abzahlt, wäre alles weg.
    Auf jeden Fall weiß ich und habe es ihm auch gesagt, dass wir nicht mehr zusammen leben können. Ich liebe ihn und werde ihn vermissen. Da meinte er, wir sind ja nicht aus der Welt! Welch eine Floskel! Ich habe ihn gesagt, wenn ich mich trenne, dann will ich auch keinen Kontakt mehr.
    Ich meine es auch so: Wenn ich es schaffe und in meinen eigenen vier Wänden bin, dann kann ich Abstand gewinnen. Dann kann ich wieder an mich denken. Das habe ich während seiner LZT gemerkt.
    Es ist eine Chance, eine Einsicht. Aber in der Praxis bin ich leider noch keinen Schritt weiter.

    Liebe Grüße Elke

    Liebe Tina, liebe Doro
    ich kann hier nicht bleiben, weil die Miete zu hoch ist. Ich habe Arbeit, aber die Kredite für den Hausumbau, die ich nur auf meinen Namen aufgenommen habe, sind so hoch, dass ich noch nicht einmal 200,- für eine Miete über hätte.
    Die Finanzen sind zwar ein Hinderungsgrund, schnell die Beine in die Hand zu nehmen. Aber es ist doch nicht das, was wehtut.
    Ich hab ihn noch lieb, habe uns ein Heim- mein Zuhause- schön gemacht.
    Nicht nur, dass ich plötzlich damit leben muss, dass ich ihm nichts mehr bedeute, auch noch, dass ich aus meinem Zuhause weg muss. Und das habe noch nicht einmal ich entschieden, sondern er.
    Er zwingt es mir auf- vielleicht- nein mit Sicherheit ist es die beste Entscheidung, sich zu trennen- aber nach seinen Bedingungen- nach mir die Sinnflut- rücksichtslos.
    Ich habe das Gefühl, jeden Moment zusammen zu brechen.Ich würde ihn trotz allem vermissen, wenn ich gehe und ich werde mein Zuhause vermissen. Dort habe ich mich doch -auch trotzdem- wohlgefühlt und verwirklicht. Zum Glük hat er eingesehen, mir die Hunde zu lassen Meine jüngere Tochter kommt auch mit mir und die Große lebt schon alleine.
    Nächsten Monat hat er eine Sparauszahlung und will seine persönlichen Schulden bei mir bzahlen, dann habe ich schon mal meine Kontoüberziehung weg. Alles andere werde ich wohl mit einem Anwalt klären müssen, aber erst Mal gehe ich zum Arzt und lass mich krankschreiben und zum Psychologen überweisen.
    Mich macht alles so traurig- seine Liebe verloren zu haben, mein Zuhause zu verlieren. Ich kann oder will im Moment nicht sehen, was ich im Gegenzug dafür bekomme. Es ist so fern.
    Liebe Grüße
    Elke

    Kann es sein, dass Menschen zufriedener werden, wenn andere ganz tief unten sind?
    Ich sitze heulend im Kinderzimmer und er telefoniert unten lachend und singend?
    So wenig bedeuten ihn die letzten 13 Jahre? Er macht Schluss und es geht ihm richtig gut dabei?
    Er kommt und geht ohne ein Wort zu sagen, trifft Verabredungen zur Sauna, geht zum Friseur, pennt den ganzen Tag und tut so, als wenn es selbstverständlich wäre, kein Wort mehr über uns zu verlieren.
    Ich bin dann nach unten gegangen, wollte alles noch mal verstehen und er sagte, er ist nicht wirklich traurig. Er macht jetzt was er will, ohne schlechtem Gewissen. Wie kann ein Mensch so schnell sich emotional trennen. Es tut ir weh.

    Liebe Grüße
    Elke

    Hallo ihr Leben,
    ja mein Kopf wird klarer aber mein Körper ist am Ende.
    Ich komme nicht aus dem Bett, weil ich so zittrig und müde bin (das hasse ich an ihm und jetzt tue ich es selbst).
    Gestern war ich mit meiner großen Tochter etwas essen. Ich habe den ganzen Teller leer gemacht und dachte, jetzt wird es mir auch wieder körperlich besser gehen. Tut es aber nicht! Ich habe auch noch Magenschmerzen und nen "Flotten".
    Vielleicht ist es ja nicht nur was Seelisches? Ich habe eine schlimme Schlaf-Apnoe und normalerweise schlafe ich mit einem Überdruckgerät. Da ich nicht gut einschlafen kann, lasse ich es dann weg, weil der Druck sehr hoch ist. Ja - und wenn man dann ( laut Schlaflabor) in fünf Stunden durchschnittlich 170 Atemaussetzer mit etwa 30 - 45 Sekunden hat, kann man ja auch nicht fit sein. Dann habe ich noch ein RestlessLegs Syndrom, welches bei Entspannung zu Muskelzuckungen führt und es deshalb immer wieder Aufweckreaktionen (Arousals) gibt. Ich nehme dafür zwar Tabletten (Namen darf ich nicht nennen), die Nebenwirkungen sind bei mir aber Depressionen.
    Ich würde mich , glaube ich, seelisch wieder besser fühlen, wenn nicht das noch hinzukommt.
    Ich möchte wieder die "Alte" sein: fit, stark, jeden Tag ein Ziel vor Augen. Ich bin noch vor einigen Wochen selbst am Wochenende früh raus, habe den Haushalt picobello gemacht, mit den Hunden eine große Runde und dann irgendein Projekt - im Garten, oder Haus- angefangen oder beendet.
    Ich habe in drei Jahren den ganzen Garten umgestaltet, einen Wintergarten gebaut, Natursteine gelegt, vorne angefangen, Bruchsteine zu gießen und den Vorgarten Altstadtpflastermäßig zu verlegen. Eine Kräuterspirale und einen Grillplatz zu bauen, 1400qm Wiese umzupflügen, Beete zu setzen, Zäune zu bauen, die Beete mit Natursteinen zu umauern und und und......
    Jetzt hänge ich hier rum, schau mir Immobilien im Internet an, die ich eh nicht bezahlen kann oder zu weit weg, wenn sie bezahlbar sind. Ich trauere meinen Projekten nach, die ich verwirklicht habe oder nicht mehr verwirklichen kann. Ich bin wütend, dass er es sich so einfach macht.
    Ich hatte vor, schon einige nicht mehr benötigte Sachen zu versteigern, aber ich schaffe es noch nicht einmal, Fotos zu machen. Ich bin so kaputt und kraftlos.
    Ich will, dass es mir wieder gut geht, dass ich wieder Kraft habe. Manchmal denke ich, ich kann im neuen Jahr wieder arbeiten gehen, aber dann merke ich, wie mein Körper versagt und auch meine Seele wieder schmerzt.
    Sollte ich wieder arbeiten, obwohl es mir so schlecht geht. Was meint ihr?

