Beiträge von viola

    Guten Morgen Foffi,

    da gab es mal so einen Spruch: Wenn du weißt, in welchen Hafen du segeln willst, dann ist kein Wind der richtige.

    Klar hast du momentan Schwierigkeiten. Wir alle haben Schwierigkeiten, die einem mehr, die anderen weniger. Macht es Sinn, dass du dich ständig mit anderen vergleichst? Oder macht dich das noch unzufriedener?

    Du hast doch Zeit. Denk nach! Stell dir selber Fragen!
    Frag dich, wovon du träumst. Wie du leben möchtest. Wie dein Leben in 5 oder in 10 Jahren aussehen soll. Was für dich Sinn ergibt.
    Frag dich, worauf du am Ende deines Lebens zurückschauen möchtest. Was du nicht bereuen möchtest. Worin für dich der Sinn bestanden hat.

    Und dann überleg dir kleine Schritte im Hier und Jetzt.
    Du kannst nicht alle deine Probleme wegzaubern oder auf einen Schlag lösen. Du kannst aber aus dem Teufelskreis aussteigen, in dem du dich offenbar gerade befindest. Es liegt an dir! Und wenn du es alleine nicht schaffst, dann such dir Hilfe.

    Denk nach und lote aus, was du brauchst. Was dir hilft. Wo du das bekommen kannst.
    Sei sorgsam und sorgfältig mit dir und mit deinem Leben. Du hast nur dieses eine. Deine Zukunft kannst du selber gestalten, jeden Tag neu, heute und morgen und dann schon wieder.

    LG viola

    Guten Morgen William,

    mit deinem "warum bloß?" kommst du nicht weiter.

    Das kann nämlich eine Falle sein. Es ist leichter, über das "warum" nachzugrübeln, als Konsequenzen zu ziehen.
    Frag dich doch besser, was du verändern kannst, damit du solche Situationen zukünftig weder provozierst noch in sie hineinschlitterst.
    Es liegt an dir, wie du dein trockenes Leben gestaltest.

    Wenn du schon zurückgucken willst, dann frag dich, warum du die letzten drei Jahre trocken geblieben bist. Was hast du anders gemacht als jetzt, was war dein Erfolgsrezept? Und das wendest du dann einfach wieder an.

    LG viola

    Hallo Foffi,

    gut dass du hergefunden hast, willkommen hier!

    Deine Mutter erinnert mich an meine.
    Sie ist auch als Kind von ihrer eigenen Mutter zum Mittrinken verleitet worden. So wie es meine Mutter dann auch mit mir gemacht hat. So wie sie sich betrunken bei mir darüber dann beklagt hat. So wie es vielleicht deine Mutter auch mit deiner Schwester gemacht hat.
    Scheint wirklich gar nicht so selten vorzukommen.

    Du bist nicht schuld daran, was deine Mutter treibt, und du bist auch nicht für sie verantwortlich.
    Du bist auch nicht ihre "Medizin"!!! Wenn sie so was sagt, dann manipuliert sie dich.
    Vielleicht hörst du das gern, denn du kannst dich dann gebraucht fühlen. Aber sie selber muss kapieren, dass sie süchtig ist und das "Problem" bei ihr liegt. Sie kann dich nicht vorschieben. Sonst bist du wieder schuld, wenn du mal im passenden Moment nicht da bist.

    Ich finde, du machst es gut mit dem genau-hinschauen. Deine Hauptaufgabe liegt bei dir. Übernimm die Verantwortung für dich selber!
    Darf ich fragen, warum du arbeitslos bist? Und was du unternimmst, um das zu ändern?

    Umgib dich mit Dingen, die dir guttun, mit Leuten, die dich mögen. Mach was für dich, und mach was aus deinem Leben.

    LG viola

    Hallo Horst,

    willkommen hier! Finde ich gut, wie dú "pro-aktiv" in den Austausch gehst.

    Lesen ist doch eine feine Sache. Es kann einen in fremde Welten tragen, ganz ohne Flugzeug.
    Ich wünsche dir, dass du dich auf dein Buch konzentrieren kannst und dir einfach ein gemütliches Wochenende machst.

    LG viola, die sich auch schon auf den Garten freut

    Hallo Mike,

    willkommen im Forum, ich wünsche dir hier einen guten Austausch!
    Da du ja schon viel gelesen hast, wie du schreibst, hast du auch gesehen, dass du nicht alleine bist.

