Beiträge von DanielG

    Hallo Melanie,

    ich war gestern nicht online, da ich beruflich im Ausland war. Bin soeben zurück, im Moment noch in der Firma am Arbeitsplatz.

    Wenn ich nach Hause komme, müsste sie auch da sein. Mal sehen, was da noch so alles passiert....und ab 19.00 Uhr ist Meeting bei AlAnon.
    Allzuviel wird also heute nicht mehr geschehen.

    Ich halte Euch auf dem Laufenden.

    idS Daniel

    Zitat von Melinak


    Hört sich nach Kampf an und nicht nach Einsicht.Erst wenn du das schaffst hörst du damit auf. Das was du hier machst kenn ich zu gut. Ich nenne es MACHTKAMPF, den führte ich NACH der Trennung noch 8 Jahre lang weiter. Bis der Krebs kam und mich fast umgebracht hat. Pass da mal ganz gut auf dich auf!

    LG Melanie

    Danke, das werde ich.

    idS Daniel

    Zitat von Melinak

    Vor allem ist es schon komisch das du es vorraussetzt indem du hier schreibst, das sie das so tun wird.Woher willst du das wissen?

    LG Melanie

    Woher ich das weiß? Nun, ich kenne sie lange genug.

    In den acht Wochen, die sie weg war, haben wir genau zwei Mal versucht, miteinander zu telefonieren. Beim ersten Mal hatten wir nach drei Minuten den Krawall, beim zweiten Mal immerhin fast zwanzig Minuten, bis wir wieder aneinander hoch gegangen sind.

    Sie kennt mich ja genau so lange und weiß deshalb, welche "Knöpfe man drücken" muß bei mir, um mich zu provozieren. Ich werde dem ausweichen, wo ich kann. Aber ich werde nicht zurückweichen- ich hoffe, der Unterschied ist klar so weit.

    Ihr ganzes Verhalten ist nicht das eines trockenen Alkoholikers- eher das einer beleidigten Majestät.

    idS Daniel

    Hallo Melanie,

    mein Rat bezüglich Urlaub alleine ist so zu verstehen - Urlaub ohne den alkoholabhängigen Partner. Darf ruhig mit Kind(ern) sein. Nur eben ohne die Person, über die man nachdenken will im Urlaub. Waldliebe hatte ja geschrieben, dass sie zusammen mit ihrem Mann in Urlaub will.

    Deine Anspielung auf "Statussymbole": mir ging es nur darum zu verdeutlichen, dass ich eigentlich meinen Kopf im Beruf brauche. Ich kann und will mich nicht mit jemandem streiten, der den ganzen Tag zu Hause sitzt und sich alle möglichen Bosheiten ausdenken kann.

    idS Daniel

    Hallo Waldliebende,

    das hier ist nicht "mein Thread". Der Inhalt geht alles was an....

    Du planst Urlaub? Wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich alleine fahren. Um dann festzustellen, wie es sich so anfühlt, wenn man nur noch für sich selber veranbtwortlich ist.

    Und wenn man dieses Gefühl kennt, trifft sich manche Entscheidung leichter. So zumindest meine Erfahrung.

    Wie es mir im Moment geht? Nun, am Donnerstag kommt sie wieder. Nach acht Wochen in der psychosomatischen. Ich weiß bis heute noch nicht einmal die Diagnose, mit der sie stationär eingewiesen wurde.
    Gemäss dem Schriftwechsel zwischen unseren Anwälten will sie ja unbedingt wieder in unserem gemeinsamen Haus wohnen, trotz formaler Trennung (Datum 04.05.2010). Ich weiß zwar nicht wie das gehen soll, aber ich bin ja lernfähig....

    Im August gehe ich erst mal mit einem guten Freund zusammen in Urlaub; er hat das Thema Scheidung vor drei Jahren durchgemacht. Wenn mein Jüngster mitkommen mag, darf er mit an die Adria.
    An meine Frau denke ich nur noch mit Schaudern und Schrecken. Wir (meine beiden Söhne und ich) hatten jetzt acht Wochen Frieden und Harmonie unter unserem Dach, diese Phase wird jetzt wieder vorbei sein.
    Wenn es zu schlimm wird, ziehe ich aus, noch bevor das Haus verkauft ist. ich habe keine Lust, als Projektionsfläche für ihre psychischen Probleme (u.a. Histroinische Persönlichkeitsstörung) herzuhalten. Ich muss täglich im Beruf bestehen. Ich bin über fünfzig - zwar immer noch der erfolgreichste Vertriebsingenieur der ganzen Firma, aber um mich herum sind lauter Jungdynamiker, die schon mit den Hufen scharren....