    Liebe Grüße Elke

    Hallo Doro,
    heute habe ich nachgedacht- als er, obwohl er trocken ist, mal wieder bis 16.00 Uhr im Bett lag.
    Ich hatte nur das Nötigste gemacht, da ich mich noch immer sehr schlapp fühlte und da merkte ich: es hat sich eigendlich nichts verändert und wenn er nun plötzlich sagen würde, er will es doch noch mal versuchen, was würde ich sagen?
    Ich habe gemerkt, dass ich ihn so nicht will. Erschreckend! Erschreckend deshalb, weil ich nun erkenne, dass ich eigendlich gar nicht wollte, dass er trocken wird. Ich wollte nur seine Liebe, die ich nie bekommen habe (außer in den ersten zwei Jahren). Ich wollte, dass er Verantwortung übernimmt (ob Kinder, Garten, Hunde, Haus). Ich wollte, daß wir gemeinsame Zukunftspläne haben. Unabhängig davon, ob er trinkt oder nicht!
    Selbst jetzt, wo er trocken ist, kann er mir meine Wünsche nicht erfüllen oder wir nicht gemeinsam verwirklichen. Es wäre also von vorneherein zum Scheitern verurteilt und ganz schell würden wir beide in alte Verhaltensmuster fallen.
    Wir haben aneinander vorbeigelebt- jeder für sich und ich habe nur die Verantwortung übernommen, weil ich meine Träume verwirklichen wollte.
    Nein- welch ein wunderbares, wenn auch noch schmerzvolles Denken. Wunderbar, weil ich langsam erkenne, dass eine entgültige Trennung der einzige Weg ist. Schmerzvoll deshalb, weil ich enttäuscht bin, dass ich mit ihm niemals diese Träume verwirklichen kann.
    Ich weiß, dass ich auch wieder Tiefpunkte haben werde und dabei verzweifelt sein werde. Es ist so schwer, weil wir ja noch zusammen leben.
    Im Moment bin ich aber an dem Punkt, dass ich so schnell wie möglich unsere finanziellen Sachen geklärt haben will, um einen Neuanfang starten zu können.
    Ich fange endlich an, etwas mit dem Kopf zu denken.

    Liebe Grüße
    Elke

    Hallo Martha, auch ich möchte meine Gedanken dazu äußern.
    Die Frage nach der Schuld heißt für mich, was hätte ich anders machen können, damit sich etwas ändert, damit er aufhört zu saufen?
    Eigendlich nichts!
    Aber ich hätte etwas anderes ändern können: Meine Einstellung zu mir! Ich bin Schuld, dass ich es mitgemacht habe. Ich hätte ihn nicht verändern können, aber mich.
    Eine andere Sache ist natürlich die, dass man beim Ende einer Beziehung- bei einer Trennung- nicht so einfach Schuld zuweisen kann.
    Auch bei mir ist im Moment die Frage offen: "Warum war ich so bescheuert und habe das mitgemacht, durchgehalten? " Es liegt doch jetzt an mir, etwas dagegen zu tun.
    Ich bin nicht Schuld, dass er gesoffen hat. Das ist mir jetzt klar und ich hoffe, dass ich nun erkennen kann, was ich mir selber schuldig bin. Niemanden anders!

    Liebe Grüße Elke

    Liebe Sinnesrausch,
    ich habe gebettelt. Ich habe mich aber auch isoliert, so dass mich niemand anders in den Arm nehmen konnte.
    Da man dann nur auf eine Bezugsperson konzentriert ist, die einem nicht das gibt, was man möchte, ist man alleine, einsam.
    So kaputt, wie man dann ist, ist es erstmal schwierig, neue Kontakte zu knüpfen. Man sieht sich erst einmal nur als das Häufchen Elend, was übrig geblieben ist.
    Jeder Ratschlag geht in die Richtung, sich selbst lieben zu lernen. Auch ich weiß nicht, wie man das im Moment anstellt. Aber ich weiß, das ist meine einzige Chance. Und wenn ich das schaffe, dann kann ich mich auch "gefühlsmäßig abgrenzen".

    Liebe Grüße
    Elke

    Hallo ihr Lieben,
    wenn ich es schaffe, mich zu trennen, wird es für immer sein. Denn dann habe ich den Weg aus meiner Co Abhängigkeit geschafft.
    Wenn ich mein Leben irgendwann mal wieder auf die Reihe kriegen, habe ich eigene Zukunftspläne und bin unabhängig von ihm.
    Solange ich es nicht geschafft habe, betrachte ich mich noch als abhängig. Trennung heißt für mich immer: emotionale Trennung.
    Mein nun trockener Partner hat sich emotional von mir gelöst und will nun auch die räumliche Trennung und jetzt bin ich an der Reihe. Hier läuft es eigendlich umgekehrt: Ich muss ausziehen- mich räumlich trennen, bevor ich es schaffe, mich emotional zu trennen. Und das ist weitaus schwieriger.
    Ich denke: Ach hätte ich diesen Schritt doch gewagt, als ich in der Phase war, wo er mir in der nassen Zeit schon fast egal war. Dann hätte es ihm zwar weh getan, aber mir weniger.
    Ich finde die Ablehnung des trockenen Partners weitaus schlimmer, da er ja nun bei "klarem Verstand" ist. Vorher konnte man doch alles schön auf den Alk schieben. Auch wenn es immer heißt, es gibt keine Schuld bei irgendjemanden, sucht man dann doch danach.
    Mein Partner war egoistisch, als er nass war und jetzt wo er trocken ist, kommt er mir noch egoistischer vor. Gut- dann muss ich es lernen, ebenfalls einen - gesunden- Egoismus wieder zu bekommen.

    Euch allen einen schönen Tag

    Liebe Grüße
    Elke

    Hallo ihr Lieben,
    danke für eure offenen Worte.
    Verstand und Herz sind bei mir noch nicht im Einklang, aber so langsam realisierbar ich es.
    Mir geht es besonders schlecht, wenn er da ist und ich mich verletzen lasse. Ich wollte erst schreiben "wenn er mich verletzt", aber mir ist hier im Forum klar geworden, dass ich es bin, die es zulässt.
    Gestern hatten wir ein wunderbares Beispiel: Er kam ins Schlafzimmer und sagte "Wäscht du meine Wäsche auch nicht mehr?" Ich hatte erst zwei Tage zuvor beschlossen, seine Wäsche nicht mehr zu machen. Das hat mir so weh getan, weil ich 13 Jahre lang die Putze, Gärtnerin, Umbauerin, Renoviererin usw. war. Im Chat habe ich dann so wunderbare Unterstützung bekommen, dass mir nun klar geworden ist, dass ich bei solchen Dingen nicht die Böse, die Schuldige bin. Ich brauche mir diesen Schuh nicht anziehen.
    Das ist ein erster Schritt! Trotzdem bin ich immer noch depressiv, bemitleide mich noch selbst. Aber mir ist auch klar geworden, dass ich mich nicht nur alleine mit meinem Selbstmitleid beschäftigen darf: Ich habe Kinder, die sich Sorgen machen und deshalb will ich auch an sie denken und ihnen das nicht noch mal antun. Ich hatte keinen Lebenswillen mehr, weil ich nicht wusste, wie es weitergehen soll.
    Jetzt habe ich Tagträume, wie es weitergehen könnte, das ist auch schon mal ein Anfang. Im Moment hindert mich aber noch meine körperliche Verfassun daran, aus dem Haus zu gehen. Meine langen Spaziergänge mit den Hunden sind nur zum eben mal Gassi gehen verkürzt, weil ich da alleine bin. Aber ich werde heute mal auf die Sonnenbank gehen, ein schönes Bad nehmen.
    Morgen werde ich dann einen Schritt machen. Arzt oder Rechtsanwalt, mal sehen.
    Ich halte euch auf den Laufenden und danke euch

