Beiträge von murmeltier

    Danke Karsten,
    ich bin auch sehr stolz es bis hierher geschafft zu haben :D Wenn ich mir manche alten Beiträge von mir durchlese war es zwischendurch ganz schön kritisch, aber ihr habt mich rechtzeitig wieder auf Linie gebracht.

    Es gibt seit heute auch wieder eine gute Nachricht die mich meinem Ziel -ein zufriedenes trockenes Leben näherbringt:

    HURRA!! meine neue Wohnung ist in 4 Wochen bezugsfertig!!!
    In den ersten Monaten meiner Trockenheit hatte ich ja das Problem dass mein Ex ebenfalls Trinker war, der mich nicht unterstützen konnte und ein alkoholfreies Zuhause unmöglich machte. Meine finanzielle Situation hat es mir nur ermöglicht eine kleine Wohnung direkt neben ihm zu beziehen (war für mich damals schon ein Riesenschritt), doch diese Lösung machte mich nicht wirklich glücklich, vor allem weil er mich nach der Trennung immer wieder belästigt hat.
    Vor Weihnachten wurde nun meinem Ansuchen auf staatliche Wohnförderung stattgegeben, und so konnte ich mit Sohnemann endlich auf die Suche gehen. :D
    Die neue Wohnung ist allerdings noch renovierungsbedürftig, und es ist ein Wahnsinn was das alles kostet.
    Das Sozialamt hat mir nun eine Installationsfirma und eine Malerfirma vermittelt (die Mitarbeiter sind hauptsächlich ebenfalls trockene Alkoholiker die eine neue Chance erhalten :idea: ) und nächste Woche wird losgelegt! :!:
    Ich habe mit den Vorarbeitern bereits im Vorfeld abgeklärt, dass in meiner Wohnung striktes Alkoholverbot und Rauchverbot herrscht, ich werde Mineralwasser und Saft bereitstellen, auf keinen Fall will ich über leere Bierflaschen stolpern, wie das meiner Schwester bei deren Umbau passiert ist. :shock:
    Ich werde euch über die Fortschritte am Laufenden halten!!!
    LG, murmeltier

    Danke Matthias für die liebe Antwort! :D

    Ich habe meinen letzten Beitrag jetzt unter Erfahrungsberichte reinkopiert, und Karsten hat mir erlaubt jetzt bei euch "Grossen" :lol: mitzuschreiben, das macht mich echt stolz, dass ich es soweit geschafft habe.
    Ich freue mich auf ein weiters Miteinander in Neuen Jahr!!!

    Da ich mein erstes Jahr ohne Alkohol geschafft habe, möchte ich gerne meinen (weiteren) Weg und meine Gedanken hier im Ehrfahrungsbereich beschreiben.
    (ich hoffe das ist für die admins in Ordnung)

    Bevor ich Näheres berichte, will ich mir selbst zum
    1. Geburtstag
    gratulieren!!!
    (November 2010!!!)

    Was ist seitdem passiert:
    :arrow: 1 Monat stationärer Aufenthalt in einer Burn-out-Klinik
    der mir unglaublich gut getan hat, ich konnte endlich mit mir und meinem Leben ins Reine kommen, und auch meine Alkoholkrankheit war während der Therapie ein Thema.
    :idea: Trotzdem bin ich immer noch nicht soweit wie viele hier nach dem ersten Jahr, es gibt immer noch Situationen in denen ich mit meiner Krankheit konfrontiert bin, in denen ich Rückfall gefährdet bin, aber zum Glück habe ich einen riesigen Notfallkoffer gepackt und ich kann dem Drang alles hinzuschmeissen gegensetzen.

    Was habe ich in diesem Jahr verändert?
    :!: alkfreies zuhause
    :!: kein Kontakt zu alkoholtrinkenden Bekannten, Verwanden und Arbeitskollegen
    :!: sozialer Rückzug bis auf ein paar wenige wichtige Menschen die über meine Krankheit bescheid wissen
    :!: wöchentlicher Besuch meiner SHG
    :!: neue Ziele: gesunde Ernährung, Sport aber noch viel wichtiger ist dass ich wieder gerlernt habe mich selbst zu mögen. Ich gehe wieder regelmässig zum Friseur, Fusspflege, Zahnarzt - ich bin mir wieder etwas wert!
    :!: ich habe gelernt allein sein zu können, ich lese wieder Unmengen von Büchern, stricke und handarbeite wieder

