Hallo Welia,
wie man sich da verhalten soll?
Allgemeingültige Regeln weiß ich auch nicht. Aber ich kann Dir beschreiben, was ich gemacht habe.
In den letzten Jahren fielen mir an meiner Frau gewisse Veränderungen auf, die ich zunächst (ich bin ja naiv, ich glaube immer an das Gute im Menschen...) auf ihr Alter / Wechseljahre usw. geschoben habe.
Zuerst war ihr Desinteresse an der Sexualität auffällig, dann die Tatsache, dass sie am Tisch nie Alkohol trank, aber immer betrunkener wurde. Irgendwann fand ich dann die leeren, halbvollen und vollen Schnapsflaschen im Keller, in der Küche, in den Kleiderschränken usw. Erst nach und nach habe ich realisiert, was da eigentlich vor sich ging. Ich habe Jahre damit vergeudet, meine Frau in Gesprächen überzeugen bzw. ihr helfen zu wollen.
Seit Sommer 2005 war dann eigentlich unsere Ehe nicht mehr existent, wir lebten nebeneinander im gleichen Haus.
Im November vergangenen Jahres dann teilte ich meiner (hoffentlich bald Ex-) Frau mit, dass sie mir nun sch...egal sei und ich ab sofort mein eigenes Leben führe. Und ich habe begonnen, systematisch das ganze Gebäude aus Lügen, Heimlichkeiten, Vertuschungen und Beschönigungen um uns herum einzureißen. Unser Haus habe ich öffentlich zum Verkauf ausgeschrieben (seither sind wir ortsgespräch), und jeder, der mich fragt, bekommt eine klare Antwort. Meine Frau säuft uns ins Elend, und ich habe jetzt die Notbremse gezogen. Sinngemäß so fallen meine Antworten aus.
Effekt: Sechs Monate Partisanenkrieg (das Wort Rosenkrieg ist hier wirklich zu verharmlosend...) unterhalb jeder Gürtellinie, jedes Anstands- und Ehrgefühls, ohne jede Rücksicht auf die Folgen seitens meiner Frau mir gegenüber. Ich habe mich jedoch nicht abbringen lassen und bereite weiterhin konsequent Trennung und Scheidung vor, mit der Folge, dass sich meine Frau in ärztliche Behandlung begeben hat und seit zwei Wochen in einer psychosomatischen Fachklinik stationär behandelt wird.Ichwerde mich trotzdem trennen und die Scheidung einreichen resp. betreiben.
Aber was ich in den letzten Wochen erfahren habe von Bekannten, Freunden, in der Nachbarschaft usw. über diverse Vorfälle im Zusammenhang mit der Sucht meiner Frau- ich hätte mir die Hälfte davon niemals träumen lassen, geschweige denn die ganze Wahrheit......
Was ich Dir raten kann:
Vermeide konsequent jedes Verhaltensmuster eines Co-Abhängigen. Stelle deinen Mann bloss, wo immer er im Suff auftaucht oder etwas anstellt. Nichts verschweigen, verleugnen oder beschönigen ("ach, gestern hatte er wohl eins zuviel.."). Zwinge ihn dazu, sich seiner Sucht zu stellen.Wenn du ihm helfen willst.
idS Daniel