    So viel zur augenblicklichen Situation.

    idS Daniel

    P.S.: an Waldliebende: es gibt im Moment nur einen Menschen, der Dir wichtig sein darf. Du selbst. Verschwende keine Lebensenergie mehr darauf, Dinge ändern zu wollen, die Du nicht ändern kannst!

    Hallo Waldliebende,

    lass Dir keine falschen Hoffnungen machen. Ein Alkoholiker hat immer lebenslänglich, d.h. er kann nicht kontrolliert trinken. Deshalb kann auch kein Alki "weniger" trinken. Lies Dich hier durch das Forum rauf und runter- hier schreiben Praktiker, die es allesamt am eigenen Leib erlebt haben. Ob als Betroffener oder Angehöriger. Und niemand hier dramatisiert etwa unnötig- im Gegenteil; ich glaube, dass die meisten gar nicht so ausführlich beschreiben können was sich bei ihnen abgespielt hat.

    Es gibt in deinem Fall keine Alternative: aufhören, d.h. dein Mann MUSS trocken werden - oder Ende. Und eine angedrohte Konsequenz, die nicht durchgesetzt wird, ist nichts wert. Aus diesem Grund gehen wir in unserer Firma mit Alkoholikern wie folgt um: Kündigung ohne Wenn und Aber. Wiedereinstellung nach erfolgreich abgeschlossener Langzeittherapie. So wirst Du auch in deiner Situation verfahren müssen: trenne dich von deinem Mann. Wenn er die Therapie hinter sich hat, könnt ihr euch immer noch überlegen, ob ihr wieder zusammen leben wollt.

    Es tut mir leid, dass ich Dir nicht mehr Hoffnung machen kann. Aber letzendlich wird das der Weg sein....

    idS Daniel

    Hallo Waldliebende,

    ich kann und will Dir nicht raten. Ich schildere Dir nur meine Erfahrungen, ziehe deine Schlüsse selbst daraus.

    Ich befinde mich derzeit in der Trennungsphase, d.h. meine Frau (mit der ich im Oktober dann dreissig Jahre verheiratet sein werde) ist derzeit in stationärer Behandlung. Wenn sie von dort zurück kommt, wird räumlich getrennt. Mir wäre es am liebsten, sie käme nicht mehr in deas gemeinsame Haus zurück, dann könnten die noch hier wohnenden beiden Kinder, die ebenfalls noch im Haus wohnende Schwiegermutter und ich nämlich unser gewohntes Leben weiterführen. Will sie unbedingt zurück und setzt sie dies juristisch durch, dann werde ich das Haus verlassen- und mit der Bank die Zwangsversteigerung betreiben. Das heißt im Klartext: kommt sie zurück, geht alles den Bach runter.

    Zur Vorgeschichte: meine Frau ist die erwachsene Tochter eines Alkoholikers, aber wie ihr Vater nicht von der friedfertigen Sorte. Sobald sie einen gewissen Pegel erreicht hat, wird sie bösartig und aggressiv. So richtig unerträglich ist die Situation seit ca. fünf Jahren, seit ihr Vater gestorben ist. Sie hat heimlich getrunken, überall im Haus fanden (und finden sich noch!) leere, volle oder halbvolle Flaschen. Die Kinder, vor allem der Jüngste (13) haben sehr unter dieser Situation gelitten. Sie haben sich für die peinlichen öffentlichen Auftritte ihrer Mutter geschämt.
    Nach einem Schockerlebnis vergangenen November war sie zwar innerhalb von zwei Tagen trocken, ohne Hilfe von aussen. Dafür ist sie jetzt psychisch neben der Spur.
    Seit sei weg ist, ist es in unserem Haus so ruhig, friedlich und harmonisch wie noch nie.

    Kurzum und zusammengefasst: hätte ich ihr die letzten vier, fünf Jahre jeden Tag eine Flasche Fusel dazugestellt, hätte ich heute viel weniger Probleme. Die restliche Familie wäre intakt, und wir alle könnten ein selbstbestimmtes Leben führen.

    idS Daniel

    Hallo Hagebutte,

    Dein Ratschlag versetzt mich jetzt doch in Erstaunen. Hat man mir doch bisher empfohlen, mich ausschliesslich um mich selber zu kümmern- alles andere sei Co-abhängiges Verhalten.

