Beiträge von viola

    Guten Morgen Mäuki,

    "guck jetzt" klingt gut! :D

    Auch deine Bemerkung vom Augenverleihen hat mich sehr berührt. Das ist ja irgendwie die Tücke des Subjektes, das wir das nicht können.
    Oder jedenfalls nur sehr eingeschränkt. Aber manchmal gelingt es doch, und das sind dann sehr besondere, wertvolle Momente im Leben. :D

    Gegen das Monster empfehlen sich viele Bewältigungsstrategien, so dass es immer weniger Lust auf einen Kaffeebesuch in deiner Zweier-WG bekommt.
    Wann seh ich dich in der Geschlossenen, damit wir uns weiter darüber austauschen können? 8):wink:

    Abhängigkeit ist auch so ein Thema...... wir können nicht existieren, ohne angewiesen zu sein auf andere. Völlige Unabhängigkeit kann also nicht das Ziel sein.
    Trotzdem ist fühlt sich ein individuelles, selbstbestimmtes Leben so gut an. Warum ist das so?

    Ich wünsch dir heute einen schönen Tag und hoffentlich auch einen halbwegs erträglichen Arbeitstag.
    LG viola

    Liebe Mäuki,

    ich freue mich für dich, dass du diesen Freund gefunden hast!
    Und das du dich den Menschen zuwendest und das Vertrauen mich verlernt bzw. dir einfach angeeignet hast. Das ist schön!

    Deine schlimme Geschichte ist, wie sie ist. Du schreibst, dass du mit bestimmten Dingen haderst bzw. dir nicht vergeben kannst.
    Wie wäre es, wenn du es mal mit einer Therapie versuchst? Ich weiß nicht, wie du dazu stehst, aber ich kann mir vorstellen, dass dir Fachleute wirklich weiterhelfen können. Dann musst du auch nicht mehr alles alleine tragen.

    Ich denk an dich,
    lieben Gruß,
    viola

    Liebe Mäuki,

    danke für deine Geschichte, die mich sehr berührt hat.

    Ja, es hängt alles zusammen. Alkohol ist ein Mittel, das in uns die Illusion erzeugen kann, wir könnten uns wegbeamen, oder betäuben, oder zugefügten Schmerz ungeschehen machen, oder als nicht mehr so brutal empfinden.
    Das stimmt aber nicht, wie du inzwischen ja auch gelernt hast.

    Klare Worte und gleichzeitiges emotionales Einlassen - davor hab ich meine Hochachtung!
    Dass du das heute kannst, das genaue Hingucken, das nicht-mehr-Weggucken, das ist eine starke Leistung, die du auf deinem Lebensweg sehr gut hinbekommen hast.
    Du konntest nichts dafür was dir als Kind passiert ist. Du hast keine Schuld daran.
    Aber heute übernimmst du die Verantwortung für dich selber, und das stärkt dich.

    Wie hat deine Schwester vor zwei Jahren reagiert? Wie bist du als 17jähriges Mädel mit deinem Kind und einer so frühen Ehe zurecht gekommen?

    Zitat

    Vielleicht magst Du das alles dann jetzt aber doch im geschützten Raum von der Seele schreiben.


    Ich finde hellges Idee sehr gut, denn hier kann ja jeder (auch Menschen, die nicht im Forum angemeldet sind) mitlesen. Es hat schon seinen Grund, warum bestimmte sprachliche Begriffe hier nicht geschrieben werden können, sei froh darum, denn du könntest sonst noch viel leichter geg**gelt und gefunden werden.
    Im geschlossenen Bereich ist der Austausch noch intensiver, und da gibt es auch einige User, die ähnliches wie du erleiden mussten. Die werden dich bestimmt verstehen, ich verstehe dich ja auch, obwohl es bei mir keinen M*ßbrauch gab.

