Hallo Manni,
Glückwunsch zu 6 Wochen ohne Alkohol, und schön, dass du beschlossen hast, alk-frei zu leben.
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der Versuch dauerhaft ohne Alkohol leben zu können
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[....] daß ich ab jetzt, genau wie bei meiner letzten Zigarette, vorgenommen habe den entgültigen Schlußstrich unter das Thema Alkohol zu ziehe
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Nun gut, du kennst bestimmt die Januar-Statistik zu den guten Silvester-Vorsätzen.
Wenn du dein Denken dahingehend ändern kannst, dass du keine Versuche anstellst, die klappen können oder auch nicht, und dass du dir keine Dinge vornimmst, die du dann durchziehst oder auch nicht, dann hast du eine höhere Chance.
Mit dem trockenen Denken fängt es an. Und an deinen Handlungen kannst du dich selber messen.
Nur etwas zu versuchen, das reicht nicht. Nur etwas zu wollen, und sei es noch so sehr, das reicht auch nicht.
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eine "lebensbejahende" Phase, wo Alkohol auch dazu gehörte. Dann gabs wieder mal ein paar Jahre "Vernunftpause"
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[...] und deswegen eine Vernunftentscheidung notwendig macht.
Ich glaube, bei dir ist der Alkohol insgesamt im Denken einfach positiv besetzt. (Deine Anführungszeichen weisen auf die immanente Ironie hin, aber trotzdem sind deine Formulierungen bezeichnend.)
Wenn es nur vernünftig ist, nichts zu trinken, und wenn es mehr Spaß macht, zu trinken als nicht zu trinken, dann werden immer wieder Situationen eintreten, an denen der Suchtstoff seine überwältigende Anziehungskraft ausspielen kann.
Und was hast du dem dann entgegenzusetzen?
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Ich bin nur gewohnt auszusortieren, was meiner Meinung für mich wichtig ist und womit ich mich identifizieren kann.
Das kann ich gut nachvollziehen. Trotzdem glaube ich, dass dies beim Trockenwerden eher hinderlich ist und geradezu eine Gefahr darstellen kann. Denn dann fühle ich mich leicht angegriffen von Einträgen, die nicht in mein Weltbild und meine Werteordnung passen. oder von denen ich das zumindest annehme. Und die ignoriere ich dann. Obwohl es genau diese anderen.. diese provozierenden... diese irritierenden.. diese verstörenden Posts sein können, die mich auf etwas hinweisen. Auf etwas, was ich bisher in meiner gedanklichen Nähe zum ALK nicht bedacht habe.
Wenn du immer so weitermachst machst wie bisher, kannst du jedenfalls grundsätzlich nichts ändern. Denn dann verharrst du ja in einer Dauerschleife im alteingesessenen Denken und Verhalten.
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denn ich bin rundum glücklich und zufrieden so wie es jetzt ist. Nur der abendliche Alkohol hat gestört, denn er hat mir den nächsten Morgen genommen.
Ziemlich tückische Falle, dies hier.
Denn wenn es so wäre, dann müsstest du nichts ändern außer dem ALK-Konsum, um trocken zu werden. So funktioniert es aber nicht.
Nur nicht zu trinken, das reicht nicht. Und wenn man deinen Gedankengang weiterspinnt, dann hättest du vielleicht gerne eine ALK-Sorte, von der du den ganzen Abend trinken könntest, ohne morgens Kopfschmerzen und einen Kater bis mittags zu haben. Ist es so?
Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. Schöne Illusion, aber leider von der Lebenswirklichkeit überholt.
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was ich nicht und was ich machen muß um Antialkoholiker zu werden
Du musst gar nichts, noch nicht mal Anti-Alkoholiker werden. Aber du kannst als Alkoholiker dich dafür entscheiden, den Rest deines Lebens trocken zu verbringen. Dazu kann auch eine Überwindung des Trotzes gehören, und sicherlich auch eine offene Haltung, die dich befähigt, von anderen zu lernen und um Hilfe zu bitten.
LG viola