    Es gibt Muster, die wiederholen sich immer wieder. So wie das vom nassen Alkoholiker und vom treusorgenden Co.
    Du hilfst gerne und du magst Harmonie. Das ist nichts Schlechtes. Es lauert aber die Gefahr, dass du dich selber beschädigst, wenn du andere in den Mittelpunkt stellst.
    Frag dich mal, wie deine Zukunft, und die deiner Kinder, aussehen soll. Was willst du ihnen für ein Vorbild sein? Was sollen sie von dir lernen? Wofür stehst du?

    Du kannst deine Partnerin nicht "retten". Wenn sie aus ihrer Sucht raus will, muss sie erstens erkennen, dass sie in der Sucht ist, und zweitens aus eigenem Antrieb da raus finden.
    Das heißt nicht, dass du dann nicht helfen könntest. Aber du kannst sie nicht trockenlegen, trockenstreicheln, trockenreden.

    Gib dich nicht selber auf, sondern guck auf dich und finde heraus, was du brauchst und was du möchtest.
    Ich weiß, das ist schenll hingetippt und schwer umgesetzt. Aber nur du allein hast die Verantwortung für dich, die kannst du nicht delegieren. Verabschiede dich vom "wenn.... - dann...."-Denken und beginne DEIN Leben - jetzt!

    LG viola

    Hallo William,

    willkommen im Forum, ich finde es gut, dass du hier nach Antworten suchst und auch Fragen stellst.
    Nicht alles ist am Anfang leicht verständlich oder verdaulich. Beschäftige dich am besten ausführlich und immer wieder mit den Grundbausteinen - wenn du hier einfach konsequent bist in der Anwendung, ohne gleich alles verstehen zu wollen, dann tust du dir selber einen großen Gefallen.

    Zitat

    Es ist ein komisches Gefühl als würde ich sie beneiden.


    Dieser Satz von dir ist mir aufgefallen.
    Ich war gestern auch an Bahnhöfen unterwegs. Ich trinke seit 7 Jahren nicht mehr, und wenn es dort Alkoholwerbung gab, so ist sie mir nicht bewusst aufgefallen. Sehe ich Obdachlose, habe ich einfach nur Mitleid, oder ich spende ihnen was. Neid auf Alkoholkonsum kenne ich so nicht.
    Deshalb meine Frage: Was genau erzeugt dieses Beneiden bei dir? Möchtest du irgendwas vergessen, und denkst, dass dir Trinken dabei behilflich sein kann? Willst du dich betäuben (warum?) oder benebeln (warum?) oder wegbeamen (warum?). Sprich, was genau zieht dich zum Alkohol, wofür wollte/will er dir eine Lösung bieten?

    Wenn du da bei dir weiter kommst, dann fällt es dir auch leichter, andere Lösungen für diese Sinn-Fragen für dich zu finden.

    Ich wünsche dir hier einen guten Austausch,
    LG viola

    Guten Morgen liebe Stine,

    da bist du ja! :D

    Ich freue mich, wie sich dein Leben entwickelt hat. Du klingst richtig zufrieden, und du erlebst gerade eine spannende, intensive Zeit. Wie schön!

    Ich freue mich auf das erneute Schreiben mit dir!
    LG viola

    Hallo Frank,

    bin gerade dabei, mich bei dir ein bisschen einzulesen. Glückwunsch zum trockenen Leben,

    Hast du das Gefühl, es "richtig" zu machen? Also richtig für dich?
    Woran machst du das fest?

    Stress gehört zum Leben, und zum Glück ist der Umgang damit im trockenen Zustand wesentlich angenehmer als im nassen. Finde ich jedenfalls.
    NAtürlich ist der Stresslevel relativ, und bei dir ist er gerade unangenehm hoch. Aber warum stellt das eine Gefahr für deine Trockenheit dar, oder habe ich dich da falsch verstanden?

    Ich denke, es tut (mir) gut, sich vom "wenn-dann"-Denken zu verabschieden. Das reduziert nämlich sofort den Stress.
    Also statt zu denken "wenn ich erst mal meine belastende Ehesituation hinter mir habe, dann wird das trockene Leben einfacher / schöner / interessanter / wertvoller / harmonischer" etc., das hilft nicht weiter.
    Sondern sich sofort an den trockenen Genuss des Lebens im Kleinen zu machen, um bei allem Stress noch zufrieden zu sein - das tut mir jedenfalls gut. Ich übe das täglich.

