Beiträge von Mandy1234

    Hallo Linde,

    wieso kann ich ihn dann nicht mehr wie ein kleines Kind allein in der Wohnung lassen? Verstehe ich nicht.

    Mit dem Getrennt wohnen ..... er läßt sich dann total hängen, zumal jetzt, wo seine Arbeitsstelle weg ist. Aber dies ist absolut keine Basis mehr, das weiß ich, suche nur nach Wegen.

    In erster Linie geht es mir jetzt darum, daß ich nicht weiß, ob er so stark ist, sein Versprechen hält, wenn wir in ein neues Umfeld ziehen würden. Ich habe mich heute schlau gefragt bei den AA und dort wurde mir dies in etwa bestätigt, daß dies durchaus bei Alk-Kranken ein Aspekt ist und sie in die alte Rolle "verfallen" wird, wenn sie nach LZT in das alte Umfeld kommen und ein neues Umfeld diese alten Verhaltensmuster garnicht aufkommen läßt.
    Ich weiß es nicht. Mein Bauch sagt, nein, daß wird nichts. Mein Kopf und Herz sagen, ein Versuch ist es allemal wert. Habe aber auch Angst, wieder enttäuscht zu werden im Falle des Falles.
    Er hat letzte Woche telefoniert, um sich eine kleine Wohnung zu suchen und ich war wie vor den Kopf geschlagen. Auf der einen Seite ist es genau das, was ich immer wollte und für am sinnigsten halte aber auf der anderen Seite fühle ich mich verletzt. Fühle mich irgendwie wie "fallen gelassen". Warum auch immer ICH dieses Gefühl habe. Andersherum ist es eher. Ich habe ihn mit Bezug meiner Whg. sitzen und fallen gelassen. Aber dies hatte ja auch einen Grund. Ich verstehe mich zur Zeit selbst nicht mehr. Gefühlskarussell. Ich weiß nicht, wie manche hier im Forum unter einem Dach weiter zusammenleben und trotzdem den nötigen Abstand gewinnen. Ich kriege es nicht hin. Finanziell wäre es die beste Lösung, aber die Umsetzung ein einziges Chaos. Entweder oder. Glaube, schreibe sehr verworren.

    Liebe Grüße
    Mandy

    Hallo Gotti,

    ich habe gerade sehr sehr lange Seite für Seite in Deinem Thread gelesen.

    Mir fällt die Ähnlichkeit bei unseren Männern auf in Bezug auf regelmäßige SHG, Reden, sich hier im Forum anzumelden und zu lesen.
    Bis jetzt konnte ich meinen Mann nicht dazu überzeugen. Er brauche dies nicht, käme ganz gut allein zurecht. Ich denke aber, es wäre besser, wenn er sich auch regelmäßig austauschen könnte/würde. Aber reden ist nicht so sein Ding.

    Ich finde es eine stolze Leistung, daß Dein Mann schon so lange trocken ist und mich würde interessieren, ob er dies mit regelmäßigen SHG etc etc oder mehr oder weniger ohne SHG hinbekommen hat bzw. hinbekommt? Hoffe, bin nicht zu neugierig, suche aber nach jedem Strohhalm und würde mich über eine Nachricht freuen.