    Liebe Grüße
    Elke

    Hallo Martha,
    ich habe es schwer überstanden und immer wieder kamen die Emotionen hoch. Ich kann immer noch nichts essen, aber--
    ich war heute hier im Weihnachtschat - zunächst heulend, doch die Leute dort haben es geschafft, innerhalb von Minuten ein Lächeln bei mir hervorzuzaubern.
    Ich hatte das Gefühl, es wird mir zugehört, ich werde ernst genommen und ich gehe keinen mit meinem Klagen auf den Keks.
    Während ich aus meinem Umfeld höre: Das wird schon wieder, du bist stark, du schaffst das schon. Mach dieses oder jenes....
    bekam ich dort wirkliche Unterstützung. Dort wurde mal Partei für mich ergriffen, ich bekam auf in mir brennende Fragen sofort Antwort. Das ist ja das, was auch manchmal an den Nerven zerrt, wenn man etwas ins Forum stellt, dass es erst mal etwas dauert, bis man eine Rückmeldng bekommt.
    Meine Töchter machen sich aber dennoch Sorgen um mich und ich mittlerweile auch. Wann hört es auf, weh zu tun? Warum ist mir so schlecht seit Tagen? Warum zittern mir die Knie?
    Nachts versuche ich mir mein Leben "danach" vorzustellen (nach der Trennung). Ich versuche neue Ziele zu finden, um aus dem Scherbenhaufen das Beste zu machen. Aber ich muss abwägen, was zu realisieren ist. Ich habe noch Träume- auch wenn ich sie nun abändern muss und sie nicht mehr so in greifbarer Nähe sind. Nur kann ich noch nicht die Schritte vorwärts setzen. Ich kann mich vor Schmerz nicht bewegen!!! So fühle ich mich.
    Nächste Woche gehe ich zum Arzt und lasse mich krank schreiben, dann will ich eine Psychotherapie machen--will??? nein ich muss, damit ich es schaffe, mich wieder zu bewegen, etwas zu ändern und mir selbst zu helfen.
    Ich weiß, dass noch einige Tiefpunkte auf mich zukommen werden und dann fühle ich mich zu schwach, liege nur noch im Bett und will nichts tun. Das Gegenteil der letzten 13 Jahre- aber das gestehe ich mir zu- endlich.

    Liebe Grüße
    Elke

    Liebe Dagmar,
    mein Verstand gibt dir natürlich recht.
    Im Herzen sieht es anders aus.
    Man hatte eine Familie, Hoffnungen, Träume. Man tat alles- zunächst gemeinsam, als der Alkoholismus noch nicht so eindeutig war, um diese umzusetzen. Je mehr Verantwortung sich der Partner mit seinem stärkeren Konsum entzog, umso mehr unternahm man, um diese Träume und Ziele Wirklichkeit werden zu lassen. Ein schleichender Prozess: erst nur dieses, dann jenes. Es war keine plötzliche Veränderung, man merkte es nur, dass man immer unzufriedener wurde. Irgendwann erkannte man den Punkt, das der Partner krank ist.
    Dann wollte man nicht aufgeben, kämpfen und man wurde noch unzufriedener, unglücklich. Trotzdem hatte man noch seine Hoffnungen. Da kam der Punkt, dass seine Ziele und Wünsche mit aller Kraft und Mittel umsetzen wollte. Der Partner hatte keine Ziele und Wünsche, deshalb übernahm man selbst auch die Zukunftsplanung. Es wurde dann später nur noch ein Ziel angestrebt: der Partner sollte trocken werden und erst dann kann man alle anderen Wünsche versuchen, Wirklichkeit werden zu lassen.
    Ich habe noch nie von meinem Partner erfahren oder hier gelesen, dass die abhängigen Parner irgendwelche anderen Ziele verfolgten, als genügend Alk zu haben und in dabei in Ruhe gelassen zu werden. Man kann mich gerne korriegieren, wenn dieses nicht richtig ist.
    Man denkt, in einer Familie ist es erst mal normal, dass jeder irgendwelche Verantwortung übernimmt. Entzieht sich der abhängige Partner der, ist es zunächst normal, diese zu übernehmen, wenn man weiterhin Familie sein will.
    Liegt zum Beispiel der Partner mit einer Grippe im Bett, ist klar, dass er nicht bestimmte Arbeiten im Haus übernehmen kann und erst wenn er wieder fieberfrei ist, etwas tut. Da ist aber die Genesung absehbar. Beim Alkoholismus ist sie nicht absehbar, weil man weiß, dass der Alk etwas selber dazu tun muss.
    Und hier ist der Punkt, den du beschreibst. Spätestens jetzt hätten wir bemerken müssen, dass er selbst dafür verantwortlich ist und spätestens jetzt hätten wir loslassen müssen. Aber da ist man meistens schon zu sehr verstrickt.
    Man hat nun schon lange gekämpft, gesorgt, gekümmert. Man war nicht glücklich dabei. Man war der aktive Part, der sich selbst dabei vergessen hat. Natürlich ist es gut, wenn dann derjenige schafft, trocken zu werden. Es ist gut, wenn ihn die Gesellschaft wieder aufnimmt.
    Aber es ist ungerecht, dass man als Co-Abhängiger dabei drauf geht. Wie ein abgenutzter Lappen weggeworfen wird. Sogar noch die Schuld zugewiesen bekommt? Man ist dem Ziel ein Stück näher gekommen, es hat sich etwas getan, etwas entwickelt, etwas bewegt. Die Hoffnung, die alten Träume flammen nun wieder auf. Und dann wird der Alk endlich aktiv, indem er als Zerstörer all dessen auftritt, wofür man die ganze Zeit gelebt hat. Er hat das erste Ziel erreicht, welches ja auch mein Ziel war. Und plötzlich hat er nicht die gleichen Träume von einer gemeinsamen harmonischen Beziehung. Er hat sich seine Träume, Wünsche selbst definiert und wir waren ahnungslos- weil er nie welche wärend seiner nassen Zeit geäußert hatte.
    Er ist im Null, Komma, Nix wieder intergriert worden für ihn hat man Verständnis, kümmert sich nun plötzlich um ihn, weil es ja so schwer ist, bietet Hilfe an. Und wir stehen da, mit einer geplatzten Bombe- verletzt- orientierungslos- alleine.
    Waren wir es nicht, die mit ihm den Weg gehen wollten? Die ihn nicht alleine gelassen hatten?
    Wir bauten ein Kartenhaus für den Partner als er schlief. Er wachte auf und zerstörte es und baut nun mit anderen ein neues Kartenhaus. Und nun darf ich die Karten auch noch selber aufsammeln und zusehen, wie er in Gemeinschaft anderer, die vorher nicht eine Karte angelegt hatten, gesellig dieses baut.
    Mir fehlt doch nur dabei die Aufforderung, mitbauen zu dürfen. Weil dieses nicht passiert, ist es doch verständlich, dass man nun solche Emotionen empfindet.