    Woran möchte ich noch arbeiten?
    :arrow: Nerven behalten. Ich möchte lernen nicht wegen jeder Kleinigkeit nervös zu werden und an mich und meine Stärken zu glauben
    :arrow: Selbstbewusstsein! Ich möchte es wieder schaffen z.B. aufs Amt gehen zu können ohne die Angst man könne schlecht über mich denken. Ich habe heute noch die Angst ich hätte meine Stimme oder meine Hände und Füsse nicht unter Kontrolle :shock:
    Ich möchte gerne wichtige Telefonanrufe tätigen zu können, ohne mich davor stundenlang vorbereiten zu müssen. :?
    :arrow: Selbstwertgefühl! Ich möchte endlich aufhören mich vor mir selbst zu schämen und die Alkoholkrankheit als einen Teil von mir zu sehen, die mich anderen gegenüber nicht schlechter stellt.
    :arrow: Ruhe und Gelassenheit! Ich würde gerne an den Punkt geraten an dem mich Dinge die nicht/oder nicht gleich funktionieren, die ich nicht schaffe, anzunehmen ohne mir tagelang masochistisch Vorwürfe zu machen. 8)

    So, das war jetzt sehr lang , und eigentlich wollte ich euch allen für die Hilfestellung gerade in den ersten Monaten danken und euch
    ein schönes, trockenes, erfolgreiches Jahr 2011 wünschen!!
    LG, murmeltier

    Hallo Ihr Lieben,
    ich melde mich nach langer Zeit zurück, es ist viel passiert in meinem Leben und ich brauchte Zeit für mich allein.
    Bevor ich aber Näheres berichte, will ich mir selbst zum
    1. Geburtstag :D
    gratulieren!!!
    (November 2010!!!)

    Was ist seitdem passiert:
    :arrow: 1 Monat stationärer Aufenthalt in einer Burn-out-Klinik
    der mir unglaublich gut getan hat, ich konnte endlich mit mir und meinem Leben ins Reine kommen, und auch meine Alkoholkrankheit war während der Therapie ein Thema.
    :arrow: Trotzdem bin ich immer noch nicht soweit wie viele hier nach dem ersten Jahr, es gibt immer noch Situationen in denen ich mit meiner Krankheit konfrontiert bin, in denen ich Rückfall gefährdet bin, aber zum Glück habe ich einen riesigen Notfallkoffer gepackt und ich kann dem Drang alles hinzuschmeissen gegensetzen. :D

    Was habe ich in diesem Jahr verändert?
    :!: alkfreies zuhause
    :!: kein Kontakt zu alkoholtrinkenden Bekannten, Verwanden und Arbeitskollegen
    :!: sozialer Rückzug bis auf ein paar wenige wichtige Menschen die über meine Krankheit bescheid wissen
    :!: wöchentlicher Besuch meiner SHG
    :!: neue Ziele: gesunde Ernährung, Sport aber noch viel wichtiger ist dass ich wieder gerlernt habe mich selbst zu mögen. Ich gehe wieder regelmässig zum Friseur, Fusspflege, Zahnarzt - ich bin mir wieder etwas wert! :D
    :!: ich habe gelernt allein sein zu können, ich lese wieder Unmengen von Büchern, stricke und handarbeite wieder

    Woran möchte ich noch arbeiten?
    :arrow: Nerven behalten. Ich möchte lernen nicht wegen jeder Kleinigkeit nervös zu werden und an mich und meine Stärken zu glauben
    :arrow: Selbstbewusstsein! Ich möchte es wieder schaffen z.B. aufs Amt gehen zu können ohne die Angst man könne schlecht über mich denken. Ich habe heute noch die Angst ich hätte meine Stimme oder meine Hände und Füsse nicht unter Kontrolle :shock:
    Ich möchte gerne wichtige Telefonanrufe tätigen zu können, ohne mich davor stundenlang vorbereiten zu müssen. :?
    :idea: Selbstwertgefühl! Ich möchte endlich aufhören mich vor mir selbst zu schämen und die Alkoholkrankheit als einen Teil von mir zu sehen, die mich anderen gegenüber nicht schlechter stellt.
    :idea: Ruhe und Gelassenheit! Ich würde gerne an den Punkt geraten an dem mich Dinge die nicht/oder nicht gleich funktionieren, die ich nicht schaffe, anzunehmen ohne mir tagelang masochistisch Vorwürfe zu machen.