    Viele Grüße
    Mandy

    Ich schaffe es nicht, längerfristig in meiner kleinen Wohnung zu bleiben. Mir geht es schlecht, fühle mich einsam und verlassen, bin in Gedanken immer zu Hause und erst beruhigt, wenn ich eine SMS erhalte, daß alles i.O ist.War die Woche über dort. Habe ihn total vermißt, fühlte mich nicht befreit oder glücklich, konnte auch nicht richtig abschalten, was ich eigentlich dachte, wenn ich eine eigene Whg. habe.
    Bekam sehr viele liebe SMS. Bin Freitag abend nach Hause gefahren. Er hat sich die Woche total hängenlassen und sehr viel getrunken. Bis dto war die Trinkerei abends und seit Okt 2008 auch WE aber sehr diszipliniert seiner Arbeit nachgegangen. Hat sich dann krank gemeldet ohne Krankenschein und das Ende vom Lied ist die schriftliche Kündigung, die er gestern erhalten hat. Im Unterbewußtsein habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich ihn alleine gelassen habe und dies Anlaß war, sich total hängen zu lassen, was aber fehl am Platze ist und diesen Schuh ziehe ich mir auch nicht an.
    Ihm tut es leid und daß sein Arbeitgeber sofort kündigt, damit hat er nicht gerechnet. Ändert aber ja nun mal nichts an der Tatsache, daß er was ändern muß. Will er, wie er sagt. Ich weiß, daß Alkoholikern viel Märchenerzählerei nachgesagt wird aber er klingt wirklich verzweifelt, ist am Boden, weint viel und sagt, ohne mich schaffe er es nicht. Wir haben das ganze Wochenende sehr viel geredet, geweint, er hat auch gestern wenig, heute garnichts getrunken, wir sind aber zu keinem endgültigen Entschluß gekommen.
    Er denkt an eine erneute stationäre Entgiftung, aber fragt sich, was ist danach. Er braucht eine neue Arbeitsstelle, die er sich suchen will, sein Hauptproblem aber, wie er sagt, daß er nach der Entgiftung nicht mehr in dieses Haus zurückkehren will, sondern wir gemeinsam umziehen.
    Ich bin absolut ratlos, würde nur zu gern glauben, daß er in einem neuen Umfeld abstinent bleibt, habe vorgeschlagen, daß er es sich beweisen kann, indem er eine kleine Wohnung nimmt aber sein Einwand, dann sei er ja wieder alleine und ohne mich. Wir wollen beide keine Trennung aber mit Alkohol geht es nicht mehr, daß weiß er. Und wenn er es nicht in den Griff bekommt, geht es nicht ohne Trennung und wenn es nur vorübergehend ist. Ihm graut es jetzt schon vor morgen, wenn ich ins Büro fahre und er den ganzen Tag allein ist. Und mir graut es davor, abends nach Hause zu kommen und einen betrunkenen Mann vorzufinden, der sich in Selbstmitleid ertrinkt statt zu handeln.
    Hat jemand damit Erfahrung, ob ein neues Umfeld wirklich derart positiven Einfluß nehmen kann? Ich weiß von seiner LZT von seinem Zimmerkollegen, daß seine Ehefrau den Umzug ganz allein gemanagt hat und ich mich gefragt habe, wieso sie das gerade dann macht, wo ihr Mann in LZT ist, jetzt weiß ich, was der Grund war, damit er garnicht mehr in seine alte Wohnung zurückkommt.
    Würde mich über Antworten sehr freuen.
    Viele Grüße
    Mandy

    Hallo Sternchen,

    auch von mir ein Herzlich Willkommen hier im Forum und Kopf hoch.

    Dein Satz "aber ich kann mit Alk nicht und er nicht ohne" spricht mir aus der Seele und kommt mir sooooo bekannt vor.

    Der Weg ist ein steiniger und beginnt für mich gerade erst. Eine Hilfestellung kann ich Dir leider noch nicht geben.

    Im Inneren sagt mir eine Stimme, dies ist der Anfang der Trennung aber meine zweite Stimme sagt mir, nein, er braucht nur einen Schubs. Total gegensätzlich aber meine Gefühle fallen von einem Extrem ins Andere.

    Ich habe auch viel zu lange geschwiegen und immer und immer wieder daran geglaubt und gehofft, daß er seine Versprechen einlöst. Habe jetzt einen kleinen Schritt nach vorne gewagt und bin so halb (halb, da möblierte Ferienwohnung) , muß aber sagen, daß ich nicht glücklicher bin, als wenn ich noch zu Hause wäre. Wäre mein Mann gewalttätig, wäre es gar keine Frage und ich wäre weg. Aber so .... mein Mann trinkt jeden Abend, hatte eine LZT, leider ohne Erfolg bis jetzt, mit Worten ja, aber leider folgen keine längeren Taten und am WE sehr exzessiv und dann streiten wir. Ist er nüchtern, geht es mir gut, scheinbar gut. Aber im Innern geht es mir nicht mehr gut. Bin unruhig, kann kaum noch abschalten.

    Ich kann mir vorstellen, wie verletzend es sein muß, wenn er dir vorwirft, daß er Freitags trinken könnte, wenn Du nicht da wärst. Gemein!