    Liebe Grüße Elke

    Hallo ihr Lieben,

    bei mir war es anders als bei den meisten.

    Ich konnte immer "gut" Wut haben- situationsbezogen. Ich habe sie auch verbal ausgedrückt. Immer mit den beginnenden Worten: Ich finde es blöd..., ich meine...., mich stört...... Meine Mimik und Gestik waren immer im Einklang mit meiner Wut.
    Nach einigen Jahren mit meinen alkoholabhängigen Partner fing ich an, meine Wut zu schlucken. Der Grund war, dass er diese für unsere Beziehungsschwierigkeiten verantwortlich machte. Ich dachte, er hätte Recht und so schluckte ich sie immer öfters runter und wenn dann doch der Tag kam und sie rausplatzte begann ich mit anderen Worten: "Du machst schon wieder...., immer das Gleiche...., kannst du mal nicht....,du-du und du. Und nie konnte ich ihn dann dabei ansehen, weil ich Angst hatte, er könnte mein Wutgesicht sehen.
    Ich schluckte also und nach immer wieder kehrenden Verhaltensmuster seinerseits habe ich nicht mehr die Vorsicht walten lassen, niemanden Schuld zuzuweisen.

    Ich wurde wütend, wenn er tagelang immer bis 5 Uhr mittags im Bett blieb.
    Ich wurde wütend, wenn ich das 30 x fragte, ob er etwas erledigen könnte.
    Ich wurde wütend, wenn er schon abend um 7 Uhr die Augen so verdrehte und nicht mehr geradeaus laufen konnte.
    Ich wurde wütend, wenn er nach dem Aufstehen Animation haben wollte, ohne irgendeinen Handschlag gemacht zu haben. (Sauna, Disco, Feiern).

    Und dann konnte ich nicht mehr schlucken, ich ließ es täglich mit Vorwürfen raus.

    Heute schlucke ich wieder vollständig- nein, ich verdränge sie, weil er nach Abschluss seiner Langzeittherapie vor wenigen Tagen unsere 13 jährige Beziehung beendet hat. Mit den Worten, dass er nicht mehr so mit mir leben kann. Seine einzige Erinnerung ist meine Wut und das macht ihn wütend, entfernt ihn von mir.

    Ich glaube, dass meine Wut Schuld daran ist. Er würde sie noch nicht einmal akzeptieren, wenn ich mit den alten Worten beginne: Ich meine.... usw.

    Aber ohne meine Wut zuzulassen, geht es mir schlechter. Es macht mich depressiv. Es ist das genaue Gegenteil.
    Eigendlich hat mich meine Wut besser leben lassen. Ich konnte damit die Schuld von mir weisen. Ich war mir mehr wert. Ohne diese Wut gebe ich mir die Schuld, denke, ich bin der schlechte Mensch.
    Wut ist für mich Selbstschutz.

    Ich hoffe, ich habe nicht am Thema vorbeigeredet.

    Liebe Grüße Elke

    Es tut so weh, sowas zu hören.
    Auch mir ist es vor einigen Tagen passiert. Mein Partner kam aus der Langzeittherapie und hat nach 13 Jahren unsere Beziehung beendet.
    Auch wollte seine Familie von meinen Hilferufen nichts wissen "Ist ja alles gar nicht so schlimm". Und jetzt wird er als Held gefeiert, wie toll er es doch geschafft hat. Alle stehen ihm jetzt zur Seite.

    Ja- wir haben Verständnis gezeigt, uns aufgeopfert und uns wurde keine Chance gegeben. Der Mann hat sich verändert, als er trocken wurde. Hatten wir Gelegenheit uns zu verändern? Man gibt sie uns noch nicht einmal die Gelegenheit, uns der neuen Situation anzupassen. Aus unserer Co-Abhängigkeit rauszukommen, umzudenken.

    Ich leide mit dir und weiß mir im Moment auch nicht selbst zu helfen. Ich bin an dem Punkt, dass ich weiß, das ich mich ändern muss, um von ihm loszukommen- aber weiß noch nicht wie.

    Lass uns gegenzeitig Unterstützung geben- das ist vielleicht ein Anfang

    Liebe Grüße
    Elke

    Oh- mein Gott
    Ich habe einen Fehler gemacht. Ich bin fertig.
    Ich war Dienstag abend alleine, habe das gemacht, womit er aufgehört hat. Ich habe nie getrunken, aber Dienstag habe ich mich betrunken. Ich habe ihm hinterher telefoniert. Als er zu Hause war, habe ich um seine Liebe gebettelt. Ich bekam sie nicht. Ich wollte nicht mehr leben. Aber selbst dazu war ich zu blöd oder zu unvorbereitet. Dann kamen später meine großen Kinder, er hat Ihnen gesagt, was ich getan habe. Meine Kinder waren fertig, haben sich mit ihm gestritten, weil er doofe Sprüche gemacht hat- sind weinend davon gerannt- in den Wald. Wir haben sie gesucht. Haben sie gefunden.Ich habe alles dann runtergespielt- wär ja nicht so gemeint- habe mich geschämt, habe mir Sorgen um sie gemacht.
    Er hat meine ganze Familie angerufen. Ich schäme mich so, weil ich dem Moment nur an mich gedacht habe, weil ich nicht an meine Kinder gedacht habe.
    Ich versuche nach Weihnachten ins Krankenhaus zu gehen oder wenigstens zum Arzt. Ich kann nicht arbeiten. Ich zittere nur noch, mein Kreislauf versagt. Ich kriege nichts mehr zum Essen runter. Ich schlafe nicht. Wenn heute nicht Heiligabend wäre, würde ich in die Psychatrie gehen.
    Ich gehe immer wieder zu ihm hin und nehme in einfach in den Arm, merke aber, dass er es nicht erwidert. Vor wenigen Wochen hatten wir doch noch für die Zukunft geplant? Wir redeten davon, dass wir nach 13 Jahren vielleicht heiraten wollten? Oder redete nur ich davon? Plante nur ich unsere Zukunft?
    Ich schäme mich so, ich bekomme nun auch noch Vorwürfe von allen, was ich getan habe- aber sie bieten ihre Hilfe an. Meine Schwester meinte, ich wäre stark- die Stärkste von allen, ich würde es schaffen, wieder hochzukommen. Ich fühle mich aber nicht stark, ich schaffe es nicht alleine, Ich habe zwar immer allen offen erzählt, dass er trinkt, aber nie, wie sehr ich leide, was ich durgemacht habe. Außer ein "trenne dich" kam nie Hilfe. So dachte ich auch immer, dass ich es schaffe- alleine schaffe. Aber jetzt geht nichts mehr. Wo soll ich nur anfangen?