    So, das war jetzt sehr lang :wink: , und eigentlich wollte ich euch allen für die Hilfestellung gerade in den ersten Monaten danken und euch
    ein schönes, trockenes, erfolgreiches Jahr 2011 wünschen!!
    LG, murmeltier

    Hallo Kevin,
    das erste was ich mir gedacht habe, als ich deinen thread jetzt bis zum Ende durchgelesen habe ist: "Da ist ein Witzbold unterwegs!"
    Ich lese aus deinen Beitrag nichts ernstgemeintes heraus, da wird Tiramisu zum Dessert gereicht, da lässt du dir Wein nach Hause bringen, da willst du mit deiner Bekannten in eine Cocktailbar! :shock:
    Entweder hast du dich mit deiner Krankheit null auseinandergesetzt, oder du nimmst deine Trockenheit nicht ernst!?!
    Ich hoffe ich habe dich nur falsch verstanden, oder?
    LG, murmeltier

    Danke chaosimleben,
    ich wünsch dir auch weiterhin viel Erfolg! :D
    Habe heute wieder einen Fastentag eingelegt, das ist schon richtig Gewohnheit geworden - zumindest 1 Tag in der Woche.
    Es fällt mir auch überhaupt nicht schwer...bis auf den Kaffee morgens, aber auch das sind nur Gewohnheiten!
    Werde nach der Arbeit mit 2 Mädels aus meiner SHG ins Dampfbad gehen, und dann gönnen wir uns einen Buttermilch-Mineralwasser-Shake... da freue ich mich schon total drauf!
    LG, murmeltier
    Allen Mitlesern wünsche ich einen schönen, trockenen Tag! :D

    Hallo zusammen,
    huuch solange nicht geschrieben! :shock:
    Bin immer noch in diesem ewigen Auf und Ab gefangen. Es gibt Tage, so wie heute da bin ich durchtströmmt von Energie und Kraft, ich kann meinen Alltag ohne Selbstzweifel und Ängste meistern, und auch wenn viel auf mich einstürzt die nötige Gelassenheit bewahren.
    Und dann sind da diese "schwarzen" Tage voller Selbstzweifel und innerlichem Unbehagen, als ziehen dunkle Wolken über mir dahin und ich scheine emotional zu frieren. :?
    Das sind die Tage an denen ich wirklich sehr auf mich aufpassen muß, weil dann tief in meinem Kopf dieser alte "Schluckspecht" zu klopfen beginnt, der Wunsch nach "Erlösung" formt sich in meinen Gehirnwindungen.
    Für solche Tage habe ich einen für mich gut funktionierenden Notfallkoffer gepackt: Ich faste! Ich nehme bewusst Abstand von allen belasteten Dingen (Essen, Einkaufen, Menschenansammlungen), ich trinke literweise Tee, Wasser und Gemüsebrühe (ohne Einlage), ich laufe nicht um Abzunahmen oder nach Zeit sondern bewusst auf die Umgebung und Atmung konzentriert oder ich mache die Übungen aus meinem Yoga-Kurs nach.
    Ich bin überrascht wie dieses "Verzichten" gegen diese innere Stimme hilft, so als würde sich mein Inneres selbstheilen. Es ist wie ein Kurzurlaub ins "klösterliche" Leben, damit meine ich nicht die Abstinenz, das ist sowieso immer in meinem Kopf, sondern das Weglassen von Konsumgütern, auch wenns nur für 24 Stunden ist.
    Ich weiß, das klingt als wäre ich bei einer Sekte gelandet, ich meine das nicht religiös oder spirituell, - das ist nicht ganz meine Welt, aber ich wollte euch trotzdem berichten, dass ich weiter an mir arbeite und neue Wege finde, meinen Alltag zu bereichern!
    LG, murmeltier

    Hallo pfundi,
    ja das vermaledeite Untrebewusstsein... aber wichtig ist dass du standhaft bleibst!
    Ich denke mit einer neuen Lebens/- und Freizeitgestaltung wirds langfristig leichter... und das Untrebewusstsein kann leichter in seine Schranken gewiesen werden.
    Wünsch dir alles Gute, klingt doch ganz gut was bei dir passiert!
    LG, murmeltier

    Hallo Jabo,
    sieh es mal so: Wenn Deine Frau die restlichen 3 Wochen außerhalb des "Weiblichen Defizit Syndroms" :wink: eine ganz Liebe ist, dann hast du mehr Glück als so manch anderer deiner Geschlechtsgenossen! :D:lol:
    Sorry, konnts mir nicht verkneifen...