    Ich wünsche Dir einen regen Austausch hier. Ich habe gemerkt, es erleichtert, wenn man sich alles von der Seele schreiben kann. In meinem Umfeld habe ich niemanden, mit dem ich da offen drüber sprechen kann und der meine Sorgen, Gedanken etc auch ein bißchen versteht.

    Viele Grüße
    Mandy

    Hallo Nele und Malinca,

    vielen lieben Dank für Eure Tips.

    Die technische PC-Umsetzung klappt noch nicht so 100 % ig. Bin zur Zeit zu Hause und sitze am heimischen PC.

    Wir sind jetzt eine Woche weiter. Habe den Auszug nicht sofort geschafft.
    Habe noch 2 Tage gebraucht. War jetzt fast eine Woche weg und WE wieder zu Hause. Ich kann nicht sagen, daß es mir richtig gut in der Woche ging. Allein in einer neuen Umgebung. Und ich vermisse ihn total. Er ist nein war bis vorhin anhänglich, lieb, nett. Einfach mein Mann, wie ich ihn kennen und lieben gelernt habe. Richtig umgänglich und zuvorkommend. Aber von einem Satz auf den anderen, ich fragte, heute ist Dienstag, willst du garnicht in die SHG ist, ein Blaff und die Stimmung schlug um. Und kurz drauf auch der Pegelstand.

    Ich hasse diesen Menschen, der dann vor mir sitzt. Er hat nichts mit dem Menschen zu tun, den ich kenne. Einfach nur ätzend.

    Gefühlsmäßig denke ich jetzt, er hat sich ein paar Tage zurückgehalten und heute abend brauchte er nur ein Ventil und das war die Frage nach der SHG, die ihm jetzt den Frust einräumt, den er sich mit wegspülen zugesteht.

    Warum macht es nicht klick. Es kann doch unmöglich sein, daß er wirklich erst ganz unten sein muß/will, um etwas zu verändern. Dann kann es zu spät sein. Ich habe ihm gesagt, ich werde ihm helfen, ihm beistehen, abstinent zu werden/bleiben aber er muß es einsehen und wollen. Seine Antwort war, ich sehe ein, daß ich was tun muß, mir und meinem Körper geht es nicht gut, ich will es ja, daß ich nichts mehr trinke, kann aber die Finger nicht vom Alk lassen. Als ich das hörte, dachte ich schon, na toll, er kann die Finger nicht vom Alk lassen-auf was wartest du dann noch.
    Er weiter: ich will nicht, daß du gehst, ich brauche dich und ob wir uns nicht ein neues Umfeld suchen können. Damit meint er ein gemeinsames neues Domizil. Was das wirklich an seiner Problematik ändern soll, weiß ich nicht so richtig. Ist dies eine neue Masche oder ein wirklich ganz ernst gemeinter Gedanke. Ich fasse ihn wirklich als ernst gemeint auf, kann aber nicht glauben, daß sich damit das Problem lösen wird. Und ich bin natürlich schuld. Bin am meckern. Dabei habe ich nicht gemeckert, es war nur eine Frage. Aber eine unangenehme scheinbar. Er kommt mit diesen Leuten nicht zurecht. Gibt es das wirklich? Er war nur 1 x dort. Ich weiß nicht. Wenn ich Hilfe brauche, suche und sie mir dort geboten wird.....
    Morgen abend werde ich nach Feierabend wieder in mein neues Domizil fahren, nicht sehr glücklich aber auch nicht sehr unglücklich. Einfach nach wie vor hilf- und ratlos. Bei mir macht es auch nicht klick, daß ich sage, vergiß ihn und fange an, dein eigenes Leben zu leben.
    Viele Grüße
    Mandy-Sandy

    Hallo Kroatine,

    auch von mir ein Herzlich Willkommen.

    Ich bin zur Zeit noch nicht die richtige, die Dir einen wirklichen Rat geben kann, würde aber gerne wissen, wie Dein Freund denn diesen 1? Rückfall seit 7 Jahren sieht? Hat er sich ärztliche Unterstützung oder Hilfe in seiner SHG geholt?