    LG viola

    Hallo Medialuna,

    willkommen hier! Schön dass du da bist.
    Deine Verzweiflung kann ich verstehen.

    Du übertreibst nicht! Und du bildest dir auch nichts ein.
    Du schreibst sehr klar und das Aufschreiben hilft dir hoffentlich, zu kapieren, was gerade passiert: dein Mann ist dabei, in die Alkoholsucht abzugleiten.

    Du hast hier ja schon viel gelesen, wie du schreibst, und dann hast du ja auch gesehen, dass euer Fall gar nicht so selten ist.
    Aber jeder Einzelfall ist eben eine andere Situation, und du bist gerade mittendrin.
    Dein Mann zeigt viele Hinweise auf Sucht... der Kontrollverlust, die Trinkpausen, das kontrollierte Trinken, die zunehmende Häufigkeit und Menge, die Persönlichkeitsveränderung.

    Ein guter Vater? Hm.
    Bedenklich finde ich, dass der Alkohol eine immer größere Rolle in seinem Leben einzunehmen scheint. Da kommt zuerst das Trinken, dann lange nichts, und dann irgendwann Kinder und Frau.
    Hart, aber so ist es. Die Sucht bringt das mit sich.

    Schau nicht weg, und rede dir nichts schön. Bleib so gut sortiert, wie du bist, und öffne dich Freunden und Verwandten. Du musst nicht alles alleine durchmachen.
    Wo bist du denn gerade, und wann ist der Geburtstermin? Wie geht es dir insgesamt?

    Ich wünsche dir trotz allem ein gutes Neues Jahr - auf dass es sich gut für dich wenden möge.
    LG viola

    Hallo,

    ich kann gerne von 14 bis 18 Uhr Wache halten im Chat. Vielleicht kommt ja jemand.

    Gestern war es auch wichtig, dass der Chat permanent geöffnet war, auch wenn es ruhig war.
    Es gab intensive Begegnungen dort, und es wäre für die, die gerade den dringenden Wunsch nach einem Ansprechpartner verspüren, bestimmt sinnvoll, wenn dann hier geöffnet wäre.

    LG viola

    Liebe Katharsis,

    Nesseln sollen ja gut sein gegen Rheuma, heißt es. 8)

    Aber erst im Laufe meiner Erkrankung entdeckte ich den Schwindel.
    Nesseln sind nicht deshalb hilfreich, weil sie so fies pieken. Nein. Sondern dann, wenn ich sie inwendig anwende.

    Seitdem genieße ich Brennnesseltee und Brennnessel-Smoothies. Und manchmal streue ich Taubnesselblüten ins Müsli.
    Und immer wenn ich mich mal wieder in die Nesseln setze - was mit schöner Regelmäßigkeit passiert - muss ich eine Runde grinsen.

    Ich wünsche dir ein fröhlich-friedliches Weihnachten!
    LG viola

    Liebe Tina,

    ich mache "gar nichts".

    Wobei dieses "gar nichts" natürlich relativ ist. 8)
    Ich wersuche, einen Kontrapunkt zu setzen zu dem, was in der Woche und an den arbeitssamen Tagen ansteht.
    Und schlafen, in Ruhe im Haushalt herumpusslen, Geschenke verpacken, Karten schreiben, das tut mir dann auch gut.

    LG viola

    Hallo Karamasow,

    ich wünsche dir einen schönen abstinenten Sonntag. Was hast du heute schönes für dich vor?

    Zitat

    Bilanz zu ziehen über positive Veränderungen.


    Das finde ich überhaupt nicht Kindergarten, sondern ein selbstwirksames Konzept. Wie gut, dass du so aufmerksam mit dir bist und siehst, wo die kleinen aber feinen Unterschiede zu früher sind und was sie mit dir machen.
    Nur weiter so, du machst das gut!

    Zitat

    Das mit der Kapitulation verstehe ich noch nicht richtig. Meinst du Kapitulation im Sinne einer Selbstaufgabe oder Kapitulation im Sinne eines Nachgebens?


    Weiß nicht.
    Irgendwie weder noch. Oder von beidem ein bisschen.