    Natürlich ist es gut, dass du deinen Lebensunterhalt aus eigener Kraft bestreiten kannst. Aber wenn du dort jeden Tag leidest, klingt das gar nicht gut.
    Vielleicht wiederholst du damit unbewusst ein altes Muster? Kam mir grad nur so in den Sinn.
    Es ist nicht egal, was du acht Stunden lang am Tag tust. Vielleicht gibt es ja doch Alternativen, bestimmt gibt es sie - sie haben dann einen anderen Preis als den, den du grad zahlst. Aber vielleicht würde es dir dann ein kleines bisschen besser gehen.

    LG viola

    Liebe Tina,

    Zitat

    Mir ging es lediglich (!) darum, zu erfahren, was der Einzelne lieber liest.


    Ist das denn nicht völlig unerheblich?

    Denn ich lese ja das, was ein anderer Schreiber hingeschrieben hat.
    Und das Schreiben, wie es geschrieben ist etc., gibt mir ja eine Information - nicht nur auf der inhaltlichen Sachebene, sondern ich bemerke ja auch sofort, ob ich es als kryptisch oder als klar empfinde, um deine beiden Begriffe zu benutzen.

    Wenn jetzt hier 80 oder 90 % der Leser angeben, sie lesen lieber klare Worte, was sagt uns das dann?
    Was macht es mit uns als Schreibern, die wir ja gleichzeitig immer auch sind? Werden wir uns anpassen, weil wir wissen, was hier gewünscht wird? Werden wir uns verbiegen?

    Ich bin der Meinung, jeder Schreiber sollte so schreiben, wie es ihm entspricht.
    Und jeder Leser sollte von seiner Lieblingslesart absehen, wenn er eine gegensätzliche hier vorfindet. Und nicht gleich denken, das ist alles Schrott, nur weil ihm selber mal nicht entgegengekommen wird.

    Beim Nachdenken über dein Thema fiel mir ein, dass ich eine bestimmt Schreibart noch viel lieber lese als "klar" oder "kryptisch" - und das ist "authentisch".

    LG viola

    Liebe Tina,

    ich mag es lieber direkt und schnörkellos als geheimnisvoll und weich-umschrieben.
    Ist vielleicht eine Typfrage, keine Ahnung.

    Wenn es hier aber User gibt, die anders sind als ich, also eher "kryptisch" daherkommen, wer bin ich, dass ich darüber richte?
    Nur weil ich etwas nicht verstehe, bedeutet es ja nicht, dass es gleich "falsch" ist oder irgendwie nicht "richtig" - das wäre mir eine zu subjektive Bewertung.

    Als ich hier im Forum aufschlug (ich war von Anfang an im geschlossenen Bereich angemeldet), gab es mehrere threads, von denen ich kein Wort verstanden habe. Zu eigenartig, zu assoziativ, zu emotional - das war zunächst auch angstmachend für mich.
    Ich hatte dann aber verstanden, da schreibt jemand, der stark traumatisiert ist, in einer Sprache, die ihm entspricht und die offenbar "nötig" ist. Das Leid dahinter konnte ich nicht mal ansatzweise erahnen.
    Dann gab es auch threads, die waren aufgrund fehlender Grammatik und Orthographie für mich so schwierig zu lesen, dass ich einige Zeit gebraucht habe, um den Menschen dahinter zu erkennen (und meine Vorurteile zu überwinden).

    Hier schreiben ja "beschädigte" Menschen, die aufgrund von Sucht hier gelandet sind. Manchmal kommt mir unser Haufen vor wie angeschwemmtes Treibgut.
    Wenn also jemand in einer "anderen" Sprache spricht, weil er es eben jetzt oder prinzipiell nicht anders kann - soll er doch.
    Ich muss ja mit niemandem kommunizieren, mit dem ich es nicht will. Und wenn ich es will, kann ich ja trotzdem einen Versuch machen. Das schadet ja nicht, sondern nützt vielleicht.