    Meine persönliche Meinung war, bevor ich in diesem Forum gelandet bin, -Gott sei Dank bin ich hier gelandet- daß ICH meinem Mann helfen kann und WIR GEMEINSAM "DAS" schon schaffen. Aber mittlerweile habe ich soviele Threads gelesen und unendlich viele Parallelen entdeckt, daß ich diese Krankheit mit ganz anderen Augen sehe. Bin immer noch ganz gebeutelt, WILL es NICHT glauben, daß ich nichts tun kann, aber mein Inneres sagt mir, zisch ab, vielleicht besinnt er sich dann. Wenn nicht, tut es noch mal sehr sehr weh und mein ganzes Leben steht auf dem Kopf aber ich werde nichts daran ändern können. Im Gegenteil.

    7 Jahre trocken ... das finde ich persönlich eine sehr stolze Leistung. Ich habe jetzt schon sehr oft hier gelesen, daß man immer rückfällig werden kann, hätte aber gedacht, nach 7 Jahren sei man gefestigt genug. Das tut mir richtig leid. Mein Mann hat es nach Entgiftung und LZT nicht mal 1 Woche geschafft. Und wer fühlt sich schlecht? ICH.

    Ich wünsche Dir alles Gute und das Dein Freund es schafft, wieder trocken zu werden.
    Viele Grüße
    Sandy

    vielen dank für deine antwort, mrhardcore.
    war mir beim schreiben garnicht so bewußt, daß ich nicht über mich schreibe, aber du hast recht.
    ja, wie soll es mir gehen. besch......; zur zeit höhen und tiefen im fliegenden wechsel.
    und bis dto war es wirklich so, ich habe mich über meine partnerschaft definiert nach dem motto, "gemeinsam sind wir stark" und aus loyalität ihm gegenübermit niemanden, was man mit negativ oder schlecht über einen reden definieren könnte, darüber gesprochen.
    war ein riesenfehler. damit habe ich das alles nur noch unterstützt.
    dir weiterhin alles gute.
    viele grüße sandy

    Hallo Maria,

    ist es ungewöhnlich, "nachts" zu trinken??

    Ich frage deswegen, weil ich dieses zum ersten Mal höre bzw. lese und mein Mann seit der Angewohnheit, das Wochenende "durchzutrinken"; damit meine ich, er trinkt freitag abend soviel, daß er um 19.00 ins Bett fällt, dann aber um 1.00 wieder aufsteht und gegen 3.00 wieder ins Bett fällt, gegen 6.00 wieder aufsteht usw. usw.
    Das haut doch irgendwann den stärksten Körper um. Macht mir zumindest Angst. Und er sieht auch nicht gesund dabei aus.

    Viele Grüße
    Sandy

    Liebe Miri,

    das tut mir leid, zu lesen, daß der Rechtsanwalt Dir keine Hoffnung machen konnte.

    Du denkst wahrscheinlich auch sehr oft darüber nach, was wäre, wenn und warum nur habe ich damals unterschrieben. Im Nachhinein ist mann/frau immer schlauer. Ich würde nie nie nie wieder derartiges an mich herankommen lassen. Aber eine Unterschrift im Leben reicht da schon, um Jahrzehnte daran zu knabbern und Monat für Monat daran erinnert zu werden.

    Was mir Gedanken macht, ist die Aussage seiner Mitarbeiter. Ich hätte die Angst im Nacken, daß ihm durch den Alkohol die Firmen mehr und mehr sch... egal sind und dadurch etwas in Schieflage oder sogar außer Kontrolle gerät. Hast Du denn Einblick, Mitspracherecht und kannst selbst das Ruder in die Hand nehmen, falls was entgleist oder nicht mehr so läuft, wie es sollte. Solange die Darlehen bedient werden und alles rund läuft, kann ja nichts passieren aber wenn das nicht mehr ist oder ins Wanken gerät.....
    Mein Mann ist der Typ, der den Kopf in den Sand steckt, wenn es unangenehm wird und ich bin damals aus allen Wolken gefallen und frage mich heute oft, was wäre, wenn ich mehr hinterfragt hätte oder mich mehr mit eingebracht hätte. Und machte mir auch sehr große Vorwürfe, warum ich nicht bemerkt habe, daß da ganz gehörig was schief läuft und wie oft habe ich mich oder ihn gefragt, warum er nichts erzählt hat.
    Wir hatten das damals ganz klar geregelt, er die Firma, ich meinen Vollzeitjob und Haushalt etc gemeinsam. Nach außen sah alles toll aus. Florierende Firma. Reden über Probleme, das ist doch unmännlich. Da greift er lieber zum Freund Alkohol, bloß nicht eingestehen, daß was nicht so läuft wie geplant oder man über den Tisch gezogen wurde. Von alleine aber ändert sich nichts. Komische Mentalität a b e r ....

