Beiträge von murmeltier

    Hallo zusammen, danke für die Extranerven! :D
    War heute wieder ein ruhiger Arbeitstag, habe mich wieder eingekriegt und heute sogar Spass am Job.
    Ich hasse es wenn die dunklen Gedanken um mich kreisen, zum Glück habe ich zuhause und im Job ausreichend Ablenkung, und ich arbeite weiter an den nächsten 24 Stunden :D:idea:
    Liebe Grüsse, murmeltier

    Hallo, ich melde mich zurück aus einem kathastrophalen Wochenende! :roll:
    Es fing schon damit an, daß ich ungeplanter Weise Samstag noch arbeiten mußte, d.H. meine gesamte Wochenendplanung war über den Haufen geschmissen. Dann noch schnell einkaufen, kochen und Haushaltsgrundreinigung, außerdem hatte mein Sohn einen Freund übers Wochenende als Übernachtungsgast.
    Gegen 18.00 Uhr war ich total platt und mit den Nerven am Ende. Am liebsten wäre ich gleich ins Bett und meine Ruhe haben. :?
    Im Enddeffekt kam es wieder mal zu einer unguten Auseinandersetzung mit meinem LG, - wir waren beide genervt und ürberreizt.
    Ich habe mich so aufgeregt, daß ich eine Panikattacke hatte, und mich anschließend nur mehr weinend ins Bad eingesperrt hatte. die Kinder haben zum Glück nix mitbekommen, die waren noch im Garten rodeln.
    Ich habe mich dann halt wieder zusammengerissen und wir haben noch einen Nachtspaziergang mit dem Hund im Schnee gemacht.
    Sonntags gings in dem Stil weiter. Irgendwie wollte ich morgens garnicht mehr aufstehen, ich war mit den Nerven am Ende. :(
    Zum Glück hatten wir keinen Alkohol zuhause und mein LG war mit seinen Kumpels unterwegs, so war ich nicht massiv gefährdet.
    Ich muß aber zugeben, hätte ich "Stoff" zuhause gehabt wäre ich in eine brenzlige Lage gekommen! :evil:
    So kann es nicht weitergehen, ich brauche um erfolgreich zu bleiben mehr Ruhe, wenigstens zuhause will ich Sicherheit und Frieden - bin heute noch total gegen den Wind und genervt.
    Jetzt mache ich mich mal an die Arbeit und schau daß ich mich beruhige
    LG, murmeltier

    Halli pittchen,
    ich habe den Gedanken wenn ich Deine postings durchlese, daß Du Dich vor der Entgültigkeit fürchtest. In Deinem Kopf sagt ein kleines meckerndes Männchen:"Was nie wieder??" und das erschreckt Dich.
    Ich nehme an Du bewegst Dich außerdem in einem trinkenden Umfeld?
    Ich habe aber selbst die ERfahrung gemacht, daß "kontrolliertes Trinken" eine Einbahnstrasse ist, direkt zurück in die Sucht. :evil:
    Ich habe auch Momente in denen ich mcih frage:" Wäre es nicht einfacher hin und wieder *zum anstossen* trinken zu können, wäre ich dann nicht ganz normal wie alle anderen?"
    Die Antwort ist aber leider:" Nein, kann ich nicht - weil ich es eben :arrow:nicht kontrollieren kann!"
    Es gibt also kein "Nie wieder" sondern nur noch ein "Warum auch"
    Verstehst Du was ich meine?
    Egal wie Du Dich entscheidest in Zukunft, ich wünsch Dir alles Beste :D
    Liebe Grüße, murmeltier

    Nachtrag:
    Zum Schubladendenken muß ich sagen, daß es sicher einige (auch hier im Forum) gibt, die es allein geschafft haben. Aber das setzt eine wirkliche Selbsterkenntnis vorraus, - und die sehe ich bei meinem LG nicht wirklich.
    Hinter seiner nach außenhin präsentierten Stärke und Autorität steckt ein sehr unsicherer, selbstzweifelnder Mensch. Ich würde bei ihm schon von einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung sprechen, die Ursachen sind bereits in der Kindheit begraben.
    Leistungsdruck und das Bedürfniss nach Lob, Aufmerksamkeit und Anerkennung haben ihn schon früh zur Flasche greifen lassen, - ähnlich wie bei mir, wobei bei mir viel mehr Wut und Enttäuschung dazukommen.
    Ich vergleiche uns beider erst seitdem ich hier im Forum schreibe und lese, unter anderem auch im Co-Forum.
    Nachdenkliche Grüsse, murmeltier