    Für die Gemeinschaft hier finde ich es sinnvoll, wenn wir die einzelnen User so lassen, wie sie sind.
    So lassen, wie das Leben und der Alkohol sie geformt haben.
    Wir sind ja hier, um uns in gegenseitiger Selbsthilfe zu unterstützen. Das sollten wir beim Nachsinnen über unterschiedliche Sprachstile nicht aus den Augen verlieren.

    LG viola

    Liebe Mäuki,

    das finde ich auch! Also nicht gerecht.

    Aber so ist es wohl mit der Sprache.... manche Begriffe sind in einer bestimmten Weise belegt.
    Nimm nur das Wort "unterstellen". :wink: Hat ja auch einen negative Beiklang. Dabei meinte ich genau das, was du zur Erklärung noch mal beschrieben hast. Ich meinte es nicht negativ.

    Zitat

    ich erlerne die Fähigkeit und eigentlich weiß ich auch ganz gut was mir gut tut,
    im wahren Leben tue ich trotzdem oft anderes.


    Das kleine Wörtchen "eigentlich" nimmt die zweite Hälfte deines Satzes ja schon vorweg.
    Je mehr du umsetzt, was dir selber wichtig ist, desto zufriedener kannst du leben. Guck doch mal genauer hin, was genau es denn ist, was dich davon abhält, deine Träume und Wünsche in die Realität umzusetzen.
    Wir können nicht alles machen, haben, sein, tun oder erreichen, das ist schon klar. Aber ein bisschen was geht immer. Und auch ein bisschen mehr. :wink:

    LG viola

    Liebe Mäuki,

    wenn die sogenannten Binsenweisheiten plötzlich zu einem sprechen, dann fällt es einem eben manchmal wie Schuppen von den Augen.
    Das ist immer wieder ein erstaunlicher Moment, und das innere Wachstum vollzieht sich dann manchmal geradezu ruckartig. :wink:

    Zitat

    nur rein Verständnisshalber,
    welche Grenzen traten auch gut zu Tage??


    Ich meinte die Verständnis-Grenzen innerhalb unseres Forums, geschuldet an das Medium der schriftlichen und virtuellen Kommunikation mit mehr oder minder Fremden.
    Es ist ja eine große Herausforderung, den anderen in seinem Anders-Sein wirklich zu verstehen. Ohne etwas ihn in hineinzuprojizieren, was mit ihm gar nichts zu tun hat, sondern mehr mit einem selber.
    Wenn dazu dann noch Erinnerungen aufgewühlt werden, Vorurteile reaktiviert werden und Formalismen betont werden, dann sind die Grenzen nicht nur schnell erreicht, sondern auch schnell überschritten, und dann fühlen sich alle irgendwie mies.

    Zitat

    Was genau bedeutet für dich sich abzugrenzen und bei sich zu bleiben?


    1. sich abgrenzen = bei aller Empathie realisieren, dass andere Menschen andere Schwierigkeiten als ich haben, und dass deren Schwierigkeiten nichts mit mir zu tun haben.
    Wenn sich jemand aufregen möchte, dann kann er das ja gerne tun. Mit mir "macht" das dann nur etwas, wenn ich mich über dieses Aufregen des anderen selber aufrege. Wenn ich mich aber gut abgrenzen kann, dann bleibe ich innerlich ganz gelassen, ich habe meine Gelassenheitsgrenzen dann um mich gezogen, und die Aufregung überträgt sich dann nicht auf mich.
    Ob das funktioniert, merke ich ja sofort an meinem Gefühlshaushalt und an meinen Gedanken. Sind die innerhalb meiner Grenzen, oder sind die beim anderen?