    Meinen Job oder Arbeitgeber macht meiner nicht schlecht aber wie oft ich mir schon anhören mußte, daß ich einen "super Job habe", den er auch gerne hätte, was er aber total negativ meint nach dem Motto, Tag absitzen, Kohle kommt ohne große Anstrengung. Da schwillt mir echt der Kamm, wenn ich das höre.

    Bei uns ist das genauso, daß immer die anderen schuld sind. Grundsätzlich. Anders ist es noch nicht einmal denkbar.

    Mir tut es auch sehr gut, Dir zu schreiben und ich kann es nur zurückgeben und daß ich hoffentlich noch mehr von Dir höre.

    Viele liebe Grüße
    Sandy

    Hallo LaTanguera,

    schön, daß Du hier bist - herzlich willkommen.

    Zu Deinem Satz:
    itat:Wenn ich den Frust habe, weil er wieder betrunken ist, stelle ich mir vor, ohne ihn zu leben.
    Wieder alleine zu sein, einsam. Dann kann ich mich nicht trennen aus schierer Angst, nicht alleine sein zu können.
    Ich habe keine Freunde hier in der Nähe, die sind alle mindestens 500 km weg.
    Denke mir auch : Wenn ich ihn wegschicke, was wird dann aus ihm ? Er droht manchmal mit „sich umbringen“ – dann bin ich es schuld !"

    Das kenne ich. Ich habe mir schon sehr sehr oft vorgestellt, wie es ist, alleine zu leben. Und sehr viel Zeit ist vorbei gegangen.

    Ich kann mich Lunchen nur anschließen.

    Bei Dir ist es auch so, daß Du "eigentlich" einen ganz lieben umgänglichen Mann trotz Alkoholproblem. Da wägt man schon sehr ab, wenn es "eigentlich" der Traummann ist, aber er "nur" dieses Problem nicht hätte.
    Bei mir ist es so, daß ich lange Zeit gedacht habe, mit dem abendlichen Konsum könnte ich leben aber es nimmt Ausmaße an, die ich nicht mehr ertrage. Mir wäre anderen Tag grottenschlecht, wenn ich soviel in mich schütten würde. Das ist ja kein Genuß. Das ist wirklich zuschütten.
    Er sagt zwar, ihm geht es nicht so gut am anderen Morgen, ist aber sehr pflichtbewußt, kommt aus dem Bett heraus, geht seiner Arbeit nach etc.; hat noch nie deswegen blau gemacht oder so. Das einzige, er hat sich, als feststand, daß die LZT beginnt, 3 Wochen vorher krankschreiben lassen und getrunken bis zum abwinken.

    Wenn er doch nur aufhören könnte, würde ..... - wie oft frage ich mich das. Und warum ..... ich suche immer nach einem Grund, natürlich vergeblich. Beziehe es oft auf mich, fühle mich angegriffen, was aber
    ja blödsinn ist.

    So fühle ich mich in den vergangenen Wochen: zweisam und dennoch einsam.

    Dieses "seelisch nackig machen" kenne ich auch erst seit diesem Forum und ich bin sehr froh darüber. Es tut ungemein gut, sich alles von der Seele zu schreiben.
    Ich habe noch nie mit irgendjemanden darüber gesprochen. So im groben weiß die Familie natürlich, daß er auf Geburtstagen etc immer gerne einen trinkt. Auswärts ist aber alles im Rahmen. Nur hier zu Hause verliert er die Kontrolle. Auch, wenn Besuch da ist. Aufgrund dessen vermeide ich dies schon, um nur ja nicht diese Peinlichkeit erleben zu müssen. Dachte auch immer, das versteht ja sowieso keiner und bei uns ist weit und breit niemand, der ein Alkoholproblem hat.
    Hatte dann vor Ort nach Al-Anon geschaut, habe mich aber noch? nicht hingetraut. Werde ich wohl auch nicht, weil ich ja jetzt hier bin.