    Liebe maria :D
    ich muß zugeben ich bin sehr unsicher über die weitere Zukunft mit meinem LG. :?
    Die Vernunft sagt mir, daß eine räumliche Trennung für alle der bessere Weg wäre, - ich bin noch nicht stark genug für uns beide, und ich bin nicht wirklich überzeugt daß er aufhören will zu trinken.
    Die andere Seite ist aber, daß ich mit meinem Sohn dieses Wochenende vorsichtig gesprochen habe und der sehr an meinem LG hängt, und auch sein Zimmer, seine Umgebung etc. nicht aufgeben möchte. Wir haben beide geweint - ich war nach dem Gespräch noch unentschlossener als bevor. :(
    Am schönsten wäre es in unserer Situation den Alkohol für immer aus unserem Leben zu verbannen, diese Woche war so entspannt, keine bösen Worte, keine Missverständnisse - aber ich denke es ist naiv daran zu glauben oder es auch nur zu hoffen. :roll:
    Das Leben ist kein Hollywood-Film mit Happy-End, ich bin da illusionslos.
    Deshalb werde ich mich trotzdem auf die Listen für Wohnungen und eventuell Wohngemeinschaften setzen lassen, das geht eh nicht von hier auf heute und werde die verbliebene Zeit damit verbringen, meine Trockenheitsarbeit zu verinnerlichen und eventuell auch an der Beziehung zu arbeiten. Nur letzteres obliegt nicht nur mir allein...
    LG, murmeltier

    Liebe jule, habe jetzt aufmerksam deinen thread durchgelesen und sehr beeindruckt was du leistest :D
    Ich arbeite seit einem Jahr an meiner Trockenheit und hatte leider zwei Rückfälle, also zurück an den Start.
    Die Gründe dafür:
    1. Raus aus der Klinik, hinein ins Alltagskostüm und eben von 5.30 Morgens bis abends um 20.00 Uhr volles Programm. Kind, Hund, Arbeit, Haushalt, - ach ja Sport muß auch noch reinpassen usw. Ich funktionierte zwar "nüchtern" aber der Saufdruck war zwischendurch übergroß.
    2. Mein Lebensgefährte hat mich zwar nach meinen Suizidversuchen (unter Alkoholeinfluss) brav in der Klinik besucht, direkt als ich wieder draussen war, hat er sich in meiner Gegenwart erstmal ein Bier aufgemacht :evil:
    3. Meiner Familie (mein Lebensgefährte inklusive) war meine Sucht nicht bewußt. Ich komme ja auch aus einer Alkoholikerfamilie, bzw. ist regelmässiger Alkoholkonsum in meinem Umfeld normal
    4. Ich habe mich nicht geoutet, deswegen fanden die anderen alles nicht so schlimm
    5. Ich wollte meine Sucht nicht wahrhaben! :oops:

    Alles Liebe, du bist auf einem guten Weg
    LG, murmeltier

    Zitat von silberkralle

    wer is mehr experte als der der selber jahrelang richtig gesoffen hat :?:

    Aus dieser Sicht hast du sicher auch wieder recht. :shock::lol:
    Aber da ich es ohne Hilfe meines Arztes (Psychiater) und Betreuung durch meinen Therapeuten niemals soweit geschafft hätte, weil ich noch weiß wie groß mein Saufdruck die ersten 6 Monate war, glaube ich nicht daß mein LG einfach von heute auf morgen sagen kann, - ich trink nix mehr! 8)
    Versteht mich bitte nicht falsch, natürlich wäre es mein größter Wunsch wenn wir beide trocken werden würden, er ist ja eigentlich (= nüchtrn) eine Seele von einem Mann, der Alkohol und unsere "Saufabende" haben die Liebe und Beziehung ertränkt, sie ist sprichwörtlich abgesoffen... :roll:
    Ob es sich noch lohnt zusammenzubleiben? Können sich zwei Suchtkranke wirklich gegenseitig stützen? Muß ich mich nicht nur mit meinem Suchtgedächtnis auseinandersetzen, sindern auch mit seinem?
    Was passiert wenn einer schwach wird?
    Aber das Wochenende steht eh bald wieder vor der Tür, ich bin skeptisch ob er das ohne Alkohol durchsteht... wir werden sehen :twisted:
    Würde mich freuen von Euren Erfahrungen zu hören
    LG, murmeltier