    2. bei mir bleiben = meine Meinung nicht auf andere zu übertragen; nicht zu projizieren bzw. mir die eigenen Projektionen mindestens bewusst zu machen; nicht zu glauben, dass meine Lösungen auch die Lösungen für andere sind; bescheiden zu bleiben, demütig zu bleiben; daran zu denken, dass andere eben anders sind; deren Anderssein und meine Eigenheiten jeweils zu respektieren; und ansonsten siehe unter 1., also mich gut abzugrenzen.

    Zitat

    Ich weiß auch was mir nicht gut tut nämlich wenn man mich schlichtweg ignoriert ,also ich meine meine Fragen.
    Das fühlt sich wie immer an:
    Man nimmt mich nicht ernst.
    Ich bin es nicht wert das man mir antwortet.
    Ich werde nicht gesehen.


    Da gehst du zwar von dir aus, aber du unterstellst deinen Lesern etwas, was ja in erster Linie was mit dir zu tun hat, und nicht so unbedingt mit dem Leser, wie du vielleicht glaubst.
    Vielleicht denken viele über deine Gedanken und Fragen nach, aber haben noch keine Antwort.
    Vielleicht trauen sie sich eine Antwort auch nicht zu.
    Vielleicht sind sie gar nicht online und haben grad keine Zeit, weil sie einkaufen oder arbeiten oder sonstwie mit Leben beschäftig sind.
    Vielleicht haben sie selber so große Probleme mit sich, dass sie gerade nicht bei dir schreiben können.
    Vielleicht haben sie das versteckte Fragezeichen übersehen.

    Es gibt noch unzählige weitere Gründe, weshalb deine Erwartungen nicht erfüllt werden.
    Du bist weder blöde, noch bist du den anderen egal. Das stimmt nur, wenn du selber es über dich denkst, und deshalb kannst auch nur du selber daran was ändern.

    Ich wünsch dir heute noch viel ungestörte Freude bei den dir wichtigen Dingen.

    LG viola

    Liebe Mäuki,

    danke! :D

    Übrigens, für deine Leser ist es zukünftig bestimmt einfacher, wenn sie eine Frage von dir auch als solche identifizieren können, also sprachlich meine ich, nicht inhaltlich.
    Hilfreich wären ein Fragezeichen und weniger rhetorische Mittel, d.h. wenn du gerne Antworten möchtest, dann z.B. nicht zu schreiben "ich frage mich", weil deine Leser sich dann nicht direkt angesprochen fühlen.
    Ich hatte mir beim Lesen nämlich gedacht, du würdest uns deine Gedanken mitteilen. Ich konnte nicht herauslesen, dass du dies als konkrete Frage gemeint hast.

    LG viola

    Hallo liebe Mäuki,

    wieso ist der thread bei dir weg?, also ich finde ihn noch.
    Klick am besten mal oben rechts auf "eigene Beiträge anzeigen", dann kommen alle die threads, in denen du geschrieben hast bisher.

    Hm, also so richtig weiß ich jetzt nicht, was deine Frage genau war. Aber zum Glück hast du ja eine neue für mich formuliert:

    Zitat

    Meine Frage :Wie kommt man dazu sowas zu denken?
    Habe ich was falsch gemacht?Oder die andere Person?


    Ich glaube, diese andere Person hatte nur ein bisschen Sorge, dass du als sehr sensible Person irgendwie beschädigt oder verletzt werden könntest. So meine Vermutung.
    Ich finde es immer etwas schwierig, Dinge in schriftliche Momentaufnahmen hineinzuinterpretieren, ohne die Menschen zu kennen, und ohne ihr "So-Sein" im jeweiligen Moment zu sehen. Ich glaube, ich bin trotzdem vergleichsweise gut in dieser Disziplin, trotzdem sehe ich ihre Grenzen, und die traten neulich im dem besagten thread auch gut zutage....