    Liebe Grüße
    Elke

    Auch ich möchte gerne meinen Rat dazu geben.
    Futter als Motivation wirkt nur dauerhaft, wenn der Hund ausschließlich sein Futter erarbeiten muss. Das heißt also auf gut deutsch: Wenn er nicht hört, gibt es kein Futter. Und deutlich: Es wird dann auch nicht zu Hause aus dem schlechten Gewissen des Hundehalters heraus wieder in sein Futternapf gegeben- sprich also nachgefüttert, was er sich beim Training nicht erarbeiten konnte.
    Denn, wenn der Hund gesättigt ist oder keinen Hunger hat, entscheidet mancher Hund selbst, welcher Reiz für ihn nun größer ist. Oftmals ist dann zum Beispiel ein Jogger ein größerer Reiz als das Stück Futter, welches ja dann doch noch am Abend im Futternappf wieder zu finden ist. Und Hunden kann bis zu drei Tagen ein anderer Reiz größer erscheinen, bevor der Hungerreiz überhand nimmt.
    Am Anfang hatte ich oft ein schlechtes Gewissen, wenn meine Hunde abends nichts mehr bekamen, weil sie auf das Rufkommando nicht zu 100% gehört hatten und sie nur mit einem Teil ihrer Futterration auskommen mussten. Heute hat sich diese Konsequenz ausgezahltt und ich bin stolz, dass ich sie selbst von Rehen, Kaninchen und anderem Getier zu jeder Zeit abrufen kann- und das ohne Starkzwang oder Gewalt.

    Allerdings muss man beständig dabei bleiben und selbst heute noch heißt es auf Spaziergängen, wenn ich pfeife gibt es ein Stück Futter. Also niemals ohne Futter gehe, auch wenn es abends nun eine Mahlzeit gibt, da sie alle ihre Lektionen schon beherrschen. Es ist nun nicht mehr der Hunger, der der Reiz ist, sondern "klassische Konditionierung".
    Es gibt Hundeschulen, die ausschließlich mit Fleischwurst oder Leckerlis als besonderen Reiz arbeiten. Dies ist nur solange wirksam, wie diese Belohnung gegeben wird. Die Hundetrainer denken nicht daran, dass das Gehorsam ja für immer bleiben soll, aber rennen wir ein Leben lang mit Fleischwurst in der Tasche rum? Da ist doch das Trockenfutter praktischer und gesünder.

    Es gibt Hunde, die in besonderen Situationen auch bei Hunger nicht das gewünschte Verhalten zeigen und somit Futter oder Leckerlis keinen Erfolg zeigen.
    Meist ist bei diesen Hunden der Spieltrieb oder Jagdtrieb sehr ausgeprägt. Diese Hunde kann man zum Beispiel statt auf Futter auf Bälle konditionieren. Mein Rüde war so ein Fall während meine Hündin eher der Futtertyp ist.
    Der Ball ist dann die Belohnung und nicht das Futter und gerade bei Situationen wie Fahrradfahrer, Jogger oder sonstiges gut anwendbar.
    Man ruft den Hund zu sich/ macht ihn also vorausschauend mit dem Motivationsgegenstand auf sich aufmerksam, lässt den Hund dann absitzen und in dem Moment, wenn der Reiz (Jogger....) sich auf gleicher Höhe befindet, bekommt der Hund die Belohnung.
    So mache ich das bei Autos, Fahrradfahrern, Joggern, Pferden und anderen schnelleren Verkehrsteilnehmern. Meine Hunde machen das seit ihren Welpenalter und kommen schon alleine zum Absitzen zu mir. Selbst mein Rüde begnügt sich mit Futter (weil es praktischer ist, beiden das Gleich zu geben, wenn ich nicht einzeln trainiere).

    Ganz, ganz wichtig: alle Sachen wie Absitzen, Ruf/ Pfeifkommando und ähnlichen müssen vorher in der vertrauten Umgebung geübt werden und erst wenn es zu Hause klappt, kann man es "draussen" versuchen.

    Mein Rufkommando mit der Pfeife ging eine Woche lang zu Hause im Garten über 3 x 5 Minuten am Tag: Pfiff- drei Schritte rückwärts laufen (damit der Hund zu einem kommen muss), ein Stück Futter und wieder Pfiff- drei Schritte zurück- ein Stück Futter-- solange bis die Zeit um war.

    Auf Spaziergängen dann später die halbe Tagesration und immer wieder den freilaufenden Hund heranpfeifen, bis seine Ration weg war (vielleicht noch eine kleine Reserve, wenn man sich nicht sicher war, ob noch Situationen kommen, wo eine Belohnung benötigt wird).

    Das an der Leine ziehen ist ähnlich: Viel Geduld und Konseguenz.
    Natürlich gibt es Haltis und die Wickeltechnik der Leine (habe ich auch schon benutzt- ist aber schon hart an der Grenze zum Zwang- also nicht unbedingt als erste Methode zu wählen).
    Auch hier soll der Hund doch lernen, dass es schön ist neben Frauchen oder Herrchen herulaufen. Futter ist eine Methode, Spielzeug auch. Aber viele Hunde sind so aufgeregt, dass es nun nach Draussen zum Toben und Schnüffeln geht, dass sie alles ausschalten.
    Wenn man dann noch feststellt, dass der Hund nicht mehr an der Leine zieht, wenn man nach einem ausgelassenem Spaziergang wieder zurück kommt, dann ist es klar: Der Hund ist nicht ausgelastet und wenn er nicht gerade dringend Gassi muss, könnte man mit ihm zu Hause vorweg schon ein paar kleine "wilde" oder lustige Übungen machen. Warum soll es denn nur draussen so toll sein, das man es gar nicht abwarten kann?
    Sollte dennoch der Hund an der Leine ziehen, kann er es noch nicht. Da heißt es: Ruckartig stehenbleiben, drei Schritte rückwärts gehen und wieder stehenbleiben, warten und erst weitergehen, bis der Hund mich anschaut.Immer wieder wiederholen, wenn der Hund zieht.
    Dieses ist natürlich eine Geduldsprobe, weil man dann meistens nicht an der Wiese ankommt, an der man ankommen wollte oder als Mensch meint, der Hund versteht nicht, was ich will oder der Hund mich nicht anschaut.
    Da es ja nun wirklich auch sture, kluge, durchsetzungsstarke Hunde gibt und die wenigsten so trottelig sind, das zu verstehen, stellen sie unsere Geduld auf die Probe, so dass Mensch oft sehr schnell aufgibt.
    Dabei soll aber der Hund doch lernen, seinem Menschen an der Leine Aufmerksamkeit zu geben. Ich hatte so einen sturen Dickschädel, der aber so einen treuen Blick, der schon naiv wirkte, aufsetzen konnte, dass ich dachte: Ist die ein bischen doof??
    Durch schnelle Kehrtwendungen, Umkreisen eines Baumes (die Spaziergänger haben mich dann wohl für ein bischen doof gehalten), wobei der Hund immer aussen läuft, bekam ich aber dann doch noch den Blick und die Aufmerksamkeit. Wenn man dann noch bei Spaziergängen an der Leine dieses auch immer wiederholt, selbst wenn man meint "Mein Hund kann das schon", wird der Hund es ein Leben lang ohne Ziehen an der Leine schaffen, bis zur Wiese zu kommen.