    Meinst Du wirklich, ich soll Kontakt zu den dortigen Therapeuten aufnehmen, von mir aus, unaufgefordert?

    idS Daniel

    Hallo Linde,

    mir geht es inzwischen wieder ganz gut. Je länger sie weg ist, umso besser.
    Auch meine beiden Jungs sind wieder ruhig und ausgeglichen; unseren Drei-Männer-Haushalt schmeissen wir fast perfekt.

    So ruhig und friedlich wie im Moment war es bei uns zu Hause noch nie, jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern.

    Was das Thema Hausverkauf angeht: Es ist ja so, dass das Thema schon auf dem Tisch war, bevor sie in stationäre Behandlung ging. Sie hat sich allem verweigert mit der Begründung, das habe Zeit bis zu ihrer Rückkehr.
    Noch nicht einmal das Beauftragen eines Immobilienmaklers hat sie mitmachen wollen. Sie pokert auf Zeit in der irrationalen Hoffnung, dabei etwas gewinnen zu können.
    So bald sie aber wieder zurück ist, werde ich ausziehen. Das ist Fakt, mit diesem Menschen kann und will ich nicht mehr unter einem Dach zusammen leben müssen. Insofern hat dieses Thema eigentlich keine Zeit mehr, sondern sollte schnellstmöglich geklärt werden.

    Denn diesen Zustand des dauerhaften Friedens- daran habe ich mich jetzt so gewöhnt, das will ich ab jetzt immer so haben.....

    idS Daniel

    Hallo Spacey,

    es ist eigentlich so, dass die Behörden, Gerichte usw. erwarten, dass Du aktiv wirst. Der Tag wird kommen, da wird dich ein Richter fragen, was du wann getan hast- und was nicht.

    Im Augenblick geht es wirklich nur um Schadensbegrenzung. Die erste Priorität hat jetzt das Wohlergehen eures Kindes.

    idS Daniel

    Zwischenstatus:

    Seit 15.04., also mehr als sechs Wochen, ist meine Frau nun schon in stationärer Behandlung in einer psychosomatischen Fachklinik. Ab und an versuchen wir, miteienander zu telefonieren. Gelingt aber meist nicht, weil wir schon nach drei,vier Sätzen aneinander hochgehen und sofort wieder Streit bekommen.
    Ich habe den subjektiven Eindruck, dass sie sich immer noch in ein Gebäude aus Lügen und Wunschvorstellungen einigelt. Sie will z.B. immer noch verhindern, dass unser gemeinsames Haus bei der anstehenden Trennung/Scheidung drauf geht und verkauft oder versteigert werden muss. Obwohl sie sich auf der anderen Seite weigert, wieder berufstätig zu werden. Irgendwie hat sie keinen Blick für die Realität mehr - oder vorübergehend nicht mehr.

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

    idS Daniel

    Hallo Simone,

    im Moment fühlst Du dich wahrscheinlich nicht sehr gut. Aber wenn es Dir hilft- meine Frau ist seit dem 15. April in stationärer Behandlung; ich lebe seither mit meinen beiden Söhnen hier in einem unglaublichen Zustand der Ruhe und des Friedens. Gestern abend haben wir lange über die Situation gesprochen, und wir sind uns einig, dass wir diesen Zustand für alle Zeiten so beibehalten wollen.

    So ähnlich wird es Dir auch gehen: je länger er weg ist, umso besser fühlst Du dich.

    idS Daniel

    Hallo Welia,

    meine Frau hat sich jahrelang damit gerchtfertigt:

    "Aber ich mache meine Arbeit..". Stimmt. Sie war eine vorbildliche Hausfrau und Mutter. Eine zeimlich durstige Putze eben.

    Ich hätte aber lieber eine Partnerin gehabt.

    Was also nützt es uns, wenn der Alki ANDERSWO sehr beliebt ist?

    idS Daniel

    Hallo Welia,

    wie man sich da verhalten soll?