    Du hast nichts falsch gemacht. Und wenn du nicht denkst, dass du manipuliert wirst, dann ist da auch nichts.
    Du bist ja "groß" und kannst selber auf dich aufpassen. Zudem hab ich das Gefühl, du bist sehr nah bei dir und hast ein gutes Gespür dafür, was dir gut tut und was nicht.
    Danach kannst du ja handeln.
    Vergiss nur nicht, dich gut abzugrenzen und bei dir zu bleiben. Ist mittlerweile ein abgedroschener Spruch hier im Forum, aber deshalb noch lange nicht überholt oder unwichtig, im Gegenteil.

    Du machst das schon. :wink:
    LG viola

    Liebe Mäuki,

    obwohl ich nur selten im Offenen bin (weil ich im Geschlossenen immer so viel zu tun habe), lese ich dich sehr gerne, und deine Gedanken finde ich nicht verworren.
    Nur diese Frage, auf die du noch eine Antwort vermisst, die kann ich nicht wiederfinden, oder ist sie inzwischen geklärt?

    Vertrauen ist immer wieder eine aktive mutige Tat, wenn alte Verletzungen das Risiko überbewerten wollen.
    Das Vertrauen hat es verdient, immer wieder eine Chance zu bekommen.

    Ich wünshc dir heute einen schönen Tag,
    LG viola

    Zitat von NNGNeo

    lieber eins nach dem anderen oder lieber volle power?


    Hallo,

    ich glaube schon, dass zu viele Ziele kontraproduktiv sein können, d.h. das der Schuss dann nach hinten losgeht.

    Dagegen hilft aber meiner Meinung nach das Prioriäten-Setzen am besten:
    sich immer wieder klar machen, was ist mein hauptsächliches Ziel (z.B. trocken leben), mein zweites (z.B. Beziehungen und Finanzen ordnen), mein drittes (z.B. Job behalten oder ändern) usw.
    Und daraus folgt dann sofort, was muss ich nun dafür T U N, um diese erste zweite dritte weitere Ziel zu erreichen, und wie, und wann usw.

    Ist gar nicht so schwer, wenn man sich erst mal dran gewöhnt hat. Wie alles eine Frage der Einstellung, es beginnt wie immer im Kopf. :wink:

    LG viola

    Hallo Nys,

    du kannst mal deine Schränke durchforsten, z.B. ob du in der Küche nicht doch noch haltbare Lebensmittel hast, da lohnt es sich, die zu verbrauchen, bevor sie zwei Jahre lang schon abgelaufen sind.
    Jeder Euro, den du nicht ausgibst, ist ein gesparter Euro. Z.B. auch bei Klamotten, da kannst du kritischer werden bei dem, was du unbedingt neu brauchst.
    Du kannst auch versuchen, Dinge die du nicht mehr brauchst, bei eba* zu verticken.

    Alle anderen Tipps, die mir eingefallen sind, stehen hier schon. :wink:

    LG viola

    Hallo MaMe,

    wie hast du geschlafen?

    Deine Geschichte erinnert mich an die schlimmste Zeit meiner Ehe. Ich bin auch Tochter einer Alkoholikerin und mein ExMann hat auch getrunken. Wir haben drei Wunschkinder.
    Ich habe mitgetrunken und bin später selber abhängig geworden.

    Mein ExMann war auch immer ein guter Vater. Ich kann deine Gedanken und die Hölle, in der du grad steckst, sehr gut nachvollziehen.
    Nach allem, was ich damals durchgemacht habe, kann ich dir nur raten, sehr genau auf deine Grenzen zu achten.
    Du musst ja für deine Kinder da sein, sie versorgen, von Arbeit les ich da auch was - pass bitte auf dich auf, dass du nicht völlig unter die Räder kommst.
    Es bleiben ohnehin nur wenige ruhige Eigenzeit-Minuten am Tag für dich. Dann diese Krise jetzt, die auch nicht so einfach und auch nicht schnell zu lösen ist..... da braucht es besonders viel Selbstfürsorge.
    Sei gut zu dir, achte insbesondere auf regelmäßige Mahlzeiten und regelmäßigen Schlaf. Selbst an einer solch einfachen Struktur des Alltags kann man sich in Krisenzeiten festhalten.