    Dieses sind natürlich nur meine Erfahrungen. Habe 100 Hundetrainer und du hast 100 Meinungen. Aber glaube mir, ich habe vieles schon ausprobiert- jeder Hund ist anders ( das sehe ich bei meinen zwei) und jeder Halter ist anders, aber manchmal bekommt man dann doch den richtigen Tip und manchmal nicht.


    Viel Spass bei deinen Spaziergängen

    Liebe Grüße Elke
    Deshalb heißt es ja Geduld und Konsequenz

    Ich kann nicht mehr...
    ich hatte jetzt ein Gespräch, er sieht keine Chance mehr, er möchte nicht, dass ich mich ändere, weil ich dann nicht mehr ich selbst bin. Es hat keinen Sinn, es klappt nie mit uns. 70% unserer 13 Jahre wäre sche.. gewesen und er war selbst zu 70% Schuld daran. Er würde mir bein Auszug bei jedem Handschlag helfen, es tut ihm leid, dass ich soviel im Haus gemacht habe und jetzt gehen muss. Seine Schulden würde er zurückzahlen, aber was ich ins Haus gesteckt habe, das wäre meine Entscheidung gewesen.
    Dann fuhr er weg und ließ mich mit meinen Gefühlen alleine.
    Ich sagte ihm vorher noch, dass er unserer Beziehung noch nicht einmal eine Chance gegeben hat. Er meinte, er hätte schon viele gegeben. Aber doch nicht, seitdem er trocken ist??? Ich sagte ihm auch, dass nicht die räumliche Trennung weh tut, sondern dass er mich nicht mehr lieb hat. Er sagte, ich war früher seine große Liebe.

    Warum jetzt? Weil er in der Therapie unabhängig geworden ist? Weil er selbständig geworden ist und Eigenverantwortung tragen kann? Wo bleibe ich?
    Nein - ich habe keine Chance mehr. Es ist so schwer und tut so weh.

    LG
    Elke

    Hallo Nele,

    ist es Selbstmitleid?
    Wenn ja, dann brauche ich es. Ich brauche etwas Mitleid, Verständnis. Ich brauche es, dass mir jemand sagt "Du Arme- du bist nicht alleine schuld."
    Da es niemand anders getan hat, bemitleide ich mich wohl selbst.
    Wie komme ich da raus? Wie komme ich dahin, mich zu bewegen? Alleine schon Hilfe aus meinem Umfeld zu suchen- da habe ich schon ein Problem.
    Deshalb ist dieses Forum für mich so wichtig. Das erste Mal kann ich alles rauslassen- so wie ich es sehe und fühle (ob es richtig oder falsch ist, ist eine andere Sache).
    Ich habe auch meine unproduktiven Seiten, die haben im Moment die Überhand.
    Ihn ziehen lassen? Wenn wir gemeinsam das beschlossen hätten, ich mit eingebunden wäre in der Entscheidung könnte ich es vielleicht noch. So fühle ich mich nun mal wieder wertlos, keine Rücksicht darauf, was ich fühle, denke.
    Ich bin übergangen worden, man hat nicht mit mir gesprochen, er hat die Entscheidung alleine getroffen und sie mir knallhart hingeworfen.
    Natürlich muss ich ihn gehen lassen, denn ich kann ihn nicht zwingen, bei mir zu bleiben. Egal was ich möchte, er wird keine Rücksicht nehmen. Das ist das, was weh tut. Wenn er sagen würde, dass er Zeit für sich braucht, aber mich noch lieb hat, könnte ich damit leben. Der Verlust seiner Liebe tut weh, nicht dass er sich räumlich trennen will. Ja- vielleicht war es keine Liebe- aber er hatte doch noch etwas wie zeitweiser Zuneigung gezeigt, manchmal auch, dass ich ihm etwas bedeute.
    Seine Ablehnung ist nun mit Konsequenzen verbunden: Das bedeutet für mich soviel wie "ich werde dich nie mehr lieb haben."
    Und das ich mich dann frage, warum, was habe ich schon wieder falsch gemacht, ist meine erste Reaktion.
    Ich kann im Moment für meine Gedankengänge kaum den Kopf einschalten.
    Gibt es keine Möglichkeit oder eine Methode, sich davor zu schützen. Ich bin drauf und dran, ihn hinterherzurennen, mich anzupassen, damit es ein Ende hat- wenn er überhaupt das noch wolle.

    Ich weiß, dass ich falsch reagiere, aber ich würde mittlerweile alles tun, um seine Zuneigung wieder zu bekommen.

