...ja, die Verführung. Man kann von dem Gedanken nicht mehr lassen.Nachdem ich nun hier viel gelesen habe, möchte ich meine Geschichte noch ergänzen. "XY" hat nach meinem Auszug seine Wohnung aufgegeben und ist ins Ausland gezogen -finanziell und wohnungstechnisch war und ist das kein Problem -, um sein Leben zu ordnen, über sich nachzudenken usw. Irgendwie hat er es noch geschafft, mir das Gefühl zu vermitteln, ich hätte ihn dazu gebracht, wegzuziehen.
Zwischendurch hat er mal angerufen - natürlich habe ich gemerkt, dass er was getrunken hat.Laut ihm trank er nur O-Saft und Kaffee. Dann habe ich ihm verboten, sich bei mir zu melden, was auch funktioniert hat, bis auf ein Telefonat im November,wo ich schon bemerkt hatte, wie verwirrt er ist, dies aber noch nicht greifen konnte. Nun habe ich von seiner Ex-Frau erfahren ( oh Gott, ein Groschenroman ist nichts dagegen
), wie es um ihn steht. Auf meine Anmerkung, dass er Alkoholiker ist, konnte ich mir anhören : Na, er trinkt doch nicht wie ein Alkoholiker und wenn er trinkt, hat er einen Grund dazu...Außerdem läge alles nur an einer schweren Depression. Natürlich.
Mir fehlten die Worte und ich bin mir sicher, sie hat mich nur informiert, um einen Teil des Ganzen auf mich abzuwälzen. Was ich eigentlich sagen will: Mit einigen tausend Kilometern Abstand zwischen uns, ging es mir ganz gut.Nun ist er aber wieder in der Stadt und ich merke, dabei geht es mir nicht gut. Auf zwei Briefe, die ich ihm vor seiner Abreise damals geschrieben habe, habe ich nie eine Antwort erhalten, aber dies haben einige von euch ja auch schon so berichtet. Überhaupt kommen mir hier im Forum 1000 Dinge bekannt vor. Fühle mich erleichtert, dies aufgeschrieben zu haben.
Elke