    hi schattenspringerin.
    Ich würde sehr klar mit "JA" antworten.
    Mein Therapeut hat einmal zu mir gesagt, daß ich den Rest meines Lebens ein "Suchtmensch" bleiben werde.
    Die Sucht kann sich verlagern, kann urplötzlich in meine Gedanken zurückkehren, ein Suchtmensch wird lebenslang in Gefahr laufen sich in diversen Süchten zu verlieren.
    Ich habe einmal im Leben die Kontrolle abgegeben, aus vielen verschiedenen Gründen, in vielen versch. Situationen und werden die Befriedigung die ich in dieser von mir nicht mehr wahrgenommenen, unkontrollierbaren Situation erfahren habe, immer wieder suchen.
    Esssucht, Magersucht, Spielsucht, Kaufsucht, Sportsucht etc. die Möglichkeiten für den Suchtmenschen sind beinahe unendlich.
    Das ist ungefähr das, was ich aus diesem Gespräch für mich mitgenommen habe
    LG, murmeltier

    Maria : Mein LG trinkt seit Mittwoch od. Donnerstag voriger Woche nichts mehr, anfangs war er sehr nervös und hektisch, jetzt gehts ihm gut, er hat auch keine körperlichen Beeinträchtigungen.
    Allerdings hat er sich auch nicht bei der Suchtberatung gemeldet, wie ich ihm vorgeschlagen habe, daher bin ich sehr skeptisch. :?
    Der erste Schritt zur Trockenheit ist für mich die Selbsterkenntnis die aber unmittelbar damit verknüpft ist, sich erstmal ärztliche und psychologische Hilfe zu holen, - gibt sicher nur ganz wenige die das ganz alleine schaffen.
    Außerdem ist es was anderes seinem selber süchtigen Partner gegenüber Einsicht zu zeigen, als einem erfahrenen Suchtexperten etwas "vorzumachen".
    Ich ordne das für mich als "Beschwichtigung" ein, würde mich aber gerne vom Gegenteil übrezeugen lassen. 8)
    Alkohol habe ich keinen im Haus, und ich werde das auch in Zukunft mit aller Kraft verteidigen, es ist schon ein schönes, sauberes Gefühl, so als wäre alles frisch gewaschen und erneuert. Weiß jetzt nicht ob ich das richtig wiedergeben kann. Es fühlt sich richtig an! :D
    So, jetzt sollte ich mich an die Arbeit machen,
    Euch allen einen schönen Tag,
    ich denke an Euch
    LG, murmeltier

    Maria : Ja, heute nachmittag. die waren alle sehr nett und hilfsbereich, ich kam mir überhaupt nicht wie eine Bittstellerin vor.
    Ich habe zum einen stapelweise Infomaterial und Formulare erzalten.
    Es gibt zum einen einmalige Förderungen z.B für Wohnungskaution, Einrichtungsgutscheine, sogar ein Übersiedelungshilfsdienst vom Sozialamt ( :shock: Wahnsinn, an solche Dinge habe ich noch garnicht gedacht!)
    Frauenhaus ist in meinem Fall nicht zuständig, aber es gibt in meiner Stadt zwei Wohnhäuser extra für Familien in Notsituationen, das sind 1-2 Zimmerwohnungen, die für einen Zeitraum von 3-6 Monaten zur Verfügung gestellt werden entweder kostenfrei oder, je nach Einkommen sehr günstig.
    Eine weitere Möglichkeit, auch bei schon älteren Kindern sind die Mutter/Kind- Wohngemeinschaften. Das heißt, daß sich 2 oder mehre Mütter zusammen mit den Kindern nach Studentenvorbild Wohnungskosten teilen.
    Leider sind die Anmeldelisten sehr lang, paralell sollte ich mich auch für günstige Gemeinde/Genossenschaftswohnungen anmelden - Wartezeit bis zu 3 Jahren!!!
    Obwohl ich nicht katholisch bin darf ich aber jede Woche zum Mutter/Kind-Kreis in meiner Bezirkskirche gehen, dort findet man auch viele Betroffene und vielleicht ergibt sich da schneller etwas. :)
    Jezt muß ich mich einmal durch sämtliche Broschüren und Adessen durchgraben, hätte nie gedacht wie viel Hilfe man erfährt, wenn man nachfragt!!!
    LG, murmeltier