    Liebe Grüße
    Elke

    Liebe Martha
    nein - ich schaffe es nicht alleine.
    Ich schaffe es nicht, mich von ihm zu trennen/ trennen zu wollen. Ich will mit ihm zusammenbleiben. Nur er will nicht mehr.
    Er hat mir gestern durch die Tür gesagt, ich bräuchte mir wegen Heiligabend keine Gedanken machen, er sei dann nicht da. Obwohl ich das aus dem ersten Impuls ja auch nicht wollte, hat mich das total fertig gemacht. Er meint es also ernst. Er gibt unserer Beziehung keine Chance mehr.
    Dann bin ich um 23.00 Uhr weggefahren, um Zigarretten zu holen (meine Droge). Er fragte, ob ich noch mit den Hunden gehe. Ich wollte nicht sprechen, was geht ihn das noch an, wenn er nicht mehr mit mir zusammen sein will? Trotzreaktion? Nein, ich dachte nur, warum fragt er, es interessiert ihn doch eh nicht. Ich wollte es aber nicht sagen, weil es wieder ein "typisches Verhalten" von meiner Seite gewesen wäre. Es hätte ihn bestätigt, dass ich mich nicht verändert hatte. Er sieht nie, wenn ich leide, er hält mich nur für bockig. Er sieht nie, wenn ich heule, weil ich mich dann verstecke. Er schaut auch niemals nach, wenn ich eine lane Zeit im Bad oder Keller war, um mich auszuheulen. Dann sehe ich, wie er zum Fenster mir nachschaut. Das gibt mir doch wieder Hoffnung: Interessiert es ihn doch noch?
    Ja- ich kann nicht anders. Ich schwanke zwischen Traurigkeit und manchmal auch Wut und Hass. Und all das mache ich mit mir alleine aus.
    Gestern rief meine Schwester an. Er gab mir das Telefon mit dem Kommentar, dass ich es ihr erzählen kann. Ich sagte ihr, dass er Schluss gemacht hat und ihr Kommentar: "Da muss ich erst mal seine Seite hören." Was gibt es da zu hören? Es ist doch Fakt. Kann sie mir nicht einfach Trost geben. Da gibt es doch keine andere Seite oder unterschiedlichen Sichtweisen. Schluss ist Schluss! Ich habe doch nichts weiter gesagt, als das er unsere Beziehung beendet hat. Keinen Grund, keine Erzählungen, keine Interpretationen!
    Ich möchte doch nur, dass ich auch mal etwas Verständnis bekomme. Immer stand er im Vordergrund, immer war ich der Buhmann- selbst bei meiner Schwester, mit der er sich oft unterhalten hatte und mir das erst später erzählte. Ich war die Nörglerin, diejenige, die Unfrieden ins Haus bringt. Erst vor einigen Wochen kam ich dazu, meiner Schwester zu erzählen, warum ich genörgelt habe, was hier eigendlich zu Hause immer los war.
    Ich habe mich immer um alles gekümmert, währemd er besoffen vor dem Fernseher lag. Er lag z.B. draussen saufend im Liegestuhl und ich schleppte schwere Betonplatten im Garten. Er sah mir zu und meinte: Du suchst dir die Arbeit doch aus, also sieh mal zu. Oder ich kroch auf Knien im Vorgarten, der mit Unkraut übersät war. Ihn störte es nicht. Dann fing ich an, vorne zu pflastern, damit das ein Ende hat und ich krieg während seines Therapieurlaubs nur den Kommentar, ich würde ihn damit unter Druck setzen, weil die Nachbarn ja sehen würden, was ich mache und er da im schlechten Bild stehen würde.
    Das ich dann auch mal wütend bin oder einen Spruch ablasse, finde ich normal. Er geht aber zu seiner, meiner Familie und Freunden und macht mich schlecht. Sagt, ich wäre nur am meckern, würde erwarten, dass er Arbeiten macht, die ich mir aussuche. Dann seine Aussage: Er macht das aber nicht und er steht auch erst mittags auf, damit ich ihm bloß keine Arbeit aufs Augen drücken kann.
    Ich stehe wirklich vor allen blöd da, das hat er geschickt gemacht. Und ich stelle es nicht klar, weil ich denke, dass es eine Sache zwischen ihm und mir ist.
    Vielleicht habe ich auch deshalb Angst, mir Hilfe von aussen zu suchen. Ich habe nun mal jahrelang die Erfahrung gemacht, dass ich die Schuldige sein soll. Jeder hat nach seinen Aussagen ihn ja bedauert, in welch schrecklicher Beziehung er ja lebt. So dass ich es schon selbst glaube. Mein Gemecker hat unsere Beziehung zerstört. Aber niemand will sehen, warum ich so gehandelt habe. Warum ich nörgelte, wenn er nur besoffen war und nichts- gar nichts getan hat und für nichts Interesse zeigte.
    Später habe ich es dann hingenommen, habe ihn saufen lassen und dann die nüchternen Momente genutzt, um mit ihm zu sprechen. Ihn dann zu motivieren, zu loben, wenn er mal Interesse ansatzweise zeigte. Aber- huch- das war dann auch schon wieder Mist. Es kam dann sofort Gegenwehr, ich bräuchte mir nicht einbilden, dass es so bleibt.

    Und jetzt, wo ich Hoffnung hatte, dass sich etwas ändert, darf ich nicht mehr daran teilhaben. Es hat sich etwas geändert, aber er will mich daraus ausschließen. Da habe ich den Eindruck, dass ihm in seiner Therapie mal wieder bestätigt wurde, dass es an mir / unserer Beziehung liegt und es besser wäre, diese zu beenden.
    Soll ich da dann nicht wieder bestätigt werden, dass ich die Schuldige, die Böse bin? Ich habe hier einen Beitrag gelsen, in dem beschrieben steht, dass man in den Therapien nur auf die Sichtweisen des Alkoholikers eingeht, weil er sich vornehmlich mit seinen Problemen nun selbst auseinandersetzen soll. Oft ist das Ergebnis dann eine Trennung. Ja- toll.
    Mein Partner hat schon vorher regelmäßig getrunken, er hatte aber noch keinen Kontrollverlust- das hat sich nach jedem Jahr mehr eingeschlichen.

    Ich bin es langsam leid, immer als Schuldige dargestellt zu werden. Ich leide darunter und ich finde es ungerecht, jetzt keine Chance mehr zu bekommen. Wieviel Chancen habe ich ihm gegeben? Warum bin ich es nicht wert, eine von ihm zu bekommen? Und da soll ich mich nicht wertlos fühlen?
    Ich habe nur meine Hundefreunde, die mir beistehen- und jetzt vielleicht auch Euch.
    Es tur mir alles so weh, ich will das alles nicht. Ich kann nicht zu einem Arzt gehen- nicht zu meinem Hausarzt. Zu einer SHG?? Ich bin doch nicht mehr mit ihm zusammen?
    Irgenwie habe ich das Gefühl, gar keinen Anspruch auf Hilfe zu haben
    Ich kann auch nicht raus- ich habe fast nur Heulattacken und danach bin ich so fertig, sehe unmöglich aus mit meinen verqollenen Augen, dass ich mich nicht traue, in die Öffentlichkeit zu gehen.
    Ich traue mich auch nicht, mich wirklich emotional aus meinem Umfeld anzuvertrauen. Meinen Hundefreunden habe ich es erzählt- wie eine Berichterstattung und Thema wieder weg- nur keine Emotionen aufkommen lassen- ablenken angesagt. Nach Hilfeangebot von ihrer Seite schnell wieder vom Thema weg. Beim Telefonat mit meiner Schwester kam der Kommentar mit der Nichtanwesenheit am Heiligabend. Ich fing an zu Weinen, als er wieder die Treppe runter gegangen ist. Meine Schwester bot mir in diesem Augenblick Hilfe an - aber war es wirklich ernst gemeint? Ich zweifelte daran und habe mich deshalb wieder gefangen und das Telefonat beendet.
    Ich vertraue keinem Menschen aus meinem Umfeld (außer meinen Hundefreunden-- weil die nur meine Freunde sind und ihn nicht kennen) wirklich, weil ich meine, sie meinen es nicht ernst, ich bin doch die Schuldige.
    Ich kann zu niemanden gehen, der uns beide kennt, weil er alle auf seine Seite gezogen hat. Er hat alle involviert und seine Sichtweise dargestellt und niemals hat mich jemand nach meiner Sicht gefragt. Ich habe mich auch niemals jemanden wirklich anvertraut, aber es wäre für ich nur eine Art Kampf gewesen: Wer zieht wen auf seine Seite! Das wollte ich nicht. Er selbst hat mir erzählt, was alle anderen über mich denken und es hat mich enttäuscht, dass sie sich eine Meinung von mir machen ohne meine Sichtweise zu kennen.
    Und dann meine Schwester, die dann doch tatsächlich sagt, sie müsse erst mal seine Seite hören. Das erste Mal erzähle ich etwas und dann so was!
    Ich fühle mich ganz schön alleine. Ich weiß, ich habe mich isoliert und anderen nicht mitgeteilt- aber sollte ich denn jedem mein Leid klagen- die Ohren volljammern, nur um den Kommentar, den ich ja eigendlich nicht wahrhaben will, zu hören: Trenne dich!