    Ich weigere mich, mich dem Alkohol zu "unterwerfen". Ich finde, die Kategorien des Kampfes sind hier fehl am Platz. Daher habe ich mich mit diesem Begriff auch so lange so schwer getan, er hat sofort Trotz hervorgerufen, und Trotz ist keine Hilfe auf dem trockenen Weg.

    Ich will mich nicht selbst aufgeben, denn das habe ich mit dem Trinken jeden Tag ein Stück weiter betrieben.
    Im Gegenteil, ich will mein Leber wieder zurückerobern. Ich will jeden Tag ein Stückchen mehr ich selber sein. Nicht mich aufgeben, sondern mich in allen Facetten wieder erleben. Mich wohl fühlen mit mir selber.
    Dazu musste ich mir eingestehen, was der Alkohol für mich bedeutet hat. Welche Macht er in meinem Leben hatte. Wie die Suchtstrukturen bei mir gewirkt haben. Was sie alles zerstört haben.
    Ich musste also eine Realität anerkennen, vor der ich jahrzehntelang auf der Flucht war. Das ging nicht von heute auf morgen.

    Am persönlichen Tiefpunkt wusste ich nur, dass ich zukünftig ohne Alkohol leben will. Ob mir das gelingen würde, wie es überhaupt anzustellen sei, davon wusste ich nichts. Das kam später.
    Die Kapitulation bedeutete für mich, die Vorurteile gegenüber den Heilsversprechungen des Alks aufzugeben und die Illusion zu durchschauen. Mir klarzuwerden, auf welchem Holzweg ich war.
    Ich konnte meine nasse Vergangenheit akzeptieren und habe mich nicht länger geschämt. Erst war das nur ein zartes Pflänzchen, es ist aber stetig gewachsen.

    Nachgeben? Nein. Nachgeben bedeutet ja Schwäche oder Weichwerden, im krassesten Fall sogar Rückfall. Weil ein anderer "stärker" war. Womit ich dann wieder nichts für einen Rückfall könnte, sondern die Sucht, der Alk wars - nicht ich.
    So komme ich aber nicht weiter.

    Das Gegenteil von Nachgeben war für mich aber nicht das Ankämpfen.
    Das Gegenteil war für mich eine Veränderung meiner Kategorien und Haltungen.
    Ich merkte, dass das Nicht-Trinken nicht mit dem Verlust verbunden war, den ich gedanklich vorweggenommen war. Sondern dass ich keinen Verzicht empfand, wenn ich mir meine neue Realität anguckte.

    Nicht zu verzichten, sondern die Verantwortung für mein Wohlergehen, für meine Zufriedenheit, für mein Glück wieder in meine eigenen Hände zu nehmen, sie nicht an den Alk outzusourcen - das war´s für mich.
    Seitdem fahre ich gut damit.

    LG viola

    Hallo Karamasow,

    willkommen hier und Glückwunsch zu deinen ersten 23 Tagen.
    Du hast bereits die Fallstricke sowie die schönen Momente der Abstinenz kennengelernt.

    Zitat

    jedoch treibt mich die Krankheit in warme, süße Gedanken.


    Du sehnst dich nach etwas, und dein Gehirn hat den Alkohol als diese Lösung für diese Etwas abgespeichert. Daher assoziierst du diese Lösung nun mit Attributen wie "warm" und "süß". Auch bekannt als nasses Denken.

    Das ist am Anfang der Abstinenz wohl ziemlich verbreitet, mir ging es auch so. Hat schon ein paar Tage gedauert, bis ich mir selber auf die Spur kam, und bald ließen auch die Verzichts-Gedanken nach.
    Denn auf etwas Warmes und Süßes dauerhaft verzichten zu wollen, das kostet viel zu viel Kraft. Das ist keine Trockenheit, sondern ein Kampf.
    Kapitulation ist daher in meinen Augen keine Niederlage mehr (so hatte ich diesen hier häufig benutzten Begriff zunächst verstanden), sondern die Aufgabe des Kampfes.
    Es geht nicht um Siegen oder Darniederliegen oder immerwährendes Kämpfen. Es geht vielmehr um Zufriedenheit im Leben, die ohne die Droge neu entdeckt werden will. Dabei wünsche ich dir viel Freude und hier einen guten Austausch.

    LG viola