    Der tägliche Wahnsinn braucht Strategien, hast du dir da schon einen Notfallkoffer gepackt? Was hast du noch verändert in den letzten 10 Tagen?
    LG, murmeltier

    So, melde mich mal wieder, PC hatte Schwierigkeiten mit Netzzugang, wurde gerade repariert! :?
    Merke dass ich momentan wieder total angespannt bin, schon nach dem Aufstehen... ich bin nervös und habe Herzrasen!
    Ich führe das auf die vielen Dinge zurück die ich noch zu erledigen habe, ich habe oft das Gefühl allem nicht gerecht werden zu können.
    Meine Lösung dessen ist, einen Schritt zurückzugehen und erstmal aus der Entfernung zu analysieren was wirklich notwendig ist, ich habe oft das Gefühl mit einem Zug in Höllentempo durch einen Tunnel zu rasen, das macht mir Angst.
    LG, murmeltier

    Hallo Jabo,
    Daumen hoch - 8er Tag!
    Hab das Gefühl du bist ein bisserl gspunnert (Össi-Deutsch für: böse, nein eher ungehalten) auf mich, aber du hast meine Frage im Vorfeld bereits beantwortet!
    Ein bisserl gegrübelt hast du anscheinend schon, find ich klasse!
    Wünsch dir alles Gute für deinen 9ten Tag!!!
    murmeltier

    edit - bitte keine Zitate einfügen, danke - edit

    Hallo zusammen,
    hatte gestern einen sehr spannenden Moment erlebt, von dem ich hier gerne berichten möchte: :D
    Gestern nachmittag in der Eisdiele. Ich saß mit zwei Freundinnen zusammen bei lecker Eiscafe und wir waren endlos am Quatschen. Dabei fielen mir 2 Frauen auf die am Nebentisch sassen und Rotwein in sich reinschütteten - inzwischen waren die schon ganz schön "angeschickert".
    Ich schaute dann mich und meine Mädels an und fühlte mich auf einmal unsagbar glücklich - das erste Mal seit Beginn meiner Trockenheit hatte ich ein Hochgefühl, ich fühlte mich frei und pudelwohl! :D

    Allen einen schönen Tag, murmeltier

    Hallo Jabo, hallo myworld,
    was mir auffällt ist, dass ihr auf die Frage was die Gründe für die Rückfälle sind, sehr einschneidende Erlebnisse nennt.
    Nun, ich zweifle daran, dass dies allein der Fall ist.
    Sicher, Todesfälle, Probleme in der Familie usw. können schon zum erneuten Trinken führen, aber Tatsache ist ja, dass wir auch an ganz normalen Tagen tranken, sogar dann wenn eigentlich alles zum Besten steht, oder?
    Ich war z.B. in meinen Urlauben ständig blau.
    Und da sehe ich die Gefahr dass man seine Sucht nicht wirklich beim Namen nennt, vor allem von dir Jabo habe ich noch nicht lesen können warum du glaubst es diesmal anders machen zu können, und was die Gründe waren warum du immer wieder zur Flasche gefriffen hast.
    Kannst du dich nur unter Alkoholeinfluss entspannen, oder Spass haben oder Krisen bewältigen usw.
    Verstehst du was ich meine? Es gibt viele Gründe zum Saufen, - aber noch mehr Gründe es nicht mehr zu tun! :D
    LG, murmeltier

    Hallo kaiser,

    ja, von der abschreckenden Wirkung Trinkender auf mich kann ich auch berichten ohne überheblich sein zu wollen.
    2 Beispiele aus der letzten Vergangenheit:
    Ich fuhr mit meinem Sohn zu einer Sportveranstaltung mit der Bahn. Die Wagone waren voll mit Besoffenen, es stank nach Bier und Schnaps, zwei Mädchen lagen halb bekleidet und halb bewusstlos auf dem Boden! :?
    Gut, man könnte meinen es waren nur unreife Jugendliche beim "Komasaufen" , aber schräg gegenüber sassen 2 Männer meines Alters, ebenfalls mit der Dose Bier in der Hand und ein Mini-Schnapsflascherl daneben. Die kamen scheinbar vom Arbeiten und genemigten sich ihr "Feierabendbier"
    Dieses offene Zurschaustellen seines Alkoholkonsums war mir sogar in meiner Trinkerzeit suspekt.

    Ein anderes Beispiel aus meinem direkten Bekanntenkreis. Eine Nachbarin kam vormittags gegen 10 Uhr bei mir vorbei, eine sehr attraktive, gepflegte Frau. Die Schminke verschmiert, die Klamotten halbherzig übergeworfen lallte sie mich mit indiskreten Geschichten aus der Nachbarschaft zu - eine Flasche Sekt untern Arm gepackt. :(
    "Sektfrühstück" ist unter den Frauen hier sowieso ein oft gepflegtes Ritual, ist für mich auch schon fragwürdig!