    @ mario :lol: Doppelname - kommt davon wenn man statt zu arbeiten schnell noch diverse Forenbeiträge schreibt!!!
    @ zu euren Antworten: :idea: Ich denke daß es für mich im Augenblick am wichtigsten ist mich denen gegenüber zu öffnen, denen ich 1. vertraue und 2. die mir am Herzen liegen.
    Ich werde aber bei Nachfragen nicht mehr "Ich bin auf Diät" etc. vorschieben, sondern kurz und bündig antworten "Ich trinke keinen Alkohol, er tut mir nicht gut", das hat letztens einer in einer deutschen Kochshow geantwortet, was das Gegenüber sich dabei denkt ist dessen Sache. Vielleicht ist es zum Teil feige oder unehrlich, aber ich will nicht mit einem Schild zu geschäftlichen Meetings gehen auf dem steht:"Achtung, sprechen Sie mich nicht auf Alkohol an, ich bin Alkoholikerin und halte das vielleicht nicht aus!", oder "Trocken seit 01.01.2009!" :?
    Nun, wieder ernsthaft, ich werde nicht mehr leugnen, aber auch nicht alle darauf stossen, so wie eine Bekannte von mir, die mit ihrer manischen Depression hausieren geht, als wärs ein Ehrentitel.
    Versteht ihr was ich meine?
    Möglicherweise kann ich in 1-2 Jahren offener damit umgehen, vielleicht brauche ich noch mehr Abstand zu meiner nassen Zeit und den wirren Bildern in meinem Kopf die die Gaedanken daran erzeugen. :?
    Heute nach dem Sport hat meine Freundin zu mir gesagt, ich sei endlich zur Ruhe gekommen, ich sei zwar stiller als früher aber auch gelassener und zuversichtlicher, das ist ja schon ein Anfang???
    LG, murmeltier

    @mieken :D Mein Hauptproblem beim "Outen" ist beruflich bedingt. Mein LG und ich arbeiten im med. Bereich, unser gesamter Bekanntenkreis stammt aus diesem Umfeld. Ich habe Angst durch das Bekanntwerden meiner Krankheit berufliche Nachteile zu erfahren, noch dazu wo mein LG in einer sehr verantwortungsvollen Position steht. Natürlich weiß ich, daß Alkohol-, und Medikamentenmissbrauch gerade in dieser "feinen Gesellschaft" gang und gebe ist, zu oft habe ich Bruncheinladungen mit Sektfrühstück, oder Abendveranstaltungen mit massenhaft Alk-konsum erlebt.
    Auch meine Freundin arbeitet in diesem Bereich, ich mag sie sehr, aber sie hat auch sehr viele gute Bekannte aus unserem beruflichen Umfeld.
    Da ich ja ausnahmslos zuhause und heimlich getrunken habe, konnte ich meine Sucht immer verbergen, Katerstimmung habe ich immer als Migräne oder "nervösem Magen" getarnt. Auch meine Klinikaufenthalte liefen offiziell untre "Burnout", ich weiß das alles ist sehr verlogen, aber ich kann nicht anders! :oops:
    Meine Famillie und meine engsten Freunde haben übrigens sehr verständnisvoll aber auch sehr konstruktiv reagiert, und auf diese Menschen kommt es mir auch an, denen vertraue ich bedingungslos.
    Ich bin sicher, daß einige das nicht vrestehen werden, ich fühle mich bei dieser Schwindelei auch nicht wohl, weiß aber nicht was der richtige Weg wäre.
    Mario : Ich denke auch, daß ich zu Anfang meiner Abstinenz ein Hintertürl offen halten wollte um ein eventuelles Versagen nicht rechtfertigen zu müssen. Das führte natürlich zu schwierigen Situationen z.B. wenn ich Familientreffen fern geblieben bin, weil ich wußte, daß dort Alkohol konsumiert werden würde.
    Es ist seit meinem fam. outing wesentlich leichter, obwohl es noch einfacher wäre, wenn die anderen aktiver auf meine Sucht reagieren würden, und in meiner Gegenwart keinen Alkohol trinken würden, was aber öfters nicht der Fall war. Leider, aber sie sind schon mehrheitlich der Ansicht, daß ich in Zukunft selber über meine Sucht siegen sollte. "Es zwingt dich ja keiner zum Trinken": habe ich da schon gehört! :evil:
    LG, daisydee