    Die anderen haben es ja schon geschrieben, du kannst ihn nicht trockenlegen.
    Die Sucht ist immer stärker. Sie hat ihn voll im Griff. Glaub seinen Versprechungen nicht! Informier dich lieber über die Mechanismen der Abhängigkeit.
    Was du aber machen kannst ist, ihm Grenzen zu setzen. Dafür solltest du deine eigenen Grenzen gut kennen, dann kannnst du sie auch ihm gegenüber klarmachen.
    Euer Verhältnis ist ja nicht komplett zerrüttet und er wird (im nüchternen Zustand!) ja nachvollziehen können, worum es dir geht.
    Liebe allein reicht leider nicht, wenn die Sucht ins Spiel kommt. Es wäre gut, wenn er sich professionelle Hilfe beim Arzt und in der Suchtberatung holt. Du kannst ihm das vorschlagen, zwingen kannst du ihn nicht dazu.
    Überleg dir, was du machst, wenn er weiter trinkt.

    Ich wünsch dir für heute alles Gute!
    LG viola

    Guten Morgen Sebastian,

    es ist schön, ohne Brummschädel und ausgeschlafen ins Wochenende zu starten, oder? :wink:
    Gut gemacht! :D

    Das Laufen ist also bereits in deinem virtuellen Notfallkoffer. Da sollten unbedingt auch noch Telefonnummern rein, wo du sofort anrufen und dir Hilfe holen kannst, wenn wieder so eine Situation wie gestern abend eintritt. In solchen Momenten wärst du nämlich vielleicht damit überfordert, die erst mühsam zusammensuchen zu wollen.....
    Es gibt sicher auch bei dir regionale Suchtberatungsstellen, ausserdem Krankenhäuser, die haben auch eine Notfallambulanz. Dann gibt es noch die Telefonseelsorge und ähnliches. Die Nummern stehen im Internet und oft auch in der regionalen Tagespresse.
    Hast du gute Freunde, die Bescheid wissen und die du in solchen Momenten belasten darfst?

    Wo du demnächst mal in aller Ruhe (und vielleicht mit Hilfe) hingucken solltest, sind die Lügengebäude, die du vor anderen und vor allem vor dir selbst aufgebaut hast, wie du schreibst.
    Aus diesem Muster willst du ja sicher raus, aber hab ein bisschen Verständnis dafür, dass deine Mitmenschen in deinem Umfeld, auch deine Lebensgefährtin, ja nicht so schnell wie du sind, d.h. sie haben ja ihre Erfahrungen mit dem "alten" Sebastian, und den neuen müssen sie erst noch kennenlernen im Laufe der Zeit.

    Fang am besten bei dir selber an.
    Erwarte wenig von den anderen, sondern zeig ihnen, dass du lernfähig und verwandlungsfähig bist. Sie sehen es zwar daran, dass du jetzt keinen ALK mehr trinkst, aber im Innern wird noch mehr passieren. Freu dich drauf! :D
    Find ich gut, dass du dich nach einem anderen Therapeuten umgucken willst. Du tust das ja für dich, und wenn deine Partnerin dich da nicht unterstützt (das ist echt traurig... so viele Vorurteile!), dann lass dich trotzdem nicht beirren. Bleib da am Ball!

    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!
    LG viola

    Lieber Manfred,

    das klingt doch alles ganz gut!

    Was ist dein Ziel bei deinem psychosomatischen Aufenthalt? Ich wünsche dir dort eine gute Zeit.
    Und was hast du für berufliche Ziele in Aussicht? Eine einjährige Weiterbildung hört sich spannend an, Du hast ja eine lange Zeit überbrückt, bestimmt fühlt es sich gut an, neue Pläne zu haben und wieder gebraucht zu werden.
    Ich arbeite auch weiter an der Wiedererlangung meiner Arbeitsfähigkeit und freue mich schon darauf, wieder berufstätig zu sein, irgendwann.