    Allgemeingültige Regeln weiß ich auch nicht. Aber ich kann Dir beschreiben, was ich gemacht habe.
    In den letzten Jahren fielen mir an meiner Frau gewisse Veränderungen auf, die ich zunächst (ich bin ja naiv, ich glaube immer an das Gute im Menschen...) auf ihr Alter / Wechseljahre usw. geschoben habe.
    Zuerst war ihr Desinteresse an der Sexualität auffällig, dann die Tatsache, dass sie am Tisch nie Alkohol trank, aber immer betrunkener wurde. Irgendwann fand ich dann die leeren, halbvollen und vollen Schnapsflaschen im Keller, in der Küche, in den Kleiderschränken usw. Erst nach und nach habe ich realisiert, was da eigentlich vor sich ging. Ich habe Jahre damit vergeudet, meine Frau in Gesprächen überzeugen bzw. ihr helfen zu wollen.
    Seit Sommer 2005 war dann eigentlich unsere Ehe nicht mehr existent, wir lebten nebeneinander im gleichen Haus.

    Im November vergangenen Jahres dann teilte ich meiner (hoffentlich bald Ex-) Frau mit, dass sie mir nun sch...egal sei und ich ab sofort mein eigenes Leben führe. Und ich habe begonnen, systematisch das ganze Gebäude aus Lügen, Heimlichkeiten, Vertuschungen und Beschönigungen um uns herum einzureißen. Unser Haus habe ich öffentlich zum Verkauf ausgeschrieben (seither sind wir ortsgespräch), und jeder, der mich fragt, bekommt eine klare Antwort. Meine Frau säuft uns ins Elend, und ich habe jetzt die Notbremse gezogen. Sinngemäß so fallen meine Antworten aus.
    Effekt: Sechs Monate Partisanenkrieg (das Wort Rosenkrieg ist hier wirklich zu verharmlosend...) unterhalb jeder Gürtellinie, jedes Anstands- und Ehrgefühls, ohne jede Rücksicht auf die Folgen seitens meiner Frau mir gegenüber. Ich habe mich jedoch nicht abbringen lassen und bereite weiterhin konsequent Trennung und Scheidung vor, mit der Folge, dass sich meine Frau in ärztliche Behandlung begeben hat und seit zwei Wochen in einer psychosomatischen Fachklinik stationär behandelt wird.Ichwerde mich trotzdem trennen und die Scheidung einreichen resp. betreiben.
    Aber was ich in den letzten Wochen erfahren habe von Bekannten, Freunden, in der Nachbarschaft usw. über diverse Vorfälle im Zusammenhang mit der Sucht meiner Frau- ich hätte mir die Hälfte davon niemals träumen lassen, geschweige denn die ganze Wahrheit......

    Was ich Dir raten kann:

    Vermeide konsequent jedes Verhaltensmuster eines Co-Abhängigen. Stelle deinen Mann bloss, wo immer er im Suff auftaucht oder etwas anstellt. Nichts verschweigen, verleugnen oder beschönigen ("ach, gestern hatte er wohl eins zuviel.."). Zwinge ihn dazu, sich seiner Sucht zu stellen.Wenn du ihm helfen willst.

    idS Daniel

    Hallo Co-la,

    stell Dich ruhig schon mal darauf ein, dass da noch mehr kommen wird.

    Bei meiner Frau war das so, dass keine Beleidigung, keine Schmähung, keine Drohung zu primitiv oder zu dreckig war, gegen mich verwendet zu werden. Vor Zeugen hat sie zugegeben, dass sie das alles frei erfunden hat, um mich zu treffen- und zwar nur und ausschliesslich, um mich zu treffen.
    Ganz besonders hat sie unsere Kinder (23, 19 und 15 Jahre alt) mit angeblichen oder tatsächlichen Details aus unserem Sexualleben überschüttet (obwohl wir seit Sommer 2005 keinen Sex mehr miteinander haben....)

    Zunehmend hat und hatte sie Schwierigkeiten, Fiktion und Realität auseinander zu halten. Was mich wiederum in der Ansicht bestärkt, dass meine Frau eher ein psychisches Problem hat, welches sie mit Alkohol zugeschüttet hat. Seit November trinkt sie nicht mehr, seit Donnerstag ist sie in einer psychosomatischen Fachklinik.

    Gehe ruhig mal davon aus, dass deine Frau das ganze Register ziehen wird. Wenn Du noch Zeit finden solltest, lies mal das Buch "Emotionale Erpressung" von Susan Forward / Donna Frazer. Dann verstehst Du, wie diese Erpressung funktioniert- und du kannst dieser Erpressung angemessen begegnen.

    idS Daniel