    Lieber Mario, ich habe eine tiefe innere Abneigungen gegen alle Orte an denen Alkohol ausgeschänkt wird, mir missfällt die "nasse" Athmosphäre und das ganze laute, geschwätzige Ambiente.
    Ich werde mittwochs mit meiner Freundin in ein rauchfreies, alkohofreies vegetarisches Restaurant gehen, sie findet die Idee toll.
    Ich weiß, Ehrlichkeit wäre nach einem Jahr "Trockenheit" (mit 2 Rückfällen) an der Zeit, vielleicht springe ich über meinen Schatten.
    Es kostete mich große Überwindung meiner Familie reinen Wein (das ist jetzt aber mal ein netter Freudscher Versprecher :shock::D ) einzuschenken.
    LG, murmeltier
    Gehe jetzt nach Hause auf meinen crosstrainer!

    Bin grade ein wenig traurig - eine Freundin, die ich sehr lange nicht gesehen habe, wollte sich mit mir in der Stadt treffen... mir wurde richtig angst und bange. :? Ich muß gestehen daß ich mir das noch nicht zutraue, in einem Pub zu sitzen und Tee/Cola etc. zu trinken, während sie ein Bier/Wein etc. trinkt! :(
    Ich habe mir im letzten Jahr bewußt eine Auszeit gegönnt, ich habe meine sozialen und gesellschaftlichen Kontakte bis auf wenige komplett eingeschränkt, was ich aber eigentlich nicht vermisse. Zu Grillfesten, Sylvesterparties u.ä. gehe ich nicht mehr, außer es findet im privaten Rahmen statt, wo ich vorher schon weiß, daß kein Alkohol getrunken wird.
    Mit meinen Schwestern und meiner Sportkameradin treffe ich mich nachmittags auf Kaffee und Kuchen oder eben zum Sport, Sauna oder Gassi gehen mit den Hunden.
    Wie habt ihr das gehandhabt? Ist schon komisch, wenn mein LG zuhause trinkt kann ich mich ablenken, aber was mach ich in einem Pub? Da ist sicher auch die Macht der Gewohnheit eine große Gefahr rückfällig zu werden. :evil: Keine Ahnung wielange das noch dauern wird, bis ich soweit bin, vor dieser Situation habe ich wirklich unglaubliche Panik.
    LG, murmeltier

    So, mich melde mich zurück aus dem Wochenende! :P
    Samstag hatte ich Großputztag, also Musik an und durch die Wohnung gesaust. Um 16.00 Uhr war ich dann erst fertig, erschöpft aber sehr stolz auf mich! :D
    Genau das war auch der Zeitpunkt wo sich mein Suchtgedächtnis wieder mal plötzlich gemeldet hat: "Na murmeltier, jetzt warst du so brav, hast dir eine Belohnung verdient... :twisted: " Kennt ihr das auch? In meiner nassen Zeit waren es die "Belohnungsbiere" nach getaner Arbeit die mich erst zum Alkoholiker werden ließen...
    Ich habe mir dann schnell einen Karamelltee gemacht, dann ein schönes Duftschaumbad, und ab auf die Couch mit dicker Decke und Kuschelklamotten. Zur Belohnung gabs außerdem noch 2 Stück Erdbeer-schoko, und schon war alles wider in Ordnung.
    Sonntag war dann Bügel und Fernsehtag, alles ohne Stress und ganz gemütlich, abends noch 30 min Sport zum müde werden. Wieder ein Wochenende gut und trocken überstanden! :D
    Mein LG hat das Wochenende ebenfalls nicht getrunken, aber er war schon sehr nervös, und mußte sich ständig beschäftigen. Vielleicht gibt ihm das endlich zu denken, sonstige körperliche Entzugerscheinungen hatte er aber zum Glück nicht.
    Ich hoffe bei Euch war es auch so entspannt,
    ich schick euch mal eine Tasse "GuteLaune-Tee" rüber
    LL, murmeltier