    Es tut mir leid, dass ich euch etwas vorjammere, aber hier kann ich es. Hier kennt mich niemand und hier kann ich jederzeit aufhören, wenn ich es nicht mehr schaffe. Hier habe ich euch für mich. Hier habe ich das Gefühl, steht mal jemand auf meiner Seite. Ich bin traurig. Ich weiß nicht, ob ich es jemals schaffe, mir Hilfe zu holen.

    Liebe Grüße
    elke

    .. dass ist genau die Aussage, der Zuspruch, den ich brauche.

    Es ist genau dass, was ich im Moment leisten kann. Danke!
    Denn einen Rat, wie trenne dich und ziehe aus dem Haus aus oder ähnliches wären über das Maß gegangen, hätte die Kraft nicht gereicht.
    Das ist genau das, was ich will: eine äußere Grenze ziehen und mein Leben leben.
    Ich war gerade auf einen zweistündigen Spaziergang im Schnee mit meinen Hundefreunden. Es ist wie eine Therapie für mich.
    Bafög bekommt meine Tochter nicht, da es ein Privatinstitut ist, welches nicht Bafög anerkannt ist. Rechtlich habe ich auch niemanden. Und bis auf meine Hundefreunde habe ich keine Freunde mehr. Das Resultat der immer mehr werdenden Isolation von meiner Seite. Nur mit den Hunden, die er sich gekauft habe, musste ich ja raus und habe so regelmäßig Kontakt. Dort kann ich auch jederzeit hin oder anrufen, wenn es mir schlecht geht. Deshalb sind mir die Hunde auch so wichtig. Nicht nur, dass ich sie liebe, sie zwingen mich dazu, nicht ganz isoliert zu sein und ich trage für sie Verantwortung. Sie haben mich oft davor bewahrt, mir in verzweifelten Situationen etwas anzutun: Weil sie mich brauchen.
    Ja- die Sucht gebraucht zu werden! Sie danken es mir aber durch ihre Treue, sie nutzen mich nicht aus. Es ist ein Geben und Nehmen mit Ihnen. Sie halten zu mir! Ich will sie nicht vermenschlichen, sie leben artgerecht und haben eine gute Erziehung. Ich brauche sie und sie brauchen mich!

    Ich rede nicht mehr mit meinem Partner- Ich kann einfach nicht auf seine Worte, die so tun, als wenn er mich niemals verletzt hätte, antworten. Ich will nicht antworten! "Willst du auch Müsli" Gehst du mit den Hunden?" "Da liegt ein Steak, wenn du willst!" Ich kann nicht so tun, als wenn nichts wäre. Wenn ich mit ihm spreche, bin ich wieder verletzbar, kann es zu Diskussionen kommen, Schuldzuweisungen, Vorwürfen-- alles schon gehabt.
    Ich will nicht mehr mit ihm sprechen- ich will es ihm noch nicht mal freundlich sagen" Du- ich kann jetzt nicht mit dir sprechen" Das würde schon ausreichen, um ihm einen Anlass zu geben, mich wieder zu verletzen.
    Ich will nicht mehr in seiner Nähe sein, weil alleine das schon ausreicht, dass es weh tut.

    Ich bin zwar verzweifelt, traurig, enttäuscht- aber ich werde klarer im Kopf. "Geh weg, zieh du aus" denke ich. Ich hasse ihn auch im Moment. Ich will ihn hassen, weil es weniger weh tut, als wenn ich ihn liebe.

    Ich will, dass er Heilgabend woanders hingeht, dass werde ich ihm noch sagen. Soll er doch zu seiner Familie gehen.

    Ich weiß nicht, ob ich zum Arzt gehe, so ein Trennungsleid ist doch kein Grund für eine Psychotherapie? Was wird der Arzt dazu sagen? Ja- nach meiner Kur wurde die Empfehlung für eine ambulante Psychotherapie für mich ausgesprochen. Physischer und psychischer Erschöpfungszustand. Meine Hausärztin erzählte ich von meiner Suizidgefahr und sie reagierte nicht. Bei einer Untersuchung beim Neurologen wegen meiner RLS Erkrankung brach ich förmlich nach dem Erstgespräch heulend zusammen- auch ihm erzählte ich davon und er fragte, warum ich es nicht getan habe: Weil ich Verantwortung tragen muss, war meine Antwort. Er machte noch ein paar Untersuchungen an meinen Beinnerven und sagte dann, dass ich edit Karsten - bitte keine Medikamentennamen, danke - edit weiter nehmen soll, ging und das wars. Ich habe bei meinen Ärzten zu Hause um Hilfe gerufen, aber es hat keiner reagiert. Ich fühle mich nicht ernst genommen. Was sollen die denn erst sagen, wenn ich sage, dass ich mich von meinem trockenen Partner trennen muss. Ist doch alles gut- er ist doch trocken.

    Ja und dann kam ja sein Entzug, das würde ja alles heilen, dachte ich. Alles in Butter, wenn er mich nun so nimmt, wie ich bin, ist ja alles gut. Ich brauche keinen Arzt oder keine SHG. War ich doch ohne ihn nicht krank, würde ich nach seinem Entzug ja auch wieder glücklich sein.
    Ich weiß- weit gefehlt. Auch wenn alle sagen, dass es nicht der Partner ist, der einen krank macht-- ich bin es doch nur, wenn er da ist. Ja- ich lasse es zu, aber er ist der Erreger, das Virus.
    Ja, wenn ich keine Grippe haben will, darf ich nicht mit nassen Haaren rausgehen. Aber ich vergesse doch durch veränderte Situationen, dass es möglich ist. Gehe ich deshalb nachlässig mit mir um? Sollte ich anfangen auf mich aufzupassen und mich zu lieben? Ich sollte mich also nicht wundern, dass ich wieder eie Grippe habe, da ich doch durch jahrelange Erfahrung gemerkt haben muss, was passiert, wenn ich mit nassen Haaren raus gehe.

    Also werde ich mir in Zukunft eine Mütze auf den Kopf setzen und sagen, dass ich mich schützen muss. Im Moment bin ich aber noch an dem Punkt, an dem ich nicht rausgehen möchte.

    Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine.

    Liebe Grüße
    Elke