    Ich wünsche Dir viel Kraft.

    Liebe Grüße
    Sandy

    Liebe Doro,

    Du beschreibst diese ganze Situation sehr gut.

    Du hast Deinem Mann, als er trocken wurde, viel abgenommen.

    Ich wäre jetzt bei uns davon ausgegangen, daß es dann, wenn er trocken ist, er dies wieder selbst für sich und uns übernehmen kann, denn das alles, was du beschreibst, mache ich in seinem nassen Zustand und hab es bisher auch nur auf diesen Zustand geschoben.

    Hast Du eine Antwort "Warum er gescheitert ist" und wieder ganz "der alte" ist oder gibt es hierfür keine Antwort? Ich habe es darauf gemünzt, daß direkt nach LZT keine Arbeit da war, er tagsüber ein paar Tage alleine war, wobei er ja dann die Einsicht hatte, nachhaltig trocken zu werden, auch die zweite Entgiftung mit 2 Tagen Unterbrechung gemacht hat. Das tut mir richtig leid für Dich und ich kann sehr sehr gut nachempfinden, wie enttäuschend das für Dich war. Diese "Opfern" empfinde ich auch so und habe es ihm auch vorgehalten. Ich bin auch ungerecht und biestig geworden, seit er rückfällig geworden ist und vor allem, seit ich keine Einsicht mehr erkenne, habe ich heute morgen festgestellt. Ich provoziere ungemein. Beleidigend sei ich, hat er mir heute morgen vorgeworfen. Hat er absolut recht aber es gab mir einen kleinen Teil Genugtuung. Aber so sind auf dem besten Wege, das Hassen anzufangen. Das will ich auf keinen Fall. Wenn er gewalttätig wäre, wäre eine Trennung mit allen Konsequenzen überhaupt keine Frage aber mit liebevollem Verhalten und Anhänglichkeit wie gestern abend macht er es mir verdammt schwer.

    Einen Grund zum Trinken findet er auch immer ..... da gibt es wohl Parallelen.

    Wie lange bist Du getrennt?

    Viele liebe Grüße
    Sandy

    Liebe Linde,

    vielen Dank für Deinen Internettip. Ja, die Technik stellt mich vor, so empfinde ich es, Problemchen. Ich kann den PC bedienen aber zu mehr reicht es nicht. Als mein Mann in LZT war, hatten wir einen Rechnerabsturz und alles war futsch. Festplatte wurde eingeschickt, nichts mehr zu retten. Und dann die Folge dessen, habe eine neue Festplatte bekommen und dann wie der sprichtwörtliche Ochs vorm Berg davorgesessen und bis alles wieder eingerichtet war, vergingen viele Telefongespräche.

    Ich kann es mir schon überhaupt nicht mehr vorstellen, nicht am PC zu sitzen.

    viele liebe Grüße
    Sandy

    Liebe Malinca,

    das klingt auf den ersten Blick für mich sehr gut, daß Dein Mann seit 5 Monaten trocken ist.
    Ich frage mich, warum klappt es bei dem einen so gut und bei dem anderen, in diesem Fall, bei meinem, überhaupt nicht.
    Ehewhg. für Dich beansprucht?? Wie oder mit welcher Begründung hast Du das geschafft. Das habe ich auch angesprochen, weil es die "einfachste" Art wäre mit der Verantwortung den Tieren gegenüber aber ich stoße auf totale Ablehnung oder besser gesagt, auf den einzigen Kommentar, daß alles so bleiben kann. Ein richtiges Gespräch, wie es denn weitergehen soll, ist überhaupt nicht möglich.
    Heute morgen ein Versuch aber in betrunkenem Zustand aussichtslos. Das macht mich noch kirre.
    Ja, etwas schönes für mich tun. Das habe ich vor.
    Gestern habe ich mich für "Körperertüchtigung" im hiesigen Turnverein angemeldet.
    Ein kleiner Schritt nach vorn.
    Viele liebe Grüße
    Sandy

    Liebe Yvonne,

    ja, eine Wohnung habe ich gefunden.

    Aus dem Stadium, ob ich im unrecht tue, bin ich seit einer Woche raus, weil er abends und am WE nonstop wieder nicht "ohne" kann aber in allem anderen hast Du recht.