    Ich empfinde dieses "Fremdschämen" als schlimm, weil mir ja dabei oft ein Spiegel vorgehalten wird, aber es motiviert mich auf meinem trockenen Weg!

    LG, murmeltier

    Hallo zusammen,

    heute ist wieder einmal einer dieser Tage wo ich am liebsten auf und davonlaufen könnte. :roll:
    In der Arbeit der totale Stress, zuhause das reinste Chaos - und ich krieg nix auf die Reihe! :oops:
    Deswegen habe ich mir jetzt einen Riesen-Cafe-Latte mit extra Zucker und einen Schokoladenkuchen eingeworfen :D , dabei bin ich ja auf Diät weil mir bald keine Hose mehr passt! :shock:
    Also entweder gehe ich heute abend eine lange Runde Joggen oder ich schmeiss mich gleich gefrustet ins Bett und verziehe mich ins Träumeland! Ich weiß, Joggen wäre sinnvoller....
    So, jetzt mal wieder ran an die Arbeit, morgen wirds hoffentlich wieder besser,
    LG, murmeltier

    Hallo Jabo,
    ich hatte im November 2009 einen Rückfall, allerdings hatte der sich schon Monate vorher angekündigt. :(
    Der Grund dafür lag in der Tatsache, dass ich meine Sucht nicht ernsthaft genug behandelt hatte, ich hatte weder ein suchtmittelfreies zuhause (mein Lebensgefährte sof weiter neben mir, der Kühlschrank war täglich bis oben mit Bier gefüllt), ich ging z.B. weiterhin auf Grillfeste wo viel Alkohol geflossen ist - und ich mitten drin. Ich ging komplett unbedarft an meine Trockenheit (oder soll ich sie beim Namen nennen? Trinkpause) heran, ich dachte einfach nichts trinken reicht. Ich fand mich heldenhaft in meinem Verzicht! :wink: Hielt leider nicht lange an.Verstehst du was ich meine?
    Deswegen würde mich interessieren wie du mit deiner Sucht umgegangen bist und was dich motiviert hat wieder zu trinken. Warst du zuhause oder unterwegs? Warst du in trinkender Gesellschaft?
    Ich denke du solltest dir diese Fragen bewußt stellen um für die Zukunft Gefahrenpotential im Vorfeld ausschalten zu können.
    LG, murmeltier

    Hallo silberkralle, hallo pelagia,

    ja, ich habe mich im anschluss gefühlt als hätte ich im Dauerlauf einen Riesenbrg bezwungen, war total geschafft aber es war schon sehr befreiend vieles einmal rauszulassen! :D

    Alkohol war und ist in meiner Famielie täglich auf dem Tisch - und nicht immer als reines Genussmittel. Obwohl ich in meiner Jugend eigentlich nicht oder kaum getrunken habe, habe ich die Bilder im Kopf konserviert und bin später als der berufliche und private Stress richtig losging darauf zurückgekommen.

    Frühkindliche Konditionierung könnte man sagen - mein Gott, ich hör mich schon selber wie mein Therapeut an... :wink:

    LG, murmelteir

    Hallo liebe Mitleser,
    hatte heute eine sehr anstrengende Therapiesitzung, habe zum ersten Mal aus vollem Herzen geheult!
    Ich komme wie ich schon erzählt habe aus einem "gutsituierten" Alkoholikerhaushalt, aussen hui - innen pfui. :oops:
    Jedenfalls dachte ich mit diesem Teil meines Lebens abgeschlossen zu haben, und war recht verwundert als mein Therapeut mich vor 2 Monaten gebeten hatte Fotos aus meiner Kind/Jugendzeit mitzubringen. :?:
    Heute hat er den Therapieraum verdunkelt und Dias an die Wand projeziert - meine Fotos! :shock:
    Ich will euch nicht mit Details langweilen, aber der Blick zurück hat plötzlich alle Schleusen bei mir geöffnet, obwohl ich die Fotos ja bereits kannte. Weiss auch nicht was da passiert ist, - aber es war unglaublich traurig, erleichternd, es machte mich zornig, ich habe mich geschämt (ich rotzte und heulte wie ein Kleinkind), und irgendwann machte es "plopp!" und mir fiel ein Stein runter...
    Warum? Weinen tut gut... jammern befreit! :D
    Auch eine neue Erfahrung für mich, LG, murmeltier