    Zitat

    Ich bewege mich auf einer Wiese der Traurigkeit und freue mich über jede Blume, die dort wächst.


    Das ist ein sehr schönes, aussagekräftiges, bedrückendes und doch hoffnungsvolles Bild!
    Ich wünsche dir viele schöne Blumen auf deiner Wiese. Blumen, die andere dort anpflanzen, aber vor allem Blumen, die du selber dort aussäst, weil sie dir so gut gefallen. Solche Blumen, die sich von selber versamen und dich jedes Jahr aufs Neue erfreuen. :)

    LG viola

    Hallo Florena,

    denk bitte zuerst an dich und den Sohn, oder gibt es noch mehr Kinder? (Du schreibst einmal in der Mehrzahl.)
    Wenn ich du wäre, würde ich ernsthaft über eine Trennung in baldiger Zukunft nachdenken. Du tust weder dir noch den Kind/ern gut, wenn du nur aus Angst an dieser kaputten Beziehung kleben bleibst. Ich weiss, dass das sehr schwer ist. Aber nicht unmöglich!!

    Zitat

    Ich muss dazu sagen das er eigentlich ein extrem selbstbewusster, wenn nicht sogar selbstverliebter Mensch ist der mit Kritik nicht umgehen kann


    Selbstbewusste Menschen können normalerweise sehr gut mit Kritik umgehen. Denn ihr Selbstbewusstsein erlaubt es ihnen, diese Kritik entweder von ihrer Person zu lösen (also eine Sachebene nie persönlich zu werten) oder sich den Schuh souverän anzuziehen, wenn sie wissen, der andere hat Recht.
    Selbstbewusste Menschen bedrohen und schlagen ihre Partner nicht, sie manipulieren sie nicht und werfen schon gar nicht im besoffenen Kopp mit Anschuldigungen oder haltlosen Selbstmorddrohungen um sich - weil sie das alles gar nicht nötig haben.

    Du bist an gar nichts schuld. Du kannst nichts dafür, dass er so ausrastet. Zimttees Vorschlag find ich richtig gut, was hältst du davon?

    Alles Gute für dich, es wird sich bestimmt ein Weg finden!
    LG viola

    Hallo Prinzessin,

    warum brichst du denn jetzt die Diskussion ab? Zu anstrengend??

    Zitat

    Es war vielleicht nicht so gut und angebracht, das zu genau zu interpretieren, weil um das gehts ja nur am Rande, oder auch gar nicht.


    Das seh ich ganz anders, es geht doch um DICH!
    Ich habe noch nie gehört, dass jemand "zu genau" hingeguckt hätte.... nur immer wieder, dass eben nicht genau genug hingesehen wird und aus Bequemlichkeit zu sehr an der Oberfläche geblieben wird.
    Stell dich deinen eigenen Zweifeln und Ängsten und sei ehrlich zu dir!

    LG viola

    Hallo Prizessin,

    ich vestehe deine Beispiele mit den Innereien oder der Schokolade nicht.
    Beides hat für mich nicht mit Sucht zu tun.

    Bitte unterschätze nicht die Suchtstrukturen eines Alkoholabhängigen. Die bleiben lebenslang, und dem Alkohol selbst kann man seine Drogennatur auch mit noch so viel Wunschdenken nicht abtrainieren.
    Daher stehen Kapitulation und Risikominimierung weiterhin in einem logischen Zusammenhang und widersprechen sich nicht.
    Besser als doro kann ich es auch nicht ausdrücken, und "geschafft" hat es niemand, vergiss mal das Denken in diesen Kategorien! Es geht ja ums trockene Denken, und dafür sind ab und zu auch neue Denkansätze hilfreich.

    LG viola