    Lieber Manfred,
    ich habe meinen LG gestern in einem nüchternen Moment direkt auf sein Alkoholproblem angesprochen, und ihm auch vermittelt, daß ich ihn verlassen werde, wenn er nicht zu trinken auffhört und sich ebenfalls Hilfe holt. Ich habe auch gesagt, daß er zwar während meines Klinikaufenthalts eine große moralische Stütze für mich war, aber mir bei meiner Abstinenz mehr schadet und im Wege steht als daß er mir hilft. Wenn er mich wirklich lieben würde, dann wäre er besorgt um mich und mein Leben, und würde mich stattdessen nicht gefährden.
    Er war sehr bestürzt, und hat zu ersten Mal zugegeben daß er ein Alkoholproblem hat, bis jetzt war er ja immer der Meinung "er könne mit Alkohol umgehen, nur ich sei die Alkoholikerin!" :shock:
    Ob er das umsetzen kann oder will, oder ob er mich nur besänftigen will, weil ich ihm jetzt quasi das Messer an die Brust setze, weiß ich nicht, ist mir auch egal, weil ich jetzt trotzdem zu meiner und zur Sicherheit meines Sohnes Informationen zu einer möglichen Initiative einholen werde. Eine räumliche Trennung ist sicher der beste Weg, damit wir beide trocken werden!
    So, jetzt muß ich echt Schluß machen,
    wünsch dir und allen anderen alles Liebe
    murmeltier

    Hi, Manfred! :D
    Eigentlich hab ich gemeint, daß ich ab etwa 18.00/19.00 Uhr je nach Auftragslage im Geschäft Dienstende habe, und dann meine Freizeit beginnt!
    In meiner nassen Zeit war dann der Ablauf so:
    LG und ich haben Alk besorgt, im Schnelltempo die abendlichen Pflichten erfüllt (Sohnemann Abendritual, Hund Gassi) und dann - eeeendlich Entspannen :evil: Flasche auf und rein damit. Wir redeten über den Tag während wir einen irren Wettbewerb hatten, wer zuerst das Nebelhorn tuten hört. :(
    Jetzt schau ich daß ich mich beschäftige:
    Mit Sohnemann noch schnellein Wiifit Tennis od. Bowling-battle, hometrainer, Baden, Lesen, Fernsehgucken und was ganz wichtig ist - meine Teezeremonie. Hab mein altes Teegeschirr (orginal Artdeco) aus dem Schrank geholt und probiere mich quer durch das Angebot! :D
    Auf der Strecke bleibt da leider mein LG, aber wenn er gemütlich mit mir quatschen will muß er halt auch ein Tässchen Tee mittrinken, sonst hat er halt Pech gehabt, - ich stehe nicht mehr zur Verfügung! :wink:
    Euch allen einen entspannten Abend, Hoch die Tassen (Tee, Heiße Schokolade oder Latte Macciatto)
    LG, murmeltier

    Mir hat es sehr geholfen meinen Tag in kleine Aufgabenschwerpunkte zu splitten, so weiß ich morgens immer genau was mich erwartet aber ich stehe nicht vor einem Riesenberg der mir schon morgens den kalten Schauer über den Rücken kriechen lässt. :shock:
    Heute z.B.:
    6.00 Aufstehen und Morgenroutine (Sohnemann schulfertig machen, Hund versorgen, Eigenroutine)
    8.00 Sport
    9.00 Haushalt (auch der ist tageweise aufgesplittet)
    10.00 Arbeiten
    13.00 Mittagessen danach Sohnemann Hausaufgaben betreuen
    18.00-19.00 Freizeit (größtes Gefahrenpotenzial! :evil: ), Abendessen
    Das funktioniert eigentlich ganz gut, denn da ich nicht mehr besonders belastbar bin hilft es mir mich an diesem Tagesplan entlangzuziehen, gefährlich wirds nur wenn etwas unplanmässiges passsiert, da kann schon passieren daß sich mein Suchtgedächtnis zurückmeldet - deswegen gibts einen Notfallplan: Abwarten und (viel) Tee trinken! :D
    Klingt irgendwie doof wenn ich das jetzt grad so durchlese :shock:
    LG. murmeltier

    liebe maria, ich glaube deswegen bin ich hier -
    1. weil es wichtig ist sein Leben aus einem anderen Blickwinkel kennenzulernen, und das geht wohl am einfachsten wenn andere einem die Augen öffnen
    2. Wattebäusche werfen wird uns nicht weiterbringen
    3. Ich bin nicht mehr allein mit dieser Last, diesen Ängsten, diesen Erfahrungen!
    :D