    Wie oft denke ich, wieviel Chancen braucht er denn noch und was wäre es so schön, wenn er nur aufhören würde. Das war eigentlich meine größte Hoffnung, als er aus der LZT kam und ich wirklich dachte, wir knüpfen an die heile Zeit an.

    Ich würde mich freuen, noch mehr von Dir zu lesen.
    Viele liebe Grüße
    Sandy

    Liebe Elke,

    wie recht Du hattest, als Du schriebst, es gibt einen Rückfall.
    Es ist Wochenende und "rundumdieuhrtrinken" angesagt.
    A b e r - es stimmt garnicht, er ist nicht betrunken, was ich
    nur habe, er könne es nicht mehr hören, immer dieser Vorwurf,
    ob er wieder was getrunken hat ....
    Gestern noch schrieb ich, es gäbe keine Agressionen und heute morgen
    fegt er ein Brötchen vom Tisch, als ich ihn fragte, ob wir heute nachmittag, vorausgesetzt, er nimmt keinen Alkohol mehr zu sich, eine Runde mit den Hunden drehen. Richtig agressiv kam er rüber. So langsam schwimmen ihm die Felle weg und er ahnt den ja schon länger angedrohten Auszug.
    Ich bin auf der einen Seite sooo froh aber auf der anderen Seite zieht es mich tierisch runter.
    Mensch, was ist das schwer und ich frage mich, wie die anderen das alle geschafft haben, sich zu trennen und das Drumherum auf die Reihe gekriegt haben.
    Es tut gut, mich hier auszutauschen.
    Viele liebe Grüße
    Sandy

    Liebe Amelie,
    wie geht es Dir?
    Dein beschriebenes Hoch und Tief der Gefühle kenne ich zur Genüge. Gestern noch habe ich ganz stolz berichtet, wie froh ich war und mit mir im Reinen, weil ich für mich mit der Entscheidung, auszuziehen, mit der Schlüsselübergabe zufrieden, beruhigend und irgendwie abschließen konnte. Und heute, Samstag, wir sind beide zu Hause, habe ich ein ganz tiefes Tief. So langsam signalisiert er, daß es Ernst wird und ist das heulende Elend.
    Mensch, was ist das schwer, das ein zweites Mal durchzuziehen. Gott sei dank haben wir keine kleinen Kinder, für die gesorgt werden muß, aber für mich persönlich wäre es ein vielfaches einfacher, wenn ich eine Lösung für unsere Haustiere parat hätte.
    Wie geht es Deinem Mann, ist er noch ohne Bier?
    Viele liebe Grüße
    Sandy

    Hallo Soul,

    neine, eine Mitschuld kann man Deiner Freundin nicht geben.

    Sein Körper, sein Leben, seine Entscheidung.

    Ich persönlich fände esehr schlimm, im Falle eines Falles auch nur den Gedanken ertragen zu müssen, ICH hätte etwas ändern müssen, dann würde er vielleicht noch leben.
    Ich denke, Deine Freundin macht sich Vorwürfe ohne Ende und denkt, was wäre wenn und hätte ich dies und jenes gemacht. Aber wenn sie damit leben konnte, daß ihr Mann sein tägliches Bier zu sich nahm, war es seine Entscheidung.

    Aber wirklich schlimm und ein trauriges Schicksal.

    Und es wird immer und immer wieder unterschätzt, wenn man täglich Alkohol konsumiert, dies ist ja "nur" Feierabendbier zur Entspannung für einen anstrengenden Arbeitstag etc.
    Nerven- und Zellgift.

    Viele Grüße
    Sandy

    Hallo Lunchen,

    so fing es vor vielen vielen Jahren bei uns auch an und ich dachte viele Jahre, das Feierabendbier und Schnäpschen dazu, was solls.

    Aber irgendwann verlangte der Körper danach und es wurde mehr und mehr und mehr.

    Mittlerweile geht es nicht mehr. Ich kann und will so nicht mehr.
    Hoffe immer noch, daß er seine bis dto. leeren Versprechungen, vom Alkohol wegzukommen, endlich einlöst und vor allem dauerhaft durchhält.

    Es ist ein steiniger Weg, habe ich festgestellt.

    Ich wünsche Dir viel Kraft.

    Viele Grüße
    Sandy